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80.000 Euro von Kölner Tafel-Stiftung

Mechernich – Wolfgang Weilerswist, Leiter der Mechernicher und NRW Tafel, ist innerhalb der Landes- und Bundestafel gut vernetzt. Seine Kontakte hat er jetzt erneut genutzt, um nach dem Hochwasser Spenden für Betroffene zu akquirieren. 80.000 Euro insgesamt gibt die Kölner Tafel-Stiftung mit Geschäftsführer Harald Augustin in die Eifel-Region.

Profitieren von der Summe sollen zerstörte Tafel-Standorte in Bad Münstereifel, Stolberg oder auch Kall, zehn stark betroffene Familien, nicht zuletzt drei Mechernicher Ortsbürgermeister und mit ihnen stark hochwasserbetroffene Menschen in Breitenbenden, Eiserfey, Schaven und Vussem. Walfried Heinen, Carsten Vogel und Ralf Mertens nahmen persönlich „ihre“ jeweiligen Umschläge, insgesamt 10.000 Euro, aus den Händen von Wolfgang Weilerswist und Volker Nüßmann, auch Mechernicher Tafel, entgegen.

Dank

„Dafür bedanken wir uns herzlich. Das finde ich ganz toll und gebe ich natürlich gerne an die Betroffenen weiter“, sagte Carsten Vogel im Namen der Bürger Vussems und Breitenbendens. Walfried Heinen dankte ebenso: „Ich freue mich im Namen der Geschädigten in Eiserefey sehr über die überraschende Geldspende. Da sind viele dabei, die mangels Elementarversicherung vor einem hohen fünfstelligen Schaden stehen.“ Dass solche Spenden immens wichtig sind, machte auch Ralf Mertens deutlich: „Wir haben in Schaven fünf Häuser, die stark vom Hochwasser betroffen sind, zwei davon bis unters Dach. Sehr gut, dass wir Spenden gerade für diese Menschen bekommen und damit helfen können.“

Verteilt werden die Gelder nach dem „Essener Modell“, wie Weilerswist es nennt, und damit direkt von der Tafel an die Hochwassergeschädigten und nicht anonym. Benannt wurde es von Wolfgang Weilerswist so, weil die Mechernicher Tafel das Verfahren desöfteren schon erfolgreich mit dem Lions Club Essen Stadtwald praktiziert hat. Geflossen sind zuletzt nochmal 12.000 Euro – je zu fünfzig Prozent von den Lionsfreunden und Zahntechniker aus Essen, wie der Vize-Präsident der Stadtwälder Lions, Peter Kappert erläutert. Und zwar direkt an Bedürftige, ausgewählt von der Tafel Mechernich. Der Vorteil liege auf der Hand, so Weilerswist: „Da weiß man genau, wem es zugutekommt.“

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Wirtschaft

Welcome Center der IHKs in RLP – Umfrage zeigt Bedarf an ausländischen Mitarbeitern

Koblenz/Mainz/ Ludwigshafen/Trier – Mit Internationals dem Fachkräftemangel in Rheinland-Pfalz begegnen. Internationale Fachkräfte sind für viele Unternehmen aus Rheinland-Pfalz nicht mehr wegzudenken, zeigt eine aktuelle Befragung der Welcome Center der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In der Praxis bestehen Hürden jedoch häufig beim Zugang zu Informationen. „Besonders an Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung haben rheinland-pfälzische Unternehmen einen sehr hohen Bedarf, vor allem ab einer Betriebsgröße von 50 Mitarbeitern. Dieser wird künftig zunehmend durch die Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer gedeckt. Dass Corona diese Entwicklung zuletzt deutlich gebremst hat, wird ein vorübergehender Effekt bleiben“, fasst Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier, die Ergebnisse der Befragung zusammen. Mehr als die Hälfte der Betriebe will demnach gezielt ausländische Arbeits- und Fachkräfte anwerben. Insgesamt zwei Drittel beschäftigen heute schon Mitarbeiter aus EU-Staaten und / oder Drittstaaten.

Allerdings: Mehr als der Hälfte der Betriebe sind die rechtlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Beschäftigung internationaler Fachkräfte nicht bekannt. Sabine Mesletzky, Sprecherin des Kompetenzteams der IHK-Welcome Center, ergänzt: „Selbst das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) ist nur jedem vierten Unternehmen ein Begriff. Wir brauchen auf Landesebene mehr Anstrengungen für eine konzertierte Kommunikation, um kleine und mittlere Unternehmen zu erreichen.“

Die ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Mitarbeiter ist ein wesentlicher Standortfaktor für die mittelständisch geprägte Wirtschaft im Land. Nur im engen Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft kann es nachhaltig gelingen, Rheinland-Pfalz international als Destination für Fachkräfte zu positionieren. „Rheinland-Pfalz verfügt bereits über eine gelebte Willkommenskultur. Mit der Vielfalt unserer Unternehmenslandschaft und den Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangeboten bietet Rheinland-Pfalz attraktive Rahmenbedingungen für internationale Fachkräfte. Jetzt, da sich das Werben um Fachkräfte weltweit intensiviert, gilt es, aus unseren Stärken eine wahrnehmbare Marke zu machen. Unter anderem mit unserem Portal www.make-it-in.rlp.de gehen wir zielstrebig in diese Richtung“, sagte Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) Rheinland-Pfalz. „Gerade bei der Ansprache unseres Mittelstandes bauen wir auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den rheinland-pfälzischen IHKs und entwickeln die Welcome Center gemeinsam kontinuierlich weiter.“

Für den rheinland-pfälzischen Mittelstand bedeutet Fachkräfteeinwanderung auch Zukunftsfähigkeit, unterstreicht Dr. Antje Eckel, Geschäftsführerin der Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co. KG aus Niederzissen. „Wir beschäftigen 65 Mitarbeiter mit Wurzeln in 17 Nationen – und haben in diesem Jahr auch unsere Geschäftsführung international ergänzt. Um im globalen Wettbewerb nachhaltig innovativ und erfolgreich zu sein, müssen wir uns bei unseren Mitarbeitern weltweit orientieren.“ Damit dies künftig noch besser gelingt, sei es an der Zeit, bestehende Regelungen und Prozesse auf Effizienz und Praxistauglichkeit zu evaluieren und auf gesuchte Zielgruppen anzupassen. Ebenso wichtig ist es nach Auffassung der Welcome Center, Unternehmen bei deren Ansprache im Ausland zu unterstützen, etwa durch gezielte Abkommen auf nationaler Ebene.

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung finden Sie unter www.ihk-rlp.de/welcomecenter.

Welcome Center

Die Welcome Center sind ein gemeinsames Angebot der vier Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landesregierung. Mit den Welcome Centern der IHKs sagt die rheinland-pfälzische Wirtschaft „Willkommen“ zu Fachkräften aus dem Ausland. Von der Anwerbung über Einreise und Ankommen am Standort und in der Gesellschaft beraten die Welcome Center Unternehmen und Fachkräfte bei allen Schritten.

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Videokunst, Fluthilfe und BBQ – Kommunikation ist Feuer

Schleiden/Kall – Interview mit Andre Zalbertus, geboren 1960 in Düsseldorf, Studium Germanistik und Geschichte, Absolvent Deutsche Journalistenschule München, RTL-Auslandskorrespondent, 2x Bayerischer Fernsehpreis, Berater, Unternehmer,  Digital-Experte und Nordeifel-Fan.

Frage:

Hallo Andre! Was mir spontan so einfällt, wenn ich Dich hier sehe und mich über Deine Anwesenheit freue, das ist der Spruch: Du hier in der Nordeifel und nicht in Hollywood….. Normalerweise düst Du in der Welt herum, um zu berichten und Ideen auf den Weg zu bringen. Doch vor wenigen Wochen hast Du Dich entschieden, zwecks Berichterstattung in die Nordeifel zu kommen, warum?

Andre Zalbertus.

„Mir fiel auf, dass sehr viel über die Folgen der Flut aus dem Ahrtal berichtet wird, was ja auch gut ist. Aber ich dachte mir dann: Ich richte den Scheinwerfer auch mal auf die Nordeifel hier in NRW.“

Frage:

Ja, auch die Nordeifel, etwa das Schleidener Tal und Kall, hat die Flut mächtig getroffen, und das bringt Deine Berichterstattung auf Deinem Kanal ‚Andre Zalbertus‘ bei Facebook nun auch hervorragend rüber. Dein Live-Stream von der Trauerfeier für die Flutopfer auf dem Marienplatz in Gemünd hat nun fast 100.000 Aufrufe. Hast Du mit einer derartigen Resonanz gerechnet?

Andre Zalbertus:

„Mir ist eine ehrliche und authentische Berichterstattung wichtig, deshalb mache ich fast alles immer live. Das ist so meine ‚künstlerische’ Form und die kommt offenbar gut an. Ich möchte die Herzen der Menschen erreichen und das scheint zu gelingen…“

Hast Du vor, die Berichterstattung noch einige Zeit fortzuführen, quasi gekommen, um zu bleiben?

Andre Zalbertus:

„Die Langzeitbeobachtung der Folgen der Flutkatastrophe ist mir ein echte Herzensangelegenheit. Dabei fühle ich mich eher als Kreativer, vielleicht könnte man auch sagen als Künstler und weniger als ein Journalist. Smartphone und Mikrofon sind mein Pinsel und die Leinwand. Außerdem mag ich die grandiose Natur hier in der Nordeifel. Ich war als Kind oft hier, insofern ist es für mich auch ein Stück Rückkehr in die Heimat, zurück zu den Wurzeln meiner Kindheit und Jugend. Das tut mir gut.“

Frage:

An Dir kann niemand vorbei, ohne auf Medien zu sprechen zu kommen. Bereits vor mehr als zehn Jahren hast Du Videos als das Medium der Zukunft gesehen, gerade durch Social Media ist genau dies eingetroffen. Was sagst Du zum immer noch anhaltenden Umbruch im Mediengeschäft und wie siehst Du die nahe Zukunft?

Andre Zalbertus:

„Fast jeder von uns spürt den Fortgang des Umbruchs. Jede Mediengattung sucht ihren Weg in die Zukunft und die dazugehörigen Geschäftsmodelle. Ich sag’s mal so: Wir sind in der zweiten Halbzeit der digitalen Revolution und das Spiel wird immer schneller. Ich bin sehr froh, bei diesem einzigartigen Stück Industriegeschichte Zeitzeuge sein zu dürfen.“

Frage:

Du hegst schon länger Pläne in Sachen Grillen und BBQ, und vielleicht ist ausgerechnet die manchmal etwas eigenwillige Eifel ein hervorragendes Pflaster für Deine Pläne, diese umzusetzen, magst Du davon erzählen?

Andre Zalbertus:

„Grillen und BBQ sind meine Passion seit ich als Jugendlicher bei den Pfadfindern war und für mich stand immer fest: Irgendwann bringe ich Beruf und Passion zusammen. Ich habe die letzten Jahre weltweit nach einem Ort gesucht für das erste BBQ- und Grill-Museum. Ich konnte kaum glauben, dass es das noch nicht gibt. Schließlich stellte ich fest: Die Nordeifel ist die richtige Region. Rau und herzlich, wunderbare Outdoor-Möglichkeiten und trotzdem ein unmittelbares Einzugsgebiet von mehr als 20 Millionen Menschen. Ich spürte: Ich bin angekommen!“

Frage:

Neues Denken – im Mediengeschäft und in der Kommunikation, in Energiefragen, in der Architektur, in der Beziehung zwischen Natur und Mensch – da spielt das Feuer eine große Rolle. Menschen am Feuer, seit Tausenden von Jahren ein Ort der Kommunikation. Feuer bringt Wärme und Geborgenheit. Stellen wir uns vor, wir sitzen an einem verschneiten Wintertag am Fuße des Nationalparks Eifel auf dem fantastischen Gemünder Wohnmobilhafen am Feuer, grillen und philosophieren über Gott und die Welt. Irgendwie hatte ich in den vergangenen Jahren das Gefühl, mit Deutschland ging es kräftig bergab. Wie könnte es in diesem Land – und nach der Bundestagswahl – nun weitergehen?

Andre Zalbertus:

„Eigentlich war ich mit Blick auf Deutschland ein wenig desillusioniert und dann kam diese schreckliche Flutkatastrophe – mit all´ dem menschlichen Leid, ich war zutiefst schockiert.  Ich fragte mich wie sollen die Menschen in der Eifel das  schaffen und dann kam diese riesige Welle der Hilfsbereitschaft, von der ich nie geglaubt hätte, dass es so etwas in Deutschland gibt. Viele tausend Helfer, Landwirte und Handwerker aus ganz Deutschland strömten spontan ins Ahrtal und in die Nordeifel. Dort entstand ein neues wunderbares Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Hilfsbereitschaft aus allen Schichten der Gesellschaft hat mich überwältigt. Mit unserer neuen täglichen Live-BBQ- und Grill-Sendung am ‚Feuer‘ (ab 2. November) möchte ich in der Nordeifel einen zusätzlichen neuen Ort der Begegnung für alle Menschen schaffen. Und ein Stück ‚Gemütlichkeit‘, ganz bewusst im Winter draußen. Und dabei entwickeln wir dann zusammen mit Experten den Standort des neuen analogen und digitalen Museums. So entstehen in der Region Nordeifel neue Arbeitsplätze und es kommen Besucher aus der ganzen Welt.“

Frage: Ist Dir noch etwas wichtig, was Du auf diesem Weg weitergeben möchtest?

Andre Zalbertus:

„Ich bin davon überzeugt , dass Nordeifel und Ahrtal eine riesige Chance haben, nach der schrecklichen Flutkatastrophe in neuem Glanz zu erstrahlen. Diese Geschichte möchte ich als ‚Videokünstler’ erzählen und mit dem weltweit ersten BBQ-Museum einen Beitrag dazu leisten. Darauf freue ich mich!“

Ganz herzlichen Dank an Andre Zalbertus für dieses Interview und weiterhin viel Erfolg bei der Berichterstattung und der Umsetzung Deiner Ideen! (Von Gudrun Klinkhammer).

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Auszeichnung für Euskirchener Unternehmen

Euskirchen – Minister Herbert Reul hat am Mittwoch, 22. September 2021, 13 nordrhein-westfälische Unternehmen mit der Förderplakette „Ehrenamt in Feuerwehr und Katastrophenschutz“ ausgezeichnet.

Darunter befindet sich auch der Euskirchener Elektroinstallationsbetrieb Oliver Oepen. Von den ungefähr 50 Mitarbeitenden des Betriebs sind aktuell 13 bei der Feuerwehr aktiv. Da das Unternehmen und die Geschäftsführung dem Ehrenamt sehr offen gegenüberstehen, können die Feuerwehrleute auch während der Arbeitszeit Einsätze in ihren Löschgruppen absolvieren. Einige der Feuerwehrleute traten sogar erst durch die Förderung des Geschäftsführers in die Feuerwehr ein.

Bürgermeister Sacha Reichelt (r.), der erste Beigeordnete Alfred Jaax (l.) und der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Markus Neuburg (2.v.r.) gratulierten Oliver Oepen (m.) und seiner Frau Carina zu der Auszeichnung. Foto: Kreisstadt Euskirchen

„Ohne Ihre Flexibilität, Ihr Verständnis und Ihr Entgegenkommen wäre Ehrenamt im Katastrophenschutz so überhaupt nicht möglich“, sagte Minister Reul zu den Unternehmern bei der Verleihung in Düsseldorf. „Sie geben den Helferinnen und Helfern Rückendeckung und senden ein klares Signal: Das Allgemeinwohl überwiegt den eigenen Interessen!“

Auch die Leitung der Feuerwehr ist sehr froh, einen so engagierten Arbeitgeber in den eigenen Reihen zu wissen. „Diese Auszeichnung ist wirklich etwas Besonderes“, betonte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Markus Neuburg. Gemeinsam mit Oliver Oepen und seiner Familie besuchte Neuburg Bürgermeister Sacha Reichelt und den ersten Beigeordneten Alfred Jaax, die Oepen zu der Auszeichnung gratulierten.

Die Medaillen wurden an private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus Nordrhein-Westfalen verliehen, die ehrenamtliche Einsatzkräfte in den Freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und in Hilfsorganisationen in besonderer Weise unterstützen. Zu den Auswahlkriterien gehören unter anderem eine großzügige Freistellung, der Verzicht auf gesetzliche Ausfallentschädigung, materielle Unterstützung oder auch die Bereitstellung von Firmenflächen für Übungen.

Hilfsorganisationen, Arbeitgeberverbände und Gemeinden konnten die Arbeitgeber auch in diesem Jahr wieder vorschlagen. Mit 52 eingereichten Empfehlungen war die Zahl so hoch wie noch nie. Eine Jury aus Vertretern des Innenministeriums, Hilfsorganisationen, Arbeitgeberverbänden, kommunalen Spitzenverbänden, des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V. und des Technischen Hilfswerks hat die Gewinner ausgewählt.

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Von Flut Betroffene im Kreis Ahrweiler können ab sofort Anträge stellen

Ahrweiler – Finanzielle Hilfen zum Wiederaufbau stehen bereit. Von der Flutkatastrophe Betroffene im Kreis Ahrweiler können ab sofort finanzielle Hilfen für durch das Hochwasser entstandene Schäden und den Wiederaufbau beantragen. Das Land Rheinland-Pfalz hat in einem Wiederaufbau-Portal (https://wiederaufbau.rlp.de) Links zu den Antragsformularen, Antworten auf die häufigsten Fragen sowie weitere Informationen zur Wiederaufbauhilfe zusammengestellt. Darauf weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

Damit die Fördergelder so schnell wie möglich und sicher bei den Betroffenen ankommen, setzt das Land auf eine vollständige elektronische Abwicklung – von der Antragstellung über die Bescheiderteilung bis hin zur Auszahlung der Mittel.

Privathaushalte und Unternehmen können ihre Anträge über ein digitales Service-Portal der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) unter www.isb.rlp.de/unwetterhilfen stellen. Wer nicht über einen Internetzugang verfügt oder Hilfe im Umgang mit digitalen Anträgen benötigt, hat die Möglichkeit, sich an die Info-Points zu wenden und über diese die entsprechenden Anträge zu stellen.

Landwirtschaftliche Betriebe sowie Winzerinnen und Winzer, die von Schäden an Maschinen, Geräten, Einrichtungen, Vorräten und Tierbestände betroffen sind, können Aufbauhilfen über das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel (DLR Mosel) beantragen. Die Antragsformulare gibt es unter https://www.dlr-mosel.rlp.de. Für entstandene Schäden an Flächen können Anträge bei der Kreisverwaltung Ahrweiler gestellt werden. Das entsprechende Formular ist zu finden unter https://kreis-ahrweiler.de > „Flutkatastrophe“ > „Aufbauhilfen für die Land- und Forstwirtschaft und Weinbau“.

Allgemeine Auskünfte können zudem über die Telefon-Hotline zum Wiederaufbau unter 0800 / 2220-220 erfragt werden. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 18 Uhr besetzt. Der Anruf ist kostenfrei.

Das Land Rheinland-Pfalz wird rund 15 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds für den Wiederaufbau der durch das Hochwasser entstandenen Schäden erhalten. Weitere 15 Milliarden Euro werden auf die ebenfalls vom Starkregenereignis betroffenen Bundesländer aufgeteilt. Die Mittel werden je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert.

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Meisterin der autofiktionalen Prosa – Lesung am Dienstag 05. Oktober

Schleiden – Sylvie Schenk liest aus ihrem „Roman d’amour“ am Dienstag, 5. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Schleidener Clara-Fey-Schule – Karten im Vorverkauf unter www.ticket-regional.de .
Autofiktionale Prosa ist zurzeit en vogue – und Sylvie Schenk ist eine Meisterin darin. Aus ihrem neuen Buch „Roman d’amour“ liest die Schriftstellerin am Dienstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, in der Clara-Fey-Schule, Malmedyer Straße 2, 53937 Schleiden. Der Eintritt zur Lesung kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf unter www.ticket-regional.de.

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sie veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Zuletzt erschienen ihre Romane „Schnell, dein Leben“ (2016) und „Eine gewöhnliche Familie“ (2018).

Ihr neuer Roman „Roman d’amour“ ist ein fein gesponnener Ehebruchroman, voller Lebenserfahrung und Weisheit. Er erzählt vom Duell zweier Frauen und der Frage, was Liebe darf und was nicht. Unmerklich fließen die Geschichten zweier Frauen ineinander, die nichts miteinander zu tun haben sollen und doch viel gemein haben. Die Lesung wird vom Saxofonisten Heribert Leuchter aus Aachen mit eigens für den Roman komponierten Stücken begleitet.

Journalistin Daniela Strigl lobt Sylvie Schenk und „Roman d’amour“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (4. August 2021): „Mit Raffinement und Tiefgang beleuchtet Schenk die drei Dimensionen, in denen Charlotte sich als Liebende bewegt: das Erlebte, die Erinnerung an das Erlebte und das Fantasierte. Souverän spielt die Autorin mit den Grenzen zwischen diesen Sphären, aber auch mit den Gesetzen des Genres und gewinnt dem Geplänkel der beiden Frauen manch witzige Einsicht ab.“

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Engagement-Bericht 2020 – Genossenschaftliche FinanzGruppe setzt auf Nähe und nachhaltige Förderung

Region/Berlin – Großes gesellschaftliches Engagement und der Einsatz für die Belange der Menschen vor Ort spielten auch im Jahr 2020 für die Genossenschaftsbanken in Deutschland eine zentrale Rolle. Die vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in einer Umfrage unter seinen Mitgliedsinstituten ermittelten Engagementzahlen der genossenschaftlichen FinanzGruppe bewegten sich auch im Coronajahr 2020 auf einem sehr hohen Niveau – und dies trotz weitreichender pandemiebedingter Einschränkungen des öffentlichen Lebens und zahlreicher zusätzlichen Belastungen.

154 Millionen Euro ließen die Genossenschaftsbanken im Jahr 2020 den Menschen in Deutschland an finanziellen Zuwendungen (Spenden, Sponsoring, Stiftungserträge) zukommen. Das Stiftungsvolumen wuchs moderat weiter und umfasst nun rund 350 Millionen Euro.

Regionalität, Nähe und Nachhaltigkeit sind dabei laut Umfrage die zentralen Motive für das gesellschaftliche Engagement der 814 Institute. Insbesondere Kindern und Jugendlichen kommt das Engagement zugute.

„Die Engagementzahlen 2020, aber auch die schnelle und spontane Hilfe vieler Institute in der Coronazeit und im Zuge der jüngsten Flutkatastrophe zeigen: Auf die Genossenschaftsbanken ist Verlass. Füreinander einzustehen und miteinander für gesellschaftliche Belange aktiv zu werden, gehören ganz fest zum Denken und Handeln unserer Institute“, kommentiert Marija Kolak, Präsidentin des BVR, die Ergebnisse.

Wie sehr direkte, schnelle Hilfe zum Selbstverständnis der Genossenschaftsbanken in Deutschland zählt, zeigte jüngst ihr gemeinsamer Einsatz für die Opfer der Flutkatastrophe. Viele Institute starteten Spendenaktionen über die genossenschaftliche Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ zur Unterstützung der von der Flut betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen. Von Mitte Juli bis Mitte August 2021 kamen so rund 4,3 Millionen Euro zusammen. Parallel stellten die Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit der DZ BANK-Gruppe dem Technischen Hilfswerk (THW) 1,25 Millionen Euro als nationale Soforthilfe zur Verfügung. Der „Genossenschaftsverband – Verband der Regionen“ startete zudem über seine Genossenschaftsstiftung eine bundesweite Spendenaktion.

Auch in den Coronajahren 2020/21 zeigten Genossenschaftsbanken, dass man auf sie zählen kann. Privatpersonen halfen sie unmittelbar und direkt, Firmenkunden unterstützten sie schnell und unbürokratisch mit passgenauen Finanzierungslösungen. Bis Ende Juni 2021 wurden bei den Genossenschaftsbanken mehr als 58.000 Corona-Förderkredite der KfW und Landesförderinstitute mit einem Antragsvolumen von 11,5 Milliarden Euro beantragt.

Zahlen, Reportagen, Beispiele: Im Engagementbericht 2020 Alle Zahlen der im Frühjahr 2021 unter Mitgliedsinstituten des BVR durchgeführten Umfrage bilden die Grundlage des Berichts über das gesellschaftliche Engagement 2020 der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Der Bericht liefert vielfältige Eindrücke, wie sich Volksbanken und Raiffeisenbanken für die Menschen ihrer Region einsetzen: nah und nachhaltig. Er steht auf dem zentralen Engagementportal www.vielefuerviele.de sowie unter www.bvr.de/Publikationen/Gesellschaftliches_Engagement online zur Verfügung.

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Aachener Impfzentrum am Tivoli ab 01. Oktober geschlossen – Impfungen nur noch heute möglich

Aachen – Im Impfzentrum am Tivoli sind Impfungen noch bis einschließlich dem heutigen Donnerstag (30.09.2021) ohne Termin möglich. Das Impfzentrum ist von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Impfwillige ohne Termin werden bis 19 Uhr angenommen. Wer lieber einen Termin buchen möchte, kann das weiterhin online über www.116117.de  sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer (0800) 116 117 01 machen. Es gilt die freie Wahl des Impfzentrums in NRW.

BioNTech für alle ab 12 Jahren

Das Impfzentren bietet für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine Impfung mit BioNTech an. Dazu ist bei 12- bis 15-Jährigen die Einwilligung eines Elternteils notwendig. Auch in den Impfbussen werden die Impfungen für Kinder ab 12 Jahren angeboten. Ab 16 Jahren können Jugendliche auch ohne Einwilligung der Eltern geimpft werden.

Keine „Booster-Impfungen“ im Impfzentrum möglich

Niedergelassene Ärzt*innen oder Betriebsärzt*innen können frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie eine Auffrischungsimpfung verabreichen. Diese sogenannten „Boosterimpfungen“ werden allerdings nicht im Impfzentrum angeboten.

Impfbusse fahren nach Schließung des Impfzentrums weiter

Impfbusse bieten auch nach dem 30. September aufsuchende Impfungen ohne vorherige Terminabsprache an. Der Impfstoff kann frei gewählt werden. Es sind Erst- und Zweitimpfungen möglich. Der Fahrplan ist unter https://www.staedteregion-aachen.de/impfbus zu finden. Dieser wird laufend aktualisiert.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein veröffentlicht aktuelle Zahlen zum Stand der Corona-Schutzimpfungen. Bis zum 27. September haben ungefähr 401.300 Menschen in der StädteRegion Aachen eine Erstimpfung erhalten. Rund 360.500 wurden bereits zweimal geimpft. Weitere Informationen findet man unter: https://coronaimpfung.nrw/

Bürgertests

Alle aktiven Testzentren und den Fahrplan der Schnelltest-Busse findet man unter der Kurzadresse www.staedteregion-aachen.de/schnelltest. Eine kartografische Übersicht findet man zudem unter https://testen-in-aachen.de/. Bürgertests dürfen nur von asymptomatischen Personen in Anspruch genommen werden.

Gemeinsames Abstrichzentrum (GAZ)

Das GAZ ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Alle Infos zum GAZ gibt es unter: https://www.staedteregion-aachen.de/gaz

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Freifahrt-Angebot mit Eifel e-Bikes verlängert

Euskirchen – Der Kreis Euskirchen, RVK und nextbike verlängern die Möglichkeit für bis zu 60-minütige Freifahrten mit den neuen Leih-Pedelecs des Eifel e-Bikes. Die im August gestartete Aktion im Rahmen der Fluthilfe war zunächst befristet bis zum heutigen 30. September und wird nun auf Grund der positiven Resonanz der Betroffenen bis 31.12.2021 verlängert.

Die Pedelecs des neuen 24/7-verfügbaren E-Bike-Verleihsystems Eifel e-Bike im Kreis Euskirchen werden auch weiterhin – bis Ende des Jahres 2021 – für beliebig viele Fahrten mit einer Dauer von bis zu 60 Minuten allen Nutzerinnen und Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt.

Landrat Markus Ramers: „Die Folgen der Flut von Mitte Juli führen nach wie vor zu erheblichen Beeinträchtigungen im Kreis Euskirchen – gerade auch im Verkehrsbereich. Dadurch, dass wir die kreisweit verfügbaren Eifel e-Bikes auch weiterhin bis zu einer Stunde pro Fahrt kostenlos anbieten, können wir hier zumindest eine kleine Kompensation für unsere Bürgerinnen und Bürger leisten.“

Das Eifel e-Bike ist im Kreis Euskirchen an folgenden fest installierten Stationen ausleihbar, wobei die Rückgabe an jeder beliebigen anderen Station erfolgen kann:

  • Bad Münstereifel, Bahnhof
  • Blankenheim Wald, Bahnhof
  • Dahlem, Bahnhof
  • Euskirchen, Bahnhof
  • Euskirchen-Kuchenheim, Bahnhof
  • Hellenthal, Busbahnhof
  • Kall, Bahnhof
  • Mechernich, Bahnhof
  • Nettersheim, Bahnhof
  • Schleiden-Gemünd (Mitte)
  • Zülpich, Mühlenberg

Darüber hinaus ergänzen zahlreiche weitere virtuelle Stationen das Netz als zusätzliche Abgabe- und Entleihpunkte.

Die Freifahrt-Aktion gilt für alle Räder des Eifel e-Bikes, welche per Smartphone-App von nextbike (kostenlos verfügbar in den App-Stores), über das VRS e-Ticket oder analog per Telefon ausgeliehen werden können. Nach der bis zu 60-minütigen Frei-Fahrtzeit gilt der normale Tarif. Die Abgabe muss an einer festen oder virtuellen Station (Standorte sichtbar in der App) erfolgen. Die aktuelle Live-Verfügbarkeit der Räder (inkl. Akkuladestand) ist jederzeit in der App ersichtlich.

Das vollautomatisierte Verleihsystem wird von der nextbike GmbH im Auftrag der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) betrieben und wird vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW gefördert.

Weitere Informationen unter:

www.rvk.de/e-bike

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Moderne Technik von Westenergie senkt Kosten und schont die Umwelt

Kehrig – Umrüstung abgeschlossen – LED-Straßenlaternen erhellen die Ortsgemeinde Kehrig. Weniger Watt, mehr Klimaschutz: Im Auftrag der Kommune hat Westenergie die Umrüstung der Straßenlaternen in der Ortsgemeinde Kehrig jetzt abgeschlossen. Insgesamt haben die Dienstleister des Energieunternehmens alle 175 Straßenleuchten im Rahmen des Straßenbeleuchtungsvertrages „Licht & Service“ ausgetauscht und energieeffiziente LED-Leuchten eingebaut.

Zum Abschluss der Arbeiten kamen Stefan Ostrominski, Bürgermeister von Kehrig, und Thomas Hau, Kommunalmanager bei Westenergie, zusammen und überzeugten sich von der erfolgreichen Umsetzung der Modernisierung. „Die Erneuerung der Anlagen auf energiesparende LED-Technik ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende sowie ein garantierter Erfolgsfaktor für Energieeinsparung und Energieeffizienz“, erläuterte Stefan Ostrominski. „Wir freuen uns, dass wir durch die Umrüstung in Kehrig zukünftig Energie und Kosten einsparen.“

Das Ergebnis der Modernisierung ist in jeder Hinsicht einleuchtend: LED-Leuchten verbrauchen dank geringerer Wattzahl deutlich weniger Energie und entlasten die Umwelt. Die elektrische Leistung der Straßenbeleuchtungsanlage wird um 60 Prozent pro Jahr reduziert. So werden dank der Umrüstung in Kehrig ein jährlicher Ausstoß von rund 15 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 vermieden.

Neben dem Plus für die Umwelt rechnet sich die Sanierung für die Kommune auch finanziell. Durch die Umrüstung von 175 Straßenlaternen auf moderne Technik reduzieren sich die Stromkosten um ungefähr 60 Prozent. Dadurch spart die Ortsgemeinde Kehrig jährlich einen großen Teil ihrer Betriebskosten, die Umrüstung rechnet sich bereits nach wenigen Jahren. „Zudem sind moderne LED-Laternen energiesparend, haben eine längere Lebensdauer und sind damit auch deutlich günstiger als die zuvor verbaute Technik, die teilweise sogar aus den 70er und 80er Jahren stammte. Daher müssen die Energiefresser von gestern insbesondere der neuen Technik weichen“, so Thomas Hau von Westenergie.

Im gesamten Versorgungsgebiet engagiert sich Westenergie mit den Kommunen derzeit vielerorts als Dienstleister im Bereich der Wartung und des Betriebes von Straßenleuchten. Dabei unterstützt Westenergie die Modernisierung der Anlagen auf hochmoderne LED-Technologie mit einem Innovationszuschuss.