Kategorien
News

Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Stadtpuppen-Bühne „Öcher Schängche“ am Sonntag 19. September

Aachen – Mit einem großen Festakt wird am morgigen Sonntag, 19. September, um 11 Uhr im Ballsaal des Alten Kurhauses, Komphausbadstraße 19, des 100-jährigen Jubiläums der Stadtpuppenbühne „Öcher Schängche“ gedacht. Die Feierstunde wird musikalisch von der Musikschule Aachen gestaltet. Alt-Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden hält den Festvortrag. Das Ensemble der Stadtpuppenbühne und der langjährige Künstlerische Leiter Otto Trebels gratulieren mit einer Spielszene. Auch Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, hat ihre Teilnahme am Festakt zugesagt.

Inspiriert nicht zuletzt durch ein Gastspiel des bekannten Puppenspielers Ivo Puhonny im Aachener Kurhaus gründeten fünf Puppenspielliebhaber 1921 die „Aachener Marionettenspiele“, die am 4. Mai 1921 in der Hartmannstrasse im Saal der Gaststätte „Zur Maus“ mit dem „Großen historischen Puppenspiel mit Gesang, Tanz und Keilerei: Der Teufel in Aachen oder Et Schängche köllt der Krippekratz“ von Will Hermanns eröffnet wurden – übrigens bis heute zu das traditionelle Eröffnungsstück jeder Spielzeit.

Der Bildhauer Alfred Pieper, der Kunstmaler Willi Kohl, der Zeitungswissenschaftler Will Hermanns, der Dekorateur Hein Lentzen und der Ingenieur Joseph Lausberg waren nicht nur durch die Freude am Spiel mit Figuren motiviert, sondern wollten mit künstlerischer Aktivität auch dem „jugend- und volksverderbenden Sensationsfilm“ etwas entgegensetzen und den Mitbürgern mit kleinem Geldbeutel anspruchsvolles Theatererlebnis ermöglichen.

Als Hauptinitiator schrieb Will Hermanns (1885-1958) die ersten Theaterstücke für die neue Bühne und kreierte damit die bis heute maßgeblichen Hauptfiguren: das alterslose, gewitzte Schängche, seine Freundin et Jretche, die als rabiates, großmäuliges und schimpfwütiges Marktweib mit gutem Kern agierende Tant Hatzor, die Freunde Nieres und Veries wie auch den Polizisten Noppeney und nicht zuletzt den Teufel Krippekratz.

Zum Repertoire des Stabpuppenspiels „Öcher Schängche“ gehören neben Märchenadaptionen, Aachener Sagen und Kinderstücken auch Stücke für Erwachsene, darunter Kriminalstücke, das Stockpuppenkarabarett „Pech&Schwefel“ sowie eine jährlich zu Karneval stattfindende Puppen-Karnevalssitzung. Für ihre Verdienste um die Aachener Mundart wurde die Bühne 1986 mit dem Thouet-Mundartpreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Neben der Stockpuppenbühne in Lüttich und dem „Hännesche Theater“ in Köln ist das „Öcher Schängche“ eine Bühne, die auf die große Zeit des Figuren- und Puppentheaters verweist, aus dem schon Johann Wolfgang von Goethe Motive für „Faust“ geschöpft hat.

In seiner wechselvollen Geschichte hatte das „Öcher Schängche“ insgesamt acht Spielstätten. Im Winter 1981/1982 erfolgte schließlich der finale Umzug vom Jugendheim Kalverbenden in das dauerhafte Domizil in der Barockfabrik am Löhergraben, dem heutigen Kulturhaus Barockfabrik in Trägerschaft der Stadt Aachen. 1989 löste der bis dahin bereits als Spieler tätige Otto Trebels Matthias Stevens in der künstlerischen Leitung ab, die er bis heute innehat. Peter Reuters spielt seit vielen Jahre die Figur des Schängche.

Kategorien
News

Herzlich Willkommen in Mayen, Alexander May!

Mayen – Oberbürgermeister Dirk Meid begrüßt neuen Festspiel-Intendanten Alexander May. Seit Anfang September ist Alexander May nun offiziell künstlerischer Leiter der Burgfestspiele. Oberbürgermeister Dirk Meid begrüßte den Intendanten und hieß ihn herzlich in Mayen willkommen. Nach einer Begehung des Burghofs und des Godalminghauses, in dem die Festspiel-Leitung beheimatet ist, übergab Oberbürgermeister Meid die Schlüssel zur neuen Wirkungsstätte an Alexander May, der sich freut endlich in Mayen angekommen zu sein.

1. Oberbürgermeister Meid (rechts) übergibt die Schlüssel zur neuen Wirkungsstätte an Alexander May. Foto: Jacqueline Blang / Stadt Mayen

Erste Begegnungen mit Mayener Bürgerinnen und Bürgern gab es bereits beim Gang über den Marktplatz, wo der mit Spannung erwartete Theaterchef wohlwollend empfangen wurde. „Über diese offene Herzlichkeit habe ich mich sehr gefreut.“ so May.

Alexander May hat intensiv an seiner künstlerischen und organisatorischen Konzeption der Burgfestspiele gearbeitet. Mit seinem Team aus Verwaltung, Kunst und Technik hat May in den letzten Monaten Grundsteine für die kreative Zukunft der Burgfestspiele gelegt: Bewährtes bleibt erhalten, gleichzeitig sollen innovative Neuerungen den Spielplan bereichern.

Die erste Spielzeit unter seiner Leitung wird er unter dem Motto „QUERKÖPFE“ vorlegen, die mit zwei Uraufführungen aufwartet. Mit einer behutsam modernisierten Fassung feiert „Aschenputtel“ die erste Premiere der Saison, furios komödiantisch wird es mit „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“. Eine Musical-Uraufführung gibt es mit „Brigitte Bordeaux“, eine anrührend komische und zugleich tiefgründige Geschichte, die mit Live-Band zu sehen sein wird.

Auch das Programm für die Kleine Bühne ist vielversprechend. „Der talentierte Mr. Ripley“ soll insbesondere bei Jugendlichen Lust auf Literatur wecken. Für die Fans der großen Klassiker kommt Goethes „Transit Urfaust“ in einem neuen Format auf die Arresthausbühne. Ein umfangreiches Festspiel eXtra Programm wird ebenfalls angeboten.

Der Start des Kartenvorverkaufes für die Burgfestspielsaison 2022 ist Ende November geplant. Hierzu wird auch ein überarbeiteter Internetauftritt der Burgfestspiele zählen, welcher mit dem Start des Kartenvorverkaufs rechtzeitig an den Start gehen wird.

Kategorien
News

Impfstelle in Jülich verlängert am heutigen Samstag 18. September zum Fest der Kulturen die Öffnungszeiten

Jülich/Düren – Die Impfstelle in Jülich verlängert am heutigen Samstag, 18. September, die Öffnungszeiten, im Zuge des Fests der Kulturen auf dem Marktplatz. Impfwillige ab 12 Jahren können sich dann von 8 bis 19 Uhr in der Kreishaus-Geschäftsstelle an der Düsseldorfer Straße 6 die Coronaschutzimpfung geben lassen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Verfügung stehen die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson.

Weitere Impfmöglichkeiten: Das Impfzentrum ist jeden Tag (außer montags und donnerstags) von 14-20 Uhr geöffnet. Die Impfstelle des Kreises Düren ist in der Zehnthofstraße 4 in Düren zu finden. Die Impfstelle in Jülich ist in der Kreishaus-Geschäftsstelle an der Düsseldorfer Straße 6. Beide haben regulär montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Samstags normalerweise bis 15 Uhr, in Jülich besteht an diesem Samstag das Impfangebot bis 19 Uhr.

Die Impfbusse halten jeden Tag an anderen Haltestellen im Kreis Düren. Ein Termin ist bei jedem Angebot nicht erforderlich. Es können sich alle Menschen ab 12 Jahren an diesen Stellen impfen lassen.

Weitere Infos sowie alle Haltestellen der Impfbusse gibt es unter www.kreis-dueren.de/impfen

Kategorien
Top-Themen

Wiederaufbau im Kreis Euskirchen nach der Flutkatastrophe – Experten besichtigen Stadt Euskirchen

Euskirchen – Der Kreis Euskirchen hat in der Vergangenheit eine Vielzahl an Gesprächen mit Expert*innen verschiedenster Fachrichtungen geführt, um eine mögliche Unterstützung des Kreises Euskirchen und seiner betroffenen Städte und Gemeinden zu erörtern. Im Forschungsprojekt DAZWISCHEN –Zukunftsorientierter Strukturwandel im Rheinischen Revier, in welchem der Kreis Euskirchen Verbundpartner ist, wurde die Starkregenproblematik bereits im Handlungsfeld Klima thematisiert.

Auf Anregung des Kreises Euskirchen besuchten daher am Donnerstag, den 16.09.2021 Frau Prof. Christa Reicher, Institutsleiterin Städtebau der RWTH Aachen sowie Revierknotenvorsitzende Raum der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Herr Prof. Dr. Stefan Greiving, Institutsleiter Raumplanung der TU Dortmund und Projektkoordinator des Forschungsprojekts DAZWISCHEN sowie Frau Dr. Alexandra Renz, Gruppenleiterin Landesplanung und Raumordnung am Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, gemeinsam mit  Herrn Alfred Jaax, Erster Beigeordneter und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Euskirchen, Thorsten Sigglow, Abteilungsleiter Planung der Stadt Euskirchen und Vertreter*innen des Kreises Frau Heike Schmitz, Team Kreisentwicklung und Planung sowie Herr Fritze, Abteilungsleiter Umwelt und Planung, die von der Flut am 14./15.7. sehr stark betroffene Innenstadt Euskirchen.

Der Termin diente den Institutsleiter*innen und der Vertreterin des Ministeriums dazu, sich ein eigenes Bild vor Ort vom Ausmaß der Zerstörung und der bereits begonnenen Wiederaufbaumaßnahmen zu machen.

Die Besichtigung der Stadt war von einer regen Diskussion der Teilnehmenden geprägt und es stellte sich klar heraus, dass das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiraum, Siedlungsstrukturen sowie kritischer Infrastruktur gestärkt werden muss. Dies schließt auch ein Umdenken beim Wiederaufbau zu einer intelligenten und nachhaltigen Konzeptionierung voraus, um zukünftige Schäden zu reduzieren. Alle drei Expert*innen betonten, dass die hier gewonnenen Erkenntnisse in ihren weiteren Arbeitsprozess aufgenommen werden und eine erhebliche Berücksichtigung finden werden. Alle Teilnehmenden sind sich einig, dass eine gemeinsame Strategie vom Kreis Euskirchen und den Städten und Gemeinden für einen nachhaltigen, klimawandelangepassten Wiederaufbau benötigt wird.

Kategorien
News

Neue Perspektiven nach der Flut – Eine gute Nachricht für alle Sportvereine – Anträge ab Montag 20. September möglich

Region/Mayen-Koblenz –  Sportvereine können Anträge an Sportbund Rheinland und FVR-Stiftung stellen. Es ist eine gute Nachricht für alle Sportvereine, die infolge der Flutkatastrophe  vor den Trümmern ihrer Anlagen und Gebäuden stehen. Sie können ab Montag, 20. September einen Antrag auf Spendenmittel an den Sportbund Rheinland (SBR) oder die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland (FVR) „Fußball hilft!“ stellen.  Gefördert werden bei einem Maximalbetrag von 12.000 Euro unter anderem die Anschaffung von Sportgeräten, das Inventar von Vereinsheimen, Geräteräumen und Lagerräumen sowie technische Geräte wie Laptops und Drucker. Außerdem können Vereine einen erhöhten finanziellen Aufwand für das Training, wie zum Beispiel für Fahrten in entfernte Trainingsstätten, geltend machen.

Das Geld, das dafür bereitsteht, kommt  aus Spenden und Zuwendungen, die der SBR, der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB-RLP) sowie die „Fußball hilft!“-Stiftung in den letzten Wochen erhalten haben und auch noch erhalten werden, wobei „Fußball hilft!“ den größten Anteil leistet. So werden Vereine mit Fußballabteilung immer durch die Stiftung mit einer 100 Prozent-Förderung  unterstützt, auch dann, wenn Gelder für andere Abteilungen beantragt werden. Alle anderen Vereine werden vom SBR unterstützt,  hier werden 75 Prozent der nachgewiesenen Kosten bezuschusst.

„Der Sport hat wieder einmal seine Solidarität in schweren Zeiten bewiesen und wir freuen uns, dass wir den Vereinen mit dieser gemeinsamen Aktion eine Perspektive  bieten können“, freuen sich  SBR-Präsidentin Monika Sauer und FVR-Präsident Walter Desch, über die Vereinbarung.

Die stellvertretende SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber, weist darauf hin, dass mit diesem Programm nur Anschaffungen gefördert werden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind. Außerdem hätten neben dem Fußball noch andere Fachverbände Hilfsprogramme für ihre Vereine aufgelegt. „Wir raten allen Vereinen, sich zunächst an ihren jeweiligen Verband zu wenden und nach spezifischen Hilfen nachzufragen“, sagt Weber. Als Alternative zur Neuanschaffung weist Weber zudem auf die Materialsammelbörse des LSB-RLP und der regionalen Sportbünde hin,  um schnell zu einem Ersatz zu kommen. „Uns ist bewusst, dass derzeit viele Sportstätten und Lagerhallen nicht zur Verfügung stehen“, sagt Weber. Daher sei es  möglich, auch noch im kommenden Jahr Anträge auf Spendenmittel zu stellen und die entsprechenden Anschaffungen zu machen. Förderungen über den Maximalbetrag hinaus seien auch möglich, wenn höhere Kosten nachgewiesen werden können.

Kategorien
Top-Events

Aktionen zum Weltkindertag starten an der Alsdorfer Burg am Sonntag 19. September unter Corona-Auflagen

Alsdorf – Nachdem im vergangenen Jahr sowohl der Familientag der Städteregion Aachen als auch der Weltkindertag in Alsdorf coronabedingt ausgefallen sind, hat sich das Jugendamt der Stadt Alsdorf in diesem Jahr entschieden, diese beiden Veranstaltungen zusammen zu legen. Viele Kommunen beteiligen sich mit Aktionen an verschiedenen Terminen am Familientag.

In Alsdorf startet das Familienfest zum Weltkindertag am morgigen Sonntag, 19. September, von 12 bis 17 Uhr im Alsdorfer Burgpark. Der Schwerpunkt liegt auf den Kinderrechten, auch das Thema „Freundschaft“ ist bei den Angeboten im Blick. Während der Coronazeit war der Kontakt zu Freundinnen und Freunden häufig nicht möglich, der Arbeitskreis Weltkindertag möchte mit kreativen Angeboten und Spielen viele Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit Freunden in Kontakt bleiben oder wieder in Kontakt treten kann.

Beteiligt sind viele Kindertagesstätten aus Alsdorf, Erziehungsberatungsstelle, das Deutsche Rote Kreuz und die AWO, die Kindertagespflege, der ABBBA e.V. und die AG „Fairtrade Town“ Alsdorf. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der offenen Jugendarbeit und des Streetworks können gegen eine Spende Kacheln erworben werden, die im vergangenen Jahr zum Weltkindertag 2020 gestaltet wurden. Sowohl diese Spenden, als auch alle anderen Einnahmen des Tages, gehen als Spende an verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche aus den Überschwemmungsgebieten.

Bedingt durch die Coronaregeln, ist das Burggelände großräumig abgesperrt und ein Zugang ist nur über die Burgstraße/Castorstraße – gegenüber der Castorkirche – möglich. Alle Besucherinnen und Besucher ab Schuleintrittsalter müssen währen Ihres gesamten Aufenthaltes einen medizinischen Mund-Nasenschutz tragen. Es ist nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern erlaubt.

Kategorien
Top-Events

„Kultur vom Anhänger“ im Klosterhof Steinfeld am Sonntag 19. September

Kall-Steinfeld – Die Schleidener Band „2old4u“ spielt am morgigen Sonntag, 19. September, ab 15 Uhr im Klosterhof Steinfeld im Rahmen der Reihe „Kultur vom Anhänger“. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Anschließend findet ab 16 Uhr in der Basilika Steinfeld eine Orgelvesper mit Ingelore Schubert statt. Auch dort ist der Eintritt frei und wird um Spenden gebeten.

Vor den Konzerten vom Anhänger mit „2old4u“ ab 15 Uhr und der Orgelvesper ab 16 Uhr wird um 14 Uhr eine Basilika-Führung angeboten. Die Teilnahme ist zwar frei, aber es wird eine angemessene Spende erwartet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.

Kategorien
News

Kreis Ahrweiler ermöglicht Verkauf von Ufer-Grundstücken

Ahrweiler – Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr-Hocheifel“ wird ausgeweitet. In den vergangenen Wochen haben sich von der Flut betroffene private Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken entlang der Ahr gemeldet und ihr Interesse an einem Verkauf von Grundstücken geäußert. Eine Nutzung der Flächen in der bisherigen Form scheint in vielen Fällen nicht mehr möglich. Außerdem besteht mitunter die Sorge, dass sich die Flutkatastrophe wiederholen könnte und wiederhergestellte Flächen und Aufbauten erneut zerstört würden.

Die Besitzerinnen und Besitzer sollen daher zeitnah die Möglichkeit erhalten, ihre Grundstücke an den Landkreis Ahrweiler zu verkaufen. Dazu hat sich der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Hierzu wurde einstimmig beschlossen, die Erweiterung des Fördergebiets des laufenden Naturschutzgroßprojekts „Obere Ahr-Hocheifel“ über die Verbandsgemeinde Adenau hinaus auf die flussabwärts gelegenen Abschnitte zwischen Dümpelfeld und dem Mündungsgebiet der Ahr zu beantragen. Durch den Kauf sollen naturnahe Strukturen erhalten bleiben, die zum Hochwasserschutz beitragen.

Mit dem Angebot des Kreises sollen Eigentümerinnen und Eigentümern die Gelegenheit erhalten, ihre Grundstücke zeitnah zu ortsüblichen Preisen abzugeben. Gleichzeitig können die vom Kreis erworbenen Flächen dazu genutzt werden, um naturnahe Ufer- und Auenstrukturen zu sichern. So können zum einen die biologische Vielfalt gefördert und zum anderen ein moderner und naturnaher Hochwasserschutz umgesetzt werden. Die Flächen sollen dazu beitragen, der Ahr mehr Platz einzuräumen sowie den Abfluss zu bremsen.

Die Ausweitung des Fördergebiets des laufenden Naturschutzgroßprojekts „Obere Ahr-Hocheifel“ erweist sich hierbei als effektivste Lösung, da neue Antragsverfahren vermieden werden können, die zumeist viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Kosten für den Kauf der Flächen sollen wie die bisherigen Projekt-Maßnahmen zu 90 Prozent aus den bereits zugesagten Bundes- und Landesmitteln finanziert werden.

Kategorien
Top-Events

Meckenheim vereint – Spiel- und Sportfest am Sonntag 19. September am Schulcampus

Meckenheim – Endlich ist es wieder so weit: Am morgigen Sonntag, 19. September, um 14 Uhr steigt das große Spiel- und Sportfest in Meckenheim. Bereits zum zwölften Mal richtet die Stadt Meckenheim in Kooperation mit dem Mosaik-Kulturhaus und dem städtischen Kooperationspartner RheinFlanke Meckenheim (Mobile Jugendarbeit) das Event unter dem Motto „Meckenheim vereint – Es bewegt sich was“ auf den Sportanlagen am Schulcampus aus.

Die Veranstaltung hat sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten und überaus gut besuchten Familienfest entwickelt. Meckenheimer Sportvereine, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Verbände, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie soziale Dienste bieten ein attraktives und abwechslungsreiches Spiel- und Sportprogramm für alle Altersklassen an. Neben vielen Bewegungsangeboten zum Mitmachen, Schnupperkursen verschiedener Sportarten, kleinen Turnieren und Infoständen wird es wieder ein unterhaltsames Bühnenprogramm geben. Darüber hinaus steht das Hallenfreizeitbad von 10 Uhr bis 16 Uhr zur kostenfreien Nutzung offen, allerdings mit Voranmeldung aufgrund der Corona-bedingt eingeschränkten Besucherzahl. Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr bietet sich dem Publikum die Gelegenheit, im Preuschoff-Stadion das Sportabzeichen abzulegen.

Zum Schutz vor dem Coronavirus gelten in allen Innenräumen die 3-G-Regel „Geimpft-Genesen-Getestet“ sowie Maskenpflicht (medizinische Maske), im Außengelände gilt es, den Mindestabstand einzuhalten oder medizinische Maske zu tragen.

Bürgermeister Holger Jung wird die Veranstaltung um 14 Uhr auf der Werferwiese gegenüber der Wettkampfhalle offiziell eröffnen. Wie in jedem Jahr ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Zu diesem „Tag der Bewegung“ sind alle herzlich einladen – klein bis groß, jung bis alt!

Weitere Informationen, unter anderem der Programm-Flyer und das Coronaschutzkonzept, sind auf der Homepage der Stadt Meckenheim zu finden, unter: www.meckenheim.de.

Kategorien
Top-Events

Themen-Konzert am Sonntag 19. September 16.00 Uhr mit Ingelore Schubert an der historischen Königorgel in Steinfeld

Kall-Steinfeld – Ein Konzert mit dem Thema „Der Organistenmacher“ über den Amsterdamer Komponisten und Orgelvirtuaosen Jan Pieterszoon Sweelinck und seine Hamburger Schüler gibt die Organistin Ingelore Schubert am morgigen Sonntag, 19. September, im Rahmen des „Internationalen Orgelsommers“ ab 16 Uhr in der Steinfelder Klosterbasilika.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen. Die Corona-Regeln sind einzuhalten. Auf dem Programm stehen unter anderem Sweelincks Toccata in C, seine Variationen über „Onder een linde Groen“, „Malle Sijmen“, „Fantasia Chromatica“ und zwei Variationen über

„Es ist das Heil uns kommen her“.

Außerdem Werke seiner Schüler Jacob Praetorius, Heinrich Scheidemann, Matthias Weckmann, Adam Reincken und zum Schluss Choralbearbeitungen von Johannes Sebastian Bach („Es ist das Heil uns kommen her“, „Befiehl du deine Wege“ und „Herzlich lieb habe ich dich, o Herr“).

Ingelore Schubert studierte in Hamburg bei Gisela Gumz und in Amsterdam bei Ton Koopman. 1983 schloss sie das Studium mit dem Konzertexamen ab, es folgten Meisterkurse bei Robert Kohnen, Jos van Immerseel und Gustav Leonhardt.

Als Solistin sowie als Cembalistin des Marais Consort führten sie Konzertreisen durch ganz Europa und die ehemalige UdSSR, unter anderem zum Swedish Baroque Festival, dem Musikfestival Asolo/Venedig, dem Copenhagen Summer Festival, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Fränkischen Sommer, dem WDR Musikfest, Rheingau Musik Festival usw.

Spezialistin für historische Orgeln

Die Medien (Rundfunk, CD, Fernsehen) begleiteten ihren Weg.

Seit 1988 unterrichtet Ingelore Schubert historische Tasteninstrumente und Generalbass-Spiel an der Hochschule für Künste in Bremen.

Zudem hat sie sich in zahlreichen Konzerten und Einspielungen auch als Spezialistin für historische Orgeln profiliert.

Der Hamburger Abendblatt schrieb über Schubert: „Dass sie zu den Größten ihres Faches zählt, beweist die Künstlerin mühelos … ihr gelingt etwas, was andere Interpreten nur selten schaffen: Musik wird zur Sprache, ihre Stimme erklingt durch das Instrument…“

Um 1600 wurde es in Hamburg zum Begriff, ein Sweelinckschüler zu sein. Jan Pieterszoon Sweelincks außerordentlicher Ruf als Orgelvirtuose und Lehrer spiegelt sich darin wider, dass Scharen von deutschen Kirchenmusikern zu ihm nach Amsterdam pilgerten und damit seinen Ruf als „Hamburgischer Organistenmacher“ begründeten, als den ihn Johann Mattheson ihn später bezeichnete.

Zu seinen Schülern gehörten so unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten wie Jacob Praetorius (Organist an St.Peter in Hamburg), und der mit ihm befreundete Heinrich Scheidemann (Organist an St.Katharinen).

Bei diesen beiden studierte der aus Thüringen stammende Matthias Weckmann, der dann ab 1655 Organist an St.Jakobi wurde. Über Adam Reincken, Schüler von H.Scheidemann und ab 1663 dessen Nachfolger als Katharinen-Organist, führt die Lehrer-Schüler-Verbindung in direkter Linie zu Johann Sebastian Bach.

Bach wanderte von seinem Studienort Lüneburg aus mehrfach nach Hamburg, um den improvisierenden Reincken zu hören. Später bewunderte dann der alte Reincken im Gegenzug die Improvisationskunst seines jüngeren Kollegen.