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Unwetter in Meckenheim – Zwischenbilanz des Bürgermeisters – Großer Dank an alle Helfenden

Meckenheim – Liebe Meckenheimerinnen und Meckenheimer, wir alle sind fassungslos, welche fürchterlichen Folgen die schreckliche Unwetterkatastrophe in Meckenheim und der Region angerichtet hat. Der anhaltende Starkregen in der letzten Woche hat die Swist und die Zuflüsse der Swist überdimensional anschwellen lassen. Die ungeahnte Geschwindigkeit des Pegelanstiegs war für uns alle nicht vorhersehbar. Die Zerstörungskraft des Wassers, gerade in den Schwerpunktbereichen in Altendorf-Ersdorf und in der Altstadt hat uns sehr überrascht. Die Folge sind vollgelaufene Keller und Häuser, abgesackte Straßen, zerstörte Brücken, überspülte Autos, Bäume und Zäune.

Die Freiwillige Feuerwehr war seit dem Nachmittag des 14. Juli im Dauereinsatz und hat über 200 Einsätze abgearbeitet.

Ich bin unendlich dankbar und glücklich, dass wir in Meckenheim keine Opfer zu beklagen haben. Verletzten konnte schnell geholfen werden.

In den vielen Gesprächen, die ich in den letzten Tagen mit den Betroffenen vor Ort geführt habe, habe ich erfahren, wie dramatisch und gefährlich die Situation im Einzelfall war.

Der materielle Schaden des Unwetters ist in den betroffenen Bereichen immens. Auch die städtischen Gebäude in der Altstadt sind schwer getroffen, die Kita „Villa Regenbogen“, die beiden Grundschulen und alle Turnhallen.

Schwer zu verkraften war auch der tagelange Stromausfall in Lüftelberg und in Teilen der Altstadt. Hierdurch wurde u.a. die Beseitigung von Restwasser mit privaten Pumpen erschwert.

Die Sperrmüllansammlungen in den Straßen konnten in den letzten Tagen Dank der vielen helfenden Hände der Nachbarschaft, dem großartigen Einsatz mit Gerät der örtlichen Landwirte und der Firma Ley sowie der Schlagkraft der Mitarbeitenden des Baubetriebshofs größtenteils beseitigt werden. Mit der Rhein-Sieg-Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH (RSAG), die selbst stark betroffen ist, wurden praktikable Entsorgungslösungen erarbeitet, die dazu führen, dass die zentralen Müllsammelstellen in der Altstadt und am Sportplatz in Altendorf-Ersdorf sukzessive abgefahren werden.

Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, angefangen bei den Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr, die Menschenleben gerettet und unzählige Häuser abgepumpt haben, allen anderen Hilfskräften und Freiwilligen, die dauerhaft im Einsatz waren, bis hin zu den Kolleginnen und Kollegen des städtischen Bauhofes, die unermüdlich und pragmatisch, die Unmengen an Müll aus den betroffenen Straßenzügen in Altendorf-Ersdorf und der Altstadt abtransportiert und Wege und Straßen freigeräumt haben.

Beeindruckt bin ich von der großen Solidarität der Menschen, die in unserer Stadt leben und der gewaltigen Hilfsbereitschaft, die ich erleben konnte. Es ist schön zu wissen, dass wir in Meckenheim in der Not zusammenstehen und uns gegenseitig helfen. Die Spendenbereitschaft ist enorm, private Initiativen haben die Koordinierung der Sachspenden übernommen. Auch dafür danke ich herzlich.

Nicht zuletzt unsere Partnerstadt in Bernau hat uns in dieser Notlage mit einem Notstromaggregat unterstützen können.

Als Stadt konnten wir Hilfsangebote in Form von Duschmöglichkeiten im Hallenfreizeitbad bzw. in der Außenumkleide am Stadion oder die Bereitstellung von Strom und heißen Getränken in der Jungholzhalle vorhalten. Sowohl die Unwetter-Hotline als auch die Hilfsbörse-Hotline haben die Wünsche und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in unzähligen Telefonaten aufgenommen.

Mittlerweile ist auch ein Spendenkonto für in Not geratene Bürgerinnen und Bürger unter „Hochwasser Meckenheim“ Raifffeisenbank Voreifel e.G. Konto-Nr. DE69370696271001216038
eingerichtet.

Mit Blick auf die stark betroffenen Nachbarkommunen Rheinbach und Swisttal, aber auch auf die dramatischen Bilder aus dem Ahrtal, habe ich in Abstimmung mit der Wehrleitung unserer freiwilligen Feuerwehr überörtliche Hilfe angeboten. Dies betrifft neben der Einsatzbereitschaft der Wehr auch die Zurverfügungstellung unserer Infrastruktur. So werden die Verwaltungen aus Rheinbach und Swisttal aus dem Rathaus unterstützt.

Die Turnhallen am Schulcampus werden als Unterkünfte für die Bundeswehr und Seelsorgeteams für das Ahrtal genutzt.

Ich freue mich, dass wir auf diesem Wege solidarisch auch unseren Beitrag für die Region leisten können.

Um uns herum haben so viele Menschen durch die Naturgewalt ihr Leben verloren und die Zahl der Toten wird wohl leider noch weiter steigen, da noch immer Personen vermisst werden.

Ich spreche den Angehörigen der Opfer im Namen aller Meckenheimerinnen und Meckenheimer meine tief empfundene Anteilnahme aus.

Ich wünsche Ihnen allen in dieser besonderen Zeit vor allem Zuversicht und alles Gute für die kommenden Wochen.

Ihr

Holger Jung

(Bürgermeister)

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KFZ-Zulassungs-Stelle der Kreisverwaltung Ahrweiler ab heute Donnerstag, 22. Juli wieder geöffnet

Ahrweiler – Beseitigung von durch das Hochwasser beschädigten Fahrzeugen. Ab dem heutigen Donnerstag, 22. Juli 2021 sind die Kfz- Zulassungsstelle im Kreishaus in Ahrweiler sowie ihre Außenstellen in Sinzig, Niederzissen und Adenau wieder geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger des Kreises Ahrweiler auch alternativ bei der Kfz-Zulassungsstelle der Kreisverwaltung Vulkaneifel in Daun Zulassungen, Um- und Abmeldungen vornehmen. Bei den Zulassungsstellen in Mayen-Koblenz, Cochem und Neuwied sind Fahrzeugabmeldungen für Betroffene des Hochwassers möglich.

Derzeit werden hochwassergeschädigte Fahrzeuge durch verschiedene Firmen aus dem Katastrophengebiet entfernt, um die Aufräumarbeiten voranzutreiben und die Durchfahrt zu versperrten Straßen und Häusern zu ermöglichen.

Folgende Abschleppunternehmen sind aktuell im Einsatz:

Dietmar Floßdorf GmbH & Co.KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: 02641/98 98 0

Abschleppdienst Michael Krupp, Müsch, Tel.: 02693/933 999 33

Abschleppdienst Werner Lenz GmbH, Plaidt, Tel.: 02632/93 7777

Castell Abschlepp GmbH, Koblenz-Metternich, Tel.: 0261/24 051

Die Einsatzgebiete der Abschleppunternehmen sind dynamisch. Um den Abstellort Ihres Fahrzeugs zu recherchieren, wenden Sie sich daher bitte direkt an die oben genannten Firmen.

Sofern für die betroffenen Fahrzeuge noch Kfz-Kennzeichen und Zulassungspapiere vorliegen, ist die Abmeldung unproblematisch möglich. Zur Abmeldung eines Fahrzeuges, für das keine Fahrzeugpapiere mehr vorliegen, ist die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung notwendig. Die regulär anfallenden Gebühren für die Abmeldung der Fahrzeuge und die Abgabe der eidesstattlichen Versicherungen entfallen für die Hochwasserbetroffenen.

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Leitungswasser im Kreis Euskirchen und in Mechernich weiter abkochen

Mechernich/Kreis Euskirchen – Das Trinkwasser im Kreis Euskirchen kann nach der Hochwasserkatastrophe immer noch bakterielle Verunreinigungen aufweisen, das teilt die zuständige Kreisverwaltung mit. Daher werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, unbedingt die folgenden Anweisungen des Kreis-Gesundheitsamtes zu beachten.

Diese lauten: Das Leitungswasser nur abgekocht zu trinken. Dafür soll das Wasser einmalig sprudelnd aufgekocht und dann langsam über mindestens 10 Minuten abgekühlt werden. Für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sollte ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden.

Auch die Stadtwerke Mechernich, die die Leitungen aus zwei Versorgungsbetrieben speisen, halten den Gefahrenhinweis und das Gebot im Stadtgebiet weiter aufrecht. „Aus Vorsorge und bis zur endgültigen Entwarnung“, erklärt deren Betriebsleiter Mario Dittmann: „Zurzeit werden Wasserproben genommen und untersucht. Bis zum Ergebnis, voraussichtlich Ende Juli, soll das Wasser zur Sicherheit abgekocht werden.“

Die Stadtwerke gewinnen das Trinkwasser zu rund 80 Prozent aus den betriebseigenen Wassergewinnungsanlagen in Urfey und Düttling. Zuliefert auch das Verbandswasserwerk Euskirchen sowie der Wasserverband Oleftal.

Die Kreisverwaltung betont: Das „normale“ Wasser könne für die Toilettenspülung, Duschen und andere Zwecke ohne Einschränkung genutzt werden. Unwahr seien derzeit kursierende Informationen, wonach das Leitungswasser von Öl oder chemischen Stoffen kontaminiert wurde, so Kreissprecher Wolfgang Andres: „Hierauf gibt es keinerlei Hinweise“.

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Anteilnahme aus Luxemburg

Mechernich/Luxemburg/Eifel – Leo Wagener, Weihbischof in Luxemburg und über das internationale Priestertreffen „EUROPAX“ mit dem Mechernicher Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer verbunden, hat Mechernich und der gesamten Hochwasserregion Nordeifel eine Solidaritätsadresse geschickt. Auch der Aachener Diözesanbischof Dr. Helmut Dieser hat sein Entsetzen und sein Bedauern zum Ausdruck gebracht.

Weihbischof Leo Wagener schreibt: „Mir fehlen die Worte beim Anblick der Bilder des Grauens, die uns aus der Eifel erreichen. Die Macht der Zerstörung und das einhergehende Leid der Menschen übersteigen die Vorstellungskraft…“

Und weiter: „Mechernich ist ja auch im Fokus des unheilvollen Geschehens und es scheint noch nicht ganz ausgestanden zu sein…“ Wagener, der vor wenigen Jahren auch beim Weihejubiläum seines Freundes Erik Pühringer am Bleiberg war, schreibt: „Bei so einer Katastrophe fehlen einem die Worte.“

Und an Erik Pühringer gewendet: „Ich möchte Dir hiermit meine tiefe Anteilnahme in dieser Katastrophe ausdrücken. Sei gewiss, dass ich für Dich, die leidgeprüften Menschen, die Helfer/innen und Seelsorger/innen beten werde. Wenn ich sonst etwas tun kann, bitte sage es mir!“

Generalvikar und Bischof unterstützen

Das Bistum Aachen koordiniert in den vom Hochwasser betroffenen Katastrophen-Regionen Hilfsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Übernachtung für diejenigen, deren Häuser und Wohnungen zerstört sind, vor Ort. „Ich bin in enger Abstimmung mit den Regionalvikaren und wir stehen in einem engen Austausch mit der Politik und den Kommunen vor Ort“, sagte Generalvikar Dr. Andreas Frick. Vergangenen Freitag hatte sich Frick in der Pfarrgemeinde St. Kornelius in Kornelimünster einen persönlichen Überblick über die Schäden gemacht.

Bischof Dr. Helmut Dieser schreibt: „Unvorstellbare Regenmengen haben die Flüsse in eine Zerstörungs- und Todesflutwelle verwandelt, die einem Tsunami gleicht. Immer mehr Todesopfer sind zu beklagen. Viele Menschen haben alles verloren. Die schönen Ortsbilder, die mir sehr vertraut sind, wurden zerstört. Von Herzen spreche ich allen meine tief empfundene Anteilnahme aus! Das Leid, das viele getroffen hat, die Bilder von Verwüstung und Tod, die wir nun dau­ernd vor Augen haben, die Sprachlosigkeit, das Weinen, die immer neuen Nachrichten, was Schreckliches wem hier und da konkret zugestoßen ist, all das wühlt alle auf, und ich nehme daran aus enger Verbundenheit tiefen Anteil.“

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Wichtige Hinweise für Landwirte und Landwirtinnen im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Die Unwetter der vergangenen Tage haben auch zahlreiche Vertragsnaturschutzflächen im Kreis Euskirchen unter Wasser gesetzt und zu erheblichen Schäden geführt.

Grundsätzlich können Fälle von höherer Gewalt wie beispielsweise Überschwemmungen durch Unwetter durch die Untere Naturschutzbehörde anerkannt werden, wenn in deren Folge bestimmte Verpflichtungen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes nicht mehr eingehalten werden können.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation möchten wir alle betroffenen Landwirte und Landwirtinnen darauf hinweisen, dass in solchen Fällen höherer Gewalt die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen schriftlich innerhalb von 15 Arbeitstagen mit entsprechenden Nachweisen darüber zu informieren ist, dass aufgrund der Unwetterfolgen Auflagen im Vertragsnaturschutz nicht eingehalten werden können.

Für den Zeitraum der höheren Gewalt, in diesem Fall das Verpflichtungsjahr 2021, kann unter Umständen keine Auszahlung der Prämie erfolgen.

Gerne begutachten wir vorab zusammen mit Ihnen die betreffenden Flächen und entscheiden gemeinsam vor Ort, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um die Flächen wieder herzurichten und wie im Hinblick auf die Prämiengewährung im Vertragsnaturschutz zu verfahren ist.

Hierzu können Sie sich telefonisch Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:30 Uhr unter folgenden Rufnummern mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung setzen:

Frau Kiefer – 02251/15 567

Frau Blindert – 02251/15 813 oder

Herr Oeliger – 02251/15 583.

Gerne sind wir auch per Email für Sie da:

daniela.kiefer@kreis-euskirchen.de

katja.blindert@kreis-euskirchen.de

alex.oeliger@kreis-euskirchen.de

Alternativ können Sie sich bei der Biologischen Station des Kreises Euskirchen e. V. in Nettersheim per Email über info@biostationeuskirchen.de melden.

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Lebensberatung Bitburg legt Jahresbericht 2020 vor

Bitburg – 1.100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben 2020 Rat und Unterstützung bei der Lebensberatung Bitburg gesucht. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht hervor. Zusätzlich nahmen 96 Personen an weiteren Angeboten der Beratungsstelle Bitburg teil, etwa an Elternkursen, offenen Sprechstunden oder am Elterngesprächskreis zur Pubertät.

Die wichtigsten Themen bei Kindern und Jugendlichen – von denen etwa ein Drittel nicht mehr in ihrer Ursprungsfamilie leben – waren Partnerschaftskonflikte, Trennung und Scheidung sowie die damit verbundenen Umgangs- und Sorgerechtstreitigkeiten, problematisches Erziehungsverhalten der Eltern, aber auch Erschöpfung und Überlastung. Erwachsene suchten die Lebensberatung vor allem auf, um über kritische Lebensereignisse zu sprechen. Auch der Umgang mit Trennungen oder Kommunikationsproblemen beschäftigte viele Ratsuchende. Im Durchschnitt dauerte eine Beratung etwa sieben Stunden.

Um auch im Corona-Jahr 2020 weiterhin für die Menschen ansprechbar zu sein, bot die Lebensberatung Bitburg zusätzlich Telefon- und Videoberatungen an. Die Pandemie sorgte aber auch für neue Themen. So berichteten Ratsuchende davon, dass eingespielte familiäre Alltagsrhythmen wegfielen. Außerdem sorgten sich vor allem Vorerkrankte und Ältere vor der unsichtbaren Bedrohung durch das Virus. Unter der sozialen Distanz – besonders bei Krankenbesuchen und Abschieden – litten nicht nur Alleinlebende. Manche Ratsuchende berichteten auch davon, sich nicht mehr motivieren zu können. Andere beschäftigte ihre Arbeitssituation und die damit verbundenen finanziellen Probleme. Auch kamen pandemiebedingt häufiger Paare mit Trennungsabsichten zur Lebensberatung Bitburg.

Im Team der Beratungsstelle Bitburg um die Leiterin Dr. Christina Lukas arbeiten fünf Psychologinnen, drei Sozialpädagoginnen, ein Theologe und zwei Verwaltungsangestellte. Die Gesamtkosten für Fachpersonal, Verwaltung und Sachmittel betrugen gut 400.000 Euro. Das Bistum Trier finanzierte als Träger mit knapp 200.000 Euro etwa die Hälfte der Kosten. Hinzu kamen Zuschüsse von 77.644 Euro vom Land Rheinland-Pfalz sowie Kommunalmittel in Höhe von gut 130.000 Euro vom Eifelkreis Bitburg-Prüm. Für die Ratsuchenden ist das Angebot der Lebensberatung kostenlos.

Weitere Informationen gibt es bei der Lebensberatung Bitburg, Josef-Niederprüm-Str. 14, 54634 Bitburg, Tel.: 06561-8987, E-Mail: sekretariat.lb.bitburg(at)bistum-trier.de und im Internet unter www.lebensberatung.info.

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Kreis Düren als Bildungspartner: Kooperation mit Science College Overbach

Düren – Der Kreis Düren investiert weiter in Bildung und kooperiert mit dem Science College Overbach. Das gemeinsame Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung eines attraktiven Standortes für die außerschulische Förderung im Bereich der Naturwissenschaften und Technik. Landrat Wolfgang Spelthahn hat nun gemeinsam mit Andreas Schreib, Geschäftsführer Haus Overbach, den Kooperationsvertrag unterschrieben und damit die Zusammenarbeit bekräftigt.

Der Kreis Düren unterstützt das Science College als Einrichtung des Haus Overbach, das sich als MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) Bildungs- und Innovationszentrum versteht, für drei Jahre mit einer Förderung von 200.000 Euro jährlich. „Ich freue mich, dass der Kreis Düren diese wichtige Einrichtung nachhaltig unterstützt. Der Rohstoff Bildung ist sehr wertvoll und wichtig, um zukunftsfähig zu bleiben und innovatives Denken zu fördern“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vertragsunterzeichnung.

Innovation und Entwicklung – das sind die Leitthemen, mit denen sich sowohl der Kreis Düren als auch das Science College identifizieren. „Die Strahlkraft des Science College im Haus Overbach reicht weit über die Region hinaus und hat sich während der Pandemie über Digitalformate weiter ausgedehnt bis nach Mexico, Kroatien und in den Iran“, sagt Andreas Schreib. „Mit der Kooperation gewinnen wir Sicherheit und können unseren Wirkungskreis erweitern. Vielen Dank für die Chance, die der Kreis Düren uns gibt. Wir werden das Vertrauen nutzen und weiterhin mit voller Kraft agieren.“

Sybille Haußmann, Dezernentin für Arbeit, Bildung und Integration des Kreises Düren, und Philipp Mülheims, Programmkoordinator am Science College, freuen sich ebenso über die Kooperation und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Region einen außerschulischen Lernort bietet und die Wissenschaft vorantreibt.

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Hilfe in der Katastrophe – Land Rheinland-Pfalz verdoppelt Soforthilfen des Bundes

Region/Mainz – Das Bundeskabinett hat heute finanzielle Hilfen für die vom Hochwasser betroffenen Regionen beschlossen. Demnach wird der Bund bis zu 200 Millionen Euro Soforthilfen für die betroffenen Länder zur Verfügung stellen. Der Anteil, den das Land Rheinland-Pfalz erhält, wird durch das Land verdoppelt werden.

„Die Verwüstung durch die Flutkatastrophe in den betroffenen Regionen im nördlichen Rheinland-Pfalz ist unfassbar. Tausende Menschen haben alles verloren und stehen vor dem Nichts. Die Schäden an der gesamten Infrastruktur sind noch gar nicht zu beziffern. Der Hilfsbetrag des Bundes wird durch das Land verdoppelt werden. Die Soforthilfen dienen zur unmittelbaren Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Infrastruktur sowie zur Überbrückung von Umsatzausfällen und Notlagen“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Finanzministerin Doris Ahnen.

Betroffene, die einen Schaden an Wohnraum, Hausrat oder Kleidung erlitten haben, erhalten unbürokratisch und schnell Hilfe. Pro Haushalt werden über die Kreise und kreisfreien Städte 1.500 Euro pro Haushalt inklusive einer Person als Sockelbetrag und 500 Euro für jede weitere zusätzliche Person gezahlt. Maximal können 3.500 Euro pro Haushalt ausgezahlt werden. Eine Vermögensprüfung ist nicht notwendig, Spenden werden nicht angerechnet.

„Die Menschen vor Ort benötigen dringend Hilfe und diese werden wir selbstverständlich zur Verfügung stellen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Finanzministerin Doris Ahnen.

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Aktuelle Hinweise zum Bahnverkehr und der Rurtalsperre

Düren – Update: Wichtige Informationen für die kommenden Tage. Auch am heutigen Mittwoch, 21. Juli, ist das Hochwasser-Ereignis ein wichtiges Thema im Kreis Düren. Die Lage beruhigt sich zunehmend und auch die Rurtalbahn konnte die Bahnstrecke zwischen Untermaubach und Heimbach wieder freigeben. Zudem blickt der Wasserverband WVER auf die nächste Woche, die laut Wetterprognosen erneut Regen bringen könnte.

Die Situation an den Bahnstrecken der Rurtalbahn entspannt sich. Die Strecke Düren – Untermaubach – Heimbach ist seit heute Morgen wieder befahrbar.

Infos zu den Strecken:

Strecke Düren – Untermaubach – Heimbach: Die Strecke Düren – Untermaubach – Heimbach ist wieder für den Betrieb freigegeben. Aufgrund eines Handrutsches kam es zunächst zu einschränkungen im Schienenverkehr, so dass ein Busnotverkehr eingerichtet wurde. Dieser Schaden konnte insoweit behoben werden, dass die Strecke wieder befahrbar ist. Aufgrund von Tempobeschränkungen an dieser Stelle kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Strecke Düren – Jülich – Tetz: Uneingeschränkter Betrieb bis Tetz. Die Baustelle in Tetz (Brücke Malefinkbach) ist jedoch stark verschlammt. Die Auswirkungen auf die weiteren Baumaßnahmen zum Brückenneubau bleiben abzuwarten.

Strecke Düren – Zülpich – Euskirchen: Weiterhin nur Betrieb bis Nemmenich möglich. Der Bf Euskirchen ist aktuell aufgrund von Überflutung nicht anfahrbar. Nach erster Einschätzung der DB Netz AG wird der Bf Euskirchen über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Ab Zülpich werden die Fahrgäste auf den parallel verlaufenden Busverkehr verwiesen.

Den Kreis Düren erreichten in den vergangenen Tagen Anfragen einiger Bürger, die besorgt auf Prognosen in Wetter-Apps blicken. Gemeldete Regenschauer sorgen derzeit für Verunsicherung. Daher lohnt ein Blick auf die Situation an der Rurtalsperre:

Der Wasserverband hat in Urft- und Rurtalsperre wieder Stauraum geschaffen, sodass die am Wochenende nach den jetzigen Warnungen zu erwartenden Niederschläge aufgenommen werden können. Hinzu kommt, dass die Böden beginnen wieder zu trocknen und damit schon wieder einen Teil des Wassers aufnehmen können.

Es gibt nach jetzigen DWD-Angaben einen gravierenden Unterschied zum vergangenen Hochwasser: Jetzt handelt es sich nicht um eine großflächige Wetterlage, die dauerhaft sehr starke Niederschläge im gesamten Gebiet niedergehen lässt, sondern wir können mit lokal begrenzten Starkregenereignissen rechnen, die punktuell Niederschläge erbringen und für die Talsperrenzuflüsse damit nicht dieselbe Bedeutung haben.

Oleftalsperre und Wehebachtalsperre haben noch genügend Rückhalteraum, ohne dass sie durch stark erhöhte Abgaben freigefahren werden müssen. Dies war selbst beim Hochwasserereignis der letzten Woche nicht erforderlich.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht Einsatzkräfte am Nürburgring

Nürburg – Ein beispielloser Ort der Hilfe und Solidarität „Sonst ein Anziehungspunkt für Motorsportfreunde aus aller Welt ist der Nürburgring in dieser Hochwasserkatastrophe zu einem beispiellosen Ort der Hilfe und Solidarität geworden. Als zentrales Basislager starten von hier aus die Einsatzkräfte von Polizei, Bundeswehr, Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz aus dem gesamten Bundesgebiet ins Ahrtal, um die Not der Menschen zu lindern und Schäden zu beseitigen. Die Einsatzkräfte werden hier versorgt und können relativ kurzfristig eingesetzt werden. So ist sichergestellt, dass der Hilfseinsatz ohne Unterbrechung durchgeführt werden kann“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Bereitstellungsraum, der im Fahrerlager des Nürburgring eingerichtet ist.

Hier werde die Dimension der Katastrophe greifbar, die den Norden von Rheinland-Pfalz heimgesucht habe. Diese unvorstellbar komplexe Logistik mit vielen tausend Helfern und Helferinnen, mit Fahrzeugen, wohin das Auge reiche, und Hallen voller Hilfsgütern vermittle ein Bild davon, wie riesig die Herausforderung und die Not der Menschen in dem von Fluten verwüsteten Ahrtal sei. „Am Nürburgring wird besonders deutlich, dass ganz Deutschland zusammenrückt in dieser nationalen Notlage. Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Was Sie leisten ist unverzichtbar. Was Sie mit ansehen und verarbeiten müssen, übersteigt jede Vorstellung. Für mich sind Sie alle Helden“, so die Ministerpräsidentin.

Auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei überwältigend. So würden Spenden- und Hilfsangebote aus dem ganzen Land und auch aus dem befreundeten Ausland, von Privatpersonen, von Unternehmen und vielen Institutionen eintreffen.

Die Ministerpräsidentin besuchte auf dem Nürburgring auch die Spendensammelstelle, in der in vier Hallen Sachspenden sortiert werden, damit die Hilfskräfte sie zu den Flutopfern ins Ahrtal bringen können. Die Hilfs- und Spendenbereitschaft ist so groß, dass die Kapazitäten aktuell ausgeschöpft sind. Dringend gebraucht werden Helferinnen und Helfer, die beim Sortieren helfen.

Jeder noch so kleine Beitrag auf den offiziellen Spendenkonten ist wichtig, um die Not der Menschen zu lindern. Auch die Landesregierung hat ein Konto eingerichtet, auf dem bereits über sieben Millionen Euro an Privatspenden eingegangen sind. Das Geld soll jetzt schnell und unbürokratisch über die Landkreise verteilt werden.

Wer helfen möchte, kann dies weiterhin tun. Unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ können Spenden auf folgendes Konto bei der Sparkasse Mainz überwiesen werden:

Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

BIC: MALADE51MNZ

Steuerliche Erleichterungen gibt es auch für Spenden und Spendenaktionen. So genügt unter anderem als Nachweis für Zuwendungen, die bis zum 31. Oktober 2021 zur Hilfe in Katastrophenfällen auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto eingezahlt werden, der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes. Informationen dazu gibt es unter

https://fm.rlp.de/de/presse/detail/news/News/detail/steuerliche-hilfsmassnahmen-fuer-betroffene-der-unwetter-katastrophe/.