Kategorien
Wirtschaft

„Ein Projekt, dass es so in Deutschland noch nicht gibt“

Antweiler/Mechernich – Die Wahl im Planungsausschuss ging geheim vonstatten. Mit 12 der insgesamt 23 Stimmen sprachen sich die Mitglieder knapp für die Änderung des Flächennutzungsplanes in Antweiler aus. Acht stimmten dagegen, zwei enthielten sich, eine Stimme blieb ungültig. Auf dem Areal „Diethkirchenweg“ könnte damit „Am alten Landgut“ ein klimaneutrales Wohnquartier entstehen.

Georg Schmiedel, Geschäftsführer der F&S Concept, stellte die Ideen zum klimaneutralen Wohnquartier vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Ein Projekt, dass es so in Deutschland noch nicht gibt“, sagte Georg Schmiedel, Geschäftsführer der Euskirchener F&S concept, die das Vorhaben entwickeln will. Das nachhaltige Konzept mit einer guten Ökobilanz sei mit dem Fraunhofer Institut Dortmund und der Unterstützung der NABU entwickelt worden.

Ein zentraler Punkt sei das „Heizen und Kühlen“ durch ein innovatives Erdwärmekonzept bis zu einer möglichen Tiefe von 500 Metern. „Das muss individuell auf jedes Gebiet angepasst werden“, so Schmiedel. Innerhalb eines angrenzenden Solarparks werden unter dessen Photovoltaik-Anlage Schafe weiden können und ein Biotop mit ökologisch nachhaltiger Bepflanzung („bienen-, vogel- und insektenfreundlich) angelegt werden.

„Schonender Umgang“

Ziel sei ein schonender Umgang mit Grund und Boden. „Wir müssen davon weg, dass wir Wohngebiete machen, wo 50 einzelnstehende Einfamilienhäuser entstehen und damit eine große Fläche in Anspruch genommen wird“, so Georg Schmiedel. Deshalb sei im Plan ein gesunder Mix aus Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern vorgesehen.

„Regenwasser wollen wir vor Ort versickern lassen, so wie es die Bodenverhältnisse zulassen“, so Georg Schmiedel weiter. Dafür sollen Zisternen auf den Grundstücken sorgen sowie Wasserspeichertunnel unter jedem Parkplatz oder Spielplatz. Gründächer und naturnahe Vorgärten sollen zusätzlichen Lebensraum für Insekten schaffen und den Boden für ein gutes Mikroklima bereiten. Hecken sollen im Bebauungsplan fest vorgeschrieben werden, auch ein separater „Nistturm“ für Schwalben ist eingeplant.

Schnell-Ladesäulen für Elektroautos will F & S-Concept selber kaufen, bauen und der Westnetz schenken, die sie dann betreiben, wie Georg Schmiedel ausführte. Auf Initiative des NABUs habe man ein Lichtkonzept entwickelt, das keine Insekten oder Fledermäuse anzieht, weil es auf blauhaltigeres Licht setzt. Der Projektentwickler weiter: „Das Problem des Amberlichtes ist aber, dass es nach DIN-Normen nicht hell genug ist, um den Weg auszuleuchten.“ Ein Bewegungsmelder registriere aber Passanten und lasse eine weitere Lichtquelle „hochfahren“, die dann nach Vorgabe ausleuchtet. „Eine der innovativsten Straßenlampen, die wir in Deutschland haben“, so Georg Schmiedel. Beleuchtung, Ladesäule, Erdwärmeanlage sowie Wohnungen sollen durch den vorgenannten Solarpark gespeist werden.

„An der falschen Stelle“

Vorangegangen war eine lange Diskussion zwischen den Parteien. „Grundsätzlich tolles Projekt“ aber „zu groß“, „zur falschen Zeit“ und „an der falschen Stelle“ lauteten die Kritikpunkte der SPD, Grünen und FDP.  Etliche Anlieger meldeten sich zu Wort, die vor allem die Sorge äußerten, dass sich die Hochwassersituation bei Starkregen durch das Neubaugebiet verschlechtern würde. Auf dem Feld, auf dem das 3,7 Hektar-große Areal vorgesehen sei, würde sich schon jetzt bei normalen Regenereignissen häufig das Wasser sammeln.

„Die Fläche ist kein HQ100-Gebiet mehr“, führte Georg Schmiedel demgegenüber aus. Nachdem das Hochwasserschutzbecken oberhalb von Antweiler errichtet worden war, habe die Bezirksregierung die Aue nicht mehr als Überschwemmungsgebiet auf den Karten ausgewiesen. Das Wohngebiet werde durch eine bessere Versickerung sogar die Situation für den Ort insgesamt verbessern, ist der F&S-Geschäftsführer überzeugt. Georg Schmiedel weiter: „Wir haben erkannt, dass sich Dinge ändern müssen, das ist unsere Antwort darauf.“

„Sie können das Projekt im Fortgang des Verfahrens noch stoppen“, betonte Stadtplaner Thomas Schiefer und warb gleichzeitig dafür, die Idee nicht sofort ad acta zu legen, sondern „F&S“ eine Chance zu geben, Details auszuarbeiten und anzuschauen: „Ich halte das für spannend und es wird uns auch neue Erkenntnisse liefern.“ Mit einem ökologisch rücksichtsvollen Bauen in der Eifel könne man beweisen, „dass wir Klima ernst nehmen und verantwortungsvoll gegenüber nachfolgenden Generationen handeln“. Der Bedarf an Wohnraum sei ungebrochen hoch.

Kategorien
Wirtschaft

KSK Mayen für „Deutschen Engagement-Preis 2021“ nominiert

Mayen – Publikumsvoting bietet Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld für Kitas der Region. Die Kreissparkasse Mayen (KSK) ist für den „Deutschen Engagementpreis 2021“ nominiert. Zuvor wurde die KSK Mayen bereits mit dem Preis „David 2021 – Sonderedition Corona“ für das Engagement der sparkasseneigenen Stiftung „Für unsere Jugend“ mit dem Projekt „Tonie-Boxen für Kitas“ im Rahmen des jährlich Bundesweiten Vorlesetages ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung als Grundlage geht die KSK Mayen nun ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement.

„Dieser besondere Einsatz für Kindergartenkinder der Region erfährt durch die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis nun eine weitere hochrangige Anerkennung,“ freut sich KSK-Vorstandsmitglied Christoph Weitzel.

Die Kreissparkasse Mayen hat nun die Chance, bei der feierlichen Preisverleihung des „Deutschen Engagementpreises“ am 2. Dezember 2021 in Berlin als Sieger geehrt zu werden. Über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis können Bürgerinnen und Bürger in der Zeit vom 09. September bis 20. Oktober 2021 online unter www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis  abstimmen.

 „Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum „Deutschen Engagementpreis“ und hoffen, dass wir viele Teilnehmer*innen des Votings mit unserer Aktion „Tonie-Boxen für Kitas“ überzeugen können. Im Rahmen des jährlich stattfindenden bundesweiten Vorlesetages konnten unsere Mitarbeiter*innen im vorigen Jahr bedingt durch Corona den Kita-Kindern leider nicht persönlich vorlesen. Daher hatten wir die Idee, allen Kita-Kindern der Region mittels „Tonie-Boxen“ und vorab von unseren Mitarbeiter*innen mit Geschichten besprochenen „Kreativ-Tonies“ trotzdem ein besonderes Vorlesevergnügen zu ermöglichen,“ erläutert Christoph Weitzel weiter.

„Umso mehr würden wir uns natürlich freuen, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis zu gewinnen. Hierzu möchten wir alle Bürgerinnen und Bürger bitten, online für unser Projekt zu voten, damit das Preisgeld i.H.v. 10.000 Euro den Kitas der Region zu Gute kommen kann,“ erklärt Weitzel abschließend.

Der „Deutsche Engagementpreis“ ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Rund 700 Wettbewerbe und Preise gibt es in Deutschland für freiwilliges Engagement. Deren Initiatoren können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den „Deutschen Engagementpreis“ nominieren. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen „Deutschen Engagementpreises“ ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.

Kategorien
News

RLP Innenminister Lewentz: Weitere 64.000 Euro für den Kursaalkomplex Bad Bertrich

Bad Bertrich/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat mitgeteilt, dass die Ortsgemeinde Bad Bertrich (Landkreis Cochem-Zell) im Rahmen der Städtebauförderung weitere 64.000 Euro aus dem Strukturprogramm des Landes für die Sanierung des Kursaalkomplexes erhält. Seit 2017 unterstützt das Land die Maßnahmen zur Sanierung und Aufwertung des Kursaalkomplexes in Bad Bertrich. Seither wurden insgesamt rund 1,1 Millionen Euro bereitgestellt.

„Bei der Durchführung der Maßnahme sind unabweisbare und unvorhersehbare Mehrkosten entstanden. Mit der Bewilligung leisten wir einen weiteren Beitrag zur Sanierung des Kursaalkomplexes in Bad Bertrich, damit dieses für die gesamte Region so bedeutsame Bauwerk bald in neuem Glanz erstrahlen kann“, so Minister Lewentz.

Das Strukturprogramm ist im Stadterneuerungskonzept des Landes das Förderinstrument, über das städtebaulich und strukturpolitisch bedeutsame Einzelvorhaben im Sinne von Schlüssel- oder Leuchtturmprojekten gefördert werden können.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme für unterschiedliche städtebauliche Herausforderungen. Mit den Programmen „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“, „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten, Quartieren sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch ein Investitionsprogramm für Sportstätten abgerundet.

„Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie als Quartiere zum Wohnen und Arbeiten attraktiv zu gestalten“, so Minister Lewentz. Er hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu Seite stehe.

Kategorien
Top-Events

Bitburger Rheinlandpokal 2020/21: Finale am Mittwoch 15. September in Koblenz

Region/Koblenz – Die Rahmenbedingungen für das Endspiel um den Bitburger Rheinlandpokal 2020/21 stehen fest: Die Partie zwischen Regionalligist FC Rot-Weiß Koblenz und Rheinlandligist FV Morbach wird am Mittwoch, 15. September, im Koblenzer Stadion Oberwerth ausgetragen.

Anstoß ist um 19 Uhr. Im Halbfinale hatten sich die Teams durch Siege gegen die SG Mendig (Morbach) und TuS Koblenz (RW Koblenz) durchgesetzt.

Kategorien
News

Neue Sitzbänke für berufliches Gymnasium Mayen

Mayen – Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiter-Initiative „aktiv vor Ort“. Der Pausenbereich des beruflichen Gymnasiums Mayen bietet für die Schülerinnen und Schüler keine ausreichenden Sitzmöglichkeiten. Aus diesem Grund haben sich Bürgerinnen und Bürger aus Mayen ehrenamtlich engagiert und im Außenbereich der Schule zwei große Sitzbänke aufgebaut. Eva-Maria Klein, Projektpatin und Mitarbeitende des Energieversorgungsunternehmens Westenergie, hat die finanzielle Förderung des Projektes durch die Westenergie erreicht.

Das Projekt wurde im Zuge der Corona-Pandemie unterbrochen und erst im Laufe diesen Jahres unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen wieder aufgenommen. In etlichen Arbeitsstunden haben die freiwilligen Helfer Aluminiumbänke aus Bausätzen zusammengebaut und anschließend diebstahlsicher im Boden verankert.

Schulleiterin Alexandra Birk-Märker lobt die Arbeit der freiwilligen Helfenden: „Diese Maßnahme bietet den Schülerinnen und Schülern eine optimale Möglichkeit, sich in den Pausen und in der Mittagszeit zu entspannen. Wir sind dankbar, dass wir für dieses Projekt eine finanzielle Unterstützung erhalten haben.“

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative der Westenergie, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit für Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatregion einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro für die Maßnahme. Westenergie unterstützt so das soziale und ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter.

Kategorien
News

Umliegende Verwaltungen unterstützen bei der Bewältigung der Flutfolgen im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – „Enorme Solidarität innerhalb der kommunalen Familie“. Von den Telefon-Hotlines über die Bearbeitung von Soforthilfe-Anträgen bis hin zur personellen Unterstützung der Kfz-Zulassungsstellen: Bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe konnte die Kreisverwaltung Ahrweiler wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen und insbesondere Serviceleistungen für von der Flut betroffene Menschen anbieten. Möglich wurde dies durch eine umfangreiche personelle und materielle Unterstützung der umliegenden Verwaltungen. Denn das Kreisverwaltungsgebäude selbst war zwar von der Flut verschont geblieben, jedoch sind rund 200 der insgesamt 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst mittel- und unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffen.

„Ohne die unbürokratische Unterstützung der umliegenden Verwaltungen wäre dies so nicht möglich gewesen“, fasst der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL, die Situation zusammen. „Dank der enormen Solidarität innerhalb der kommunalen Familie ist es uns gelungen, schnellstmöglich umfangreiche Unterstützungsleistungen für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Dafür gilt es nun noch einmal ganz herzlich Danke zu sagen“, so Gies weiter.

Die Unterstützungsleistungen der Verwaltungen waren dabei vielfältig: So hat die Stadtverwaltung Bonn die Hotline für die Anmeldung der Soforthilfe übernommen und weitere Mitarbeiter, unter anderem für das Gesundheitsamt, die Bau- und die IT-Abteilung, sowie zwei geländegängige Fahrzeuge für Fahrten im Katastrophengebiet bereitgestellt. Die Kreisverwaltung Neuwied arbeitete ebenfalls in der Hotline für die Soforthilfe mit. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die komplette Abwicklung der Soforthilfe des Landes für Privatpersonen übernommen, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die der Soforthilfe des Landes für Unternehmen. Im Bereich Elterngeld hat das Jugendamt wertvolle Amtshilfe von den Kreisverwaltungen Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und Neuwied erhalten.

Zur Koordinierung der Fluthilfeangebote wurde eine Hotline eingerichtet, die von der Verbandgemeindeverwaltung Bad Breisig betreut wurde. In der Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal und der Stadtverwaltung Remagen wurden Bekleidung und Hilfsgüter gesammelt und an Flutopfer verteilt. Die Gemeinde Grafschaft unterstützt die Kreisverwaltung mit provisorischen Standorten für mehrere Kitas und Schulen.

Schließlich haben die Stadtverwaltungen Andernach und Koblenz sowie die Kreisverwaltungen Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied und Vulkaneifel Personal für die Kfz-Zulassung abgestellt, um den enormen Andrang bewältigen zu können. Bis heute wurden so fast 25.000 Zulassungsvorgänge bearbeitet, davon über 9000 Fahrzeuge abgemeldet und mehr als 8000 Zulassungen oder Umschreibungen bearbeitet. Hinzu kommen rund 8000 weitere Anliegen, die überwiegend mit der Flutkatastrophe zusammenhängen, wie beispielweise das Ausstellen neuer Fahrzeugpapiere oder neuer Kennzeichen.

Kategorien
News

„Zeitgeist“ in Mechernich

Mechernich – Einheimische Künstler aus Mechernich planen mit „Kopf hoch 2“ wieder eine „Outdoor“-Ausstellung an der Rathausbrüstung Mitte Dezember – Insgesamt 21 Künstler sollen ausstellen – Die Organisatoren Ela Rübenach, Petra Hansen und Donata Reinhard – Mit einem Aufruf werden noch vier Gastkünstler gesucht – Auch Schüler und Schulen können sich bewerben.

Die Organisatorinnen der Kunstaustellung einheimischer Künstler Ela Rübenach, Petra Hansen und Donata Reinhard werden auch in diesem Jahr wieder eine Outdoor-Ausstellung an der Mechernicher Rathausbrüstung bieten. Das Thema der Ausstellung lautet „Zeitgeist“ und soll Mitte Dezember realisiert werden.

Dazu gibt es diesmal aber ein ganz besonderes Bonbon, so Ela Rübenach: „Diesmal möchten wir vier GastkünstlerInnen die Möglichkeit geben, daran teilzunehmen.“ Melden auf den Aufruf können sich Künstler aus dem Stadtgebiet, aber auch überregionale Gäste sind herzlich willkommen. Voraussetzungen gäbe es keine. „Wir wollen unsere Stadt als Kunstort gerne auch in anderen Regionen bekannter machen“, erläutert Petra Hansen und Donata Reinhard fügt hinzu: „Ein Platz soll dem Nachwuchs gewidmet werden.“ Daher seien auch Mechernicher Schulen mit ihren Schülern eingeladen, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen.

Aus Alters- und gesundheitlichen Gründen hatten vier Mechernicher den Kreis der einheimischen Künstler verlassen und damit Platz für Neues geschaffen. Insgesamt wären es dann mit den vier Gastkünstlern wieder 21 Aussteller.

„Bewerbungen“ können bis 31. Oktober über die Facebookseite „Kunst im GAT Mechernich“ oder per Mail an kunst.im.gat@web.de eingereicht werden.

Kategorien
Wirtschaft

Digitalwirtschaft warnt kurz vor der Bundestagswahl

Region/Aachen/Berlin – Ohne schnelle Digitalisierung verlieren Unternehmen Chance auf Zukunft. Kampagne aus Mittelstands- und Digitalverbänden setzt zwei Wochen vor der Wahl die digitale Souveränität auf die politische Agenda. Verbände sehen Wohlstand der Zukunft durch eine schleppende Digitalisierung gefährdet.

Wichtige Rolle kommt der Modernisierung der Verwaltung zu, damit der Staat Vorreiter der digitalen Transformation wird. Am vergangenen Donnerstagabend fand die Kampagne Deutschland kann digital! nach sechs Veranstaltungen ihren Höhepunkt. Für die digitalpolitische Debatte vor der Bundestagswahl hatten sich noch einmal die Vertreter der Digitalwirtschaft zusammengefunden, um einen gemeinsamen Appell zur schnellen Digitalisierung und Stärkung der digitalen Souveränität an die Politik zu richten. Dabei kommt es nach Einschätzung der Wirtschaftsvertreter auf fünf zentrale Themenfelder an: Digitale Infrastruktur, Bildung, Verwaltungsdigitalisierung, Schlüsseltechnologien und digitale Geschäftsmodelle. In all diesen Bereichen muss die Politik in der nächsten Legislaturperiode in eine deutlich schnellere und pragmatischere Umsetzung gehen.

Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), betonte in seiner Begrüßung: „Unsere eigene Digitalwirtschaft ist leistungsfähig, sie kann was. Digitale Souveränität heißt für uns, dass wir durch unsere IT-Unternehmen selbst gestalten, nicht nur kompetent anwenden. Unser Wohlstand in der Zukunft hängt davon ab, wie wir jetzt mit der Digitalisierung umgehen. Dennoch findet das Thema Digitalisierung im Wahlkampf nicht statt.“ Wichtig ist auch der Umgang mit Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI). Vanessa Cann, Geschäftsführerin des KI Bundesverband e.V. erklärt: „KI ist für viele Unternehmen etwas Mystisches. Viele Mittelständler sind dafür noch nicht offen. Helfen würde es, hier Anreize zu schaffen, wie zum Beispiel eine KI-Prämie, die die Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und KI-Unternehmen fördert.“ Über alle Themen hinweg sind sich die Verbandsvertreterinnen und Vertreter einig, dass die Politik nun schnell handeln muss.

Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) wirft der Politik in den letzten Jahren mangelnde Unterstützung für die Digitalwirtschaft vor. „Wir haben den Markt ausländischen Unternehmen überlassen, obwohl wir hier viele Innovatoren haben. Wir brauchen nun mehr Unterstützung, weniger Regelungen, mehr Geschwindigkeiten und mehr Fördermittel.“

Von Seiten der Politik waren mit Anke Domscheit-Berg (DIE LINKE), Mario Brandenburg (FDP), Christoph Matschie (SPD), Thomas Heilmann (CDU) und Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen) Abgeordnete nahezu aller Fraktionen des Bundestags vertreten und diskutierten, wie die Digitalisierung in Zukunft konkret besser und schneller vorangetrieben werden könnte. Thomas Heilmann von der CDU kritisierte, das Hauptproblem der Digitalpolitik liege nicht zwischen den Parteien, sondern zwischen den Digitalpolitikern und den anderen Politikern ihrer eigenen Parteien. „Es ist eine Frage der Ressourcen – wie viel Priorität geben wir dem Thema Digitalisierung eigentlich? Es ist schon besser geworden seit Corona, aber noch lange nicht da, wo es sein muss.“

Mario Brandenburg von der FDP forderte eine Umkehr des Mindsets beim Umgang mit Daten – auch vom Staat. Statt der Orientierung, dass Datennutzung erstmal verboten sei, müsse die Denkweise nun sein, dass alle Daten offen sind und genutzt werden können – außer sie beträfen Persönlichkeitsrechte. Als Beispiel gibt er zu bedenken: „Warum muss ich Kindergeld beantragen, wenn der Staat doch weiß, dass ich ein Kind habe? Ihm liegen alle Daten dazu vor, er kann mir das Geld einfach überweisen.“ Auch Anna Christmann von Bündnis 90/Die Grünen sieht den Staat bei der Digitalisierung in der Pflicht: „Der Staat muss stärker als Auftraggeber für IT agieren und junge, innovative Unternehmen fördern. In der Beschaffung muss eine innovative Kultur entstehen.“

Nach sechs Veranstaltungen voll spannender Debatten mit Bundestagsabgeordneten und Unternehmern zieht die Veranstaltungsreihe der Initiative Deutschland kann digital! knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl ein Zwischenfazit: „Für unsere Digitalwirtschaft bleibt zu hoffen, dass die Dringlichkeit der Stärkung digitaler Souveränität endlich angekommen ist. Wir haben eine leistungsstarke IT-Wirtschaft, die entscheidend zu Wohlstand und Innovation in Deutschland und Europa beitragen kann. Die Politik muss endlich die Rahmenbedingungen umsetzen, die es diesen Unternehmen ermöglicht, ihr volles Potenzial zu entfalten und als Anbieter innovativer Produkte die Digitalisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft maßgeblich mitzugestalten und voranzutreiben“, betont BITMi Präsident Oliver Grün.

Schauen Sie sich die Debatte hier an: https://www.youtube.com/watch?v=5b7MqRmbfAY

Schauen Sie auf der Homepage unserer Kampagne vorbei: deutschlandkanndigital.de

Kategorien
Tourismus

Geführte Mountainbike-Tour durch die Vulkanregion Laacher See am Sonntag 19. September – Anmeldung erforderlich

Nierderzissen/Brohltal – Frei nach dem Motto „die 3-K-Tour“ (Kaffee, Kuchen, Klönen) findet in diesem Jahr bereits die vierte geführte Mountainbike-Tour durch die Vulkanregion statt. Am 19.09.2021  treffen sich die Mountainbiker um 10.00 Uhr am Bahnhof in Niederzissen.

Von dort starten die Teilnehmer durch die Vulkanregion Laacher See, die das perfekte Areal für alle MTB Freunde aus der Region bietet. Die Gruppe wird von unserem Vulkanparkführer Rainer Auen begleitet!

Sie endet nach ca. 30 km und 700 Hm mit viel Zeit für Pausen und Aussicht wieder am Bahnhof in Niederzissen. Die Teilnahmegebühr von 7,50 € wird von unserem Vulkanparkführer als Spende an die Tour der Hoffnung weitergeleitet.

Eine intakte Ausrüstung, der obligatorische Fahrradhelm, ausreichend Verpflegung und die gefüllte Trinkflasche erhöhen selbstverständlich den Spaß an dieser MTB-Tour

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.

Die letzte geführte MTB-Tour für dieses Jahr findet am Sonntag, 10.10.2021 statt.

Anmeldung erforderlich!

Tourist-Information Vulkanregion Laacher See
Telefon: 02636/19433

info@vulkanregion-laacher-see.de

www.vulkanregion-laacher-see.de

Kategorien
News

Herzlichen Glückwunsch Willi Elz

Plaidt – Landrat Dr. Alexander Saftig würdigte damit das außerordentliche, ehrenamtliche Engagement von Willi Elz für unsere älteren Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums „Maria vom Siege“.

Durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Fördervereins, die Organisation von Volksliederkonzerten und das Angebot von Rikscha-Fahrten ermöglicht er den Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Teilhabe am öffentlichen Leben und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter. Wir sagen vielen Dank für den Einsatz in unserer Gemeinde und gratulieren ganz herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.

Am 01. September 2021 hat Willi Elz den großen Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz erhalten.