Kategorien
News

Schönste Bushaltestelle Euskirchens?

Euskirchen – Zunächst fällt die außergewöhnliche farbliche Abstimmung der Haltestelle zu den umgebenden Denkmälern auf. Noch mehr fällt aber das Innere der Haltestelle ins Auge: Denn hier findet sich ein gemeinschaftlich gestaltetes Bild der Kreuzweingartener Denkmäler. Große und kleine Besucherinnen und Besucher des Alten Brauhauses hatten am Tag des offenen Denkmals am 08.09.2024 die Möglichkeit, an dem Kunstwerk mitzuwirken und die aufgezeichneten Gebäude nach Lust und Laune zu colorieren. Insbesondere Kinder haben die Möglichkeit genutzt und sich in dem Kunstwerk verewigt.

Neben den denkmalgeschützten Fachwerkfassaden, sind die römische Wasserleitung und auch die zahlreichen Putz- und Bruchsteingemäuer skizziert: Auf einem Berg steht die Kirche Hl. Kreuz inmitten von Wölkchen, Haus Mallinckrodt wird von Bäumen und Herzen kreativ eingefasst und natürlich zeigt der schöne Bauerngarten des ehemaligen Capitelshof viele bunte Blumen. Zu allen Denkmälern gibt es eine Kurzinformation mit Datierung und Bauart.

Die Denkmäler Kreuzweingartens hatte die Architektin Corinna Relles, Untere Denkmalbehörde der Stadt Euskirchen, für den Bildaufbau in einer Gesamtkomposition festgelegt und dann die Gebäude als Skizzen vorgezeichnet. Somit hatten die Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit die Flächen farbig zu fassen oder eigene Kreationen wie Blumen zu malen. Jeder Künstler hat mit seinem Vornamen schließlich das Gemeinschaftswerk signiert. Auch Bürgermeister Reichelt hat künstlerisch mitgewirkt und seinen Namen hinterlassen.

Der Technische Beigeordnete Wolfgang Honecker wies schmunzelnd darauf hin, dass aber nur in diesem Kunstwerk die denkmalgeschützten Fassaden bunt gezeigt werden. In der Denkmalbehörde werde man sich weiterhin an Befund und Historie eines Denkmales orientieren, um das Kulturgut in seiner eigenen Farbpalette zu zeigen. „Dieses Kunstwerk ist ein schönes Projekt, um jungen Menschen alte Gemäuer nahe zu bringen“, so Wolfgang Honecker.

Anno Schichler-Koep und Uwe Brinkmann, beide Stadtverkehr Euskirchen SVE, zeigen sich begeistert von dem fröhlichen Gesamtwerk und freuen sich, dass zukünftig die Fahrgäste an einem besonderen Punkt ein- und aussteigen – das Warten auf den Bus könne nun auch als Geschichts- oder Kunststunde genutzt werden.

Kategorien
News

„Clever mobil“ – Mobilitätswende nimmt in der Region Aachen weiter Fahrt auf

Aachen – Das Programm „clever mobil“ ist auch in der Städteregion erfolgreich: Das Netzwerk für betriebliches Mobilitätsmanagement umfasst mittlerweile 30 Unternehmen mit insgesamt über 30.000 Pendlerinnen und Pendlern. „Clever mobil“ ist ein gemeinsames Programm von Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen sowie Stadt, Städteregion Aachen, ASEAG und AVV mit dem Ziel, die betriebliche Mobilität in der Region nachhaltiger zu gestalten. Mit der Mitfahr-App goFLUX ist nun ein weiterer Mobilitätsdienstleister mit an Bord.

„Insbesondere der tägliche Weg zur Arbeit ist gut planbar und bietet sich damit für die Nutzung von Alternativen zum Pkw besonders an. Mich freut es sehr, dass nun auch Unternehmen und deren Mitarbeitende aus der Städteregion mit Engagement an der Mobilitätswende mitwirken“, sagt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

„Mobilitätsmanagement kann keine Infrastruktur ersetzen: Die Sperrung der A544 stellt viele Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen. Unter anderem durch Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements ist der Verkehrskollaps ausgeblieben. Natürlich lassen sich mit den Maßnahmen nicht alle Verkehrsprobleme lösen, aber dennoch ist das Programm ‚clever mobil‘ heute wichtiger denn je und leistet eine enorme Unterstützung für betroffene Unternehmen“, analysiert Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen.

„Einen wichtigen Bestandteil der aktuell laufenden Mobilitätstestwochen im Rahmen von ‚clever mobil‘ stellt auch der ÖPNV dar. Seit der Einführung des Deutschland-Jobtickets im Mai 2023 können selbst Kleinstunternehmen Tickets erwerben und von den Vorteilen profitieren, da die Mindestmitarbeiterzahl von 15 Personen entfällt. Damit kommt das Deutschland-Jobticket allen Unternehmensgrößen zugute und leistet somit einen weiteren Beitrag zur Verkehrswende in Stadt und Städteregion Aachen“, erläutert Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes.

„Viele Bewohnerinnen und Bewohner pendeln täglich zwischen Aachen und der Region. Die Regiotram wird eine Lösung sein, um diese Wege umweltfreundlicher und weniger staubelastet zu befahren. Bis sie auf der Schiene ist, wird es aber noch dauern. Bis dahin gilt es, weitere Alternativen zum bestehenden ÖPNV-Angebot anzubieten. Fahrgemeinschaften sind eine effiziente Art, das Verkehrsaufkommen zu verringern. Deshalb fördern wir sie“, sagt Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Im Rahmen der Testwochen in der Städteregion und der Stadt Aachen konnten und können Mitarbeitende von Unternehmen Mobilitätsguthaben in der movA-App testen. So können Mitarbeitende wählen, zum Beispiel das Deutschlandticket für den ÖPNV, Bikesharing oder Carsharing zu nutzen. „Wir sind mit hohem Engagement dabei, weitere maßgeschneiderte Mobilitätskonzepte für Unternehmen zu entwickeln, immer die Mitarbeitenden und deren Mobilität im Fokus“, bekräftigt Dr. Kathrin Driessen von der ASEAG.

Um die Unternehmen bestmöglich zu beraten und bei der Einführung von Maßnahmen des Mobilitätsmanagements zu unterstützen, bringt das Programmbüro „clever mobil“ Wohnstandort-Analysen der Mitarbeitenden auf den Weg und befragt sie zu ihrem Mobilitätsverhalten. Ziel ist es, aggregiert Pendlerbewegungen abzubilden und den Unternehmen Handlungsempfehlungen zu geben. „Es hat sich gezeigt, dass sich diese Analyse-Daten dazu eignen, sie in Managementberichte – wie etwa in einen Nachhaltigkeitsbericht, gewinnbringend einzubringen“, ergänzt Bayer.

Interessierte Unternehmen können sich der Initiative „clever mobil“ kostenfrei anschließen. Informationen und Ansprechpartner zum Programm gibt es online unter www.go-clever-mobil.de.

Kategorien
News

Bundesweiter Warntag 2024 – Bereit für den Ernstfall – Heute um 11.00 Uhr heulen die Sirenen

Region/Düsseldorf – Am heutigen Donnerstag, 12. September 2024, proben Bund, Länder und Kommunen wieder für den Ernstfall. Um 11 Uhr heulen die Sirenen, Handys schlagen Alarm, aus dem Radio und Lautsprechern ertönen Ansagen, in Sozialen Medien und auf digitalen Anzeigetafeln erscheinen Meldungen. Ziel des Probealarms ist es, die Bevölkerung weiter zu sensibilisieren, die Warnprozesse zu optimieren und das Zusammenspiel sowie die Funktionalität der unterschiedlichen Warnmittel zu testen. Auch die Bevölkerung soll auf die unterschiedlichen Warnhinweise aufmerksam gemacht werden. Damit nimmt Nordrhein-Westfalen erneut am vierten bundesweiten Warntag teil.

Innenminister Herbert Reul: „Der Warntag ist der Check-up unserer Warnsysteme. Im Notfall müssen wir uns darauf verlassen können, dass jede Bürgerin und jeder Bürger erreicht wird. Mit dem Warntag stellen wir das ganze System einmal auf die Probe.“

Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Probewarnung aus. Diese wird an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren, zum Beispiel Rundfunk- und Fernsehsender sowie App-Server geschickt. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung an verschiedene Warnmittel, darunter Cell Broadcast, Warn-Apps wie die vom BBK betriebene Warn-App NINA, Radio und insgesamt davon circa 2.000 digitale Anzeigetafeln in Nordrhein-Westfalen. Diese transportieren die Warnung an die Bevölkerung.

Alle Kreise und Gemeinden, die am Warntag teilnehmen, entscheiden selbst, ob sie zeitgleich auch ihre verfügbaren kommunalen Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen auslösen.

Gegen 11.45 Uhr erfolgt über die Warnmittel und Endgeräte eine bundesweite Entwarnung. Über Cell Broadcast wird aktuell noch keine Entwarnung versendet.

 

Kategorien
News

Gemeinsames Ziel – Leben retten – Gemeinsame Blutspende-Aktion in Zülpich

Zülpich – Der Zülpicher Rettungsprodukte-Hersteller Vetter und das örtliche Rote Kreuz rufen gemeinsam zur Blutspende auf – Für die Spender wird am Dienstag, 1. Oktober, ab 15.30 Uhr im Forum der Römerstadt erneut ein reichhaltiges Buffet bereitgehalten – Am besten ist, wenn gar nichts passiert. Wenn es doch zum Unglück kommt, dann sind sie da. Die einen mit ihrer pneumatischen Rettungstechnik, die anderen mit Sanitätern, Ärzten, ehrenamtlichen Helfern. Da liegt es nahe, dass das Zülpicher Traditionsunternehmen Vetter und der römerstädtische DRK-Ortsverein erneut kooperieren und gemeinsam zur Blutspende aufrufen. Die findet statt am Dienstag, 1. Oktober, von 15.30 Uhr bis 20 Uhr im Forum Zülpich, Blayer Str. 20.

„Wir wollen den Menschen helfen“, fasst Manuel Schmeichel das gemeinsame Engagement zusammen. Der Auszubildende im Marketing ist auf Seiten des Rettungsprodukte-Herstellers verantwortlich für die Organisation der Blutspende-Aktion. Gemeinsam mit Karina Wendler aus dem Produktmanagement und Personalleiterin Maren Stübiger möchte er möglichst viele Menschen mobilisieren, Blut zu spenden.

„Wir stellen Produkte her, die Menschenleben retten, und mit einer Blutspende werden ebenfalls Menschenleben gerettet – das passt einfach bestens zusammen“, betont Manuel Schmeichel. Genauso sieht es Thomas Heinen. „Wir sind sehr froh über diese Kooperation, denn es wird immer schwieriger, die Menschen für die Blutspende zu mobilisieren“, sagt der Zülpicher DRK-Gemeinschaftsleiter. Ein Anreiz bietet regelmäßig das reichhaltige Buffet, an dem sich die Blutspender nach dem Aderlass stärken können. Die Firma Vetter unterstützt auch hier mit einer Spende.

Online Termin reservieren

Schließlich werden Blutkonserven händeringend gebraucht. Gerade erst läuft das Sommerloch so langsam aus, so dass die DRK-Verantwortlichen darauf hoffen, mit der gemeinsamen Aktion wieder Schwung für die zweite Jahreshälfte aufnehmen zu können. „Die Menschen machen sich wenig Gedanken darüber, wo überall Blutkonserven benötigt werden“, betont Thomas Heinen. Erst, wenn geplante Operationen verschoben werden müssen, weil das Blut fehlt, oder, wenn die Blutspende in der Krebstherapie benötigt wird, werden viele Menschen wach.

Manuel Schmeichel bringt es auf den Punkt. „Wenn wir selbst in Not sind, wollen wir schließlich auch, dass uns geholfen wird“, sagt der Auszubildende, der mit dem Vetter-Team kräftig die Werbetrommel rühren möchte. Und nicht nur das. Von den rund 130 Kolleginnen und Kollegen am Zülpicher Standort werden sicherlich wieder einige selbst am Dienstag, 1. Oktober, ab 15.30 Uhr ins Forum Zülpich kommen, ihr lebensrettendes Blut zu spenden, nachdem sie am Morgen noch lebensrettende Produkte hergestellt haben.

Wer es den Vetter-Mitarbeitern gleichtun möchte, ist gut beraten, sich über www.blutspende.de einen Termin zu reservieren. So lassen sich Wartezeiten bestens verkürzen. Spendenwillige müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht mehr. Zudem braucht es ein Körpergewicht zwischen 50 und maximal 160 Kilogramm. Vor der Spende sollte ausreichend gegessen und mindestens 1,5 Liter (Wasser, Tees, Fruchtsäfte) getrunken werden. Auf keinen Fall nüchtern zur Blutspende kommen. Alle Spender müssen immer ein gültiges und amtliches Personaldokument mit Lichtbild (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) vorweisen können.

Kategorien
Politik

Menschen im Ahrtal warten oft viele Monate auf Geld der ISB

Ahrweiler – Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil macht sich Sorgen um den Fortgang beim privaten Wiederaufbau im Ahrtal. Die Anträge auf Förderung aus dem Wiederaufbaufonds sind bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) angesiedelt. „Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihren Problemen an mich gewandt,“ so die Parlamentarierin „und fast immer führen Verzögerungen bei der Bearbeitung, Zusatzprüfungen und technische Probleme dazu, dass die Leute auf das Geld zum Start der Maßnahmen oder zum Weiterbau warten. Wir reden hier von Monaten bis zu teilweise einem Jahr.“ Heil betont dabei, dass sie viele Einzeleingaben mit der Bitte um Prüfung bei der Spitze der ISB vorbringt und dabei auch immer auf ein offenes Ohr und eine schnelle Rückmeldung rechnen kann.

Um den Anforderungen der Mittelgeber (Bund und Länder) gerecht zu werden, verlangt die ISB ab bestimmten Wertgrenzen Prüfgutachten, mit denen die Gutachten der Bauherren, selbst nach Bewilligung der Mittel, nochmals bewertet werden. Eine solche Zweitbewertung kostet naturgemäß viel Zeit. Hier sieht Heil das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht, eine Vereinfachung der Abläufe mit dem Bund zu vereinbaren. Hinzu kommen EDV-Probleme, die etwa um den letzten Jahreswechsel herum viele Monate Zeit bei der Antragsbearbeitung gekostet haben. Ein Paradebeispiel mangelnder Abstimmung ist auch die Inanspruchnahme von Fördermitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für moderne energetische Maßnahmen. Die Kombination mit Mitteln der Widderaufbauhilfe kann in bestimmten Fällen zu einer Schlechterstellung führen. Hier muss dringend nachgearbeitet werden.

Mechthild Heil fordert alle Verantwortlichen auf, für eine deutliche Beschleunigung der Antragsverfahren und damit der Auszahlung von Geldern an die privaten Bauherren Sorge zu tragen. „Es kann nicht sein, dass ausgerechnet nach der verheerenden Flut im Ahrtal der typisch deutsche Bürokratismus fröhliche Urstände feiert“, so das Mitglied des Bauausschusses im Deutschen Bundestag. „Es braucht mehr Vertrauen des Staates in seine Bürger. Das gilt auch für die beauftragten Bausach­verständigen und Architekten, die für die Qualität ihrer Dienstleitungen ohnehin haften müssen. Auch wenn Zusatzprüfungen für erforderlich gehalten werden, sollten unter diesem Vorbehalt zügig Abschlagszahlungen geleistet werden, damit die Menschen beim Bau vorankommen. Für kaum jemanden ist es möglich, angesichts stark gestiegener Zinsen die Zwischen­finanzierung hoher fünfstelliger Summen über ihre Bank zu organisieren.“

 

Kategorien
Kunst & Kultur

Bühne unter Sternen – Tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher strömten an vier Tagen auf die Burg Nideggen

Düren – Die Bühne unter Sternen unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn ist zu Ende. Anna R, The BossHoss und Ronan Keating sowie das Familienfest des Kreises Düren mit Guildo Horn begeisterten tausende Besucher. „Die ‚Bühne unter Sternen‘ hat wieder das gehalten, was sie verspricht.

Wir haben tolle Künstlerinnen und Künstler erleben dürfen, die gemeinsam mit dem wunderbaren Publikum Abende gefeiert haben, die wir noch lange in Erinnerung behalten werden“, sagt Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir sind stolz auf unser Festival, das so vielen Menschen so viel Freude bereitet. Es wird bereits an dem Programm für kommendes Jahr geschraubt.“ Im nächsten Jahr verwandelt sich die Burg Nideggen ab Freitag, 5. September 2025, wieder in ein Open-Air-Festival.

Anna R. machte in diesem Jahr am Freitag, 6. September, den Auftakt. Die Co-Liederschreiberin von Rosenstolz hat ihr Solo-Debütalbum „König:in“ mitgebracht und der Abend wurde dem Titel gerecht! Es war im wahrsten Sinne eine „Bühne unter Sternen“, denn der Nachthimmel ließ einen fast wolkenlosen Blick auf die funkelnden Himmelskörper zu, während unten auf Burg Nideggen Anna R. mit ihrer ausdrucksstarken und wunderbaren Stimme das Festival eröffnete.

An Tag zwei feierten The BossHoss ihr großes Abschlusskonzert im Rahmen ihrer Jubiläumstour. Die Burg Nideggen hätte fast über Nacht wieder aufgebaut werden müssen, denn The BossHoss haben musikalisch alles abgerissen und abgefeiert, was ging. The BossHoss haben Feuer mit nach Nideggen gebracht und spielten Country-Rock vom Feinsten. Zwischendurch ergänzten noch Stage Diving von einem oberkörperfreien Alec Völker, von rechts nach links hüpfende Fans und ein ohne Pause springendes Publikum einen der energiereichsten Abende in der Geschichte der „Bühne unter Sternen“.

Den Familien gehörte die Burg an Tag drei. Beim großen Familienfest des Kreises Düren kamen rund 5000 Menschen im Laufe des Tages zu Besuch, um das vom Burgenmuseum ausgerichtete Programm zu feiern. Sie tauchten ein in die Welt des Mittelalters mit Gauklern, Zauberern, Bastelaktionen, Seifenblasen oder Feuerjongleuren. Auch das Jugend- und das Generationenamt des Kreises Düren stellen sich vor und sorgten für lange Schlangen am Glücksrad. Am Abend lud Guildo Horn zum großen Mitsingkonzert ein und feuerte eine große, unterhaltsame Karaoke-Show mit Hits aus allen Jahrzehnten ab.

Das Festival-Finale gehörte am Montag, 9. September, dem Iren Ronan Keating. Die rund 2400 Fans feierten ausgelassen und sorgten für eine unvergleichliche Stimmung in historischer Kulisse.

Ronan Keating verzauberte mit Songs wie „No Matter What“, „Pictures Of You“ und „When You Say Nothing At All“. Seine einzigartige Stimme, die ihn schon zu Boyzone-Zeiten auszeichnete, strahlte über die gesamte Burg. Das Publikum dankte ihm mit Schunkeln, Mitsingen und Schwärmen.

Alle Künstlerinnen und Künstler trugen sich auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn in das Goldene Buch des Kreises Düren ein. „Ich danke allen, die dieses Fest zu etwas so Besonderem gemacht haben und mit uns gefeiert haben“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Ein großer Dank ging auch an die Sponsoren Sparkasse Düren, Rurtalbahn, Rurtalbus, F&S Solar und Stadtwerke Düren, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre.

 

Kategorien
Tourismus

Wettkampf der Riesen-Kürbisse – Die NRW-Kürbis-Wiege-Meisterschaft am Samstag 14. September

Mechernich-Obergartzem/ Lohmar – Mit zwei spannenden Kürbis-Events warten die Krewelshöfe am dritten September-Wochenende auf. Am Sonntag, 15. September, findet ab 12 Uhr die beliebte NRW Kürbisboot-Regatta in Obergartzem statt. Einen Tag zuvor, am Samstag, 14. September, steigt dann in Lohmar ab 11 Uhr die NRW-Kürbis-Wiegemeisterschaft gleichzeitig mit der Gemüse-Meisterschaft.

Im vergangenen Jahr siegte Walter de Wever mit einem 513,5 Kilogramm schweren Gewächs. Dafür werden die Giganten mit schwerem Gerät von Anhängern und auf die Waage gehoben werden. Das Wiegen erfolgt nach den offiziellen Regeln und internationalen Standards des „Great Pumpkin Commonwealth’s“, kurz GPC genannt. Die Jury achtet sehr genau darauf, dass das Reglement eingehalten wird. Die Waage ist natürlich geeicht. Denn nur so können die Wiegeergebnisse auf die weltweit gültige Rangliste gesetzt werden, die in der Züchtergemeinschaft hoch angesehen ist.

Von 12 bis 16 Uhr kann so dann die Frage geklärt werden: Wer hat den schwersten XXL-Kürbis? Der Sieger der 13. GPC-Kürbis-Wiegemeisterschaft in NRW wird „Kürbiskönig“ und streicht einen Gewinn von 1.000 Euro ein. Kommt der Siegerkürbis noch dazu aus NRW und wiegt mehr als 500 Kilogramm gibt es noch einen Bonus von 500 Euro oben drauf.

Fachsimpeln und genießen

Während des Events können Besucher mit den Züchtern fachsimpeln, Tipps für das eigene Gartengemüse und Beet abstauben oder die Riesengewächse aus der Nähe bestaunen. Oder auch einen der begehrten Kerne aus einem solch gigantischen Kürbis reservieren. Der Wert solcher Kerne kann tatsächlich bis zu 50 Euro pro Kern liegen. Die Küche des Krewelshofs bietet den Gästen passend zur Saison Suppe, Sekt, Kuchen und Kernbrot aus dem schmackhaften Gemüse an.

Am Sonntag, 15. September, findet schließlich von 11 bis 16 Uhr die alljährliche Kürbisboot-Regatta auf dem Eifeler Krewelshof in Obergartzem statt. In ausgehöhlten Riesenkürbissen aus eigener Ernte des Hofes paddeln die Teilnehmer einmal quer über den See. Wer das in unter einer Minute schafft, hat gute Chancen, den Weg im Halbfinale, oder sogar im Finale, noch ein weiteres Mal zurückzulegen.

Die Zuschauer können dabei mit großem Spaß beobachten, wie schwer Kürbisse zu lenken sind – vor allem, weil sie rund sind. Manch eine Paddeltour gleicht daher eher einer Karussellfahrt.

Das überdimensionale Herbstgemüse wurde für die Regatta von Hand ausgesät, befruchtet und über lange Zeit hinweg gehegt und gepflegt. Krewelshof-Jungbauer Max Bieger hat sich in den vergangenen Wochen intensiv darum gekümmert, dass die Kürbisse rechtzeitig ihr „Kampfgewicht“ von etwa 280 bis 330 Kilogramm erreichen. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf bestes Wetter für die Wettbewerbe.

Kategorien
News

Edith-Stein-Sporthalle in Bitburg feierlich eröffnet – Insgesamt etwa 6,9 Mio. EUR investiert

Bitburg – Im Beisein von Landrat Andreas Kruppert, Staatssekretärin Bettina Brück (Ministerium für Bildung RLP), ADD-Präsident Thomas Linnertz, den beiden Schulleitern Torben Wendland (Otto-Hahn-Realschule plus) und Ferdinand Heib (Maximin-Schule) sowie zahlreichen weiteren Ehrengästen konnte die Schulgemeinschaft die sanierte Edith-Stein-Sporthalle in Bitburg eröffnen. Bereits seit Februar 2024 steht die Sporthalle den Schülerinnen und Schülern der kreiseigenen Schulen im Stadtgebiet Bitburg zur Ausübung des Schulsports wieder zur Verfügung. Auch die außerschulische Nutzung ist wieder zugelassen. Im Rahmen einer Feierstunde, die mit Akrobatik-, Musik- und Tanzbeiträgen der Schulgemeinschaft sympathisch und kreativ gestaltet wurde, fand nun auch offiziell die Inbetriebnahme der generalsanierten Sporthalle statt.

Landrat Andreas Kruppert spielte in seiner Begrüßung mit der Textzeile „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“ auf die unplanmäßigen Umstände an, die zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Bauprojekts führten. Bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Lieferkettenunterbrechungen sowie zuletzt durch den russischen Angriff auf die Ukraine ergaben sich Kostenerhöhungen und Bauzeitverzögerungen. Landrat Kruppert dankte den Schulgemeinschaften der Maximin-Schule Bitburg und der Otto-Hahn-Realschule plus für das entgegengebrachte Verständnis sowie die gute Zusammenarbeit und dankte abschließend allen, die zum Gelingen des Sporthallenprojekts beigetragen haben.

„Bildung bedeutet, den ganzen Menschen zu fördern – das schließt neben Wissen auch Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung und vor allem den Sport ein“, sagte Staatssekretärin Bettina Brück. „Diese frisch renovierte Sporthalle wird nicht nur ein Raum für sportliche Aktivitäten sein, sondern auch ein Ort, an dem unsere Schülerinnen und Schüler Teamgeist, Fairness und Verantwortung lernen. Ich möchte allen danken, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, und wünsche den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern viel Freude und Erfolg beim Sport, beim Spiel und bei der Bewegung.“

Stefan Rieß, Vertreter der Dillig Architekten GmbH, ging auf zahlreiche bauliche Besonderheiten ein und benannte die am Bau beteiligten Unternehmen. Als abschließenden Höhepunkt überreichte der Architekt als symbolische Geste einen gebackenen Schlüssel. Die Arbeiten wurden im Februar 2024 abgeschlossen, sodass die Halle nunmehr dem Schulbetrieb sowie der außerschulischen Nutzung durch die Vereine zur Verfügung steht. Mit der modernisierten Halle trägt der Eifelkreis Bitburg-Prüm maßgeblich zur Sicherung des schulischen sowie außerschulischen Sportangebotes in der Stadt Bitburg und dem näheren Umland bei.

Hintergrund:
Die Sanierung hatte im Jahr 2020 begonnen. Zunächst wurde die Gebäudehülle energetisch saniert. Die Baukosten von ca. 1,5 Mio. Euro wurden größtenteils aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 – Rheinland-Pfalz finanziert. Im nächsten Schritt fand eine umfassende Innensanierung der Halle statt. Auch hierfür hat das Land Fördermittel aus verschiedenen Fördertöpfen bereitgestellt.

Nahezu alle Bauteile wurden erneuert. Es konnten freundliche Umkleide- und Duschbereiche, ein flächenelastischer Sportboden und hochwertige federnd gelagerte Holzprallwände geschaffen werden, die durch generalüberholte, festinstallierte und elektrisch hochziehbare Sportgeräte ergänzt wurden. Besonderer Wert wurde auf eine gute Raumakustik sowie eine hocheffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gelegt. Die gesamte Gebäudetechnik basiert nun auf dem neusten technischen Stand.

Die neu angelegten Fluchtwege im Innen- und Außenbereich erfüllen alle Anforderungen an einen zeitgemäßen Brandschutz. Die Sporthalle kann insofern auch als Versammlungsstätte für bis zu 600 Personen genutzt werden. Deshalb verfügt sie auch weiterhin über eine Zuschauertribüne, die ebenfalls erneuert worden ist. Die Baukosten für den 2. Bauabschnitt belaufen sich auf ca. 5,4 Mio. Euro. Insgesamt hat der Landkreis damit etwa 6,9 Mio. EUR in die Generalsanierung der Sporthalle investiert.

Kategorien
News

Himmerod – Kein „Gästehaus im Kloster“ – Verhandlungen mit Unternehmer Scheidtweiler beendet

Region/Trier/Großlittgen – Die Idee eines „Gästehaus im Kloster“ kann in der ehemaligen Zisterzienserabtei Himmerod nicht umgesetzt werden. Das hat der Trägervereins-Vorsitzende für das Kloster, Wagner, mitgeteilt. Das Vorhaben, das ehemalige Zisterzienserkloster Himmerod als ein Gästehaus mit klösterlichem Charakter zu betreiben, wird nicht umgesetzt. Das hat Manfred Wagner, Leiter des Bereichs Finanzen und Controlling im Bischöflichen Generalvikariat Trier und Vorsitzender des Trägervereins „Kloster Himmerod o.cist e.V.“, am 9. September in Trier mitgeteilt. Über das Konzept „Gästehaus im Kloster“ stand der Trägerverein mit dem in Pforzheim lebenden Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler als Kooperationspartner in Verhandlungen.

„Wir hatten die Hoffnung, dass wir das von Herrn Scheidtweiler bereits andernorts umgesetzte Konzept eines Gästehauses im Kloster auch in Himmerod umsetzen können. Die Idee hatte uns überzeugt, weil sie das Kloster als geistlichen und kulturellen Ort erhalten wollte und gleichzeitig ein Invest in den Tourismus in der Region gewesen wäre. Nach einer gründlichen Prüfung und Beratung sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Investitionen, die vonseiten des Trägervereins dazu nötig wären, derzeit nicht leistbar sind“, erläuterte Andreas Trogsch, Leitender Direktor im BGV, der die Verhandlungen geführt hatte. Für das Konzept hätten umfangreiche Umbauten vorgenommen werden müssen; das Bistum Trier steht derzeit in einem Haushaltssicherungsprozess.

Aus diesem Grund habe der Trägerverein die Verhandlungen mit Wolfgang Scheidtweiler beendet. Wagner ist jedoch optimistisch, dass eine langfristige Lösung für das ehemalige Kloster gefunden werden kann. „Wir sind in engem und konstruktivem Austausch mit dem Förderverein des Klosters, der ja maßgeblich dazu beiträgt, dass das Gelände und die Kirche weiterhin belebt sind.“ Auch Kirchenrektor Professor Reinhold Bohlen und Zisterziensermönch Bruder Stephan leben dort und machen Angebote für Gäste und Interessierte. Wagner geht davon aus, dass es noch in diesem Jahr eine Art Ideen-Workshop mit Träger- und Förderverein und Akteuren vor Ort sowie Experten geben wird.

Zudem laufen kleinere Baumaßnahmen zum Erhalt des Gebäudes. Die Wirtschaftsbetriebe sind ebenfalls geöffnet. Seit dem 1. Juli 2024 ist Günter Weins als Verwalter für alle Belange rund um die Klostergebäude zuständig. Auch für die derzeit geschlossene Gastronomie gibt es eine Perspektive: Verwalter Weins sei mit Interessenten im Kontakt und rechne damit, dass sich zeitnah kläre, wer künftig die Gastronomie verantworte, sagte Wagner.

Kategorien
News

Spatenstich für die Feuerwehrbauten in Kommern und Bleibuir erfolgt – Rund zwölf Millionen Euro investiert

Mechernich-Kommern/Bleibuir – Für Wolfgang Abel ist es der vierte Feuerwehr-Standort, den er mitmacht. Seit 58 Jahren ist er Mitglied der Löschgruppe Kommern und als er angefangen hat, waren die Wehrleute noch in der Gielsgasse beheimatet. „Später waren wir dann am Becherhofer Weg und zuletzt in der Straße ‚In der Eule‘“, berichtet Wolfgang Abel beim offiziellen Spatenstich für „seinen“ vierten Standort unterhalb des Kommerner Sportplatzes.

Der Boden ist bereitet: Den Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus Kommern vollzog Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (r.) mit Vertretern von Verwaltung, Politik, Feuerwehr, Baufirma und Architekturbüro. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Denn dort soll bis September 2025 das neue Feuerwehrgerätehaus in die Höhe wachsen. Eine etwas kleinere Version davon entsteht zeitgleich in Bleibuir, wo Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, die Mechernicher Wehrleitung, Architekten, Ingenieure sowie Vertreter der Löschgruppe, der Baufirmen und aus der Stadtverwaltung und Politik ebenfalls den symbolischen Spatenstich vollziehen konnten.

Reichlich Erde wurde dafür in den vergangenen Wochen bewegt. Die Rohbauarbeiten sollen nach derzeitigem Stand ab dem 16. September beginnen, heißt es aus dem Mechernicher Rathaus. „Weitere Gewerke befinden sich in der Ausschreibungsphase“, berichtet der zuständige Projektleiter David Esch.

Dank für die Einsatzbereitschaft

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick betonte einerseits die Komplexität heutiger Feuerwehrbauten, andererseits die Notwendigkeit einer guten Ausstattung der freiwilligen Feuerwehrleute. „Sie leisten einen wichtigen Dienst für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, so der Bürgermeister: „Daher möchte ich vorneweg den Feuerwehrleuten ein großes Dankeschön sagen für die Einsätze in den zurückliegenden Jahren, aber auch für die Einsätze die mit Sicherheit auch in Zukunft noch kommen werden.“

Darüber hinaus dankte Dr. Hans-Peter Schick allen am Bau Beteiligten. Dem Projektleiter David Esch und den Kolleginnen und Kollegen aus dem Rathaus ebenso wie den Architekten aus Koblenz, der Baufirma Backes für die Erdarbeiten oder der Mechernicher MR Ingenieurgesellschaft für Erschließung und Straßenbau. Für das Mechernicher Stadtoberhaupt steht fest, dass die Gerätehäuser „eine ganz wichtige Infrastruktur für die Orte sind. Denn die Feuerwehrkameraden halten die Orte auch Abseits von Übungen und Einsätzen lebendig“.

So stand nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 auch schnell fest, dass die Löschgruppen in Kommern und Bleibuir neue Gerätehäuser erhalten sollen. Für Kommern wurde ein Standort unterhalb des Sportplatzes gewählt, das Bleibuirer Gerätehaus entsteht am Ortsrand von Lückerath. Pluspunkte der Standortwahl: In Kommern verlässt die Feuerwehr den engen Ortskern und am neuen Standort lassen sich die Fahrwege zwischen den anrückenden Einsatzkräften und den ausrückenden Einsatzfahrzeugen besser trennen.

Durch die Verlegung des Gerätehauses von Bleibuir nach Lückerath soll ein „Schwerpunktstandort“ im südwestlichen Stadtgebiet entstehen, der die einsatztaktische Schlagkraft in diesem Bereich erhöhen soll.

Hochwertige Gerätehäuser

Für die Architektur der beiden Gerätehäuser zeichnet das Koblenzer Büro Thillmann Architekten verantwortlich. Die Gerätehäuser beherbergen zwei Baukörper, die sich gegenseitig durchdringen. In einem der Baukörper ist die Fahrzeughalle untergebracht, der andere beinhaltet die Nebenräume. Dass die beiden hochwertigen und ansprechenden Gerätehäuser sehr ähnlich sind, ist kein Zufall. Sie werden sich im Großen und Ganzen lediglich in der Größe unterscheiden.

Die Feuerwehrfrauen und -männer können sich auf Gerätehäuser freuen, die den modernen Ansprüchen einer Feuerwehr gerecht werden. In Kommern wird es acht und in Bleibuir vier Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge geben. Diese sind nach den neuesten Richtlinien bestens ausgestattet.

In den lichtdurchfluteten Nebenräumen sind Besprechungs-, Schulungs- und Jugendräume untergebracht. Es versteht sich von selbst, dass die sanitären Einrichtungen und Umkleidekabinen für Männer und Frauen getrennt sind.

Die Kosten der beiden Gerätehäuser inklusive teils aufwendiger Erschließungsmaßnahmen samt Straßenbau belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 7,5 Millionen Euro (Kommern) und 4,8 Millionen Euro (Bleibuir).

Im Datenblatt der Stadt werden die Grundstücksgrößen für Kommern mit 8195 Quadratmeter und für Bleibuir mit 4815 Quadratmetern angeben. Die Gebäude sind 1639 Quadratmeter und 963 Quadratmeter groß. Beide Gebäude werden über eine Fußbodenheizung mit Luftwärmepumpe beheizt.

Zeitkapsel mit Bildern und Co.

Während die 4,85 Meter hohen Gebäude für die Sozialbereiche mit Klinkermauerwerk ausgestattet werden, besteht die Fassade der 8,05 Meter hohen Fahrzeughallen aus Sandwichblechen. Bleibuir wird künftig über 24 Parkplätze verfügen, Kommern über 42. Beide Standorte weisen zwei Behindertenparkplätze aus. Zudem wird es Fahrradstellplätze geben. Was die beiden Projekte noch eint? Die Dächer werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet und an beiden Orten werden noch Zeitkapseln integriert.

Die hatten die Löschgruppen bereits zu den Spatenstichen mitgebracht. „Wir haben eine Tageszeitung, Geldstücke, ein Foto des Löschzugs und ein Gedicht in die Kapsel getan“, berichteten der Kommerner Zugführer Ralf Eichen und seine Stellvertreter André Leisten und Marco Heimbach.

Für die Bleibuirer Löschgruppe berichteten Chef Guido Esser und sein Stellvertreter Ulrich Breuer, dass sich in der Kapsel eine Tageszeitung, ein Bild des alten Gerätehauses, eine Mitgliederliste und ein Rückblick auf den 14. Juli 2021 mit einer Bildercollage befänden. „Das war gar nicht so leicht, das alles in die kleine Kapsel zu bekommen“, berichteten die beiden mit einem Schmunzeln, in dem sicherlich auch schon eine ordentliche Portion Vorfreude auf das neue Gerätehaus mitschwang.