Kategorien
News

Grünes Licht für die Renaturierung im Propsteier Wald in Eschweiler

Eschweiler/Bonn – In Eschweiler ist der Startschuss für den Rückbau der Konversionsfläche im Propsteier Wald gefallen. Am Dienstag 14. Dezember haben die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, sowie die Stadt Eschweiler mit den Bauarbeiten am ehemaligen belgischen Militärstandort „Camp Reine Astrid“ begonnen. In diesem Zuge wurde auch das Bauschild am Haupttor Glücksburg aufgestellt. Aus Sicherheitsgründen bleibt das gesamte Gelände während der Bauphase für die Öffentlichkeit gesperrt.

Zum Bauauftakt wurde das Baustellenschild feierlich enthüllt. Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Was lang währt, wird endlich gut: Auf der Konversionsfläche im Propsteier Wald rollen ab sofort die Bagger. Der Rückbau der rund 400, größtenteils bereits eingestürzten Gebäude im ehemaligen „Camp Reine Astrid“ erfolgt auf der Basis umfangreicher Fachgutachten und in enger Abstimmung mit den Landesdienststellen – insbesondere mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen sowie mit einer externen naturschutzfachlichen Betreuung.

Aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvoll

Dort, wo im Zweiten Weltkrieg der bewaffnete Kampf tobte und nach 1945 belgische Gaststreitkräfte einzogen, kehrt nach deren Abzug 1995 jetzt bald endgültig Ruhe ein. Mehr als 50 Jahre militärische Nutzung im „Camp Reine Astrid“ und der anschließende Dornröschenschlaf der Liegenschaft erwiesen sich als wahrer Glücksfall für die Natur und den Artenschutz: Das rund 370 Hektar große Areal bietet heute rund 90 Vogelarten, darunter Schwarz- und Mittelspecht sowie Waldohreule, einen wertvollen Lebensraum. Fledermäuse fühlen sich im alten Wald mit seinen vielen offenen Bereichen ebenfalls wohl. In feuchten Senken und Tümpeln finden seltene Kröten und Molche ihren Laichgrund und auf manch offener Fläche sonnt sich sommertags bisweilen die sehr seltene Schlingnatter. Diese und viele weitere Arten werden von der Renaturierung maßgeblich profitieren.

Zukunft nun klar: Naturschutz, sanfte Erholung und erneuerbare Energien

Dabei stehen gleich mehrere Entwicklungsziele der Liegenschaft im Fokus des öffentlichen Interesses: Die Beseitigung der Gefahrenquellen für Leib und Leben, die naturverträgliche Erholungsnutzung und nicht zuletzt der besondere Schutz und die Förderung des Naturhaushaltes im Sinne der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesrepublik. Ob erneuerbare Energiequellen (Photovoltaik) auf dem Standort errichtet werden können, wird derzeit ebenfalls geprüft. Die Anlage könnte auf den ohnehin vorhandenen versiegelten Bereichen des ehemaligen Truppenlagers aufgestellt werden. Außerdem regte der Förderverein Propsteier Wald e.V. an, eine Teilfläche des Waldes für die Naherholung zu öffnen. Mit dem jetzt beschlossenen Gesamtkonzept werden die BImA als Eigentümerin und die Stadt Eschweiler den vielfältigen Nutzeransprüchen gerecht.

Investition in die Zukunft

„Mit dem Baubeginn nimmt das Projekt Fahrt auf“, freuen sich Bürgermeisterin Nadine Leonhardt und Hermann Gödde, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Eschweiler, über den Auftakt zur Umsetzungsplanung. Auch Achim Urmes vom BImA-Geschäftsbereich Bundesforst ist als Projektleiter und Leiter des Fachbereichs Naturschutz im Bundesforstbetrieb Rhein-Weser mit den abgestimmten Planungen zufrieden: „Hier wird durch die Renaturierung eine bemerkenswerte und hervorragende Fläche für den Naturhaushalt, die Biodiversität und die stadtnahe Erholung entwickelt und für die Zukunft gesichert. Zudem werden in einem ausgewählten geeigneten Bereich Potentiale für die so dringend benötigten erneuerbaren Energien in Form einer Photovoltaikanlage projektiert.“

Besucherinnen und Besucher müssen noch warten

Mit dem Baubeginn steht für die BImA als verantwortliche Eigentümerin die Verkehrssicherheit in der Fläche auf der Prioritätenliste ganz oben. Neben den Gefahren durch die stark baufälligen, meist mit Schadstoffen belasteten Gebäude sowie überwachsene, gefährlich tiefe Schächte und einer nachweislich vorhandenen Kampfmittelbelastung im Boden, herrscht fortan nun zusätzlich reger Baustellenverkehr. „Wir können und wollen hier kein Risiko eingehen. Die Gefahren durch baufällige Gebäude, Schadstoffe und Munition sind lebensbedrohend. Unrechtmäßiges Betreten der Liegenschaft wird deshalb zur Anzeige gebracht“, betont Stefanie Krause von der Projektleitung des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement. Dies gelte auch im Sinne der Stadt Eschweiler. Während der Bauphase bleibt das gesamte Gelände daher konsequent für die Öffentlichkeit gesperrt. Der bereits verstärkte und reparierte Außenzaun wird ab sofort in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Das Ordnungsamt der Stadt Eschweiler unterstützt bei der Einhaltung des Betretungsverbots.

Die Bautätigkeiten werden sich voraussichtlich bis Ende 2022 hinziehen. Eine Öffnung des Geländes für eine naturverträgliche Erholungsnutzung ist im Anschluss auf ausgewählten und sicheren Besucherwegen geplant.

Kategorien
News

Weihnachtsbaum-Aktion in der Brohltal Klinik St. Josef Burgbrohl

Burgbrohl – Die Brohltal-Klinik schenkt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Weihnachtsbaum. Der Eingangsbereich der Brohltal-Klinik, Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, gleicht an diesem Mittwoch einem Winterwald. Für die Vorweihnachtszeit hat sich die Hausleitung eine außergewöhnliche Überraschung ausgedacht. 80 Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Größen stehen vor der Klinik für die Mitarbeitenden zur Auswahl bereit. In einem Zeitfenster von 4 Stunden hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, mit einem warmen Punsch in der Hand, den passenden Baum für das Fest mit der Familie auszuwählen.

„Unter Berücksichtigung der derzeitigen pandemischen Situation, wollen wir eine Möglichkeit schaffen, den Mitarbeitenden unseren Dank für die geleistete Arbeit des Jahres auszudrücken,“ erklärt Claudia Häfner, Kaufmännische Hausleitung der Klinik, die besondere Aktion. „Eine Weihnachtsfeier ist leider auch in diesem Jahr zur Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten nicht möglich. Dennoch haben die Kolleginnen und Kollegen es verdient, ihre hervorragende Arbeit noch einmal besonders gedankt zu bekommen. Für diese Aktion haben wir bewusst ein Zeitfenster von 4 Stunden gewählt, damit die Mitarbeitenden zeitversetzt und möglichst kontaktarm unter Einhaltung unserer strengen Hygienerichtlinien, den Baum für ihre Familie auswählen können.“ Dennoch ersetzt diese schöne Überraschung nicht die Freude, die eine Weihnachtsfeier im Kreis der Kolleginnen und Kollegen spenden würde. Dessen ist sich auch Claudia Häfner bewusst. „Wir können nur einen kleinen Ausgleich bieten, aber gerade jetzt ist es wichtig, alles zu tun, um ein wenig Freude zu verbreiten. Die Weihnachtsbäume sollen hierzu einen kleinen Beitrag leisten.“

Kategorien
Tourismus

GesundLand Vulkaneifel bringt neues Produktheft für das Jahr 2022 heraus

Daun – Druckfrisch ist das neue Produktheft des GesundLand Vulkaneifel eingetroffen. 70 modern gestaltete Seiten entführen den Leser ins Land der Maare und Vulkane und inspirieren für den Urlaub in der Vulkaneifel 2022.

Im Fokus stehen die GesundLand-Themen Wandern, Radfahren und Gesundheit. Die Seite „Deutschlands schönste Wanderwege“ zeigt erstmals alle mit der beliebten Auszeichnung prämierten Wege des GesundLand Vulkaneifel auf einen Blick. Neue Angebote, zum Beispiel rund um die HeimatSpuren oder um Deutschlands schönsten Wanderweg 2021, den VulkaMaar-Pfad, finden sich im Heft ebenso wie Tipps für die schönsten Ausflüge, Rad- und Wandertouren. Das Produktheft ist der ideale Begleiter für die Urlaubsvorbereitung. Die großformatigen, emotionalen Fotos laden ein zu einer Reise ins Vulkanland. So macht schmökern richtig Spaß!

Die Neuerung: Das umfangreiche Unterkunftsverzeichnis wird in diesem Jahr nicht mehr ins Produktheft inkludiert, sondern separat mit dem Heft „Gastgeber 2022 im GesundLand Vulkaneifel“ ausgegeben. Das hat den Vorteil, dass Gäste, die bereits vor Ort sind, das Unterkunftsheft nicht mehr mitnehmen müssen. Gäste, die noch zu Hause auf der Suche nach der richtigen Unterkunft sind, finden im Gastgeberverzeichnis die attraktivsten Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen, die die Region zu bieten hat.

Ein Auszug aus dem Veranstaltungskalender weist schon jetzt darauf hin, zu welchen Events sich das Vorbeischauen im GesundLand Vulkaneifel besonders lohnt: Ob Sommernachtstanz in Bad Bertrich, Klassiker auf dem Vulkan am Gemündener Maar oder Maare-Mosel-Lauf in Gillenfeld, der Eventkalender ist prall gefüllt. Auch die kleinen Gäste kommen nicht zu kurz: Die Seite „GesundLand für Kinder“ vereint die zahlreichen Ausflugsangebote, die die Region speziell für Kinder zu bieten hat, z.B. Tierparks, Museen, Schwimmbäder und Kinderwanderwege.

Das Prospekt „Dein Urlaub 2022 – Wohlfühlen und erleben“ und das Unterkunftsverzeichnis „Gastgeber 2022 im GesundLand Vulkaneifel“ können online auf https://web4.deskline.net/gesundland/de/brochure/list geblättert sowie nach Hause bestellt werden. Das Prospekt liegt in allen GesundLand Tourist Informationen aus. Weitere Anfragen zum Prospekt nimmt der Gäste- und Buchungsservice gerne über info@gesundland-vulkaneifel.de oder unter 06592 951 370.

Kategorien
News

Familienaktion in Mayen – „Schmück mich“-Tanne

Mayen – Dieses Jahr haben sich die Netzwerkkoordinatorin des Stadtjugendamtes Mayen und das „Netzwerk Familienbildung“ der Kath. Familienbildungsstätte Mayen e.V. eine besondere Weihnachtsaktion für Familien überlegt: Die „Schmück mich“-Tanne.

Aufgrund der stürmischen Wetterlage am Veranstaltungstag musste die geplante Familienaktion jedoch abgeändert werden. Anstelle eines Bastelstands wurden kurzerhand kleine Basteltüten gepackt, die im nahen Umkreis der Familienbildungsstätte verteilt wurden. Nun können Familien die „Schmück mich“-Tanne, die vor dem Haus der Familienbildungsstätte in der Bäckerstraße 12 steht, mit selbstgestalteten Tannenbaumschmuck verzieren.

Das erste Resümee der Netzwerkerinnen fiel bei einem gemeinsamen Besuch der „Schmück mich“-Tanne bereits sehr zufriedenstellend aus, denn nur knapp zwei Wochen nach Start der Aktion strahlen schon zahlreiche individuelle Anhänger an der Tanne.

Bis zum 24. Dezember haben Familien noch die Möglichkeit, ihren selbst gebastelten Baumschmuck an der Tanne anzubringen, sodass der Weihnachtsbaum bis Heiligabend bunt erstrahlen kann. Die Netzwerkerinnen bedanken sich für die schönen Schmuckstücke und freuen sich auf weitere kreative Familien.

Weitere Informationen unter www.fbs-mayen.de .

Kategorien
News

Weihnachtsmarkt-Beschicker*innen spenden 3500 Euro an städtische Einrichtungen für geflüchtete Menschen

Aachen – Alljährlich spenden die Beschicker*innen des Aachener Weihnachtsmarktes an Kinder und Familien in Not. In diesem Jahr erhalten die städtischen Einrichtungen für Geflüchtete 3500 Euro, um Rückzugsräume einzurichten, in denen die dort lebenden Kinder lesen, spielen und Hausaufgaben machen können.

„Ich freue mich, dass wir trotz der schweren Zeiten den Weihnachtsmarkt veranstalten und ein bisschen Normalität zurückholen konnten. Durch die Spende der Beschicker*innen schaffen wir für die meist stark traumatisierten Kinder Räume zum Entspannen und Wohlfühlen“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bei der Checkübergabe am Dienstag, 14. Dezember, im Aachener Rathaus.

Peter Loosen, seit 25 Jahren Beschicker des Weihnachtsmarktes, wollte auch in Pandemiezeiten die „traditionelle Spende“, so Loosen, nicht ausfallen lassen und Manfred Piana und Till Schüler vom Märkte und Aktionskreis City e.V., kurz MAC, stockten die Summe auf: „Auch wenn wir deutlich weniger Besucher*innen als sonst auf dem Weihnachtsmarkt begrüßen durften, ist es uns gelungen, Freude zu schenken und weiterzugeben“, erklärt Piana.
Dank der Spende können Thomas Bremerich und Sundra Kisitu vom Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen in einigen Einrichtungen für Geflüchtete unter anderem Bibliotheken einrichten: „Von den 1800 Geflüchteten, die in Aachen leben, sind über 700 minderjährig. Wir möchten den Spracherwerb fördern, aber auch Lust am Lesen schaffen und Spiel- und Sitzecken einrichten“, berichtet Bremerich.

Ehrenamtliche Helfer*innen gesucht
Um auch weiterhin Angebote in den Einrichtungen für geflüchtete Menschen anbieten zu können, werden jederzeit ehrenamtliche Helfer*innen gesucht und benötigt. Interessierte können sich unter helfen@mail.aachen.de informieren.

Kategorien
News

Allergie? Hatte ich mal

Region/Mayen-Koblenz – Hyposensibilisierung hilft auch Kindern, sich an Allergene zu gewöhnen. Lara ist zehn Jahre alt. Sie lebt im Rhein-Sieg-Kreis in Windeck auf dem Land, ist quirlig, aufgeweckt und liebt Tiere – besonders Katzen. Seit Familie Grieger vor drei Jahren aus den USA nach Deutschland gezogen ist, hat sich ihr Leben jedoch sehr verändert. „Lara hat als Kleinkind schon immer viel gehustet und Bronchitis gehabt. Als wir dann nach Texas in das Wüstenklima umgezogen sind, wurde plötzlich alles besser“, erzählt Mutter Rükiye. Zurück in Deutschland ging es mit Lara aber nur noch von Arzt zu Arzt und oft auch ins Krankenhaus. „Wir waren wirklich verzweifelt. Der Husten und das Asthma wurden immer schlimmer. Wir haben schon einige Lungenentzündungen hinter uns und sobald Lara in die Nähe von Tieren – und vor allem Katzen – kam, reagierte sie hochgradig allergisch.“ Mutter, Vater und die beiden jüngeren Geschwister hatten schon oft Angst um sie.

Lara liebt es, draußen und mit den Nachbarskindern zu spielen. „Die haben alle Katzen und ich durfte dann einfach nicht nah an die drankommen und schon gar nicht mit rein“, sagt sie traurig. „Lara fühlte sich richtig ausgeschlossen. Wir haben alle schon viel geweint deswegen“, sagt die Mutter. „Der Kinderarzt hat uns zum Spezialisten geschickt. Da waren wir bei einigen. Als Behandlungsmöglichkeit wurde immer wieder die Hyposensibilisierung erwähnt. Aber wenn es dann um die Umsetzung ging, also ein junges Schulkind mit hochgradigem Asthma gegen das offensichtlich besonders gefährliche Allergen Katze zu behandeln, gab es immer wieder Bedenken – zu gefährlich, hieß es da.“

Inzwischen hat Lara ein Jahr dieser Behandlung hinter sich. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind ausgeblieben. Das Beste ist: Erste Kindergeburtstage in Katzenhaushalten hat Lara schon gefeiert – ohne Asthma-Anfall. Durchgeführt wird die Behandlung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. „Eine so schwere Katzenallergie ist schon besonders“, erläutert Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, Chefarzt der Klinik und auch Kinder-Pneumologe und Allergologe, „sowohl was – unbehandelt – den Schweregrad der allergischen Reaktionen betrifft, als auch die Risiken der Hyposensibilisierung, also der Verabreichung kleiner Mengen des Katzenallergens unter die Haut zur Gewöhnung des Körpers. Da weiß man als Behandler sehr zu schätzen, dass man für den Notfall eine Intensivstation im Rücken hat, die jederzeit in weniger als einer Minute erreichbar ist.“

Gebraucht hat Lara diese nicht. Vor einem Jahr bestand der erste Schritt der Behandlung darin, das Asthma durch regelmäßige Inhalation eines „Kortison-Abkömmlings“ zu kontrollieren. Das war nach vier Wochen erreicht. Seitdem kommt Lara einmal im Monat zur Spritze. Munter plaudert sie während des Piks weiter von den aktuellen Plänen. Einen Zoobesuch könnte sie sich gut vorstellen – trotz der besonders allergenen Großkatzen.

„Dr. Nüßlein hat sich so viel Zeit für uns genommen. Er ist ein entspannter und toller Arzt – und hat immer gute Laune“, lacht Mama Rükije. „Ich bin ihm unendlich dankbar.“ Auch Lara mag ihn sehr. „Ich gehe jetzt ganz allein zu ihm und Mama wartet mit meinen Geschwistern draußen“, sagt Lara. „Da habe ich gar keine Angst.“ Und wie hat die Desensibilisierung bis jetzt angeschlagen? „Gut! Es bringt auf jeden Fall etwas. Vor kurzem war sie zwei Stunden in einem Haus mit Katzen und es ist nichts passiert“, so Rükiye Grieger. „Der Nutzen ist bei einer Hyposensibilisierung, auch Spezifische Immuntherapie genannt, oft schnell erkennbar“, erklärt Dr. Nüßlein. „Trotzdem wird in der Regel drei Jahre behandelt – für die Nachhaltigkeit. Lara soll auch in vielen Jahren noch von dieser aufwändigen Behandlung profitieren. Für die langfristige Wirkung gibt es gute Belege, vor allem natürlich bei den viel häufigeren Allergien gegen Birken- oder Gräserpollen.“

Lara kann durch die Desensibilisierung heute viel unbeschwerter leben. Das färbt auf die gesamte Familie ab. Deren Lebensqualität hat deutlich zugenommen. Und was ist Laras größter Wunsch? Eine eigene Katze…..

Kategorien
News

Aktuelles zu den Impfungen im Kreis Düren

Düren – „Die Impfzahlen im Kreis Düren entwickeln sich weiterhin gut“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Besonders bei den Auffrischungsimpfungen ist eine deutliche Steigerung zu erkennen. In der vergangenen Woche sind rund 25.200 Menschen geimpft worden – rund 22.400 waren davon Boosterimpfungen, das entspricht 31,5 Prozent der Gesamtbevölkerung (Vorwoche 23 Prozent). „Das ist ein enorme Steigerung. Ich danke allen, die daran mitwirken und hoffe, dass die Zahlen weiterhin steigen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Den zweifachen Impfschutz haben mittlerweile 75,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit liegt der Kreis Düren sowohl bei den Zweit- als auch Drittimpfungen über dem Landesschnitt von derzeit 72,9 Prozent (Zweitimpfung) bzw. 27,8 Prozent (Drittimpfung). Auch im regionalen Vergleich erreicht der Kreis Düren einen Spitzenplatz bei den Impfungen.

In der so genannten impfbaren Bevölkerung (ab 12 Jahre) liegt die Quote der zweimal Geimpften bei 85 % (35,5 % sind geboostert).

Und hier die Quoten in den Altersklassen:

12-17 Jahre: 58,3 % (zweimal geimpft / 1,8 % geboostert)

18 – 59 Jahre: 82,8 % zweimal geimpft (27,3 % geboostert)

60 Jahre und älter: 94,4 % zweimal geimpft (57,5 % geboostert)

Zeitlicher Abstand zu den Auffrischungsimpfungen

Eine Auffrischungsimpfung ist für jeden ab 18 Jahren möglich, dessen zweite Impfung mindestens vier Monate zurückliegt. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium in einem heutigen Erlass noch einmal verdeutlicht. Zudem wird darin konkretisiert, dass eine Impfung vier Wochen nach der Grundimmunisierung ausschließlich für diejenigen möglich ist, die eine Immunschwäche haben und bei denen mit einer stark verminderten Impfantwort zu rechnen ist. Für alle, die einmal mit Johnson & Johnson geimpft wurden, ist ebenfalls eine Auffrischungsimpfung nach vier Wochen möglich.

Drei bestätigte Fälle der Omikron-Variante

Auch im Kreis Düren wurden nun die ersten drei vom Labor bestätigten Fälle mit der Omikron-Variante nachgewiesen. Nach Informationen, die dem Kreisgesundheitsamt vorliegen, soll es den Betroffenen den Umständen entsprechend gut gehen.

Impfangebote im Kreis Düren

Jülich  (Öffnungszeiten: Mo-So von 14 bis 20 Uhr)

  • Brückenkopfpark-Kulturmuschel, Eingänge: „Aachener Landstraße/Große Rurstraße“ und „Ellbachstraße“ (am 16. Dezember bis 17 Uhr geöffnet)
  • Stadtmitte, Kreishaus Jülich, Düsseldorfer Straße 6

Niederzier (Öffnungszeiten Mo – Sa von 16 bis 21 Uhr und So von 9 bis 21 Uhr)

  • DWS Test-Impfzentrum, Rurbenden 38A

Düren

  • Annakirmesplatz (Neue Öffnungszeiten, Mo-Do 14 bis 18 Uhr, Fr und Sa 14-21 Uhr, So 14-20 Uhr)
  • Stadtmitte, Zehnthofstraße 4 (Öffnungszeit: Mo-So von 14 bis 20 Uhr)
  • Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ – Johanniter, Am Langen Graben 25 (Öffnungszeit: Sa+So von 9 bis 17 Uhr)

Nideggen (Öffnungszeit: Mo-So von 14 bis 20 Uhr)

  • Mehrzweckhalle, Konrad-Adenauer-Straße

Es sind sowohl Erst-, Zweit- als auch Auffrischimpfungen dort möglich. Die Auffrischimpfungen sind frühestens vier Monate nach der Zweitimpfung möglich und nur für Personen ab 18 Jahren. Wer mit Johnson & Johnson geimpft wurde, kann bereits nach vier Wochen die Auffrischimpfung erhalten. Das gilt auch für Menschen mit Immunschwäche. Mit Biontech werden in der Regel Personen unter 30, mit Moderna Personen über 30 Jahren geimpft.

Bei allen Impfangeboten des Kreises ist kein Termin erforderlich. Aufgrund der hohen Anfrage ist derzeit mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Wenn möglich, bitte den ausgefüllten und unterschriebenen Anamnese- und Einwilligungsbogen mitbringen. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Aufklaerungsbogen-Tab.html

Geimpft werden kann jeder ab 12 Jahren (Auffrischimpfungen ab 18 Jahren). Bitte Personalausweis und (wenn vorhanden) den Impfpass mitbringen. Alle Infos zum Impfen gibt es unter www.kreis-dueren.de/impfen

Kategorien
News

Die 1,2 Millionen Versicherten der AOK Rheinland-Pfalz / Saarland können auch weiterhin auf eine solide Finanzplanung ihrer Gesundheitskasse bauen

Region/Eisenberg – Die 1,2 Millionen Versicherten der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland können auch weiterhin auf eine solide Finanzplanung ihrer Gesundheitskasse bauen. Der zukünftige Beitrag setzt sich zusammen aus dem für alle Krankenkassen einheitlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem kassenindividuellen Beitrag. Nach heutigem Beschluss des AOK-Verwaltungsrates beträgt dieser mit 1,3 Prozent genau dem Durchschnittswert aller gesetzlichen Krankenkassen.

Aufgrund der vielen kostensteigernden Gesetze und auch der Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs inklusive dem gesetzlich verordneten Vermögensabbau zur Stützung der von der Regierung abgegebenen Sozialgarantie, muss ab dem Jahr 2022 ein Zusatzbeitrag im Durchschnitt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhoben werden. Auch die Corona-Mehrkosten sind derzeit noch nicht absehbar.

„Wichtig ist nun, dass der erhöhte Bundeszuschuss zur GKV zur akuten, nötigen Deckung des erhöhten Finanzbedarfs kein Strohfeuer ist, sondern die neue Bundesregierung die GKV-Finanzen über 2022 hinaus stabilisiert. Denn schon jetzt ist absehbar, dass der GKV im Jahr 2023 abermals mindestens 14 Milliarden Euro fehlen werden, die über zusätzliche Bundesmittel und Einsparungen gegenfinanziert werden müssten. Es ist dabei keinesfalls im Interesse der Versicherten, den Fehlbetrag über Zuzahlungen oder Leistungsausschlüsse zu tilgen“, erklärt Dietmar Muscheid, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

„Wir brauchen einen verlässlichen Bundesbeitrag aus Steuermitteln und setzen auf eine höhere Pauschale für die Krankenversicherungsbeiträge von Arbeitslosengeld II-Leistungsberechtigten, wie sie im Koalitionsvertrag angekündigt ist“, erläutert Dr. Bernd Vogler, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, den unausgeschöpften Handlungsspielraum. Im Interesse und zur Vermeidung einer Überlastung der Versicherten und Beitragszahler sind zielgerichtete Maßnahmen unabdingbar, um auch langfristig eine qualitativ hochwertige und zugleich effiziente Gesundheitsversorgung zu sichern.

Wie schon in den vergangenen Jahren hat die AOK 2021 rund 13 Millionen Euro täglich für die Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten ausgegeben. Auch in Zukunft sind leistungsstarke Angebote für Versicherte sowie ein wohnortnaher Service mit guter und umfassender Beratung durch AOK-Fachkräfte sichergestellt. Der Gesundheitskasse liegt das Wohl der Versicherten am Herzen und daher wird in gute Versorgung investiert. Für eine zukunftssichere Aufstellung setzt die AOK dabei insbesondere auf zeitgemäße und gefragte digitale Bausteine als Zusatzangebote für die Versicherten, wie die „AOK Mein Leben-App“ und die Online-Sprechzimmer für die kontaktlose, sichere Arztberatung oder auch zahlreiche, individuelle Onlineangebote für Firmenkunden.

Kategorien
News

Bücherschrank der Westenergie animiert zum Tauschen und Schmökern

Meckenheim – In Lüftelberg gibt es Literatur to go. Seit 2011 stellt Westenergie offene Bücherschränke an zentralen Plätzen in Städten und Gemeinden auf. Die Stadtmöbel sind rund um die Uhr geöffnet, das System ist denkbar einfach: die einen geben ihre bereits gelesenen Bücher in den Schrank, andere nehmen sie sich dafür heraus. Registrierung: nicht notwendig. Es gilt, einfach nur zu stöbern und zu entdecken. Einer dieser Bücherschränke der Westenergie lädt ab sofort in Lüftelberg an der Ecke Kottenforststraße/Auf den Steinen zum Tauschen und Schmökern ein. Gemeinsam mit Lydia Bauer von Westenergie, der Bücherschrank-Patin Susann Südhof, dem Ortsvorsteher Daniel Südhof und Jörg Reddemann in Vertretung des Architekten Hans-Jürgen Greve hat Bürgermeister Holger Jung die Mini-Bibliothek mit vielfältigem Lesestoff befüllt und offiziell eingeweiht.

„Der Bücherschrank von Westenergie ist ein tolles Angebot, mit dem wir den öffentlichen Raum in unserer Stadt beleben und die Kultur des Teilens unterstützen“, betonte Holger Jung. Er hatte selbst drei Bücher mitgebracht und freut sich fortan über einen regen Austausch am „neuen Anziehungspunkt in zentraler Lage.“ Der Bürgermeister dankte allen Projektbeteiligten und lobte das „tolle Design“ des Bücherschranks. Nach der Aufstellung eines Bücherschranks am Markeeweg/Neuer Markt im Jahr 2015 ist das Möbel bereits das zweite Exemplar dieser Art.

„Als Partner der Stadt Meckenheim sind wir nicht nur Partner innerhalb der Energieversorgung, sondern engagieren uns auch darüber hinaus im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich. Wir freuen uns und hoffen, dass sich auch der heutige, 270. Bücherschrank schnell zu einem Treffpunkt des Literaturtausches entwickelt“, erklärte Lydia Bauer. „Der Bücherschrank passt wunderschön an diesen Ort, unter diese Bäume hier“, ergänzte die Kommunalbetreuerin des Kommunalen Partnermanagements bei Westenergie in der Region Westliches Rheinland.

Die Mini-Bibliothek ist rund um die Uhr geöffnet, besteht aus wetterfestem Cortenstahl und fügt sich mit seiner schlanken Form leicht in den öffentlichen Raum ein. Die Türen schließen selbsttätig, sodass die Bücher immer vor Regen geschützt sind. Das untere Fach ist für Kinderbücher gedacht, damit die Kleinen die Bücher auch gut erreichen können. Ehrenamtliche Patinnen und Paten achten auf die Bücherschränke, sehen regelmäßig nach dem Rechten und sortieren Krimis, Romane, Sachbücher und Kinderliteratur passend ein. Die Patenschaft für den Bücherschrank übernehmen die beiden Lüftelbergerinnen Anke Dankert und Susann Südhof.

Die Bücherschränke verteilen sich im gesamten Kerngebiet von Westenergie: vom niedersächsischen Twist im Norden bis zum rheinland-pfälzischen Hermeskeil im Süden, vom nordrhein-westfälischen Alsdorf im Westen bis zum weserbergländischen Beverungen im Osten. Weitere Infos sowie eine Übersicht aller Standorte sind im Internet zu finden unter www.westenergie.de/buecherschraenke.

Neben der Energieversorgung engagiert sich Westenergie in ihren Partnerkommunen traditionell in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Klimaschutz und Bildung. Über Sponsoring und Kooperationen unterstützt das Unternehmen sowohl kleine Initiativen als auch große Vereine, um mit den Menschen vor Ort auch auf gesellschaftlicher Ebene gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Alleine über die Mitarbeiterinitiative „Westenergie aktiv vor Ort“ konnten bereits mehr als 10.000 ehrenamtliche Projekte umgesetzt werden.

Kategorien
News

Are-Gymnasium in Grafschaft – Temporäre Schule nimmt Gestalt an

Grafschaft/Ahrweiler – Ein kompletter Schulstandort in Container-Bauweise? Wie das gelingen kann, davon machte sich Horst Gies in der Grafschaft ein Bild. Hier wird im engen Schulterschluss mit der Gemeinde Grafschaft und Bürgermeister Achim Juchem der Ersatzschulstandort für das Are-Gymnasium errichtet.

Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern wird derzeit in der Grafschaft der Ersatzschulstandort für das Are-Gymnasium errichtet. Foto: Bernhard Risse/Kreisverwaltung Ahrweiler

„Das Are-Gymnasium ist schwer von der Flutkatastrophe getroffen worden. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Deshalb sind wir außerordentlich dankbar, dass die Gemeinde Grafschaft und allen voran Bürgermeister Juchem uns kurzfristig ein Ausweichgelände zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn der Aufbau der Ersatzschule länger dauert als geplant: sie bietet Platz und Raum für gemeinsames Lernen und eine gute Schulgemeinschaft“, betont der Erste Kreisbeigeordnete. „Ich danke allen Beteiligten, vor allem Bürgermeister Achim Juchem und seinem Team in der Gemeindeverwaltung Grafschaft, der Schulleitung und dem Lehrer-Kollegium des Are sowie der Ausweichschule IGS Remagen, für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement in den vergangenen Wochen und Monaten“, so Gies weiter.

Unweit der Autobahn-Abfahrt „Ringen“ entsteht auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern ein kompletter Schulstandort mit 40 Klassen, Verwaltung, Mensa, Naturwissenschaftsräumen, Schulhof und Busbereich. Insgesamt rund 6500 Quadratmeter des Geländes werden mit temporären Gebäuden bebaut, davon insgesamt rund 4300 Quadratmeter in Containerbauweise. Die Mensa, die Turnhalle und die Räume für Naturwissenschaften werden als temporäre Gebäude in Zeltbauweise errichtet. Die Aufnahme des Schulbetriebs ist für Anfang Januar geplant. Die Mensa wird Ende Januar oder Anfang Februar ihren Betrieb aufnehmen, die Fertigstellung der Sporthalle ist für Mitte Februar geplant. Mehr Zeit benötigt der Aufbau der naturwissenschaftlichen Fachräume. Sie sollen voraussichtlich im Mai fertiggestellt werden.

Der Kreis investiert rund 6,5 Millionen Euro in den temporären Standort, um den Schülerinnen und Schülern für die Zeit der Sanierung des Schulgebäudes im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler eine adäquate Unterrichtsversorgung anbieten zu können. Derzeit werden die Schülerinnen und Schüler zum Teil nachmittags in den Räumlichkeiten der Integrierten Gesamtschule Remagen (IGS) oder per Homeschooling unterrichtet.

Zum Hintergrund: Durch die Hochwasserkatastrophe im Juli wurden sieben der insgesamt 13 Schulen in Trägerschaft des Kreises im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig zum Teil sehr stark beschädigt. Davon betroffen sind rund 75 Prozent der Schülerschaft in Kreisschulen (5900 Schülerinnen und Schüler). Neben den Schäden an den Gebäuden ist vor allem die Haustechnik, wie Stromversorgung, IT-Infrastruktur und Wärmeversorgung, zerstört. Ein Gutachten schätzt die in den sieben Kreisschulen entstandenen Schäden auf rund 78 Millionen Euro.