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Rat der Stadt Aachen beschließt Resolution gegen den Ausbau des Flughafens Lüttich

Aachen – Der Rat der Stadt Aachen hat Mitte vergangener Woche im Rahmen der Sitzung im Geschwister-Scholl-Gymnasium bei einer Stimme Enthaltung eine Resolution gegen den Ausbau des Flughafens Lüttich beschlossen und die Stadt Aachen damit beauftragt, sich gegenüber Landes- und Bundesregierung sowie den zuständigen belgischen Behören für die Positionierung des Rates einzusetzen.

Die Resolution lautet wie folgt:

„Der belgische Frachtflughafen Lüttich-Bierset gehört mit über einer Million Tonnen abgewickelter Luftfracht im Jahr 2019 zu den größten Frachtflughäfen Europas und liegt nur 45 Kilometer von der Stadt Aachen entfernt. Täglich finden schon heute ca. 140 Flugbewegungen statt. Zu Beginn dieses Jahres wurde nun bekannt, dass der Flughafen bis zum Jahr 2040 deutlich erweitert werden soll, wodurch die abgewickelte Fracht sich auf ein Volumen von 2,5 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln soll.

Durch die sich im Landeanflug befindenden Flugzeuge werden zahlreiche Menschen, die in Aachen leben, häufig großen Lärmbelastungen ausgesetzt, welche auf Dauer gesundheitsschädlich sein können. Die erforderlichen Flughöhen werden teilweise nicht eingehalten. Da der Flughafen Lüttich keinem Nachtflugverbot unterliegt, ist die Lärmbelastung besonders nachts ein sehr großes Problem.

Darüber hinaus stellt die Nähe zum AKW Tihange sowie einem geplanten Atommüll-Zwischenlager und entsprechenden Überflugrouten eine erhebliche Gefahr dar. Das AKW selbst ist nur unzureichend gegen Flugzeugabstürze gesichert. Für das geplante Atommüll-Zwischenlager gibt es bislang keine Umweltverträglichkeitsprüfung. Die geplante Betondecke (20cm) ist nicht dafür ausgelegt, Flugzeugabstürzen Stand zu halten (vgl. Zwischenlager Lumbin: 180 cm).

Der Rat der Stadt Aachen fordert daher die Landes- und Bundesregierung auf, sich im Rahmen ihrer Beteiligungsmöglichkeiten und auf diplomatischer Ebene gegen den Ausbau des Flughafens Lüttich einzusetzen.

Des Weiteren appelliert er an die belgische Regierung und die Regierung der Wallonischen Region, keine Genehmigung für die Erweiterung zu erteilen. Er bittet die zuständigen Behörden in Belgien außerdem darum, im Rahmen der neuen Umweltgenehmigung die Einrichtung eines Nachtflugverbots zu prüfen sowie die Einhaltung der Mindestflughöhen sicherzustellen.

Der Rat fordert darüber hinaus die Bundesregierung dazu auf, einen Staatsvertrag mit der belgischen Regierung zu verhandeln, welcher die Lärmbelastung auf deutschem Gebiet näher regelt, ähnlich wie dies in Salzburg und Zürich der Fall ist.“

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Smarte Region Mayen-Koblenz – Clevere Ideen sind gefragt

Region/Mayen-Koblenz – Bürger können sich ab sofort unter www.myk10.de einbringen. Was ist nötig, möglich, wichtig, um Mayen-Koblenz „smart“, das heißt durch eine intelligente Vernetzung von verschiedenen Lebensbereichen und Technologien auf Dauer zukunftsfähig, attraktiv und lebenswert zu machen? Wie können die Menschen im Landkreis besser vernetzt werden? Welche digitalen Möglichkeiten lassen sich nutzen, um analoge Herausforderungen zu lösen und unsere Zukunft intelligent zu gestalten? Diese Fragen können nur von jenen Menschen beantwortet werden, die in Mayen-Koblenz leben, arbeiten – oder sich auf anderer Ebene mit dem Landkreis verbunden fühlen. Deshalb lädt das Projektteam „Smarte Region MYK10“ alle Bürger zu einem Ideenwettbewerb ein.

Der Wettbewerb startete am Freitag, 08. Oktober. Von da an werden einen Monat lang clevere, innovative und nachhaltige Ideen gesucht, die den Alltag im Landkreis Mayen-Koblenz besser machen. Die eingereichte Idee sollte die Menschen im Landkreis in ihrem Alltag unterstützen, etwa in den folgenden Bereichen:

  1. Arbeit und Bildung: Was hilft dabei, besser zu arbeiten oder zu lernen?
  2. Versorgen: Wie können alltägliche Besorgungen besser erledigt werden?
  3. Mobilität: Wie kommt man besser von A nach B?
  4. Freizeit: Wie kann das, was den Mayen-Koblenzern Freude bereitet, intelligenter gestaltet werden?

„Die Einbindung der Menschen vor Ort ist elementarer Bestandteil des MYK10-Projekts. Die Bürger sind Experten für ihr Alltagsleben und können am besten beschreiben, wie dieses auf innovative und smarte Weise konkret verbessert werden kann. Daher möchten wir Sie mit diesem Wettbewerb explizit und herzlich dazu einladen, sich aktiv zu beteiligen und uns Ihre Ideen und Anregungen mitzuteilen“, fasst Sonja Gröntgen, Digitalisierungsbeauftragte des Landkreises, zusammen.

In diesem Ideenwettbewerb werden zunächst drei Ideen prämiert, die dann in Real-Laboren zu konkreten Lösungen weiterentwickelt und noch im Jahr 2022 umgesetzt werden. Aber auch über den Wettbewerb hinaus werden Ideen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft in der Region selbstverständlich immer willkommen geheißen. Alle Vorschläge, die eingereicht werden, landen im Ideenspeicher und werden kontinuierlich von einem Expertenteam auf Aspekte wie zum Beispiel Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit oder Mehrwert für die Region geprüft.

Ideen können über die neue Plattform www.myk10.de bis zum 8. November eingereicht werden.

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Fokus Bahn NRW: Mehr Frauen interessieren sich für Lokführerberuf

Region/Düsseldorf – Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen lockt Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus allen Branchen. Das Ministerium für Verkehr NRW teilt mit: Im nordrhein-westfälischen Nahverkehr werden bis 2025 rund 1.200 Lokführerinnen und Lokführer gebraucht. Für alle Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ist dies eine Chance auf eine zukunftssichere Perspektive in einer stark gefragten Berufsgruppe.

Das Engagement der Brancheninitiative Fokus Bahn NRW hierzu zeigt Erfolg: Bis September 2021 konnten rund 2.000 Interessierte unter anderem aus Handwerk, Handel und Gastronomie für den Beruf der Triebfahrzeugführerin und -führer gewonnen werden. Bemerkenswert ist hierbei die zunehmende Zahl von Frauen: Ihr Anteil hat sich von 7,4 auf 14 Prozent fast verdoppelt.

„Deutschland muss wieder Bahnland werden,“ so Verkehrsminister
Hendrik Wüst. „Dafür brauchen wir mehr gut ausgebildete Lokführerinnen und Lokführer. Ich habe großen Respekt vor allen Bewerberinnen und Bewerbern, die ihre Karriere auf neue Gleise setzen wollen und sich für diesen verantwortungsvollen Beruf entscheiden, der Menschen bewegt. Besonders freut mich, dass so viele Frauen Lokführerin werden wollen.“

Klar ist: Frauen und Männer sind gleichermaßen gut für den Beruf des Triebfahrzeugführers geeignet. Ein Quereinstieg als Lokführerin ist aus allen Branchen und auch nach einer längeren Aus- oder Elternzeit schnell und unkompliziert möglich. Die Vorteile des Berufs sind vielfältig. Vielfach ist Teilzeitarbeit möglich und der Beruf ist auch in Krisenzeiten sicher.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns zunehmend gelingt, Menschen in Nordrhein-Westfalen und darunter zunehmend Frauen für eine neue Perspektive bei den Bahnen zu gewinnen. Unser Anspruch ist, ihnen bestmögliche Beratung und Unterstützung bei ihrem Wechsel in die Bahnwelt zu bieten“, so Karin Paulsmeyer, Leiterin der Stabsstelle Fokus Bahn NRW im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

Als Gemeinschaftsinitiative der Bahnbranche bietet Fokus Bahn NRW Bewerberinnen und Bewerbern individuelle persönliche Beratung, digitale Livedialoge mit Lokführerinnen und Lokführern, Mentorenprogramme sowie Orientierungsangebote für Quereinsteiger in Kooperation mit Arbeitsagenturen, Jobcentern und Bildungsträgern an.

Der nächste Dialog wird am Mittwoch, den 27. Oktober 2021, ab 11.00 Uhr live auf https://www.bahnen.nrw/dialog und auf dem Twitter-Kanal @FokusBahnNRW übertragen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung digitaler Ausbildungsangebote, die Bewerberinnen und Bewerbern unabhängig von ihrem Wohnort einen flexiblen Einstieg in den Beruf ermöglichen. Zudem gibt es aktuell spezielle Integrations- und Ausbildungsprogramme von Fokus Bahn NRW für neu Zugewanderte, die den Lokführer-Beruf ergreifen wollen.

Hintergrund

Das Programm Fokus Bahn NRW ist eine Gemeinschaftsinitiative der Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Rheinland (NVR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie der elf Nahverkehrsbahnen in Nordrhein-Westfalen. Die Federführung liegt beim Landesverkehrsministerium. Ziel ist, die Situation im Schienenpersonennahverkehr zu verbessern.

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„Mechernich als Herz der Nordeifel“

Mechernich – Stadtrat spricht sich mit großer Mehrheit für das Konzept der Innenstadtentwicklung aus – Antrag auf Förderung wurde am 30. September bei der Bezirksregierung eingereicht – „Die Stadtmitte hat eine Chance verdient“ – Die neue Mitte soll attraktiver werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten – Fahrplan bis 2029 für „Schritt-für-Schritt“-Umsetzung der Maßnahmen.

Der Marktplatz soll aus seinem Schattendasein, das er bislang fristet, herausgeholt werden. Erster Beigeordneter Thomas Hambach und Stadtentwickler Christian Habrich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt heißt es abwarten, ob die Förderung für die Innenstadtentwicklung bewilligt wird. Am 30. September ist der Antrag auf Förderung von der Stadt Mechernich bei der Bezirksregierung eingereicht worden.

„Die Stadtmitte hat eine Chance verdient“, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zu den Ratsvertretern, die sich danach mit überwiegender Mehrheit für das erste Rahmenkonzept aussprachen.

Bereits vor über einem Jahr war das Konzept erstmals mit seinem Handlungsfelder, Leitsätzen und Visionen für die Innenstadtentwicklung aufgestellt worden, nachdem Bürger und Gewerbetreibende ihre Wünsche und Ideen hatten mit einbringen können. Eingeflossen war auch die Bestandssituation mit Verkehrsnetz, Parksituation, Grün- und Freiräume. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde das Konzept dann noch weiter verbessert.

Neuer Bereich

Bislang lagen vor allem drei Bereiche im Fokus: Die „Neue Stadtmitte“ mit dem Rathaus, Bleiberg- und Marktplatz, im östlichen Stadtteil das Schulzentrum und im Westen der Bahnhof mitsamt der historischen Arbeitersiedlung. Inzwischen wurde das Konzept um einen nördlichen Teil erweitert und damit auch das Krankenhaus integriert in die Gesamtbetrachtung. „Der Gesundheitsstandort hat schließlich eine große Bedeutung für die Stadt und Region“, konstatierte Dr. Eric Suder vom Fachplanungsbüro „MWM“ aus Aachen.

Er erläuterte in der Ratssitzung nochmal überblicksartig das Gesamtkonzept, vor allem die Ansätze und Ideen, wie sich Mechernich entwickeln sollte. Wert werde vor allem gelegt auf die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Barrierefreiheit, Stärkung des Rad- und Fußverkehrs und nicht zuletzt auch eine Neuordnung der Marktmöglichkeiten. Letztlich soll eine neue kompakte attraktive Stadtmitte gestaltet werden, mit optimierter Erreichbarkeit, mehr Grün, besserer Vernetzung der Bereiche untereinander, in der ebenso ein generationenübergreifendes Kultur-, Gesundheits- und Bildungszentrum im neuen Oktogon eine wichtige Funktion übernimmt.

„Flickenteppich überwinden“

„Mechernich Herz der Nordeifel“ als Zukunftsanspruch, zitierte Bernd Niedermeier, ebenfalls MWM, die Vision. Dafür müsse man auch „den baulichen Flickenteppich überwinden und endlich ein zusammenhängendes Zentrum schaffen“. Eine Schlüsselrolle komme dem Takko-Rewe-Getränke-Gebäude zu, das abgerissen werden soll. „Von dem Impuls erwarten wir uns, dass der auch ausstrahlt und eine langfristige strategisch gesteuerte Stadtentwicklung in dem ganzen Bereich auslöst“, so der MWM-Fachplaner weiter.

Vor allem aber will man weg von der „Hinterhofsituation“. Der Markt soll aus seiner Abgeschiedenheit („als unbelebter, verschatteter Platz“) herausgeholt werden und damit eine großzügige Nord-Süd-Achse öffnen. „Wir bekommen damit vom Gartenplatz bis runter zur Bahnstraße eine neue Platzsituation, die bespielt werden kann. Die für Märkte und Veranstaltungen dienen kann, aber auch im Alltag durch Außengastronomie und entsprechende Nutzungen, Dienstleistungen und Ladenlokale belebt werden kann“, sagte Niedermeier: „Um das zu erreichen, müssen wir uns auch Gedanken machen, wie wir den Verkehr leiten und was das Thema Erreichbarkeit angeht.“ Im Kern der Stadt ist eine Tiefgarage mit aktuell 113 Stellplätzen im Konzept vorgesehen, 28 Parkplätze bleiben auf dem Bleibergplatz.

„Das alles ist natürlich eine Grobkonzeption und muss im Weiteren erst konkreter ausgearbeitet werden. Aber wir wollen heute aufzeigen, was möglich ist und was hier die neue Mitte bieten kann“, so Niedermeier.

Start mit Florianstraße

Läuft alles nach Plan könnte das Konzept Schritt für Schritt bis 2029 umgesetzt werden. Als erstes stünde dann 2022 die Umgestaltung der Florianstraße an, die als Fußgängererschließung für den zentralen Bereich aufgehübscht werden soll.

Die Planer rechnen mit Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro für die Baumaßnahmen in der Mechernicher Innenstadt. Wenn der Antrag bewilligt wird, stellt das Land 60 Prozent zur Verfügung. Abhängig ist man aber natürlich auch von privaten Investoren.

„Wir sollten die Chance nutzen“, sprach sich Dr. Hans-Peter Schick klar dafür aus. Hinter den einzelnen Maßnahmen stecke ein enormes dynamisches Potenzial für eine weiterhin lebendige Stadtmitte.

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Kreisverwaltung Ahrweiler benötigt aufgrund der Flutfolgen personelle Unterstützung

Ahrweiler – Fachpersonal für Wiederaufbau und Bewältigung der Flutfolgen gesucht. Aufgrund der Flutfolgen benötigt die Kreisverwaltung Ahrweiler aktuell, aber vor allem in Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen des Wiederaufbaus in den nächsten Jahren umfangreiche Unterstützung durch Fachpersonal. Über den entsprechenden Personal-Mehrbedarf wurde der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert.

Eine Abfrage innerhalb der einzelnen Abteilungen der Verwaltung hat ergeben, dass zusätzlich 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt werden, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Hierzu zählen unter anderem der Wiederaufbau der sieben Kreisschulen, der Kreisstraßen und die fachliche und koordinierende Begleitung des gesamten Wiederaufbaus der staatlichen und kommunalen Infrastruktur sowie der privaten und gewerblichen Gebäude.

Darüber hinaus ist die Kreisverwaltung unter anderem intensiv in Fragen der Landes- und Bauleitplanung eingebunden und muss zusätzlich erforderliche wasser- und umweltrechtliche Verfahren sowie eine Vielzahl an Baugenehmigungsanträgen betreuen. Eine weitere große Herausforderung stellt zudem die Bewältigung der sozialen Folgen der Flutkatastrophe dar. Diese umfangreichen Aufgaben sind mit dem derzeit vorhandenen Personal nicht zu bewältigen.

In den vergangenen Wochen hat die Verwaltung bereits unterschiedliche Initiativen ergriffen, um die personellen Mehrbedarfe zu decken. Umgehend nach der Flutkatastrophe wurden die umliegenden Kreis- und Stadtverwaltungen im Rahmen der Amtshilfe um personelle Unterstützung gebeten. Dieser Bitte waren die benachbarten Kommunalverwaltungen dankenswerterweise nachgekommen und stellten Personal für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. Außerdem konnte die Betreuung verschiedener Hotlines ausgelagert werden. Dringend benötigte Stellen wurden zudem ausgeschrieben.

Zusätzlich hierzu wurde auch auf Landes- und Bundesebene um personelle Unterstützung gebeten. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation hat bereits angeboten, Beamtinnen und Beamte ab dem 55. Lebensjahr im Rahmen des sogenannten „engagierten Ruhestandes“ zur Verfügung zu stellen. Ihr Einsatz ist in Form eines Bundesfreiwilligendienstes für einen Zeitraum von sechs bis 18 Monaten geplant. Ab wann die Unterstützung von dort erfolgen kann, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar. Des Weiteren teilte Staatssekretärin Nicole Steingaß mit, dass sie ebenfalls ein entsprechendes Amtshilfeersuchen an das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gestellt habe.

Informationen zu Stellenausschreibungen sowie die Möglichkeit, sich zu bewerben, gibt es online unter https://kreis-ahrweiler.de > Menü > „Verwaltung“ „Ausbildung & Beruf“ > „Stellenausschreibung“.

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Gaszähler aus dem Flutgebiet ans Haus der Geschichte übergeben

Bad Neuenahr/Bonn – Objekt steht stellvertretend für die Zerstörung der Infrastruktur im Ahrtal. Der Raum atmet förmlich Geschichte: Im Untergeschoss des Hauses der Geschichte in Bonn befindet sich so etwas wie das Gedächtnis der Republik. In meterlangen, schmucklosen Regalen findet sich alles, was die Nation einmal bewegte: der braune Lederfußball aus dem WM-Endspiel 1966 zwischen Deutschland und England, die beschlagnahmten Nagelbalken, mit denen militante Demonstranten ein Abholzen des Hambacher Forstes zugunsten des Braunkohletagebaus verhindern wollten – und neuerdings auch ein Gaszähler aus dem Flutgebiet im Ahrtal.

Die Flutkatastrophe, die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu massiven Schäden und etlichen Todesfällen geführt hat, ist ein Ereignis historischen Ausmaßes. Kein Wunder, dass sich auch die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland dafür interessiert und bereits damit begonnen hat, geeignete Exponate zu sammeln. Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) hat der Stiftung jetzt ein Objekt übergeben, das sinnbildlich für die Zerstörung der Infrastruktur im Ahrtal steht: Pressesprecher Marcelo Peerenboom überreichte Sammlungsdirektor Dr. Dietmar Preißler einen Gaszähler, der vor wenigen Wochen aus einem überfluteten Gebäude ausgebaut wurde.

Die Hochwasserspuren sind dem Zähler deutlich anzusehen: Der bräunliche Belag, der sich auf dem grauen Gaszähler abgesetzt hat, ist ein Zeichen dafür, dass auch er am 15. Juli unter Wasser stand. „Die Zähler aus den überfluteten Gebäuden mussten wir in den Wochen nach der Hochwasserkatastrophe nach und nach ausbauen“, erläutert Marcelo Peerenboom. Erst nach Wiederinbetriebnahme des jeweiligen Netzanschlusses und einer neuen Heizungsanlage werden neue Zähler eingesetzt. „Auch der Zähler, den wir nun dem Haus der Geschichte überlassen haben, ist zu dem Zeitpunkt stehen geblieben, als das Erdgasnetz durch die zerstörerische Kraft der Flut förmlich zerfetzt wurde“, berichtet der evm-Sprecher. Anhand der Zählernummer lässt sich exakt rekonstruieren, aus welchem Objekt das Gerät ausgebaut wurde. Für Dr. Dietmar Preißler und sein Team sind dies wichtige Daten, die für eine einwandfreie Dokumentation notwendig sind. Sie wissen nun, dass der Zähler einmal in einem Gebäude an der Oberhutstraße im Stadtteil Ahrweiler hing.

Der Sammlungsdirektor der Bundestiftung zeigte sich dankbar, dass ihm die evm den Gaszähler angeboten hat: „Dieses Objekt dokumentiert in aussagekräftiger Weise einen wichtigen Aspekt der Flutkatastrophe“, erklärt Preißler. Ihm ist es ein Anliegen, Gegenstände und Dokumente zu finden, die das Hochwasser von Mitte Juli 2021 dokumentieren. Unter anderem hat bereits ein Weinfass aus dem Ahrtal Eingang in das Museumsdepot gefunden. Die umfangreiche Sammlung des Hauses der Geschichte mit mehr als einer Million Objekte bildet so etwas wie das nationale Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu zählen nun auch Gegenstände wie der Gaszähler, die die Flutkatastrophe illustrieren. Experten der Stiftung werden in den nächsten Tagen das Objekt fachgerecht konservieren, sodass auch die getrocknete Schlammschicht auf dem Zähler dauerhaft erhalten bleibt. Außerdem werden professionelle Fotos erstellt, sodass das Objekt mitsamt allen wichtigen Informationen künftig in der Datenbank der Sammlung jederzeit auffindbar ist.

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Gegen unerwünschten Katzen-Nachwuchs: Kastrations-Aktion im Kreis Düren vom 11. Oktober bis 07. November

Düren – Bereits zum 14. Mal findet im Kreis Düren die Kastrationsaktion für Kater und Katzen vom 11. Oktober bis zum 7. November statt. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Düren e.V. ruft der Kreis Düren private Halter dazu auf, ihre Freigänger unfruchtbar zu machen. Laut Katzenschutzverordnung des Kreises Düren müssen Katzen und Kater, die im Kreisgebiet leben, mit einem Mikrochip gekennzeichnet, registriert und kastriert sein.

„Wir wollen das Katzenelend eindämmen. Dazu muss die unkontrollierte Vermehrung der Tiere verhindert werden. Die Kastrationsaktion leistet hierzu einen wertvollen Beitrag“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Wer sein Tier während der Aktionswoche bei einem der teilnehmenden Tierärzte kastrieren lässt, erhält den bei der OP eingesetzten Mikrotransponder gratis dazu. Er ist zur eindeutigen Kennzeichnung des Tieres erforderlich. Zudem kann das Tier kostenfrei im Haustierregister FINDEFIX registriert werden. Halter mit geringem Einkommen können bei bestimmten Voraussetzungen auch eine finanzielle Unterstützung für die Kastration bekommen.

Auch Jürgen Plinz, Vorsitzender des Tierschutzvereins für den Kreis Düren, appelliert, diese Aktionswoche zu nutzen. Im vereinseigenen Tierheim erlebt er oft das traurige Schicksal unerwünschten Nachwuchses. „Die Tiere werden bei uns abgegeben oder von Tierfreunden oder unseren ehrenamtlichen Einfangteams auf der Straße gefunden, wo sie von ihren Haltern wahrscheinlich ausgesetzt wurden“, sagt er. Katzen die unentdeckt blieben, erwarte auf der Straße ein Leben in Hunger und Krankheit.

Neben dem Kreis Düren und dem Tierschutzverein beteiligen sich Tierschutzorganisationen und zahlreiche Tierärzte an der Kastrationsaktion. Weitere Infos (auch zu den teilnehmenden Tierärzten) gibt es unter www.katzenkastration-dueren.de.

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Hans Assmann bleibt Obermeister – Innung Sanitär-Heizung-Klimatechnik Bernkastel-Wittlich hat gewählt

Platten/Prüm – Zur Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Innung Sanitär-Heizung-Klimatechnik (SHK) Bernkastel-Wittlich Ende September auf dem Weingut Görgen in Platten. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Neuwahl des Vorstandes. Die Mitglieder wählten dabei den

Wittlicher Hans Assmann zum fünften Mal in Folge zum Obermeister. Sein Stellvertreter bleibt Christoph Binzen aus Altrich. Als Lehrlingswart wurde Jörg Lörsch aus Lieser ebenso wie sein Stellvertreter Rudolf Müller aus Traben-Trarbach von den Mitgliedern wiedergewählt. Als Beisitzer weiterhin im Vorstand sind Udo Beucher, Bernd Franzen, Claudia Hayer-Neuhaus, Kai-Uwe Schühlein und Martin Thomas. Neu als Beisitzer wurden Andre Lörsch, zuvor Kassenprüfer, und Moritz Müller in den Vorstand gewählt. Als Kassenprüfer wird sich zukünftig Dirk Schuh verantwortlich zeichnen.

Lehrlingswart Jörg Lörsch gab der Versammlung einen Rückblick auf die vergangenen Gesellenprüfungen für Anlagenmechaniker SHK-Handwerk und berichtete über die aktuelle Ausbildungssituation. „Erfreulicherweise steigen die Ausbildungszahlen wieder leicht an“, vermeldete Lörsch. „Das Handwerk ist mehr gebraucht denn je. Fachkräfte entstehen nur durch verstärkte Ausbildung“, so der Geschäftsführer der Innung, Dirk Kleis. Oberstudiendirektor Gregor Magnus Jahn von der Berufsbildenden Schule für Technologie und Umwelt Wittlich regte an, das Thema Azubi-Ticket nochmal verstärkt von der Politik zu fordern. Hierzu hatte sich auch die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR) als Geschäftsstelle der Innungen bereits in der Vergangenheit gegenüber der Landespolitik stark gemacht und die Notwendigkeit der Einführung eines vergünstigten Azubitickets gefordert. In manchen Bundesländern zahlen Auszubildende lediglich 365 Euro für ein gesamtes Jahr, um die Wege zu Berufsschulen und Ausbildungsstätten zurück zu legen. In Rheinland-Pfalz gibt es bislang kein adäquates Angebot für die Auszubildenden, die am Tag teilweise hundert Kilometer und mehr Wegstrecke haben.

Ein weiterer Punkt der Jahreshauptversammlung war der Beschluss der Förderung zum Erwerb der Führerscheinlasse E und höher C1 für Mitarbeiter und Auszubildende aus Innungsbetrieben. Die Innung wird zukünftig auf Antrag 200 Euro Förderung gewähren, damit das Fahren mit Hänger möglich ist.

Ebenso beschloss die Versammlung sich an der Fluthilfe-Spendenaktion der Kreishandwerkerschaft MEHR zu beteiligen. Die Innung wird 4000 Euro zur Verfügung stellen, damit flutgeschädigte Unternehmen finanziell unterstützt werden können.

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„Online-Knöllchen“ – Verwarnungen in Aachen direkt online einsehen und bezahlen

Aachen – Ab dem heutigen 11. Oktober können Verwarnungen im ruhenden Verkehr direkt über ein internetfähiges Endgerät eingesehen und gegebenenfalls auch online über ein Payment-Verfahren der Stadt Aachen oder im Rahmen des eigenen Online-Banking bezahlt werden. Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung ergänzt dadurch zusammen mit dem Fachbereich Personal, Organisation, E-Government und Informationstechnologie das Portfolio aller Online-Dienstleistungen und insbesondere der Ordnungswidrigkeitenverfahren der Stadt. Bislang konnte ausschließlich die Anhörung im Verfahren online erledigt werden.

Was ist neu?

Halter*innen von ordnungswidrig abgestellten Fahrzeugen wurden bislang zunächst mittels „gelben Zettel“ auf ihr Fehlverhalten hingewiesen.

Zukünftig wird sich auf den neuen weißen Zetteln ein individueller QR-Code befinden, über den man mittels Endgerät umgehend über Grund und finanzielle Höhe der Verwarnung informiert wird. Dieser QR-Code ist fünf Tage gültig. Nach dieser Zeit läuft die Gültigkeit ab und der Zugriff wird verweigert.

Über den QR-Code landet man auf der Internetseite www.aachen.de/parkverstoss und kann nach Eingabe des KFZ-Kennzeichens die einzelnen Daten einsehen. Diese Internetseite kann auch direkt aufgerufen werden.

Zum Bezahlen stehen verschiedene Bezahldienste zur Verfügung. Für die Halter*innen hat das online Bezahlverfahren den Vorteil, dass sämtliche Schritte in einem Verfahrensablauf erledigt werden können und beispielsweise keine gesonderte Eingabe der IBAN, des Verwendungszweckes oder des Geldbetrages erforderlich ist und die Halter*innen kein gesondertes Schreiben erhalten. Auf Seiten der Stadt wird der Haushalt durch den Wegfall von Papier-, Druck- und Portokosten entlastet und zudem ein Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz geleistet.

Halter*innen, die die Möglichkeit des „Online-Knöllchens“ nicht innerhalb von fünf Tage nutzen, werden auch in Zukunft nach ca. sieben Tagen über das Vergehen und das festgestellte Verwarngeld per Post informiert.

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Schnelles Internet für Niederzissen – Anwohner erhalten Angebot für kostenlosen Hausanschluss

Niederzissen – Westenergie startet Vorvermarktung für Glasfaserausbau ab dem November 2021. Gute Neuigkeiten für Anwohner in Niederzissen: Gemeinsam mit Westenergie Breitband plant die Ortsgemeinde Niederzissen den Ausbau eines Glasfasernetzes für superschnelles Internet.

Hierzu startet Westenergie am 1. November 2021 die Vorvermarktung für den ersten Bauabschnitt in folgenden Straßen: Amselweg, Arweg, Auf Koisdorf, Fasanenweg, Finkenweg, Friedhofstraße, Heubachtal, Kapellenstraße, Hinter den Zäunen, Im Joch, Lerchenweg und Zehnthofstraße. Bei Erreichen einer Vorvermarktungsquote von 40 Prozent wird der Netzbetreiber ein Glasfasernetz in FTTH-Bauweise (FTTH = Fiber to the Home) ausbauen.

„Mit diesem Ausbau sind die Anwohner zukunftssicher aufgestellt, denn die Glasfaserkabel werden direkt bis in die Gebäude verlegt. Jedes Haus im Ausbaubereich erhält seinen eigenen Glasfaseranschluss. Übertragungsraten von 1.000 Megabit stellen dann kein Problem mehr dar, für Gewerbe und Industrie sind spezielle Übertragungsraten im Gigabitbereich möglich“, erläutert Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie.

Vom 1. November bis einschließlich 31. Dezember 2021 wird der Westenergie Vertriebspartner DSL-Eifel, unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln auf die Haushalte zukommen, um mit Ihnen bei Interesse über Ihr persönliches Angebot zu sprechen. Zudem lädt die Ortsgemeinde Niederzissen gemeinsam mit Westenergie alle Anwohner zu einer Informationsveranstaltung am
2. November 2021 um 19.30 Uhr in der Bausenberghalle (Horststraße 3) ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung informiert das Energieunternehmen detailliert zum geplanten Glasfaserausbau.

„Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch die Bürgerinnen und Bürger in Niederzissen die Möglichkeit erhalten, durch einen Glasfaseranschluss direkt bis ins Haus von einer schnellen und stabilen Internetverbindung profitieren zu können. Ich hoffe, dass viele Anwohner das attraktive Angebot eines kostenloses Hausanschlusses im Rahmen der Vorvermarktung nutzen werden“, erklärt Rolf Hans, Ortsbürgermeister von Niederzissen.

Alle Anwohner im Ausbaugebiet von Niederzissen, die einen E.ON-Highspeed Telefonie-/ Internetdienst im Rahmen der Vorvermarktung abschließen, erhalten den Glasfaseranschluss kostenlos. Dieses Angebot wird bis zum 31. Dezember 2021 aufrecht erhalten. Auskünfte über die Angebote erhalten Sie bereits jetzt telefonisch beim Westenergie Vertriebspartner DSL-Eifel unter der Rufnummer 02632-4969205. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.eon-highspeed.com