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Prävention in Corona-Spiegel – Weltkindertag am heutigen Montag 20. September

Region/Eisenberg – Die Pandemie – ein Dickmacher für Kinder. Corona-Beschränkungen sind für viele Kinder und Jugendliche nicht nur ein psychisches Fiasko, sondern auch ein Körperliches. Zu wenig Bewegung und zu viel Essen treibt die Gewichtskurve kritisch nach oben. Die AOK möchte mit verschiedenen Angeboten gegensteuern.

 Homeschooling und Kitaschließungen im Lockdown: Der Schulweg fiel weg, Kinder waren mehr zuhause, hatten viel Zeit zum Essen und nutzen Fernseher, Smartphone und Computer intensiver als je zuvor. Freunde treffen oder Sport im Verein waren lange nicht möglich. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Ess- und Bewegungsverhalten werden nun deutlich sichtbar. Schon bei kleineren Kindern kommt es zu einem erkennbaren Anstieg in der Gewichtskurve, so die verschiedenen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.(DGKJ) und Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) / Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)). Fakt ist, dass bereits rund zwei Millionen Kinder in Deutschland übergewichtig sind, 800.000 davon sind bereits „fettleibig“.

Die WHO spricht von einer besorgniserregenden europaweiten Entwicklung. Übergewichtige Kinder neigen dazu, übergewichtige Erwachsene zu werden, verbunden mit einem hohen Risiko für verschiedene „Wohlstandserkrankungen“.  Auch die Zahl an Neuerkrankungen des Typ-2-Diabetes und die Zunahme an Leberverfettung bei Jugendlichen zeigen, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht.

Zeit, aktiv zu werden

„Damit es langfristig zu einer Trendwende kommen kann, muss die Prävention stärker in den Fokus genommen werden. Voraussetzung für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil sind kindgerechtes Essen und Trinken, ausreichende Bewegung und Entspannung. Wichtig ist hier das tägliche Erleben in der Familie, in den Kindertagesstätten und in den Schulen“, sagt Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Um Kindertagesstätten zu unterstützen, läuft seit Jahren erfolgreich das Präventionsprogramm „JolinchenKids“. Es vermittelt den Kita-Kindern spielerisch alle Säulen der Gesundheitsförderung. Das Präventionsprogramm „Klasse-Klasse“ und das AOK-Kindertheater „Henrietta“ zeigen den Schülerinnen und Schülern in Grundschulen altersgerecht, was sie beim Essen und Spielen besser machen können, um fit zu werden. Kitas und Grundschulen, die einen Beitrag zu einem gesünderen Lebensstil ihrer Kinder leisten möchten, können sich gerne an die AOK wenden. Kontaktadresse: ernaehrung@rps.aok.de.

Frühzeitig die Weichen stellen

Das Essverhalten von Kindern wird ab der Geburt, ja möglicherweise sogar schon in der Schwangerschaft geprägt. Daher hat die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland für werdende und junge Eltern eine Online-Seminarreihe konzipiert. In fünf digitalen Veranstaltungen von „Einfach stillen!“ über „Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit“ und „Beikost“ bis hin zur „Kinderkost“, erhalten Interessierte viele Informationen, Rezepte und praktische Tipps. Alle Eltern können kostenfrei an den AOK-Seminaren teilnehmen. Einzige Voraussetzung: ein Handy, Tablet oder PC mit fester Internetverbindung. Anmeldung unter: www.seminare.aok-kurse.de

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„Frauen-Gesundheitstag“ in Alsdorf am Samstag 25. September

Alsdorf – Viele Aktionen im Energeticon und online. Zu einem „Frauengesundheitstag“ mit umfangreichem Programm lädt der Diözesanverband Aachen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in das Energeticon in Alsdorf ein. Am Samstag, 25. September, stehen von 11 bis 16 Uhr im Fördermaschinenhaus und auf dem Außengelände zahlreiche Vorträge, Aktionen und Mitmachangebote auf dem Programm.

Unter Beachtung der „3G-Regel“ (geimpft, getestet oder genesen) können Besucherinnen und Besucher – nicht nur Frauen sind willkommen – sich vor Ort ein Bild von dem Angebot machen. Auch online wird der Frauengesundheitstag begleitet, hier starten die ersten Beiträge bereits am 20. September und bieten bis zum Aktionstag täglich wechselnde Themen.

Der Frauengesundheitstag ist das Ergebnis einer zweijährigen Schwerpunktarbeit des Diözensanverbandes. Was macht Frauen gesund, was hält Frauen gesund? „Diesen Fragen sind wir nachgegangen und freuen uns nun, unterstützt vom Förderverein Katholische Stifutung Marienhospital Aachen solch einen Tag anbieten zu können, der gleichzeitig der Bildung und dem Wohlfühlen dienen soll“, sagt Bildungsreferentin Ellen Buchwald-Körfer. Bewegung, Ernährung, Entspannung, Umgebung und Bewusstein – diese „Fünf Säulen der Gesundheit“ stehen im Mittelpunkt des Tages. So wird es neben Vorträgen zur Darm- und Gefäßgesundheit, zu Migräne oder psychosozialen Auswirkungen der Diagnose Brustkrebs auf die Familie auch um Entspannung beim gemeinsamen Malen gehen, um poetische Spaziergänge, Lachyoga oder Beiträge des Frauenkabaretts Krefeld. Dehnübungen zwischen den Vorträgen, Bewegungsangebote im Freien oder ein Besuch des „Raums der Stille“ in der Barbarakapelle sind ebenfalls Facetten des Programms. Auch der „Deutsche Rote Kleiderladen“ aus Alsdorf ist mit dabei und wird vor allem Damen-Sportkleidung anbieten – und den Erlös in eine Spendenbox fließen lassen.

„Ich freue mich sehr über diese Veranstaltung“, sagt Bürgermeister Alfred Sonders, der gerne die Schirmherrschaft übernommen hat. „Es ist immer wichtig, dass das Thema Gesundheit anschaulich und auf breiter Basis präsentiert wird.“ In Alsdorf sei der Frauengesundheitstag bestens aufgehoben. „Wir haben beispielsweise in der Stadthalle mit dem Förderverein Katholische Stiftung des Marienhospitals eine langjährige Veranstaltungsreihe aufbauen können, die stets viele Besucher angezogen hat. Man spürt einfach, wie groß die Nachfrage nach Gesundheitsthemen ist!“

Das komplette Programm des Frauengesundheitstags ist online unter www.kfd-aachen.de/frauengesundheiteinsehbar. Dort finden sich zudem die Links zu den Online-Angeboten, für die eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. (apa)

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Antrag für Nothilfen aus Spenden im Kreis Bernkastel-Wittlich bis 24. September stellen

Wittlich – Entsprechend einem Beschluss des Kreistages wurde ein zweistufiges Verfahren zur Verteilung von Spendenmitteln an von der Unwetterkatastrophe betroffene private Haushalte entwickelt.

In einer ersten Stufe werden für einen Haushaltsvorstand 1.500 € und für jede weitere im Haushalt lebende Person 500 € gewährt. Es werden jedoch nur Schäden berücksichtigt, die nach Gegenrechnung von sofortigen Versicherungsleistungen den Betrag von 10.000 € übersteigen.

In einer weiteren Stufe können die Antragsteller aufgrund einer besonderen Betroffenheit eine Härtefallprüfung beantragen, die eine besondere Bedürftigkeit voraussetzt.

Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung vom 06.09.2021 beschlossen, das entsprechende Antragsverfahren bis zum 24. September 2021 zu verlängern. Darüber hinaus hat er Kriterien festgelegt, anhand derer die besondere Bedürftigkeit ermittelt werden soll. So wird grundsätzlich die Summe des zu versteuernden Jahreseinkommens 2019 des Haushaltsvorstandes und im Haushalt lebender weiterer erwachsener Personen ermittelt. Verwertbares Vermögen ist zur Schadensminderung einzusetzen. Ein Barvermögen bis zu 10.000 € bleibt unberücksichtigt.

Die Schadenssumme ist durch vorhandene Gutachten, Kostenvoranschläge oder nachvollziehbare Schätzungen zu belegen. Im Falle der Kostenschätzung erfolgt eine Plausibilitätsprüfung vor Ort. Das Einkommen wird durch Vorlage des Jahressteuerbescheids, des Rentenbescheids oder vergleichbar nachgewiesen. Es sind Angaben über Vermögenswerte zu machen und auf Anforderung nachzuweisen. Ziel ist, dass nur wirklich Bedürftige in den Genuss von Spendenmitteln kommen sollen. Darüber hinaus ist das Wiederaufbauprogramm von Bund und Ländern in Vorbereitung, welches weitergehende Schäden abdecken wird.

Diejenigen, die bis zum 24. September 2021 über den Antrag auf Gewährung von Spendenmittel hinaus eine Härtefallprüfung beantragen, erhalten in der Folge ein spezielles Formular, womit die Voraussetzungen abgefragt werden.

Das Antragsformular für die Gewährung von Nothilfen aus Spendenmitteln steht weiterhin unter www.bernkastel-wittlich.de/fluthilfe zur Verfügung.

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Wird Karneval „mau“? – Mechernicher Karnevalisten trafen sich zum „Runden Tisch“ im Rathaus

Mechernich – Tollitäten und Proklamationen wird es in dieser Session keine geben. Das gab das Gros der Karnevalisten beim Runden Tisch im Ratssaal bekannt. Für sie ist die Corona-Lage, vor allem Richtung in Richtung Wintermonate, zu stark von Unsicherheiten geprägt.

Sollten die Feiern überhaupt stattfinden dürfen, wird vermutlich der karnevalistische Bürgermeisterempfang, zu dem der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick traditionell alle Karnevalsvereine im Stadtgebiet in die ehemalige St.-Barbara-Schule einlädt, in die Hochzeit des jecken Treibens – und damit in den Januar oder Februar – verschoben. Entscheidungen sollen beim nächsten Treffen der Karnevalisten-Runde gefällt werden, die für Donnerstag, 28. Oktober, 19 Uhr, im Ratssaal vereinbart wurde.

„Elf Karnevalsvereine“

Elf Karnevalsvereine nahmen an der jetzigen Sitzung teil. Darunter Weyerer Blömche, Fidele Morreköpp aus Floisdorf, Kommerner „Greesberger“, Festausschuss Mechernicher Karneval (FMK) , Prinzengarde Mechernich, Bleiföss, Lorbacher Rotröcke, Feytaler Jecken sowie jeweils Karnevalisten aus Vussem, Harzheim und Holzheim.

Ob Sitzungen für Klein und Groß, Straßenumzüge oder Sessionseröffnungen mit der Vorgabe „3G“ (getestet, genesen oder geimpft) erlaubt sind, werden die Inzidenzen der kommenden Wochen erst verraten. Constantin Hochgürtel vom Mechernicher Ordnungsamt erläuterte: „In der aktuellen Verordnung, die noch bis 19. September gilt, ist Karneval noch kein Thema.“ Die weitere Entwicklung müsse man daher abwarten.

Nach den derzeit gültigen Corona-Vorgaben dürften bis maximal 2.500 Menschen mit „3Gs“ im Freien feiern, folglich auch zum Karnevalszug kommen. Der Weg entlang des Zuges gelte dann als Veranstaltungsfläche, erläuterte Constantin Hochgürtel. Trotzdem stellt dies die Karnevalisten vor hohe Hürden: „Wie soll ich das kontrollieren?“, fragte Marcel Hembach, stellvertretender Vorsitzender des FMK.

Letztlich heißt es also abwarten und Kölsch trinken. „Diese Situation ist für die Vereine eine Katastrophe“, so Ralf Claßen, Kämmerer und Dezernent der Stadt, der den Runden Tisch der Karnevalisten moderierte. Denn wer jetzt plant, geht ein hohes finanzielles Risiko ein. Künstlergagen müssen bezahlt werden – ohne Einnahmen auf der Habenseite des Vereinskontos verbuchen zu können.

Mindestvorlaufzeit

Robert Schneider, Feytaler „Jeck“, gab eine Mindestvorlaufzeit von mindestens zweieinhalb Monaten zu bedenken, um größere Veranstaltungen vorbereiten zu können. Gänzlich entmutigen lassen, wollen sich die Mechernicher Karnevalsvereine aber nicht und halten am Fünkchen Hoffnung fest. Edith Emonds, Vorsitzende der Karnevalsfreunde in Holzheim: „Karneval feiern wollen wir alle.“

Beispielsweise will die Prinzengarde gerne die Sessionseröffnung und Damensitzung durchführen, die „Bleifööss“ planen die Standquartiereröffnung und karnevalistischen Abend, die Holzheimer Karnevalsfreunde ihre Kindersitzung. Floisdorf wird eher spontan feiern, weil das Fest eher mit dorfeigenen Kräften bestückt wird, ähnlich auch Harzheim. Die Vussemer Karnevalisten zeigen sich flexibel und wollen die Sessionseröffnung draußen vor der Halle anbieten, Sitzung und Zug werden demnach aber ins Wasser fallen.

Der Festausschuss Mechernicher Karneval sagt das Gardetreffen ab, will aber die Sessionseröffnung im kleinen Rahmen anbieten und Sitzungen durchführen. „Wir haben noch Verträge laufen aus dem Jahr zuvor“, begründete Marcel Hembach. Allerdings könnte die Durchführung letztlich noch an Räumlichkeiten scheitern. Die Dreifachturnhalle ist vom Hochwasser betroffen, die St. Barbara-Schule wird gerade aufwendig saniert. Marcel Hembach resümiert: „Das Karnevalsleben wird in dieser Session in Mechernich wohl mau werden.“

Kommern geht dagegen in die Vollen: „Unter Vorbehalt ist alles geplant wie vor Corona und wir gucken dann Stück für Stück, was alles gemacht werden kann“, so „Greesberger“-Vorsitzende Nicole Reipen. Die Eiserfeyer sehen einen „gemütlichen karnevalstischen Abend“ vor, in Weyer wird „Anno Pief“, die beliebte Sitzung, vorbereitet und dort ist man „auch guter Dinge“ das weitere Programm wie vor Corona gewohnt durchzuführen, wie Robert Schneider erläuterte.

Björn Wassong eingefleischter Karnevalist und „Jeck im Rähn“ hält die Hoffnung hoch: „Ich drücke uns allen ganz feste die Daumen, dass Karneval wieder stattfinden kann.“

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Wahl der Deutschen Weinkönigin – Ahrwein-Prinzessin Linda Trarbach steht im Finale

Neustadt/Ahrweiler – Linda Trarbach steht im Finale zur Wahl der 73. Deutschen Weinkönigin. Sechs Fachfrauen auf dem Weg zur Deutschen Weinkönigin. Sie ist eine Expertin in Sachen Wein, ebenso charmant wie wortgewandt trat sie in Neustadt an der Weinstraße im Vorentscheid zur Wahl der Deutschen Weinkönigin an: Ahrweinprinzessin Linda Trarbach aus Dernau. „Es wäre mein großer Traum, Deutsche Weinkönigin und damit Nachfolgerin von Eva Lanzerath zu werden“, erklärt die 24-jährige vor der Fachbefragung.

Ahrweinprinzessin Linda Trarbach. Foto: © Christian Lipowski

„Die Flutkatastrophe mit ihren verheerenden Folgen ist einmal mehr Motivation für mich, die Krone wieder ins Ahrtal zu holen und damit auch ein Stück Freude und Hoffnung zu bringen.“

Der Vorentscheid zur Wahl der Deutschen Weinkönigin startete am gestrigen Samstag, 18. September, um 15.45 Uhr und wurde vom SWR per Livestream begleitet.  Die elf Bewerberinnen mussten sich den Fragen einer Masterjury, besetzt mit Nicola Blanchard (Wine MBA, Wine Consultant), Stephanie Hehn (Master Sommelière) und Thomas Curtius (Master of Wine) stellen.  Die 70-köpfige Fachjury mit Vertretern aus der Weinwirtschaft, Politik, Lehre und Forschung sowie der Medien beurteilte die Auftritte der Kandidatinnen coronabedingt online von zu Hause aus.

Nach einem spannenden Vorentscheid wurden die sechs Finalistinnen von Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstitutes bekanntgegeben. Neben Linda Trarbach stehen Saskia Teucke (Pfalz), Sina Erdrich (Baden), Henrike Heinicke (Württemberg), Valerie Gorgus (Rheingau) und Marie Jostock (Mosel) im Finale zur Wahl der 73. Deutschen Weinkönigin. Besonders groß war die Freude bei der 35köpfigen Fangemeinde aus dem Ahrtal, die Linda beim Vorentscheid begleiten durften.

Der Vorentscheid wurde am heutigen Sonntag, 19. September, um 14.25 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Am Donnerstag, 23. September, um 16 Uhr präsentiert der SWR in der Sendung „Kaffee oder Tee“ ein Interview mit Eva Lanzerath aus dem Ahrtal, der amtierenden Deutschen Weinkönigin. Das Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin überträgt der SWR dann am Freitag, 24. September, ab 20.15 Uhr live aus dem Saalbau in Neustadt an der Weinstraße sowie per Livestream unter swr.de/livestream.

„Linda hat die erste Hürde mit Bravour genommen. Wir sind davon überzeugt, dass Linda mit ihrem natürlichen Charme und einem umfangreichen Fachwissen große Chancen hat und drücken ihr ganz fest die Daumen für das Finale“, erklärt Peter Kriechel, der Vorsitzende des Ahrwein e.V.

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Corona und Flutkatastrophe: Caritas-Sonntag im Zeichen der Krise

Region/Trier/Saarbrücken/Koblenz – Bischof Ackermann und Weihbischof Gebert rufen zur Solidarität auf. Der diesjährige Caritas-Sonntag am heutigen 19. September unter dem Motto #DasMachenWirGemeinsam steht im Zeichen der Krise: In ihrer aktuellen Kampagne setzt sich die Caritas mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinander und bittet zugleich darum, sich solidarisch mit den Betroffenen der Flutkatastrophe im vergangenen Juli zu zeigen. Gemeinsam mit den deutschen Bischöfen hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Kollekte am Caritas-Sonntag aufgerufen.

Die Kampagne wolle den Blick bewusst nach vorne richten, so Bischof Ackermann in dem Aufruf, der am 12. September in allen Gottesdiensten und in den Vorabendmessen verlesen wurde. Mit Blick auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden Entbehrungen für den Einzelnen und die Gesellschaft unterstreicht er die Forderung der Caritas: „Niemand darf sozial abstürzen!“. Der Weg in eine neue Normalität könne zur Chance werden, das Zusammenleben verantwortlicher zu gestalten, etwa was Bildungschancen, Ökologie oder die Bedingungen in der Pflege angehe. „Tag für Tag setzen sich in unserer Kirche und ihrer Caritas Menschen vor Ort und weltweit für eine neue Normalität und ein besseres Zusammenleben ein, wie wir es vorher vielleicht gar nicht kannten. Bitte unterstützen Sie durch Ihre Gabe die Arbeit der Caritas!“, appelliert Ackermann.

Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert, Vorstandsvorsitzender des Caritas-Verbandes für die Diözese Trier e.V., erinnert an die Not der Opfer und Geschädigten der Flutkatastrophe in den Kreisen Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel und den besonders von Verheerung betroffenen Gebieten an der Ahr. Das Jahresmotto „Miteinander durch die Krise – #DasMachenWirGemeinsam rufe dazu auf, sich solidarisch zu zeigen. „Wir alle wollen dazu gemeinsam einen Beitrag leisten“, sagt der Weihbischof.

Die Kollekte des Caritas-Sonntags ist für die Anliegen der Caritas in den Pfarrgemeinden und der Diözese bestimmt. Bei den Caritas-Kollekten 2020 kamen insgesamt rund 100.900 Euro zusammen; die eine Hälfte des Betrags blieb in den Pfarreien, mit der anderen Hälfte wird die sozial-karitative Arbeit im gesamten Bistum unterstützt.

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Stiefel als stumme Zeugen der Flut

Kall – In der Ausstellung „Unser Land“ im Haus der Geschichte in Düsseldorf zeugt das schlammverkrustete Schuhwerk der Feuerwehr Kall von der verheerenden Flutkatastrophe und dem tagelangen Einsatz der Retter.

Als Zeugen der verhängnisvollen Flutkatastrophe im Juli ist ein schlammverkrustetes Stiefelpaar eines Kaller Feuerwehrmann im Haus der Geschichte ausgestellt. Foto: Martina Heinen

Sie fanden große Beachtung bei der Eröffnung der Ausstellung „Unser Land“ im Düsseldorfer Haus der Geschichte, in der sich auf einer 1200 Quadratmeter großen Etage das 75-jährige Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen widerspiegelt. Es sind zwei schlammverkrustete Stiefel des Löschzuges Kall, die in der schlimmen Flutnacht zum 15. Juli und in den Tagen des Aufräumens danach getragen wurden. Sie sollen Zeugnis von der Heftigkeit des Unwetters und dem unermüdlichem Einsatzwillen der Feuerwehren bei dieser noch nie erlebten Hochwasser-Katastrophe geben. Das verschmutzte Einsatz-Schuhwerk aus Kall war wenige Tage nach der Ausstellungseröffnung auf einigen Titelseiten der Tageszeitungen zu finden.

Die Präsentation der Einsatzstiefel der Kaller Wehr in Düsseldorf hatte der Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Kall, Harald Heinen, organisiert. Der Landesgeschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren (VdF) NRW, Christoph Schöneborn, hatte Heinen kontaktiert, nachdem das Haus der Geschichte  vor der Eröffnung der Ausstellung dem VdF mitgeteilt hatte, dass man auf der Suche nach verschlammten Feuerwehr-Einsatzstiefeln sei, um diese als Zeitzeugen der Katastrophe in der Ausstellung dauerhaft zu zeigen.

Bei Harald Heinen in Kall wurde Schöneborn schnell fündig, denn beim Löschzug waren derartige schlammverkrustete Stiefel, die die Einsatzkräfte in der Nacht bei Menschenrettungen und anschließenden Aufräumarbeiten getragen hatten, vielfach vorhanden. Ein Kurier eilte umgehend von der Wuppertaler VdF-Geschäftsstelle nach Kall, um das jetzt ausgestellte Stiefelpaar nach Düsseldorf zu bringen. Dort ist es nun in einer schicken Glasvitrine, zusammen mit zwei verschmutzten Gläsern, einem Stein und Fotos vom zerstörten Bad Münstereifel zu sehen.

Harald Heinen war als Leiter der Feuerwehr Kall zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen worden. Er konnte in Düsseldorf feststellen, dass die Hochwasser-Zeugen aus dem Kreis Euskirchen große Beachtung fanden und den über Tage geforderten Einsatzkräften großer Respekt gezollt wurde. (Reiner Züll)

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GK-Mittelrhein ist am Montag 20. September bei den Pellenzer Lehrstellen- und Informations TAGEN dabei

Region/Mayen-Koblenz – Pellenzer Lehrstellen- und InformationsTAGE starten am Montag, den 20. September.
Pflegeschule am Standort St. Elisabeth Mayen informiert um 16 Uhr online.

Dein Schulabschluss steht kurz bevor und du bist auf der Suche nach einer Ausbildung, die dein Herz höher schlagen lässt? Bei uns kannst du Erfahrungen sammeln, die dich menschlich, beruflich und perspektivisch weiterbringen. Wir, das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, sind nicht nur eines der größten Gesundheitsunternehmen der Region, sondern auch einer der zehn größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz. Bei uns dreht sich alles um Medizin, Pflege und Gesundheit und dafür arbeiten viele unterschiedliche Berufsgruppen Hand in Hand. Ob einfühlsame Hebamme, kompetenter Pflegefachmann, cleverer Technikexperte oder Organisationstalent in der Verwaltung – bei uns ist jeder Job wichtig.

Die Pellenzer Lehrstellen- und InformationsTAGE richten sich in digitaler Form an Schulabgänger der 9. und 10. Klassen, Abiturienten sowie Schüler, die nach einem schulbegleitenden Praktikum suchen.

Am Montag, 20. September um 16:00 Uhr, ist das GK-Mittelrhein am Start. Experten des Bildungs- und Forschungsinstituts des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein sowie des Dienstleistungscenters Personal & Soziales geben via Zoom Einblicke in unsere Ausbildungs- und Studienangebote und beantworten im Anschluss eure Fragen.

Weitere Informationen und Teilnahme unter https://www.pellenzer-lehrstellenboerse.de/.

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Fahrzeug-Suchportal des Kreises Ahrweiler – Mehr als 40.000 Suchanfragen registriert

Ahrweiler – Unmittelbar nach der Flutkatastrophe hat die Kreisverwaltung Ahrweiler das Online-Suchportal „Wo steht mein Fahrzeug? Kennzeichenabfrage!“ eingerichtet. Für von der Hochwasserkatastrophe Betroffene wurde so eine Möglichkeit geschaffen, um herauszufinden, welches Abschleppunternehmen das eigene Fahrzeug geborgen und abtransportiert hat. Wer sein Fahrzeug in der Datenbank gefunden hat, konnte unmittelbar mit dem jeweiligen Abschleppunternehmen Kontakt aufnehmen und alle weiteren Fragen klären.

Beleg für die Notwendigkeit und den Erfolg des Portals sind auch die Nutzerzahlen: Auf dem Portal, dessen Daten täglich aktualisiert wurden, konnten seit dem Start mehr als 40.000 Klicks auf die rund 4.000 Datensätzen registriert werden.

Da inzwischen bis auf wenige Ausnahmen alle durch die Flut beschädigten Fahrzeuge geborgen sind und nahezu keine Nachfragen von Fahrzeughalterinnen und ‑haltern im Suchportal mehr registriert werden, wird der Zusatzservice nun beendet.

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„Wir wollen langfristig helfen“ Diözesan-Caritasverband informiert über Kriterien zur Spendenvergabe

Region/Trier – Rund 1,6 Millionen Euro sind bis Anfang September auf dem gemeinsamen Spendenkonto von Bistum Trier und Diözesan-Caritasverband (DiCV) Trier für die Betroffenen der Flutkatastrophe im Juli eingegangen. Das hat Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel am 17. September in Trier mitgeteilt. Der DiCV verwaltet für das Bistum die Spendenmittel.

Kugel bedankte sich für diese große Spendenbereitschaft: „Es ist wirklich schön zu sehen, wie viele Menschen helfen wollen. Neben der tätigen Hilfe ist die Spendenbereitschaft eine wichtige Unterstützung.“ Gerade weil so viele Menschen sich so großzügig zeigen, sei es Bistum und DiCV ein Anliegen, regelmäßig über die Verwendung der Spenden zu informieren, sagte Kugel. „Kurz gesagt ist unser Ansatz: Wir wollen langfristig helfen.

Die Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Trier und Westeifel in den betroffenen Flutgebieten verfolgen in der Fluthilfe das Konzept der längerfristig angelegten Hilfen. „Dazu zählen neben finanzieller Unterstützung für die Betroffenen insbesondere die psycho-soziale Begleitung, die soziale Beratung und die konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zum Erhalt von Hilfen“, erklärte Kugel. Dieses Konzept habe sich bewährt und werde vom Bistum unterstützt: „Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nachhaltig helfen zu können.“ Aus diesem Grund haben die Caritasverbände Ahrweiler, Trier und Westeifel in den letzten Wochen mobile Anlaufstellen vor Ort eingerichtet und suchen Betroffene teilweise auch persönlich auf, um ihnen Hilfeangebote zu machen.

Als erste finanzielle Soforthilfen sind unmittelbar nach der Flut insgesamt bereits rund 730.000 Euro ausgezahlt worden. „Hierfür wurden 85.000 Euro aus den vom Bistum, DiCV und der Stiftung Menschen in Not (50.000 Euro) sowie aus den aus dem Bistum Mainz gegebenen Mitteln (35.000 Euro) bereitgestellt“, informierte die Caritasdirektorin. Weiterhin seien Spenden der Orts-Caritasverbände sowie von Caritas International eingesetzt worden.

Nun habe eine zweite Phase begonnen, in der Haushaltsbeihilfen und Härtefallhilfen bei den zuständigen Orts-Caritasverbänden beantragt werden können. Sie werden in einer Spendendatenbank erfasst, in die alle Wohlfahrtsverbände und andere Zuwendungsgeber die bewilligten Unterstützungsleistungen eintragen und miteinander abgleichen können. „Dieses System hat sich bei vergangenen Flutkatastrophen bewährt, um Transparenz in der Spendenvergabe zu gewährleisten“, erläuterte Kugel.

Für die Verwendung von Spenden gibt es klare Regeln und Kriterien, die mit Caritas International und den anderen Wohlfahrtsverbänden in Rheinland-Pfalz abgestimmt sind. Dazu kommen staatliche Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. So gebe es neben den finanziellen Hilfen mit Soforthilfen, Haushalts- und Härtefallbeihilfen sowie später Wiederaufbauhilfen den langfristigen Ansatz, die Unterstützung von Flut-Opfern sicherzustellen. „Dazu braucht es Fachpersonal etwa in der Schuldnerberatung und der psychosozialen Beratung oder Mitarbeiter, die bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung beispielsweise vom Staat helfen.“ Auch dazu würden die Spendengelder teilweise verwendet. „Denn wir wollen ja auch noch da sein für die Menschen, wenn nach der Phase des Aufräumens und der ‚Sortierung‘ der Alltag bewältigt werden will“, betonte Kugel.

Die Caritasdirektorin verwies auch darauf, dass neben den Spenden des gemeinsamen Kontos Mittel aus anderen Fonds und Spenden zur Verfügung stehen. So habe Caritas International bereits 500.000 Euro bereitgestellt. Aus dem ZDF-Aktionsbündnis (bestehend aus Caritas International, Diakonie, DRK) stehen 30 Millionen Euro für Caritas International zur Verteilung an die von der Flut betroffenen Diözesan-Caritasverbände bereit; für den DiCV Trier seien zunächst 4,5 Millionen Euro vorgesehen.

Kugel erläuterte weiter, dass die verschiedenen Wohlfahrtsverbände in der Spendenvergabe unterschiedliche Schwerpunkte setzen können. „Dieses System hat sich bewährt. Denn die Phase des Wiederaufbaus wird eine lange Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Caritas werde unter anderem auch Spendengelder für sozialräumlich orientierte Projekte verwenden, deren Bedarfe sich erst nach und nach zeigen würden. Die finanziellen Wiederaufbauhilfen seien dann erst möglich, wenn Versicherungen und staatliche Hilfen bereits in Anspruch genommen wurden und ein Eigenanteil vom Betroffenen zu leisten ist, den er aus eigener Kraft nicht tragen kann. „Auch das ist Realität der Spendenvergabe“, betonte Kugel: Spendengelder für Wiederaufbauhilfen an Betroffene dürfen nur nachrangig und nach Prüfung der Bedürftigkeit verwendet werden. „Wir sind Teil eines vielschichtigen Hilfesystems, das nach den Prinzipien der Nachrangigkeit – erst der Staat, dann die Hilfsorganisationen – und der Bedürftigkeit arbeitet.“