Kategorien
News

Patricia Gräfin Beissel von Gymnich sponserte 14 neue Trainingsjacken – Übergabe auf Burg Satzvey

Mechernich-Satzvey – Kurz nach der diesjährigen Sessions-Eröffnung gab es auf Burg Satzvey gleich den nächsten Grund zu feiern: 14 brandneue Trainingsjacken für die Jugendgarde des „Karnevalsvereins 1977 Vussem e.V.“. Gesponsert hatte sie Patricia Gräfin Beissel von Gymnich – ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“

Den Kontakt hatte Chantal Traue hergestellt, deren Tochter Emilia in der Jugendgarde tanzt. Ihre zweite Tochter Lea arbeitet bei „Emotion Pferd“, einer Firma der Gräfin, mit. Da sie auch mit der Gräfin befreundet sind, war die Idee für die Aktion schnell entwickelt. Chantal Traue hatte die Jacken sogar selbst bedruckt.

Und so verteilte Gräfin Beissel von Gymnich eine neue KV-Jacke an jedes einzelne Kind samt Vornamen sowie Logos der Burg Satzvey und „Emotion Pferd“ darauf, bevor die Mädchen ihr jeweils eine Blume als Dank überreichten. Von Stefanie Schneider, die die Jugendgarde gemeinsam mit Joline Schumann trainiert, bekam die Gräfin zum Dank eine Flasche „Baileys“-Likör und einen Strauß Blumen geschenkt.

„Wichtig, etwas zurückzugeben“

Gräfin Beissel von Gymnich betonte beim Anblick der leuchtenden Kinderaugen glücklich: „Ich war direkt überzeugt. Denn ich finde es wichtig, etwas zurückzugeben. Nach der Flutkatastrophe 2021, bei der an der Burg und dem Außengelände viele Schäden entstanden sind, haben uns viele Helfer unterstützt und beim Wiederaufbau geholfen, der sich bestimmt auch noch ein paar Jahre hinziehen wird. Da fand ich es eine sehr schöne Idee die Mädels auch zu unterstützen!“

300 Euro hatte sie an Einnahmen aus ihren beiden Firmen für die neuen Jacken zur Verfügung gestellt. Zum einen von der „Patricia Gräfin Beissel GmbH“, mit der sie legendäre Events wie die Ritterspiele oder das Halloween-Spektakel organisiert, und zum anderen von „Emotion Pferd“, mit der sie Kurse, Seminare und mehr Dinge rund ums Pferd anbietet.

Auch Chantal Traue war gegenüber der Agentur ProfiPress gerührt: „Ich freue mich wirklich riesig, denn ich hätte niemals erwartet, dass die Gräfin gleich alle Kosten übernimmt. Auch die Mädels waren direkt aufgeregt und haben sich schon tierisch auf die Übergabe heute gefreut!“

Doch das war an diesem Tag nicht das einzige Highlight für die kleinen Jecken. Denn „Lucero“, ein Pferd von Gräfin Patricia Beissel von Gymnich, wohnte der Übergabe bei und konnte sich vor dem Interesse kleiner Pferdefans kaum retten. Dabei wollte es doch eigentlich nur in Ruhe an den geschenkten Blumen knabbern…

Kategorien
News

Gigabit-Ausbau im Eifelkreis Bitburg-Prüm – Öffentlich-rechtlicher Vertrag unterzeichnet

Bitburg – Im Einklang mit den von Bund und Land vorgesehenen Ausbauzielen wurde im Herbst 2020 die Entwicklung einer „Gigabit-Strategie“ für den Eifelkreis Bitburg-Prüm beschlossen, die perspektivisch darauf abzielt, sämtliche Teilnehmeranschlüsse im gesamten Kreisgebiet mit einer zukunftsfähigen Glasfaseranbindung direkt bis ins Gebäude bzw. die Wohnung zu erschließen.

Mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag haben nun die Stadt Bitburg sowie die Verbandsgemeinden Arzfeld, Bitburger Land, Prüm, Südeifel und Speicher dem Eifelkreis die Zuständigkeit zur Entwicklung und Umsetzung der Gigabit-Strategie übertragen. Zuvor hatten der Kreistag, die Verbandsgemeinderäte sowie der Stadtrat Bitburg dem Ausbaukonzept und dem Vertrag zugestimmt. Landrat Andreas Kruppert betont den klaren Nutzen der erfolgreichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Breitbandstrategie im Eifelkreis: „Alle politischen Vertreter sehen in der Herstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes bis in die Gebäude einen überragenden Beitrag zur Sicherung der Standortattraktivität, der Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region.“

Bundeszuwendung von rund 42,5 Mio. Euro bewilligt
Für die Herstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes bis in jedes Gebäude wurde eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von rund 193 Mio. Euro durch das Fachbüro Micus in Düsseldorf ermittelt. In der Folge hatte der Eifelkreis Förderanträge beim Bund im Rahmen der neuen Gigabitrichtlinie 2.0 gestellt. Der Antrag für das Cluster Nord umfasst die Gebiete der Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm. Das Antragscluster Süd umfasst die Gebiete der Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel, Speicher und der Stadt Bitburg.

Nach Auswertung durch den Bund wurde der Förderantrag des Eifelkreises für das Cluster Nord bereits mit einer Zuwendung in vorläufiger Höhe von 42,445 Mio. EUR bewilligt. Der weitere Antrag für das Cluster Süd befindet sich noch in der Prüfung durch den Bund. Die Kreisverwaltung hofft sehr, dass auch dieser Antrag im Zuge des ersten Förderaufrufes des Bundes im Jahr 2023 bewilligt wird.

 

Kategorien
News

Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf warnt vor „Kanalhaien“

Alsdorf – Der Eigenbetrieb Technische Dienste (ETD) der Stadt Alsdorf warnt aus gegebenem Anlass vor unseriösen Firmen, die bei Bürgerinnen und Bürgern anrufen oder an der Haustüre klingeln und vorgeben, dass eine Inspektion der Abwasserrohre dringend notwendig sei.

Diese Firmen, so genannte „Kanalhaie“, nutzen meist aggressive Werbemethoden und drohen mit angeblichen Vorschriften um auf Kundenfang zu gehen. Dies wird oft damit verknüpft, dass zum Schnäppchenpreis eine Kamerabefahrung der Abwasserleitungen angeboten wird. Dem folgen dann aufwendige und teure Sanierungen an der Abwasseranlage.

Der ETD rät: Beauftragen Sie Rohrsanierer nie ohne schriftliche Vereinbarung und prüfen Sie immer gründlich den Vertrag. Unterschreiben Sie grundsätzlich nichts vorschnell an der Haustüre. Hauseigentümer sollten sich zudem immer den anerkannten Sachkundenachweis vorlegen lassen. Auch das Einholen von Vergleichsangeboten ist ratsam.

Der ETD betont, dass keine Firmen in seinem Auftrag unterwegs sind und rät dazu, sich bei Zweifeln und Rückfragen an den ETD unter 02404/554500 oder direkt an die Polizei zu wenden. Auch die Verbraucherzentrale berät zu diesem Thema, insbesondere im Hinblick auf Vertragsabschlüsse an der Haustüre. Das Verbrauchertelefon Abwasser ist unter 0211/73809300 zu erreichen. (apa)

Kategorien
News

Orange Your City – Aktionstag gegen Gewalt an Frauen im Kreis Düren

Düren – Bereits zum dritten Mal nimmt der Kreis Düren am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ teil. Dieser findet am Samstag, 25. November, statt und es werden auffällige Zeichen gesetzt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Aktion unterstützen.

An diesem Tag werden unter dem Motto „Orange Your City“ (übersetzt: Färbe deine Stadt orange) auf der ganzen Welt deutliche Signale gesetzt – so auch im Kreis Düren. Die auffällige Farbe Orange ist an die Kampagnenfarbe der Organisation „UN Women“ (englisch: United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women, zu Deutsch: Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen) angelehnt.

„Auch in diesem Jahr leuchten wieder einige Gebäude im gesamten Kreisgebiet nach Einbruch der Dunkelheit orange, um ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Es freut mich sehr, dass sich neben einigen Städten und Gemeinden auch die Bürgerinnen und Bürger sowie Beratungsstellen, Einzelhändler, Krankenhäuser und Kirchen im Kreis Düren an dem Aktionstag beteiligen. Es ist überaus wichtig, dem Thema möglichst viel Aufmerksamkeit zu schenken“, betont Landrat Wolfgang Spelthahn. Neben der Beleuchtung wird mit Flaggen, Bannern und anderen orangefarbenen Akzenten auf „Orange Your City“ aufmerksam gemacht. In den Städten Jülich und Linnich wird es einen Informationsstand geben. Die Stadt Düren veranstaltet ab 16 Uhr eine Kundgebung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Aktion unterstützen. An den Infotheken der Kreisverwaltung Düren sowie der Rathäuser der Städte Jülich und Linnich wird kostenlos orangefarbenes Transparentpapier ausgegeben, um Fenster zu Hause bekleben zu können.

„Gerade bei der häuslichen Gewalt sind die Zahlen der Opfer gestiegen, laut des Bundeskriminalamtes um über acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In jeder Stunde werden mehr als 14 Frauen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt, somit sind 71,1 % der Opfer weiblich. Dabei suchen sich weniger als 40 Prozent der Frauen Hilfe. Ein Grund mehr, mit der Aktion auf das Thema aufmerksam zu machen“, erklärt Andrea Kenter, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren.

Das Organisationsteam des Aktionstages im Kreis Düren – bestehend aus der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Düren, der Städte Düren, Jülich Linnich und der Gemeinde Kreuzau, der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen im Kreis Düren, Frauen helfen Frauen Düren e.V. und dem Verein Hobas e.V. – rufen gemeinsam zu dieser Aktion auf. Diese wird durch die Förderung des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration ermöglicht.

Kategorien
Top-Themen

packsdrauf-Solarpartys des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V. gewinnen Deutschen Solarpreis 2023

Aachen – Mit den Solarpartys wurden in Deutschland bereits 4.500 Menschen erreicht, in Aachen fast 600. Der Aachener Verein bildet deutschlandweit vor Ort packsdrauf-Botschafter*innen aus. Die Stadt Aachen unterstützt den Verein und die Partys in Aachen. Sich bei Snacks und Getränken mit interessierten Nachbar*innen in lockerer Atmosphäre über Solarenergie unterhalten, Erfahrungen austauschen, sich über Technik oder Förderung informieren – dies ist die Idee der packsdrauf-Solarpartys des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V.. Und die ist so gut, dass sie in diesem Jahr den renommierten Deutschen Solarpreis des Vereins EUROSOLAR in der Kategorie „Bildung und Ausbildung“ gewonnen hat.

„Herzlichen Glückwunsch! Solche Projekte sind das, was wir brauchen“, gratuliert Heiko Thomas, Beigeordneter der Stadt Aachen für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, dem Verein, der in Aachen seinen Sitz hat und den die Stadt Aachen auf lokaler Ebene bei den Solarpartys unterstützt. Über Gebäude, Energiewende, Wärmeversorgung würde „rauf und runter diskutiert“, packsdrauf wäre ein Projekt, das zeige, wie es gut laufen kann. Das unterstützt die Stadt Aachen in Aachen mit bis zu 200 Euro pro Party.

Susanne Jung, hauptamtliche Geschäftsführerin des Solarenergie-Fördervereins und packsdrauf-Mitinitiatorin, dankt vor allem den vielen ehrenamtlich Tätigen, ohne die packsdrauf nicht funktionieren würde. Denn mit dem Projekt werden Freiwillige zu Solarenergiebotschafter*innen geschult, die dann wiederum bei den Solarpartys ihr Wissen weitergeben. „Ansteckendes Wissen über die Solarenergie vermitteln“, beschreibt es Jung. Die ersten Partys fanden tatsächlich in Aachen statt. Mittlerweile haben sie sich deutschlandweit etabliert. „In ganz Deutschland haben wir bereits rund 4.500 Menschen erreicht, in Aachen 500 bis 600“, so Jung. Auch sie war bereits Gastgeberin und bei einigen Partys dabei „Da standen die Gäste im Februar bei Pizza und heißem Tee auf der Terrasse einer Haarener Gastgeberfamilie und wollten trotz frostigen Temperaturen gar nicht mehr gehen.“ Derzeit entwickelt man die Idee, Städte und Gemeinden zu packsdrauf-Kommunen zu machen, damit die Kommunen die Partys selbst organisieren können. „Wir als Verein können das nicht überall umsetzen. Da stoßen wir personell an Grenzen“, so Geschäftsführerin Jung.

„Es rechnet sich“

Bestenfalls finden die Partys natürlich in Häusern statt, die bereits eine Solaranlage haben, die entsprechend als Anschauungsobjekt dient. Wie im SUN-Haus am Aachener Kronenberg, in dem Ralf Bertling, packsdrauf-Botschafter und -Gastgeber, lebt. Den Gemeinschaftsraum des Wohnprojekts hat er bei der Party zu einem kleinen Hörsaal umfunktioniert, über die Stadtteilkonferenz Werbung gemacht. Nach einem Vortrag kamen dann intensive Gespräche zu Technik, Förderung und weiteren Details. Bertling: „Es ist ja keine neue Technologie, eine gute Möglichkeit ohne hohes finanzielles Risiko, im Idealfall gibt es sogar eine kleine Rendite. Es rechnet sich!“ In Mehrfamilienhäusern sei eine gemeinsame Anlage auf dem Dach allerdings etwas schwieriger zu realisieren – in erster Linie wegen der Abrechnungen in so genannten Mieterstrommodellen. „Wir sind hier ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, wir verrechnen das intern“, so Bertling, zum Vorteil im SUN-Haus.

Rasante Entwicklung

Für den Beigeordneten Thomas die richtige Richtung: „Die Dynamik bei der Solarenergie wird bleiben.“ So sind bei neuen Gewerbeimmobilien ab dem kommenden Jahr Solaranlagen vorgeschrieben, bei Wohnhäusern dann ab 2025. Wie dynamisch die Entwicklung ist, zeigen die Zahlen, die Jochen Lowis, Klimaschutzmanager im städtischen Fachbereich Klima und Umwelt, parat hat: „Alleine seit Anfang 2023 hat die Stadt 2.400 Anlagen gefördert.“ Von Anlagen auf dem Dach bis hin zu Steckeranlagen für den Balkon. Derzeit sei man bei 47 Megawatt Peak installierter Leistung, damit könne man rund 12.000 Vierpersonenhaushalte mit Srom versorgen. Die Entwicklung in diesem Jahr sei allerdings rasant gewesen: „20 Prozent dieser Gesamtleistung ist alleine 2023 dazu gekommen, doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.“ Das war so schwungvoll, dass die bereitgestellten Fördermittel für Solarthermie, Solaranlagen und Steckeranlagen bereits im August aufgebraucht waren. Heiko Thomas: „Wir mussten dann einen Antragsstopp beschließen, weil die 1,5 Millionen Euro ausgeschöpft waren.“ Und Klimabotschafter Lowis ist überzeugt: „Wir haben noch viel Potential. Wir könnten genug Solarstrom erzeugen, um alle Aachener Haushalte zu versorgen. Dazu brauchen wir solche Initiativen wie packsdrauf.“

Wunsch: packsdrauf für Wärmepumpen

Wenn Vereinsvorsitzende Jung einen Wunsch frei hätte, würde sie gerne ein packsdrauf für Wärmepumpen etablieren. Eine Idee, die dem Beigeordneten Thomas spontan gefällt: „Gerade bei den Wärmepumpen hat es in den letzten Jahren einen Quantensprung gegeben.“ Er ist überzeugt: „Ohne den Ausbau von erneuerbaren Energien werden wir es nicht schaffen.“ Zukünftig sei vor allem die Frage des Speicherns bei Wärme und Strom wichtig, aber auch der Ausbau von Windkraft: „Perspektivisch werden wir in Aachen mehr Strom brauchen, aber wir müssen von Öl und Gas weg. Dekarbonisierung ist möglich und die Strategien müssen nicht weh tun, wenn wir es richtig machen.“

Information zur Solarenergie in Aachen und zu Fördermöglichkeiten unter www.aachen.de/solar, zum Projekt packsdrauf unter www.packsdrauf.de und zum Beratungsangebot des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V. unter www.sfv.de.

Kategorien
News

Übergabe des „Flutkönigs“ an die Stadt Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Flutkönige – Bad Münstereifel erhält aus Flutholz geschnitzte Gedenkfigur – Bonner Bildhauer und Caritas spenden Figuren an Flutgemeinden – Die Flutkönige sind Zeichen der Hoffnung, Würde und Menschlichkeit – Bürgermeisterin dankt Initiatoren – Im kleinen Flutmuseum, im Herzen der Kernstadt Bad Münstereifels, hat Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian einen Flutkönig entgegengenommen. Übergeben wurde die etwa 30 Zentimeter hohe Figur aus Eichenholz von den Vorständen des Caritasverbands Euskirchen, Martin Jost und Maria Surges-Brilon. Insgesamt gibt es drei Flutkönige. Ralf Knoblauch, Tischler, Diakon und Holzbildhauer aus Bonn, hat sie aus den Fachwerkbalken von Häusern geschnitzt, die in der Flut des Sommers 2021 zerstört wurden. Ein Flutkönig hat nun in Bad Münstereifel, einer in Euskirchen sein neues Zuhause gefunden. „Ich nehme den Flutkönig für die Stadt Bad Münstereifel gerne entgegen“, sagte Sabine Preiser-Marian bei der Übergabe. „Der Flutkönig symbolisiert, dass die Menschen füreinander da sein sollen und einander brauchen. Genau diese Erfahrung habe ich während und nach der Flut hautnah erlebt – unter den Menschen aus Bad Münstereifel, aber auch unter den vielen Helfern aus dem ganzen Land.“

Was auch passiert – die Würde bleibt

Der dritte König soll als bewegtes Denkstück von Hand zu Hand durch die von der Flut be-troffene Familien wandern, zusammen mit einem Buch in dem Erinnerungen, Wünsche und Gedanken festgehalten werden können. „Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren enorm viel geschafft, der Wiederaufbau unserer schönen Stadt mit ihren Dörfern ist mit großen Schritten vorangeschritten. Empathie und Zupacken, Einfühlsamkeit und Aufbauen – wenn ich eines in dieser Katastrophe gelernt habe, so ist es der feste Glauben an die Menschen, vor allem auch an die jungen Menschen“, so Sabine Preiser-Marian. „Doch die Narben, die die Flut bei vielen von uns hinterlassen hat, sitzen noch tief.“ Laut dem Künstler sind die Figuren ein dauerhaftes Symbol der Hoffnung für die Betroffenen und die Helfenden. Und sie erinnern an die Würde des Menschen, die niemals vergeht – egal in welcher Lebenssituation er sich befindet. „Die Würde des Menschen zu sehen und zu bewahren ist das Allerwichtigste“, hielt Sabine Preiser-Marian fest. „Das und den Glauben an die Menschlichkeit habe ich, das haben wir alle hier, in den Tagen und Wochen nach der Flutkatastrophe unmittelbar gespürt. Deshalb schaue ich zuversichtlich in die Zukunft, denn weiß ich genau: Unsere Stadt hat diese ganz besonderen Menschen, die zupacken und aufbauen können. Die sich nicht von Gegen-wind entmutigen lassen. Wir waren und sind füreinander da.“

Ein König für die ganze Stadt

Die Bürgermeisterin und Marc Brucherseifer, Geschäftsführer des City Outlet Bad Münsterei-fel, dankten dem Künstler und den Initiatoren der der Caritas für ihr Engagement. Der Flutkö-nig hat eine vorläufige Heimat im Flutmuseum gefunden. Um ihn für alle Menschen in Bad Münstereifel sichtbar zu machen, wird er in Zukunft im Rathaus ausgestellt.

Kategorien
Kunst & Kultur

Ausstellung „Corona & du“ in der Schalterhalle der Kreissparkasse Ahrweiler eröffnet

Ahrweiler – Vergangenen Montag wurde die Ausstellung „Corona & du“ in der Schalterhalle der Hauptstelle der Kreissparkasse Ahrweiler eröffnet. „Corona & du“ ist ein gemeinsames Projekt der Jugendbüros Brohltal, Grafschaft, Adenau und Altenahr, die gemeinsam mit Jugendlichen den Einfluss von Corona auf junge Menschen und deren Blick in die Zukunft in den Fokus rücken möchten.

„Für uns war es wichtig, dass wir den Jugendlichen nach der Zeit des „Abstand halten“ nochmal eine Plattform bieten, die zum gemeinsamen Austausch über das Erlebte genutzt werden kann“, berichtet Christina Noack-Dziuk, Jugendpflegerin der Gemeinde Grafschaft. Die Kollegen Ane Masen, Jugendpflege Brohltal, und Alexander Schlich, Generationenbüro Adenau, führen weiter aus: „Jeder der Teilnehmer hatte frustrierte und schmerzliche Erinnerungen an die Zeit des Lockdowns, umso schöner war es zu sehen, wie diese Erinnerungen im Rahmen des Projektes verarbeitet werden konnten.“

„Viele Jugendliche haben in Coronazeiten sehr leiden müssen, daher freut es uns, dass wir diesem wichtigen Thema eine Bühne bieten können. Wir versuchen die Vereine, die Menschen und die gesamte Region da zu unterstützen, wo unsere Hilfe gebraucht wird“, ergänzt René Schell, Leiter des BeratungsCenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Ahrweiler.

Zur Ideensammlung fanden sowohl im Mai 2021 als auch im September 2022 Treffen der Jugendlichen aus den Gebietskörperschaften statt. Das erste Treffen fand im Rahmen der kreisweiten Jugendkulturtage in Altenburg statt und wurde vom SWR sowie von Christian Lipowski, freiberuflicher Fotograf und Digital Artist, begleitet. Das zweite Treffen fand auf Initiative der Jugendbüros Brohltal, Adenau und Grafschaft statt. Die hierin erarbeiteten Ergebnisse sind nun bis zum 24. November 2023 in der Schalterhalle der Kreissparkasse Ahrweiler zu sehen.

Kategorien
News

Stadtbetrieb Aachen ist einsatzbereit für den Winterdienst – 1.600 Tonnen Salz sind eingelagert

Aachen – Mit Beginn des Novembers gilt auch die Winterdienstpflicht. Seit Wochen werden die Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände des Aachener Stadtbetriebs dafür vorbereitet. Räumschilder und Aufbauten für Streumittel wurden montiert, etwa 1.600 Tonnen Salz und 100 Tonnen Granulat sind eingelagert. Die Winterdienstprofis des Stadtbetriebs sind gut gerüstet.

Sichere Straßen, Wege und Plätze im Winter sind eine wichtige Aufgabe. Auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften haben dabei neben der Verkehrssicherungspflicht vor allem der Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit Priorität. 310 Mitarbeitende des Stadtbetriebs sind im Winterdienst eingesetzt und rücken sofort aus, wenn Schnee und Glätte entstehen.

Maschineller Winterdienst

Wenn die meisten noch schlafen, schieben und streuen die Fahrer*innen des Winterdienstes mit insgesamt 90 Fahrzeugen, darunter Großstreufahrzeuge, Kleinstreufahrzeuge, und Traktoren, die Straßen frei und sorgen im gesamten Stadtgebiet auf rund 1.200 Straßen mit einer Streckenlänge von etwa 1.500 Kilometern für sichere Verhältnisse. Da es nicht möglich ist, bei Schnee und Glatteis alle Straßen gleichzeitig zu betreuen, arbeitet der maschinelle Winterdienst nach einem Dringlichkeitsplan.

Ab 3 Uhr werden die Fahrbahnen mit besonderer Verkehrsbedeutung von Schnee und Eis befreit. Hierzu zählen etwa Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern. Ist diese Dringlichkeitsstufe 1 gegen 7 Uhr abgearbeitet, haben die Winterdienstfahrer bereits eine Strecke von 555 Kilometer zurückgelegt. Im Anschluss werden die rund 457 Kilometer der Dringlichkeitsstufe 2 betreut. Hierzu zählen vornehmlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen.

Zur Dringlichkeitsstufe 3 gehören reine Wohn- und Anliegerstraßen. Der Winterdienst auf diesen Straßen wird im Anschluss an die Stufe 2 durchgeführt und umfasst eine Streustrecke von 423 Kilometern.

Manueller Winterdienst

Parallel zum maschinellen Winterdienst kümmern sich etwa die Mitarbeitenden des manuellen Winterdienstes in der Regel schon ab 3 Uhr um die Verkehrssicherheit an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen.

Winterdienst auf Radwegen

Auch auf den Radwegen übernimmt der Stadtbetrieb die Winterdienstpflicht. Dies betrifft im Stadtgebiet eine Streckenlänge von 90 Kilometern in der Dringlichkeitsstufe 1, hinzu kommen weitere 25 Streckenkilometer in der Dringlichkeitsstufe 2.

Grundstückseigentümer*innen

Verantwortlich für die Schnee- und Glättebeseitigung auf Gehwegen sind die jeweiligen Grundstückseigentümer. Als Streumittel dürfen dabei nur abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt eingesetzt werden. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur erlaubt, wenn der Einsatz von abstumpfenden Streumitteln nicht ausreicht, keine Wirkung erzielt und dadurch eine Gefahr für die Gesundheit der Fußgänger*innen gegeben ist, beispielsweise bei Eisglätte, Treppenanlagen und in starkem Gefälle. Die Gehwege sind in einer für Fußgänger*innen erforderlichen Breite von eineinhalb Metern von Schnee freizuhalten und bei Glätte zu bestreuen.

Die Verpflichtung zur Winterwartung auf Gehwegen erstreckt sich auch auf den Bereich der Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an allen für Fußgänger*innen eingerichtete Überwege. Dazu gehören Ampeln, Zebrastreifen und Bordsteinabsenkungen. An diesen Stellen müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante so von Schnee befreit und bei Glätte bestreut werden, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang gewährleistet ist.

An Werktagen müssen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Ende des Schneefalls und nach dem Entstehen der Glätte entfernt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen bis 7 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr) des folgenden Tages beseitigt werden.

Besondere Vorsicht im Straßenverkehr

Auch bei bester Organisation bringt die Winterzeit auch immer Beeinträchtigungen des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs mit sich. Alle Verkehrsteilnehmer sollten bei Schnee und Eis entsprechende Vorsicht walten lassen. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen. Je nach Wetterlage ist es besser, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Autos sollten so geparkt werden, dass die breiten Winterdienstfahrzeuge gut durch die Straßen kommen.

Kategorien
Kunst & Kultur

In Mechernich entsteht eine Weihnachtskrippe in fünf Szenen

Mechernich – Los geht es mit einer Darstellung der Begegnung zwischen Maria und Josef und den Hirten am 1. Adventswochenende in der Alten Kirche auf dem Mechernicher Johannesberg. Die Krippenbauer Georg Lünenbach, Dieter Schwinning und Bertram Jannes haben wieder nicht nur eine, nämlich „die“ Weihnachtskrippe kreiert, sondern für jede vorweihnachtliche Woche eine andere Szene.

Am zweiten Adventswochenende 9./10. Dezember ist die Herbergssuche vorgesehen, bei der dem „hochheiligen Paar“ der Zutritt zu den Hospizen und Gasthäusern von Betlehem verweigert wird. Am dritten Advent schließlich weist ein Wirt der hochschwangeren Maria und ihrem Bräutigam einen Viehstall im rückwärtigen Bereich des Gasthofs an.

Dort bringt Maria am Heiligen Abend (4. Szene) zwischen Ochs und Esel das Jesuskind zur Welt, dann gesellen sich Hirten und Engel dazu, später am 6. Januar kommen die heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar zu Besuch und bringen dem Gottessohn Gold, Weihrauch und Myrrhe. „Das ist wie eine bildliche Nacherzählung der biblischen Weihnachtsgeschichte“, so Berti Jannes, der frühere Kirchenrendant.

Die Alte Kirche und mit ihr die beleuchtete Vorweihnachts- und Weihnachtskrippe ist an den Wochenenden von 10 bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet.

Kategorien
News

Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung verlieh Förderpreise in drei Kategorien

Region/Koblenz – Lotto-Stiftung zeichnete drei sozial engagierte Helden aus  – Förderpreise mit insgesamt 15.000 Euro dotiert – Seit nunmehr 16 Jahren unterstützt die Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung gemeinnützige und mildtätige Anliegen in Rheinland-Pfalz durch Geld- und Sachspenden – und verlieh in diesem Jahr zum siebten Mal drei Förderpreise an sozial besonders engagierte Menschen.

In Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Verdienste wurden drei engagierte Persönlichkeiten mit Förderpreisen im Gesamtwert von 15.000 Euro ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit das vorbildliche Engagement der Preisträger in den Bereichen Sport sowie Kunst/Kultur und Wohlfahrtspflege/Soziales. Neben Alex Nicolay (Mastershausen, Kategorie Sport) und Günther Möhlig (Neumagen-Dhron, Kunst/Kultur) wurde auch Stephan Horch (Winningen, Soziales) in der Lotto-Zentrale in Koblenz geehrt.

„Soziales Engagement ist sowohl der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung als auch dem Unternehmen Lotto Rheinland-Pfalz sehr wichtig, da wir uns dem Gemeinwohl sehr verpflichtet fühlen. Deshalb zeichnen wir mit diesem Förderpreis Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz für herausragende Leistungen und besonderen sozialen Einsatz in den verschiedensten Bereichen aus“, sagte Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner auf der Preisverleihung.

„Die Verleihung der Förderpreise ist für die Lotto-Stiftung ein wichtiger Baustein ihres öffentlichen Wirkens. Wir möchten damit unterstreichen, dass wir das Ehrenamt und soziales Engagement vor allem in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales nachhaltig und auf breiter Basis unterstützen“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Lotto-Stiftung, Magnus Schneider.

Die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Stiftungsvorstandes, hatte sich die Wahl der Preisträger nicht einfach gemacht und sich nach einer intensiven Jurysitzung für folgende Preisträger entschieden.

Sport: Alex Nicolay (Mastershausen)

Alex Nicolay setzt sich seit Jahren ehrenamtlich für die Roll-stuhl-Sportgemeinschaft Koblenz ein. Seit 1977 nimmt der mittlerweile 71-jährige Vorstandsämter im Verein wahr und hilft in vielen unterschiedlichen Angelegenheiten seinen Sportkameraden mit Handicap, obwohl er selbst an den Rollstuhl gefesselt ist. Sein unermüdlicher Einsatz und seine Hingabe haben nicht nur die Sportgemeinschaft gestärkt, sondern auch das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in der Öffentlichkeit geschärft.

Kunst/Kultur: Günther Möhlig (Neumagen-Dhron)

Das Engagement von Günther Möhlig erinnert an die Anfänge der Special Olympics-Bewegung, wo inklusive Sportprogramme für Menschen mit Handicap ins Leben gerufen wurden. Dabei beeindruckt Günther Möhlig durch sein musikalisches Talent und seine soziale Sensibilität. Gemeinsam mit dem Verein AMME e. V. (Aktion Musiker für Musiker im Einsatz) setzt er sich für die musikalische Ausbildung von Menschen mit geistiger Behinderung und schafft so inklusive kulturelle Erlebnisse. Seine Arbeit fördert nicht nur die Integration, sondern zeigt auch eindrucksvoll, wie Musik Menschen verbinden kann.

Wohlfahrt/Soziales: Stephan Horch (Winningen)

Seit mehr als zehn Jahren hat sich der Moselaner Stephan Horch der Beseitigung von Plastikmüll aus Flüssen und Meeren verschrieben. Den gemeinnützigen Verein Clean River Project e.V. gründete er 2016, um seiner Mission noch intensiver nach-gehen zu können und durch das Sammeln von Spenden noch effektiver zu werden. Durch sein engagiertes Team und innovative Projekte wie CleanUp-Tage, Recycling-Workshops und Fotokunst-Aktionen trägt er maßgeblich zum Umweltschutz bei und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die drängende Problematik der Plastikverschmutzung.

Die Förderpreise, jeweils in Höhe von 5.000 Euro, sollen dazu beitragen, die herausragenden Projekte und Initiativen der Preisträger weiter zu unterstützen und ihre positive Wirkung in der Gesellschaft zu verstärken.