Kategorien
Top-Events

Das Musik-Programm steht – Drums & Pipes und „Herb Kraus & The Walking Shoes“

Kall – Die Planungen für das Gedenkfest „Ein Jahr danach“ am 15. und 16. Juli schreiten voran. Das Programm nimmt Formen an: Die Musikkapelle Kall, Chöre der Pfarre St. Nikolaus, Stephan Brings, Uwe Reetz, die Dreiborner Eifelschotten „Drums & Pipes“, die Eifelperlen, die Lückenfüller und die Oldie-Coverband „Herb Kraus & The WALKING‘ SHOES“ sind die Protagonisten, die beim zweitägigen Helferfest anlässlich der Flutkatastrophe von einem Jahr im Juli in Kall auf der Bühne stehen werden.

Am Tag des Gedenkens wird der Brings-Bassist Stephan Brings mit seiner Schwester Maria auf dem Bahnhofsvorplatz musizieren. Der in Hostel lebende Künstler verzichtet dabei auf seine Gage. Foto: Brings

In regelmäßigen Abständen trifft sich im Rathaus der Arbeitskreis, der die zweitägige Gedenk- und Dankveranstaltung ein Jahr nach der schlimmen Flutkatastrophe im Juli vorbereitet. Inzwischen steht das Musikprogramm, das größtenteils von der Hilfsgruppe Eifel, die die Fest-Vorbereitungen mit Rat und Tat unterstützt, organisiert wird.

Das zweitägige Bürgerfest für Betroffene und Helfer der Flut findet am Freitag, 15, und am Samstag, 16. Juli auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Es steht unter dem Motto  „Ein Jahr danach – Gedenken und Danken”. An diesem Freitag, 15. Juli, jährt sich zum ersten Mal der Tag der fürchterlichen Flutkatastrophe, die auch in der Gemeinde Kall Millionenschäden angerichtet hatte und bei der auch drei Mitbürger den Tod fanden.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser hat die Vorbereitung des Festes zur Chefsache erklärt. Unter seiner Leitung trifft sich der Arbeitskreis regelmäßig, um das Programm, dem Anlass entsprechend,  vorzubereiten.  Esser: „Der Freitagabend wird im Zeichen des Gedenkens stehen. Samstags wollen wir dann Danke sagen und mit den vielen Fluthelfern aus Nah und Fern und mit den betroffenen Familien aus der Gemeinde feiern“.

Nach ersten Plänen des Orga-Teams, dem neben dem Bürgermeister auch dessen Stellvertreterin Steffi Hübner, Ortsvorsteher Stefan Kupp, Bedienstete der Verwaltung, Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel und Kaller Bürger angehören, soll am Jahrestag der Flut, am 15. Juli, am frühen Abend um 17 Uhr zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe ein Gottesdienst mit der Musikkapelle Kall und den Chören der Pfarre St. Nikolaus stattfinden.

Nach dem Gottesdienst sind Gruß- und Dankesworte des Bürgermeisters sowie Ansprachen vorgesehen. Ab 19 Uhr wird die Musikkapelle Kall ein einstündiges Konzert geben. Ab 20 Uhr stellt sich Stephan Brings mit seiner Schwester Maria in den Dienst der guten Sache.

Wolfgang Glasmacher, der dem Orga-Team um Bürgermeister Hermann-Josef Esser angehört, hatte Stephan Brings für den Live-Auftritt anlässlich der Gedenkfeier in Kall begeistern können.  Der 56-jährige Bassist der Band „Brings“ ist als „offener Typ mit großem Herzen“ für sein großes soziales Engagement bekannt. Auch in Kall verzichtet der als Mann im Schottenrock bekannte und inzwischen in Hostel lebende Musiker und Eifel-Fan auf seine Gage.

Der Samstag, 16. Juli, wird ab 15 Uhr im Zeichen des Dankes an die vielen Fluthelfer stehen. Das ist Feiern angesagt. Für Kinder wird ein Nachmittags-Programm erstellt, in dessen Verlauf  auch Kinderliedersänger Uwe Reetz um 15 Uhr seine große und beliebte Show abzieht und die Herzen der Kids höher schlagen lässt. veranstaltet.  Schon jetzt können sich die Kinder auf Uwes Songs wie Traktorlied, Tatütata, Körperwachmachlied oder Hallo men Freund freuen. Auf dem Parkplatz des Rewe-Centers Pauly wird Inhaberin Anna Pauly für reichlich Kinderunterhaltung sorgen.

Auf der fest installierten Bühne innerhalb der großen Bahnhofstreppe ist ab 16 Uhr Live-Musik angesagt. Auf der Bühne mit professioneller Licht- und Tontechnik spielen die Eifelperlen mit Uwe Reetz, Stefan Göbel und Bernd Kistemann.  Seit 2013 tourt das Trio durch die Eifel und umliegenden Regionen von der Mosel bis nach Köln und Aachen. Die Drei haben jede Menge Spaß auf der Bühne, was sich automatisch auf das Publikum überträgt.

Am frühen Abend gegen 17.30 Uhr werden die Dreiborner Eifelschotten „Drums & Pipes“ auf dem Festplatz aufmarschieren und die Dudelsäcke erklingen lassen. Den Eifelschotten folgen die Lückenfüller, die Lieder der bekanntesten Kölsch-Bands covern und die in der Eifel und weit drüber hinaus durch ihre flotte Musik bekannt sind.

Ab 20.30 Uhr gibt sich die europaweit bekannte Oldie-Coverband „Herb Kraus & The WALKIN‘ SHOES“ in Kall die Ehre. Die Band feierte große Erfolge bei internationalen Festivals. Im weltweiten Ranking liegt ihre Version von „Hello Josephine“ bei Youtube auf Platz eins. Die Band um Herb Kraus, Andrea Kraus, Axel Becker und Ulrich Schulz  musizierte auch bereits in  den USA, wo sie das Publikum in Flagstaff und Tombstone begeisterten.

An beiden Tagen wird an Imbiss- und Getränkeständen natürlich auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt sein.  Am Freitagabend stellt sich auch das Verwaltungspersonal in den Dienst der guten Sache und wird beide Bierwagen besetzen um durstige Gäste zu bewirten. Samstags werden die beiden Getränkewagen mit freiwilligen Helfern des Maigeloogs und dem Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier besetzt sein.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser und der Arbeitskreis hoffen, dass sich noch Sponsoren finden, die die zweitägige Dank- und Gedenkfeier unterstützen. Für die Gedenkveranstaltung plant der Arbeitskreis die Erstellung einer Foto- und Videopräsentation von der Flutkatastrophe. Die Gemeinde bittet deshalb die Bürger, die von der Flut in der Gemeinde Fotos oder Videos gemacht haben, diese der Gemeinde für die Dokumentation und die Einstellung ins Gemeindearchiv zur Verfügung zu stellen.

Kategorien
Top-Events

„Großvater hätte mich erschossen“ – Lesung mit Amon Göths Enkeltochter Jennifer Teege am 7. April

Mechernich – Ein Vorgespräch auch um die Vergangenheitsbewältigung in den eigenen Familien mit Giselas Freier und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Aus ihrem Buch „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen“ liest die Autorin Jennifer Teege, Enkelin des berüchtigten KZ-Kommandanten Amon Göth („Schindlers Liste“), am Donnerstag, 7. April, ab 19 Uhr in der Aula des Mechernicher Schulzentrums, Nyonsplatz 1.

Die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers bringt auf Einladung der Arbeitsgruppe um Gisela und Wolfgang Freier, Elke Höver und Rainer Schulz eine außergewöhnliche und dazu wahre Geschichte mit nach Mechernich: Denn mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist.

In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler.

Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 in Polen gehenkt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

„Die Lesung mit Jennifer Teege ist ein Teil unserer Erinnerungsarbeit“, erzählte Gisela Freier bei der Vorstellung der Lesung im Mechernicher Ratssaal zu Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Wir verlegen Stolpersteine, die an die vielen früheren jüdischen Familien in Mechernich und Kommern erinnern, halten Kontakt zu den Hinterbliebenen, organisieren Gedenkrundgänge und veranstalten, wie in diesem Fall, eine Lesung.“

Opportunisten und Widerstandsleute

Mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick reflektierte Gisela Freier bei dem Vorbereitungsgespräch auch die Handhabe von Erinnerungen an die NS-Zeit in den eigenen Familien. So habe sie selbst erst spät erfahren, dass ihr Vater in der NS-Zeit Bürgermeister von Reifferscheidt (Hümmel) war. Ambivalent waren die Erfahrungen von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der unter seinen Angehörigen ein Parteimitglied aus Pragmatismus hatte, aber auch solche, die sich aktiv am Widerstand gegen Hitler beteiligten. Ein Enkel, katholischer Priester, war hochdekorierter Weltkrieg-I-Offizier und wurde 1939 unter Beteiligung der Wehrmacht zu Grabe getragen.

Jennifer Teege ist die Enkelin von Amon Göth und Ruth Irene Göth. Amon Göth war der Kommandant des KZ Plaszow bei Krakau, ein brutaler Massenmörder, der verantwortlich war für den Tod von Tausenden von Menschen. Ruth Göth, seine Lebensgefährtin, lebte mit ihm in einer Villa am Rand des KZs im Luxus und verharmloste ihr ganzes Leben lang die Taten Göths.

Jennifer Teege erzählt in ihrem Buch die Geschichte ihrer Familie, also ihrer Großeltern, ihrer Mutter und auch ihre eigene Geschichte. Erst mit 38 Jahren erfährt sie, wer ihr Großvater war. In ihrem gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair verfassten Buch berichtet die Autorin, wie sie mit diesem Wissen weiterlebt.

„Mitläufer, Profiteure und Zuschauer“

Gisela Freier: „Die NS-Zeit, in der Unrecht zu Recht wurde, ist zwar historisch gesehen vorbei, aber ihre Auswirkung auf die Generation nach den Tätern, den Mitläufern, den Profiteuren und Zuschauern ist immer noch gegenwärtig, beeinflusst auch heute noch wenn auch oft unbewusst, das Leben der Enkel bzw. Urenkel auf vielfältige Weise.“

Gisela Freier ist in Mechernich und weit darüber hinaus bekannt geworden, weil sie vor Jahrzehnten an der damaligen städtischen Hauptschule Mechernich eine Arbeitsgruppe mit Schülern gegründet hat, die sich intensiv und gemeinsam mit Angehörigen der Kriegs- und NS-Zeit-Generation an die Erforschung, Aufdeckung und Erinnerung an die jüdischen Familien in Kommern und Mechernich und den Holocaust begab.

Eine daraus hervorgegangene Arbeitsgruppe wird heute von der Geschichtslehrerin Elke Höver und dem Geschäftsmann, Hausmeister und Handwerker Rainer Schulz sowie Gisela und Wolfgang Freier gebildet.

Die Lesung mit Jennifer Teege kam über Michael Mombauer von der Euskirchener Marienschule zustande, an der auch Elke Höver unterrichtet und der sich, wie die gebürtige Voißelnerin in Mechernich, in der Kreisstadt Euskirchen um die Erforschung und Abbildung der jüdischen Vergangenheit in der Öffentlichkeit bemüht.

Der Verlag rowohlt schreibt in seinem Begleittext zum Buch „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen“ (272 Seiten, 10 Euro, ISBN: 978-3-499-61327-2, als E-Book ISBN: 978-3-644-02821-0): „Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Mit vier Wochen wurde sie ins Kinderheim gebracht, mit sieben Jahren zur Adoption freigegeben. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert.

„Aus Schock wird Befreiung“

Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.“

Und weiter: „Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung. Seit 1999 ist Jennifer Teege Texterin und Konzeptionerin in der Werbebranche und lebt in Hamburg.“

Kategorien
Top-Events

Jazz im Köllenhof mit Kena`s Room am Dienstag 05. April – Anmeldung erforderlich

Wachtberg-Ließem – Beim „Jazz im Köllenhof“ am Dienstag, 05. April 2022 um 20.00 Uhr wird die fünfköpfige Band Kena’s Room zu Gast sein. So wie in der Musik Brasiliens europäische Klänge und afrikanische Rhythmen eine harmonische Verbindung eingehen, treffen auch in der Musik von Kena´s Room verschiedenste Elemente zusammen: Kena Haas‘ sanfte Singstimme, in der Leidenschaft und Sehnsucht zu Hause sind, begegnet den klaren, schwebenden Vibraphon-Harmonien von Wolfgang Haas.

Dazu legt Jan-Uwe Leisse flexibel und energiegeladen das Fundament am Bass und Martin Esser sorgt für das südamerikanische Feuer an der Percussion. Unterstützt werden die Vier von Ronny Derouiche, der auf seiner Gitarre die Lebenslust und Sehnsucht nach Leben dieser Musik perfekt unterstützt und hervorhebt. Zusammen ergibt das einen coolen und lässigen, etwas außergewöhnlichen Sound, der den Stress des Alltags vergessen lässt. Mal kräftig und wild und dann wieder zart und melancholisch, so gar nicht in eine Schublade passend. Nämlich: Kena`s Room!

Der Eintritt ist wie immer frei, der „Hut“ darf gerne voll werden. Anmeldung erforderlich: marlies.frech@wachtberg.de . Für diese Veranstaltung gelten die dann gültigen Corona-Bestimmungen NRW.

Dienstag, 05. April 2022, 20.00 Uhr
Köllenhof, Marienforster Weg 14, 53343 Wachtberg

Kategorien
News

Containerdorf Mendig wird zur zentralen Flüchtlings-Unterkunft des Kreises Mayen-Koblenz

Mendig – Nach der schnellen Hilfe für die Flutbetroffenen von der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal wird das Mendiger Containerdorf jetzt zum vorübergehenden Dorf für die im Landkreis ankommenden kriegsgeflüchteten Nachbarn aus der Ukraine. Von dort aus sollen die geflüchteten Menschen dann jeweils schnellstmöglich in andere Wohneinheiten in den Städten und Verbandsgemeinden im Kreis vermittelt werden. Dies hat der Kreistag im Rahmen einer Sondersitzung beschlossen.

„Die gute Aufnahme der Kriegsflüchtlinge ist uns ein gemeinsames Anliegen aber auch insbesondere ein großer Kraftakt für alle Kommunen des Landkreises. Wie bereits im vergangenen Sommer, strecken wir gerne erneut unsere helfende Hand aus“, erklärt Bürgermeister Jörg Lempertz die Hintergründe der jüngsten Entscheidung. Gleichzeitig dankt er den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bislang privaten Wohnraum für die Unterbringung zur Verfügung gestellt haben. Er betont ausdrücklich, dass privater Wohnraum auch weiterhin dringend benötigt werde, denn die Erst- und Zentralaufnahmeeinrichtung des Kreises dürfe nur die letzte Ausweichmöglichkeit der Unterbringung sein. „Die Zuweisung in regulären Wohnraum muss aus humanitären Gründen weiterhin das vorrangige Ziel sein“, bekräftigt Lempertz.

Der Krieg in der Ukraine stellt die Kommunen und die Behörden vor völlig andere Herausforderungen als die Flüchtlingskrise 2015/16. Das zeigt sich umso deutlicher, je mehr Tage seit der Invasion Putins vergehen. Viele Neuankömmlinge sind deswegen in Deutschland, weil sie hier bereits Familie, Freunde oder Bekannte haben. Viele andere haben ein Dach über dem Kopf bei fremden Menschen gefunden. Die Hilfsbereitschaft ist immens. Gleichzeitig kann niemand sagen, wie viele Menschen in den vergangenen Wochen aus der Ukraine hierhergekommen sind und – vor allem – auch bleiben.

Gestern waren kreisweit knapp 1.300 registrierte Menschen aus der Ukraine durch private Aufnahmen oder durch Zuweisungen des Landes gemeldet. Davon entfallen alleine 100 Registrierungen auf die Verbandsgemeinde Mendig. Da sich die Ukrainerinnen und Ukrainer bis zu 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufhalten können und nicht zur Anmeldung verpflichtet sind, ist die genaue Zahl der Aufnahmen auch weiterhin nicht bekannt, liegt aber voraussichtlich noch deutlich höher. Bis zu 300 Menschen können gleichzeitig im Containerdorf Mendig vorübergehend unterkommen. Von den ursprünglich prognostizierten Zuweisungen ist das Soll bereits erfüllt. Prognosen zur weiteren Entwicklung sind nach wie vor nicht möglich.

Für Fragen zur Unterbringung und landesweiten Verteilung von Flüchtlingen erreichen Sie die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Bereich Asylwesen, telefonisch unter 0261/108-145 oder per E-Mail unter asylwesen@kvmyk.de.

Kategorien
Top-Themen

Gesundheits-Ministerium NRW erlässt neue Coronaschutz-Verordnung – Gültig ab Sonntag 03. April

Region/Düsseldorf – Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann empfiehlt weiterhin das Tragen einer medizinischen Schutzmaske in Innenräumen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen hat die Coronaschutzverordnung an die Vorgaben des Bundesinfektionsschutzgesetzes angepasst. Damit werden ab Sonntag, 3. April, 0.00 Uhr, die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen erheblich reduziert. Sowohl die bisherigen 3G- und 2G+-Zugangsbeschränkungen als auch die allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen entfallen. Bestehen bleiben Masken- und Testpflichten in besonders sensiblen Bereichen wie etwa Arztpraxen oder Krankenhäusern.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Auch, wenn in den letzten Tagen die Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen und auch die Aufnahmen von infizierten Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern zum Glück leicht rückläufig sind, befinden wir uns noch in einer kritischen Phase der Pandemie. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch und es gibt viele Personalausfälle, immer noch erkranken Menschen schwer und versterben. Und in den Krankenhäusern arbeiten viele Pflegekräfte seit Monaten am Limit. Dennoch können wir zentrale Schutzmaßnahmen nicht aufrechterhalten, weil hierzu die sichere rechtliche Grundlage des Bundes fehlt und die notwendige gebietsscharfe Feststellung einer Überlastung der Krankenhauskapazitäten nicht rechtssicher getroffen werden kann.“

Bestehen bleiben Maskenpflichten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc.), um ältere und vorerkrankte Menschen besonders zu schützen. Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose, Justizeinrichtungen) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen. Bestehen bleibt die Maskenpflicht auch im Öffentlichen Personennahverkehr.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen zudem nach wie vor nur mit einem aktuellen negativen Testnachweis betreten werden. Hier gilt also eine Testpflicht für Besucherinnen und Besucher und Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen. Gleiches gilt – dort allerdings nur für nicht immunisierte Personen – auch in Asyl- und Flüchtlingsunterkünften und Strafvollzugsanstalten etc. Mit diesen Regelungen schöpft das Land den verbliebenen Spielraum des Bundesgesetzes voll aus.

Minister Laumann: „Ich zähle jetzt auf jeden Einzelnen. Ich rate dringend dazu, zum eigenen Schutz und vor allem auch zum Schutz besonders gefährdeter Mitmenschen die Maske in vollen Innenräumen zumindest so lange weiterhin zu tragen, bis die Infektionszahlen wirklich deutlich zurückgegangen sind. Das sind wir allein den vielen Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen schuldig, die seit langem an ihre Belastungsgrenzen gehen. Und ich appelliere an die Unternehmen, Veranstalterinnen und Veranstalter: Prüfen Sie gerade in den nächsten Wochen, welche Hygienekonzepte Sie zusätzlich umsetzen, um Ihren Gästen, Kundinnen und Kunden möglichst viel Sicherheit zu geben.“

Als Orientierung sind der neuen Coronaschutzverordnung zwei Übersichten mit Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger bzw. Unternehmen und Veranstaltungen beigefügt.

Die neue Verordnung löst am Sonntag, 3. April 2022, um 0.00 Uhr die bisherigen Regelungen ab. Sie gilt zunächst bis zum 30. April 2022.

Kategorien
Top-Events

Kindertheater mit den Koblenzer Puppenspielen „Der kleine Wassermann“

Wehr/Region/Brohltal – Endlich ist es wieder soweit: die Kinderkultur-Reihe der Verbandsgemeinde Brohltal präsentiert am Sonntag, 03. April 2022 um 15.00 Uhr in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Wehr die Koblenzer Puppenspiele in der Römerhalle. Aufgeführt wird das Stück „Der kleine Wassermann“, nach dem Kinderbuch von Otfried Preußler. Ein Stück über die Neugier und das Erwachsenwerden für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bis zur 4. Klasse (Dauer: ca. 45 Minuten).

Worum geht’s? Eines Tages wird den Wassermanneltern, die am Grunde des Mühlenweihers leben, ein kleiner Junge geboren: Mit grünen Haaren und Schwimmhäuten zwischen den Zehen, wie es sich für einen richtigen Wassermann gehört. Bald geht der kleine Wassermann mit seinem Vater oder mit seinem Freund, dem Karpfen Cyprinus, auf Entdeckungsreise. Er lernt sich im Weiher zurechtzufinden, lernt Menschen kennen und erlebt viele Abenteuer.

Das mobile Puppentheater „Koblenzer Puppenspiele“ wurde 1995 von Björn Christian Küpper im Alter von 8 Jahren in Cochem gegründet. Das Repertoire reicht von Märchen bis hin zu Dramen der Weltliteratur. Mit ihrem Engagement und viel Liebe zum Detail schenkt das Ensemble seinem Publikum eine Plattform zum Träumen und Fantasieren, in einer Welt, die immer hektischer wird.

Eintritt:  Kinder: 3,00 € | Erwachsene: 4,00 € | Familien: 12,00 € (zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Die Durchführung der Veranstaltung erfolgt unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Hygienemaßnahmen.

Kartenvorverkauf: www.ticket-regional.de

Infos: Tourist-Info Vulkanregion Laacher See | Kapellenstraße 12 | 56651 Niederzissen | Tel. 02636/19433 | info@vulkanregion-laacher-see.de | www.vulkanregion-laacher-see.de.

Kategorien
Top-Events

Bilder und Lieder gegen den Krieg ab dem heutigen Samstag 02. April im Löhrerhof

Mechernich/Hürth-Alt-Hürth – Bilder aus seinem Zyklus „Die Flut, der Krieg und am Ende der Glaube und die Hoffnung…“ zeigt der Mechernicher Maler und Objektkünstler Franz Kruse ab dem heutigen Samstag, 02. April, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 16 Uhr im Kunst- und Kulturhaus der Stadt Hürth, dem Löhrerhof, in Hürth-Alt-Hürth, Lindenstraße. Es gelten die Corona-Schutzbestimmungen.

Bei der Vernissage am gestrigen Freitag, 01. April, um 19 Uhr sang der Kabarettist und Autor Achim Konejung am Flügel Lieder gegen den Krieg und neue eigene Kompositionen. Der 1941 in Gelsenkirchen geborene Franz Kruse zeigt im Löhrerhof unter anderem die Bilder „Menschen in Booten“, „Chaos in der Welt“, „Alle in einem Boot“, „Krieg bis ins Wohnzimmer“, „Gescheiterter Dialog“, „…der werfe den ersten Stein“, „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, „Am Ende siegt nur der Glaube“ und seine durch die Jahrzehnte seines Schaffens sich hinziehenden Blütenvariationen.

Seit 40 Jahren Atelier in der Eifel

Im Rhein-Erft-Kreis hat der seit 40 Jahren in seinem Atelier in Mechernich/Eifel wirkende Künstler 1992 mit einem 22 Meter langen Relief in der Adolf-Kolping-Kollegschule in Horrem seine Spuren hinterlassen. Anfang der 2000er Jahre bestritt er Ausstellungen in den Kreishäusern Bergheim und Hürth.

Ursprünglich kommt Franz Kruse aus der Gestaltung. Jahrzehntelang arbeitete er als Ausstatter und Regisseur am Theater, unter anderem bei Produktion bei der Biennale Zagreb, in Rom, Drottningholm, Mailand, Paris, London und Washington. Seine Lehrer waren Kurt Janitzki, Hans Rahn und Bert Schadeck.

Einem breiten Publikum bekannt wurden Kruses Rosenmontags-Persiflage-Wagen, Bagage-Wagen und Großfiguren im Kölner Rosenmontagszug sowie über 25 Jahre Bühnendekorationen im Maritim-Hotel Köln, in der lachenden Sporthalle und im Gürzenich. Laudatoren seiner Ausstellungen waren unter anderem Alfons Silbermann, Kurt Rossa, Angelus Seipt, Reinhard Hellweg und Ludwig Baum.

Kategorien
Top-Themen

Vor der FIFA-Zentrale in Zürich appellieren ein Künstler und die Arbeiter-Wohlfahrt ans Weltgewissen

Region/Zürich/Dortmund/Koblenz – Am gestrigen Freitag, 01. April, fand in Doha/Katar die Gruppenauslosung zur FIFA-WM statt. Mit einer Protestaktion haben der Osnabrücker/Wormser Künstler Volker-Johannes Trieb sowie die Verbände AWO International und AWO Bezirk Westliches Westfalen vor der FIFA-Zentrale in Zürich ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtenden und grausamen Bedingungen der Arbeitsmigranten*innen in Katar gesetzt.

Protestaktion vor der FIFA. Foto: AWO

„Auf Kosten der Fußballweltmeisterschaft sind in Katar beim Bau der Stadien viele tausend Menschen gestorben. Sie wurden wie Sklaven behandelt und sind an Hitze, an Erschöpfung oder wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen gestorben. Das wurde sowohl von der FIFA als auch von der Regierung in Katar in Kauf genommen. Das darf an einem Tag wie heute nicht verschwiegen werden“, so Volker-Johannes Trieb, der die Aktion ins Leben gerufen hat. Sinnbildlich für die vielen Opfer, deren Zahl Amnesty International mittlerweile mit 15.000 beziffert, wurden 6.500 mit Sand gefüllte Fußbälle vor der FIFA-Zentrale abgeladen: Bedruckt mit dem Zitat „Weltgewissen, du bist ein Fleck der Schande“, begleitet von einem Requiem des Cellisten Willem Schulz.

Mit den Fußbällen sind im Laufe des WM-Jahres noch weitere Aktionen geplant. Nach dem Endspiel am 18.12.2022 werden die 6.500 Exemplare abgegeben. Gleichzeitig werden Spenden gesammelt, die den Menschen in den Ländern der Getöteten zu Gute kommen. „Wir setzen uns seit vielen Jahren für die Rechte von Arbeitsmigranten und deren Familien ein, die oft in den ärmsten Ländern der Welt zurückbleiben und von dem Geld leben, das ihre Angehörigen schicken. Diese arbeiten meist unter katastrophalen Bedingungen. Die Schicksale der vielen Migranten in Katar sind für uns inakzeptabel und entsetzliche Beweise dafür, dass moderne Sklaverei existiert“, so Ingrid Lebherz, Geschäftsführerin von AWO International.

„Es ist für uns als Arbeiterwohlfahrt nicht akzeptabel, dass Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Auch die Unterdrückung der Frauen in Katar prangern wir an. Das Leben von Menschen, ihre Arbeitsbedingungen und ihre Freiheit sind unverhandelbar und zählen mehr als jeder Profit. Deshalb werden wir uns immer dafür engagieren, dass hohe soziale Standards und demokratische Strukturen in den Ländern gelten, an die lukrative Großereignisse vergeben werden“, ergänzt Michael Scheffler, Vorsitzender des AWO Bezirks Westliches Westfalen.

Umfangreiches Material zur Kampagne „Weltgewissen, du bist ein Fleck der Schande“ sowie Informationen zu den Aktionspartnern finden Sie auf der Website www.weltgewissen-katar.de

Kategorien
News

Helfen in der Ukrainekrise

Euskirchen – Die Integrationsagentur des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen möchte freiwilligen Unterstützern in der Ukrainekrise praxisnah helfen. In der kommenden Woche beginnt daher eine drei Veranstaltungen umfassende Angebotsreihe: Eine Infoveranstaltung, ein Workshop und ein persönliches Beratungsangebot. Hier können sich Interessierte und freiwillige Helfer jeglicher Art und Zugehörigkeit kostenlos informieren, austauschen und beraten lassen.

Nora Kassan, Mitarbeiterin des Rotkreuz-Teams Migration/Integration und systemische Therapeutin, unterstützt engagierte Menschen im Kreis dabei, ihre eigene Rolle als Helfende zu finden. Der Leiter des Teams, Boris Brandhoff, betonte im Vorfeld: „Wir wollen den Freiwilligen und Interessierten, Rotkreuz-Mitglied oder nicht, ein realistisches Bild von den Hilfsmöglichkeiten vermitteln. Niemand soll verzweifeln oder sich überfordern und sich ganz klar machen, wo die Unterstützung anfängt, aber auch wo das Ende ist – man sozusagen seine Rolle erfüllt hat.“

„Zoom“-Meeting

Beginnend mit einer digitalen Infoveranstaltung am Donnerstag, 7. April, von 17 bis 18 Uhr wird in das Thema Ukrainehilfen eingeführt. Alle Interessierten erhalten hier die Möglichkeit, kostenlos und ohne Anmeldung per Zoom daran teilzunehmen.

Themen sind beispielsweise: Welche Unterstützung gibt es im Kreis Euskirchen? Was sollte ich beachten? Wie kann ich mich vor Überforderung schützen? Als Ansprechperson steht neben Boris Brandhoff und Nora Kassan auch Roland Kuhlen vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Euskirchen zur Verfügung.

Beitreten kann man der Veranstaltung über den folgenden Link: https://us06web.zoom.us/j/94249329945?pwd=MFozWjJaQmpnNHJ1Z2hYT0UrbjZqdz09 („Meeting-ID“: 9424 9329 945; Kennwort 749 834). Für weitere Informationen steht Nora Kassan per Mail unter nkassan@drk-eu.de oder mobil unter 0160 520 55 52 zur Verfügung.

Präsenzworkshop

Am darauffolgenden Freitag, 8. April, findet auch gleich eine Präsenzveranstaltung von 15.30 bis 18.30 Uhr beim DRK-Kreisverband Euskirchen (Jülicher Ring 32 b, 53879 Euskirchen) statt.

Im Zentrum stehen hier die Fragen: Wie kann ich anderen bestmöglich helfen? Und was kann ich tun, damit es ihnen und mir gut dabei geht? Der Workshop unter Leitung von Nora Kassan bietet Anregungen, konkrete Handlungsempfehlungen und Raum für Austausch.

Um eine Anmeldung über Nora Kassan, telefonisch unter 0160 250 55 52 oder per Mail unter integrationsagentur@drk-eu.de, wird gebeten.

Beratung in Einzelgesprächen

Für persönliche Anliegen und Gesprächsbedarf bietet das Team Migration/Integration auch systemische Beratung für freiwillige Unterstützer. So könne man individuelle Impulse erhalten: Über Herausforderungen sprechen, Veränderungen anstoßen und Unterstützung bekommen. „Mit diesem Angebot wollen wir ganz besonders auch Unterstützer erreichen, die ansonsten vielleicht nicht im Roten Kreuz tätig sind“, so Brandhoff.

„In Einzelgesprächen nach Absprache kann man sich dann so austauschen, wie es im größeren Rahmen nur schlecht geht. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit mir!“, so die zuständige Mitarbeiterin Nora Kassan von der Rotkreuz-Integrationsagentur (0160 250 55 52 oder integrationsagentur@drk-eu.de).

Das Ganze wird unterstützt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW und durch die Integrationsagenturen des Landes. Weitere Informationen bezüglich zukünftiger Angebote des Teams Migration/Integration gibt´s unter https://www.drk-eu.de/angebote/migration-und-integration.

Kategorien
News

Landkreis Mayen-Koblenz will Gemeinschafts-Unterkünfte für ukrainische Flüchtlinge schaffen

Region/Mayen-Koblenz – Um weitere Unterbringungsmöglichkeiten für die vor dem Krieg in der Ukraine flüchtenden Menschen im Landkreis Mayen-Koblenz zu schaffen, hat der Kreistag die Verwaltung am gestrigen Freitag in einer außerordentlichen, nicht-öffentlichen Sitzung einstimmig damit beauftragt, Verträge zum Betrieb von zwei Gemeinschaftsunterkünften abzuschließen.

Die beiden Einrichtungen bieten Platz für bis zu 450 Personen und nehmen die Funktion einer Erstaufnahmemöglichkeit ein. Von dort aus sollen die geflüchteten Menschen dann jeweils schnellstmöglich in andere Wohneinheiten in den Städten und Verbandsgemeinden im Landkreis vermittelt werden.

Bis zum 31. März waren kreisweit bereits 1283 registrierte Personen aus der Ukraine aufgenommen worden. Die Menschen werden bislang weitgehend in privaten Wohnräumen untergebracht.