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Aus der Eifel für die Eifel – Fleisch aus der Region – Gut für Mensch und Tier

Idenheim/Prüm – Die Schweinevermarktungsgenossenschaft SVG eG und die Regionalmarke EIFEL haben gemeinsame wichtige Ziele: Die VerbraucherInnen können auf hochwertige Fleischerzeugung vertrauen, die Landwirte haben ein gutes Auskommen und sorgen für Tierwohl, der Handel kann die Nachfrage nach garantiert regionalen Lebensmitteln erfüllen.

Die Eifel gehört zu jenen Landschaften, die mit kleinteiliger bäuerlicher Landwirtschaft punktet. Hier gelten noch die traditionellen Werte wie Bodenständigkeit, Glaubwürdigkeit und Wertschätzung des Einzelnen. Das prägt auch die Schweinehaltung, wenngleich der Rückgang der Erzeuger in Rheinland-Pfalz und somit in der Eifel deutlich ist. Aber dagegen ist ein „Kraut“ gewachsen, nämlich die Kooperation der SVG mit der Regionalmarke EIFEL. In diesem Netzwerk ziehen die erzeugenden Höfe und der Bauernverband mit der Regionalmarke an einem Strang. Die SVG hat derzeit rund 180 aktive Mitgliedsbetriebe – Ferkelhalter und Mäster, welche ihre Tiere zu fairen Preisen und mit Rücksicht auf das Tierwohl vermarkten. Dahinter steckt eine feste Überzeugung: „Wir haben Respekt vor den Mitgeschöpfen“, bringt es SVG-Geschäftsführer Gerhard Saar auf den Punkt und nennt ein konkretes Beispiel. „Wichtig für einen stressfreien Transport sind Fahrer, die wissen, dass sie lebendige Wesen an Bord haben. Darum setzen wir gut geschulte Leute in unserem eigenen Fuhrpark ein.“ Die real anfallende Arbeitszeit wird bezahlt, so dass die Tiere mit maximal möglicher Ruhe und Sicherheit vom Bauernhof zum Schlachthof kommen.

Aus der Eifel für die Eifel

Dass die Transportwege kurz sind, ist ein weiteres Kriterium. Die in der Eifel aufgezogenen und bis zur Schlachtreife gemästeten Schweine werden zum Beispiel in Gerolstein geschlachtet. Das Fleisch geht dann an regionale, handwerklich aufgestellte Metzgereien und an ausgewählte Lebensmitteleinzelhändler, welche die Ware in ihren Frischetheken als echte EIFEL-Produkte mit besonderer Wertigkeit kenntlich machen. Auch haltbare Wurstkonserven, Salami oder Schinken sind als Produkte der Regionalmarke EIFEL im Handel und haben ihren Ursprung in jenen Höfen, die Genossenschafter der SVG sind. Aktuell arbeiten 25 Höfe mit der SVG und der Regionalmarke EIFEL zusammen. Darunter befinden sich auch Mitglieder der Initiative Tierwohl mit ihren Investitionen für besondere Haltungsstufen. „Weniger Tiere im Stall, mehr Bewegungsfreiheit und Frischluft… all das sind Umstellungen, die Geld kosten. Unsere Philosophie ist: An erster Stelle stehen das Tierwohl und der Erhalt der regionalen Wertschöpfung“, betont Saar. Denn die Alternative würde wohl niemandem gefallen. „Wenn die heimischen Höfe aus der Schweinehaltung aussteigen müssen, weil die Einkommen zu niedrig und die Kosten zu hoch sind, wird alles unter kaum kontrollierbaren Bedingungen im Ausland erzeugt und importiert. Das dient auch nicht der Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln. Wie wichtig überschaubare regionale Kreisläufe sind und wie fatal es ist, wenn sie fehlen, erleben wir derzeit in vielen Bereichen.“

Eine Sache der Frische

Saar plädiert für echte Wertschätzung des Lebensmittels Schweinefleisch. „Uns geht es nicht darum, dass alle Menschen möglichst viel davon essen. Besser ist es aus unserer Sicht, vielleicht weniger, dafür aber hochwertiger und qualitätsbewusster zu konsumieren.“ Sich den Sonntagsbraten auf der Zunge zergehen zu lassen… so etwas macht Eifeler Genusskultur aus. Anders als beim Rindfleisch, das seine Zeit zur Reifung nach der Schlachtung braucht, sollte Schweinefleisch so frisch wie irgend möglich in die Küchen kommen, da sonst deutliche Qualitätsverluste drohen. „Umso wichtiger ist es, dass wir von der SVG und der Regionalmarke gemeinsam mit unseren Betrieben über den Schlachthof bis zum Metzger und Einzelhändler eine Kette bilden, die mehrmals wöchentlich liefert und verarbeitet. Schneller und näher geht es nicht.“ Die Zusammenarbeit von Genossenschaft für Schweinevermarktung und Regionalmarke kommt also letztlich den Verbrauchern zu Gute… und der Region insgesamt, die schlussendlich von einer intakten bäuerlichen Kulturlandschaft lebt. Markus Pfeifer, Geschäftsführer der Regionalmarke, zusammenfassend: „Die SVG ist für uns Bündler für alle Qualitätskontrollen bei den Erzeugern, Berater für Landwirte bei Zucht und Fütterung, Logistiker und kompletter Vermarkter. SVG und Regionalmarke stehen gemeinsam für DAS Markenfleischprogramm der Eifel.“

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Rad-Aktionstag des Kreises Düren – So viele machten noch nie mit

Düren – Rekordbeteiligung! Rund 600 Radlerinnen und Radler waren am Sonntag beim 11. Rad-Aktionstag des Kreises Düren am Start. Es ging vom Bubenheimer Spieleland über Vettweiß und Gladbach nach Nörvenich und wieder zurück zum Spieleland. „Ich freue mich sehr, dass die Resonanz auf unseren Rad-Aktionstag nach wie vor sehr hoch ist“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Der Tross von Radfahrerinnen und Radfahrern hatte auf seiner 35 Kilometer langen Tour in Vettweiß-Gladbach und am Nörvenicher Schloss Station gemacht; es gab Getränke, Obst und eine Tüte mit weiteren Stärkungen. Die Stimmung war klasse. Auch später, als alle Teilnehmer wieder im Bubenheimer Spieleland waren, herrschte eine entspannte Atmosphäre. Zum 50. Geburtstag des Kreises Düren in diesem Jahr wurde eine kunstvoll verzierte Torte aufgetischt. Landrat Wolfgang Spelthahn verteilte die Stücke an die Radler, die sich die leckere Torte nach der Tour absolut verdient hatten. Neben dem Kreis Düren präsentierte sich der Verein Rureifel Tourismus, die Polizei und die AOK. Ein großer Spaß waren die Fotos, die vor einer grünen Leinwand (Greenscreen) gemacht wurden, um nachher ausgewählte Hintergründe einfügen zu können. „Es war ein toller Tag. Schön, dass so viele Menschen mit so einer großen Freude dabei waren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Der von der Sparkasse Düren unterstützte Rad-Aktionstag war wieder ein voller Erfolg, weil alles passte: das Wetter, die Teilnehmerzahl, die Strecke. Zusammengefasst lässt sich sagen: Bewegung, Spaß und Freude pur!

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Über einhundert neue Fachkräfte in Bitburg losgesprochen

Bitburg – Bis auf den letzten Platz gefüllt war Anfang September die Kundencenterhalle der Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Bitburg. Die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück Region (KH MEHR) hatte zur großen Lossprechungsfeier eingeladen. Hier erhielten die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre Prüfungszeugnisse im Beisein von zahlreichen Gästen aus Politik, Gesellschaft, den Ausbildungsbetrieben und Familien überreicht. Im Bereich Bitburg-Prüm sind somit 113 neue Fachkräfte aus acht handwerklichen Ausbildungsberufen in den Gesellenstand erhoben worden. Unter ihnen 24 Prüfungsbeste. Sie haben in der Gesamtnote mit mindestens „gut“ abgeschnitten.

„Handwerk ist Wissen und Können“, führte der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Raimund Licht in seiner Ansprache aus. Für ihn waren die neuen Gesellinnen und Gesellen eindeutig „die Stars“ des Abends. Er ließ auch keinen Zweifel daran, dass mit einer handwerklichen Ausbildung das beste Fundament für eine berufliche Zukunft mit Jobgarantie gelegt ist.

Die 113 neuen Fachkräfte teilen sich auf folgende Berufe und Handwerksinnungen auf: Friseure/innen – Friseur-Innung Westeifel, Elektroniker/innen für Energie- und Gebäudetechnik – Elektroinnung Westeifel, Bäcker/innen und Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Bäckerei – Bäcker-Innung MEHR, Schreiner/innen (Tischler/innen) – Schreiner-Innung Westeifel, Maler- und Lackierer/innen – Maler-Innung Westeifel, Maurer/-innen – Baugewerbe-Innung MEHR, Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen für Personenkraftwagentechnik oder für Nutzfahrzeugtechnik – Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg.

Insgesamt erhalten in diesen Tagen im Bereich der KH MEHR an den drei Festorten Bitburg, Hetzerath und Daun über 300 neue Fachkräfte ihre Prüfungszeugnisse, von vielen auch noch Gesellenbrief genannt. „Wir beglückwünschen alle Junghandwerkerinnen und Junghandwerker zu ihrem Abschluss und danken allen Beteiligten, also den Ausbildungsbetrieben, den Prüfungsausschüssen der Handwerksinnungen, den Lehrpersonen, aber auch den Eltern, für das Vermitteln von Wissen und Können an die nächste Generation im Handwerk“, sagt der Geschäftsführer der KH MEHR, Dirk Kleis.

Fotos aller Prüfungsgruppen auf www.das-handwerk.de

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Ausbildungs-Beginn in der Stadtverwaltung Meckenheim

Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung begrüßt die neuen Nachwuchskräfte. Als modernes Dienstleistungsunternehmen ist die Stadtverwaltung Meckenheim attraktive Arbeitgeberin und Ausbilderin zugleich. Auch in diesem Spätsommer nutzen wieder junge Menschen das breit gefächerte Angebot, um in das Berufsleben einzusteigen. Bürgermeister Holger Jung hieß die neuen Nachwuchskräfte, die jetzt ihre Ausbildung begonnen haben, herzlich willkommen: „Ich freue mich, dass Sie sich für die Stadt Meckenheim entschieden haben und wünsche Ihnen in unserer Verwaltung und unseren Kindertageseinrichtungen einen guten Start.“

Auf die Azubis warten abwechslungsreiche Tätigkeiten und spannende Aufgaben, nicht zuletzt aufgrund der weltumfassenden Entwicklungen, die sich auch in der städtischen Arbeit niederschlagen. Als aktuelles Beispiel nannte Holger Jung die Energiekrise mit ihren Einsparpotenzialen. „Durchaus möglich, dass ein solches Thema auch mal auf Ihrem Tisch landen wird“, so der Bürgermeister.

Von den neun Nachwuchskräften streben Leonie Pangritz und Marie Wägele in ihrer Ausbildung den Abschluss zur Verwaltungsfachangestellten (Kommunalverwaltung) an. Sie lernen in den nächsten drei Jahren die verschiedenen Bereiche der Verwaltung kennen. Neben der praktischen Ausbildung im Rathaus besuchen sie im Rahmen eines Blockunterrichts die Berufsschule und erhalten dienstbegleitende Unterweisungen beim Rheinischen Studieninstitut in Fächern wie Organisation, Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzmanagement, Verwaltungs-, Kommunal- und Sozialhilferecht.

Emily Reingardt durchläuft das duale Studium „Allgemeine Verwaltung / Bachelor of Laws“. Mit diesem Studiengang richtet sich die Stadt Meckenheim an Nachwuchsführungskräfte für den gehobenen nichttechnischen Dienst. In einer Regelstudienzeit von drei Jahren werden berufspraktische Inhalte in den verschiedenen Bereichen der Verwaltung sowie theoretische Inhalte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln vermittelt.

Auch den Nachwuchskräften in den Kindertageseinrichtungen wünschte Bürgermeister Holger Jung viel Freude und Erfolg. Salma Aljaoui, Angelo Stigliano und Sarah Weißensee streben in den nächsten drei Jahren den Abschluss zur Erzieherin und zum Erzieher an. Während Ikram Ouallal mit der praxisintegrierten Ausbildung zur Kinderpflegerin begonnen hat, lässt sich Miriam Nora Neubauer-Freter zur Heilerziehungspflegerin praxisintegriert ausbilden. Bercem Akter absolviert dagegen ihr Anerkennungspraktikum als Erzieherin.

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Sie sind unverzichtbar im Pflegeteam – GK-Mittelrhein gratuliert 17 Gesundheits- und Kranken-Pflegehelfern

Region/Mayen-Koblenz – Als Gesundheits- und Krankenpflegehelfer erwartet sie jeden Tag etwas Neues, denn die Arbeit ist so vielfältig wie die Menschen, mit deren Pflege sie betraut sind. 17 Absolventen, davon zwei von Kooperationspartnern des GK-Mittelrhein, dürfen ab sofort in diesem Beruf arbeiten. Sie haben ihre einjährige Ausbildung an der Pflegeschule am Standort Ev. Stift St. Martin mit ihrer staatlichen Prüfung erfolgreich beendet.

Welche Aufgaben übernehmen Gesundheits- und Krankenpflegehelfer? „Sie assistieren examinierten Pflegefachkräften, führen einfache ärztliche Anweisungen und Verordnun­gen aus und unterstützten bei der Pflegedokumentation und -organisation. Ihre häufig patientennahen Tätigkeiten machen sie zu wichtigen Bezugs­personen und damit zu unverzichtbaren Kollegen im Pflegeteam“, erläutert der stellvertretende Schulleiter Michael Sölter. Bei der Urkunden- und Zeugnisübergabe bedankte er sich auch für die sehr guten Leistungen des gesamten Schulteams und aller Kollegen aus der Praxis, ohne die eine gute Ausbildung nicht möglich wäre. Mit den besten Wünschen für die berufliche Zukunft schlossen sich auch der Prüfungsvorsitzende, die Gesamtschulleitung und die Kursleitung mit ihren Grußworten an.

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17 junge Menschen starten bei Westnetz in das Berufsleben

Plaidt/Saffig – Begrüßung der neuen Auszubildenden am Standort Rauschermühle. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz freut sich auch in diesem Jahr über 17 wissbegierige und engagierte Auszubildende, die am 1. September ihre Ausbildung begonnen haben. Begrüßt wurden eine Industriekauffrau, dreizehn Elektroniker für Betriebstechnik, zwei Studenten, die ein duales Studium der Elektrotechnik an der Hochschule Koblenz absolvieren sowie ein Teilnehmer für das Einstiegsqualifizierungsprogramm „Ich pack‘ das“ im Aus- und Weiterbildungszentrum bei Westnetz in Plaidt.

„Wir freuen uns, dass wir jungen Menschen an unserem Standort Rauschermühle eine hervorragende Perspektive für den Einstieg ins Berufsleben bieten können. Für uns ist das Thema Ausbildung eine Investition in die Zukunft. Denn mit der Qualifizierung junger Menschen bilden wir den Nachwuchs für morgen aus, nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst und bieten mit der Gestaltung der Energiewende sowie der Smartifizierung der Netze hochinteressante Aufgaben“, sagte Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle.

Während der anwendungsbezogenen Ausbildung bei Westnetz lernen die Berufseinsteiger ihr in der Berufsschule gelerntes theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrung zu verknüpfen. Jan Bruhn, Leiter des Aus- und Weiterbildungszentrums Rauschermühle, erklärte: „Westnetz bietet den jungen Menschen eine enorme Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten. Die Auszubildenden dürfen sich auf eine leistungsfördernde und abwechslungsreiche Ausbildungszeit freuen. In der Ausbildung warten attraktive und zunehmend digitale Lerninhalte, moderne Ausbildungsmethoden sowie interessante Seminarangebote auf die jungen Menschen.“

Westnetz bildet am Standort Saffig/Plaidt aktuell 64 junge Menschen aus.  Erlernt werden die Berufe Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriekaufmann/-frau. Zusätzlich bietet das Unternehmen Plätze für das duale  Studium der Elektrotechnik sowie für das Einstiegsqualifizierungsprogramm „Ich pack´ das“ an. Das Programm „Ich pack´ das“ ist ausgerichtet auf Teilnehmer, die trotz eines Schulabschlusses keinen Ausbildungsplatz finden konnten. Westnetz ermöglicht ihnen so einen Start ins Berufsleben, bildet die Teilnehmer fachlich als auch persönlich weiter und vermittelt sie mit einer Erfolgsquote von über 75 Prozent in eine anschließende Ausbildung im technischen Bereich.

Auch für das Ausbildungsjahr 2023 stellt Westnetz wieder attraktive Ausbildungsplätze zur Verfügung. Eine Bewerbung ist bereits möglich. Weitere Informationen zum Thema Ausbildung finden Sie unter
https://ausbildung.westnetz.de

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RLP Innenminister Lewentz – Katastrophen-Schutz im Land wird neu ausgerichtet

Region/Mainz – Eine zentrale Landeseinrichtung, die Stärkung der Kommunen und rechtliche Anpassungen: diese drei Säulen stehen im Fokus der von Innenminister Roger Lewentz vorgestellten Planungen der Landesregierung zur Neuausrichtung des rheinland-pfälzischen Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes.

„Die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr, die unser Land so schwer getroffen hat wie keine Naturkatastrophe zuvor, aber auch dürrebedingte Wald- und Vegetationsbrände und Rekord-Niedrigwasserstände zwingen die Gesamtgesellschaft zu einem Umdenken. Die sich rasant wandelnden klimatischen Bedingungen zeigen uns, dass der Klimawandel uns auch vor der eigenen Haustüre betrifft. Auch der Blick auf die zivile Verteidigung hat sich verändert. Seit Ende Februar ist die Welt eine andere. Diesen Herausforderungen muss sich auch ein krisenfestes System des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes neu stellen“, so Lewentz.

Das Referat für Brand- und Katastrophenschutz der ADD sowie die Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (LFKA) sollen zu einer Landesoberbehörde, der zentralen Landeseinrichtung für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zusammengeführt werden. Mit den für den Haushalt 2023/24 vorgesehenen Vollzeitäquivalenten (VZÄ) stehen bei ADD und LFKA bereits 144 VZÄ zur Verfügung. Neben dem bisherigen und dann zusammengeführten Personalkörper von ADD und LFKA werden weitere Personalaufstockungen notwendig sein. Die zentrale Landeseinrichtung wird bei Bedarf die Einsatzleitungsfunktion auf Landesebene ausüben. Den Einsatzleiter sollen bei der Ausübung der Funktion im Einsatzfall sowohl ein Verwaltungsstab, als auch ein operativ-taktischer Stab (Gefahrenabwehrleitung) unterstützen. In beiden Stäben arbeiten notwendigenfalls auch Vertreter anderer Behörden mit. Im Falle eines Starkregenereignisses erfolgt beispielsweise die Einbindung von Vertretern des Landesamts für Umwelt (LfU) als zuständiger Fachbehörde des Landes zur Interpretation meteorologischer und hydrologischer Daten. Zur Stärkung dieser Struktur und Abläufe soll es Übungen geben.

„Neben der Einsatzvorplanung sowie der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte und Verwaltungen soll diese Behörde ein an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr mit Experten aus dem Brand- und Katastrophenschutz besetztes Lagezentrum betreiben“, sagte der Minister. Ein „Gemeinsames Kompetenzzentrum Katastrophen- und Bevölkerungsschutz“ (GeKoB-Land) als Pendant zum neuen Kompetenzzentrum auf Bundesebene soll dauerhaft und nachhaltig für eine Vernetzung aller Akteure sorgen. Dazu gehören die Kommunen, die Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk (THW), die Bundeswehr, die Landespolizei, aber beispielsweise bei einem Starkregenereignis auch Landesbehörden wie das Landesamt für Umwelt oder bei einem Erdbeben das Landesamt für Geologie und Bergbau.

Auch künftig sollen die Landkreise und kreisfreien Städte als untere Katastrophenschutzbehörden zuständig bleiben und im Regelfall auch die Einsatzleitung wahrnehmen, weil dort die beste Ortskenntnis vorliegt. Das Land wird eine Vereinheitlichung der Strukturen forcieren. Zudem sollen regionale Lager- und Logistikzentren eingerichtet werden. Vorhandene Einsatzmittel sollen landesweit organisatorisch zu einheitlichen und schlagkräftigen Einheiten pro Region zusammengefasst werden, um sie besser in der überörtlichen Unterstützung einzusetzen.

„Mit einem Sonderförderprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro zur Förderung von geländegängigen und watfähigen Einsatzfahrzeugen stärken wir kurzfristig den Fahrzeugbestand. Geländegängige Fahrzeuge unterstützen unsere Feuerwehrleute nicht nur bei Hochwasserereignissen, sondern auch bei Waldbränden, wie wir sie dieser Tage leider immer wieder erleben müssen“, so Lewentz. Im Juli sei außerdem der Zuschlag für zwei neue Polizei-Hubschrauber erteilt worden. Für die Beschaffung sind im Landeshaushalt 32,5 Millionen Euro vorgesehen. Nach derzeitiger Planung stehen die neuen Modelle im ersten Halbjahr 2024 zur Verfügung. Die Belange des Bevölkerungsschutzes wurden berücksichtigt. Die Hubschrauber werden somit auch wie bisher für die Brandbekämpfung einsetzbar sein. „Die Löschsäcke fassen dann über 800 Liter im Vergleich zu bisher 450 Liter. Zusätzlich wird auch die Personenrettung mittels Rettungswinde möglich sein“, sagte der Minister.

Ein landesweites System zur gegenseitigen Führungsunterstützung soll aufgebaut und die integrierten Leitstellen durch einen rund um die Uhr besetzten Lagedienst-Mitarbeiter verstärkt werden. Dafür sind im Haushalt 2023/24 bereits 616.000 Euro vorgesehen.

Grundlage der Anpassungen zur Neuausrichtung sind einheitliche, verbindliche Vorgaben für alle am Katastrophenschutz Beteiligten und über alle Verwaltungsebenen hinweg. In anderen Bundesländern ist der Katastrophenschutz häufig als Auftragsangelegenheit organisiert. „Wir stellen uns das auch künftig für Rheinland-Pfalz so vor, wollen das aber mit den Kommunen besprechen. Eine Novellierung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes würde dann die kommunale Selbstverwaltung im Katastrophenschutz in die staatliche Auftragsverwaltung überführen. Das ermöglicht dem Land neben der Rechtsaufsicht auch die Ausübung der Fachaufsicht“, erläuterte der Minister.

„Wir haben den Katastrophenschutz auch in diesem laufenden Jahr bereits gestärkt. Das Land stellt 2022 insgesamt rund 54 Millionen Euro zur Sicherung der Strukturen im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungsdienst zur Verfügung. Das ist eine Steigerung um 8,1 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2021, die den hohen Stellenwert des Brand- und Katastrophenschutzes dokumentiert“, betonte Lewentz abschließend.

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DEKRA Award 2022 sucht Safety Champions in neuen Kategorien – Bewerbungs-Frist bis zum 19. September 2022

Region/Stuttgart – Innovative Ideen für eine bessere Zukunft. Die weltweit tätige Expertenorganisation DEKRA schreibt den renommierten DEKRA Award 2022 mit neuen Kategorien aus: Die Expertenjury prämiert jetzt herausragende Leistungen und Best Practices in den Bereichen „Safety“, „Security“ und „Sustainability“. Zudem zeichnet DEKRA erneut in der Kategorie „Startups“ junge Unternehmen aus, die innovative Lösungen und smarte Geschäftsmodelle entwickeln. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 19. September 2022.

Seit vielen Jahren zeichnet DEKRA die „Safety Champions“ partnerschaftlich mit Deutschlands führendem Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche aus. Die drei neuen Kategorien ersetzen die früheren Award-Bereiche „Sicherheit im Verkehr“, „Sicherheit bei der Arbeit“ und „Sicherheit zu Hause“. Die Kategorie „Startups“ ist die etablierte Querschnittskategorie für junge Unternehmen.

„Die Teilnehmer des DEKRA Award überzeugen uns jährlich mit Innovationen, Impulsen und mutigen Ideen, um die sicherheitsrelevanten Aufgaben von morgen zu lösen“, sagt Stan Zurkiewicz, Vorsitzender des Vorstands DEKRA e.V. und DEKRA SE. „Mit den neuen Kategorien geben wir den drängenden Herausforderungen der Zukunft mehr Raum. Denn digitale Sicherheit und Nachhaltigkeit entscheiden über den Erfolg von Industriegesellschaften und die Zukunft künftiger Generationen.“

Kategorie „Safety“
In der Kategorie „Safety“ werden Initiativen, innovative Produkte und Dienstleistungen mit Vorbildfunktion ausgezeichnet, die dabei unterstützen, die Sicherheit im Alltag zu verbessern. Egal ob im Verkehr, bei der Arbeit, zu Hause oder in der Freizeit: Tätigkeiten und Aktivitäten hängen von sicheren Produkten und Maschinen ab.

Kategorie „Security“
In der Kategorie „Security“ werden Initiativen, innovative Produkte und richtungsweisende Services gesucht, die im digitalen Umfeld helfen, die Sicherheit zu erhöhen. In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der IT-Systeme die Basis nahezu aller Geschäftsprozesse abbilden, wächst mit der zunehmenden Vernetzung die Gefahr von Sicherheitslücken dramatisch.

Kategorie „Sustainability“
In der Kategorie „Nachhaltigkeit“ werden innovative Produkte, Dienstleistungen und beispielhafte Geschäftsmodelle prämiert, die Unternehmen, Kommunen, Behörden, Organisationen, Endverbraucher oder die Gesellschaft in ihrer nachhaltigen Entwicklung direkt unterstützen. Die Konzepte sollen in einzigartiger und herausragender Weise die Nachhaltigkeitsprinzipien verfolgen und dies konsequent im Rahmen ihrer Idee umsetzen.

Kategorie „Startups“
Die Querschnittskategorie „Startups“ sucht junge Unternehmen mit Ideen und innovativen Geschäftsmodellen, unabhängig von der Award-Kategorie. Aus allen Wirtschaftszweigen werden dafür Unternehmen, Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen bewertet, die innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln.

Bewerber können bis zum 19. September 2022 ihre Unterlagen für den DEKRA Award einreichen. Ein Fachgremium wählt die Nominierten aus. Über die Preisvergabe entscheidet wie in den Vorjahren die hochkarätig besetzte Jury. Ab Oktober werden alle nominierten Bewerber auf der Website des DEKRA Award veröffentlicht. Die feierliche Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 10. November 2022.

Die Jury des DEKRA Award 2022:

  • Beat Balzli, Chefredakteur WirtschaftsWoche
  • Carlos Bhola, Managing Partner Celsius Capital
  • Boris Böhme, Referatsleiter für Produktsicherheit im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Dr. Raimund Klinkner, Geschäftsführender Gesellschafter des Institute for Management Excellence GmbH
  • Dr. Annette Niederfranke, Direktorin Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
  • Stan Zurkiewicz, Vorsitzender des Vorstands DEKRA e.V. und DEKRA SE
  • Yvonne Zwick, Vorsitzende des Vorstandes B.A.U.M e.V., Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften

Als DEKRA Safety Champions 2021 wurden gekürt: die AIT Austrian Institute of Technology GmbH (Kategorie Sicherheit im Verkehr), die Ottobock SE & Co. KGaA (Sicherheit bei der Arbeit) und die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (Sicherheit zu Hause). In der Kategorie Startups gewann die Lakera AI AG.

DEKRA Award 2022
Informationen und Anmeldung:
www.dekra.de/dekra.award/
www.dekra.de/de/award-ihre-bewerbung/

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Bei den „Traktorfreunden Lückerath“ entscheiden alle zusammen und einer hilft dem anderen

Mechernich-Lückerath – „Diesel“, das Parfüm, wirbt mit dem Slogan „Spirit of the Brave“, der Geist der Tapferen. So ähnlich sehen sich auch die Freunde alter Landwirtschaftstechnik im ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus, die alte Trecker mit unglaublicher Zeit und Mühe restaurieren, sammeln und bei Treckertreffen zur allgemeinen Erbauung vorfahren und vorzeigen.

Eine stattliche Wir-Gemeinschaft entsprechend Gleichgesinnter hat sich mit den „Traktorfreunden Lückerath“ zusammengetan. 30 Mitglieder mit rund 50 Oldtimer-Schleppern umfasst der 2012 gegründete Club von Agrartechnik-Liebhaber/inn/en größtenteils aus den Räumen Mechernich und Zülpich/Vettweiß. Einen Vereinsstatus besitzen die „Traktorfreunde“ nicht und streben ihn auch nicht an.

„Es geht um die gemeinsame Liebe zum alten Eisen“ so Ralf Henning, der Sprecher und Kontaktmann der Trecker-Liebhaber, die sich regelmäßig zu Stammtischen in der alten Lückerather Fachwerkturnhalle treffen – und im Ort an Vatertag (Christi Himmelfahrt) bereits fünfmal große Traktortreffen mit jeweils 150 bis 250 landwirtschaftlichen Gefährten und Tausenden Zuschauern aus dem ganzen Umland veranstaltet haben.

Hanomag R 16 und Güldner G 40

Zuletzt 2019, als es auch einen Feldgottesdienst und freitags vor einer gemeinsamen Ausfahrt in die weite Umgebung eine Traktorsegnung gab. „Seither ist Funkstille wegen Corona“, so Rudolf Hoss, der Lückerather Ortsbürgermeister und selbst „Traktorfreund“ mit einem Hanomag R 16, der, wie Hoss selbst, 1960 in die Welt kam, und einem Güldner G 40 S, der wie Ehefrau Ute 1965 Gestalt annahm.

Man arbeitet bei den „Traktorfreunden Lückerath“ ohne Chef und förmlichen Vorstand – und das äußerst effektiv. Schon beim ersten Treckertreffen Vatertag, 14. Mai 2012, rund um den Bauernhof von Mitgründer Karl-Heinz Schick stellten sich 150 Oldtimer aus dem weiten Umland und Tausende Besucher ein.

„Wir sind eine wirkliche Gemeinschaft, in der alle zusammen alles entscheiden und einer dem anderen hilft“, konstatiert der Lückerather Ortsbürgermeister und Traktorfreund Rudolf Hoss. „Noch nie hat einer aus Frust unseren lockeren Zusammenschluss verlassen“, so der auch im Stadtrat vertretene Trecker-Liebhaber.

„Hilfebedürftig ist irgendwann jeder, etwa auf den bis 99 Kilometer weiten Anfahrten zu anderen Treckertreffen, wie unlängst in Senheim an der Mosel“, so Rudolf Hoss. Wenn was defekt ist oder nicht richtig läuft, seien das Knowhow und das Improvisationstalent der anderen gefragt. Sicher seien nicht immer alle einer Meinung, so der Lückerather „Sheriff“, aber im Endeffekt sei Diesel öliger als Wasser…

Christi Himmelfahrt 2023, Donnerstag, 18. Juni, soll das 6. Treckertreffen seiner Art in Lückerath stattfinden, mit „Vorglühen“ am 17. und Ausfahrt und Traktorensegnung am Freitag, 19. Juni 2023. Es soll wieder ein Rahmen- und Unterhaltungsprogramm geben. Beim bislang letzten Mal 2019 gab es sogar einen echten Oldtimer, Marke HELA D 415 (Hermann Lanz, Aulendorf), 16 PS, von 1960 zu gewinnen.

Im „Wilden Westen“ der Stadt Mechernich dürfen auf abgetrenntem Wiesengelände auch Kinder und Jugendliche Traktor fahren. Es gibt Ausstellungen im ganzen Dorf, Kinderprogramm und Verlosung. Nomadisierende Insider, also Oldtimer mit Wohnanhänger, reisen bereits an den Vortagen der eigentlichen Treffen bis 18 Uhr zum „Vorglühen“ an und beziehen in Dorfnähe ein zünftiges „Fahrerlager“.

www.traktorfreundelueckerath.de

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Vier neue Mitarbeiter im Rathhaus der Stadtverwaltung Mayen begrüßt

Mayen – In diesen Tagen traten vier neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Dienst bei der Stadtverwaltung Mayen an. So hieß Oberbürgermeister Dirk Meid Grete Engels für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich der Burgfestspiele und Leonard Frank ebenfalls für ein Freiwilliges Soziales Jahr für den Bereich des Eifelmuseums und im Eifelarchiv, willkommen.

Auch Kerstin Stüwe konnte als neue Sachbearbeitung für den Bereich des Marketings begrüßt werden. Für den Sitzungsdienst und die Gremien begrüßte Oberbürgermeister Dirk Meid Stefan Pung.

„Ich freue mich, dass Sie sich alle für die Stadt Mayen einbringen möchten und wünsche Ihnen allen einen guten Start“, so der Oberbürgermeister. Den guten Wünschen schlossen sich Büroleiterin Jasmin Alter sowie stellvertretende Personalratsvorsitzende Dagmar Luxem an.