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Die aktuelle Lage im Eifelkreis Bitburg-Prüm ++ Update 14.30 Uhr++

Bitburg – Inzwischen werden weitestgehend sinkende Flusspegel im Eifelkreis gemeldet. Dennoch ruft der Katastrophenschutz zu besonderer Vorsicht in Nähe zu Gewässern auf. Aktuell sind mehrere Orte im Eifelkreis nicht erreichbar; Hilfskräfte der Bundeswehr sind mit Spezialfahrzeugen auf dem Weg in das Kreisgebiet.

Der Bitburger Stausee in Biersdorf hat inzwischen wieder den normalen Pegel des Sommerstaus erreicht. Die Einsatzleitung des Katastrophenschutzes versichert den Bürgern in den Gemeinden Wiersdorf, Wißmannsdorf, Brecht, Oberweis und Bettingen, dass die Staumauer nicht zu brechen droht, wie vereinzelt berichtet wurde. Es wird weiterhin Wasser kontrolliert abgelassen, um den Pegel des Sees konstant zu halten.

Ein Rettungseinsatz in Waxweiler konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Hierbei wurden drei Personen mittels Hubschrauber und eine weitere Person mit einem Kran gerettet.

In Prüm muss die Feuerwehr zusätzlich zur Hochwasserlage seit dem frühen Morgen einen Lagerhallenbrand in der Prümtalstraße bekämpfen. Das Gebäude konnte zunächst wegen des Wassers nicht erreicht werden.

Die Kreisverwaltung ruft Bürger, die ihre Hilfe anbieten möchten, dazu auf, vorrangig nach ihren Nachbarn zu schauen und sich an die örtliche Feuerwehr zu wenden.

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Unwetter-Katastrophe – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Alle Rettungskräfte sind mobilisiert

Region/Mainz – „In Teilen von Rheinland-Pfalz spielt sich gerade eine Katastrophe ab. Der Starkregen der vergangenen Tage hat zu einem verheerenden Hochwasser mit massiven Schäden geführt. Es ist eine Katastrophe! Es gibt Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr sind. Alle Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz und riskieren ihr eigenes Leben. Mein Mitgefühl gilt den Opfern der Hochwasserkatastrophe. Ich bange mit den Menschen vor Ort. Das Kabinett hat heute in einer Sondersitzung die wichtigsten nächsten Schritte abgesprochen. Es gibt keinen Bereich, der nicht betroffen ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Kabinetts. Sie werde sich zusammen mit dem Innenminister einen eigenen Eindruck von der Lage vor Ort verschaffen.

„Wir sind ein Land, das Hochwasser gewohnt ist, gerade erleben wir aber eine Katastrophe. Akut kämpfen wir darum, die Menschen zu retten. Die Schäden in den Kommunen sind immens. Das können wir als Land nicht alleine auffangen. Deswegen bin ich dankbar, dass Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sich noch heute selbst einen Eindruck machen wird im Katastrophengebiet“, sagte die Ministerpräsidentin.

Aus allen Landesteilen sind Einsatzkräfte im Einsatz. „Ich danke den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und bitte die Menschen, Ruhe zu bewahren und in ihren Häusern zu bleiben. Wir mobilisieren alles, um Sie zu retten! Das Land koordiniert in Zusammenarbeit mit allen Landkreisen und Städten, dem THW, der Bundeswehr, den Hilfsorganisationen, anderen Bundesländern, der Polizei, Energieversorgern und Telekommunikationsunternehmen die Lage. Dazu ist seit gestern die Koordinierungsstelle der ADD eingerichtet und ständig besetzt. Dort laufen alle Lagemeldungen der Landkreise und kreisfreien Städte zusammen. Ebenso werden alle Anforderungen im Bereich überörtliche Hilfe (aus anderen Kreisen und Städten in Rheinland-Pfalz) dort koordiniert, um die Verteilung zu priorisieren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In einigen Landesteilen ist der Mobilfunk ausgefallen, deswegen hat die Landesregierung eine Hotline für psychosoziale Unterstützung unter der Nummer 0800 001 0218 ab sofort freigeschaltet, die zwischen 9 Uhr und 17 Uhr erreichbar ist. Zudem bietet das Polizeipräsidium Koblenz eine Personenauskunftsstelle, an die sich besorgte Angehörige wenden können, die jemanden vermissen. Diese ist erreichbar unter der Telefon­nummer 0800 6565651.

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Aktuelle Lage in der Kupferstadt Stolberg ++ Update 14.30 Uhr++ Bergungspanzer der Bundeswehr eingetroffen++

Stolberg – ++Otto-Thiel-Brücke in der Atsch gesperrt++Notunterkunft Ritzefeld-Gymnasium geschlossen++Stadt Aachen übernimmt dringende Passangelegenheiten++Container für Schutt werden entlang der Talachse, Vicht und Zweifall aufgestellt++Talsperre lässt KEIN Wasser ab++

Ein Bergungspanzer der Bundeswehr ist eingetroffen. Dieser unterstützt die Räumungsarbeiten auf der Talachse. Wir danken der Bundeswehr herzlich für die dringend benötigte Unterstützung.
Darüber hinaus ist in Planung, entlang der Talachse zahlreiche Container aufzustellen, in denen die Menschen Schutt abladen können.
Die Otto-Thiel-Brücke auf der Eisenbahnstraße in der Atsch muss wegen massiven Schäden gesperrt werden.

Das Rathaus der Kupferstadt Stolberg sowie die Außenstellen müssen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Für ganz dringende Passangelegenheiten übernimmt die Stadt Aachen die Aufgaben der Kupferstadt Stolberg. Sollten hier Anliegen unaufschiebar sein melden Sie sich bitte unter kerstin.meinhard@stolberg.de

Die Notunterkunft im Ritzefeld-Gymnasium steht derzeit nicht mehr zur Verfügung. Menschen, die Obdach suchen, begeben sich bitte in das Jugendheim in Münsterbursch.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Dreilägerbachtalsperre Wasser ablasse. Wir weisen darauf hin, dass diese Information nicht korrekt ist!

Wir bitten weiter dringend: Vermeiden Sie Autofahrten entlang der gesamten Stolberger Talachse sowie über die Verbindung Vicht und Zweifall. Bleiben Sie wenn möglich zu Hause. Für dringende Fragen steht weiterhin das Bürgertelefon unter 02402 127 511 83 bzw. in dringenden Notfällen die Notrufnummer 112 zur Verfügung.

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Gasversorgung in Bad Neuenahr und Orte in der Grafschaft außer Betrieb

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Im Kreis Ahrweiler ist aufgrund des Unwetters eine Gasleitung gerissen – Betroffen sind die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Orte in der Grafschaft. Das Unwetter der vergangenen Tage mit extremen Regenfällen hat auch Auswirkungen auf die Gasversorgung im Kreis Ahrweiler. Wie die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm) mitteilt, musste am frühen Donnerstagnachmittag die Gasversorgung in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, ihren Stadtteilen sowie in Orten in der Grafschaft komplett eingestellt werden. Es kann einige Tage dauern, bis die Gasversorgung wieder aufgenommen werden kann.

Grund für diese Maßnahme ist der Umstand, dass eine hängende Gasleitung im Bereich der Ahr gerissen ist. „Wir hatten gehofft, dass die Kollegen den Schieber noch erreichen, um die Leitung zu unterbrechen. Doch dies ist aufgrund der aktuellen Hochwassersituation völlig ausgeschlossen“, berichtet der Sprecher der evm-Gruppe, Marcelo Peerenboom. Aus diesem Grund blieb den Experten der Energienetze Mittelrhein (enm) keine andere Wahl, als die Gasversorgung im gesamten Gebiet vom Netz zu nehmen. In der Grafschaft sind folgende Orte betroffen: Gelsdorf, Esch, Holzteilen, Vettelhoven, Bölingen und Lantershofen.

Zuvor war von Mitternacht an eine Gasregelstation an der Landgrafenbrücke unter Wasser und konnte von den Monteuren nicht erreicht werden. In der Folge waren einige Leitungen ohne Druck. Dadurch war es zu Störungen in der Gasversorgung gekommen. Auch das Haribo-Werk ist betroffen und kann nicht mit Erdgas versorgt werden.

Kundenzentren bleiben geschlossen

Auch die Kundenzentren der evm sind von den Folgen des Unwetters betroffen. So bleiben die Kundenzentren in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Remagen diese Woche geschlossen. Kunden erreichen das Unternehmen weiterhin telefonisch, per E-Mail, Fax, WhatsApp oder auch über den evm-Videochat. Ein Wunschtermin lässt sich ganz einfach unter www.evm.de/videoberatung. Kunden können die evm auch über die Telefonnummer 0261 402-11111 oder per E-Mail an serviceteam@evm.de kontaktieren.

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Starkregen in Jülich ++ Update 13.05 Uhr ++

Jülich – Trotz geringer werdendem Niederschlag steigt der Wasserstand der Rur und anliegenden Flüsse, Gewässer etc. unaufhörlich. Leider ist es den Hilfs- und Rettungskräften nicht mehr möglich, eine Überschwemmung der anliegenden Straßenzüge zu verhindern.

Die Anwohner nahe der Rur werden gebeten ihre Wertgegenstände aus dem Kellergeschoss in Sicherheit zu bringen. Außerdem werden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger gebeten, ihren Wasserverbrauch auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, um die Kanalisation nicht unnötig zu belasten.

Darüber hinaus sollen sich bitte alle in Sicherheit bringen und sich nicht unnötig in Gefahr begeben. Dies gilt insbesondere für Schaulustige, die im Übrigen durch ihr Verhalten die Einsatzkräfte behindern.

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Stromausfälle im Eifelkreis Bitburg-Prüm ++ Update 13.00 Uhr ++

Bitburg – Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz sind von Überflutungen betroffen. Aus Sicherheitsgründen werden diese Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet. Wenn zudem Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen. Wie die Westnetz GmbH mitteilt, kommt es daher aktuell im Eifelkreis Bitburg-Prüm zu großflächigen Versorgungsunterbrechungen.

Westnetz ist mit erhöhtem Bereitschaftspersonal im Einsatz, um die Anlagen zu überprüfen, wo nötig abzuschalten und wenn möglich die Versorgung über andere Leitungen aufzubauen. Dort wo abfließendes Wasser und sinkende Pegelstände es zulassen, baut das Energieunternehmen die Stromversorgung sukzessive wieder auf. Beim Wiederaufbau der Versorgung kann es durch Netzumschaltungen zu temporären Stromausfällen kommen. Die Arbeiten und Erreichbarkeit der Stromanlagen werden zum Teil durch überflutete Straßen erschwert. Mehr als 100 Mitarbeiter sind derzeit im Dauereinsatz.

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Hochwasser-Situation in Zülpich ist ernst

Zülpich – Zahlreiche Ortschaften sind ohne Strom, Häuser und Keller stehen unter Wasser. Zwei Menschen starben in den Ortschaften Schwerfen und Sinzenich. Die Hochwassersituation im gesamten Kreis Euskirchen hat sich in der Nacht auf Donnerstag weiter zugespitzt. Auch in Zülpich kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen und Schäden durch Wassermassen. Viele Verbindungsstraßen standen unter Wasser und sind zum Teil nach wie vor nicht passierbar. Insbesondere die Orte entlang der Bachläufe sind betroffen.

Im gesamten Stadtgebiet sind Keller vollgelaufen. Vielerorts ist der Strom ausgefallen. Leider liegen der Stadt Zülpich zwei Meldungen von Todesfällen vor. „Nach wie vor ist die Lage sehr ernst“, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen. „Wir haben alle verfügbaren Rettungskräfte im Einsatz. Die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr und der anderen Rettungseinheiten tun ihr Bestes, um die Lage unter Kontrolle zu bringen“, so Hürtgen weiter.

Laut des Deutschen Wetterdienstes ist für Zülpich zwar im Tagesverlauf noch mit leichten Regenschauern zu rechnen, Starkregen, wie gestern und in der Nacht zu Donnerstag ist aber nicht mehr vorhergesagt.

Die Stadtverwaltung appelliert an die Bürgerinnen und Bürger:
Vermeiden Sie bitte unnötige Gefahrensituationen! Im gesamten Kreisgebiet ist die Kommunikation weitgehend ausgefallen. Auch der Notruf 112 und die Stadtverwaltung sind telefonisch nicht zu erreichen. Vielerorts ist auch die Stromversorgung nicht sichergestellt.
In ganz dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an die Feuerwache in Zülpich (Kettenweg 13).

Die Stadtverwaltung steht Ihnen zur Seite. Sie können eine E-Mail an
ordnungsamt@stadt-zuelpich.de schicken oder senden Sie eine SMS an die derzeit geschaltete Notruf-Hotline 0151 40243068. Sobald die Verwaltung wieder telefonisch erreichbar ist, erhalten Sie über diese Hotline alle wichtigen Informationen.

Sie können sich auch direkt im Rathaus (Markt 21) an uns wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort werden versuchen, Ihnen weiterzuhelfen.

Nachbarschaftshilfe ist im Moment sehr gefragt. Schauen Sie bitte links und rechts, ob Sie Ihre Hilfe anbieten können. Mit dem Newsletter der Stadt Zülpich erhalten Sie aktuell und zeitnah wichtige Informationen direkt per Mail auf Ihr Smartphone. Den Newsletter können Sie ganz einfach unter folgendem Link abonnieren: https://www.zuelpich.de/aktuelles/newsletter.

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Fährbetrieb am Rhein eingestellt – Folgen des Unwetters machen Überfahrt unmöglich

Region/Linz/Remagen – Das Unwetter mit starken Regenfällen in der Nacht von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag, 15. Juli, hat so viel Treibholz an die Ufer des Rheins gespült, dass der Fährbetrieb der Personenfähre Nixe zwischen Erpel und Remagen sowie der Auto- und Personenfähre zwischen Remagen-Kripp und Linz eingestellt werden musste. Das Treibgut muss nun professionell entfernt werden. „Wir können aktuell noch nicht sagen, wann ein Fährbetrieb wieder möglich ist“, erklärt Udo Scholl, Geschäftsführer der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH. „Neben dem Treibgut haben wir auch einen wachen Blick auf den Rheinpegel. Denn aktuell ist der Scheitelpunkt des Hochwassers noch nicht erreicht.“

Für einen sicheren Fährbetrieb der Auto- und Personenfähre zwischen Remagen-Kripp und Linz muss der Pegel bei Andernach bei etwa 7,15 Meter liegen, für die Nixe zwischen Remagen und Erpel bei 6,40 Meter – jeweils mit fallender Tendenz. Aktuelle Informationen zum Fährbetrieb gibt es unter www.rheinfaehre-linz-remagen.de.

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Mechernich im Hochwasser-Chaos

Mechernich – Notlage – Nur noch bei Lebensgefahr Kontakt zum Rathaus aufnehmen – EDV zusammengebrochen, Telefone überlastet – Stadt nimmt 2000 Evakuierte aus Schleiden und Gemünd auf. „Land unter“ herrscht nicht nur in vielen Dörfern des Stadtgebietes, auch das Mechernicher Rathaus ist stark betroffen. „Bitte nur noch bei akuter Lebensgefahr Kontakt zum Rathaus aufnehmen“, lautete der Notruf, dem Michael Käppeler am frühen Morgen absetzte. Die Haus-EDV ist zusammengebrochen, die Telefone sind überlastet. Alle sind auf ihrem Posten, jedoch stark überlastet. Die Notrufnummer 112 ist ausgefallen.

Der Erste Beigeordnete Thomas Hambach dazu: „Alle geplanten Rathaustermine sind abgesagt – bitte das Rathaus zur Stunde nur in Fällen von Lebensgefahr kontaktieren.“ Die Zahl der Baustellen sei riesig, mehrere Brücken wurden fortgerissen, ganze Ortslagen stehen unter Wasser.

Wo das Hochwasser langsam abfließt, ist alles voller Schlamm und immense Schäden werden sichtbar. Hambach: „Zusätzlich zu unseren eigenen Betroffenen nehmen wir zur Stunde noch 2000 Evakuierte aus dem Schleidener Tal auf.“ Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der sich nach einem Eingriff eigentlich auf dem Krankenlager befand, begrüßte die Evakuierten aus Schleiden und Gemünd.“

Der Damm der Steinbachtalsperre bei Euskirchen hat bereits nachgegeben. Kallmuths Ortsbürgermeister Robert Ohlerth rief die Bewohner, aber auch alle anderen Menschen in der Stadt schon gestern Nachmittag zur Solidarität auf, als das Hochwasser Kallmuth überflutete: „Diejenigen, die verschont geblieben sind, sollen denen helfen, die es diesmal getroffen hat!“

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Dreyer/Lewentz: Tote und Vermisste bei Unwetter-Katastrophe

Region/Mainz – Nach den heftigen Unwettern insbesondere im Norden von Rheinland-Pfalz gibt es nach aktuellem Stand Informationen über mindestens vier Tote und mehr als 30 vermisste Personen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird sich zum Beginn des Landtagsplenums mit einer Erklärung an Parlament und Öffentlichkeit wenden.

„Es ist eine Katastrophe! Es gibt Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr sind. Alle Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz und riskieren ihr eigenes Leben. Mein Mitgefühl gilt den Opfern der Hochwasserkatastrophe. Ich bange mit den Menschen vor Ort. Das Kabinett trifft sich zu einer Sondersitzung und ich werde mir heute zusammen mit dem Innenminister einen eigenen Eindruck von der Lage vor Ort verschaffen. Ich danke allen Einsatzkräften für ihren Einsatz und bitte die Menschen, Ruhe zu bewahren und in Ihren Häusern zu bleiben. Wir mobilisieren alles, um Sie zu retten!“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnhäuser im Landkreis Ahrweiler geführt, weitere drohen einzustürzen. Ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde zur Menschenrettung musste bereits am Abend eingesetzt werden. Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst haben seit gestern bereits Enormes geleistet“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Er hat in der Nacht auch bereits Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen.

Die ADD hat eine Ablösung in der Nacht durch Kräfte aus dem nicht von Unwetterereignissen dieser Dimension betroffenen Süden des Landes sichergestellt. „In solchen Situationen zeigt sich der starke Zusammenhalt im Land“, betonten Dreyer und Lewentz, die allen mit anpackenden Helferinnen und Helfern dankten. Das genaue Ausmaß dieser Katastrophe in gleich mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz sei derzeit noch nicht konkret abschätzbar. Die Landesregierung sei selbstverständlich an der Seite derer, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen und Hab und Gut verloren haben. „Die Überschwemmungen zeigen erneut, dass Unwetter und Hochwasser nicht mehr nur direkt an den großen Flüssen gelegene Wohngebiete treffen können. Niemand ist vor dieser plötzlichen Gefahr gebannt“, so Lewentz. Das zeige auch die aktuelle Lage in teils unvorstellbarem Ausmaß.

Lewentz hatte sich bereits am frühen Mittwochabend gemeinsam mit Landrat Jürgen Pföhler ein Bild von der Lage im Kreis Ahrweiler gemacht und mit dem Krisenstab der dortigen Kreisverwaltung gesprochen. Aufgrund der räumlichen Dimension der Überschwemmungen hatte er sich mit ADD-Präsident Thomas Linnertz abgesprochen, der sich einen Überblick in der Vulkaneifel verschaffte.

Den besonders betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten sagte die Regierung die Unterstützung des Landes zu.