Kategorien
News

Tag der Mobilität am Aldenhoven Testing Center

Düren – Ein Blick in die Zukunft der Mobilität. Normalerweise sind die Türen des Aldenhoven Testing Centers (ATC) verschlossen. Am Sonntag, 14. August, gab es die Ausnahme – und das aus gutem Grund. Im Rahmen des 50. Geburtstags des Kreises Düren wurde der Tag der offenen Tür am ATC gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gefeiert.

An zahlreichen Stationen erhielten sie einen Einblick, wie die Zukunft der Mobilität und des Verkehrs aussehen wird. Dabei spielt der Wasserstoff eine wichtige Rolle. Die und 1000 Besucherinnen und Besucher konnten in den Wasserstoffbussen schnelle Runden über das Testgelände drehen und dabei die steilen Kurven erfahren, die sonst nur zu Forschungszwecken befahren werden. Auch Landrat Wolfgang Spelthahn drehte unter anderem gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Prof. Dr. Dirk Abel von der RWTH Aachen sowie Anette Winkler, Geschäftsführerin am ATC und Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises Düren, eine Runde über das Gelände. „Mobilität ist in unserer heutigen Zeit ein wichtiger Schlüssel in Hinblick auf den Klima-, aber auch den Strukturwandel. Wie Forschung und Praxis daran arbeiten, wollen wir mit diesem Tag zeigen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

 So informierten sie sich bei der Tour über das Gelände unter anderem über das Projekt „Vertical Mobility“ der RWTH Aachen, bei der maxisgruppe über die Wasserstoffautos, die dort unter anderem für die Polizei oder den Rettungsdienst umgebaut werden, und sie erhielten einen Einblick in den Wasserstoff-Projektkurs der Europaschule Langerwehe. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des ATCs. „Zum 50. Geburtstag des Kreises Düren der heutige Tag ein wichtiges Zeichen. Die Region, die ich sehr gut kenne, widmet sich dem Thema Verkehrswende. Dort, wo früher Kohle abgebaut wurde, entstehen heute die Arbeitsplätze der Zukunft. Wir werden unterstützen, wo es nur möglich ist“, sagt Oliver Krischer.

Gemeinsam mit der RWTH Aachen betreibt der Kreis Düren das ATC. Prof. Dr. Dirk Abel ergänzte: „Für die RWTH Aachen ist dieses Gelände eine Bereicherung. Hier konnten wir schon sehr früh Forschungsarbeit betreiben. Wir sind froh, auch einen Beitrag zum Strukturwandel leisten zu können.“ Eröffnet wurde das ATC vor rund acht Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Grube Emil Mayrisch. „Wir wollen den Standort nach vorne bringen und weitere Arbeitsplätze schaffen. Mit der RWTH haben wir eine zuverlässige Partnerin an der Seite, auf die wir zählen können“, sagte Anette Winkler.

Neben Live-Musik von den Bands „Refuse“ und „The Atomic 4“ gab es eine Oldtimershow. Für die Kinder stand ein Schminkspaßmobil, ein Kinderspielzelt sowie Fußball-Darts bereit. Am Abend wurden die Strecken dann für Fahrradfahrer freigegeben. Mobilität wird hier gelebt.

Kategorien
News

800 Warnwesten für „I-Dötzchen“ der Mechernicher Grundschulen

Mechernich – 800 Warnwesten für einen sicheren Schulweg hat das Hilfswerk der Brühler Unternehmensgruppe „ZUA“ (Sicherheitsdienst, Zeitarbeit, Reinigung, Bau & Sanierung) den Mechernicher Grundschulen gespendet. Die Geschäftsführer Yosof Saidi und Messud Kurt überreichten am Freitag exemplarisch Westen an die 105 I-Dötzchen der Katholischen Grundschule Mechernich und ihren Leiter Ulrich Lindner-Moog. Die restlichen Westen ließ er unter den anderen städtischen Schulen aufteilen. „Es waren so viele, dass wir trotz gestiegener Schulanfängerzahlen auch noch für das nächste Schuljahr genug haben“, so Uli Lindner-Moog zum Mechernicher „Bürgerbrief“.

Über hundert Mechernicher I-Dötzchen winken in geschenkten Warnwesten, unter sie haben sich ihr Rektor Ulrich Lindner-Moog (ganz rechts) und die Spender, die Geschäftsführer Yosof Saidi und Messud Kurt von der Brühler Unternehmensgruppe „ZUD“, gemischt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Sadaga“ heißt auf Arabisch „Hilfe“

Die Sachspende angenommen und vermittelt hatte Sophia Bollig vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Sie freute sich ebenso wie Schulleiter Lindner-Moog und die Verkehrswacht im Kreis Euskirchen über das Engagement der Firmengruppe „ZUA“, die mit der „Sadaga“ gGmbH über eine eigene soziale Organisation verfügt. „Der Name bedeutet auf Arabisch »Hilfe«“ erläuterte Yosof Saidi den Mechernicher Schülern.

Die Sachspende angenommen und vermittelt hatte Sophia Bollig vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung Mechernich, links Messud Kurt, rechts dessen Geschäftsführerkollege Yosof Saidi. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Den Anstoß zu einer großangelegten Spendenaktion von Warnwesten an rheinische Schulen hatte 2021 der Unfall eines kleinen Mädchens in Erftstadt gegeben, das auf dem Schulweg auf einem Zebrastreifen überfahren worden war. „Vielleicht wäre das zu vermeiden gewesen, wenn das Kind eine solche Warnweste getragen hätte“, so Yosof Saidi.

Kategorien
News

Lukasmarkt 2022 in Mayen – Erinnerungen zum Mitnehmen

Mayen – Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause findet das beliebte Volksfest in der Mayener Innenstadt endlich wieder statt. Vom 15. bis 23. Oktober werden die alt bewährten aber auch neuen Fahrgeschäfte sowie diverse Essens- und Getränkestände in Mayen zu finden sein.

Welche Fahrgeschäfte die Volksfestfans erwarten können, kann in dem neuen Lukasmarkt-Flyer nachgelesen werden. Dieser liegt für alle Interessierten in der Stadtverwaltung Mayen, der Tourist-Information, dem Eifelmuseum und den Erlebniswelten Grubenfeld sowie in verschiedenen Läden in Mayen aus.

Nicht nur das Design der Flyer und Plakate ist neu, denn ab diesem Jahr sind diverse Merchandise Artikel des Lukasmarktes erhältlich.

Neben dem beliebten Sammler Pin, der ab diesem Jahr die Geschichte des Mayener Mädche und dem Mayener Jung auf dem Lukasmarkt erzählt, können Postkarten, Schlüsselanhänger, Taschen und bald auch Schals unter dem Motto „Erinnerungen zum Mitnehmen“ käuflich erworben werden.

Wer jetzt bereits Lukasmarkt-Artikel haben möchte, ist bei der Tourist-Information, der Buchhandlung Reuffel, dem Eifelmuseum und den Erlebniswelten Grubenfeld genau richtig.

Kategorien
News

NRW Umweltminister startet Informationsreise – Start im Nationalpark Eifel

Region/Düsseldorf – NRW Minister Oliver Krischer: Ohne eine intakte Natur sind unsere Lebensgrundlagen gefährdet. Umweltminister startet Informationsreise zum Zustand der biologischen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen. In Nordrhein-Westfalen steigt die Fläche für den Schutz der Natur weiter. Nach Berechnungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) erreichten die Naturschutzflächen im letzten Jahr eine Ausdehnung von rund 297.000 Hektar, was etwa 8,7 Prozent der Landesfläche ausmacht. 2020 waren es mit rund 286.700 Hektar noch 8,4 Prozent. Damit hält der steigende Trend der letzten zehn Jahre an. „Ohne eine intakte Natur, ohne ein wildes und lebendiges Nordrhein-Westfalen, sind unsere Lebensgrundlagen gefährdet“, sagte Umweltminister Oliver Krischer zum Start seiner Informationsreise zum Zustand der biologischen Vielfalt im Nationalpark Eifel. „Deshalb müssen wir größere Kraftanstrengungen unternehmen, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Intakte Lebensräume sind die Basis dafür und der Nationalpark Eifel zeigt eindrucksvoll, welchen Erfolg ein ambitionierter Natur- und Artenschutz erreichen kann. Daran wollen wir anknüpfen.“ Zu den Naturschutzflächen gehören Naturschutzgebiete, der Nationalpark Eifel, die Nationalen Naturmonumente und die Wildnisentwicklungsgebiete („Wildniswälder“).

Alte Buchenwälder, mystische Moore, knorrige Eichenbäume, moosbedeckte Auenwälder, blühende Heideflächen, ausgedehnte Wasserlandschaften und wilde Mittelgebirgsbäche: „Nordrhein-Westfalen hat eine einzigartige Natur und eine faszinierende Artenvielfalt“, sagte Minister Krischer. Mehr als 43.000 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten und rund 70 verschiedene Lebensräume bilden die Grundlage für den Artenreichtum in Nordrhein-Westfalen. „Sie zu bewahren und zu schützen ist eine existentielle Aufgabe. Der Nationalpark Eifel als größtes Gebiet zur Entwicklung wilder Wälder in Nordrhein-Westfalen zeigt dabei, wie uns dies gelingen kann. Er ist eine ökologische Erfolgsstory.“

Im Januar 2004 wurde der Nationalpark Eifel mit 110 Quadratkilometern Fläche als erster Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Deutschlandweit gibt es derzeit 16 Nationalparks. Das Großschutzgebiet in der Nordeifel stellt die bodensauren, nährstoffarmen Laubmischwälder unter Schutz. Neben den Waldgebieten sind auch die zahlreichen Quellgebiete und Bachtäler sowie Felskomplexe ökologisch wertvolle und empfindliche Bereiche. Auf der Dreiborner Hochfläche mitten im Nationalpark Eifel ist das verwildernde Offenland von besonderer Schönheit. Insgesamt leben im Nationalpark Eifel etwa 11.205 Arten, wovon 2.571 auf der „Roten Liste“ stehen. „Wir freuen uns besonders, dass unter den vielen Artenfunden in unserem Schutzgebiet zunehmend auch Zeigerarten für alte Wälder auftreten, wie 2021 der Urwaldzeiger-Pilz „Ästiger Stachelbart““, so Dr. Michael Röös, Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel.

Biodiversitätskrise wirksam bekämpfen

Mit Blick auf das Großschutzgebiet mahnte Minister Krischer aber auch einen ambitionierteren Artenschutz an. „Der Nationalpark ist ein Hort der biologischen Vielfalt, der zeigt, dass ein ambitionierter Naturschutz erfolgreich sein kann“, sagte Minister Krischer. Und dies sei notwendig, denn auch in Nordrhein-Westfalen sei der Verlust an biologischer Vielfalt weiterhin hoch:

  • Etwa 45 Prozent der untersuchten Tier-, Pilz- und Pflanzenarten stehen in Nordrhein-Westfalen auf der „Roten Liste“ – sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.
  • Rund 80 Prozent der Lebensräume im Tiefland sind in einem ungünstigen Erhaltungszustand – allen voran Moore, Grünland- und Gewässerlebensräume sowie Eichen- und Auenwälder.
  • Und aktuell sind nur 8,8 Prozent aller Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen in einem sehr guten oder guten ökologischen Zustand.

Die Ursachen des Artensterbens und des Verlusts an biologischer Vielfalt sind häufig menschengemacht: Neben den Folgen des Klimawandels gehören hierzu unter anderem eine zu intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die Zerstörung und Zerschneidung naturnaher Lebensräume und der fortschreitende Flächenfraß. So gingen im Jahr 2020 täglich in Nordrhein-Westfalen etwa 5,7 Hektar an wertvollen Lebensräumen für eine Vielzahl von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten für Siedlungs- und Verkehrsnutzungen verloren.

Die Landesregierung will dem Verlust der biologischen Vielfalt und dem fortschreitenden Artensterben gegensteuern. „Die Biodiversitätskrise ist eine der zentralen ökologischen Krisen unserer Zeit“, sagte Minister Krischer. „Die Landesregierung hat sich vorgenommen, mit einer Vielzahl von Maßnahmen und einer umfangreichen Finanzierung die Biodiversitätskrise wirksam zu bekämpfen und in allen Politikfeldern mitzudenken.“

Minister Krischer wird sich in den nächsten Wochen im Rahmen seiner Informationsreise quer durch Nordrhein-Westfalen vor Ort von Expertinnen und Experten über den Zustand der Natur, über ambitionierte Artenschutz-Projekt sowie über notwendige Maßnahmen informieren lassen. Der Start der Minister-Tour fand gestern im Nationalpark Eifel statt.

Kategorien
News

Katastrophen-Schutz-Besprechung mit beeindruckender Leistungsschau in Wittlich

Wittlich – Auf Einladung von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Jörg Teusch fand im Katastrophenschutzzentrum in Wittlich (ehemaliges HELA-Gelände) eine große Katastrophenschutzbesprechung statt. Frei nach dem Motto „In Krisen Köpfe kennen“ konnte Teusch neben den Führungskräften der Feuerwehren und Hilfsorganisationen auch eine Vielzahl von Vertreter der örtlichen Ordnungsbehörden, der Polizei, des Justizvollzugs, der Bundeswehr, des Rettungsdienstes, der Energieversorgung, der Straßen- und Autobahnverwaltung und weiterer Dienststellen begrüßen. Die jährliche Katastrophenschutzbesprechung ist Wissens- und Informationsplattform für alle an der Gefahrenabwehr beteiligten Dienststellen. Dabei steht das Kennenlernen von Ansprechpartnern und Aufgaben im Vordergrund, um in Einsatzsituationen gezielt zusammenarbeiten zu können.

Nach der Unwetterkatastrophe im Juli 2021 hat der Kreistag umfangreiche Maßnahmen zur Neustrukturierung des Katastrophenschutzes im Landkreis Bernkastel-Wittlich auf den Weg gebracht. So wurden unter anderem die Aufgaben des Brand- und Katastrophenschutzes zum Jahresbeginn in einer dem Landrat unmittelbar unterstellten Stabsstelle unter Leitung von BKI Teusch gebündelt. Ein weiterer Baustein ist die Schaffung eines Katastrophenschutzzentrums. Teusch erläuterte den Planungsstand und die Konzeption des Katastrophenschutzzentrums. Aktuell sind bereits entsprechende Stabs- und Nebenräume eingerichtet worden, welche Teusch vorstellte.

Im Außengelände fand zeitgleich eine beeindruckende Fahrzeug- und Geräteausstellung als Leistungsquerschnitt des Katastrophenschutzes im Landkreis statt. So präsentierten die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung, der Gefahrstoffzug, der Katastrophenschutzzug LZW, die beiden Schnelleinsatzgruppen, die Rettungshundestaffel und das Technische Hilfswerk Teile ihres Fuhrparks beziehungsweise Ausrüstungen und erörterten ihre Einsatzbereiche.

Kategorien
News Top-Themen Wirtschaft

Sicherung der Energie- und Wärmeversorgung – Höhe der Gas-Umlage steht fest

Region/Berlin – Bundesminister Habeck: „Die Umlage muss und wird mit gezielten Entlastungen einhergehen.“ Um die Wärme- und Energieversorgung in der kommenden Kälteperiode zu sichern, wird von Oktober an eine befristete Gas-Sicherungsumlage erhoben. Diese liegt zu Beginn des Umlagezeitraums (ab dem 1. Oktober) bei 2,4 Cent, wie der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE) heute bekannt gab. Ziel ist es, in der durch den russischen Angriff auf die Ukraine bewusst ausgelösten deutschen und europäischen Energiekrise die Gasversorgung für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft zu sichern. Um die Energiekosten mindestens teilweise zu dämpfen, soll die befristete Umlage durch weitere, zielgenaue Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger und eine Verlängerung der Hilfsprogramme für die Wirtschaft flankiert werden.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, erklärte: „Die Umlage ist eine Folge von Putins völkerrechtswidrigem Angriffskrieg auf die Ukraine und die von russischer Seite verursachte künstliche Energieknappheit. Sie ist bei weitem kein einfacher Schritt, aber notwendig, um die Wärme- und Energieversorgung in den privaten Haushalten und der Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Sonst wäre die Versorgungssicherheit gefährdet. Aber erstens: Die Umlage muss und wird von einem weiteren Entlastungspaket begleitet werden. Die Energiepreise sind durch den russischen Angriffskrieg insgesamt enorm gestiegen. Gerade für diejenigen, die nicht viel haben, ist das eine hohe Belastung, die nicht oder nur schwer zu tragen ist. Die Bundesregierung hat sich schon auf erste Schritte wie eine Ausweitung des Wohngeldes mit einem Heizkostenzuschuss verständigt. Ich meine aber, dass weitere zielgenaue Entlastungen nötig sind. In dieser Krise müssen wir den demokratischen Konsens sozialpolitisch absichern. Zweitens ist für die Bundesregierung völlig klar, dass der Staat über die Umlage letztlich keine höheren Mehrwertsteuereinnahmen erzielen soll. Wir werden einen Weg finden, um sicherzustellen, dass es da nicht noch zu einer zusätzlichen Belastung kommt.“

Hintergrund für die Umlage ist die von Russland künstlich geschaffene Energieknappheit. So wurden die Gasflüsse durch die Pipeline Nord Stream 1 ohne belastbare technische Gründe reduziert. Gasimportunternehmen müssen nun zu deutlich höheren Preisen als vereinbart am so genannten Spotmarkt Ersatz beschaffen, damit die Privathaushalte sowie die Wirtschaft weiter mit ausreichend Gas versorgt werden können. Dadurch würden zum Teil hohe und nicht zu deckende Verluste entstehen, wodurch Insolvenzen und großflächige Lieferausfälle in der Gasversorgung wahrscheinlich würden. Um ein solches Szenario zu verhindern, soll der Großteil dieser Ersatzbeschaffungskosten ab Oktober solidarisch von allen Gasversorgern getragen werden, die diese dann auf die Endkunden – Privathaushalte und Wirtschaft – umlegen können. Bis Ende September tragen die Gasimporteure die Kosten praktisch allein. Die Umlage dient explizit nicht dazu, die Eigentümerinnen und Eigentümer der Energieversorgungsunternehmen vor Wertverlusten zu schützen. Die Umlage ist per Rechtsverordnung von der Bundesregierung beschlossen worden; Rechtsgrundlage ist § 26 des novellierten Energiesicherungsgesetzes.

Insgesamt unternimmt die Bundesregierung umfangreiche Anstrengungen, um die Gasversorgung zu stabilisieren und so die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. So kümmert sie sich um den zügigen Aufbau einer Infrastruktur für Flüssigerdgas, um russisches Gas zu ersetzen. Sie sorgt für die ausreichende Befüllung der Gasspeicher in der kommenden Heizperiode und für die Ersatzbeschaffung von Gas. Darüber hinaus sichert die Bundesregierung die Funktionsfähigkeit des Gasmarktes ab, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten, unter anderem durch Kreditprogramme sowie durch die staatliche Beteiligung an Uniper, dem größten Gasimportunternehmen am deutschen Markt.

Näheres zur Umlage

Die Umlage ist bis zum 1. April 2024 befristet. Sie kann alle drei Monate anhand der tatsächlichen Kostenhöhe aktualisiert werden. Ihre Höhe wird jeweils von dem Marktgebietsverantwortlichen THE ermittelt. Wirtschaftsprüfer oder andere in der Verordnung genannte Prüfer müssen die Richtigkeit der Kostenberechnungen testieren. Die Bundesnetzagentur begleitet als unabhängige Behörde das Verfahren und prüft die Berechnungen auf Plausibilitäten, einschließlich einer genauen Überprüfung im Rahmen der sogenannten Endabrechnung.

Diejenigen Gasimporteure, die wegen ihrer hohen Ersatzbeschaffungskosten für ausfallendes russisches Gas die Umlage in Anspruch nehmen wollen, konnten bei THE 90 Prozent ihrer voraussichtlichen Mehrbeschaffungskosten geltend machen. Dafür gelten zwei zentrale Bedingungen. Erstens darf es nur um Ersatzbeschaffungen für physische Gaslieferungen in den deutschen Markt gehen; zweitens dürfen nur Mengen angerechnet werden, die in Bestandsverträgen in Bezug auf russische Erdgaslieferungen zugesichert wurden. Das heißt, die Lieferverträge müssen vor dem 1. Mai 2022 abgeschlossen worden sein.

Insgesamt haben zwölf Gasimporteure ihre Ersatzbeschaffungskosten bei THE angemeldet. Bezogen auf den Umlagezeitraum bis Anfang April 2024 machten diese Gasimporteure 34 Milliarden Euro an Kosten geltend; dies entspricht 90 Prozent der erwarteten Ersatzbeschaffungskosten für diese Zeit. Aus dieser Summe wurde durch ein im Rahmen der Rechtsverordnung vorgegebenes Berechnungsverfahren die Höhe der Umlage ermittelt. Dabei wird mit Prognosewerten gearbeitet. Am Ende des Umlagezeitraums wird dann anhand der tatsächlichen Kosten abgerechnet.

Weitere Informationen

Zu THE: Die Firma Trading Hub Europe ist ein Unternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber in Deutschland, das nicht gewinnorientiert arbeiten darf und für die technische Funktionsfähigkeit des deutschen Gasmarktes zuständig ist.

Kategorien
News

Netzwerktreffen mit Medizinern von Morgen in der Vulkanbrauerei Mendig

Mendig/Mayen-Koblenz – Wie schaffen wir es, zukünftig ausreichend Ärzte für unsere Krankenhäuser und die Praxen haben? Um dies mit der Ärzteschaft zu besprechen hat Landrat Dr. Alexander Saftig Studierende im praktischen Jahr der Kliniken im Landkreis eingeladen. Rund 30 Medizinstudierende, leitende Ärzte sowie Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mittelrhein und der Kreisverwaltung sind der Einladung zum Netzwerktreffen in der Vulkanbrauerei in Mendig gefolgt.

Neben den Gesprächen stand auch ein Bierverkostung mit einem Biersommelier auf dem Programm.

„Zu einem lebens- und liebenswerten Landkreis gehört eine gesicherte ärztliche Versorgung genauso wie Kindergärten, Schulen und der Öffentliche Personennahverkehr“, so Saftig. Der Landkreis ist ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort. Es wird eine attraktive Kombination aus vielen Standortfaktoren für junge Fachkräfte geboten. Um dies den Studierenden, die aus ganz Deutschland in unsere Region gekommen sind zu zeigen, fand das Netzwerktreffen in der Vulkanbrauerei in Mendig statt.

Gemeinsam wurde darüber diskutiert, was in Zukunft gezielt getan werden kann, damit der ärztliche Nachwuchs hier vor Ort seine Ausbildung macht und sich auch künftig im Landkreis niederlässt. Der Kreischef machte deutlich, wie wichtig das Thema Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Mayen-Koblenz ist. In den vergangenen Jahren hat sich der Landkreis bereits in vielfältiger Weise engagiert. Unter anderem bei der Unterstützung der Verbundweiterbildung, dem Projekt „HerzAPP““ sowie mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In der Verbundweiterbildung wurde den Kliniken finanzielle Unterstützung bei Anschaffungen gewährt. So konnten sogenannte „Skill-laps“ (Trainingseinrichtungen) angeschafft werden. Damit können Teams aus Pflege und medizinischer Versorgung Fälle simulieren und üben. Auch wurden Lizenzen für die „Amboss-App“ für Medizienstudierende und Assistenzärzte im Klinikum in Andernach übernommen. Der Landkreis hat zudem das Telemedizin-Pilotprojekt „Herzverbund Rheinland-Pfalz“ am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) in Mayen unterstützt. Nach Abschluss wird aktuell das Folgeprojekt „Herz.Gesund“ am Klinikstandort Mayen als auch in Andernach weitergeführt. Mit der App können Herzinsuffizienzpatienten durch die behandelnden Ärzte eng begleitet, wichtige Vitalparameter überwacht und bei Bedarf eine Anpassung der Behandlung koordiniert werden.

Kategorien
News

Zukunft des AvD-Oldtimer-Grand-Prix bis 2028 auf dem Nürburgring gesichert

Nürburg – Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix bleibt langfristig fester Bestandteil des Nürburgring Veranstaltungskalenders. Die Betreiber der Rennstrecke und die Veranstaltergemeinschaft des Klassik-Events einigten sich frühzeitig auf eine Fortführung der Zusammenarbeit bis ins Jahr 2028. Die größte Oldtimer-Rennveranstaltung Kontinentaleuropas soll auch in Zukunft jeweils Mitte August stattfinden.

Die Verlängerung des Veranstaltungsvertrages wurde bereits ein Jahr vor Auslaufen des ursprünglich bis 2023 laufenden Kontraktes beschlossen und unterstreicht somit die gute Zusammenarbeit. Im kommenden Jahr steht beim 50. AvD-Oldtimer-Grand-Prix ein „runder Geburtstag“ an, und der Vertragsabschluss garantiert, dass dieser Auflage noch einige mehr folgen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir für Kontinuität sorgen – nicht nur für unsere Zuschauer auf den Tribünen, sondern vor allem auch für Teams und Fahrern ein wichtiger Fixpunkt im Jahreskalender bleiben. Die Vereinbarung mit unseren Partnern am Nürburgring gibt uns auch Sicherheit für alle nun anschließenden Planungen“, sagt Wolfgang Schulz als Mit-Geschäftsführer der Veranstaltergemeinschaft.

Auch für die Betreiber der Rennstrecke ist die Vertragsunterzeichnung ein wichtiges Signal: „Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix repräsentiert die gesamte Motorsport-Geschichte unserer Rennstrecke“, erläutert der Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Ingo Böder. „Die Fahrzeuge, die hier an den Start gehen, faszinieren seit Jahrzehnten die Besucher der ’Grünen Hölle’ und machen die großen Momente erlebbar. Deshalb freuen wir uns, dass wir dieses Highlight langfristig am Nürburgring erleben können.“

Kategorien
Wirtschaft

Kreativität wird belohnt

Region/Koblenz-Mayen/Andernach – Volksbank RheinAhrEifel eG sucht neuen Namen für das Bauprojekt auf dem Ernestus-Platz in Andernach. Zentral, attraktiv, kundenfreundlich und modern, so soll der Ernestusplatz zukünftig zu einem Mittelpunkt der Stadt Andernach werden. Ende 2020 hatte die Stadt eine Konzeptvergabe für den Ernestus-Platz ausgeschrieben. Im September 2021 hat dann die Volksbank RheinAhrEifel den Zuschlag für dieses Projekt erhalten. An dem Standort entstehen bis 2025/26 45 Mietwohnungen, fünf Arztpraxen, ein Restaurant und eine hochmoderne Filiale der Volksbank.

Der Platz vor dem Koblenzer Tor, an dem Hochstraße und Koblenzer Straße mit dem Hindenburgwall zusammen treffen, erhielt im Jahre 2013 den Namen „Ernestus-Platz“. Das dort angesiedelte St. Nikolaus Stifts-Hospital wurde der Stadthistorie zufolge bereits im 13. Jahrhundert durch den Andernacher Schöffen Ernestus und seine Ehefrau Christina gegründet. Die Stiftung zählt zu den ältesten bestehenden Stiftungen in Deutschland und ihr Ziel ist es, alten und kranken Menschen mit karitativem Wirken zur Seite zu stehen.

Die von Ernestus und Christina begonnene Arbeit fand durch die Jahrhunderte bis heute ihre Fortsetzung in der Andernacher Stadtgeschichte. Auf Wunsch der Volksbank soll dem Andenken von Ernestus und Christina eine Gedenktafel gewidmet werden. Diese Erinnerung an die beiden Andernacher Stifter-Persönlichkeiten soll in einem öffentlich zugänglichen Bereich angebracht werden.

„Kreativität wird belohnt“, unter diesem Motto rufen nunmehr die Verantwortlichen der Volksbank auf,  einen neuen Namen für das Gebäude zu finden. Gemäß des genossenschaftlichen Gedankens „Viele schaffen mehr!“ können sich alle Andernacher, aber auch darüber hinaus, am Findungsprozess beteiligen, entweder über das Online-Formular unter www.voba-rheinahreifel.de/name aber auch per Mail an jan-erik.burkard@voba-rae.de.

Unter allen Einsendungen verlost die Volksbank RheinAhrEifel ein IPad Air von Apple. Und: zusätzlich wird der Name des/der Gewinners/Gewinnerin mit einer Plakette an dem neuen Gebäudekomplex verewigt!

Darüber hinaus vergibt die Volksbank RheinAhrEifel in Verbindung mit dem Wettbewerb ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € für karitative und kulturelle Zwecke.

Über die Namensvergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Vertretern der Volksbank RheinAhrEifel und der Stadt Andernach zusammensetzt.

Einsendeschluß ist der 31. Oktober 2022.

Kategorien
Top-Events

50 Jahre Kreis Euskirchen – Großes Bürgerfest am Kreishaus Euskirchen

Euskirchen – 50 Jahre Kreis Euskirchen, das soll natürlich auch mit den Bürgerinnen und Bürgern gefeiert werden. Am Sonntag, 21. August, von 11.00-18.00 Uhr, lädt der Kreis zu einem großen Sommerfest ein, das vor allem für Familien viel zu bieten hat, denn besonders die Kinder und Jugendlichen haben in den letzten zwei Pandemiejahren auf viel verzichten müssen.

Zwischen Alt- und Neubau am Kreishaus (Jülicher Ring 32) werden der Verein für Jugendzahnpflege, der in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum feiert, zusammen mit dem Familienbüro des Kreises und dem Kreissportbund Mitmachaktionen aufbauen wie Karlo Klötzchen, eine Sandküche für die ganz Kleinen oder auch das Jugendmobil Jumpa4you mit Spiel- und Sportmaterialien für Jugendliche. Der Kinderärztliche Dienst bietet eine Teddybärensprechstunde an, bei der Kinder ihre Stofftiere untersuchen lassen können. Eltern können sich außerdem über Impfungen beraten lassen, dazu kann der Impfpass gerne mitgebracht werden. Mitgetanzt und gesungen werden darf zusammen mit Kinderliedermacher Uwe Reetz. Außerdem dreht ein Nostalgie-Karussell seine Runden und eine Hüpfburg lädt zum Toben ein. Alle Aktionen und Konzerte auf unserem Bürgerfest sind übrigens kostenlos.

Die beiden Schwerpunkt-Themen des Jubiläumsjahres „Nachhaltigkeit“ und „Bevölkerungsschutz“ werden auf dem Fest auch vertreten sein. Eine „Straße der Nachhaltigkeit“ führt auf den Festplatz. Dort können sich die Besucherinnen und Besucher darüber informieren, wie man seinen Alltag umweltbewusster gestalten kann und wie Nachhaltigkeit im Kreis Euskirchen bereits umgesetzt wird. Wer noch nie auf einem E-Bike gesessen hat, kann auf unserer Parcoursfläche einmal ein Eifel E-Bike ausprobieren.

Die Abteilung Gefahrenabwehr wird unter anderem historische und neue Feuerwehrfahrzeuge ausstellen, sowie Krankentransportwagen und Rettungswagen. Es gibt Informationen zur Corhelper App mit Reanimations-Vorführungen. Kinder und Jugendliche können sich bei verschiedenen Mitmachaktionen wie dem Löschtrainer ausprobieren. So genannte Warnengel helfen Besucherinnen und Besuchern bei Einrichtung der Warn-Apps NINA und KATWARN für Besucher und Besucherinnen des Fests. Begleitend dazu gibt eine Ausstellung zur Entwicklung des Katastrophenschutzes, zu der viele Hilfsorganisationen Bildmaterial von der Flut beigetragen haben.

Auf dem Platz verteilen sich verschiedene Streetfoodtrucks, ein Eiswagen, ein Cocktailbus und ein Waffelstand. Dazu laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Kuchen darf auf einer Geburtstagsparty nicht fehlen genauso wie Musik. Ab 16.00 Uhr heizt die Coverband „Die Lückenfüller“ ein und zum Abschluss treten um 17.00 Uhr die „Domstürmern“ auf. Sänger Micky Nauber und Band präsentieren Hits wie „Hollywood“, „Ohne Dom ohne Ring ohne Sunnesching“ oder „Op de jode ahle Zigg“.

Anreise ohne PKW

Das Bürgerfest kann an dem Tag auch ganz einfach ohne das Auto besucht werden. Aus Köln, Bonn sowie Trier kommend, fahren die Bahnen den Bahnhof in Euskirchen im Halbstunden-Takt an. Das Kreishaus ist zu Fuß in ca. 20 Minuten zu erreichen. Ansonsten können die Buslinien 807 und 860, die vom Bahnhof zur Kreisverwaltung fahren, genutzt werden. Vom Bahnhof fährt die Linie 860 im Stundentakt bis zur Haltestelle „Kreishaus/DRK“ und die Linie 807 im Zweistundentakt bis zur Haltestelle „Jülicher Ring/Kreishaus“. Rückfahrmöglichkeiten bestehen ebenfalls über diese Bus- und Bahnlinien.

Die genauen Abfahrtszeiten der Linien sowie eine individuelle Fahrplanauskunft können auf www.vrs.de abgerufen werden.

Alternativ hierzu kann als Anreisemöglichkeit zum Bürgerfest das Fahrradverleihsystem „Eifel e-Bike“ genutzt werden. Die Pedelecs können an verschiedenen Stationen im Kreis Euskirchen, zum Beispiel am Bahnhof in Euskirchen, rund um die Uhr ausgeliehen werden. Eine ordnungsgemäße Abgabe ist an der virtuellen Haltestelle an der Kreisverwaltung Euskirchen möglich. Genaue Informationen zur Entleihe, Rückgabe und den Preisen des Eifel e-Bikes sind unter https://www.rvk.de/projekt-null-emission/eifel-e-bike zu finden.

Parken beim Jubiläum 50 Jahre Kreis Euskirchen

Für Parkplätze rund um das Kreishaus ist gesorgt. Der Parkplatz am Kreishaus wird während der Veranstaltung am 21.08.2022 für die zahlreichen Aktionen und Attraktionen genutzt. Dennoch hat sich der Kreis um eine ausreichende Zahl an Stellplätzen bemüht. So können folgende Parkplätze angefahren werden:

  • Friedhof Jülicher Ring/ Frauenberger Straße
  • Seitenstreifen am Spielplatz Jülicher Ring
  • Charleviller Platz
  • Landesbetrieb „Straßen NRW“ (gegenüber Friedhof)
  • Rewe/Penny Markt (Kessenicher Straße)