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Ahrweiler/Saffig – Sinzig und Remagen wieder mit Strom versorgt. Verteilnetzbetreiber im Krisenmodus und mit allen Kräften im Einsatz. Durch die Flut-Katastrophe im Landkreis Ahrweiler ist die Netzinfrastruktur in vielen Ortschaften zusammengebrochen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten seit Mittwoch mit Hochdruck an der Wiederversorgung. Seit heute Morgen konnte Westnetz in den Städten Sinzig und Remagen die Stromversorgung in großen Teilen wieder herstellen.
In Sinzig fließt der Strom wieder in den Stadtteilen Löhndorf, Koisdorf, Westum, dem Industriegebiet und Großteilen der Innenstadt. Auch in der Stadt Remagen konnten alle Bürgerinnen und Bürger wieder mit Strom versorgt werden. Westnetz bittet alle Bürgerinnen und Bürger den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren, da die Versorgung vorerst nur provisorisch aufgebaut wurde.
Etliche Ortsteile und Ortsgemeinden im Landkreis Ahrweiler wurden jedoch durch die Überschwemmungen so stark getroffen, dass die Netzinfrastruktur komplett zusammengebrochen ist und in den nächsten Wochen sukzessive wieder aufgebaut werden muss. Zahlreiche Stromanlagen existieren nicht mehr oder sind stark beschädigt. Wo noch vorhandene Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden können, sind vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen müssen auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wo nötig, müssen Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen sind zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen. Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise erst noch Keller leergepumpt werden müssen. Daher kann es auch nach Ablaufen des Wassers dauern, bis der Strom wieder zugeschaltet werden kann.
Westnetz arbeitet mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Anlagen. Dies kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Über eine Notversorgung oder Umschaltungen im Netz versucht Westnetz vielerorts die Menschen schnellst möglich mit Strom zu versorgen.
Der Verteilnetzbetreiber ist in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, mit örtlichen Krisenstäben und den Behörden. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität.
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Euskirchen – Wer konkrete Hilfsangebote für die Menschen im Kreis Euskirchen anbieten kann, möchte sich bitte telefonisch an die 02251-15910 wenden.
Spendenkonto für die Menschen im Kreis Euskirchen:
IBAN: DE20 3825 0110 0001 0000 17
BIC: WELADED1EUS
Stichwort: „Spende Hochwasser“
Falschmitteilungen und Gerüchte:
Die Menschen werden gebeten, nur Informationen von den offiziellen Stellen des Kreises oder von Presse und Radio zu glauben und keine Gerüchte zu verbreiten. Wir raten dazu, ebenfalls die Warn-Apps zur Übermittlung von Gefahren- und Katastrophenwarnungen „NINA“ und „KATWARN“ auf den Smartphones zu installieren.
Steinbachtalsperre (Stadt Euskirchen):
Die Lage ist stabil aber weiterhin nicht unkritisch. Der Grundablass ist weiterhin verstopft. Es wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Zusätzlich wurde ein Überlaufrohr freigepumpt wodurch weiteres Wasser abgelassen wird. Die Einsatzkräfte pumpen weiterhin mit Hochleistungspumpen Wasser aus dem See ab, um den Druck auf den Damm zu verringern. Die Evakuierung bleibt weiterhin bestehen. Wie Lange die Situation anhält, lässt sich zur Zeit nicht sagen.
Todesopfer:
Uns sind 24 Todesopfer bekannt.
Trinkwasser – Abkochgebot für den Kreis Euskirchen:
Das Abkochen von Leitungswasser wird empfohlen.
Reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch.
Derzeit können wir nicht sicher ausschließen, dass es durch Rohrbrüche und Starkregen zu einem Eintrag von Oberflächenwasser und somit Keimen in das Trinkwassernetz gekommen ist.
Auch wenn wir bislang nur einzelne konkrete Hinweise auf solche Zwischenfälle haben, raten wir dringend dazu, Leitungswasser aktuell nicht „ab Hahn“ zu trinken oder zur Zubereitung ungekochter Speisen zu verwenden. Dies gilt insbesondere für Kall, Gemünd, Oberhausen und Marmagen.
Die von Kaffeemaschinen entwickelte Temperatur ist nicht ausreichend, um im Falle einer Keimbelastung sicher abtötend zu wirken. Das Leitungswasser kann bedenkenlos für WC, Händewaschen und im abgekochten Zustand zum Trinken bzw. Nahrungsmittelzubereitung genutzt werden.
„Schmutziges Wasser“ im Bereich Satzvey
Durch die Inbetriebnahme eines Wasserwerkes in Satzvey kann es in den nachfolgenden Orten zu „schmutzigem Wasser“ kommen, welches jedoch nicht über das o.g. hinaus gesundheitsgefährdend ist. Es handelt sich hierbei um Eisen und Mangan, die zu einer Verfärbung des Wassers führen. Betroffen sind ab dem Abend voraussicht: Satzvey, Antweiler, Wachendorf, Lessenich, Euenheim, Wisskirchen, Firmenich, Obergartzem, Elsig, Enzen. Ein Kaffeefilter kann die Verfärbung beheben. Es gilt auch hier das Abkochgebot!
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Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat über die aktuelle Lage nach dem verheerenden Hochwasser in den Landkreisen Ahrweiler, Trier-Saarburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Vulkaneifel sowie in Bernkastel-Wittlich, Mayen-Koblenz und der Stadt Trier informiert. „Das Leid nimmt zu und unsere Gedanken sind fest bei den Menschen, die alles verloren haben. Wir haben zur Stunde 60 Tote zu beklagen und es ist zu befürchten, dass diese Zahl noch weiter ansteigen wird. Zahlreiche Menschen gelten noch als vermisst. Wir geben die Hoffnung nicht auf. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass alle Kräfte im Land zusammenstehen, von den Kommunen bis zum Bund. Auch unter schwierigsten Bedingungen setzen wir alles daran, Leben zu retten, Schäden zu beseitigen und weitere Gefahren abzuwenden. Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Viele sind seit 36 Stunden im Einsatz. Was Sie leisten, ist beispiellos“, so die Ministerpräsidentin.
Die ganze Nacht hindurch seien die Arbeiten in den Katastrophengebieten weiter vorangeschritten. Besonders stark sei der Landkreis Ahrweiler betroffen. Entlang der Ahr sind ganze Ortschaften von den Wassermassen überflutet worden. Es kam zu schweren Überschwemmungen und Verwüstungen. Besonders betroffen sind die Gemeinden Schuld, Insul, Dümpelfeld, Altenahr, Mayschoß, Ahrbrück, Dernau, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig. „Teilweise sind Bereiche von Ortschaften noch schwer oder nur teilweise zugänglich. Hubschrauber der Polizei aus verschiedenen Bundesländern und der Bundeswehr haben bis gestern Abend über 320 Menschen aus den eingeschlossenen Gebieten retten können. Wir stehen mit allen Bundesländern in Kontakt und werden von Einheiten aus dem Inland und dem europäischen Ausland unterstützt. Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Ohnehin sei die Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft vor allem aus der rheinland-pfälzischen Bevölkerung riesengroß. „Diese nationale Katastrophe zeigt einmal mehr: Rheinland-Pfalz steht in dieser schwierigen Zeit zusammen. Das macht mich unglaublich stolz“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Fast minütlich gingen private Angebote der finanziellen Unterstützung ein. Darauf habe die Landesregierung reagiert und ein Spendenkonto eingerichtet. Wer spenden möchte, kann dies tun unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ auf das Konto der Landeshauptkasse Mainz, IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06, BIC: MALADE51MNZ.
„Alleine schaffen wir das nicht, schon gar nicht die Kommunen in den zerstörten Regionen. Es wird noch ein langer Weg sein, bis diese Tragödie bei den Menschen überwunden ist und die betroffenen Gebiete wiederaufgebaut sind“, so die Ministerpräsidentin.
Die Schäden sind so gewaltig, dass wir noch lange Zeit für einen geordneten Wiederaufbau brauchen werden.
Die Landesregierung hat eine „Stabstelle Wiederaufbau“ im Innenministerium beschlossen.
Alexander Schweitzer, Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Peter Pulkowski
Region/Sinzig/Mainz – „Das Unwetter hat in Rheinland-Pfalz mehr als ein Dutzend stationärer Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe sowie betreute Wohnangebote in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Unter den Todesopfern müssen wir auch Bewohnerinnen und Bewohner einer Einrichtung der Eingliederungshilfe in Sinzig verzeichnen. Das trifft uns sehr. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen“, sagten Sozialminister Alexander Schweitzer und der Opferbeauftragte des Landes Detlef Placzek. Das Land stehe seit gestern in engem Kontakt mit dem Träger der Einrichtung.
Einige Einrichtungen wurden von den Wassermassen zerstört oder wurden unbewohnbar und mussten evakuiert werden. Die Beratungs- und Prüfbehörde des Landes ist im ständigen Dialog mit den betroffenen Einrichtungen und bietet konkrete Unterstützung an. „Aktuell steht besonders im Vordergrund, Bewohnerinnen und Bewohner, die evakuiert werden müssen, in andere Einrichtungen zu verlegen. Hier ist es gestern durch großen Einsatz und Vermittlung der Beratungs- und Prüfbehörde des Landes gelungen, einen Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner in andere Einrichtungen zu vermitteln und unterzubringen. Heute laufen diese Aktivitäten weiter“, so Minister Schweitzer.
Der Minister informiert sich heute gemeinsam mit dem Opferbeauftragten des Landes Detlef Placzek und dem Beauftragten für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch im Polizeipräsidium Koblenz über die Situation im Krisengebiet und wird sich persönlich mit dem Geschäftsführer der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz Matthias Mandos austauschen.
Für den Nachmittag ist eine Telefonschalte des Ministers mit Vertreterinnen und Vertretern der LIGA der Wohlfahrtsverbände und Verbänden der Pflege und Eingliederungshilfe geplant, um weiter im Dialog zu konkreten Bedarfen und Unterstützungsmöglichkeiten zu bleiben.
„Unser Augenmerk gilt auch der psychosozialen Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen sowie der Nachsorge. Dazu sind wir im Gespräch unter anderem mit der Landespsychotherapeutenkammer, die ihre Unterstützung angeboten hat“, sagten Schweitzer und Placzek.
Zur psychosozialen Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen hat das Land unter der Nummer 0800 001 0218 eine Hotline eingerichtet. Diese wird auch am Wochenende erreichbar sein.
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Jülich – Es waren anspruchsvolle 48 Stunden. Emotional aufgeladen war die Situation seit dem Donnerstagmittag bis in den späten Nachmittag. „Wir haben uns durch die Nachrichten, die uns erreichten, und zusätzlich die anhaltende Wetterlage große Sorgen um die Menschen gemacht“, sagte Bürgermeister Axel Fuchs rückblickend. Tagsüber wurden bereits über 200 Kubikmeter/sec Fließwasser im Jülicher Teilbereich der Rur gemessen. Angekündigt war für die Abend- und Nachtstunden eine Erhöhung auf mindestens 230 Kubikmeter/sec. „Es war eine glückliche Fügung, als uns die Nachrichten erreichten, dass es ,nur’ 130 Kubikmeter pro Sekunde werden würden. Wir sind erleichtert und froh, dass dieser schlimme Kelch an uns vorbei gegangen ist.“ Beim Besuch der Notunterkünfte erlebten Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernent Richard Schumacher ausschließlich dankbare Evakuierte. „Wir haben viel Wertschätzung und Lob erfahren“, sagte Richard Schumacher.
Ein großer Dank gilt allen Helfern: Der freiwilligen Feuerwehr, die 48 Stunden im Dauereinsatz war, dem THW, das Seite an Seite mit uns großartig gearbeitet hat, dem DRK, das für die Verpflegung und Unterbringung gesorgt hat und den vielen, vielen Freiwilligen. „Es war nur ein Aufruf nötig und schon fanden sich fast 200 Menschen auf dem Matthiasplatz ein“, ist der Bürgermeister begeistert. „Das ist einfach großartig. Wir können stolz sein auf unsere Stadt und unsere Zivilbevölkerung.“ Dass diese Krisenlage so reibungslos und geordnet vonstatten gegangen ist, ist nur dadurch möglich, betont Axel Fuchs, weil hinter dem Bürgermeister eine gut funktionierendes, fachübergreifend arbeitendes Verwaltungsteam steht. „Es stand außer Frage, dass sich hier in den 24 Stunden viele freiwillige Kolleginnen und Kollegen zum Einsatz meldeten.“
So einmalig dieses Ereignis war, wird es doch nachwirken. „Wir werden natürlich in die Analyse gehen. Insgesamt gehen wir gestärkt aus der Situation hervor.“ Eine Wiederholung wünsche sich natürlich niemand, aber falls doch „sind wir sicher in der Lage sie zu meistern“, ist Bürgermeister Axel Fuchs überzeugt.
Kritisch merkte Axel Fuchs an, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich auch in dieser Situation vor allem durch Schmähungen und falsche Vorwürfe bemerkbar machen. Das Zooteam, das bis tief in die Nacht die Tiere gerettet hat, sah sich den völlig haltlosen Vorwürfen ausgesetzt, sie würden die Tiere ertrinken lassen und die falschen Prioritäten setzen. Wenn sich die Vorwürfe als völlig haltlos erweisen, seien dieselben Leute nicht in der Lage, sich zu entschuldigen. „Das hätte Stil“, schließt der Bürgermeister mit dem Zusatz ab: „Aber das ist wohl zu viel verlangt.“
Insgesamt wünscht Axel Fuchs allen Beteiligten und Betroffenen ein schönes und entspanntes Wochenende.
Burg Münchhausen in Adendorf … hier war der Weg zur Burg zeitweise überschwemmt. Foto: Gemeinde Wachtberg / ffw
Wachtberg – Hilfsangebote für stark betroffene Nachbarkommunen. Nach mehrfach erlebten Starkregenfällen mit erheblichen Schäden in Wachtberg ist beim jüngsten Dauerregenereignis in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Gemeinde Wachtberg weitestgehend vor neuerlichen Schäden verschont geblieben.
Bürgermeister Jörg Schmidt (2.v.r.) mit u.a. Wehrleiter Markus Zettelmeyer (3.v.r.) in der Berkumer Leitzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg. Foto: Gemeinde Wachtberg / bb
Keine Personen-, kaum Sachschäden
„Die Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren ergriffen haben, waren effektiv. So sind wir dieses Mal noch gut davongekommen“, sagt Beigeordneter Swen Christian, um gleich darauf einzuräumen, dass kein Regenereignis wie das andere sei und es vor derartigen Unwetterereignissen nie einen 100-prozentigen Schutz gebe. Bis in die späte Nacht waren er und Bürgermeister Jörg Schmidt unterwegs gewesen, um insbesondere alle neuralgischen Gefahrenpunkte persönlich in Augenschein zu nehmen. In den Tagen zuvor hatten Mitarbeiter der Wachtberger Gemeindewerke AöR und des Baubetriebshofs vorsorglich nochmals Durchlässe, Brücken, Verrohrungen und Einläufe überprüft und bei Bedarf gesäubert, aber auch weitreichend Bankette abgeschoben. Erstes Fazit am Morgen nach dem Dauerregen: In Wachtberg sind keine Personen zu Schaden gekommen, auch die Sachschäden halten sich in Grenzen.
Maßnahmen haben sich bewährt
„In Arzdorf hat sich der Ringgraben bewährt“, erläutert Katharina Hark, Vorständin der Wachtberger Gemeindewerke. „In Werthhoven sind die Retentionsräume vollgelaufen. Die Gräben haben alle ebenfalls funktioniert, auch die Brücken. In Niederbachem wie in Pech.“ Der für Gewässer zuständige Mitarbeiter Sebastian Wortha und Klärwerkleiter Wolfgang Köhler hätten bis spät nachts immer wieder die Kanalisation und die Bäche kontrolliert. Auch Hark betont wiederholt, wie wichtig es für Hauseigentümer sei, Eigenvorsorge zu treffen, um derartigen, sich klimatisch bedingt zunehmenden Jahrhundertereignissen nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Zum Beispiel durch Objektschutz, sie und die Mitarbeiter der Gemeindewerke bieten hier den Bürgerinnen und Bürgern gerne gezielte fachliche Beratung an.
Strom- und Wasserversorgung
Kai Birkner, Geschäftsführer der enewa: „Bei der Versorgung mit Frischwasser ist es zu keinen Beeinträchtigungen gekommen.“ Beim Strom habe es einige Kurzschlüsse gegeben, die zu Stromausfällen geführt hätten, aber inzwischen größtenteils wieder behoben werden konnten. Zu einem größeren Stromausfall sei es nur in Züllighoven gekommen, aber auch dort sei es enewa-Technikern gelungen, die Versorgung wiederherzustellen.
Feuerwehr im Einsatz – hier und in Rheinbach und Swisttal
Michael Ruck von der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg berichtet von insgesamt 32 Einsätzen in dieser Nacht. Neben Wasser in Kellern, die leergepumpt werden mussten, waren zahlreiche Straßen überschwemmt oder durch angespültes Geröll unbefahrbar. Hier galt es, Straßensperren einzurichten, bis die Straße freigeräumt oder das Wasser wieder abgeflossen war. So zum Beispiel auf der Zuwegung zur Burg Münchhausen in Adendorf und auf der K57 zwischen Villip und Gimmersdorf. Die Straßen sind inzwischen wieder freigegeben.
Bei zwei größeren Einsätzen war die Feuerwehr über jeweils drei bis vier Stunden im Einsatz. Auf Burg Odenhausen in Berkum drohte der Burggraben überzulaufen, was Überschwemmungen der benachbarten Häuser zur Folge gehabt hätte. Durch Abpumpen und Ableiten konnte der Wasserspiegel jedoch wieder gesenkt werden. Ähnliches drohte an einem Regenrückhaltebecken in Ließem, auch dort hatte sich nach drei Stunden die Lage durch abgeleitetes Wasser wieder beruhigt.
Die ganze Nacht kontrollierte auch die Feuerwehr immer wieder die neuralgischen Punkte, insbesondere am Mehlemer und Godesberger Bach. Dabei stand die Wachtberger Feuerwehr in ständigem Kontakt mit der Berufsfeuerwehr Bonn. „Die Einsatzbereitschaft haben wir bis drei Uhr morgens aufrecht erhalten“, so Ruck.
Übergreifende kommunale Hilfe
Bereits in der Nacht waren zwei Löschfahrzeuge aus Wachtberg mit jeweils neun Mann Besatzung zur Unterstützung nach Rheinbach gefahren, das vom Regen sehr viel stärker betroffen war als Wachtberg. Bis morgens leisteten die Wachtberger Hilfe bei der Evakuierung von Ober- und Niederdrees. Am Donnerstagnachmittag sind wieder zwei Löschfahrzeuge und 18 Mann zu kommunaler Nachbarschaftshilfe aufgebrochen, dieses Mal nach Swisttal, auch dort waren große Evakuierungsmaßnahmen nötig.
„Wachtberg hat es dieses Mal nicht so arg getroffen, im Gegensatz zu unseren Nachbarkommunen und -städten an der Ahr und der Swist, deren Schäden noch gar nicht absehbar sind“, zeigt sich Bürgermeister Schmidt betroffen. Die Gemeinde Wachtberg hat umgehend Hilfe in verschiedenen Bereichen angeboten. Angefangen von technischem Know-how durch Wachtbergs Gemeindewerke, über die Unterbringung von Personen in Turnhallen und Schulen, über Angebote zur Kinderbetreuung bis hin zu Transporthilfen durch Wachtberger Landwirte. Von Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern gemeldete Hilfsangebote, die vereinzelt bereits eingegangen sind, sollen gesammelt und koordiniert an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden. Eine zentrale Anlaufstelle, an die sich hilfsbereite Wachtberger wenden können, wird in Kürze bekannt gegeben. „Wo wir können, werden wir helfen!“ (mm)
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Region/Mayen/Koblenz – 500.000 Euro Spende / Sonderkreditprogramm / Spendenkonto und Crowdfunding. Die Volksbank RheinAhrEifel eG legt in Anbetracht der verheerenden Schäden durch die historische Unwetter-Katastrophe im Geschäftsgebiet ein umfassendes Hilfsprogramm auf: Insgesamt stellt die Genossenschaftsbank eine Spendensumme in Höhe von 500.000 Euro für die Menschen im betroffenen Gebiet zur Verfügung.
Darüber hinaus legt die Volksbank ein Sonderkreditprogramm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro auf. Die Bank gewährt den Geschädigten Darlehen mit einem Zinssatz von 0,25 Prozent als Sofort-Maßnahme. Privatkunden und Unternehmen in der Region hilft die Volksbank unbürokratisch und zielgerichtet mit entsprechenden Liquiditätshilfen, Tilgungsaussetzungen und beispielweise Vorfinanzierungen für Versicherungsleistungen.
„Unser wichtigstes Ziel muss es aktuell sein, den betroffenen Menschen und Unternehmen in unserem Geschäftsgebiet die Hilfe zukommen zu lassen, die sie jetzt benötigen, um so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen“, erklärt Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel eG.
Spendenkonto und Crowdfunding-Projekt
Die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel hat ein Spendenkonto ins Leben gerufen, über das Spenden für Hilfsbedürftige aus den betroffenen Gebieten getätigt werden können. Die Kontonummer lautet: DE71 5776 1591 0417 8949 00
(BIC: GENODED1BNA).
Daneben hat die Genossenschaftsbank ein Crowdfunding-Projekt über ihre Spendenplattform „Viele schaffen mehr“ gestartet. Jede eingegangene Spende bis zu einem Betrag von 5.000 Euro wird die Volksbank noch einmal verdoppeln. Das Projekt ist unter dem zentralen Link: www.voba-rheinahreifel.de/vobahilft erreichbar.
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Bitburg – Die Trinkwasserversorgung ist zurzeit nur noch im Ort Echtershausen gestört. Die Kommunale Netze Eifel AöR (KNE) arbeitet mit Hochdruck daran, die Versorgung wiederherzustellen. In allen anderen Orten des Kreises kann in gewohnter Qualität auf das Trinkwassernetz zugegriffen werden. Während der Aufräumarbeiten kann es jedoch noch vereinzelt zu Druckschwankungen oder kurzen Unterbrechungen im Leitungsnetz kommen.
Eine in den Sozialen Medien weit verbreitete Meldung der Kreisverwaltung über ein „Abkochgebot von Trinkwasser“ hat keinerlei Relevanz, da sie aus dem Jahr 2016 stammt und inzwischen offline gestellt wurde.
Öffnung von KiTas Ab der kommenden Woche sind die KiTas im Eifelkreis nicht mehr generell von einer Schließung betroffen. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass einzelne Einrichtungen von Hochwasser betroffen waren oder Buslinien weiterhin ausfallen. Eltern werden daher darum gebeten, sich mit ihrer KiTa in Verbindung zu setzen.
Bürgertelefon
Von der Hochwasserlage betroffene Bürger können sich über ein Bürgertelefon an die Kreisverwaltung wenden. Dieses kann genutzt werden kann, um besondere Informationen abzufragen, die Öffentlichkeit auf Gefährdungen hinzuweisen oder auch zur Erfassung notwendiger Bedürfnisse. Es wird darauf hingewiesen, dass Kleiderspenden inzwischen in ausreichender Form vorhanden sind. Das Bürgertelefon ist auch am Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr erreichbar unter Tel. 06561 15-5555 oder auch per Email unter: hochwasser@bitburg-pruem.de
Hilfsangebote Über die von der Kreisverwaltung betriebene Online-Plattform www.eifelkreisverbindet.de können sich Bürger in der aktiven Nachbarschaftshilfe vernetzen. Wer Hilfe anbieten oder Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich ab kommendem Montag an die Koordinierungsstelle Lokalhelfer wenden: Tel.: 06561 15-5250 oder 15-3355, E-Mail: ney.christiane@bitburg-pruem.de
Pegelstände Alle Pegelstände entwickeln sich weiterhin rückläufig. Manche Pegelstände können derzeit nicht übermittelt werden, da die Meldeanlagen beschädigt oder zerstört sind.
Wetterlage Für die kommenden Tage werden keine kritischen Niederschläge mehr erwartet. Am heutigen Freitag muss noch mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Diese können kleinräumig größere Regenmengen um 20 l/qm oder auch darüber innerhalb kurzer Zeit nach sich ziehen. In der Fläche sind die Mengen deutlich geringer und belaufen sich meist auf 2 bis 10 l/qm.
Das Foto zeigt einen Teil der Feuerwehr Thür, die wie die andere Wehren unserer Verbandsgemeinde fleißig Sandsäcke befüllt haben. Foto: Verbandsgemeinde Mendig
Mendig – Seit Tagen befinden sich alle Feuerwehren der Verbandsgemeinde Mendig in erhöhter Alarmbereitschaft für das Starkregen- und Unwetterereignis. Bereits am 14.Juli wurde der Krisenstab eingerichtet und mit den Nachbarkommunen und dem Landkreis abgestimmt. Kameradinnen und Kameraden befüllten über Tage Sandsäcke, Fahrzeuge und Pumpen wurden gewartet und betankt, die Kanal- und Bachläufe sind seitdem in ständiger Überwachung.
Dank der guten Vorarbeit haben zum jetzigen Zeitpunkt alle Entwässerungssysteme in der Verbandsgemeinde standgehalten und es kam nur zu einer Handvoll Hilfeleistungen vor Ort.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli wurde ergänzend zur Versorgung der Verbandsgemeinde Nachbarschaftshilfe für die stark betroffene Stadt Mayen geleistet, wo zusätzliche Fahrzeuge, ein Rettungsboot, Pumpen und Hunderte Sandsäcke sowie Personaleinheiten entsandt wurden. Ebenso sind unsere Kräfte behilflich, derzeit für die Betroffenen Notunterkünfte aufzubauen.
Großer Respekt und ganz herzlichen Dank an alle städtischen Mitarbeiter, Einsatz- und Rettungskräfte des DRKs sowie andere Hilfsorganisationen, die in unserer Heimat zusammen stehen und gemeinsam dem Unwetter trotzen.
Ihr seid einfach die Besten und unsere Helden.
Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig
Joachim Plitzko, Alfred Nett, Alexander Müller; Beigeordnete VG
Achim Grün, 1. Beigeordenter der Stadt, stellv. für den Stadtbürgermeister
Rainer Hilger, Ortsbürgermeister Thür
Andreas Doll, Ortsbürgermeister Rieden
Rudolf Wingender, Ortsbürgermeister Wingender
Stefan Zepp, Ortsbürgermeister Bell
Generalvikar Dr. Andreas Frick (rechts) begutachtet gemeinsam mit Pfarrer Dr. Andreas Möhlig (links) die Hochwasserschäden in der Propsteikirche St. Kornelius in Kornelimünster. Foto: Copyright Bistum Aachen / Jari Wieschmann
Aachen – Schnelle Hilfe für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe. Bischof Dr. Helmut Dieser: „Es ist unendliches Leid entstanden.“ Dank an alle Helferinnen und Helfer für mutigen Einsatz. „Die zerstörerischen Ausmaße der Hochwasser-Katastrophe sprengen jegliche Vorstellungskraft. Es ist unendliches Leid entstanden, das wir heute noch gar nicht richtig fassen können“, so Bischof Dr. Helmut Dieser angesichts der verheerenden Schäden, die in weiten Teilen des Bistums Aachen entstanden sind. „Tief betroffen spreche ich allen, die Angehörige und Freunde verloren haben, mein tiefstes Mitgefühl aus. Helferinnen und Helfer allerorts danke ich aus tiefstem Herzen für ihren mutigen und tatkräftigen Einsatz.
Mein Gebet begleitet alle, die in diesen schweren Stunden in großer Fürsorge miteinander verbunden sind“, so der Bischof weiter. Um den Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen, hat das Bistum Aachen einen Solidaritätsfonds für vom Hochwasser betroffene Kinder und Familien eingerichtet.
Gespendet werden kann auf das Konto der Pax-Bank:
IBAN: DE72 3706 0193 1000 1000 60, BIC:GENODED1PAX.
Die Flutkatastrophe hat die Menschen im Bistum Aachen an vielen Orten getroffen, ganz besonders in Stolberg, Eschweiler, in der Eifel, im Kreis Heinsberg und Düren, wo teilweise ganze Städte unter Wasser stehen, Menschen ohne Strom und Trinkwasser sind. In Eschweiler musste das St.-Antonius-Krankenhaus mit allen Patienten evakuiert werden. In Kornelimüster steht die Propsteikirche St. Kornelius meterhoch unter Wasser. Auch das Bischöfliche St.-Ursula-Gymnasium in Geilenkirchen ist teilweise überflutet.
Die Solidarität der Menschen untereinander ist sehr groß: Die Messdiener-Gruppe von St. Donatus in Aachen-Brand etwa hat spontan ein Hilfsteam auf die Beine gestellt, das unter anderem bei Aufräumen der Kirche in Kornelimünster mitgeholfen hat. Vielerorts werden kurzfristig Initiativen aktiv. „Der besondere Dank gilt allen, die jetzt Verantwortung übernehmen, in unseren Gemeinden und Einrichtungen, in der Zivilgesellschaft, im Technischen Hilfswerk und in den Feuerwehren, allen, die vor Ort bestmöglich Erste Hilfe leisten. Eine Zeit, in der wir zusammenstehen!“, betont Generalvikar Dr. Andreas Frick, der sich am heutigen Freitag vor Ort ein eigenes Bild in Kornelimünster machte.
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