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Bald ist Nikolausabend da…

Mechernich-Antweiler – Heribert Winter aus Antweiler freut sich auf Nikolausbesuche – Nikolaus soll nicht tadeln, sondern mit Kindern ins Gespräch kommen – Spende für den guten Zweck. Weit breitet er die Arme aus, damit die Kinder unter seinen roten Mantel kommen können, wo sie sich beschützt und geborgen fühlen – so wie der Heilige Nikolaus von Myra vor rund 1700 Jahren Kinder und Notleidende in Schutz nahm. Mit seiner goldbestickten Mitra (der Bischofsmütze), dem weißen Rauschbart und dem geschwungenen Bischofsstab scheint er einem weihnachtlichen Bilderbuch entsprungen. Dabei steht er in einem Garten in Antweiler und freut sich auf seine Besuche zum Nikolausfest bei den Kindern.

Heribert Winter aus Antweiler möchte mit den Kindern über die guten Taten des Heiligen Nikolaus ins Gespräch kommen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Heribert Winter ist 77 Jahre alt. Er erinnert sich noch gut, wie der Nikolaus ihn in seiner Kindheit besuchte – begleitet von Hans Muff, einem dunklen Gesellen mit Rute. „Das habe ich nicht in guter Erinnerung behalten. Deshalb ist es mir wichtig, dass der Nikolaus die Kinder nicht tadelt, sondern mit ihnen ins Gespräch kommt – ihnen erzählt, was der Heilige Nikolaus getan hat, und warum er heute so beliebt ist.“

Schutzpatron der Kinder

So ist überliefert, dass der spätere Bischof Nikolaus von Myra als junger Mann von nur etwa 16 Jahren seine Eltern verlor. Den Reichtum, den er von ihnen erbte, teilte er mit notleidenden Menschen. „Der Nikolaus hat beispielsweise auch Kinder ohne Obdach eingeladen, bei ihm zu wohnen“, erzählt Heribert Winter. Heute ist der Nikolaus deshalb auch Schutzpatron der Kinder.

Vor rund 50 Jahren legte Heribert Winter, gebürtig aus Euskirchen-Kuchenheim, zum ersten Mal das Nikolausgewand an. Das war im Rahmen der katholischen Jugend, die ihre Heimat in der dortigen Pfarrkirche St. Nikolaus hatte. Noch heute schmückt ein Bild des Kirchenfensters, welches den Heiligen Nikolaus darstellt, sein goldenes Buch, in dem die guten und weniger guten Taten der Kinder aufgelistet sind.

In seiner Wahlheimat Antweiler dauerte es schließlich nicht lange, bis man ihn bat, auch dort den Chormantel, die Mitra und den Bischofsstab zu tragen und zu den Kindern zu gehen. „Das war vor etwa 35 Jahren. Unser Pastor in Antweiler war sehr spontan, der fragte mich zwei Tage vor Nikolaus, ob ich in der Kirche – vor den Augen der Kinder – das Nikolauskostüm anziehen könnte, während er die Bedeutung der einzelnen Attribute erklärte. Ich war zwar erst skeptisch, aber als ich alles angelegt hatte, war ich für die Kinder tatsächlich nicht mehr Herr Winter sondern der Nikolaus.“

Nicht dazu da, die Kinder zu erziehen

In den vergangenen Jahrzehnten habe sich bei den Nikolausbesuchen einiges verändert. Zum einen sei die Nachfrage immer mehr gestiegen. Zum anderen hätten sich die Listen für das goldene Buch geändert, sodass heute viele positive Eigenschaften der Kinder gegenüber den „Problemen“ überwiegen würden. Winter: „Der Nikolaus ist nicht dazu da, um die Kinder zu erziehen. Er soll ihnen Freude machen.“ Allerdings gebe es wohl eine weitverbreitete „Kinderkrankheit“, erzählt er mit einem Augenzwinkern: „Ganz viele Kinder, die ich besuche, können scheinbar nicht hören…“

Inzwischen hat der 77-Jährige jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit viel zu tun. In diesem Jahr stehen fast 15 Familien auf seiner Liste, außerdem besucht er vier Kindergärten sowie die Flüchtlingshilfe und die Begegnungsstätte „Café Insel“ der Caritas in Euskirchen. Bekannt dürfte er vielen auch aus seinen Jahren als Nikolaus im LVR-Freilichtmuseum in Kommern sein.

Mit gutem Beispiel voran

Pandemiebedingt fanden die Nikolausbesuche im vergangenen Jahr draußen statt – und auch in diesem Jahr könnte das wieder der Fall sein. „Das waren aber auch sehr schöne Begegnungen, zum Beispiel am Lagerfeuer im Garten“, so Heribert Winter. Wer jetzt schon an das Nikolausfest im kommenden Jahr nachdenkt, kann per E-Mail an Nikolaus.Antweiler@email.de Kontakt aufnehmen.

Während der 77-Jährige mit den Kindern über die guten Taten des Heiligen Nikolaus spricht, geht er selbst mit gutem Beispiel voran: „Der Nikolaus ist unbezahlbar“, antwortet er denjenigen, die ihn für seinen Besuch entlohnen möchten. Stattdessen sammelt er jedes Jahr Spenden für den guten Zweck. Dieses Jahr möchte er in Bad Münstereifel zu Weihnachten Familien in den Bereichen unterstützen, die nicht von der Fluthilfe abgedeckt sind.

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Weihnachts-Truck und Shaun das Schaf besuchen die Kupferstädter Weihnachtstage am Sonntag 5. Dezember

Stolberg – Die Kupferstädter Weihnachtstage steuern auf einen großartigen Höhepunkt zu: Am kommenden Sonntag, 05. Dezember 2021, kommt der „SchuhAHRton Weihnachtstruck“ auf den Kaiserplatz und verteilt von 14:30 Uhr bis 18 Uhr Geschenke an Kinder von 0-18 Jahren.

Jedes Kind darf sich bei den fleißigen Weihnachtshelfern aus dem Ahrtal ein Geschenk abholen. Solch tolle Ereignisse sprechen sich natürlich herum – bis zum berühmtesten Schaf Deutschlands: Shaun das Schaf ist jedenfalls ganz begeistert und begleitet die Geschenkeverteilung. Auch Shaun ist natürlich geimpft oder genesen.

Wichtiger Hinweis:

Auf den Kupferstädter Weihnachtstagen gilt weiterhin 2G und die Maskenpflicht für Menschen ab 15 Jahren! Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung dieser Maßnahmen häufig und regelmäßig. Die Nachweise sind entsprechend mitzuführen.

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Wandern und entspannen mit Yoga rund um Schalkenmehren am Montag 6. Dezember

Daun – Vergessen Sie den Alltag bei einer Erlebniswanderung in die beeindruckende Natur rund um Schalkenmehren. Landschaftsmentorin Deepti Statnik lädt Sie auf dieser Wanderung zu den Dauner Maaren und zum Dronketurm dazu ein, den Körper ganz neu wahrzunehmen und den Geist zur Ruhe zu bringen.

Spüren und genießen Sie bei kleinen, leichten Übungen aus dem Yoga die Wirkung dieser einzigartigen Landschaft und tanken Sie neue Kraft und Energie.

Termine: 6. Dezember, 13. Dezember, 20. Dezember

Uhrzeit: 10.00 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden
Preis: 10 EUR p.P.

Treffpunkt: Michels Wohlfühlhotel, Schalkenmehren, Rezeption

Anmeldung: bei Michels Wohlfühlhotel über inof@michels-wohlfühlhotel.de oder bei Deepti Statnik über deepti_statnik@yahoo.de oder 06592-9280

Teilnehmer: min. 5, max. 12

Festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung werden empfohlen.

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Beileids-Bekundung: Sportminister-Konferenz-Chef Roger Lewentz trauert um Horst Eckel

Region/Mainz – Horst Eckel ist tot. Der Vorsitzende der Sportministerkonferenz und Vorstandsvorsitzender der Fritz-Walter-Stiftung Roger Lewentz trauert um den letzten Weltmeister des „Wunder von Bern“ bei der Fußballweltmeisterschaft 1954. Eckel verstarb im Alter von 89 Jahren.

„Horst Eckel war ein ganz besonderes Vorbild des Fußballsports und ein herausragender Repräsentant des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bodenständigkeit, die Bescheidenheit und die Verlässlichkeit, die Horst Eckel zu Eigen waren, hatte er mit seinen Idolen Sepp Herberger und Fritz Walter gemein. Seine charakterliche Größe machte Horst Eckel zu einem herausragenden Vertreter des Fußballsports auch für soziale Belange über den Sport hinaus. Ich bin sehr dankbar dafür, ihm vielfach in so angenehmer Weise begegnet zu sein. Ich werde Horst Eckel, nicht nur bei der Endrunde des Fritz-Walter-Cups, bei der er seit 20 Jahren immer dabei war, sehr vermissen“, sagte Sportminister Roger Lewentz.

Horst Eckel war der jüngste Spieler der 54er Weltmeister-Mannschaft um Bundestrainer Sepp Herberger und Kapitän Fritz Walter. Dies brachte ihm den Spitznamen „Benjamin“ ein. Aufgrund seiner überragenden läuferischen Qualitäten wurde er zudem oft als Windhund bezeichnet.

Horst Eckel spielte 213 Mal für den 1. FC Kaiserslautern und wurde 1951 und 1953 Deutscher Meister. Von 1952 bis 1960 spielte Eckel 32 Mal für die Deutsche Nationalmannschaft. Neben Fritz Walter war er der einzige deutsche Spieler, der alle Spiele im Turnier komplett absolvierte. Bis zuletzt war Horst Eckel in Sachen Fußball für den guten Zweck unterwegs. Zuletzt trat er vor allem als Repräsentant der Sepp-Herberger- und Fritz-Walter-Stiftung in Erscheinung. Seit einigen Jahren hatte Horst Eckel auch eine eigene Stiftung.

Horst Eckel, der nach seiner fußballerischen Karriere Realschullehrer in Kusel war, hinterlässt seine Frau Hannelore und die Töchter Dagmar und Susanne.

„Meine Gedanken sind heute ganz besonders bei der Familie von Horst Eckel, für die der Schmerz und Verlust um ein Vielfaches größer sein muss als für Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz und ganz Fußball-Deutschland“, so Lewentz.

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Bundesakademie beweist SolidAHRität in und nach der Hochwasser-Katastrophe

Ahrweiler – BABZ unterstützt den Kreis Ahrweiler mit Einsatzfahrzeug und Räumen für die Technische Einsatzleitung und das Katastrophenschutzlager. Vor fast fünf Monaten zerstörte das verheerende Hochwasser im Westen Deutschlands ganze Landstriche an Ahr und Erft. Noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht abgeschlossen. Wohl am stärksten von den Zerstörungen der Flut betroffen ist der Landkreis Ahrweiler. Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unterstützt den Kreis mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Thomas Mitschke, Leiter der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (l.), übergibt das Einsatzfahrzeug an den Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies MdL (r.), Stephan Knieps, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr (2.v.l.), und Frank Linnarz, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur im Kreis Ahrweiler (2.v.r.). Foto: Gausmann / Kreisverwaltung Ahrweiler

BABZ stellt Technische Einsatzleitung des Kreises nach der Flut Räumlichkeiten zur Verfügung
Die BABZ liegt mitten im Ahrtal. Aufgrund ihrer erhöhten Lage oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde sie von der Flutwelle weitestgehend verschont.  Bereits direkt nach dem Hochwasser wurden die Räumlichkeiten an der Ramersbacher Straße der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Ahrweiler zur Verfügung gestellt. Die ursprüngliche Räumlichkeit der TEL im Kreishaus entsprach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso sorgte die BABZ dafür, dass unter anderem der Führungs- und Verwaltungsstab der Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) des Landes in den Räumlichkeiten an der BABZ seine Führungs- und Leitungsaufgaben wahrnehmen konnte. Auch für die nächste Zeit bleibt diese Unterstützung seitens der Akademie bestehen.

„Für mich als Bürger des Kreises  und Bevölkerungsschützer war und ist es eine Selbstverständlichkeit und zugleich eine Herzensangelegenheit, den Landkreis als unseren langjährigen Partner bei der Bewältigung dieser Krise aktiv zu unterstützen“, erklärt Thomas Mitschke, Leiter der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung, nach der Flut. Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL dankt der Akademie ausdrücklich für ihre Unterstützung: „Die BABZ ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner an unserer Seite. Dies hat sich nicht nur in dieser schrecklichen Katastrophe gezeigt. Auch beim Wiederaufbau unterstützt uns die Akademie in besonderem Maße, wie wir heute sehen können. Dafür kann ich mich im Namen aller Beteiligten nur immer wieder bedanken.“

Neben der Technischen Einsatzleitung des Kreises wurden zudem Teile der Polizeiinspektion in Ahrweiler und des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks in den Räumen der BABZ untergebracht. Die Akademie hatte außerdem rund 70 Bürgerinnen und Bürgern  aus dem Ahrtal aufgenommen und betreut, deren Häuser und Wohnungen nach dem Hochwasser nicht mehr bewohnbar oder zerstört waren.

Bund teilt kurzfristig CBRN-Fahrzeug mit dem Kreis Ahrweiler

Die BABZ und der Kreis Ahrweiler arbeiten seit Jahren eng zusammen. Seit 2015 überlässt die Akademie dem Kreis beispielsweise einen CBRN-Erkundungswagen. Das Fahrzeug ist zum Spüren, Messen und Melden radioaktiver Quellen und chemischer Gefahren sowie dem Kennzeichnen und Überwachen kontaminierter Bereiche geeignet. Der CBRN-Erkundungswagen war in den vergangenen Jahren in Altenahr stationiert und wurde im Sommer durch das Hochwasser stark beschädigt. Damit der Kreis auch weiterhin in CBRN-Lagen handlungsfähig bleibt, überlässt die BABZ ihm einen von zwei hauseigenen CBRN-Erkundungswagen, die für Schulungen vorgesehen sind. Das Fahrzeug steht dem Kreis zur Verfügung, bis neue Auslieferungen durch das BBK an die Länder erfolgen können und das Land Rheinland-Pfalz dem Kreis Ahrweiler einen neuen CBRN-Erkundungswagen aus seinem Kontingent zuweist.

Darüber hinaus unterstützt die BABZ den Kreis bei der Lagerung von Materialien aus dem kreiseigenen Katastrophenschutzlager, das durch die Hochwasserkatastrophe ebenfalls stark beschädigt worden ist.

Banner als Zeichen der langjährigen Partnerschaft

Die anhaltende Partnerschaft von Bundesakademie und Landkreis erhält mit dem heutigen Aufhängen eines Banners am Einfahrtstor der BABZ ein weiteres sichtbares Zeichen. Die Bundesakademie zeigt sich damit auch in Zukunft mit dem Kreis Ahrweiler solidAHRisch.

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Antragstellung im KfW-Sonderprogramm bis 30. April 2022 verlängert

Region/Berlin – Kredithöchstbeträge werden erneut angehoben. Angesichts der aktuellen pandemischen Lage verlängern die Bundesregierung und die KfW die Frist zur Antragstellung im KfW-Sonderprogramm bis zum 30. April 2022 und erhöhen erneut die Kreditobergrenzen. Hierdurch steht das großvolumige KfW-Sonderprogramm weiterhin Unternehmen aller Größen und Branchen zur Deckung ihres Liquiditätsbedarf zur Verfügung.

Das KfW-Sonderprogramm ist am 23. März 2020 gestartet und leistet einen enormen Beitrag zur Abfederung der Corona-Krise. Zum Stichtag 25. November 2021 wurden Zusagen an über 145.000 Unternehmen mit einem Gesamtvolumen von über 52 Mrd. Euro getätigt. Vom KfW-Sonderprogramm profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Bundesregierung hat sich auf folgende Änderungen geeinigt:

  1. Wir geben den Unternehmen zusätzliche Planungssicherheit, indem wir die Antragsfrist im KfW-Sonderprogramm, inklusive des KfW-Schnellkredits, über den 31. Dezember 2021 hinaus bis zum 30. April 2022 verlängern.
  2. Im KfW-Sonderprogramm unterstützen wir Unternehmen künftig mit deutlich höheren maximalen Kreditbeträgen für Kleinbeihilfen.
    Im KfW-Schnellkredit betragen die Kreditobergrenzen künftig
  • für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten 2,3 Mio. Euro (bisher 1,8 Mio. Euro),
  • für Unternehmen mit über zehn bis 50 Beschäftigten 1,5 Mio. Euro (bisher 1,125 Mio. Euro),
  • für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 850.000 Euro (bisher 675.000 Euro).

Die maximale Kreditobergrenze je Unternehmensgruppe von 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 wird beibehalten.

Im KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit mit Laufzeiten von mehr als sechs Jahren erhöhen wir die Kreditobergrenze von bisher 1,8 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro.

  1. Die Maßnahmen werden von der KfW zum 01. Januar 2022 umgesetzt. Mit den Verbesserungen in der KfW-Corona-Hilfe setzen Bundesregierung und KfW die Möglichkeiten um, die die EU Kommission mit der 6. Änderung des befristeten Rahmens für staatliche Beihilfen („Temporary Framework“) geschaffen hat. Das KfW-Sonderprogramm steht Unternehmen zur Verfügung, die den Vorgaben des „Temporary Framework“ entsprechend nachweislich vor Ausbruch der Corona-Krise noch nicht in Schwierigkeiten waren. Eine Finanzierung von Unternehmen in Schwierigkeiten oder ohne tragfähiges Geschäftsmodell ist ausgeschlossen.
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Kinder-Impfungen in Rheinland-Pfalz können noch in diesem Jahr starten

Region/Mainz – RLP Gesundheitsminister Clemens Hoch: Registrierungsportal ist seit dem 1. Dezember freigeschaltet. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat empfohlen, Impfungen von Kindern mit dem Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer zu ermöglichen. Mit einer Entscheidung der EU-Kommission wird in den kommenden Tagen gerechnet. Mit der Lieferung des Kinder-Impfstoffs nach Deutschland wird in der Woche vor Weihnachten gerechnet. Dann könnte noch in diesem Jahr damit begonnen werden, Kinder ab fünf Jahren gegen das Corona-Virus zu impfen.

„Das ist ein weiterer Mosaikstein in unserer Impfkampagne. Viele Eltern wollen, dass sie ihre Kinder effektiv vor dem Corona-Virus schützen können. Die Erleichterung bei den Eltern wird spürbar sein. Deshalb wollen wir ihnen unmittelbar eine Registrierungsmöglichkeit schaffen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gemeinsam mit den Kinderärzten, aber auch mit den Kommunen im Land würden Pläne erarbeitet, um noch vor dem Jahreswechsel in den Impfzentren mit besonderen Familienimpftagen die Kampagne weiter voranzubringen. Auch viele niedergelassene Ärzte und Kinderärzte werden sich aktiv am Impfgeschehen der über 5-Jährigen beteiligen. Für einen Termin bei der niedergelassenen Ärzteschaft können sich Eltern an die Arztpraxen wenden. Diejenigen, die ihr Kind in einem Impfzentrum impfen lassen wollen, können sich ab dem 1. Dezember über www.impftermin.rlp.de registrieren.

Im Moment werde das Online-Portal zur Terminregistrierung überarbeitet. „Seit dem 1. Dezember wird es wie angekündigt die Möglichkeit geben, sich schon ab vier Monaten nach der Zweitimpfung für einen Boostertermin zu registrieren. Dieser wird frühestens fünf Monate nach der Zweitimpfung möglich sein. Neben den Familienimpftagen, die wir im Rahmen der Kinderimpfungen anbieten wollen, werden wir die Möglichkeit eröffnen, Gruppenimpfungen mit bis zu fünf Personen in Impfzentren anzubieten“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. Auch dies werde den Impffortschritt beschleunigen. Die Landesregierung habe überdies allen Kommunen mit dauerhaften stationären Impfstellen angeboten, ihre Termine über die gemeinsame zentrale Vergabe zu organisieren.

Neben den reaktivierten Impfzentren ergänzen kommunale Impfangebote, 21 Krankenhausstandorte und mittlerweile zwölf Impfbusse das Impfangebot der niedergelassenen Ärzte im Land. „Die Lage bleibt ernst und hoch dynamisch. Das Infektionsgeschehen ist diffus. Gleichzeitig sind die Krankenhäuser zunehmend belastet – auch durch die Verlegungen aus anderen Bundesländern. Das Auftreten der neuen Virusvariante und die dadurch zusätzlich bestehende Unsicherheit machen eine neue Lagebeurteilung notwendig. Es ist angezeigt, weitere Schritte zu gehen, um auf die aktuelle Lage angemessen zu reagieren. Weiterhin gilt: Impfen ist der Schlüssel aus der Pandemie und es liegt an uns allen, dafür zu werben, dass möglichst alle, die dürfen, die Schutzimpfung auch wirklich annehmen“, betonten Ministerpräsidentin Dreyer und Gesundheitsminister Hoch.

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Interessante Wege für den Tourismus in der Region

Kall – Studierende der Wirtschaftsfachschule für Tourismus am Berufskolleg Eifel in Kall präsentierten ihre Großprojekte – Neuer Abschluss Bachelor Professional. Same procedure as every year? Wie jedes Jahr stellten die Studierenden der Oberstufe der Wirtschaftsfachschule mit dem Schwerpunkt Tourismus, die den Abschluss Bachelor Professional erhalten werden, auch in diesem Jahr ihre Projektergebnisse vor.

Und doch war alles anders: Die Aula des Berufskollegs Eifel kann nach der Überschwemmung immer noch nicht genutzt werden, auch wenn das Gebäude teilweise wieder in Betrieb genommen wurde. So begrüßten Schulleiter Holger Mohr, Abteilungsleiterin Brigitte Sonnenschein und Bildungsgangleiter Andreas Fuchs die Gäste und die Auftraggeber der Projekte am 17. November 2021 in einem geeigneten Saal in Vogelsang, den die Vogelsang IP der Schule zur Verfügung gestellt hatte.

Auch die drei Auftraggeber – die Gemeinde Kall, die Stadt Schleiden sowie die Stadt Bad Münstereifel – wurden ebenfalls durch die Hochwasserkatastrophe sehr stark geschädigt. Der Wiederaufbau und die Sanierung stehen aktuell im Mittelpunkt der Arbeit in den Kommunen. Trotzdem waren sie an den Ergebnissen der vor einem halben Jahr gestarteten Projekte sehr interessiert. Schließlich muss jetzt erst recht an die Zukunft gedacht werden.

Den Anfang der Veranstaltung machte das Team für die Gemeinde Kall, das die Erstellung eines Beherbergungs- und Gastronomiekonzeptes entwickelt hatte. Laura Nonnen, Lea Blindert, Alicia Schötz und Alina Illgner erläuterten, dass es wichtig sei, ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern der Umgebung zu generieren. Mit Tiny-Häusern, so die Idee der Gruppe, sollen Übernachtungsgäste nach Kall gelockt werden, wovon zudem die Gastronomiebetriebe profitieren könnten.

Auch die Stadt Schleiden möchte sich im touristischen Bereich weiterentwickeln und die Saison sowohl zeitlich als auch mit Blick auf mögliche Zielgruppen erweitern. Corinna Poensgen, Laura Klein, Lydia Sicken, Luciano Lakhal und Timo Schäfer entwickelten dafür ein Konzept zur Digitalisierung des Tourismus der Stadt. Die Maßnahme mit dem Titel „Smartes Naturerlebnis Schleiden“ beinhaltet eine App für Veranstaltung und Aktivitäten in der Stadt. Damit sollen potenzielle Besucherinnen und Besucher ganzjährig angesprochen werden.

Den Abschluss der Präsentationsreihe bildete das Team für die Stadt Bad Münstereifel. Auch hier war der Auftrag, neben den bisherigen Touristengruppen zusätzlich dort vor allem die Familien für den Ort zu gewinnen. Dazu entwickelten Nora Petersheim, Eva-Maria Pongratz, Marvin Schumacher, Mark Lühmann sowie Jean-Pierre Kaumanns die Leitbegriffe der Stadt Bad Münstereifel weiter und erschufen daraus vier Leitfiguren: „Die BAMbastischen“. Groß und Klein werden basierend auf der Idee des Storytellings von mittelalterlichen Figuren angesprochen.

Alle Beteiligten waren von den Ergebnissen und der Veranstaltung begeistert. Das Berufskolleg Eifel und insbesondere die Wirtschaftsfachschule dankt ausdrücklich dem Verein Vogelsang IP für die Möglichkeit, die Veranstaltung auf dem Gelände in Vogelsang durchzuführen. Ein herzlicher Dank geht ebenso an die Studierenden der Unterstufe, die mit Kaffee und anderen Getränken die Anwesenden versorgten. Sie werden hoffentlich im nächsten Jahr unter günstigeren Umständen an ihren Projekten arbeiten und sagen können „A little bit easier than last year!“ ( Von Verena Faltysek, Projektkoordinatorin)

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Geflügelpest: Umwelt-Ministerium warnt vor Gefahr durch „fliegende Händler“ in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Staatssekretär Dr. Bottermann: Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen können Hausgeflügelbestände effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen mussten seit der Bestätigung eines ersten Falles von Geflügelpest im Kreis Paderborn am 18.11.2021 fünf weitere Geflügelpestfälle in Hausgeflügelbeständen festgestellt werden. Davon befindet sich ein Bestand im Kreis Soest, die restlichen fünf Bestände befinden sich im Kreis Paderborn. Darüber hinaus wurde das Geflügelpestvirus zwischenzeitlich auch bei einer toten Wildgans nachgewiesen, die in der Stadt Bielefeld gefunden wurde. Die neuen Geflügelpestfälle zeigen, dass es sich um ein dynamisches Geschehen handelt, das sich weiter ausbreitet und die hiesigen Hausgeflügelbestände bedroht, regelmäßig kommen neue Verdachtsfälle hinzu. In den betroffenen Betrieben in den Kreisen Paderborn und Soest mussten zwischenzeitlich über 83.000 Tiere getötet werden (Puten, Hühner, Gänse und Enten).

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann warnt vor dem Ankauf von Geflügel von Händlern, die Tiere ohne stationäres Verkaufslokal an wechselnden Orten anbieten: „Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen können Hausgeflügelbestände effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Wer sich auf unkontrollierte Ankäufe von ‚fliegenden Händlern‘ aus dem Fahrzeug heraus einlässt, gefährdet letztlich alle Geflügelhalter.“

Die Veterinärbehörden in Nordrhein-Westfalen sind aufgefordert, in eigener Zuständigkeit zu prüfen, ob Geflügelausstellungen und -märkte zu verbieten sind. Zur Eindämmung der Tierseuche wurde in den bisher von Sperrzonen betroffenen Kreisen Paderborn, Gütersloh und Soest im gesamten Kreisgebiet die Aufstallung sämtlichen Geflügels angeordnet. Weiterhin wurden um die betroffenen Betriebe herum Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, in denen besondere Sicherheitsmaßnahmen für Geflügel haltende Betriebe gelten. Zusätzlich zu den Aufstallungspflichten in den bereits von der Hausgeflügelpest betroffenen Gebieten ist für alle Geflügelhalter wichtig, dass Tiere nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden dürfen. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand ist unverzüglich eine veterinärmedizinische Untersuchung in Auftrag zu geben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzuklären und das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht bei der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen registriert worden sein, muss dies schnellstens nachgeholt werden.

Bürgerinnen und Bürger werden darüber hinaus gebeten, Funde von verendeten wildlebenden Wasservögeln oder Greifvögeln dem Veterinäramt des jeweiligen Kreises bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt zu melden.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, kommt vor allem bei Wassergeflügel und Hühnervögeln vor. Bei intensivem Kontakt mit befallenen Tieren können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine Seuche, die nach den Tierseuchenbekämpfungsvorgaben der Europäischen Union staatlich bekämpft wird.

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SGD Nord: Sicheres Kinderspielzeug unter dem Weihnachtsbaum

Region/Mayen-Koblenz – Auch im Dezember 2021 gilt: Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Trotzdem sollen Kinderaugen an Weihnachten leuchten, und viele Eltern wollen auch nicht auf die persönliche Auswahl von Spielzeugen verzichten. Entgegen dem Trend, online zu bestellen, möchten auch viele Menschen die heimische Wirtschaft unterstützen. Doch egal, wie die Entscheidung aussieht: Damit die Freude über das Geschenk auch über Weihnachten hinaus anhält, gibt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einige Tipps zum Kauf von Spielzeug, denn im nördlichen Rheinland-Pfalz ist sie für die Marktüberwachung zuständig.

Von Spielzeug und seiner Verpackung dürfen keine unmittelbaren Gefahren sowie Gesundheitsbelastungen ausgehen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf qualitativ hochwertige sowie nachhaltige Produkte achten, die für das Lebensalter des Kindes geeignet sind. Eine Gefahr kann auch von zu lauten Spielzeugen ausgehen, weil diese zu einer Schädigung des Gehörs führen können. Die Sicherheit von Spielzeug ist rechtlich geregelt. Dazu hat die EU die Spielzeugrichtlinie und die entsprechenden Normen erlassen sowie die CE-Kennzeichnung geschaffen. Wer Spielzeug herstellt oder importiert, muss das CE-Zeichen aufdrucken und damit garantieren, dass er sich an die geltenden Vorschriften hält. Fehlt das CE-Zeichen, lässt dies auf einen besonders nachlässigen Hersteller oder Importeur schließen.

Der Anbringung eines CE-Kennzeichens geht eine systematische Sicherheitsbewertung voraus, in welcher der Hersteller unter Anwendung der oben genannten Normen die mit einem Spielzeug verbundenen potenziellen Gefahren ermittelt. Hierbei werden zum Beispiel die mechanischen, physikalischen, elektrischen sowie Entflammbarkeitsgefahren erkannt, bewertet und soweit wie möglich minimiert.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die CE-Kennzeichnung muss sichtbar, leserlich und dauerhaft vorhanden sein. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller, dass das Spielzeug der Europäischen Richtlinie für Spielzeuge entspricht.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Spielzeug oder der Verpackung angegeben sein.
  • Dem Spielzeug müssen eine Gebrauchsanleitung und die erforderlichen Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sein.
    Diese Informationen können sich auf der Verpackung oder auf einem Beipackzettel befinden.
  • Spielzeug, das für Kinder unter drei Jahren gefährlich sein kann, muss einen Warnhinweis mit Nennung der spezifischen Gefahr tragen (z.B.: Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren wegen verschluckbarer Kleinteile).

Unser Tipp: Kaufen Sie lieber weniger, dafür qualitativ hochwertiges Spielzeug – Ihrem Kind und der Umwelt zuliebe.