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Neues Leben im alten Dachstuhl – Trierer Bischof Ackermann greift zur Malerrolle

Welschbillig – Im Jugendhilfezentrum Helenenberg entstehen Wohnräume für Intensivgruppen. Noch ist im Dachstuhl des Jugendhilfezentrums Don Bosco Helenenberg Baustelle angesagt. Wo am 17. März noch tatkräftig gewerkelt wird, entstehen 16 Einzelzimmer mit Nasszelle und Gemeinschaftsräume für die Gruppen „Turin” und „Pinardi”, dazu kommen noch Büroräume für erzieherisches und therapeutisches Personal. Wohl schon im Herbst werden dort Jugendliche einziehen, die in der Vergangenheit sexuell übergriffiges und grenzverletzendes Verhalten gezeigt haben.

Jedes Mal, wenn die Sonne hinter den Wolken hervorlugt, füllt sich der weitläufige, an einer Seite abgerundete Raum mit Licht. Hier wird später die Küche sein. Das Sichtmauerwerk schluckt die Strahlen, die Wandelemente, die schon geweißelt sind, werfen das Licht sanft zurück. Fünf Meter weiter, im weitläufigen Flur, kleckst weiße Wandfarbe auf den Boden. Malermeister Roland Steinbach gibt präzise Anweisungen: Hier die Rolle eintunken, aber nicht zu viel, dann gleichmäßig auf der Wand verteilen. Neben ihm schaffen Nadine (20), Max (18) und David (17) routiniert mit Farbe und Malerrolle. Die drei Jugendlichen absolvieren derzeit eine Malerausbildung auf dem Helenenberg. Anleitung brauchen sie nur noch selten, immerhin arbeiten sie bereits seit Monaten an der Renovierung – und waren auch schon ziemlich fleißig: Zunächst musste die Tapete abgelöst werden und der Boden brauchte einen neuen Schliff. Aufmerksamer Zuhörer der Steinbach’schen Erläuterungen ist Bischof Ackermann, der gekommen ist, um sich einen Überblick über die Baumaßnahmen zu verschaffen – allerdings nicht ohne selbst die Malerrolle zu schwingen. Auch Don Bosco-Direktor Pater Meinolf von Spee und Ausbildungsleiter Wolfgang Marx stehen im Schutzanzug bereit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach einer halben Stunde Arbeit strahlt das Mauerwerk in neuem Glanz.

Der Dachstuhl des Haupthauses hat eine bewegte Geschichte, erzählt Einrichtungsleiter Benedikt Quack: „1980 brach hier ein Feuer aus und zerstörte den Dachstuhl komplett. Ein Jahr später wurde er wieder aufgebaut. Bis 2019 bewohnte dann die Brüdergemeinschaft der Salesianer Don Bosco die Räume, bevor sie ihren Wohnsitz nach Trier-West verlegten.” Nun investieren die Salesianer Don Boscos und die Eduard-Puricelli-Stiftung in die Umgestaltung der Räume, die voraussichtlich rund 2,1 Millionen Euro kosten wird, damit die pädagogischen Konzepte und natürlich auch die Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes auch in Zukunft gesichert sind.

Das pädagogische Konzept für die Intensivgruppen „Turin” und „Pinardi” erläutert Michael Schneider, Pädagogischer Leiter auf dem Helenenberg: „Die Zielgruppe sind männliche Jugendliche ab 14 Jahren, die sexuelle Gewalt ausgeübt haben.” Voraussetzung dafür sei die Bereitschaft zur therapeutischen und pädagogischen Arbeit an ihrer Problemsicht. Die Gruppe „Turin” ist dabei spezialisiert auf Jugendliche mit Lernbehinderung und besonderem Förderbedarf. Es gehe darum, den Missbrauch zu beenden und Lösungsstrategien zur Kontrolle der sexuellen Fantasien zu erarbeiten. Dabei arbeiten die Jugendlichen mit verhaltenstherapeutischer, heilpädagogischer und erlebnispädagogischer Unterstützung daran, eine kongruente Selbstwahrnehmung zu entwickeln und zu lernen, wie man den Alltag gestaltet. Hinzu kommen systemische Methoden und familientherapeutische Angebote. „Verläuft die Hilfe positiv, können die Jugendlichen in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren”, so Schneider.

Als Pinsel und Rolle zur Seite gelegt wurden, gab es noch einen Austausch zwischen Bischof Ackermann und vier Jugendlichen aus den Intensivgruppen. Dabei sprachen sie mit dem Bischof über ihre ganz persönlichen Taten, die Arbeit auf dem Helenenberg, Deliktkreisläufe und mehr. Für sie ist klar: „Für uns ist der Helenenberg Königsklasse!“ Bis zum Einzug der Jugendlichen in die neue Unterkunft werden allerdings noch einige Monate ins Land ziehen, bezugsfertig sind die Räume voraussichtlich im September. Bis dahin haben Nadine, Max und David noch einiges zu tun. Anfangen werden sie wohl damit, kleine Fehlerchen an der Wand auszubessern, die Bischof Ackermann, Pater Meinoff und Wolfgang Marx angestrichen haben. Denn die drei Azubis sind schließlich angehende Fachleute für Malerarbeiten – einwandfreie Arbeit ist da Ehrensache.

Weitere Informationen zu den pädagogischen Konzepten, den einzelnen Wohngruppen und Aktionen des Jugendhilfezentrums gibt es auf www.helenenberg.de. (ih)

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Weitere Bewilligungen von über 55 Millionen Euro für das Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Michael Ebling haben sich am Freitag, 17. März  in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Landrätin Cornelia Weigand und den flutbetroffenen Bürgermeistern aus dem Ahrtal beraten. Dabei kündigte die Landesregierung eine Personalgewinnungskampagne an, mit der die Kommunen durch das Land bei der Suche nach qualifiziertem Personal unterstützt werden sollen. Im Anschluss an das Gespräch übergaben sie Förderbescheide für 19 kommunale Wiederaufbaumaßnahmen mit einem Volumen von rund 55,4 Millionen Euro.

„Die personelle Situation in den kommunalen Verwaltungen im Ahrtal wurde und wird uns weiterhin als sehr angespannt beschrieben. Die ohnehin schon hohe Arbeitsbelastung, der allgemein geltende Fachkräftemangel und die hohe Abwanderungsgefahr, insbesondere zu Bundesbehörden im Raum Bonn, stellen die Kommunen im Ahrtal vor besondere Herausforderungen“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer. „Durch die geplante Kampagne erweitern wir unsere Unterstützung der Kommunen bei der Suche nach Menschen, die mit ihrem Tun etwas bewegen wollen, die Bleibendes schaffen und gestalten wollen und damit das Ahrtal voranbringen können“, so die Ministerpräsidentin. Zuvor hatte die Landesregierung schon mehr Flexibilität bei Besoldung und Entlohnung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Verwaltungen im Ahrtal möglich gemacht.

Die mit der Landrätin und den Bürgermeistern inhaltlich abgestimmte Kampagne soll in überregionalen Medien, in einschlägigen Fachzeitschriften und auf Social Media veröffentlicht und so einer größeren Zielgruppe zugänglich gemacht werden. Das Land organisiert und finanziert die Kampagne für die Kommunen. Sie soll im Sommer an den Start gehen.

Zusätzlich stellten die Ministerpräsidentin und der Innenminister eine Reihe von weiteren Maßnahmen vor, die die Personalgewinnungskampagne flankieren werden. Unter anderem soll es weitere Unterstützung bei Ausschreibungen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit geben. Darüber hinaus sollen die Kommunen beim Management und der Umsetzung von Maßnahmen der Ortsentwicklung, die über den Wiederaufbau hinausgehen, personell durch ein Fachbüro als Kommunal-Koordinator begleitet werden. Die Unterstützung umfasst auch die Beratung zur Aktivierung von Flächenpotenzialen im Innenbereich von Ortsgemeinden. „Die Erarbeitung von Ortsentwicklungskonzepten haben wir bereits mit über 500.000 Euro gefördert. Ortsgemeinden konnten damit eine zentrale Grundlage für ihre zukünftige Entwicklung schaffen. Nun ist es wichtig, in die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen zu kommen. Durch den neuen Kommunal-Koordinator unterstützen wir flutbetroffene Kommunen auch bei dieser Aufgabe“, so Innenminister Michael Ebling. Damit komme man einem Wunsch der ehrenamtlichen Ortsbürgermeister nach.

Bereits in der Vergangenheit hat die Landesregierung die betroffenen Kommunalverwaltungen im Ahrtal mit zahlreichen Maßnahmen bei der Personalgewinnung unterstützt. Unter anderem wurde für das Jahr 2022 eine Fördersumme von zehn Millionen Euro für den durch die Flut entstehenden Personalmehraufwand bereitgestellt. Für die Jahre 2023/2024 sind nochmals vier Millionen Euro vorgesehen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Verlängerung der Antrags- und Bewilligungsfrist um drei Jahre, der Bundeskanzler Olaf Scholz am 30. November 2022 grundsätzlich zugestimmt hat. Die Details werden derzeit von Bund und Ländern geklärt.

Innenminister Ebling kündigte bei dem Termin im Ahrtal zudem an, dass das Verbindungsbüro in Absprache mit den Bürgermeistern die Städte- und Gemeinderäte aufsuchen werde. In diesen Terminen werde das Verbindungsbüro nochmals über seine Aufgaben und Möglichkeiten im Rahmen des Wiederaufbaus informieren. So erhalten die Mitglieder der Gremien auch die Möglichkeit, Fachfragen zum Wiederaufbau zu stellen.

„Der akute Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen und Branchen setzt auch den Verwaltungen im Kreis Ahrweiler zu. Gleichzeitig sind wir bei der Bewältigung der Herausforderungen nach der Flut, aber auch im Hinblick auf das insgesamt gestiegene Arbeitsaufkommen auf qualifiziertes Fachpersonal angewiesen. Um bei der Personalgewinnung passende Strategien und Lösungsansätze zu entwickeln, ist es daher wichtig, auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten. Daher begrüßen wir die Unterstützung unserer bisherigen Anstrengungen bei der Suche nach Fachkräften durch die Landesregierung ausdrücklich. Im Sinne der Mitarbeitenden in den Verwaltungen vor Ort und den Menschen im Kreis arbeiten wir weiterhin intensiv daran, dass die Maßnahmen schnell einen positiven Effekt haben“, betonte Landrätin Cornelia Weigand.

„Die von der Flut betroffenen Kommunen befinden sich nach wie vor in einer Ausnahmesituation. Daher ist die bereits geleitestete und nun neuerlich in Aussicht gestellte Unterstützung des Landes sehr wertvoll. Wichtig ist für uns neben weiteren Erfolgen bei der Personalgewinnung, dass der finanzielle Beitrag des Landes zu den flutbedingten Personalmehraufwendungen und die nun ermöglichte Flutzulage für unsere Beschäftigten auch für das Jahr 2024 fließen wird“, zeigte sich der Bürgermeister der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen, zufrieden. „Dankbar sind wir dem Land auch für sein Engagement bei der Entwicklung unserer Orte. Allein das Innenministerium fördert im Rahmen der „Innenstadtimpulse“ die zukünftige Entwicklung der innerstädtischen Bereiche von Ahrweiler und Bad Neuenahr mit insgesamt 300.000 Euro.“

Bewilligungsbescheide aus dem Aufbauhilfefonds

Im Anschluss an die Gespräche zur Personalgewinnung überreichten die Ministerpräsidentin und der Innenminister Förderbescheide aus dem Wiederaufbaufonds in Höhe von insgesamt 55,4 Millionen Euro.

Der Landkreis Ahrweiler erhält dabei eine Förderung über insgesamt 25,3 Millionen Euro für Entsorgungskosten. Die Stadt Sinzig erhält fünf Bescheide mit einem Volumen von insgesamt rund 26,3 Millionen Euro. Davon sind allein 14,6 Millionen Euro für die Wiederherstellung der Barbarossaschule im Schulzentrum Sinzig vorgesehen. Dabei handelt es sich – abgesehen von der Förderung von Entsorgungskosten – um die bislang höchste Förderung im Bereich des allgemeinen kommunalen Wiederaufbaus. Auch die Wiederherstellung der Regenbogenschule sowie der Rudi-Altig-Sporthalle wird gefördert. Weitere Zuwendungen fließen in die Errichtung der Containeranlage für die Fortführung des Schulbetriebes der Barbarossa Realschule plus sowie in den Sammelantrag für Kosten von Notunterkünften für flutbetroffene Bürger, Sanitär- und Toilettencontainer sowie die provisorische Straßenbeleuchtung. In Sinzig erhalten zudem die Magic Majorettes e.V. eine Wiederaufbauhilfe in Höhe von rund 17.000 Euro.

„Bildung und Sport sind unverzichtbare Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Die Zerstörungen durch die Flut führen uns schmerzlich vor Augen, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur in diesen Bereichen der Daseinsvorsorge ist. Die Förderung des Schulzentrums stellt einen Meilenstein beim Wiederaufbau der Schul- und Sportinfrastruktur in Sinzig dar“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Michael Ebling.

In der Verbandsgemeinde Adenau erhalten mehrere Ortsgemeinden insgesamt rund 1,2 Millionen Euro für die Sanierung von Wegen und Straßen, die Schadensbeseitigung an Stützmauern sowie die Wiederherstellung der Grundschule und der Turnhalle in Antweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler erhält insgesamt 835.000 Euro für die provisorische Wiederherstellung des Ahrradwegs von Walporzheim bis zur südlichen Stadtgrenze von Bad Neuenahr. In der Verbandsgemeinde Altenahr werden mit Zuwendungen von rund 780.000 Euro ein Interims-Gemeindehaus in Kreuzberg errichtet und das beschädigte Mathias Heiligenhäuschen wiederhergestellt.

„Die Wiederherstellung gemeindlicher Infrastruktur trägt maßgeblich zu einem lebenswerten Umfeld bei. Das Land wird den Gemeinden bei den vielfältigen Maßnahmen auch weiterhin als fester Partner zur Seite stehen. Mit den am Freitag ausgehändigten Bewilligungen von über 55 Millionen Euro wollen wir den Betroffenen ein weiteres Stück Lebensqualität zurückgeben“, betonten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Michael Ebling.

Sämtliche Förderungen entstammen dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“. Mit diesem stellen Bund und Länder rund 15 Milliarden Euro zur Beseitigung der Flutschäden in Rheinland-Pfalz bereit.

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Wirtschaft

Die Deutsche Reihenhaus AG baut zum ersten Mal in Jülich

Jülich – Die Deutsche Reihenhaus AG baut in Jülich auf einem rund 24.000 Quadratmeter großen Grundstück den Wohnpark „Schneiderstraße“. An der gleichnamigen Straße errichtet der Kölner Bauträger in serieller Bauweise 92 klimaneutrale Einfamilienhäuser.

Das gesamte Quartier entsteht mit einem zu 100 Prozent regenerativen Energiekonzept basierend auf Photovoltaik und Wärmepumpen.
Vorstandsvorsitzender Carsten Rutz: „Jülich ist ein attraktiver Standort für junge Familien, da sie hier eine sehr gute Infrastruktur vorfinden.

Dank der guten Anbindung geht es schnell in die umliegenden Großstädte sowie nach Belgien und in die Niederlande. Zudem leben sie naturnah mit einem hohen Freizeitwert. Günstige Nebenkosten sowie eine gasunabhängige Warmwasserbereitung und Heizung garantieren niedrige Nebenkosten. Damit lässt sich viel Geld sparen, das die Finanzierung des eigenen Zuhauses leichter möglich macht.“

Die sechs Häuser des Typs Häuser des Typs „85 m² Lebensfreude“ starten bei 259.990 Euro inklusive des Grundstücks für ein Reihenmittelhaus. Ebenfalls sechs Häuser „120 m² Wohntraum“ werden angeboten, die ab 319.000 Euro starten. 80 Mal wird „145 m² Familienglück“ gebaut“, das einen Startpreis von 339.990 Euro hat.
Die Arbeiten auf dem Gelände haben nun begonnen. Voraussichtlich zur Jahresmitte 2025 wird das Quartier komplett fertiggestellt sein.

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Gesundheit

Prävention in der Pflege

Region/Eisenberg – Märchenerzählen für demenzerkrankte Menschen in Pflegeeinrichtungen. Die erfolgreiche Präventionsmaßnahme „Es war einmal…Märchen und Demenz“ kommt nun auch nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland. Die Maßnahme wird ausschließlich von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland vollumfänglich finanziert und in Zusammenarbeit mit MÄRCHENLAND – Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung GmbH durchgeführt. Das Projekt dient zur Umsetzung des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen.

26 Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland kommen in den Genuss der Präventionsmaßnahme. Hier können sich die demenzerkrankten Bewohnerinnen und Bewohner ab Frühjahr 2023 auf regelmäßige Märchenstunden freuen. Auf diese Weise werden die Lebensqualität und die kognitiven Fähigkeiten der pflegebedürftigen Personen verbessert. Heute fand dazu der Auftakt in der AWO Seniorenzentrum am Rosengarten in Mainz statt.  Die Teilnehmenden sind begeistert.

Dazu erklärt Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse: „Die präventive Wirkung des Märchenerzählens bieten wir gemeinsam mit MÄRCHENLAND Menschen mit Demenz aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland an. Das Ziel ist die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen zu verbessern, soziale Interaktionen anzuregen und den Pflegealltag der Beschäftigten zu entlasten. Wir freuen uns darauf, dass die AOK Rheinland-Pfalz/ Saarland mit der Präventionsmaßnahme MÄRCHEN UND DEMENZ Pflegebedürftigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stationärer Pflegeeinrichtungen märchenhafte Stunden bescheren kann.“ Die als festes Modul in der Maßnahme enthaltene Fortbildung für das Personal qualifiziert dabei zum professionellen Märchenvorleser.

In der hybrid angelegten Präventionsmaßnahme übernehmen professionelle Demenzerzähler vier regelmäßig stattfindende Märchenstunden in der jeweiligen Einrichtung: Neben den analogen Erzählstunden kommen digitale Märchenstunden und thematisch abgestimmte Arbeitsmaterialien zum Einsatz. Die digitalen Märchenstunden umfassen eine Serie von acht Folgen, die jeweils 45 Minuten lang sind. Die virtuellen Märchenstunden beginnen und enden jeweils mit der gleichen Musik und gleichen Ritualen, sodass das Langzeitgedächtnis aktiviert wird. Auf beide Weisen werden die Erzählungen der Brüder Grimm für die Teilnehmenden erlebbar gemacht.

„Mit der wirkungsvollen Maßnahme haben wir beste Erfahrungen gemacht und es ist schön zu sehen, wie die an Demenz Erkrankten bei dem Thema Märchen aufblühen“, sagt Silke Fischer, Geschäftsführerin von MÄRCHENLAND – Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung GmbH & Co. KG. Die den Einrichtungen zur Verfügung stehenden „MÄRCHENLAND-Boxen“ bieten mit zusätzlichen Materialien weitere Möglichkeiten, durch Ratespiele oder Theaterspielen an die Märchenstunden anzuknüpfen.

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Top-Themen

Landrat und Minister geben Startschuss für nächste Etappe beim Glasfaserausbau in MYK

Region/Mayen-Koblenz – Landrat Dr. Alexander Saftig, Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer und Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten haben gemeinsam mit Vertretern von Deutsche Glasfaser sowie der atene KOM den offiziellen Startschuss für die nächste Bauetappe des NGA-Breitbandausbaus (Next Generation Access) im Kreis Mayen-Koblenz gegeben. Mit dem offiziellen Spatenstich in Andernach-Miesenheim starteten die Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser. Das Unternehmen hatte sich im Rahmen der Ausschreibung für das Förderprojekt in sechs Losen durchgesetzt.

„Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor für Wohn-, Schul- und Gewerbestandorte“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig. „Der im vergangenen Sommer gestartete und hier und jetzt fortgesetzte Netzausbau ist damit ein wichtiger Schritt zur Schaffung und Wahrung gleichwertiger Lebensbedingungen im ländlichen Raum. Es freut mich besonders, dass wir gemeinsam mit Deutsche Glasfaser die verbleibenden weißen Flecken in unserem Landkreis schließen und insbesondere auch den Gewerbetreibenden eine Highspeed-Internetverbindung bieten zu können.“

Aktuell ist der Ausbau von 951 Adressen geplant, wofür eine Glasfaserstrecke von 282,4 Kilometer neu gebaut werden muss. Bund, Land und die Kommunen fördern den Ausbau der bisher unterversorgten Adressen mit einer Summe von 24,8 Millionen Euro (50 Prozent Bund, 40 Prozent Land, 10 Prozent Kommunen). Die Arbeiten in Los 8, die im Andernacher Ortsteil Miesenheim starteten, umfassen insgesamt 305 Adressen und benötigen eine Neubaustrecke von 61,6 Kilometern.

„Der Glasfaserausbau in Rheinland-Pfalz schreitet weiter voran. Der Landkreis Mayen-Koblenz hat sich frühzeitig auf den Weg gemacht und die Weichen für eine zukunftsfähige Region gestellt, die für Familien, Unternehmen und Wissenschaft weiterhin attraktiv bleibt. Wo es der eigenwirtschaftliche Ausbau nicht alleine schafft, werden in landkreisweiten Förderprojekten resiliente und leistungsfähige Anschlüsse geschaffen. Die enge Verzahnung von eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau ist und bleibt Grundpfeiler rheinland-pfälzischer Infrastrukturpolitik. Projekte wie dieses zeigen dies eindrucksvoll“, betonte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer.

„Im Zeitalter der Digitalisierung, die wir in Andernach mit Nachdruck vorantreiben, ist eine starke Internetverbindung die Basis. Ob smartes Rathaus, Klimaschutz, Smart-Parking oder digitale Datenerhebung im Straßenverkehr – ohne schnelles Internet ist dies alles nicht möglich. Darüber hinaus stärken wir so auch unseren Wirtschaftsstandort“, erklärte Oberbürgermeister Achim Hütten.

„Das Förderprojekt im Landkreis Mayen-Koblenz ist ein gutes Beispiel, wie ein abgestimmter Ansatz aus eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau den Menschen schnell die moderne Glasfaseranbindung bringt“, sagt Dr. Ulrich Nitschke, Bereichsleiter Förderung Deutsche Glasfaser. „Neben unseren eigenwirtschaftlichen Projekten sind wir Partner der Kommunen im geförderten Ausbau. Immer im Blick: Den Menschen schnellstmöglich Glasfaseranschlüsse zu realisieren.“

Der geförderte Ausbau im Landkreis Mayen-Koblenz ergänzt die eigenwirtschaftlichen Aktivitäten der Telekommunikationsunternehmen in der Region. Die Synergien, die erzielt werden können – etwa durch die Mitverlegung von Infrastrukturen – reduzieren den Förderbetrag und schonen die Staatskasse entsprechend. „In sehr offenen und vertrauensvollen Gesprächen mit dem Landkreis und den Fördermittelgebern Bund und Land haben wir in den letzten Monaten noch einmal alle zu fördernden Adressen auf den Prüfstand gestellt und weitere Adressen identifiziert, die noch in das Förderprogramm hineinkommen“, erläutert Marc Hoff, Program Manager State Aid bei Deutsche Glasfaser. „Das gemeinsame Ziel ist klar definiert: eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen für die Menschen und Unternehmen im Landkreis Mayen-Koblenz.“

Bis zum Herbst sollen die Tiefbauarbeiten im Bereich der Stadt Andernach abgeschlossen sein. Die Anschlüsse werden – je nach Fertigstellung der einzelnen Bereiche – sukzessive in Betrieb genommen. Der Ausbau der weiteren Gebiete erfolgt in mehreren Etappen. Neben dem Ausbau in der Stadt Andernach werden die Arbeiten sukzessive in den Verbandsgemeinden Weißenthurm, Maifeld, Rhein-Mosel, Vallendar und der Stadt Bendorf fortgeführt. Neben den anlaufenden Tiefbauarbeiten wird ein weiteres sichtbares Zeichen der neuen Infrastruktur das Setzen der sogenannten PoPs (Point of Presence) sein. Von diesen Technikstandorten führt die Glasfaser später bis zu den einzelnen Anschlüssen.

Minister, Landrat, Bürgermeister und die anwesenden Vertreter der Kommunen waren sich einig, dass der Ausbau mit Glasfaser eine der wesentlichen Infrastrukturaufgaben ist und ein zentraler Aspekt für die Menschen und Unternehmen – insbesondere außerhalb der Städte und Ballungszentren.

Zum Hintergrund

Die Deutsche Glasfaser hat im Rahmen der NGA-Ausschreibung (Next Generation Access) des Landkreises Mayen-Koblenz zur Förderung des Ausbaus verbleibender weißer Flecken und Gewerbegebiete einen Zuschlag für den Breitbandausbau in den Verbandsgemeinden Maifeld, Rhein-Mosel, Vallendar und Weißenthurm sowie in den Städten Andernach und Bendorf erhalten. Die übrigen Gebiete werden von der Westconnect ausgebaut. Von den 44 Millionen Euro, die in den gesamten NGA-Breitbandausbau im Landkreis Mayen-Koblenz fließen, trägt 50 Prozent der Kosten der Bund, 40 Prozent das Land und 10 Prozent die kreisangehörigen Kommunen mit dem Landkreis. Nach Ende der Maßnahme sollen durch den gesamten NGA-Breitbandausbau rund 1.400 Unternehmen, 32 Schulen, vier Krankenhäuser und 475 private Haushalte, die sogenannten weißen Flecken in Außenlagen, zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde versorgt werden.

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Mehr als 100.000 Pilgerinnen und Pilger erwartet – Der schnellste Weg zu Heiligtumsfahrt Aachen

Aachen – Domkapitel und Bistum Aachen rufen zur klimaschonenden Anreise auf. Bündel an Maßnahmen für eine nachhaltige Heiligtumsfahrt. Sonderfahrten der ASEAG. Mehr als 100.000 Pilgerinnen und Pilger werden während der zehn Wallfahrtstage in Aachen und Kornelimünster erwartet. Der beste Weg in die Innenstadt: „Reisen Sie am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, mit dem Zug oder Bussen. Pilgern Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad“, ruft Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer zur klimaschonenden Anreise auf.

Unterstützt werden Domkapitel und Bistum Aachen dabei von der ASEAG. „Die Heiligtumsfahrt ist seit Jahrhunderten ein echtes Stück Aachen. Und seit vielen Jahrzehnten sind die Pilger hier vor Ort mit uns, der ASEAG, unterwegs, wenn es zur Heiligtumsfahrt geht. Klar, dass wir diese bedeutsame Tradition auch dieses Jahr wieder gerne unterstützen, mit den beiden Heiligtumsfahrt-Bussen als rollende Botschafter sowie Tickets für die ehrenamtliche Mitarbeitenden“, betont Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG. Schon seit einigen Wochen sind zwei Busse der ASEAG im grünen Design der Heiligtumsfahrt unterwegs.

Während der Wallfahrtstage vom 9. bis 19. Juni werden noch mehr Busse im Einsatz sein. „Wir bereiten uns jetzt schon auf die Heiligtumsfahrt vor. Dabei geht es insbesondere um die Sonderfahrten zu Veranstaltungen im Rahmen der Heiligtumsfahrt und um den Einsatz von zusätzlichen Bussen, die bei Bedarf das reguläre Angebot ergänzen werden. Es ist uns wichtig, dass alle Pilgerinnen und Pilger gut zu ihren Veranstaltungen kommen“, ergänzt Alexander Carl, Leiter des Fachbereichs Betriebsplanung, Betriebssteuerung.

Auch 2023 ist die Heiligtumsfahrt damit eine Großveranstaltung, die Ressourcen verbraucht: In der Vorbereitung, an den Wallfahrtstagen, bei Aufbauten, in Technik und Energie sowie natürlich in der Mobilität der Besucherinnen und Besucher. Im Sinne der christlichen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung haben die Veranstalter bereits frühzeitig das Konzept „Heifa pro Klima“ entwickelt. Mit „Heifa pro Klima“ rufen die Organisatoren der Heiligtumsfahrt auch zur Mitwirkung aller Besucherinnen und Besucher auf. Entwickelt haben die Organisatoren ein Bündel an Maßnahmen: von kostenfreien Trinkwasserbrunnen, über CO²-Kompensation bis hin zur recyclebaren Altarbühne. Weitere Informationen: https://heiligtumsfahrt-aachen.de/die-heiligtumsfahrt-fuers-klima/

ÖPNV-Tickets für Pilgerinnen und Pilger

Aus dem Ticketangebot für die Busse und Bahnen des Nahverkehrs sind für die Pilgerinnen und Pilger folgende Tickets besonders nützlich: Für einzelne Fahrten ist das eezy-Ticket interessant. Das ist ein Handyticket, das mit den Mobilitätsapps movA und naveo genutzt werden kann. Der Preis für eine Fahrt berechnet sich aus einem Grundpreis plus den gefahrenen Luftlinienkilometern zwischen Start und Ziel.  Für Gruppen bis zu fünf Personen ist das 24-Stunden-Ticket passend. Damit sind bis zu fünf Personen 24 Stunden mobil.  Ab Mai kann man auch das neue Deutschlandticket nutzen. Das könnte insbesondere für Pilgerinnen und Pilger sinnvoll sein, die von weiter her anreisen. Das Ticket kostet 49 Euro pro Monat und ist gültig in der zweiten Klasse des öffentlichen Nahverkehrs in ganz Deutschland. Dazu gehören in Aachen die Busse der ASEAG sowie Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge.

ÖPNV-Tickets gibt es über die Mobilitätsapps movA und naveo sowie an den Fahrkartenautomaten vor dem Kunden-Center der ASEAG gegenüber vom Aachener Bushof an der Ecke Peterstraße / Schumacherstraße, am Elisenbrunnen, am Hauptbahnhof Aachen und an der Uniklinik. Tickets sind natürlich auch im Kunden-Center und zahlreichen Vorverkaufsstellen in Aachen und der Region erhältlich: https://www.aseag.de/tickets/ticket-kaufen
Wer nach Busverbindungen zu bestimmten Zielen sucht, ist gut aufgehoben bei den Mobilitätsapps movA und naveo und der Online-Fahrplanauskunft auf aseag.de. Über die App movA können zudem in Aachen aus einer Hand auch E-Bikes und E-Scooter gebucht werden.

Entdecke mich: die Heiligtumsfahrt Aachen

Seit 1349 kommen Pilgernde, Glaubende, Suchende und Neugierige zur Heiligtumsfahrt, bei der die im Aachener Dom befindlichen Heiligtümer verehrt werden. Bei den Tuchreliquien handelt es sich der Überlieferung nach um das Kleid Marias, das sie in der Geburtsnacht getragen hat, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu. Sie werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der siebenjährige Rhythmus allerdings unterbrochen werden: Statt 2021 findet die Wallfahrt vom 9. bis 19. Juni 2023 statt.

Alle Informationen zur Heiligtumsfahrt gibt es unter:
www.heiligtumsfahrt2023.de

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Tourismus

Ahrtal steigt voller Elan ein ins Event-Jahr 2023 – Tausende Besucher erwartet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Highlights: Wein- und Wanderveranstaltungen, Klangwelle, Uferlichter. Geselligkeit, Genuss, Gastfreundschaft und grandiose Unterhaltung – das Ahrtal steigt ein in das Event-Jahr 2023. Auch wenn der Rahmen für einige Veranstaltungen nach wie vor teilweise noch provisorisch ist, das Ahrtal arbeitet mit großem Elan und viel Engagement der einzelnen Veranstalter und Akteure daran, den Gästen unvergessliche Momente anzubieten. So machen die vom Ahrtal-Tourismus zusammengestellten Veranstaltungs-Highlights 2023 große Lust, das Ahrtal zu erwandern, zu erschmecken und zu entdecken. Im Mittelpunkt des Jahreskalenders stehen dabei die Aushängeschilder des Tals: die hervorragenden Weine und herrlichen Wanderwege.

So erwartet das Ahrtal in diesem Jahr alleine zu den Weinfesten in den Weinorten sowie zu Wein- und Wander-Events wieder Tausende Besucher. Aber es gibt auch viele weitere Angebote: Konzerte laden zum Mitsingen ein, Frühlings-, Martins- und Weihnachtsmärkte zum Bummeln und Genießen und Rennsport-Events zum Staunen. Alle Veranstaltungs-Highlights mit Terminen finden Gäste in der Übersicht unter www.ahrtal.de/top-events.

Leuchtturm-Event mit Alleinstellungsmerkmal ist die Klangwelle Bad Neuenahr-Ahrweiler, die einzigartige Show aus Wasser, Feuer, Laser, Licht und Musik. Am zweiten und dritten Oktober-Wochenende wird sie im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler an acht Abenden wieder Tausende Gäste mit einem neuen Programm begeistern.

Wein- und Wanderevents

Die Outdoor-Saison im Ahrtal startet Ende April mit dem Weinfrühling Mittelahr, der bis Ende Mai immer samstags und sonntags auf den Rotweinwanderweg lockt. Oberhalb der Weinorte Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr laden Wein- und Imbissstände zu Zwischenstopps mit wunderbaren Aussichten ins Tal ein. Neu gibt es seit dem vergangenen Jahr den AhrWeinWalk am Christi-Himmelfahrt-Wochenende. Entlang einer Rundtour auf den Ahrweiler Höhenwegen laden Ahrweiler Winzer und Weingüter zu Genuss im Weinberg ein. Abends gibt es die AfterWalkLounge an der Winzerkapelle in chilliger Atmosphäre mit coolen Sounds und noch cooleren Weinen.

Das lange Pfingst-Wochenende steht erstmals nach drei Jahren wieder im Zeichen des Weinmarkts der Ahr. Auf dem Ahrweiler Marktplatz bieten Weingüter und Genossenschaften aus dem Ahrtal die ganze Vielfalt der Ahrweine: Von samtigen Spätburgundern über fruchtige Blanc de Noir oder spritzige Rieslinge bis hin zur besonderen Spezialität im Ahrtal, dem seltenen Frühburgunder. Höhepunkt ist die Wahl der Ahrweinkönigin, welche das Ahrtal und seine Weine überregional repräsentiert. Ende Juli sind die Gäste eingeladen zum Burgunderfest oberhalb der Weinberge von Bad Neuenahr. Während es entlang der Wegstrecke schon einige Weinzwischenstopps gibt, erwartet die Gäste auf der großen Festwiese Geselligkeit, Musik und Tanz.

Den Reigen der traditionellen Weinfeste in den Weinorten eröffnen im August das Historische Weinfest in Heimersheim und das Ländliche Weinfest in Walporzheim. Am ersten und zweiten September-Wochenende steht Ahrweiler im Zeichen seiner Weinwochen. Altenahr lädt ebenfalls Anfang September zum Weinfest ein.  Der Weinort Bachem hat unter dem Motto „FestiWein“ ein neues Konzept für sein Weinfest Mitte September entwickelt. Mit den Weinfesten in Rech, Dernau und Mayschoß Ende September bis Ende Oktober schließt sich der Kreis.

Als Wanderevent kehrt das beliebte Ahrtaler Gipfelfest nach drei Jahren Corona- und Flutbedingter Pause mit einem Vor-Ort-Programm zurück. Unter dem Motto „Vier Tage – vier Gipfel“, erkunden die Gäste am Fronleichnam-Wochenende attraktive Wanderrouten. Auf dem jeweiligen Tages-Gipfel gibt es Musik, Gastronomie und Aktionen für die ganze Familie.

Konzerte, Shopping und Sportliches

Konzertliebhaber kommen im Juni voll auf ihre Kosten. Das Weingut Kloster Marienthal veranstaltet am Fronleichnam-Wochenende innerhalb der Klosterruine das Festival Musik und Wein. Wer gerne kölsche Lieder hört, ist beim Jubiläums-Wochenende der Dagernova Weinmanufaktur Ende Juni in Dernau genau richtig.

Im Bereich Shopping, Bummeln und Märkte bietet das Ahrtal rund ums Jahr ebenfalls allerhand Termine: Ob die Shopping-Events im Frühling in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Adenau, der mittelalterliche Barbarossamarkt in Sinzig im September oder der Martinsmarkt in Dernau im November. Höhepunkte im Jahr sind die Weihnachtsmärkte, die sich im Ahrtal äußerst vielfältig präsentieren. Während der Weihnachtsmarkt in Ahrweiler und der Lucia-Markt in Rech für gemütliche traditionelle Atmosphäre bekannt sind, präsentieren sich andere Märkte mit ganz exklusiven Kulissen und Konzepten. So glänzt der WeinNachtsMarkt inmitten des alten Gemäuers des Klosters Marienthal. Die Uferlichter im Kurpark Bad Neuenahr bezaubern durch florale Leuchtelemente, die das Markttreiben mit Kunsthandwerk, Kulturveranstaltungen, Kinder-Wochenende und regionaler Gastronomie in behaglichen Zelten umrahmen.

Wer’s lieber sportlich mag, für den bietet sich der Ahrathon an, ein Landschaftslauf mit Erlebnischarakter im Juni, bei dem die Teilnehmer in verschiedenen Kategorien gerne auch kostümiert laufen. Beim Rad-Aktionstag Tour de Ahrtal im Juli können Radler das obere Ahrtal zwischen Blankenheim, Müsch und Dümpelfeld einen Tag lang autofrei genießen. Rennsport-Fans werden garantiert am Nürburgring fündig: Beim ADAC 24-Stunden-Rennen am Christi-Himmelfahrt-Wochenende im Mai liefern sich 130 Rennautos eine spannende Jagd auf der längsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt. Beim ADAC Truck Grand Prix im Juli erobern die schweren Maschinen die Kult-Rennstrecke. Oder man steigt selbst aufs Rad und macht mit bei Rad am Ring im Juli.

Blankenheim sorgt mit seiner Veranstaltungsreihe Sommer am See im Juli und August für lauschige Sommerabende bei Musik und Geselligkeit am Ufer des Freilinger Sees. Auch ein Open-Sommerkino wird im August angeboten.

Alle Infos unter: www.ahrtal.de/top-events

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Stadt Jülich folgt Wunsch der Wochenmarkt-Gemeinschaft

Jülich – Wochenmarkt ab 21. März 2023 auf dem Walramplatz – Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes wurde die Umgestaltung des Jülicher Marktplatzes beschlossen. In Kürze beginnen die Bauarbeiten, so dass für den Wochenmarkt ein alternativer Standort gefunden werden muss. Keine leichte Aufgabe wie sich zeigt.

Nach gemeinsamen Überlegungen von Stadt Jülich und den Marktbeschickerinnen und Marktbeschickern wurde zunächst die obere Kölnstraße als Ausweichstandort favorisiert. Messungen vor Ort und konkrete Überlegungen zur Aufstellung der einzelnen Marktstände zeigten jedoch, dass der dort vorhandene öffentliche Raum selbst an den Markttagen mit wenigen Ständen nicht ausreichend wäre.

Die Stadt Jülich hat mehrere Alternativen aufgezeigt, wie z.B. den Schloßplatz, den Walramplatz oder das Parkdeck. Diese haben verschiedene Vor- und Nachteile, so ist dort teilweise noch oder bald eine Baustelle, der unbefestigte Untergrund ist problematisch oder es gibt Terminkonflikte mit anderen Veranstaltungen. In Kenntnis dieser Gegebenheiten haben sich die Händlerinnen und Händler für den Walramplatz als Ausweichstandort entschieden.

Daher wird der Jülicher Wochenmarkt ab Dienstag, 21. März 2023 auf dem Walramplatz stehen. Wie gewohnt, findet der Wochenmarkt dienstags, donnerstags und samstags von 7 bis 13 Uhr statt.

Alle Beteiligten wollen die Entwicklung des Wochenmarktes auf dem Walramplatz gemeinsam intensiv beobachten. Dabei wird die Akzeptanz seitens der Bevölkerung ebenso in den Blick genommen, wie die praktischen Erfahrungen mit den örtlichen Gegebenheiten. Ggf. würden noch einmal Überlegungen zu den weiteren Alternativen vertieft, wie dem Schloßplatz, wo der unbefestigte Untergrund evtl. mit speziellen Matten abgedeckt werden könnte oder eine zu einem späteren Zeitpunkt wieder mögliche Nutzung des Parkdecks.

Gemeinsam mit den Händlerinnen und Händlern des Wochenmarktes hofft die Stadt Jülich, dass die Kundschaft den kurzen Weg zum Walramplatz in Kauf nimmt und dem Wochenmarkt in der Bauphase treu bleibt.

 

 

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Photovoltaik in der Region erlebt einen regelrechten Boom

Region/Mayen/Koblenz – Die Bürger in der Region wollen sich unabhängiger machen – Rekordjahr für evm-Solaranlagen – Das vergangene Jahr war nicht nur ein perfektes Sonnenjahr mit hohen Stromerträgen aus Photovoltaikanlagen. Es war auch ein Boom-Jahr für neue Solaranlagen. „Seit dem Beginn des Ukrainekrieges ist die Nachfrage sprunghaft gestiegen“, berichtet Marcelo Peerenboom von der Energieversorgung Mittelrhein (evm). „Vor dem Hintergrund der Energiekrise und gestiegener Kosten wollen sich viele Bürger unabhängiger machen und beispielsweise ihren Strom selbst produzieren.“ Jede Kilowattstunde, die eine eigene Photovoltaikanlage produziert, reduziert den Strombezug und damit die Kosten.

Allein 16,8 Millionen Kilowattstunden Strom konnte die evm im vergangenen Jahr in ihren eigenen großen Anlagen produzieren. Das sind rund 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und markiert einen neuen Erzeugungsrekord. Die Menge reicht, um rund 5600 Haushalte ein Jahr mit Strom zu versorgen. Am ertragreichsten war dabei der Solarpark in Hachenburg, der allein 9,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugte. Insgesamt 1200 Haushalte in der Region hat die evm seit Ende 2018 mit Photovoltaikanlagen auf Hausdächern versorgt; diese haben seitdem rund 7,8 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und 2,7 Millionen Kilo CO2 eingespart.

Viermal so viele Anfragen

Wie sehr sich die Bürger in der Region für eine eigene Anlage interessieren, zeigt die hohe Zahl an Beratungsgesprächen, die die evm-Solarexperten im Jahr 2022 geführt hatten: 2470-mal ließen sich die Kunden beraten. „Insgesamt hatten wir viermal so viele Anfragen wie ein Jahr zuvor“, erläutert evm-Sprecher Marcelo Peerenboom. Am Ende kam es zu 580 verkauften Anlagen – ein neuer Rekord. Um dem Bedarf gerecht zu werden, hat die evm auch entsprechende Installationskapazitäten in ihrem eigenen Handwerksbetrieb, der evm Service GmbH, geschaffen. Und für alle, die keine eigene Immobilie und damit kein Dach in ihrem Eigentum haben, ist die kleine Balkonanlage eine gute Alternative. „Diese heißt bei uns Solarista, sind Komplettsysteme mit allen benötigten Komponenten inklusive Montagematerial und eignet sich am besten für Balkone, Terrassen, Gartenhäuser, Carports, Fassaden und überall dort, wo es freie Flächen gibt“, berichtet Julia Holly, Leiterin des Innovationsmanagements. 634 verkaufte Mini-PV-Anlagen sind die Bilanz des Jahres, und es zeichnet sich ab, dass diese Zahl im laufenden Jahr noch einmal übertroffen wird.

Balkonanlagen sehr beliebt

Diese handlichen Steckeranlagen lassen sich problemlos ohne Elektrofachkraft am Balkon, auf dem Gartenhäuschen, dem Carport oder an einer Außenwand befestigen und amortisieren sich bereits nach drei bis vier Jahren. Ein Standardmodul mit 380 Watt Leistung produziert im Schnitt 280 kWh Strom im Jahr. Das reicht, um den Kühlschrank und die Waschmaschine eines Zwei-Personen-Haushalts zu versorgen. Zahlreiche Kommunen in der Region fördern den Kauf solcher Balkonanlagen. Die Stadt Koblenz hat dazu das 500-Dächer-Programm aufgelegt und gewährt pro Anlage einen Zuschuss von 70 Euro. Einen Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten sowie viele weitere Informationen gibt es online auf www.solarista.shop.

Die evm begrüßt das Engagement der Bürger: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sich möglichst viele Kommunen, Unternehmen und Bürger aktiv an ihr beteiligen“, betont Marcelo Peerenboom. Um dies weiter zu fördern, bietet die evm mit ihrer Marke Solarista nun auch Kommunen die Möglichkeit einer Sammelbestellung von Mini-PV-Anlagen für die Bürger ihrer Gemeinde an. Auch die Energieversorgung Mittelrhein selbst arbeitet mit Hochdruck am Bau neuer Solarparks. Diese sind unter anderem im Bereich Dieblich/Waldesch sowie in der Verbandsgemeinde Adenau vorgesehen. Ziel ist es, die Erzeugungskapazitäten im Bereich Biomasse, Wind und Solar von 56 auf knapp 400 Megawatt im Jahr 2028 zu steigern. Marcelo Peerenboom: „Diese Versiebenfachung der Kapazitäten dokumentiert, dass es uns als regionalem Energieversorger Ernst ist mit der Energiewende vor Ort.“

Zum Thema Solaranlagen bietet die evm an jedem letzten Donnerstag im Monat Online-Infoveranstaltungen an. Termine können unter www.evm.de/privatkunden/veranstaltungen/ kostenfrei gebucht werden.

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Verwaltungsspitze der Stadt Euskirchen besucht polnische Freunde

Euskirchen – Bürgermeister Sacha Reichelt und der Erste Beigeordnete Alfred Jaax sind vergangene Woche auf Einladung der dortigen Verwaltung in die polnische Stadt Cieszyn – zu Deutsch: Teschen – gereist. Die Marienschule Euskirchen betreibt seit vergangenem Jahr einen Schüleraustausch mit dem „I. Liceum Ogolnoksztalcace“ aus Teschen. Dies gab den Anlass, auch über weitere gemeinsame Aktionen von Euskirchen und Teschen nachzudenken. Der erste Anlaufpunkt der Reise war dann auch die Austauschschule in Teschen. Gemeinsam mit dem Leiter der Marienschule, Michael Mombaur, tauschten sich die beiden Verwaltungschefs mit der Schulleiterin aus.

Die nächste Station war das Rathaus von Teschen, wo ein Termin mit dem stellvertretenden Bürgermeister Krzysztof Kasztura angesetzt war. Krzysztof Kasztura berichtete dabei von der langen und sehr abwechslungsreichen Teschener Geschichte. Dabei konnten die Euskirchener Gäste den historischen Ratssaal von Teschen bewundern. Eindrucksvoll war dann auch die anschließende Stadtführung.

Dabei erfuhren sie auch einiges über die Besonderheiten der schlesischen Kreisstadt. Außergewöhnlich an dem Ort ist beispielsweise, dass die tschechische Grenze in Form eines Flusses durch Teschen verläuft. Beide Seiten des Ortes haben dabei ein eigenes Rathaus, eigene Bahnhöfe und sind auch sonst mittlerweile eigenständig.

Die Verwaltungsleiter nutzten die verbliebene Zeit in Polen, um die Region um Teschen zu erkunden. So standen ein Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz sowie in der Stadt Krakau an. „Die Region ist menschlich, kulturell und historisch sehr faszinierend. Dies war sicher eine der beeindruckendsten Reisen meines Lebens“, resümierte Bürgermeister Reichelt nach der Rückkehr aus Polen.

Für die zweite Jahreshälfte hat der Bürgermeister auch Kurzbesuche in den Partnerstädten Basingstoke and Deane sowie Charleville-Mézières angedacht, um die Freundschaften weiter zu festigen. Auch die Euskirchener Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, diese Partnerschaften mit Leben zu füllen und die Partnerstädte zu besuchen sowie am neu zu gründenden Partnerschaftsverein mitzumachen. Neben den Beziehungen zu den Partnerstädten in Frankreich und England können in diesem Verein selbstverständlich auch Ideen zu freundschaftlichen Kontakten zur Stadt Teschen eingebracht werden. Interessenten hierfür melden sich bitte unter: tnolden@euskirchen.de.

Weitere Informationen zur Stadt Teschen unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Cieszyn