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GK-Mittelrhein gratuliert seinen 15 Gesundheits- und Kranken-Pflegehelfern

Region/Mayen-Koblenz – Absolventen haben eine spannende Zukunft vor sich. Gesundheits- und Krankenpflegehelfer – ein Beruf mit Zukunft und Weiterbildungspotenzial. Dass dies auch in der Realität so ist, beweisen die 15 Absolventen im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Sie haben ihre einjährige Ausbildung an der Pflegeschule am Standort Ev. Stift St. Martin mit ihrer staatlichen Prüfung erfolgreich beendet.

In der theoretischen Ausbildung wurden unter anderem die Grundlagen zur sicheren Durchführung grundpflegerischer Maßnahmen, zur Unterstützung der Fachkräfte im Pflegeprozess sowie zur Mithilfe bei therapeutischen Maßnahmen gelegt. Hierzu wurden beispielsweise auch Kenntnisse in Hygiene, Kommunikation, Recht und zum Verhalten in Notfällen vermittelt. Die praktische Ausbildung erfolgte standortübergreifend auf den Stationen der Krankenhäuser, in den Seniorenhäusern des GK-Mittelrhein sowie in der ambulanten Pflege. Praxisanleiter unterstützen dabei die Lehrer des Bildungs- und Forschungsinstituts und begleiten die Schüler professionell, um eine optimale Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ausbildung sicherzustellen.

Alle angetretenen Schüler haben ihre Prüfungen bestanden. Bei der Urkunden- und Zeugnisübergabe sagte der stellvertretende Schulleiter Michael Sölter: „Sie können wirklich stolz auf sich und Ihre Leistungen sein“. Er lobte nicht nur die ehemaligen Schüler, sondern bedankte sich auch für die sehr guten Leistungen des gesamten Schulteams und aller Kollegen aus der Praxis, ohne die eine gute Ausbildung nicht möglich wäre. Mit den besten Wünschen für die berufliche Zukunft schlossen sich auch der Prüfungsvorsitzende, die Gesamtschulleitung und die Kursleitung mit ihren Grußworten an.

Obwohl es bedingt durch Corona keine Feierlichkeiten gab, war die Freude bei den 15 frisch gebackenen Krankenpflegehelfern über das bestandene Examen groß. Einige von ihnen starten im GK-Mittelrhein direkt ins Arbeitsleben, andere beginnen hier im Herbst die dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau.

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SGD Nord gewinnt Rechtsstreit zugunsten des Trinkwasser-Schutzes im Bereich der Birgeler Brunnen

Gerolstein/Birgel/Koblenz.Trinkwasser gilt als das blaue Gold. Es handelt sich um ein überlebenswichtiges Lebensmittel, was trinkbares Wasser zum kostbarsten Rohstoff der Welt macht. In Birgel, Verbandsgemeinde Gerolstein ist diese wertvolle Ressource durch Nitrateinträge aus der landwirtschaftlichen Düngung im Bereich der Trinkwasserbrunnen gefährdet, weshalb die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in ihrer Funktion als Obere Wasserbehörde rechtliche Schritte zum Schutz des Trinkwassers einleitete. Dass diese Rechtsverordnungen wirksam sind, bestätigten nun Urteile des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz in Koblenz.

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Klimabäume leisten in Alsdorf einen Beitrag zum Umweltschutz

Alsdorf – Neun klimaresistente Bäume hat die Stadt Alsdorf jetzt mit Unterstützung von Westenergie gepflanzt. Die Pflanzung ist Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die das Energieunternehmen Westenergie initiiert hat und die sich über das gesamte Versorgungsgebiet der Westenergie erstreckt. Die verwendeten Baumarten gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit künftigen klimatischen Veränderungen gewachsen.

„Mit der Pflanzung der neun Klimabäume führen wir den Weg fort, eine lebenswerte städtische Umgebung zu schaffen und zu erhalten. Wir freuen uns, dass die neun Bäume an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet einen Standort gefunden haben“, sagt Dr. Timo Sachsen vom Amt für Planung und Umwelt der Stadt Alsdorf. „Da der Bedarf an neuen Bäumen aufgrund der vielen Ausfälle durch geringe Niederschläge und hohe Temperaturen ständig steigt, sind wir dankbar für die Unterstützung von Westenergie“ führt er fort. Im Alsdorfer Burgpark wurden drei Bäume gepflanzt: eine Hopfenbuche, eine Blasenesche und ein Trompetenbaum. Auch auf dem Nordfriedhof und an weiteren Stellen im Stadtgebiet wachsen die jungen Bäume.

Sarah Thießen, Kommunalmanagerin bei Westenergie, betont: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und die Erreichung der Klimaziele vorantreiben. Die Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer 2021 gestartet und Städte und Gemeinden dazu aufgerufen, ihr Interesse an einer Teilnahme zu bekunden und damit bis zu zehn der besonderen Bäume erhalten zu können. 125 positive Antworten gingen schließlich ein. Um gemeinsam den ersten Geburtstag von Westenergie zu feiern, hat sich das Unternehmen entschieden, allen 125 Städten und Kommunen Klimabäume zukommen zu lassen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen in den nächsten Wochen mit den Partnerkommunen somit 1.250 Klimabäume ein. (apa)

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Solarspeicher-Förderprogramm geht in die dritte Runde – Landkreis Mayen-Koblenz unterstützt mit 80.000 Euro

Region/Mayen-Koblenz – Nach dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Förderrunde steht auch der Fortsetzung des Solarspeicher-Förderprogramms für das laufende Jahr nichts mehr im Wege. Der Landkreis Mayen-Koblenz stellt für das 2022 80.000 Euro zur Verfügung, um die regionale Energiewende und damit auch den Klimaschutz effektiv zu gestalten. Förderberechtigt sind private Haushalte, Träger von Schulen und Kitas, wie auch Unternehmen, Vereine und karitative Einrichtungen im Landkreis Mayen-Koblenz. Förderanträge für Solarspeichersysteme können vom 1. April bis 30. September beim Klimaschutzmanagement der Kreisverwaltung unter www.kvmyk.de/solarspeicher gestellt werden. Die Förderung ist begrenzt auf bestehende Photovoltaik-Anlagen, die vor Oktober 2019 in Betrieb genommen wurden.

Die Förderung eines Speichers für Privathaushalte, Vereine und Unternehmen beträgt 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Die Förderung ist auf maximal 2.000 Euro je Vorhaben begrenzt. Auch Speicher für Schulen und Kitas werden mit 200 Euro pro Kilowattstunde gefördert. Für Planungskosten gibt es hier pauschal 100 Euro je Kilowattstunde und die Förderung ist auf maximal 6.000 Euro je Antrag begrenzt.

Die Kreisverwaltung setzt damit die erfolgreiche Arbeit aus den Vorjahren fort. In 2020 und 2021 konnten insgesamt bereits über 100.000 Euro an Fördergeldern ausgezahlt werden. „Trotz Corona und der wirtschaftlich angespannten Situation hat sich gezeigt, dass bei den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Mayen-Koblenz weiterhin besonderes Interesse besteht, den Eigenstromverbrauch von Photovoltaikanlagen zu erhöhen“, freuen sich die Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung Nico Hickel und René Leßlich nach Abschluss der zweiten Förderperiode.

Alle Informationen, Antragsunterlagen und die genauen Förderrichtlinien zum Solarspeicher-Förderprogramm des Landkreises gibt es online unter www.kvmyk.de/solarspeicher

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Das Musik-Programm steht – Drums & Pipes und „Herb Kraus & The Walking Shoes“

Kall – Die Planungen für das Gedenkfest „Ein Jahr danach“ am 15. und 16. Juli schreiten voran. Das Programm nimmt Formen an: Die Musikkapelle Kall, Chöre der Pfarre St. Nikolaus, Stephan Brings, Uwe Reetz, die Dreiborner Eifelschotten „Drums & Pipes“, die Eifelperlen, die Lückenfüller und die Oldie-Coverband „Herb Kraus & The WALKING‘ SHOES“ sind die Protagonisten, die beim zweitägigen Helferfest anlässlich der Flutkatastrophe von einem Jahr im Juli in Kall auf der Bühne stehen werden.

Am Tag des Gedenkens wird der Brings-Bassist Stephan Brings mit seiner Schwester Maria auf dem Bahnhofsvorplatz musizieren. Der in Hostel lebende Künstler verzichtet dabei auf seine Gage. Foto: Brings

In regelmäßigen Abständen trifft sich im Rathaus der Arbeitskreis, der die zweitägige Gedenk- und Dankveranstaltung ein Jahr nach der schlimmen Flutkatastrophe im Juli vorbereitet. Inzwischen steht das Musikprogramm, das größtenteils von der Hilfsgruppe Eifel, die die Fest-Vorbereitungen mit Rat und Tat unterstützt, organisiert wird.

Das zweitägige Bürgerfest für Betroffene und Helfer der Flut findet am Freitag, 15, und am Samstag, 16. Juli auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Es steht unter dem Motto  „Ein Jahr danach – Gedenken und Danken”. An diesem Freitag, 15. Juli, jährt sich zum ersten Mal der Tag der fürchterlichen Flutkatastrophe, die auch in der Gemeinde Kall Millionenschäden angerichtet hatte und bei der auch drei Mitbürger den Tod fanden.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser hat die Vorbereitung des Festes zur Chefsache erklärt. Unter seiner Leitung trifft sich der Arbeitskreis regelmäßig, um das Programm, dem Anlass entsprechend,  vorzubereiten.  Esser: „Der Freitagabend wird im Zeichen des Gedenkens stehen. Samstags wollen wir dann Danke sagen und mit den vielen Fluthelfern aus Nah und Fern und mit den betroffenen Familien aus der Gemeinde feiern“.

Nach ersten Plänen des Orga-Teams, dem neben dem Bürgermeister auch dessen Stellvertreterin Steffi Hübner, Ortsvorsteher Stefan Kupp, Bedienstete der Verwaltung, Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel und Kaller Bürger angehören, soll am Jahrestag der Flut, am 15. Juli, am frühen Abend um 17 Uhr zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe ein Gottesdienst mit der Musikkapelle Kall und den Chören der Pfarre St. Nikolaus stattfinden.

Nach dem Gottesdienst sind Gruß- und Dankesworte des Bürgermeisters sowie Ansprachen vorgesehen. Ab 19 Uhr wird die Musikkapelle Kall ein einstündiges Konzert geben. Ab 20 Uhr stellt sich Stephan Brings mit seiner Schwester Maria in den Dienst der guten Sache.

Wolfgang Glasmacher, der dem Orga-Team um Bürgermeister Hermann-Josef Esser angehört, hatte Stephan Brings für den Live-Auftritt anlässlich der Gedenkfeier in Kall begeistern können.  Der 56-jährige Bassist der Band „Brings“ ist als „offener Typ mit großem Herzen“ für sein großes soziales Engagement bekannt. Auch in Kall verzichtet der als Mann im Schottenrock bekannte und inzwischen in Hostel lebende Musiker und Eifel-Fan auf seine Gage.

Der Samstag, 16. Juli, wird ab 15 Uhr im Zeichen des Dankes an die vielen Fluthelfer stehen. Das ist Feiern angesagt. Für Kinder wird ein Nachmittags-Programm erstellt, in dessen Verlauf  auch Kinderliedersänger Uwe Reetz um 15 Uhr seine große und beliebte Show abzieht und die Herzen der Kids höher schlagen lässt. veranstaltet.  Schon jetzt können sich die Kinder auf Uwes Songs wie Traktorlied, Tatütata, Körperwachmachlied oder Hallo men Freund freuen. Auf dem Parkplatz des Rewe-Centers Pauly wird Inhaberin Anna Pauly für reichlich Kinderunterhaltung sorgen.

Auf der fest installierten Bühne innerhalb der großen Bahnhofstreppe ist ab 16 Uhr Live-Musik angesagt. Auf der Bühne mit professioneller Licht- und Tontechnik spielen die Eifelperlen mit Uwe Reetz, Stefan Göbel und Bernd Kistemann.  Seit 2013 tourt das Trio durch die Eifel und umliegenden Regionen von der Mosel bis nach Köln und Aachen. Die Drei haben jede Menge Spaß auf der Bühne, was sich automatisch auf das Publikum überträgt.

Am frühen Abend gegen 17.30 Uhr werden die Dreiborner Eifelschotten „Drums & Pipes“ auf dem Festplatz aufmarschieren und die Dudelsäcke erklingen lassen. Den Eifelschotten folgen die Lückenfüller, die Lieder der bekanntesten Kölsch-Bands covern und die in der Eifel und weit drüber hinaus durch ihre flotte Musik bekannt sind.

Ab 20.30 Uhr gibt sich die europaweit bekannte Oldie-Coverband „Herb Kraus & The WALKIN‘ SHOES“ in Kall die Ehre. Die Band feierte große Erfolge bei internationalen Festivals. Im weltweiten Ranking liegt ihre Version von „Hello Josephine“ bei Youtube auf Platz eins. Die Band um Herb Kraus, Andrea Kraus, Axel Becker und Ulrich Schulz  musizierte auch bereits in  den USA, wo sie das Publikum in Flagstaff und Tombstone begeisterten.

An beiden Tagen wird an Imbiss- und Getränkeständen natürlich auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt sein.  Am Freitagabend stellt sich auch das Verwaltungspersonal in den Dienst der guten Sache und wird beide Bierwagen besetzen um durstige Gäste zu bewirten. Samstags werden die beiden Getränkewagen mit freiwilligen Helfern des Maigeloogs und dem Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier besetzt sein.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser und der Arbeitskreis hoffen, dass sich noch Sponsoren finden, die die zweitägige Dank- und Gedenkfeier unterstützen. Für die Gedenkveranstaltung plant der Arbeitskreis die Erstellung einer Foto- und Videopräsentation von der Flutkatastrophe. Die Gemeinde bittet deshalb die Bürger, die von der Flut in der Gemeinde Fotos oder Videos gemacht haben, diese der Gemeinde für die Dokumentation und die Einstellung ins Gemeindearchiv zur Verfügung zu stellen.

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„Großvater hätte mich erschossen“ – Lesung mit Amon Göths Enkeltochter Jennifer Teege am 7. April

Mechernich – Ein Vorgespräch auch um die Vergangenheitsbewältigung in den eigenen Familien mit Giselas Freier und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Aus ihrem Buch „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen“ liest die Autorin Jennifer Teege, Enkelin des berüchtigten KZ-Kommandanten Amon Göth („Schindlers Liste“), am Donnerstag, 7. April, ab 19 Uhr in der Aula des Mechernicher Schulzentrums, Nyonsplatz 1.

Die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers bringt auf Einladung der Arbeitsgruppe um Gisela und Wolfgang Freier, Elke Höver und Rainer Schulz eine außergewöhnliche und dazu wahre Geschichte mit nach Mechernich: Denn mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist.

In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler.

Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 in Polen gehenkt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

„Die Lesung mit Jennifer Teege ist ein Teil unserer Erinnerungsarbeit“, erzählte Gisela Freier bei der Vorstellung der Lesung im Mechernicher Ratssaal zu Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Wir verlegen Stolpersteine, die an die vielen früheren jüdischen Familien in Mechernich und Kommern erinnern, halten Kontakt zu den Hinterbliebenen, organisieren Gedenkrundgänge und veranstalten, wie in diesem Fall, eine Lesung.“

Opportunisten und Widerstandsleute

Mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick reflektierte Gisela Freier bei dem Vorbereitungsgespräch auch die Handhabe von Erinnerungen an die NS-Zeit in den eigenen Familien. So habe sie selbst erst spät erfahren, dass ihr Vater in der NS-Zeit Bürgermeister von Reifferscheidt (Hümmel) war. Ambivalent waren die Erfahrungen von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der unter seinen Angehörigen ein Parteimitglied aus Pragmatismus hatte, aber auch solche, die sich aktiv am Widerstand gegen Hitler beteiligten. Ein Enkel, katholischer Priester, war hochdekorierter Weltkrieg-I-Offizier und wurde 1939 unter Beteiligung der Wehrmacht zu Grabe getragen.

Jennifer Teege ist die Enkelin von Amon Göth und Ruth Irene Göth. Amon Göth war der Kommandant des KZ Plaszow bei Krakau, ein brutaler Massenmörder, der verantwortlich war für den Tod von Tausenden von Menschen. Ruth Göth, seine Lebensgefährtin, lebte mit ihm in einer Villa am Rand des KZs im Luxus und verharmloste ihr ganzes Leben lang die Taten Göths.

Jennifer Teege erzählt in ihrem Buch die Geschichte ihrer Familie, also ihrer Großeltern, ihrer Mutter und auch ihre eigene Geschichte. Erst mit 38 Jahren erfährt sie, wer ihr Großvater war. In ihrem gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair verfassten Buch berichtet die Autorin, wie sie mit diesem Wissen weiterlebt.

„Mitläufer, Profiteure und Zuschauer“

Gisela Freier: „Die NS-Zeit, in der Unrecht zu Recht wurde, ist zwar historisch gesehen vorbei, aber ihre Auswirkung auf die Generation nach den Tätern, den Mitläufern, den Profiteuren und Zuschauern ist immer noch gegenwärtig, beeinflusst auch heute noch wenn auch oft unbewusst, das Leben der Enkel bzw. Urenkel auf vielfältige Weise.“

Gisela Freier ist in Mechernich und weit darüber hinaus bekannt geworden, weil sie vor Jahrzehnten an der damaligen städtischen Hauptschule Mechernich eine Arbeitsgruppe mit Schülern gegründet hat, die sich intensiv und gemeinsam mit Angehörigen der Kriegs- und NS-Zeit-Generation an die Erforschung, Aufdeckung und Erinnerung an die jüdischen Familien in Kommern und Mechernich und den Holocaust begab.

Eine daraus hervorgegangene Arbeitsgruppe wird heute von der Geschichtslehrerin Elke Höver und dem Geschäftsmann, Hausmeister und Handwerker Rainer Schulz sowie Gisela und Wolfgang Freier gebildet.

Die Lesung mit Jennifer Teege kam über Michael Mombauer von der Euskirchener Marienschule zustande, an der auch Elke Höver unterrichtet und der sich, wie die gebürtige Voißelnerin in Mechernich, in der Kreisstadt Euskirchen um die Erforschung und Abbildung der jüdischen Vergangenheit in der Öffentlichkeit bemüht.

Der Verlag rowohlt schreibt in seinem Begleittext zum Buch „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen“ (272 Seiten, 10 Euro, ISBN: 978-3-499-61327-2, als E-Book ISBN: 978-3-644-02821-0): „Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Mit vier Wochen wurde sie ins Kinderheim gebracht, mit sieben Jahren zur Adoption freigegeben. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert.

„Aus Schock wird Befreiung“

Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.“

Und weiter: „Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung. Seit 1999 ist Jennifer Teege Texterin und Konzeptionerin in der Werbebranche und lebt in Hamburg.“

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Jazz im Köllenhof mit Kena`s Room am Dienstag 05. April – Anmeldung erforderlich

Wachtberg-Ließem – Beim „Jazz im Köllenhof“ am Dienstag, 05. April 2022 um 20.00 Uhr wird die fünfköpfige Band Kena’s Room zu Gast sein. So wie in der Musik Brasiliens europäische Klänge und afrikanische Rhythmen eine harmonische Verbindung eingehen, treffen auch in der Musik von Kena´s Room verschiedenste Elemente zusammen: Kena Haas‘ sanfte Singstimme, in der Leidenschaft und Sehnsucht zu Hause sind, begegnet den klaren, schwebenden Vibraphon-Harmonien von Wolfgang Haas.

Dazu legt Jan-Uwe Leisse flexibel und energiegeladen das Fundament am Bass und Martin Esser sorgt für das südamerikanische Feuer an der Percussion. Unterstützt werden die Vier von Ronny Derouiche, der auf seiner Gitarre die Lebenslust und Sehnsucht nach Leben dieser Musik perfekt unterstützt und hervorhebt. Zusammen ergibt das einen coolen und lässigen, etwas außergewöhnlichen Sound, der den Stress des Alltags vergessen lässt. Mal kräftig und wild und dann wieder zart und melancholisch, so gar nicht in eine Schublade passend. Nämlich: Kena`s Room!

Der Eintritt ist wie immer frei, der „Hut“ darf gerne voll werden. Anmeldung erforderlich: marlies.frech@wachtberg.de . Für diese Veranstaltung gelten die dann gültigen Corona-Bestimmungen NRW.

Dienstag, 05. April 2022, 20.00 Uhr
Köllenhof, Marienforster Weg 14, 53343 Wachtberg

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Containerdorf Mendig wird zur zentralen Flüchtlings-Unterkunft des Kreises Mayen-Koblenz

Mendig – Nach der schnellen Hilfe für die Flutbetroffenen von der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal wird das Mendiger Containerdorf jetzt zum vorübergehenden Dorf für die im Landkreis ankommenden kriegsgeflüchteten Nachbarn aus der Ukraine. Von dort aus sollen die geflüchteten Menschen dann jeweils schnellstmöglich in andere Wohneinheiten in den Städten und Verbandsgemeinden im Kreis vermittelt werden. Dies hat der Kreistag im Rahmen einer Sondersitzung beschlossen.

„Die gute Aufnahme der Kriegsflüchtlinge ist uns ein gemeinsames Anliegen aber auch insbesondere ein großer Kraftakt für alle Kommunen des Landkreises. Wie bereits im vergangenen Sommer, strecken wir gerne erneut unsere helfende Hand aus“, erklärt Bürgermeister Jörg Lempertz die Hintergründe der jüngsten Entscheidung. Gleichzeitig dankt er den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bislang privaten Wohnraum für die Unterbringung zur Verfügung gestellt haben. Er betont ausdrücklich, dass privater Wohnraum auch weiterhin dringend benötigt werde, denn die Erst- und Zentralaufnahmeeinrichtung des Kreises dürfe nur die letzte Ausweichmöglichkeit der Unterbringung sein. „Die Zuweisung in regulären Wohnraum muss aus humanitären Gründen weiterhin das vorrangige Ziel sein“, bekräftigt Lempertz.

Der Krieg in der Ukraine stellt die Kommunen und die Behörden vor völlig andere Herausforderungen als die Flüchtlingskrise 2015/16. Das zeigt sich umso deutlicher, je mehr Tage seit der Invasion Putins vergehen. Viele Neuankömmlinge sind deswegen in Deutschland, weil sie hier bereits Familie, Freunde oder Bekannte haben. Viele andere haben ein Dach über dem Kopf bei fremden Menschen gefunden. Die Hilfsbereitschaft ist immens. Gleichzeitig kann niemand sagen, wie viele Menschen in den vergangenen Wochen aus der Ukraine hierhergekommen sind und – vor allem – auch bleiben.

Gestern waren kreisweit knapp 1.300 registrierte Menschen aus der Ukraine durch private Aufnahmen oder durch Zuweisungen des Landes gemeldet. Davon entfallen alleine 100 Registrierungen auf die Verbandsgemeinde Mendig. Da sich die Ukrainerinnen und Ukrainer bis zu 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufhalten können und nicht zur Anmeldung verpflichtet sind, ist die genaue Zahl der Aufnahmen auch weiterhin nicht bekannt, liegt aber voraussichtlich noch deutlich höher. Bis zu 300 Menschen können gleichzeitig im Containerdorf Mendig vorübergehend unterkommen. Von den ursprünglich prognostizierten Zuweisungen ist das Soll bereits erfüllt. Prognosen zur weiteren Entwicklung sind nach wie vor nicht möglich.

Für Fragen zur Unterbringung und landesweiten Verteilung von Flüchtlingen erreichen Sie die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Bereich Asylwesen, telefonisch unter 0261/108-145 oder per E-Mail unter asylwesen@kvmyk.de.

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Gesundheits-Ministerium NRW erlässt neue Coronaschutz-Verordnung – Gültig ab Sonntag 03. April

Region/Düsseldorf – Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann empfiehlt weiterhin das Tragen einer medizinischen Schutzmaske in Innenräumen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen hat die Coronaschutzverordnung an die Vorgaben des Bundesinfektionsschutzgesetzes angepasst. Damit werden ab Sonntag, 3. April, 0.00 Uhr, die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen erheblich reduziert. Sowohl die bisherigen 3G- und 2G+-Zugangsbeschränkungen als auch die allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen entfallen. Bestehen bleiben Masken- und Testpflichten in besonders sensiblen Bereichen wie etwa Arztpraxen oder Krankenhäusern.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Auch, wenn in den letzten Tagen die Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen und auch die Aufnahmen von infizierten Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern zum Glück leicht rückläufig sind, befinden wir uns noch in einer kritischen Phase der Pandemie. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch und es gibt viele Personalausfälle, immer noch erkranken Menschen schwer und versterben. Und in den Krankenhäusern arbeiten viele Pflegekräfte seit Monaten am Limit. Dennoch können wir zentrale Schutzmaßnahmen nicht aufrechterhalten, weil hierzu die sichere rechtliche Grundlage des Bundes fehlt und die notwendige gebietsscharfe Feststellung einer Überlastung der Krankenhauskapazitäten nicht rechtssicher getroffen werden kann.“

Bestehen bleiben Maskenpflichten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc.), um ältere und vorerkrankte Menschen besonders zu schützen. Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose, Justizeinrichtungen) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen. Bestehen bleibt die Maskenpflicht auch im Öffentlichen Personennahverkehr.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen zudem nach wie vor nur mit einem aktuellen negativen Testnachweis betreten werden. Hier gilt also eine Testpflicht für Besucherinnen und Besucher und Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen. Gleiches gilt – dort allerdings nur für nicht immunisierte Personen – auch in Asyl- und Flüchtlingsunterkünften und Strafvollzugsanstalten etc. Mit diesen Regelungen schöpft das Land den verbliebenen Spielraum des Bundesgesetzes voll aus.

Minister Laumann: „Ich zähle jetzt auf jeden Einzelnen. Ich rate dringend dazu, zum eigenen Schutz und vor allem auch zum Schutz besonders gefährdeter Mitmenschen die Maske in vollen Innenräumen zumindest so lange weiterhin zu tragen, bis die Infektionszahlen wirklich deutlich zurückgegangen sind. Das sind wir allein den vielen Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen schuldig, die seit langem an ihre Belastungsgrenzen gehen. Und ich appelliere an die Unternehmen, Veranstalterinnen und Veranstalter: Prüfen Sie gerade in den nächsten Wochen, welche Hygienekonzepte Sie zusätzlich umsetzen, um Ihren Gästen, Kundinnen und Kunden möglichst viel Sicherheit zu geben.“

Als Orientierung sind der neuen Coronaschutzverordnung zwei Übersichten mit Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger bzw. Unternehmen und Veranstaltungen beigefügt.

Die neue Verordnung löst am Sonntag, 3. April 2022, um 0.00 Uhr die bisherigen Regelungen ab. Sie gilt zunächst bis zum 30. April 2022.

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Kindertheater mit den Koblenzer Puppenspielen „Der kleine Wassermann“

Wehr/Region/Brohltal – Endlich ist es wieder soweit: die Kinderkultur-Reihe der Verbandsgemeinde Brohltal präsentiert am Sonntag, 03. April 2022 um 15.00 Uhr in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Wehr die Koblenzer Puppenspiele in der Römerhalle. Aufgeführt wird das Stück „Der kleine Wassermann“, nach dem Kinderbuch von Otfried Preußler. Ein Stück über die Neugier und das Erwachsenwerden für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bis zur 4. Klasse (Dauer: ca. 45 Minuten).

Worum geht’s? Eines Tages wird den Wassermanneltern, die am Grunde des Mühlenweihers leben, ein kleiner Junge geboren: Mit grünen Haaren und Schwimmhäuten zwischen den Zehen, wie es sich für einen richtigen Wassermann gehört. Bald geht der kleine Wassermann mit seinem Vater oder mit seinem Freund, dem Karpfen Cyprinus, auf Entdeckungsreise. Er lernt sich im Weiher zurechtzufinden, lernt Menschen kennen und erlebt viele Abenteuer.

Das mobile Puppentheater „Koblenzer Puppenspiele“ wurde 1995 von Björn Christian Küpper im Alter von 8 Jahren in Cochem gegründet. Das Repertoire reicht von Märchen bis hin zu Dramen der Weltliteratur. Mit ihrem Engagement und viel Liebe zum Detail schenkt das Ensemble seinem Publikum eine Plattform zum Träumen und Fantasieren, in einer Welt, die immer hektischer wird.

Eintritt:  Kinder: 3,00 € | Erwachsene: 4,00 € | Familien: 12,00 € (zzgl. Vorverkaufsgebühr)

Die Durchführung der Veranstaltung erfolgt unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Hygienemaßnahmen.

Kartenvorverkauf: www.ticket-regional.de

Infos: Tourist-Info Vulkanregion Laacher See | Kapellenstraße 12 | 56651 Niederzissen | Tel. 02636/19433 | info@vulkanregion-laacher-see.de | www.vulkanregion-laacher-see.de.