Kategorien
Tourismus

Martinsmarkt auf Burg Satzvey am heutigen Samstag 11. November

Mechernich-Satzvey/Köln – Zur Einstimmung auf die Winterzeit lädt die Patricia Gräfin Beissel GmbH alle Kinder und Familien ein, am 11. November 2023 mit ihren Laternen auf die historische Burg Satzvey zu kommen, um gemeinsam das Martinsfest zu feiern.

Der vorweihnachtliche Markt im romantischen Burghof stimmt die Gäste auf die kalte Jahreszeit ein. An den Marktständen finden sich schon erste Weihnachtsgeschenke, regionale Spezialitäten oder hübsche Andenken. In der heimeligen Burgbäckerei wird – gemeinsam mit den Kindern – frisches Stockbrot selbst gebacken. Natürlich dürfen auch Apfelpunsch und Glühwein für Klein und Groß nicht fehlen.

Im Bourbonensaal werden traditionelle Martinslieder gesungen, begleitet von den Musikerinnen der Band Die Irrlichter mit ihren mittelalterlichen Instrumenten. Um 17 Uhr dann führt Sankt Martin „höchstpersönlich“ auf seinem Pferd alle zum großen wärmenden Martinsfeuer im Burgpark, mit Fackelbeleuchtung und Musikbegleitung.

Ort: Burg Satzvey, An der Burg 3, 53894 Mechernich-Satzvey

Termin: Samstag, 11. November 2023, 12 bis 18 Uhr

Eintritt: Kinder unter 4 Jahren frei, Kinder (4 bis 12 Jahre) 5 Euro, Menschen mit Behinderung/Schüler/Studenten/Gruppen ab 20 Personen 6,50 Euro pro Person, Erwachsene 8 Euro

Kategorien
News

Stadt Meckenheim erinnert an die Reichspogromnacht 1938

Meckenheim – Gedenkstunde am Synagogenplatz und Schweigemarsch zum Jüdischen Friedhof – In einer ergreifenden und würdevollen Gedenkstunde hat die Stadt Meckenheim an die Zerstörung und Brandschatzung von jüdischen Synagogen, Geschäften und Häusern am 9. November 1938 erinnert.

In der Reichspogromnacht richtete sich die von den Nationalsozialisten entfachte und gelenkte Gewalt gegen Menschen jüdischen Glaubens. Sie wurden gedemütigt, verhaftet und verschleppt. Allein 30.000 Jüdinnen und Juden wurden im Zuge der Pogromnacht interniert. Einige von ihnen mussten ihren Glauben mit dem Tod bezahlen. Neben Bürgermeister Holger Jung und Dr. Margret Traub, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn, richteten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und Q1 des Meckenheimer Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit eindringlichen Texten und Zeitzeugenberichten an die rund 200 Bürgerinnen und Bürger, die sich zum gemeinsamen Erinnern am Gedenkstein am Synagogenplatz eingefunden hatten.

„Der 9. November ist ein Tag, der uns alle mit tiefem Schmerz erfüllt“, sagte Holger Jung. Damals habe das NS-Regime endgültig seine Maske abgesetzt. „Zum Vorschein trat eine böse, menschenverachtende Fratze voller Abscheu und Hass.“ Der Bürgermeister ging auf die willkürlich verübte, offene Gewalt vor 85 Jahren ein, ohne die gegenwärtige Situation außer Acht zu lassen. „Angesicht der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten, des fürchterlichen Terrors in Israel und der schrecklichen Bilder, die uns aus dem Gaza-Streifen und der gesamten Region erreichen, ist es mir wichtig, in dieser Gedenkstunde auch an die Opfer dieses Konfliktes zu erinnern und ihrer zu gedenken. Der latent vorhandene oder bereits offen zu Tage tretenden Antisemitismus als Haltung überall auf der Welt wurde in einer nicht für möglich gehaltenen Wucht am 7. Oktober erneut entfacht.“ Er verurteile die barbarischen Anschläge der Hamas auf das Schärfste. „Wir müssen allerdings beim Blick nach vorne versuchen, den Konflikt und seine Folgen – bei aller unmissverständlichen Klarheit unserer Position für Israel und das israelische Volk – auch differenziert zu betrachten. Die Hamas als Terrororganisation spricht eben nicht für alle Palästinenser, weswegen wir das palästinensische Volk auch nicht pauschal in Sippenhaft nehmen dürfen.“ Eines ist für den Bürgermeister aber absolut unverrückbar „und hier gibt es auch nichts zu relativieren: Die Solidarität mit Israel, mit der Integrität des Staates und mit seinem Volk, das ist meine tiefe persönliche Überzeugung, sie ist unverändert deutsche Staatsräson und sie bleibt nicht nur aufgrund unserer historischen Verantwortung ungebrochen!“

Wohin Menschenverachtung und blanker Hass führen, hat die Reichspogromnacht mit ihren fürchterlichen Konsequenzen für die Opfer gezeigt: gewalttätige Ereignisse, die in den Tagen um den 9. November 1938 auch Meckenheim und seine jüdische Bevölkerung erfassten. Holger Jung zeichnete mit bewegenden Worten die Geschichte der 1918 geborenen Minna Mendel, später Minna Pincus, nach. Ein Zeitzeugenbericht, den Dietmar Pertz und die ehemalige Meckenheimer Stadtarchivarin Ingrid Sönnert in ihrem Buch „Ihre Namen werden bleiben!“ ausführlich widergeben. Waren die Mendels wie auch alle anderen Jüdinnen und Juden anfangs noch im Gemeindeleben fest verankert und geachtet, änderte sich die Situation im Zuge der Machtergreifung der Nazis. „Wenn in Hitler-Deutschland zu früher Morgenstunde es an der Haustür schellte, sprang man aus dem Bett, am ganzen Körper zitternd“, zitierte Jung Minna Mendel. Während ihr Vater ins Konzentrationslager Dachau deportiert wurde, tobte der braune Mob im Haus der Mendels. „Die Leute, mit denen meine Eltern und Großeltern zusammengelebt hatten, und die sich in den schweren Zeiten halfen, im Ersten Weltkrieg und danach in der Inflation, jetzt glotzten sie und glotzten – und sagten nichts. Es herrschte ein großes Schweigen, keiner rührte sich, keiner half uns – nur glotzten sie.“

85 Jahre nach der Reichspogromnacht bleibt Bürgermeister Jung besorgt. „Denn hierzulande lädt sich die Stimmung auf, ist der Zusammenhalt der Gesellschaft in Gefahr, wie die jüngst veröffentlichte ‚Mitte-Studie‘ der Friedrich-Ebert-Stiftung mit alarmierenden Ergebnissen verdeutlicht. Laut Erhebung ist der Anteil der Menschen in Deutschland, die ein rechtsextremes Weltbild teilen, von 1,7 Prozent in zwei Jahren auf jetzt 8,3 Prozent sprunghaft angestiegen.“ Demnach hat jeder zwölfte Erwachsene ein rechtsextremes Weltbild, mehr als sechs Prozent befürworten gar eine Diktatur mit einer einzigen starken Partei und einem Führer für Deutschland. 16 Prozent sind Ausländerinnen und Ausländernn gegenüber negativ eingestellt. „Nachdenklich und besorgniserregend stimmt auch die Umfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Demnach sorgen sich die KZ-Gedenkstätten wegen zunehmender Fälle von Vandalismus, Schmierereien und feindseliger Äußerungen. Nahezu wöchentlich werden Vorfälle zur Anzeige gebracht“, so Holger Jung.

Eindringlich appellierte der Bürgermeister: „Es liegt in unserer Verantwortung, die Erinnerung an das Novemberpogrom wachzuhalten und aus der Geschichte zu lernen. Wir müssen uns gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung erheben. Es ist unsere Pflicht, eine Gesellschaft zu schaffen, in der Toleranz, Respekt und Mitgefühl die Grundpfeiler sind. Eine Gesellschaft, in der jeder Mensch unabhängig seiner Herkunft, seinem Glauben oder seiner Kultur frei und sicher leben kann.“ Jede Einzelne, jeder Einzelne von uns könne einen Unterschied machen. „Seien Sie wachsam und beziehen Sie immer dann eindeutig Stellung, wenn Ihnen Antisemitismus, dumpfe Vorurteile gegen Religionen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus begegnen. Erheben Sie Ihre Stimme und zeigen Sie klare Kante. Machen Sie sich stark für Toleranz und Respekt – in allen Bereichen des Lebens: in Ihren Familien, im Freundeskreis, im Beruf, in der Freizeit und im Alltag.“

Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn, Dr. Margret Traub, nannte die Reichspogromnacht „Verrat am europäischen Judentum. Es war eine Explosion einzigartiger Brutalität und – wie Thomas Mann sagte – der Zeitpunkt, wo die Grenzen des Deutschen Reiches ein brennender Kreis geworden waren, hinter dem es nur ‚Vernichtung‘ gab.“ Zugleich mahnte sie: „Unsere Demokratie hat Faschismus und Nationalismus überwunden, einzig der Antisemitismus ist geblieben. Er ist wie ein Virus, das reaktiviert wurde, weg vom traditionellen Antisemitismus vergangener Jahrhunderte, mutiert zu einer neuen Form, die sich in einer schein-humanistischen Einstellung zeigt, gepaart mit islamistischem Fundamentalismus und antisemitischen Klischees.“

Im Anschluss an die Kranzniederlegung setzte sich der Schweigemarsch zum Jüdischen Friedhof in Bewegung. Dort endete die würdevolle Gedenkveranstaltung der Stadt Meckenheim mit dem Gebetsvortrag von Oleg Holoborodski, Vertreter der jüdischen Gemeinde.

Kategorien
News

Cyberangriff auf die SIT – Weiterhin gravierende Auswirkungen auf Dienstleistungen der Stadt Euskirchen

Euskirchen – Nach wie vor ist die Stadt Euskirchen aufgrund des Cyberangriffs auf das Rechenzentrum Südwestfalen-IT (SIT) nur sehr eingeschränkt arbeitsfähig und kann viele wichtige Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger nicht anbieten. Diese merken dies insbesondere im Bürgerbüro, wo keinerlei Melde- und Passangelegenheiten bearbeitet werden können sowie im Standesamt, wo Geburten und Sterbefälle zwar analog registriert und bescheinigt, jedoch keine Urkunden ausgestellt werden können, die für die Rechtsverbindlichkeit vorgeschrieben und zur Vorlage bei verschiedenen Stellen erforderlich sind. Dies gilt auch für Eheschließungen.

Auch ist es aufgrund des nicht zur Verfügung stehenden Fachverfahrens nicht möglich, Wohngeldfälle aktuell zu bearbeiten und daher auch nicht zahlbar zu machen.

Da auch die Finanzsoftware betroffen ist, werden zum Stichtag 15.11. keine Grundbesitzabgaben eingezogen. Dies wird nachgeholt, sobald das Fachverfahren wieder zur Verfügung steht. Davon unberührt sind selbstverständlich die Abgabenpflichtigen, die eigenständig über-weisen.

In allen betroffenen Bereichen wird versucht, Alternativen für die Bearbeitung zu schaffen, um den Bürgerinnen und Bürgern möglichst viele Dienstleistungen zeitnah wieder zur Verfügung zu stellen. Um diesen Prozess nicht zu behindern, bittet die Verwaltung darum, von Nachfragen z.B. zu Bearbeitungsständen von Anträgen abzusehen.

„Die Stadt Euskirchen bedauert diese Einschränkungen sehr, hat jedoch keine Möglichkeit die Situation kurzfristig zu ändern.“ so Bürgermeister Sacha Reichelt. „Insofern bitte ich die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die Situation. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen tun alles, was ihnen möglich ist, sind der Situation aber ebenso ausgeliefert wie Sie, da es sich um einen Angriff auf unseren Dienstleister handelte und uns daher selbst die Hände gebunden sind.“

Kategorien
Tourismus

Burgenklettersteig Manderscheid ist Innovation des Jahres

Daun/Mainz – Der Manderscheider Burgenklettersteig wurde bei einer feierlichen Preisverleihung am 9. November im Rahmen des Tourismustages Rheinland-Pfalz zur „Innovation des Jahres“ gekürt.

„Der Burgenklettersteig ist eine in Rheinland-Pfalz einzigartige innovative Impulsinvestition für den Reisetrend Natur-Aktiv-Tourismus, die einer abenteuerlustigen und jüngeren Zielgruppe eine sportlich-aktive Herausforderung in Kombination mit einem landschaftlich einmaligen Naturerlebnis bietet und dabei die Vulkaneifel um ein nachhaltiges, ökologisches, touristisches Highlight bereichert hat“ begründet die Fachjury ihre Entscheidung. „Der Burgenklettersteig ist einfach ein Knaller. Ein Klettersteig, der wirklich alpinen Charakter hat. Eine sportliche Herausforderung, die eine junge, aktive Zielgruppe nach Manderscheid zieht“, betont Dr. Achim Schloemer, Touristikvorstand des ADAC Mittelrhein e.V. und Teil der Fachjury.

„Die Auszeichnung mit dem rheinland-pfälzischen Tourismuspreis macht uns mehr als stolz! Sie bestätigt, welch grandioses Ausflugsziel in kurzer Zeit in Manderscheid durch die gelungene Zusammenarbeit vieler verschiedener Gremien und Institutionen entstanden ist. Das herausragende Engagement der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, die Trägerin des Projektes ist, hat die Umsetzung überhaupt erst möglich gemacht. Das ist alles andere als selbstverständlich. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Georg Fox, der durch seinen unermüdlichen Einsatz ebenfalls großen Anteil an diesem Erfolg hat“, freut sich Vera Esch, Geschäftsführerin von GesundLand Vulkaneifel über den rheinland-pfälzischen Tourismuspreis.

Georg Fox, Revierförster von Manderscheid und selbst passionierter Kletterer, war vor über 10 Jahren Ideengeber für den Klettersteig und setzte sich seither für die Umsetzung des Projektes ein. „Wir liegen hier in verschiedenen Naturschutzgebieten, da waren einige Hürden zu meistern. Doch der Burgenklettersteig ist so konzipiert, dass wir uns komplett im Einklang mit der Natur bewegen. Mit dem Burgenklettersteig wollten wir ein Angebot für junge, aktive Leute schaffen, und das ist gelungen. Wir haben Gäste hier, die zwei bis drei Stunden Anfahrt in Kauf nehmen, weil der Klettersteig mit seinem alpinen Charakter einzigartig ist für die Großregion.“

Der Manderscheider Burgenklettersteig wurde nach kurzer Installationsphase im Sommer letzten Jahres eingeweiht und sorgte schnell für große Begeisterung in der Kletter-Szene. So war sich Kletterbuchautor Axel Jentzsch-Rabl aus Tirol gleich sicher: „Der Burgenklettersteig in Manderscheid ist der beste, außer-alpine Klettersteig Deutschlands!“ Der Klettersteig besteht aus 3 Etappen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und richtet sich an sportliche Menschen mit erster Klettererfahrung.

Für das GesundLand Vulkaneifel, das mit der Vermarktung des Manderscheider Burgenklettersteiges beauftragt ist, ist es bereits die zweite namhafte Auszeichnung im Jahr 2023: Im Sommer wurde bereits die HeimatSpur Wasserfall-Erlebnisroute zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt. Neben der Vermarktung organisiert das GesundLand Vulkaneifel zudem den Verleih von Kletterausrüstungen in der Tourist Information in Manderscheid sowie das Marketing für Klettersteig-Kurse, die für unerfahrene Kletterer am Steig angeboten werden. Weitere Informationen zum Burgenklettersteig, Ausrüstungs-Verleih und Kletterkursen unter www.burgenklettersteig.de.

Kategorien
News

Zahlreiche Alsdorferinnen und Alsdorfer gedenken am Ort der ehemaligen Synagoge

Alsdorf – Große Anteilnahme bei Wind und Wetter – Zahlreiche Menschen haben auch in Alsdorf den Ereignissen der Reichspogromnacht, der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, gedacht. Bei der von den Nationalsozialisten befeuerten Zerstörung jüdischer Einrichtungen und Geschäfte wurde auch die Synagoge an der Hoengener Schillerstraße zerstört.

Trotz des starken Regens begrüßte Bürgermeister Alfred Sonders gemeinsam mit seinem Stellvertreter Friedhelm Krämer viele Menschen, die nicht nur den Schrecken von einst mit einer Schweigeminute gedachten, sondern auch den aktuellen Ereignissen in Israel und Gaza. „Wir sehen uns in unserem klaren Bekenntnis zu Israel derzeit herausgefordert von Stimmen, die dem jüdischen Volk die Schuld an den Ereignissen zuweisen wollen und die die Menschen geradezu verhöhnen, die in diesem von Terroristen ausgelösten Krieg auf israelischer Seite gestorben sind.

Mich schmerzen die Bilder, die wir dieser Tage von Demonstrationen in Berlin und auch aus London, New York und anderen Großstädten sehen und die von so viel Ignoranz und Hass geprägt sind“, sagte Sonders. Gleichzeitig „können die Bilder der leidenden Menschen in Gaza niemanden kalt lassen. Sie werden von der Hamas, die ja vorgibt im Interesse dieser Menschen zu handeln, als Schutzschild benutzt! Auch deshalb stehen wir heute hier. Um vor allem den jungen Menschen zu zeigen, dass man sich mit wachem Verstand mit dem auseinandersetzen muss, was damals passiert ist und auch stets besonnen bleiben muss, was aktuelle Entwicklungen betrifft!“

Auch mit einer Kranzniederlegung auf dem Gedenkstein vor dem Ort der ehemaligen Synagoge brachte Sonders das Gedenken zum Ausdruck. Begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von einer Ehrenwache der Feuerwehr und der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Hoengen sowie einer Reflexion von Pfarrerin Annegret Helmer und Pastoralreferentin Bärbel Schumacher.

Kategorien
Politik

CDU-Kreistagsfraktion solidarisch mit Gastronomie und Hotelbranche

Ahrweiler – Gedankenaustausch mit der DEHOGA zur Situation der Betrieb an der Ahr – Die CDU im Kreis Ahrweiler und die CDU-Kreistagsfraktion stehen an Ihrer aller Seite in schwierigen und herausfordernden Zeiten wie diesen und wir müssen viele gemeinsame Hürden nehmen“. So eröffneten die Mitglieder der CDEU-Kreistagsfraktion Ahrweiler das Treffen mit der Hotel- und Gastronomiebranche. Mit dem Vizepräsidenten der DEHOGA Rheinland-Pfalz, Lothar Weinand, und dem stellvertretenden DEHOGA-Kreisvorsitzenden, Udo Loerakker, stellten die Branchenvertreter gleich zu Beginn die Thematik der reduzierten Mehrwertsteuer, die zum 31.12.023 auslaufen soll, zur Diskussion.

Es gab keinen Zweifel daran, dass die Fraktionsmitglieder der Kreistags-CDU zu diesem Thema eine eindeutige Meinung hatten. Die Mehrwertsteuer bei sieben Prozent zu belassen, ist nicht nur für die Hotel- und Gastronomieunternehmen wichtig, sondern auch für die Verbraucher, die die Betriebsstätten besuchen und nutzen. Alle Bürger sind von der momentanen Inflation betroffen, sodass dies dauerhaft eine Entlastung für die breite Gesellschaft darstellen würde, so die Fraktion einhellig.

Weitere Themenwaren der ganzheitliche Hochwasserschutz unter einem Gewässerzweckverband an der Ahr und auch ein koordinierter Wiederaufbau einer kreiseigenen Gesellschaft, die die Gesamtbetrachtung der Entwicklungen im Blick hält und die Ergebnisse der einzelnen Kommunen zusammenführt. Sehr wichtig scheint ein überregional wirkendes und touristisch aufwertendes Flutmuseum und Gedenkstätte am Beispiel eines „International Crisis Centers Ahrtal“ (ICCA). „Für die Gäste aber auch für die Menschen die hier leben, wäre ein solch wissenschaftlich fundiertes Institut von enormer Wichtigkeit“, war sich Christian Lindner, Vorsitzender der Ahrtal Tourismus GmbH sehr sicher. Das Ahrtal hat hier die Chance zur Leuchtturm und Vorzeigeregion über die Grenzen Europas hinaus zu werden. Das bietet für unsere gastgebende Branche völlig neue und ungeahnte Möglichkeiten, für diese schöne und liebenswerte Region, ist sich Lothar Weinand sicher.

Eine wichtige Bitte äußerten die gastgebenden Vertreter noch an die Kreistagsfraktions­mitglieder. Die Bearbeitung der Bauanträge als auch die Genehmigungen, insbesondere für die Wiederaufbauverfahren, haben immer noch zu lange Bearbeitungszeiten. Hier sollten die Verfahren entsprechend der Notwendigkeit schneller durchgeführt werden, so der Wunsch der Gastgeberunternehmen. Die CDU-Fraktionsvertreter sagten zu, die Wünsche und Anregungen in den Kreisgremien vorzutragen und bedankten sich herzlich für das wichtige und zielführende Gespräch, das man gerne gemeinsam in naher Zukunft fortsetzen möchte.

 

Kategorien
Tourismus

Immer wenn das Licht angeht – Smarte Wegebeleuchtung am Waldsee Rieden

Rieden/Mendig – Fremdenverkehrszweckverband Riedener Mühlen beriet über Pilotprojekt – Eine intelligente Wegebeleuchtung soll am Riedener Waldsee unter anderem für ein mehr an Sicherheit und einer Reduzierung der Energiekosten sorgen. Das war eine Entscheidung der Verbandsversammlung des Fremdenverkehrszweckverbands Riedener Mühlen unter Vorsitz von Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig.

„Der Waldsee ist einer unserer touristischen Leuchttürme. Das hat in diesem Jahr nicht zuletzt die Wahl zum zweitschönsten See in Rheinland-Pfalz gezeigt“, ordnete Jörg Lempertz den großen touristischen Stellenwert des Waldsees und der Ferienhaussiedlung ein, die auch für Erholungssuchende aus der Region eine wichtige Anlaufstelle biete.

Mit Mitteln der „Smarten Region MYK10“ ist bereits ein Teil dieser intelligenten Wegebeleuchtung beginnend am Parkplatz Langenbahn bis zum Ende der Liegewiese finanziert worden. Die VG Mendig erhält aus dem entsprechenden Fördertopf eine Zuwendung in Höhe von 40.000 Euro, die neben dem Projekt am Riedener Waldsee auch zur Realisierung eines smarten Bewässerungssystems auf dem Hospitalplatz in Mendig eingesetzt wird.

Die smarte Technologie der Beleuchtung ermöglicht eine hohe Energieeffizienz. Alle Lampen werden im Realbetrieb miteinander vernetzt sein. Immer dann, wenn sich eine Person nähert, schalten sie sich automatisch an und geben über Sensoren in der entsprechenden Bewegungsrichtung das Signal an die nachfolgenden Lampen weiter. Danach vermindert sich die Beleuchtungsstärke automatisch. Zudem werde die Tier- und Insektenwelt am Waldsee nicht durch permanent helle Lichtquellen einer üblichen Beleuchtung gestört. Zukünftig können technische Störungen und Fehler darüber hinaus auf ein verbundenes Smartphone gemeldet und Einstellungen geändert werden. Möglich macht dies auch ein LoRaWan-Netz, das ebenfalls mit Fördermitteln durch MYK 10 parallel im ganzen Landkreis im nächsten Jahr installiert werden soll.

Daher lag es für den Fremdenverkehrszweckverband Riedener Mühlen nahe, ebenfalls die restliche Beleuchtung mit dieser Smarten Technologie auf zu bauen. Diese Beleuchtungs-Technologie wird erstmals im Landkreis Mayen-Koblenz eingesetzt und sei somit auch ein Pilotprojekt und, so Bürgermeister Lempertz, ein „Vorbild für zukünftige Straßenbeleuchtungssysteme. Ganz dem Sinn der Idee von MYK 10 entsprechend, Smarte und intelligente Technologie in den Alltag zu integrieren und zu nutzen.“

Die Verbandsversammlung stimmte der Errichtung  der weiterführenden smarten Wegebeleuchtung am Riedener Waldsee einstimmig zu.

Im Haushaltsplan des Zweckverbandes 2023 und 2024 stehen für die Umsetzung der weiteren Maßnahme Mittel in Höhe von 51.000 Euro zur Verfügung.

Kategorien
Politik

Dr. Markus Kremer als Beigeordneter der Stadt Aachen wiedergewählt

Aachen – Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung vom 8. November Dr. Markus Kremer mit Wirkung vom 1. April 2024 für die Dauer von 8 Jahren zum Beigeordneten für das Dezernat V der Stadt Aachen wiedergewählt.

Angetreten hat Kremer seinen Dienst bei der Stadt Aachen am 1. April 2016 als Beigeordneter für die Bereiche Personal und Organisation, Stadtbetrieb, Feuerwehr und Umwelt sowie Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Wiedergewählt wurde er nun entsprechend des neuen Zuschnitts des Dezernats seit 2021 als Beigeordneter für Personal, Feuerwehr und Sport, wozu auch Bürgerservice, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit zählen. Ab dem 15. November wird er zudem für den neugegründeten Fachbereich Digitale Verwaltung und IT-Steuerung zuständig sein.

Anlässlich seiner einstimmig erfolgten Wiederwahl erklärte Markus Kremer: „Ich freue mich sehr über die Wiederwahl! Es macht mir ungeheuren Spaß, für diese tolle Stadt zu arbeiten. Ich empfinde es als Privileg, an mitentscheidender Stelle starken gestalterischen Einfluss auf das Funktionieren und die Zukunft der Stadt nehmen zu können.“

Wesentliche Themen stehen für ihn an, darunter Personalgewinnung und -bindung, die vierte Feuerwache, Sportpark Soers, Sportentwicklungsplanung und Digitalisierung. Zu den Themen seiner ersten Wahlperiode gehörten unter anderem das Klimaschutzkonzept, Luftreinhalteplanung und Dieselfahrverbote, die Erstauflage der Brandschutzbedarfsplanung, das Personalgewinnungs- und Bindungskonzept sowie das Spielplatzkonzept und die Digitale Strategie.

Kategorien
Kunst & Kultur

Das neue Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler ist ab sofort erhältlich

Ahrweiler – 96 Autorinnen und Autoren verewigen Kreisgeschichte auf mehr als 330 Seiten – Wieso sind in Duisburg so viele Straßen nach Orten im Kreis Ahrweiler benannt und was verrät eine Ermittlungsakte über die Festnahme eines „Tippelbruders“? Diese und viele weitere Berichte und Geschichten finden sich im neuen, druckfrisch erschienen Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler. Die Buchausgabe 2024 liegt ab sofort im Buchhandel sowie weiteren Verkaufsstellen bereit. Landrätin Cornelia Weigand präsentierte das Standardwerk jetzt gemeinsam mit Jürgen Kempenich, dem Referenten für Kreisgeschichte und Redaktionsleiter des AW-Jahrbuchs.

Nach der Doppelausgabe 2022/2023, die maßgeblich im Zeichen der Flutkatastrophe stand, behandelt das neue Buch wieder die Folgen dieses alles verändernden Ereignisses und richtet den Blick in die Zukunft. So wird in einer Reihe von Beiträgen der Aufbau beschrieben, beispielsweise die Hochwasser- und Starkregenvorsorge, das Forschungsprojekt KAHR, der Straßen- und Brückenbau sowie die „Helfenden Händen“ im unteren Ahrtal. „Seit dem 14. Juni 2021 hat sich für uns alles verändert. Wir sind ein starker Kreis und erobern uns eine neue Normalität. Die dazugehörige Lebensfreude, das Traditionsbewusstsein und gleichzeitig der Mut zu Veränderung der Menschen hier vor Ort spiegelt sich auch in den vielfältigen Texten des neuen Heimatjahrbuchs wider“, sagte Landrätin Weigand.

Auf den über 330 Buchseiten des mittlerweile 81. Jahrgangsbandes finden sich 90 Beiträge. Die Autorinnen und Autoren, denen Landrätin Weigand ausdrücklich für ihre Mitarbeit dankte, nehmen die Leserinnen und Leser dabei mit auf eine Reise in die Kreisgeschichte und beleuchten zugleich zeitnahe Entwicklungen. „Es freut mich sehr, dass das Heimatjahrbuch einen so kräftigen Aufschwung erfahren hat“, so Weigand. Die Bandbreite an Themen ist es auch, die Redaktionsleiter Kempenich, der diesmal mit 96 Autorinnen und Autoren zusammengearbeitet hat, herausstellte.

Die Themenvielfalt des aktuellen Bands startet in der Gegenwart und reicht zurück bis in die Antike, etwa zu einem Bericht, der sich mit den Spuren der Römer im Ahrweiler Wald befasst. Obligatorisch finden sich Texte zu Weinbau an der Ahr, Kunst und Kultur, Sport sowie Firmen- und Wirtschaftsgeschichte. Und auch die Kreisjugend steht beim Jugendsozialprojekt „From School to Future“ oder als Denkmalretter der Jugendbauhütten im Mittelpunkt.

Das Heimatjahrbuch erscheint in Zusammenarbeit mit dem Weiss-Verlag. Die neue Ausgabe ist für 9,80 Euro im Buchhandel und weiteren Verkaufsstellen, die online unter https://kreis-ahrweiler.de/landkreis/heimatjahrbuch abrufbar sind, erhältlich.

Kategorien
Top-Themen

Flüchtlings-Lage in Mechernich ist angespannt

Mechernich – Der jüngste Flüchtlingsgipfel in Berlin ist weit weg. Die alltäglichen Herausforderungen bei der Unterbringung geflüchteter Menschen sind allerdings ganz nah – und die Lage ist mitunter angespannt. „Im Schnitt werden uns alle zwei Wochen rund 25 Personen zugewiesen“, berichtet Kati Jakob. Die Fachbereichsleiterin ist für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig, doch am Ende ist es eine Teamleistung der Mechernicher Verwaltung.

„Ich laufe regelmäßig zu den Kollegen des Gebäudemanagements, um gemeinsam zu überlegen, wo wir noch Menschen unterbringen können“, berichtet Kati Jakob. Durch diese Zusammenarbeit konnten jüngst vier Wohnhäuser in der Berg- und in der Bahnstraße umgenutzt werden. Rund 45 Menschen – vorrangig Familien – können dort untergebracht werden.

Weitere 50 Plätze entstehen in neuen Containern auf dem Gelände des Mechernicher Casinos, wo mit Alexander Neubauer auch der Integrationsbeauftragte der Stadt als Ansprechpartner (0173 5260605 und a.neubauer@caritas-eifel.de) zugegen ist. „Noch wenige Restarbeiten müssen dort erledigt werden, dann können wir die Räume hoffentlich im kommenden Monat belegen“, sagt Kati Jakob. Das ist auch nötig, weil die Reserven sonst knapp werden.

Aktuell rund 400 Geflüchtete

„Wir wollen vermeiden, dass Turnhallen und Dorfgemeinschaftshäuser belegt werden müssen“, sagt Dezernent Ralf Claßen: „Ich bin sehr dankbar, dass das Team von Kati Jakob und die Gebäudewirtschaft hier sämtliche Anstrengungen unternehmen, um das zu verhindern.“ Insgesamt kann die Verwaltung auf sechs größere Unterkünfte zurückgreifen, dazu gehören das Casino oder die Container-Standorte in der Peterheide und am Bonhoeffer-Haus.

„Wir bringen aktuell rund 400 Geflüchtete in Mechernich unter“, sagt Fachbereichsleiterin Kati Jakob. Neben Menschen aus der Ukraine, deren Zahlen allerdings rückläufig seien, gehörten Geflüchtete aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder der Türkei sowie vom afrikanischen Kontinent zu den Hauptpersonengruppen.

Mit Blick auf den Flüchtlingsgipfel in Berlin ist man in Mechernich derweil noch skeptisch. „Wir hoffen, dass die Flüchtlingszahlen dadurch etwas zurückgehen, damit wir nicht an unsere Grenzen kommen“, sagt Ralf Claßen. Weil er zudem Kämmerer ist, hat er auch die Zahl 7.500 Euro mit Interesse gelesen. Diesen Betrag möchte der Bund künftig als Pro-Kopf-Pauschale für Geflüchtete zahlen. „Wir wissen leider noch nicht, wieviel davon bei uns ankommt. Sicher ist, dass die 7.500 Euro als Einmalzahlung bei weitem nicht ausreichen werden. Ich kann nur an die Verantwortlichen appellieren, die Kommunen nicht alleine zu lassen“, so Ralf Claßen.