Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: Land NRW / R. Sondermann
Region/Düsseldorf – Ministerin Gebauer: Das Helferprogramm für die Grund- und Förderschulen wird fortgesetzt und ausgebaut. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilt mit: Im Rahmen des Programms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ wird das im vergangenen Schuljahr gestartete OGS-Helferprogramm fortgesetzt und weiterentwickelt. Für das Schuljahr 2021/22 werden rund 60 Millionen Euro bereitgestellt. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „Das OGS-Helferprogramm ist eine zupackende und willkommene Unterstützung für unsere Grund- und Förderschulen. Die durchweg positiven Rückmeldungen im vergangenen Schuljahr haben die Landesregierung darin bestärkt, das Programm zu verlängern und auszubauen. Die vielen helfenden Hände leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung pandemiebedingter Herausforderungen.“
Mit dem OGS-Helferprogramm können die Grund- und Förderschulen zusätzliches Personal, beispielsweise Übungsleitungen oder pädagogische Fachkräfte, für ihre Ganztags- und Betreuungsangebote einstellen. Möglich ist auch, bestehende Verträge aufzustocken. So können zusätzliche Angebote im Ganztag zum Beispiel in den Bereichen Kultur, Sport oder soziales Lernen umgesetzt werden. Möglich sind auch weiterhin unterstützende Tätigkeiten im Kontext pandemiebedingter Mehraufwände, zum Beispiel bei der Umsetzung von Hygienekonzepten. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt je nach inhaltlicher Ausrichtung vor Ort. Antragsberechtigt sind alle Schulträger und Ersatzschulträger.
Zusätzliche Personalmaßnahmen sind zum Beispiel in folgenden Bereichen möglich:
Gestaltung des Betreuungs- und Bildungsangebots des Ganztags, unter anderem in den Bereichen Sport, kulturelle Bildung, soziales Lernen,
Teil- und Gruppenangebote im Ganztag in Zusammenarbeit mit einer verantwortlichen Fachkraft im Ganztag,
Begleitung bei Ausflügen,
Vorbereitung von Veranstaltungen,
Aufgrund der durch die Corona-Pandemie erhöhten hygienischen Versorgung der betreuten Schülerinnen und Schüler (häufigeres Händewaschen, Gruppenorganisation etc.),
Einhaltung von Vorgaben des Infektionsschutzes in den Gruppen,
Im hauswirtschaftlichen Bereich, insbesondere Essensversorgung (Zubereitung, Auf-, Abdecken, Einkäufe), Reinigung, Küchendienst, Desinfektion, und anderes
Das OGS-Helferprogramm wurde erstmals im zweiten Schulhalbjahr 2020/21 durchgeführt. 30 Millionen Euro standen dafür zur Verfügung. Über 330.000 Schülerinnen und Schüler in offenen Ganztagsschulen und über 40.000 Schülerinnen und Schüler in gebundenen Ganztagsförderschulen können von dem Programm profitieren.
Bei der Eröffnungsfeier der Veytalschule, die sich der bewährten Pädagogik Rudolf Steiners verpflichtet fühlt: „Sie prägt uns und unsere SchülerInnen“, heißt es auf der Webseite. Foto: pp/Archiv ProfiPress
Mechernich-Satzvey – Offene Veytalschule – Trägerverein lädt interessierte Kinder und Familien zum Tag der offenen Tür ein und stellt Unterricht und Waldorf-Pädagogik vor – Auch Lehrer, die sich zu Waldorfpädagogen weiterbilden wollen, werden umfassend aufgeklärt.
Zum „Tag der offenen Tür“ lädt die Waldorf-Schule Satzvey am Freitag, 17. September, von 16 bis 18 Uhr alle Interessenten, in erster Linie natürlich Familien mit potenziellen Nachwuchsschülern ein.
Die „Waldorfschule Nordeifel – Freie Veytalschule Satzvey“, Am Kirchturm 7, so der vollständige Name der durch eine Elterninitiative gebildeten Schule, ist der bewährten Pädagogik Rudolf Steiners verpflichtet: „Sie prägt uns und unsere SchülerInnen“, heißt es auf der Webseite.
Und: „Unseren Standort begreifen wir wie ein Geschenk: In der schönen Eifel, nicht weit von Köln und Bonn entfernt, in Mechernich-Satzvey, gelegen im Veytal, dort, wo einst die »Juffer Fey« einen friedlichen Geist verkörperte…“
Quereinstieg auch möglich
In der Einladung zum „Tag der offenen Tür“ heißt es: „Interessierte Familien, ob für einen Quereinstieg in die laufenden Klassen oder im Hinblick auf künftige Neueinschulungen, sind herzlich willkommen. Es besteht die Möglichkeit, durch praktisches Tun in einige Epochen- und Fachunterrichte hineinzuschnuppern und bei Führungen die Schule kennenzulernen.“
Das Kollegium steht Rede und Antwort, auch für Fragen zur Aus- und Weiterbildung zum/r Waldorf(klassen/fach)lehrer/In. Eine pädagogische Ausstellung begleitet den Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung findet unter Maßgabe der zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Schutzverordnung statt. Aufgrund der Hochwasserereignisse kann Satzvey derzeit nur über Firmenich angefahren werden.
Adenau/Ahrweiler – Das Abkochgebot für Trinkwasser wird in weiteren Teilen der Verbandsgemeinde Adenau mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das Trinkwasser aus dem Leitungsnetz kann ab sofort in folgenden Ortsgemeinden einschließlich ihrer jeweils zugehörigen Ortsteile wieder uneingeschränkt verwendet werden:
Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit dem Betreiber der Wasserversorgung SWB Regional GmbH und dem Fachberater Professor Dr. Exner aus Bonn getroffen, nachdem umfangreiche und wiederholte Laborkontrollen in den verschiedenen Versorgungsbereichen keine Beanstandungen nach der Trinkwasserverordnung ergeben haben. Die Aufbereitung und kontinuierliche Desinfektion des Trinkwassers mit Chlor wird fortgesetzt, ebenso die Kontrolle durch regelmäßige Laboruntersuchungen.
Für folgende Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Adenau einschließlich der jeweils zugehörigen Ortsteile bleibt das vom Gesundheitsamt angeordnete Abkochgebot vom 22. Juli noch aufrecht erhalten: Fuchshofen, Harscheid, Insul, Schuld und Sierscheid.
Durch die Flutkatastrophe waren ausgedehnte Schäden im Trinkwasserverteilnetz der Verbandsgemeinde Adenau aufgetreten, die neben umfangreichen technischen Maßnahmen ein vorsorgliches Abkochgebot erforderlich machten.
Bürgermeister Jörg Schmidt (re.) freut sich über das „Wachtberg-Bild“ von Heiner Pilger für sein Dienstzimmer im Rathaus. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm
Wachtberg-Berkum (mm) – Das Zimmer von Bürgermeister Jörg Schmidt im Wachtberger Rathaus ziert seit kurzem ein großes Aquarellbild mit Wachtbergs Sehenswürdigkeiten. Gemalt hat es Heiner Pilger, der schon seit vielen Jahren mit seinen Wachtberg-Motiven begeistert.
Entgegen dessen sonst eher kleinformatig gehaltenen Aquarellen überrascht dieses Bild jedoch durch seine Größe und die Vielfalt der darauf abgebildeten Wachtberger Besonderheiten. So sind die Burgen, prägende Kirchen und Kapellen, schöne Straßenzüge und natürlich das Radom, allesamt wie ein „Was-ist-schön-in Wachtberg“, darauf zu entdecken.
„In den diesjährigen Wachtberger Kulturwochen habe ich das Bild im Kulturgarten von Gudrun Rosenberg gesehen“, so Bürgermeister Schmidt, „und direkt gedacht, das würde gut in mein Büro passen.“ Pilger gehört seit langem zur Künstlergruppe, die regelmäßig in den Rosenberg‘schen Garten zu Gemeinschaftsausstellungen einlädt.
Das Bild hätte er schon vor einiger Zeit gemalt, lange hätte es bei ihm zuhause einen Platz gehabt, verriet Pilger, als er das Bild nun persönlich zu Schmidt ins Rathaus brachte. Ein klein wenig wehmütig sei es schon, sich davon zu trennen, aber er freue sich, dass sein Werk jetzt einen so passenden neuen Platz gefunden habe… an der Wand hinter dem Schreibtisch des Bürgermeisters der Gemeinde Wachtberg. (mm)
Andrea Milz,
Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / R. Sondermann
Region/Düsseldorf – Förderprogramm „Coronahilfe Breitensport NRW“ gestartet. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Mit dem neu aufgelegten Programm unterstützt die Landesregierung die rund 9.000 Sportvereine in Nordrhein-Westfalen, die pandemiebedingte Mitgliederverluste zu verzeichnen haben und nun vor der Herausforderung stehen, ihren Übungsbetrieb trotz geringerer Einnahmen wieder auf das ursprüngliche Niveau anzuheben.
Aus dem Programm „Coronahilfe Breitensport NRW“ können diese Sportvereine nun auf Antrag eine Billigkeitsleistung in Höhe von bis zu 30 Euro pro verlorenem Mitglied erhalten. Abzüglich eines Sockelbetrages von 1.000 Euro wird die Hälfte des so errechneten Betrages zur Milderung der Einnahmeverluste sofort ausgezahlt. Gewinnt der Verein Mitglieder zurück, wird dies im Frühjahr 2022 mit einer entsprechenden Auszahlung der zweiten Hälfte honoriert.
Die Mittel können ab dem 20. September 2021 über das Förderportal des Landessportbundes NRW beantragt werden.
„Hierdurch wird die wichtige Arbeit der Sportvereine gestärkt, die durch die pandemiebedingten Untersagungen und Einschränkungen gelitten hat“ sagte Staatssekretärin Andrea Milz. „Denn insbesondere der Verlust von rund 126.000 gemeldeten Kindern und Jugendlichen trifft den organisierten Sport schwer.“
Ihre Blutspende hilft, notwendige Bluttransfusionen sicherzustellen und Leben zu retten. Foto: AOK Mediendienst
Kaisersesch – Blutkonserven und Blutplasma werden knapp! Der Bestand von Blutkonserven und Blutplasma hat sich laut Auskunft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufgrund der Coronapandemie stark verringert.
Bürgermeister Albert Jung bittet auch in seiner Funktion als Vorsitzender des DRK Ortsvereins Kaisersesch, dass möglichst viele Bürger*innen dem Aufruf des DRK Ortsvereins Kaisersesch zur Blutspende zu folgen.
Die Blutspende findet am Freitag, 17. September 2021, ab 16:30 Uhr bis 20:30 Uhr, in der Pommerbachschule, Im Haag, 56759 Kaisersesch, statt.
„Ihre Blutspende hilft, notwendige Bluttransfusionen sicherzustellen und Leben zu retten. Helfen Sie mit und kommen Sie zur Blutspende. Ich versichere Ihnen, dass alle hygienischen Vorsichtmaßnahmen seitens des Roten Kreuzes zu Ihrer Sicherheit getroffen werden“, appelliert Bürgermeister Albert Jung.
Weitere Informationen und die Terminreservierung finden Sie unter
Stellen das Programm zum Welt-Alzheimertag vor: (v.l.): Anja Kaldenbach, Ulrike Breuer, Landrat Wolfgang Spelthahn, Monika Sandjon und Amtsleiterin Elke Ricken-Melchert. Foto: Kreis Düren
Düren – „Demenz – genau hinsehen“ – das ist das Motto des Welt-Alzheimertages 2021 am 21.September. Der Kreis Düren hat eine ganze Veranstaltungsreihe rund um den Welt-Alzheimertag geplant. Ob Gesprächskreise, Telefonberatungen, Filmvorführungen oder Seminare – das vielfältige Angebot informiert über diese Krankheit und soll vor allem den Angehörigen weiterhelfen und unterstützen.
„Bisher gibt es leider noch kein Medikament, das die Krankheit vollständig heilen kann. Was wir aber tun können ist, über Demenz aufzuklären und die bestmögliche Unterstützung für Erkrankte und deren Angehörige zu bieten“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Dazu leistet die Veranstaltungsreihe, die schon vor dem eigentlichen Aktionstag am 21. September beginnt, einen wichtigen Beitrag. Die Koordinationsstelle „Pro Seniorinnen und Senioren im Kreis Düren“ sowie die Hilfsorganisationen und Verbände richten im gesamten Kreisgebiet verschiedene Angebote aus. Unter anderem wird an Infoständen beim „Markt der Möglichkeiten“ in Vettweiß und Hürtgenwald über Unterstützungsmöglichkeiten informiert und Wissenswertes in Vorträgen vermittelt. Bei einer Telefonaktion beatworten Expertinnen und Experten viele Fragen zu dem Thema.
Außerdem ist eine Vorlesewerkstatt geplant, bei der es um das zugewandte Vorlesen geht. Ebenso sind viele Seminare geplant, die Angehörigen helfen sollen, mit der von der Krankheit betroffenen Person besser umzugehen. Das Lumen-Kino zeigt den thematisch passenden Film „The Father“, im Anschluss gibt es eine Frage-Antwort-Runde mit einem Experten. Das gesamte Programm ist unter folgendem Link zu finden: bit.ly/Welt-Alzheimertag. „Wir möchten mit den vielfältigen Angeboten aufklären und den Menschen helfen, mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, die Zahl wird leider steigen“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren.
Euskirchen – Nachdem die 1000 Liter Effektive Mikroorganismen (EM) am vergangenen Montag schnell verteilt waren, legt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland nun noch einmal nach.
Über 1000 Liter werden am Freitag, 17. September 2021, 8.00 bis 12.30 Uhr kostenfrei abgegeben. Die Abgabe erfolgt wieder auf dem ehemaligen Gelände des Wasserwerks, Roitzheimer Straße 5-7. Das Angebot richtet sich an von der Flut betroffene Menschen aus Euskirchen.
Zur Abholung muss ein sauberes, verschließbares Gefäß mitgebracht werden. Pro Person werden höchstens 5 Liter abgegeben. Ein Liter reicht bei entsprechender Verdünnung für eine Behandlung von ca. 100 m² aus. Ein Flyer zur Anwendung der EM wird vor Ort vorgehalten.
Win-Win-Situation für Matthias J. Koch (3. v. l.) und dem Geschäftsführer Bernd Benninghoven (2. v. r.). Hier mit Vertretern der Handwerkskammer Trier und der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. Foto: Handwerkskammer Trier
Wittlich – Matthias Julian Koch wurde mit der Auszeichnung „Lehrling des Monats“ von der Handwerkskammer Trier ausgezeichnet. Eher durch Zufall hat sich für den heute 19-jährigen Matthias Julian Koch die Möglichkeit ergeben, eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bei dem Innungsbetrieb Benarrow GmbH in Wittlich zu absolvieren. Dabei war die technische Begeisterung schön früh in der Kindheit zu erkennen.
Benzin im Blut und Begeisterung für Oldtimer ist neben besonderem Engagement in der Ausbildung die Mischung, die Matthias Julian Koch zum Lehrling des Monats machen. Foto: Handwerkskammer Trier
„Meine ganze Kindheit verbrachte ich mit LEGO bauen in sämtlichen eigenen Kreationen, meist ohne Anleitungen, von Elektro-Motoren bis hin zu Pneumatiksteuerungen. Dort erfand ich die verrücktesten Fahrzeuge, Maschinen, welche aber nie nur dekorativ waren, sondern immer eine technische Funktionalität besaßen. Mit zwölf Jahren baute ich mir meinen ersten PC eigenständig aus den einzelnen Komponenten zusammen, lernte es erstmals Stecker richtig anzuschließen und mir Wissen durch Lesen von Anleitungen anzueignen. Den großen Ursprung meines handwerklichen Interesses würde ich jedoch auf das Jahr 2017 schieben, als ich mein erstes Mofa, eine Hercules Prima 5s von 1988, erwarb“, erzählt Koch.
Somit fing der damals 14-jährige Matthias an, wild drauf loszuschrauben, tauschte Auspuff, Zündkerzen und sämtliche anderen Kleinigkeiten, jedoch baute er nach Einlesen in die Thematik kurzerhand aufgrund des Versagens der alten 6-Volt-Unterbrecher-Zündung das ganze Mofa auf 12 Volt und kontaktlose Zündung um. Viele weitere private Projekte, insbesondere an alten Zweirädern folgten. Zum Erlangen seiner handwerklichen Orientierung absolvierte Matthias 2017 ein freiwilliges Praktikum im Beruf des Industrie-Mechanikers bei der Firma Benninghoven. Dort lernte er vor allem die Grundlagen der Metallbearbeitung sowohl maschinell als auch händisch. „Das Praktikum sagte mir zwar zu, jedoch fehlte mir der Bezug zu Kraftfahrzeugen, da damals der Prozentanteil an Benzin in meinem Blut schon stetig stieg.“
Nach einem Jahr Tätigkeit bei der Firma Profi Parts in Föhren als Nebenjob neben der Schule absolvierte der junge Mann das schulische Praktikum in der Firma Benarrow GmbH in Wittlich. Hier hinterließ er offensichtlich einen bleibenden Eindruck und es offenbarte sich die Möglichkeit, dort als Minijobber tätig zu werden. Der Nebenjob bei Benarrow entfachte bei Matthias das Interesse an Oldtimern nun aufs Maximum.
„In dem Jahr, in welchem ich bei Benarrow als Nebenjobber arbeitete, änderte ich durch meine an den Tag gelegten Arbeiten deren Meinung bezüglich eines Auszubildenden. Im März letzten Jahres begleitete ich somit meinen jetzigen Ausbilder zur ADA-Prüfung (Ausbildung der Ausbilder – Ausbildereignungsprüfung), welche wir mit Erfolg zusammen bestanden. Nachdem das Unternehmen folglich von meinem Ausbildungsberater Karl-Heinz Schwall von der Handwerkskammer (HWK) Trier erfolgreich als Ausbildungsbetrieb geprüft und eingetragen wurde, stand dem ganzen nichts mehr im Weg. Im August letzten Jahres begann somit meine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker.“ Matthias J. Koch hat also maßgeblich dazu beigetragen, dass sein jetziger Ausbildungsbetrieb überhaupt ausbildet.
„Dadurch, dass mein Betrieb sich auf das professionelle Instandsetzen von Oldtimern spezialisiert hat, lerne ich die pure Mechanik eines Autos kennen, arbeite mit Systemen, die für die Mehrheit heutzutage nur noch aus Fachbüchern präsent ist, behalte Kulturgut aufrecht, repariere Teile, die es nicht mehr zu erwerben gibt, lerne es Fehlerursachen ohne PC zu finden, denn OBD-Stecker und diagnosefähige Steuergeräte sind bei Oldtimern nun mal nicht existent“, so der leidenschaftliche Motorradfahrer.
Für seine überdurchschnittlichen Leistungen im Rahmen seiner Ausbildung als Kfz-Mechatroniker wurde Matthias J. Koch kürzlich von der HWK Trier durch den Kammerpräsidenten Rudi Müller im Beisein des Ausbildungsberaters Karl-Heinz Schwall, dem Kreishandwerksmeister Raimund Licht und dem stellvertretenden Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KH) Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR), Christian Weirich zum „Lehrling des Monats Juli 2021“ ernannt. „Diese Auszeichnung vergeben wir, auch wenn diese Bezeichnung es anders andeutet, nicht monatlich. Sie wird nur sehr punktuell und besonders auszeichnungswürdigen Auszubildenden verliehen. So ist Matthias für das Jahr 2021 der erste Auszubildende, der mit dieser Auszeichnung bedacht wird“, so Karl-Heinz Schwall von der HWK.
Der vorsitzende Kreishandwerksmeister für die Innungen im Gebiet der KH MEHR, Raimund Licht, war sichtlich stolz auf diese Auszeichnung, die hiermit an den Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieb im Innungsbezirk der Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg ging. „Hier zeigt sich, dass ein besonderes Engagement eines Auszubildenden und des Ausbildungsbetriebes auch besonders gewürdigt wird. In den Gesprächen am Rande der Verleihung mit dem Auszubildenden und dem Betrieb konnte man die Begeisterung für diesen Beruf im Handwerk deutlich spüren.“
Regulär würde Matthias J. Koch seine Ausbildung erst im Januar 2024 abschließen. Aufgrund seiner besonders überdurchschnittlichen Ausbildungsleistung wird Matthias die Ausbildung bereits im Januar 2023 als Geselle beenden können. „Ich bin mir sicher, dass wir von diesem jungen Mann noch viele positive Nachrichten hören werden. Womöglich sehen wir Matthias ja in einem der Meisterkurse der Handwerkskammer“, so Schwall.
Aachen – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen appelliert mit Blick auf die Bundestagswahl im September an die künftige Regierung, wichtige wirtschaftspolitische Forderungen umzusetzen. „Egal, wer die Wahl gewinnt: Es ist höchste Zeit, die Zukunftsthemen anzupacken“, fordert IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. Ganz aktuell gehe es dabei um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete nach der Hochwasserkatastrophe sowie Maßnahmen, um die Wirtschaft vor derartigen Extremwetterereignissen besser zu schützen. „Was die betroffenen Unternehmen jetzt schnellstmöglich benötigen, ist Klarheit – über eine unbürokratische Soforthilfe, eine langfristige Finanzierung des Wiederaufbaus und beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren.“
Oben auf die Agenda gehöre zudem das Thema Mobilität. „Ob auf Schiene oder Straße, im Wasser oder in der Luft: Wir brauchen eine lückenlose und verlässliche Verkehrsinfrastruktur“, meint Kohl-Vogel. Das Investitionsniveau müsse auskömmlich und unabhängig von jährlichen Haushaltszuweisungen gesichert sein. Erhalt, Sanierung und Schließung von Infrastrukturlücken müssten im Vordergrund stehen und ausreichende Planungskapazitäten in den Bauverwaltungen dauerhaft gesichert sein. „Intelligente Konzepte sind gefragt, um Personen- und Güterverkehre effizient zu lenken, Verkehre besser zu vernetzen, zu bündeln und auf Angebote des Umweltverbundes zu verlagern“, sagt die IHK-Präsidentin. Eine verlässliche Erreichbarkeit der Zentren sei elementar wichtig für die Einzelhandelsentwicklung und die Sicherung der Nahversorgung.
Auch beim Thema digitale Infrastruktur müsse die neue Regierung „Gas geben“, meint IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer: „Besonders mit Blick auf den Strukturwandel müssen bei uns im Rheinischen Revier Rahmenbedingungen geschaffen und unterstützt werden, die den schnellen Ausbau von Mobilfunknetzen und die Breitbandanbindung befördern sowie Funklöcher schließen.“
Vorantreiben müsse die Politik zudem den Bürokratieabbau. „Bei diesem leidigen Dauerbrenner-Thema müssen wir endlich weiterkommen“, fordert Bayer. Dazu zähle, die Selbstverwaltung der Wirtschaft zu stärken, E-Government zur Entlastung der Unternehmen einzusetzen und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) praxistauglich anzupassen. Zudem sei es notwendig, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Um die Wirtschaft insgesamt – und damit auch die Betriebe in der Region Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg – zukunftsfähig zu erhalten, ist es aus Sicht der IHK erforderlich, Gründungen zu erleichtern und Wachstum zu fördern. Auch dazu könne der Bürokratieabbau entscheidend beitragen: Durch einen erleichterten Datenaustausch zwischen den Behörden ließen sich – mit Zustimmung der Gründer – etwa doppelte aufwendige Angaben vermeiden. Erforderlich sei es auch, Anmeldungen bei den Finanzämtern sowie die Eintragung im Handelsregister zu beschleunigen. „In Deutschland dauert es im Durchschnitt 33 Tage, ein Unternehmen zu gründen – das ist erschreckend!“, kritisiert Gisela Kohl-Vogel und bezieht sich dabei auf einen Report für das Jahr 2020 des Portals „startupdetector“. Zum Vergleich: In Estland dauert laut eines Berichts des Online-Magazins „recode.law“ die Gründung eines neuen Unternehmens in der Regel nur drei Stunden, sämtliche Schritte könnten dort digital erledigt werden.
Auch im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung sieht die IHK Aachen Handlungsbedarf. „Die duale Ausbildung muss als gleichwertige, erfolgversprechende Alternative zu einem Studium etabliert und gefestigt werden“, fordert Kohl-Vogel. So sollten zum Beispiel Auslandsaufenthalte, die wertvolles Know-how in Betriebe bringen, in der Berufspraxis ebenso gefördert werden wie bereits im Rahmen des Studiums. Die IHK-Organisation setze sich deshalb für einen „Austauschdienst Berufliche Bildung“ ein, der sich an den Strukturen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes orientiere und Stipendien für Auszubildende, Ausbilder und Absolventen der Höheren Berufsbildung vergebe.
Absolventen und Unternehmen fragten außerdem immer häufiger nach digitalen Leistungsnachweisen und Zeugnissen. Vieles von dem stehe noch im Widerspruch zu gesetzlichen Schriftformerfordernissen und strengen datenschutzrechtlichen Regelungen, meint der IHK-Hauptgeschäftsführer: „Es gilt, gesetzliche Hürden auszuräumen und damit den Weg für medienbruchfreie, digitale Lösungen in der Ausbildung freizumachen.“
Des Weiteren fordert die IHK von der neuen Regierung, die Unternehmensbesteuerung wieder auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen. „Die Gewerbesteuer muss grundlegend reformiert und durch eine gewinnabhängige Kommunalsteuer mit eigenem Hebesatzrecht ersetzt werden, die alle wirtschaftlich Tätigen mit einbezieht“, erklärt Bayer. Dabei gelte es, die kommunalen Haushalte zu stärken und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern.
Abschließend wirft der IHK-Hauptgeschäftsführer einen Blick auf den Außenhandel: „Die Politik muss daran arbeiten, internationale Handelsbeziehungen weiter auszubauen und Freihandelsabkommen, zum Beispiel mit Indien, abzuschließen.“
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Cookie EinstellungenZustimmen
Datenschutz & Cookie Richtlinien
Datenschutzübersicht
Diese Website verwendet Cookies um Ihre Erfahrung zu verbessern, während Sie durch die Website navigieren. Von diesen Cookies werden die Cookies, die nach Bedarf kategorisiert werden, in Ihrem Browser gespeichert, da sie für das Funktionieren der grundlegenden Funktionen der Website wesentlich sind.
Aktuell verwenden wir keine Cookies von Drittanbietern.
Sollte sich dies allerdings ändern, werden diese nur mit Ihrer Zustimmung in Ihrem Browser gespeichert. Sie haben dann auch die Möglichkeit diese Cookies zu deaktivieren. Das Deaktivieren einiger dieser Cookies kann sich jedoch auf Ihre Browser-Erfahrung auswirken.
Notwendige Cookies sind unbedingt erforderlich, damit die Website ordnungsgemäß funktioniert. Diese Kategorie enthält nur Cookies, die grundlegende Funktionen und Sicherheitsmerkmale der Website gewährleisten. Diese Cookies speichern keine persönlichen Informationen.