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Erfolgreicher Start des Klimaschutzportals im Landkreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Das Klimaschutzportal des Landkreises Mayen-Koblenz sowie der kreisangehörigen Verbandsgemeinden und Städte ist jüngst gestartet. In dem neuen Portal tragen die Klimaschutzmanager ihre Aktivitäten und Klimakennzahlen ein und geben hilfreiche Tipps wie Energie eingespart werden kann und welche Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes umgesetzt werden können. Ob eine Übersicht zu aktuellen Förderprogrammen, Car-Sharing-Angebote, investive Maßnahmen im Klimaschutz, der Fokus auf die Ausrichtung zu einem klimaneutralen Landkreis wie auch die Klimawandelanpassung werden auf dem Portal dargestellt. Alle Kommunen im Landkreis haben zudem die Möglichkeit, die eigenen Schwerpunkte und Maßnahmen, wie auch anstehende Events und Ansprechpartner, gebündelt darzustellen.

„Der Landkreis Mayen-Koblenz engagiert sich gemeinsam mit den Verbandsgemeinden und Städten seit vielen Jahren aktiv im Klimaschutz. Mit den neuen Klimaschutzportalen der Energieagentur RLP bündeln wir nun unsere Aktivitäten, Maßnahmen und Zielsetzungen, ergänzt auch um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Somit machen wir unseren Einsatz für eine klimafitte Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis noch transparenter und greifbarer“, betont Landrat Dr. Alexander Saftig.

Klimakennzahlen dürfen natürlich nicht fehlen

Im Jahr 2020 wurden kreisweit insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen (THG) von Privatleuten, der Wirtschaft und dem Verkehrsbereich in die Atmosphäre entlassen. Das sind etwa neun Tonnen pro Person, bei Einrechnung der Erneuerbaren Energien. Viele Tonnen der umweltschädlichen Treibhausgase könnten eingespart werden, beispielsweise durch eine energetische Sanierung, durch Nutzung des Fahrrades anstelle des Autos oder durch energieeffiziente Waschmaschinen. Allerdings nur, wenn jeder mithilft. Durch Zubau von Photovoltaikanlagen könnten rund 1,2 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Dies ist rund dreieinhalbmal so viel wie 2020 an Treibhausgas-Emissionen durch den kompletten Stromverbrauch im Landkreis Mayen-Koblenz verursacht wurden.

Wer befüllt die Klimaschutzportale mit Inhalten?

Befüllt werden die Seiten des Klimaschutzportals Mayen-Koblenz von den Klimaschutzmanagern der Kommunen im Landkreis. Hauptansprechpartner ist das Klimaschutzmanagement des Landkreises Mayen-Koblenz. Die Website-Vorlage wurde von der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Universität Koblenz-Landau gemeinsam im 2019 bis 2022 vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Rheinland-Pfalz geförderten KomBiReK-Projekt entwickelt.  KomBiReK steht für „Kommunale THG-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz“. Die Energieagentur unterstützt zusätzlich mit der Bereitstellung von Daten und kostenfreien Lizenzen für die Bilanzierung der eigenen Treibhausgasemissionen und Energieverbräuche.

Haben andere Regionen auch ein Klimaschutzportal?

Bereits 2021 wurden die ersten Klimaschutzportale in den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim, Südliche Weinstraße und der Stadt Landau/Pfalz veröffentlicht und seither in den Regionen gut angenommen. So konnten im Kreis Südliche Weinstraße die Bürger Corona konform über wichtige Themen im Klimaschutzprozess online abstimmen und damit die Energiezukunft ihrer Heimat mitbestimmen. Insgesamt werden zum Ende des Jahres Klimaschutzportale in elf Landkreisen und einer kreisfreien Stadt aktiv sein.

Der Link führt Interessierte direkt zum neuen Portal mayen-koblenz.klimaschutzportal.rlp.de. Weitere Projektinfos sowie Links zu weiteren Klimaschutzportalen gibt es unter  klimaschutzportal.rlp.de oder www.energieagentur.rlp.de sowie www.earlp.de

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Nöthener pilgern nach Barweiler – Die Fußwallfahrt zur „Königin des Friedens“

Bad Münstereifel-Nöthen – Gottesmutter mit der Lilie in der Nähe des Nürburgringes ist am 7. und 8. September das Ziel der jährlichen Fußwallfahrt – Zwei Tage sind die Fußpilger aus Nöthen traditionsgemäß auf Wallfahrt zur Muttergottes mit der Lilie in Barweiler und wieder zurück in die GdG Mechernich, zu der die Pfarre St. Willibrordus trotz „weltlicher“ Bindung an die Kommune Bad Münstereifel gehört.

Die Fußwallfahrt zur „Königin des Friedens“, wie die wundertätige Darstellung im Eifeler Wallfahrtsort im Pfarrbezirk Adenau/Eifel genannt wird, beginnt dieses Jahr am Samstag, 7. September, um 6.30 Uhr mit der Verabschiedung der Pilger und kurzer Andacht und Aussegnung in der Pfarrkirche St. Willibrordus Nöthen.

Um 7 Uhr zieht die Prozession ab und wird gegen 17 Uhr im Wallfahrtsort Barweiler erwartet. Wie Brudermeister Manfred Berners mitteilt, ist dann um 18 Uhr die Teilnahme an der Festmesse in Barweiler geplant.

Am Sonntag, 8. September, besteht für die Pilger die Möglichkeit, die Frühmesse in Barweiler um 7 Uhr zu besuchen. Danach wollen Berners und seine Truppe gegen 8 Uhr den Rückweg nach Nöthen antreten. Die Andacht zur Ankunft ist für gegen 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Willibrordus geplant.

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Schöner Chillen im Elisengarten mit der Initiative „Einkaufen in Aachen“

Aachen – Aachen nimmt Platz! Die erfolgreiche Liegestuhlaktion wird in diesem Jahr wieder Parkliebhaber*innen erfreuen, die gerne bequem liegen. Am kommenden Samstag, 7. September, stehen ab 11 Uhr 100 orange Liegestühle im Elisengarten. Sie laden dazu ein, einfach mal tief durchzuatmen, den Elisengarten und die Innenstadt zu genießen, mit dem Sitznachbarn oder der Sitznachbarin zu reden, zu entspannen oder zu lesen.

Der Clou dabei: Wer kurz vor 15.30 Uhr in einem Liegestuhl sitzt und bis 16 Uhr einen Einkaufsbeleg von diesem Tag über mindestens 20 Euro aus einem Laden der Aachener Innenstadt vorzeigen kann, darf den Liegestuhl mit nach Hause nehmen. So profitieren der Einzelhandel und der Balkon!

„Einkaufen in Aachen“ ist eine Initiative des Märkte und Aktionskreises City e.V. (MAC) in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen. Was die Initiative außer Liegestühlen sonst noch bietet, finden Interessierte auf den Seiten https://smart.aachen-shopping.de und www.aachen-shopping.de, darunter Shopping-News, den Fund der Woche und natürlich zahlreiche Geschäfte.

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Vereint in Trauer und Hoffnung – Kall gedachte der Flutkatastrophe 2021

Kall – Zerstörung, Trauer und Solidarität, aber auch Wiederaufbau, Hoffnung und Zusammenhalt – „Es war Freitag, der 16. Juli 2021. Der Himmel war blau, ein paar Wolken. Es war warm, und der Tag versprach ein wunderbarer Sommertag zu werden – zumindest am Himmel.“ Mit diesen Worten erinnerte Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, beim Gedenkfest der Gemeinde Kall an die Flutkatastrophe vor gut drei Jahren. Denn, so sprach die Ministerin weiter: „In der Hälfte der nordrhein-westfälischen Kommunen sah das auf der Erde anders aus.“ Ina Scharrenbach war damals – ganz ohne Kameras und in Gummistiefeln – schon am 2. Tag nach der Flutnacht u.a. nach Kall gekommen, machte sich vor Ort ein Bild und sprach mit den Menschen.

Darauf war zuvor auch Pfarrer Hajo Hellwig zu Beginn der Gedenkveranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz bei einem ökumenischen Gottesdienst eingegangen, den er gemeinsam mit Pastor Christoph Ude zelebrierte.

Pfarrer Hellwig war, so berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser später, mit dem Pastorat selbst von der Flut betroffen.

Der Geistliche erinnerte an die Nacht, den langen Regen, der langsam die Straßen füllte und Treppen hinaufstieg, gurgelte und rauschte – und schließlich alles mit sich riss. „Menschen verloren ihre Heimat, kämpften um ihr Leben oder das von Angehörigen oder Fremden“, so Pfarrer Hellwig und führte fort: „Und dann kamen die ersten Helfer, Nachbarn zunächst, dann Angehörige und schließlich zahlreiche Helfer/innen.“ Pastor Ude ergänzte, dass wenn auch viele äußerliche Wunden verheilt und Schäden behoben seien, die Flutnacht sich den Menschen auch in Kall ins Gedächtnis und in die Seele gebrannt habe. Er appellierte auch dafür, solidarischer mit unserem Lebensraum umzugehen: „Als ein Teil der Schöpfung Gottes können wir nur mit ihr leben, nicht gegen sie.“

Im Rahmen des Gottesdienstes entzündete Ministerin Scharrenbach gemeinsam mit Landrat Markus Ramers sowie Bürgermeister Hermann-Josef Esser drei Kerzen. Sie standen für die drei Menschen aus Kall, die in der Nacht auf den 15. Juli 2021 ums Leben gekommen waren. Einen stimmungsvollen Rahmen dazu schuf der Chor St. Nikolaus um Kantorin Holle Goertz, der den Gottesdienst begleitet.

„Ich freue mich besonders“, so Bürgermeister Hermann-Josef Esser, „dass so viele Menschen hier sind, die selbst von der Flut betroffen waren.“ Und, in Richtung der anwesenden Mitglieder der Feuerwehr sowie weiterer Hilfsorganisationen wie DLRG, Bundeswehr, Diakonie und Malteser: „Auch viele derer, die am 14. Juli und in den Tagen danach Herausragendes geleistet haben.“ Darunter auch die Feuerwehr aus Bredenbeck, die zum Gedenkfest eine Abordnung gesandt hatte.

Neben all jenen galt sein Dank auch seinem Team in der Verwaltung: „Wir hatten kein Rathaus mehr“, blickte Esser zurück, „keinen Strom, kein Wasser, keine EDV, das Erdgeschoss war völlig zerstört.“ Dennoch sei der Dienst an den Kaller Bürger/innen unmittelbar wiederaufgenommen worden. Der Bürgermeister erinnerte auch an den vielfältigen Einsatz des Bauhofs, inklusive der Einrichtung eines Spendenlagers in Kooperation mit der Firma Brucker. Für die Organisation des Gedenkfestes dankte der Bürgermeister Rathausmitarbeiterin Laura Möhrer.

Die Unterstützung der Landesregierung, allen voran Ministerin Ina Scharrenbachs „auch hinter den Kulissen“ im Rahmen des Wiederaufbaus wertschätzte der Bürgermeister mit den Worten: „Das ist nicht selbstverständlich.“

Dem schloss sich auch Landrat Markus Ramers an und verwies auf über 30 Milliarden Euro, die Bund und Land für den Wiederaufbau bereitgestellt hätten. Für die Gemeinde Kall, konkretisierte Ministerin Scharrenbach, waren insgesamt rund 86,5 Millionen Euro insb. für die gemeindliche Infrastruktur und flutbetroffene Privatpersonen bewilligt worden. Dieser Betrag, so die Ministerin, soll nun wie in allen NRW-Kommunen um jeweils 10 Prozent aufgestockt werden zur Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen. Schließlich hielt sie fest: „Dies ist auch ein Tag, an dem Sie stolz sein dürfen auf das Erreichte in den letzten drei Jahren – denn das ist eine ganze Menge.“

Landrat Markus Ramers betrachtete die Geschichte der Flut „auch als eine Geschichte der Solidarität und der Hoffnung“. Er erinnerte auch an die Kaller Feuerwehr, die in der Flutnacht ihr Gerätehaus verlor und die Einsätze aus einer provisorischen Einsatzzentrale heraus koordinierte. „Trotzdem haben Sie – oft selbst von der Flut betroffen – nur daran gedacht, wie Sie den Menschen in Kall helfen können“, sprach er in Richtung des Kaller Wehrleiters Harald Heinen. Ähnliches gelte auch für die Solidarität in Nachbarschaften und von fremdem Helfern. Ramers ermutigte die Kaller/innen mit der Zuversicht auf diese Gemeinschaft, hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen.

Symbolisch schien da, was nun folgte: Gemeinsam eröffneten Land, Kreis und Kommune im Beisein auch von Manfred Poth, in der Kaller Verwaltung federführend zuständig für den Wiederaufbau, und Projektleiter Christoph Graf die gerade wiederaufgebaute Brücke Weiherbenden.

Mit der Musikkapelle Kall um den Vorsitzenden Stefan Reinders und unter der Leitung von Friedhelm Schorn ging das Gedenken über in ein Bürgerfest. Für den Getränkeausschank sorgte die KG „Löstige Bröder“, fürs leibliche Wohl zudem „Luis Imbiss“ und das Café Linn nebst den anliegenden Geschäften. Während des gesamten Festes bot das Rewe-Center ein buntes Kinderprogramm. Die Erlöse aus dem Flut-Gedenkfest gehen als Spende an die Hilfsgruppe Eifel.

Dass auch die Ministerin und der Landrat noch erstaunlich lange mit den Kaller/innen feierten, fiel manch einem positiv auf. Da schien sich einmal mehr zu bewahrheiten, was Ministerin Scharrenbach zuvor über Kall gesagt hatte: nämlich, dass hier „dem sichtbaren Chaos Geborgenheit entgegengebracht wurde, dass der sichtbaren Zerstörung Zusammenhalt entgegengebracht wurde und dass gegen Einsamkeit Gemeinsamkeit gestellt wurde.“

 

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Weinlese 2024 an der Ahr startet mit Frühburgunder

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Am heutigen Dienstag, 3. September, beginnt an der Ahr offiziell die Weinlese 2024. Ein Großteil der Winzer wird mit der Ernte des Frühburgunders starten, einer der charakteristischen Rebsorten der Region nach dem Spätburgunder, der 65 Prozent der Rebfläche an der Ahr besetzt. „Die Winzer haben sich kurzfristig für den Beginn der Lese entschieden, da die letzten heißen Tage die Reife der Trauben beschleunigt haben. Der Frühburgunder hat dadurch einen beachtlichen Reifesprung gemacht und muss nun geerntet werden, bevor die Mostgewichte zu hoch werden und die Balance im späteren Wein verloren geht“, erläutert Ahrwein-Referentin Carolin Groß.

In der vergangenen Woche wurden bereits an einigen Stellen die ersten Trauben „Solaris“, einer pilzwiderstandsfähigen Rebsorte, gelesen. Diese frühe Lese diente jedoch nur als Vorspiel. So richtig los geht die Weinlese 2024 nun mit dem Frühburgunder, der in den kommenden Tagen und Wochen den Auftakt zur Ernte der weiteren Sorten wie Spätburgunder, Weißburgunder und Riesling bildet.

„Sowohl der späte Frost im April wie auch der hohe Peronospora-Druck im Sommer haben dem Frühburgunder ganz schön zugesetzt. Da möchten wir jetzt den richtigen Lesezeitpunkt nicht verpassen und haben unsere Planung dementsprechend angepasst. In der Weinlese gibt es kein Schema F. Nur  durch Beobachten des Weinbergs und das Probieren der Trauben können wir den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ermitteln,“ sagt Alexander Weber, Betriebsleiter im biozertifizierten Weingut Maibachfarm. Neben ihm starten auch unter anderem die Weingüter J.J. Adeneuer aus Ahrweiler und das Weingut Burggarten aus Heppingen morgen mit der Lese der in Deutschland eher selteneren Rebsorte. Und auch die Winzergenossenschaft Dagernova in Bad Neuenahr hat für morgen die Traubenannahme vorbereitet, damit die 400 Mitglieder ihre ersten Trauben anliefern können.

Laut Carolin Groß blicken die Winzer der Ahr bisher auf ein anstrengendes Weinjahr zurück und hoffen nun auf einen ruhigen Leseverlauf und einen goldenen Herbst. „Dann nämlich können sich Kenner und Weinfreunde auf einen kleinen, aber feinen Weinjahrgang 2024 freuen“, so Groß abschließend.

 

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Kunst & Kultur

Eine der ältesten Kirchen der Eifel und des Rheinlands erstrahlt wieder

Fraukirch/Mendig – Festakt zum Abschluss der Außenrenovierung der Fraukirch – Alljährlich ist die Fraukirch das Ziel vieler Gäste. Sie reihen sich ein in die Schar der Gläubigen, die seit Jahrhunderten zur Wallfahrtskirche pilgern. Die Fraukirch ist eine der ältesten Kirchen der Eifel und des Rheinlands, denn sie kann auf eine über 1200-jährige Tradition zurückblicken. Zudem war sie vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert Versammlungsort für Gerichtstage der umliegenden Gemeinden. Hier wurden Urteile gesprochen und am Ende des Tages, so sagt man, gab es wieder reichlich Delikte, die beim nächsten Gerichtstag verhandelt werden mussten. Die Fraukirch und der Fraukircher Hof waren zuletzt gerade zur Fraukircher Kirmes ein Anziehungspunkt der die Menschen generationenübergreifend begeisterte. Hunderte strömten jedes Jahr Anfang August, um im Schatten des Kirchenbaus zu Tanzen und zu Feiern. „Die Fraukirch ist eines unserer wichtigen Denkmäler. Sie verkörpert rund zwölf Jahrhunderte Geschichte. Die Geschichte unserer Vorfahren“, ordnet Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, die Bedeutung der Wallfahrtskirche ein, an der die Spuren der Zeit aber nicht Halt gemacht haben.

In den vergangenen Jahren wurde deshalb auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Fraukircher Marienbruderschaft (Förderverein) in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Bistums die Kirche renoviert. An der Wallfahrtskirche wurde die Portalfassade erneuert und an die Fassade des Kirchenschiffs angepasst. Rund 500.000 Euro wurden für die Renovierung veranschlagt – unter anderem kamen von der Fraukircher Marienbruderschaft 152.000 Euro und vom Bund 127.400 Euro aus Denkmalschutzmitteln. „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit“, fasste Sandra Dietrich Fuchs, Vorsitzende der Fraukircher Marienbruderschaft, das Engagement in einem Satz zusammen.

Die Ansprache im Rahmen der kleinen Feierstunde hielt die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, die das Engagement des Bundes für die Fraukirch begrüßte: „Die Fraukirch ist eine echte Landmarke.“ Denkmalschutz und Denkmalpflege seien zwar in erster Linie Aufgaben der Länder, der Erhalt wichtiger nationaler Kulturdenkmäler sei aber von jeher auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes. Im Haushaltsjahr 2021, dem Jahr der Genehmigung, standen dafür 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Baugeschichtliche Untersuchungen haben ergeben, dass die heutige Kirche auf den Fundamenten einer fränkischen Saalkirche aus dem 8. Jahrhundert steht. Nach einer Legende baute Pfalzgraf Siegfried, der zu dieser Zeit in Mayen residiert haben soll, die Kirche zum Dank für die Errettung seiner Frau Genoveva durch die Gottesmutter Maria. Das aus farbig gefasstem Tuff bestehende Altarbild aus dem Jahre 1667 zeigt die Genoveva-Legende. Ebenfalls befinden sich in der Kirche die ergänzten Originalteile des sogenannten Golokreuzes.

Die Kirche wurde urkundlich zum ersten Mal im 13. Jahrhundert erwähnt. Bis 1764 war sie Eigenkirche des Bischofes von Trier und ging dann an die Abtei Maria Laach über. 1804 erwarb ein Landwirt das Anwesen aus dem säkularisierten Klosterbesitz. Der Gutshof ist seitdem im Privatbesitz der Nachfahren. Die Fraukirch gehört seit einer Schenkung im Jahr 1906 zu der Pfarrgemeinde St. Johannes Thür.

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Gesundheit

Wenn die Galle überläuft – Viszeralmedizin im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen bietet am 10. September Telefon-Sprechstunde

Mayen/Region – Gallensteine – wenn die Gallenblase überläuft –
Experten des St. Elisabeth Krankenhaus Mayen bieten am 10. September Telefonsprechstunde zu Problemen rund um die Gallenblase – Die Symptome reichen von geringen Oberbauchbeschwerden über Koliken bis hin zu schweren Entzündungen: Die Rede ist von Gallensteinen, also verfestigter Gallenflüssigkeit, die Betroffene in ihrer Lebensqualität deutlich einschränken können, aber oftmals auch völlig unbemerkt bleiben.

Eine Behandlung ist in der Regel nur dann erforderlich, wenn Beschwerden auftreten. Wer hingegen an einer Gallenkolik mit schlagartigen, starken Schmerzen und Krämpfen leidet, die bis zum Erbrechen führen können, sollte sofort einen Arzt aufsuchen, rät das Team der Viszeralmedizin im St. Elisabeth Mayen. Welche Ursachen und Risiken es bei Problemen mit der Gallenblase gibt und welche Symptome auftreten können, erklären die Experten am Dienstag, 10. September zwischen 17 und 18 Uhr in einer Telefonsprechstunde. Interessenten erreichen den Experten in dieser Zeit persönlich unter der Rufnummer 02651 83-3801.

Die Telefonsprechstunde ist ein Angebot aus der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich.

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Stadt Aachen lädt ein zum Aktionstag „Hochwasser“ am 6. September in Kornelimünster

Aachen – Klimafolgen wie erhöhte Hochwasser- und Starkregengefahr gehen alle an. Die Stadt lädt zusammen mit der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim und den Hochwasserschutzinitiativen Friesenrath, Hahn, Kornelimünster und Sief zu einem Aktionstag „Hochwasser“ am Freitag, 6. September, auf den Korneliusmarkt in Kornelimünster ein. Der Aktionstag steht unter dem Motto „Erinnern, Erfahren, Ermutigen“ und soll Hochwasservorsorge zum Anfassen anbieten.

Los geht es mit dem Hochwasserexperten Reinhard Vogt, den früheren Leiter der Hochwasserschutzzentrale Köln. Denn eines ist klar: Für Hauseigentümer*innen ist Hochwasserschutz am effektivsten, wenn er gemeinsam geschieht und ganze Straßenzüge geschützt werden. Interessierte Hauseigentümer*innen können also mit dem Fachmann über die verschiedenen Möglichkeiten des Hochwasserschutzes vor Ort sprechen und sich Tipps geben lassen. Der Rundgang mit Vogt beginnt um 13 Uhr auf dem Korneliusmarkt und dauert rund zwei Stunden.

Das öffentliche Programm des Aktionstages auf dem Korneliusmarkt beginnt um 16 Uhr. Verschiedene Institutionen, Vereine, Verbände und Hochwasserschutzinitiativen informieren darüber, wie sich die Menschen vor Hochwasser schützen können. Mit dabei sind das Forum Hochwasserschutz, der Katastrophenschutz, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die Hochwasserschutzinitiativen (HSI) aus Friesenrath, Hahn, Kornelimünster und Sief, Fluthilfe, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt (AWO), Malteser und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) sowie das Hochwasserkompetenzcentrum (HKC) mit seinem Info-Mobil. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen beteiligt sich an einem Bürger*innen-Dialog. Parallel dazu gibt es auch einen Hochwasser-Workshop speziell für Kinder.

Um 18 Uhr folgen Impulsvorträge zu den Themen Private Hochwasservorsorge und Privater Hochwasserschutz.

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Tourismus

Nächster Schritt zur Realisierung von Hängebrücke und Skywalk im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Es ist ein nächster Schritt, um der Realisierung einer Hängebrücke sowie eines Skywalks im Ahrtal näher zu kommen. Im Rahmen der Feierlichkeiten rund um die Grundsteinlegung der Kurparkrandbebauung am Donnerstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler, hatte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt weitere gute Neuigkeiten für das Ahrtal im Gepäck.

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Landschaft, Verkehr und Weinbau fördert die Konzept- und Machbarkeitsstudie für beide Projekte im Ahrtal. Schmitt übergab den Zuwendungsbescheid für die Konzeption und vorbereitende Planung der Infrastrukturvorhaben Hängebrücke und Skywalk. „Das ist ein starkes Signal vom Land, um den Tourismus im Ahrtal durch neue Highlights voranzubringen. Die Region braucht solche Leuchtturmprojekte für die Zukunft“, erklärte Christian Senk, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus, und bedankte sich beim Wirtschaftsministerium für die gute Zusammenarbeit.

Beide Projektideen entstanden im Zuge des Nachhaltigen Tourismuskonzeptes Ahrtal 2025 und wurden bereits von der örtlichen Kommunalpolitik als prioritär eingestuft, um den Tourismus in der Region zu fördern. Die Hängebrücke soll oberhalb von Walporzheim, eines Stadtteils von Bad Neuenahr-Ahrweiler, an der Bunten Kuh zum Kreisstadt-Blick auf der gegenüberliegenden Ahrseite führen und damit einen direkten Übergang zwischen Rotweinwanderweg und AhrSteig schaffen. „Gleichzeitig entstünde ein weiteres „Tor“ zur mittleren Ahr, die mit dem engsten Talquerschnitt und den schroffen Felsen für den alpinen Charakter des Ahrtals steht“, so Senk.  Ein Skywalk könnte in Ahrweiler am Rotweinwanderweg in der Nähe des Regierungsbunkers gebaut werden.

Mit der finanziellen Unterstützung des Landes kann der Ahrtal-Tourismus jetzt die erforderliche Konzept- und Machbarkeitsstudie für beide Projekte ausschreiben. Diese wird zum einen die infrastrukturellen Anbindungen untersuchen, Naturschutzfragen und baurechtliche Themen klären, Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen sowie erste Vorplanungen und Designentwürfe beinhalten. Sebastian Rischen, Projektleiter Tourismuskonzept beim Ahrtal-Tourismus, sagte: „Jetzt können wir mit der Ausschreibung für die Studie starten und freuen uns auf spannende und innovative Ideen von vielen Planungsbüros für diese beiden Leuchtturm-Projekte. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse bis zum Frühjahr 2025 vorliegen.“

Auch für die weitere Ausgestaltung der Tourist-Information Ahrweiler übergab Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt einen Förderbescheid an den Ahrtal-Tourismus. Neben der Gestaltung des Hauptraumes der Tourist-Information im Blankartshof wird damit der nebenliegende Raum hergerichtet, um ihn beispielsweise für Gästeführungen zu nutzen.

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Besuch aus den Niederlanden bei der Mechernicher Communio in Christo

Mechernich/Oud-Valkenburg – „Wir sind noch ganz beeindruckt von dem Besuch. Zum einen vom spirituellen Hintergrund, zum anderen von der Langezeitpflege“, schrieb Lektor Ed van der Ouderaa an den Ordo Communionis in Christo, nachdem er kürzlich mit seinen Begleitern von der „Parochie Johannes de Doper zu Oud-Valkenburg“ aus den Niederlanden im beschaulichen Mechernich zu Gast gewesen war.

Mit dabei: Pfarrer Constantijn Dieteren, Kaplan Jijo Jijomon, PAC („Parochiēle Adviescommissie“)-Mitglied und Kirchenmeister Huub Gerekens, PAC-Mitglied und Lektorin Rita van den Elzen sowie Lektor Jo Wachelder.

Eingeladen hatte sie Schwester Lidwina vom Ordo, die mit Begleiterinnen und Begleitern auf den Spuren von Mutter Marie Therese schon oft die Kirchen in Oud-Valkenburg und Valkenburg besuchte. Dort, wo die Ordensgründerin im Jahre 1927 unter dem Namen Josephina Theresia Linssen geboren und einen Tag später getauft wurde. „Unglaublich, wie eine »einfache« Frau aus Valkenburg das alles möglich gemacht hat!“, so van der Ouderaa weiter.

Viel Programm

Empfangen hatte man die niederländischen Gäste im Konferenzraum des Ordo, bevor man ein festliches Mittagessen im Refektorium mit Generalsuperior Jaison Thazhathil, Pater Ammann und der ganzen Kommunität reichte. Schon hier tauschte man sich rege aus. Danach führte Marie-Thérèse Dijkstra durch die Flure, die Kapelle und das Zimmer von Mutter Marie Therese, das bis heute im Originalzustand erhalten wird.

Danach übernahm Sonja Plönnes, Einrichtungsleiterin des „Sozialwerks Communio in Christo e.V.“ das Ruder und bot eine „ausführliche, einfühlsame und fachmännische Führung“ durch die angrenzende Langzeitpflege und das Hospiz Stella Maris. Ed van der Ouderaa: „Schnell haben wir verstanden, wie modern das von Mutter Marie Therese erfundene Gemeinschaftskonzept nach heutigen Maßstäben eigentlich ist. Wunderbar!“

Reger Austausch

Im Anschluss saß man bei Kaffee und Kuchen im Rekreationsraum zusammen. Hier erklärte Pater Ammann genau, welche Probleme der Ordo Communionis in Christo lange wegen einer kirchenrechtlichen Anerkennung hatte und wie die Lösung in Form von der „consociatio christifidelium privata“ im Jahre 2018 schließlich gelang. Weitere Themen waren der Synodale Weg und welche Unterschiede es in der Arbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden gibt. Auch hier unterhielt man sich rege und stellte sich gegenseitig viele Fragen.

Schwester Lidwina war an diesem Tag leider krank. Dennoch freute man sich über den von ihr initiierten Besuch und die Möglichkeit, das „vom Glauben inspirierte Verhältnis zwischen der Communio in Christo und der »Parochie Johannes de Doper zu Oud-Valkenburg« zu bestätigen“.