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Der Kindergarten Kall erhält zum vierten Mal in Folge die Zertifizierung

Kall, 20.10.2020 – Für Gaby Müller und ihr Team ist es mittlerweile Standard: Zum dritten Mal in Folge fand eine erfolgreiche Rezertifizierung der Kindertagesstätte Kall zum Familienzentrum statt. Damit hat die Einrichtung in der Hüttenstraße seit 2008 durchgängig diesen Status inne und wird ihn auch bis mindestens 2024 behalten.

Grünschnäbel, wie es der Name des Kindergartens an der Hüttenstraße vermuten lässt, sind die Kaller nicht in Sachen Rezertifizierung. Dennoch liegt hinter Gaby Müller, die 1977 als Praktikantin im Kindergarten Kall angefangen hat und dort bis heute geblieben ist, seit 1990 sogar als Leiterin, ein arbeitsreiches Jahr 2019. „Ein Jahr lang stellt man alle Unterlagen zusammen, das ist schon eine Menge Arbeit. Zum Abschluss gibt es dann eine Begehung“, berichtet sie. Diese fand während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 statt.

Um sich Familienzentrum nennen zu dürfen, müssen die Einrichtungen bestimmte Kriterien Leistungen und Strukturen anbieten. Das können unter anderem die Beratung und die Unterstützung von Kind und Familie sein, Angebote aus den Bereichen Familienbildung und Erziehung, eine Kindertagespflege, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein Sozialraumbezug, etwa durch Kurse, Kooperationen und Organisationen, Kommunikation sowie eine Selbstevaluation. Die Unterlagen werden dann zur Pädquis-Stiftung in Berlin, der offiziellen Zertifizierungsstelle, geschickt.

Das Familienzentrum Kall leistet diesbezüglich hervorragende Arbeit, auch Dank der Kooperationspartner, beispielsweise die Grundschule Kall, das Gesundheitsamt und das Jugendamt des Kreises, die Erziehungsberatungsstelle, den SV Sötenich, das Deutsche Rote Kreuz, den Musikschulzweckverband Schleiden und die Kreis-Volkshochschule.

Dank dieser Partner ist es möglich, ein qualitativ hochwertiges Kursprogramm auf die Beine zu stellen, das teilweise auch im Haus der Begegnung stattfindet. Besonders beliebt sind der Yogakursus, der Nähkursus und die Spiel- und Kontaktgruppen der Rotkreuz-Familienbildung, ein Entspannungskursus für Erwachsene oder der Nordic-Walking-Treff in Zusammenarbeit mit dem SV Sötenich.

78 Kinder in vier Gruppen

Schnell wird also ersichtlich: Ein Familienzentrum hat nicht nur kindergartenspezifische Angebote. Im Familienzentrum in Kall werden derzeit 78 Kinder in vier Gruppen betreut, darunter eine Krippengruppe für Kinder zwischen drei Monaten und drei Jahren sowie eine U3-Gruppe für Kinder ab zwei Jahren. 17 Erzieherinnen und weitere Angestellte arbeiten in der Kita.

Doch wieso wurde aus dem Kindergarten Kall eigentlich ein Familienzentrum? Das hatte etwas mit einem Wunsch von Edmund Stoff, damals allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zu tun. Gaby Müller erinnert sich: „2007 gab es eine Pilotphase, an der auch Einrichtungen aus Mechernich teilgenommen haben. Nach dem Abschluss fand Herr Stoff, dass wir als größter Kindergarten in Kall Familienzentrum werden sollten.“

Um die aufwendige Zertifizierung über die Bühne zu bekommen, wurde sie sogar von der „normalen“ Kindergartenarbeit freigestellt, heißt: Sie leitet keine Gruppen mehr und beschränkt sich seitdem auf ihre Leitungsaufgaben. „Diese Freistellung ist natürlich für jemanden, der diese Gruppenarbeit liebt, schwierig. Im Nachhinein bin ich Herrn Stoff aber dankbar, denn es kamen immer neue Aufgaben dazu“, erklärt sie. Mittlerweile ist, abhängig von der Größe der Einrichtung, die Freistellung der Leiter/innen auch im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gesetzlich verankert.

Natürlich ist Gaby Müller nach wie vor Kindergärtnerin mit Leib und Seele. Mit ihrem Team konzipiert sie auch neue Angebot wie den alle zwei Wochen stattfindenden Waldtag, ein Angebot für Englisch-Kurse für die Kleinen, an denen auch auswärtige Kinder teilnehmen dürfen. Besonders lobt sie die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ungewöhnlich: Im Rahmen der Eingewöhnung macht der Kindergarten auch Hausbesuche. Das Entwicklungsgespräch findet, wenn nicht anders vereinbart, dann direkt bei den Familien statt.

Bis zur nächsten Zertifizierung als Familienzentrum ist nun wieder etwas Zeit. 2023 geht es dann wieder los. Doch Gaby Müller kann sich dann zurücklehnen: „Ich bin dann im Ruhestand und nur noch Vollzeitoma.“

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SmartQuart | Bildung in Energiefragen

Kaisersesch, 20.10.2020 – Bildung in Energiefragen war das Thema zu einem Treffen zwischen der SmartQuart Projektleitung, dem H2BZ Netzwerk RLP e. V. und der Westnetz GmbH. Unter der Leitung des Beigeordneten Benedikt Oster aus der Verbandsgemeinde Kaisersesch und der Regionalbetreuerin Beatrix Ziegler von Westnetz, ging es um die Frage, wie das Thema grüner Wasserstoff in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit eingebunden werden kann.

Zusammen mit der Bildungsinitiative 3malE aus Dortmund wurde überlegt, mit welchen Mitteln in Rheinland-Pfalz die MINT Fächer gestärkt werden können. Im Mittelpunkt standen die Experimentierkoffer von 3malE zu den verschiedensten Energiethemen. Diese Koffer können von Schulen unentgeltlich ausgeliehen werden und helfen den Schüler*innen das schwierige Themenfeld der Energie zu verstehen.

Vereinbart wurde eine intensivere Zusammenarbeit der Partner mit dem Ziel, das Thema Wasserstoff und seine Anwendungsmöglichkeiten den Schüler*innen aller Jahrgangsstufen näherzubringen.

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Silke Ihlenfeld ist neue Leiterin der Grundschule Forster Kirchspiel

Kaisersesch, 20.10.2020 – Die Grundschule in Brohl hat nun auch offiziell eine neue Leiterin. Schulrat Lothar Schmidt führte im Rahmen einer Feierstunde Silke Ihlenfeld in ihr neues Amt als Rektorin ein. Die Ernennung erfolgte rückwirkend zum 1. August 2020. Mit einem kleinen Programm umrahmten die Kinder und Lehrerinnen die Feier in der Mehrzweckhalle Brohl.

Erster Beigeordneter Gerhard Weber, in Vertretung von Bürgermeister Albert Jung, gratulierte Silke Ihlenfeld zur Ernennung und wünschte ihr viel Freude im Amt sowie eine immer gute Zusammenarbeit. Die Ortsbürgermeister des Forster Kirchspiels schlossen sich der Gratulation und den Wünschen an.

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Wirtschaft

50 Jahre in Kall: Das Eiscafé „Cortina“

Kall, 20.10.2020 – Zwölf Jahre war Danilo De Cesero alt, als seine Eltern Pietro und Angela 1970 das Eiscafé „Cortina“ in Kall eröffneten. Und da er im Gegensatz zu seinen Eltern über ausreichend Deutschkenntnisse verfügte, wechselte er von der Schulbank im italienischen Internat hinter die Theke des Kaller Eiscafés. Dort ist er bis heute an jedem Tag der Eissaison zu finden. Vieles hat sich in den 50 Jahren verändert – Standort, Eissorten, Einrichtung – doch etwas leistet damals bis heute treue Dienste: Die Eismaschinen, die Pietro De Cesero zur Eröffnung des Eiscafés angeschafft hatte.

In der von Verwandten überlieferten Tradition stellt Danilo De Cesero das Eis in der Küche hinter dem Eiscafé her. „Wir legen viel Wert auf natürliche Inhaltsstoffe. Die Basis ist bei uns nicht irgendein Pulver, sondern ganz klassisch Milch, Eier und Zucker, die zusammen bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt werden. Außerdem verzichten wir auf künstliche Aromen und verwenden stattdessen zum Beispiel echte Vanilleschoten, frische Erdbeeren oder eine spezielle Nusspaste“, erzählt der Eismacher.

Seit seinem zwölften Lebensjahr steht Danilo De Cesero im Eiscafé „Cortina“ hinter der Theke. 50 Jahre nach der Eröffnung durch seine Eltern feiert er in diesem Jahr Jubiläum. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Nach dem Erhitzen kommt die Eismasse in die schon fast historische Eismaschine. Noch mit der Handkurbel wird der Rührhaken in der Masse versenkt. Nach etwa 20 Minuten ist das Eis gekühlt und fertig für den Verkauf. Der gesamte Prozess, um eine Eissorte herzustellen, dauert circa zweieinhalb Stunden. „An guten Tagen verkaufen wir rund 20 bis 40 Liter Eis am Tag, an schlechten Tagen ein Kilo Kaffee“, sagt Danilo de Cesero mit einem Augenzwinkern.

Eine Kugel Eis zu zehn Pfennig

Als die Familie De Cesero 1970 ihr Eiscafé „Cortina“, (benannt nach dem gleichnamigen Ort im italienischen „Tal der Eismacher“) eröffnete, hatten ihre Kunden die Wahl zwischen zehn verschiedenen Eissorten, eine Kugel kostete damals zehn Pfennig. Auf die „Klassiker“ setzt Danilo De Cesero immer noch und auch wenn er nicht in jeder Saison den neuesten Eistrends hinterherjagt, finden sich in seiner Theke inzwischen 25 Eissorten. Zu den neuesten Kreationen zählen Himbeer-Amarena und Lemon-Cookie.

Wenn Danilo De Cesero aus dem Fenster seines Eiscafés guckt, blickt er auf den Standort, wo seine Eltern das Eiscafé Cortina ursprünglich eröffnet hatten, in der Aachener Straße 5, direkt am Bahnübergang. Doch nach nur drei Jahren schlug das Schicksal zu, Pietro De Cesero starb an einem Herzinfarkt. Das Ladenlokal musste die Witwe daraufhin aufgeben, aber nur wenig später konnte Sohn Danilo die Leitung im Eiscafé „Cortina“ in der Aachener Straße 13 in Kall, das sein Schwager eröffnet hatte, übernehmen. Seit 1982 ist Danilo De Cesero der offizielle Inhaber der Eisdiele. Mit ihm im Laden stehen Ehefrau Erika De Cesero und Schwester Carmen De Cesero sowie Mitarbeiter Spass Spassov.

Zum Team des Eiscafés „Cortina“ gehören neben Inhaber Danilo De Cesero (Mitte) auch Ehefrau Erika De Cesero (rechts) und Schwester Carmen De Cesero (links). Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Glücklich ist das Team über die Stammkundschaft, die auch bei schlechtem Wetter auf ein Eis oder einen Kaffee vorbeikommt. Während die Corona-Pandemie in diesem Jahr in fast allen Branchen zu Umsatzeinbußen führte, zählte das Eiscafé „Cortina“ tatsächlich mehr Kunden als in den Vorjahren. „Viele Menschen haben Urlaub zu Hause gemacht und zusätzlich sind viele Freizeittouristen bei uns eingekehrt, ganze Gruppen von Wanderern und Fahrradfahrern“, erzählt Danilo De Cesero und fügt hinzu: „Ich möchte mich bei all meinen Kunden bedanken, die unser Eiscafé bisher und besonders in Zeiten von Corona unterstützt haben.“

Stammkunden und Freizeittouristen

Der 62-Jährige wollte das „Cortina“-Jubiläum eigentlich groß mit seinen Kunden feiern, aber Corona hat ihm da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen hat er sich nun etwas anderes überlegt: „Ich werde die Hilfsgruppe Eifel mit einer Spende unterstützen.“

Mit dem Ende der Eissaison zieht es Danilo De Cesero und Ehefrau Erika für drei Monate in seine italienische Heimat. Dort haben sie ihr Winterdomizil und freuen sich auf Zeit mit Familie und Freunden. Außerdem findet dort jedes Jahr im Winter eine Eismesse statt, wo die neuesten Eiskreationen und Maschinen vorgestellt werden. Letztendlich wird Danilo De Cesero wohl auch in diesem Jahr keine neue Eismaschine anschaffen und seinen Kunden vor allem die klassischen Eissorten servieren – aber er ist immer gut informiert.

Übrigens: Mit Eis ist Kall gut versorgt. Neben dem Eiscafé Cortina in der Aachener Str. 13 gibt es mittlerweile auch das „MammaMia“ in der Bahnhofstraße 24.

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„Glück ist…“ Erfolgreich im 50. Internationalen Jugendmal-wettbewerb

Prüm, 20.10.2020 –  Seit einem halben Jahrhundert motiviert der Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken Kinder und Jugendliche in Europa zur gestalterischen Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen. Seit der ersten Wettbewerbsrunde 1970 wurden 90 Millionen Wettbewerbs-beiträge international eingereicht – das sind 700 Fußballfelder voller Kunst. Damit ist der Jugendwettbewerb der größte seiner Art weltweit und aus der Jugend- und Kulturförderung nicht mehr wegzudenken

Das Glück ist so individuell wie die Menschen selbst. Und genauso unterschiedlich definieren Kinder und Jugendliche das Thema „Glück ist …“ in ihren kreativen Beiträgen zum 50. Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

1.920 Kinder und Jugendliche aus vielen Schulen des Eifel- und Vulkaneifelkreises haben sich bei der Volksbank Eifel eG am Wettbewerb Jugend Creativ beteiligt. Nach vielen Gewinnen auf Orts- und Kreisebene konnten wir nun in einer kleinen Feierstunde unsere stolzen 5 Gewinner auf Landesebene beglückwünschen.

Ganz besondere Glückwünsche gehen an unsere 4. Bundessiegerin Olivia Fenger – tolle Leistung!

Der neue Wettbewerb startet am 01.10.2020 mit dem Thema „Bau dir deine Welt“. Wir freuen uns auf die kommende Wettbewerbsrunde.

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Stadtrat von Wittlich demonstriert geschlossen gegen Corona-Leugner

Wittlich, 19.10.2020 – Am kommenden Sonntag, 25.10.2020 um 15 Uhr, wird der Wittlicher Stadtrat geschlossen gegen die Corona-Leugner auf dem Platz an der Lieser demonstrieren.

Bereits im September hatte der Stadtrat von Wittlich eistimmig die nachfolgende Resolution verfasst: 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Seit Wochen kommen allsonntäglich einige Extremisten und Verschwörungstheoretiker in unsere Stadt. Sie verbreiten eine, für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, nur schwer erträgliche Propaganda. Die Organisatoren berufen sich dabei auf unser Grundgesetz und gerieren sich als Freiheitskämpfer Sie nehmen verfassungsrechtliche Garantien wahr, die sie in Wirklichkeit ablehnen.

„Carpe Diem Genieße den Tag“

Die Ankündigung, für die nächsten drei Jahre jeden Sonntag unser neues Wohnzimmer an der Lieser zu belagern, empfinden wir als Provokation. Uns ist der hohe und für einen Rechtsstaat konstituierende Stellenwert von Meinungs- und Versammlungsfreiheit bekannt. Wir wissen, dass diese Grundrechte auch Verfassungsfeinden zustehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Verbreitung der kruden Thesen und Ideologien solcher Extremisten kommentar- und tatenlos über uns ergehen lassen müssen.

Wittlicherinnen und Wittlicher leben in unserer Stadt andere Werte.

Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit sind unsere Werte.

Das Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Religionen und Kulturen prägt das Gesicht unserer Stadt. Es macht unsere Stadt lebendig. Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus lehnen wir entschieden ab. Für sie gibt es kein Verständnis und keine Rechtfertigung. Extremen Haltungen und Handlungen wollen wir entschlossen entgegentreten und sie bekämpfen. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist ein ständiger Prozess, der uns alle gemeinsam fordert.

Wir treten ein für einen respektvollen Umgang

In unserer Stadt treffen vielfältige Interessen, Ansichten und Meinungen aufeinander. Deshalb braucht es Debatte und Streit der Meinungen. Meinungsverschiedenheiten dürfen aber nicht in Feindschaft und Hass münden. Wir stehen ein für Grundregeln der demokratischen Kultur und einen respektvollen Umgang, sonst nehmen der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie Schaden. Verunglimpfung, Beleidigungen und Gewalt in der Sprache, auch und vor allem im Internet, dürfen nicht toleriert werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass Menschen in ihrer Würde nicht herabgesetzt werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Ideologien nicht salonfähig werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Wir, der Stadtrat dieser Stadt, haben uns bewusst dafür entschieden, diesen einleitenden Satz unseres Grundgesetzes für jeden Besucher unserer Stadt sichtbar zu machen. Wir haben bewusst die Nähe zur Synagoge gesucht, dem Ort der größten Schande in dieser Stadt. Dieser Satz spricht wie kein anderer für die Werte, die wir leben wollen.

Deswegen erheben wir uns gegen diese Demonstranten und rufen:

Ihr seid hier nicht wilkommen!

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Landrat Günter Rosenke erklärt heute die Gefährdungsstufe 1 für den Kreis Euskirchen

Euskirchen, 19.10.2020 – Am Wochenende hat es im Kreis Euskirchen einen deutlichen Anstieg der Corona-Infizierten gegeben. Die Inzidenz liegt heute bei 35,6 und damit über der ersten Eingreifschwelle. Der Krisenstab unter der Leitung von Landrat Günter Rosenke hat daher in seiner heutigen Sitzung die Gefährdungsstufe 1 für den Kreis Euskirchen erklärt. Daher greifen ab sofort die dafür landesweit vorgesehenen Regelungen:

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht gilt auch in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen wie Fußgängerzonen, in denen der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Zudem gilt die Maskenpflicht auch am Sitz- oder Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.

Feierlichkeiten: An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen.

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Tourismus

Die drei besten Wander-Apps für die Eifel

Region, 19.10.2020 – Zwischen Aachen und Trier lässt es sich herrlich wandern. Hier finden Sie die besten Wander-Apps für eine Tour, die ans Ziel führt.

Uralte Bäume, weiche Waldwege und frische Luft: Das macht das Wandern in der Eifel aus. Bei zahlreichen Gabelungen, neuen Wegen und Routen helfen Wander-Apps den Überblick zu behalten. Vorab können Ausflüge geplant werden und nach Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden. Auch während des Laufens unterstützen die digitalen Helfer Wanderer auf dem Weg zu bleiben. Die besten Apps in der Übersicht.

  1. Bergfex: Autoren von der Eifel Tourismus GmbH

70.000 GPS-Touren finden sich in der App „Bergfex“. Wanderer finden verschiedene Kategorien und können so eine Tour nach dem eigenen Geschmack herausfiltern. Beigefügt sind Informationen zur Wanderdauer, Distanz der Strecke und dem Höhenprofil. Für Anfänger sind Hinweise zur Ausrüstung besonders wertvoll. Zu den Autoren der App gehören Mitglieder des Eifel Tourismus oder andere Wander-Experten. Jede Strecke ist geprüft, so dass sich Nutzer sicher sein können, dass sie gut ans Ziel kommen. Doch nicht nur vorgegebene Strecken sind möglich, auch eigene Wanderrouten können mit der App erstellt und gespeichert werden.

  1. Komoot: Beste Navigation

Komoot ist eine weitere beliebte App, denn sie bietet eine sehr gute Navigation. Bei einer Route können Start- und Zielpunkt festgelegt werden. Jeder Nutzer legt somit auch seine eigene Wanderdistanz fest. Gute Selbsteinschätzung ist aber Voraussetzung. Daraufhin erstellt die App die Route und los geht es. Detaillierte Infos wie Höhenprofil, Schwierigkeitsgrad oder Straßenbelag stehen zur Verfügung.

Ein besonderes Feature: Alle Touren lassen sich als Offline-Karte speichern. Das ist eine wichtige Funktion, wenn es zum Beispiel keinen Internetempfang gibt. Komoot ist übersichtlich gestaltet und weist eine große Auswahl an Routen auf. Die App kann nur in der eigenen Eifel-Region oder aber auch für andere Reisegebiete genutzt werden.

  1. Maps 3D: Weltweite Karten über die Eifel hinaus

Die Eifel schon komplett durchgewandert? Dann raus in die Welt und dabei die App „Maps 3D“ verwenden. Die Auswahl der weltweiten Karten gilt als großer Pluspunkt der mobilen Anwendung. Nutzer können zwischen mehreren topografischen Karten wählen, auf denen zum Beispiel Gebirge anschaulich dargestellt werden. Doch Achtung: Die Vollversion von Maps 3D ist nur für iOS verfügbar. Mit der App legen Nutzer die Wegpunkte fest und die App berechnet automatisch den Wanderweg. Fertige Strecken sind zudem als Datei downloadbar.

Wandern zwischen Aachen und Trier

Die Eifel weist zwischen Aachen (Nordrhein-Westfalen) und Trier (Rheinland-Pfalz) zertifizierte Wanderwege auf. Der Eifelsteig zählt zum Beispiel zu den beliebtesten Wegen. Sowohl Einheimische als auch Touristen lieben die Natur und Erholung in der Region. Ob ambitionierter Wanderer oder bedächtiger Spaziergänger: In der Eifel gibt es für jeden einen passenden Weg.

Touren-Tipp: Eifelsteig Etappe 02

Von Roetgen über Belgien in die beliebte Altstadt Monschaus führt die Eifelsteig Etappe 02. Die Wanderung startet in Roetgen – und zwar an der Trasse der alten Vennbahn. Diese gehört bereits zu Belgien. Der Wechsel zwischen Belgien und Deutschland ist ein roter Faden dieser Wandertour. Die wechselnde Eifelsteig-Markierung macht sie sichtbar. In Belgien achten Wanderer auf einen gelb-grünen Balken, in Deutschland auf das Eifelsteig-Logo. Während der Wanderung passieren Läuferinnen und Läufer die Überreste der Reinartzhöfe. Auf der Tour erfahren Wanderer auch einiges über die Historie. Weiter geht es auf einem langen geraden Weg durch das Hohe Venn. Hier wartet ein riesiger Wasserspeicher darauf, entdeckt zu werden. Am Ende dieses Abschnitts erreichen Wanderer den höchsten Punkt des Eifelsteigs (658 Meter). Ein weiter Blick in die Eifel ist garantiert.

Das Ziel dieser Etappe ist die Tuchmacherstadt Monschau. Die historische Altstadt lädt zum Verweilen ein. In Cafés und Restaurants warten Leckereien nach der Wanderung. Kleiner Tipp: Das Senf-Restaurant lohnt sich besonders.

In NRW wandern Menschen jeden Alters

In NRW wandern Generationen. Wer mit der ganzen Familie unterwegs sein möchte, sollte den Viadukt-Wanderweg testen. Die Strecke wird als leicht eingestuft und weist insgesamt fast 30 Kilometer auf. Etwa 200 Meter führen durch einen alten Eisenbahntunnel. Das beeindruckende Kalksandsteinviadukt von Altenbeken gibt es als Schmankerl beim Wandern oben drauf zu sehen.

Online auf Wandern in der Heimat aufmerksam machen

Urlaub in der Heimat boomt seit der Corona-Pandemie wir noch nie. Viele Menschen nutzen die aktuelle Situation, um die eigene Region neu zu entdecken. Um auf die Schönheit Deutschlands aufmerksam zu machen, hilft die Online-Welt. Die Deutsche Zentrale für Tourismus hat zum Beispiel die Kampagne „WanderlustGermany gestartet. Online-Kampagnen steigern die Aufmerksamkeit für eine Produkt oder einen Service. In der Tourismusbranche, die aktuell sehr gebeutelt ist, helfen digitale Kampagnen und Anzeigen in der Suchmaschine Google besonders, um die Reisenden vom eigenen Angebot zu begeistern. Die passende SEO-Schreibe ist dabei unerlässlich, um Kunden da zu erreichen, wo sie sich aufhalten.

#WanderlustGermany greift den Trend zu naturnahen Urlaubsformen auf. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich das in den aktuell unsicheren Zeiten. Zurück zur Natur erdet. Mit durchdachten Hygiene- und Sicherheitskonzepten macht die Kampagne darauf aufmerksam, dass Wandern im Freien zu den besten Freizeitmöglichkeiten in einer Pandemie gehört.

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Kreisverwaltung Euskirchen setzt Drohnen ein / Datenschutz und Privatsphäre sind gesichert

Euskirchen, 19.10.2020 – Seit Längerem bereits setzt die Kreisverwaltung Euskirchen bei bestimmten Tätigkeiten auf „Luftunterstützung“ durch eine Drohne. „Diese Hightechgeräte erleichtern uns in vielen Fällen die Arbeit“, sagt Landrat Günter Rosenke. Bei den Bürgerinnen und Bürgern gibt es allerdings immer mal wieder Irritationen und Nachfragen. Wer fliegt da über mein Grundstück? Was wird da ausgekundschaftet?

„Diese Rückfragen sind absolut nachvollziehbar“, betont Rosenke. Er gibt aber auch gleich Entwarnung. Die Kreisverwaltung setzt die Drohne im Bereich der Themenfelder Bauen, Umwelt, Planung und Vermessung ein. Überwiegend werden damit aktuelle Luftbilder als Grundlage für die Erfassung und Fortführung der „Amtlichen Basiskarte“ (ehemals „Deutsche Grundkarte“) erzeugt. Hierzu werden ganze Ortslagen – aktuell im Stadtgebiet Mechernich –  beflogen.

Die digitalen Luftbilder werden auch bei der Straßenplanung mit Ableitung von 3D-Modellen, der Flächennutzungserfassung und zur Dokumentation von Schadensereignissen eingesetzt. Inspektions- und Wartungsarbeiten bei besonders schwer zugänglichen Objekten wie z.B. bei stark befahrenen Straßen, Windkraftanlagen oder Brücken können mit der Drohne effektiv unterstützt werden. „Dies verringert den Aufwand und erhöht die Sicherheit des Personals“, so Rosenke, der betont, dass die „Kreisdrohne“ nur für hoheitliche Belange eingesetzt wird. Die Flüge werden vorab den jeweiligen Ordnungsämtern und der Polizei gemeldet. Außerdem können die Kreismitarbeiter sich per Dienstausweis legitimieren.

Einen weiteren wichtigen Aspekt ergänzt Robert Rang, der Abteilungsleiter Geo-Information, Vermessung und Kataster: „Die Luftbilder sind vom Zugriff Dritter ausgeschlossen. Die Wahrung der Privatsphäre der Bürger hat für uns höchste Priorität. Nach einer ausschließlich behördeninternen Auswertung werden alle Bilder gelöscht.“

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Wirtschaft

19 Landessieger wurden im Kammerbezirk Koblenz ausgebildet

Region/Koblenz, 19.10.2020 – In 31 Wettbewerben des Leistungswettbewerbs auf Landesebene konnten Nachwuchshandwerker aus dem Kammerbezirk Koblenz 19 Siege holen! Achtmal Silber und drei Bronzetitel gehen außerdem ins nördliche Rheinland-Pfalz – „eine Bilanz, die sich absolut sehen lassen kann und wir gratulieren den Jugendlichen wie auch den Ausbildungsbetrieben ganz herzlich“, freuen sich HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich mit den Teilnehmern, ihren Familien und Ausbildern. Die letzten Wettbewerbe zum Landesentscheid fanden jetzt in Trier statt.

Es ist ein Traditionswettbewerb, der seit 1951 ausgetragen wird unter den besten Absolventen der Gesellenprüfungen: der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks findet nach Vorentscheiden mit dem Bundesfinale seinen Höhepunkt. Für das haben nun 19 Nachwuchshandwerker aus dem Koblenzer Kammerbezirk mit dem Landessieg ihre Tickets gelöst. „Unter welchen Corona-Umständen der Bundesentscheid stattfinden wird, wie die Sieger ermittelt werden können, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Für die Landessieger steht jedoch jetzt schon fest: Sie haben in diesem, von massiven Einschränkungen geprägten Jahr, beruflich etwas Großartiges erreicht, das bleiben wird!“, ordnet die Kammerspitze die Spitzenresultate ein.

Die ersten Landessieger, ihr Wohnort und der Ausbildungsbetrieb sind:

Bestattungsfachkraft Rebecca Lindner aus 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Heinz-Peter Hoppe aus 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Dachdecker Tim Leidig aus 56291 Laudert, Mario Leidig aus 56291 Laudert

Elektroniker (Fachrichtung Automatisierungstechnik) Tobias Ströder aus 56424 Mogendorf, Jonas Schaltanlagenbau GmbH aus 56427 Siershahn

Elektroniker (Fachrichtung Energie- Gebäudetechnik) Pierre Kraus aus 56332 Dieblich, Elektro Pretz GmbH & Co. KG aus 56070 Koblenz

Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk (Schwerpunkt Bäckerei) Chiara Reuber aus 51597 Morsbach, Schneider‘s Backshop aus 57537 Wissen

Feinwerkmechaniker Florian Gros aus 56477 Rennerod, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz in 56070 Koblenz

Friseurin Eva Ender aus 55595 Argenschwang, Claudia Schiller aus 55543 Bad Kreuznach

Goldschmiedin Annalena Faller aus 56068 Koblenz, Juwelier Schöne KG aus 56068 Koblenz

Graveur (Schwerpunkt Reliefgraviertechnik) Constantin Pfeiffer aus 55743 Idar-Oberstein, Reischauer GmbH aus 55743 Fischbach

Hörakustikerin Helena Lungstraß aus 56291 Maisborn, Focus Hören Aktiengesellschaft aus 56564 Neuwied

Keramiker Josip Dubravac aus 56422 Wirges, Schilz GmbH aus 56203 Höhr-Grenzhausen

Konditor Christian lgnacio aus 56727 Mayen, Heinrich Baumann Konditorei-Cafe-Köstlichkeiten Inh. Jean Warnecke-Brühl aus 56068 Koblenz

Maler und Lackierer Ben-Luca Franzmann aus 55595 Allenfeld, Timo Franzmann aus 55595 Allenfeld

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik (Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik) Manuel del Moral Matias aus 53498 Bad Breisig, Reifen Kotinsky GmbH & Co. KG aus 56626 Andernach

Metallbauer (Fachrichtung Konstruktionstechnik) Nikolas Noel Michel aus 65558 Holzheim, Roßtäuscher GmbH aus 65582 Diez

Raumausstatterin Samira Blank aus 56203 Höhr-Grenzhausen, Andre Krah aus 56235 Ransbach-Baumbach

Schilder- und Lichtreklamehersteller Hendrik Adletha aus 56357 Oelsberg, Gebr. Heymann GmbH aus 56357 Geisig

Steinmetz und Steinbildhauer (Fachrichtung Steinmetzarbeiten) Timo Kroll aus 55546 Hackenheim, Kroll Natursteine GmbH aus 55545 Bad Kreuznach

Textilreiniger Leon Schäfer aus 55578 Wallertheim, Kreuznacher Zentralwäscherei GmbH & Co. Mietwäsche KG aus 55543 Bad Kreuznach

Die zweiten Landessieger, ihr Wohnort und der Ausbildungsbetrieb sind:

Bäckerin Madeleine Andrae aus 55566 Bad Sobernheim, Richard Gmeiner aus 55595 Hargesheim

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Schwerpunkt Fleischerei) Dominik Götze aus 56154 Boppard, Edeka Josef Wirz e. K, 56154 Boppard

Informationseleklroniker (Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik) Joshua Kexel aus 56479 Neustadt, Achim Opfer aus 56479 Neustadt

Kauffrau für Büromanagement Colette Mattar aus 56754 Binningen, Handwerkskammer Koblenz in 56068 Koblenz

Metallbauer (Fachrichtung Metallgestaltung) Jonathan Stippler aus 72147 Nehren, ARS Liturgica Werkstätten für Laacher Kunst in der Abtei 56653 Maria Laach

Sattlerin (Fachrichtung Reitsportsattlerei) Jule-Maria Arents aus 56593 Obersteinbach, Rieser Sattlerei und Schmuck e.K. aus 56593 Obersteinbach

Tischler Leander Künkler aus 56477 Rennerod-Emmerichenhain, Andreas Künkler aus 56477 Rennerod-Emmerichenhain

Zahntechnikerin Lea Mannheim aus 56220 Bassenheim, Guckenbiehl Zahntechnik OHG aus 56727 Mayen

Die dritten Landessieger, ihr Wohnort und der Ausbildungsbetrieb sind:

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Thorge Kirchhof aus 57610 Gieleroth, Haustechnik Jansen GmbH aus 57610 Altenkirchen

Maurer Manuel Rötter aus 56814 Greimersburg, Juchem GmbH Hoch & Tiefbau aus 56759 Kaisersesch

Schornsteinfeger Luca Marco Steffes-Mies aus 56759 Leienkaul, Marco Steffes-Mies aus 56759 Leienkaul

Weitere Informationen zum Leistungswettbewerb bei der Pressestelle der Handwerkskammer Koblenz, Tel.: 0261/ 398-161, joerg.diester@hwk-koblenz.de