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Wirtschaft

IT-HAUS GmbH zählt zu Deutschlands besten Ausbildern 2020

Föhren, 20.10.2020 – Das Wirtschaftsmagazin CAPITAL hat zusammen mit der Talentplattform Ausbildung.de und den Personalmarketing-Experten von TERRITORY EMBRACE die besten Ausbildungsstätten in Deutschland ermittelt.

Dazu musste IT-HAUS einen Fragenkatalog mit mehr als 90 Fragen rund um das Thema Ausbildung und deren Betreuung beantworten. Teilnehmen konnten Unternehmen, die mindestens fünf Auszubildende oder drei duale Studenten beschäftigen. Rund 660 Unternehmen nahmen an der Ausbilderstudie teil.

Insgesamt wurden fünf Kriterien mit folgenden Fragestellungen genauer beurteilt:

Betreuung: Werden die Ausbilder vom Betrieb unterstützt? Ist eine Betreuung der Ausbilder durch genügend qualifiziertes Personal gewährleistet? Erhalten Auszubildende ein regelmäßiges Feedback?

Lernen im Betrieb: Können verschiedene Lernmethoden genutzt werden? Dienen die Tätigkeiten im Betrieb dem Lernerfolg und repräsentieren den gewählten Beruf? Gibt es Unterstützungsangebote?

Erfolgschancen: Gibt es Möglichkeiten der Übernahme oder auch Weiterbildungsmöglichkeiten nach Beendigung der Ausbildung? Gibt es ein angemessenes Ausbildungs- und Einstiegsgehalt?

Digitalisierung: Werden Medien- und Digitalisierungsthemen vermittelt, digitale Lehrmethoden genutzt und neue Technologien und moderne Arbeitsmethoden verwendet?

Ausbildungsmarketing: Gibt es eine Strategie und ein ausgewiesenes Budget für das Ausbildungsmarketing? Bestehen Onboarding-Maßnahmen bereits vor Beginn der Ausbildung? Und werden Benefits angeboten?

In den Bereichen Betreuung, Erfolgschancen und Digitalisierung und Innovation erhielt IT-HAUS die volle Punktzahl. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen: In der Kategorie Ausbildung gehört das Unternehmen mit 4 von 5 möglichen Sternen zu den ausgezeichneten Ausbildungsbetrieben und verfehlte die vollen fünf Sterne nur um einen Bewertungspunkt.

Die IT-HAUS GmbH beschäftigt derzeit insgesamt 36 Auszubildende in verschiedenen kaufmännischen und technischen Bereichen. Auch im nächsten Jahr sucht das Föhrener Systemhaus wieder Auszubildende in folgenden Berufen: Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (m/w/d), Fachinformatiker Systemintegration (m/w/d), Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d), IT-Systemelektroniker (m/w/d), Kaufmann/frau für Groß- und Außenhandelsmanagement (m/w/d), Kaufmann/frau für IT-System-Management (m/w/d).

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Wachstum

MdB Peter Bleser besucht Regionalzentrum Rauschermühle in Saffig

Saffig, 20.10.2020 – Über das Erreichen der deutschen Klimaziele, die Zukunft der Energieversorgung in Rheinland-Pfalz und das Energiewende-Projekt Schwarmspeicher Cochem-Zell haben sich Peter Bleser, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, und Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, am vergangenen Donnerstag ausgetauscht. Während Peter Blesers Besuch im Regionalzentrum Rauschermühle wurde Katherina Reiche vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation per Videokonferenz zugeschaltet. Peter Bleser nutzte die Gelegenheit zudem, um sich nach dem Gespräch das Ausbildungszentrum in Plaidt anzuschauen.

Besuch im Aus- und Weiterbildungszentrum (v. l.): Dr. Lothar Oelert (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Leiter Region Rheinland-Pfalz), Thomas Hau (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement), Peter Bleser (Mitglied des Deutschen Bundestages), Martin Schmidt (Westnetz GmbH, Ausbilder), Fabian Vocktmann (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Regionalmanager Region Rauschermühle), Jan Bruhn (Westnetz GmbH, Leiter Aus- und Weiterbildungszentrum Plaidt). Foto: Westenergie

„Unsere Klimaschutzziele haben wir vertraglich mit dem Pariser Abkommen, im Koalitionsvertrag und im Klimaschutzprogramm festgeschrieben. Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein. Das heißt, dass auch unsere Wirtschaft bis dahin weitgehend dekarbonisiert sein muss. Dafür müssen wir unsere Energieversorgung vom Kopf auf die Füße stellen – von einer zentralen zu einer dezentralen Energieversorgung“, sagte Peter Bleser während des Treffens in Saffig.

„Für die mit uns verbundenen Kommunen in Rheinland-Pfalz sind wir ein starker und verlässlicher Partner. Das ist Teil unserer DNA“, betonte Katherina Reiche. „Stadt und Land gehören für uns zusammen, wir vernetzen sie daher miteinander. Denn: Energieerzeugung findet immer dezentraler und immer stärker im ländlichen Raum statt. Hier ist Platz für große Windparks und Solaranlagen, bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Entsprechend muss der Stromüberschuss gespeichert oder in die Städte transportiert werden. Und das tun wir. Mit unserer dezentralen Aufstellung können wir den Herausforderungen der Energiewende optimal begegnen“, so die Vorstandsvorsitzende der Westenergie. In Rheinland-Pfalz sind derzeit rund 38.000 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien an das Verteilnetz der Westnetz, 100-prozentige Tochtergesellschaft der Westenergie, angeschlossen – Tendenz steigend.

Beispiel für eine dezentrale Energieversorgung ist das Forschungsprojekt „Multimodaler Schwarmspeicher Cochem-Zell“. In dem mehrjährigen Projekt haben der Landkreis Cochem-Zell und Westenergie gezeigt, wie die in Privathaushalten durch Photovoltaik erzeugte Energie auf intelligente Weise gespeichert und für die Region nutzbar gemacht werden kann. Durch die Zusammenschaltung vieler einzelner Batterien in den teilnehmenden Projekthaushalten ist eine virtuelle Großbatterie, ein so genannter Schwarmspeicher, entstanden.

Beim Besuch des benachbarten Ausbildungszentrums in Plaidt erfuhr Peter Bleser, dass Westnetz, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie, am Standort zurzeit 61 junge Menschen in den Berufen Elektroniker und Elektronikerin für Betriebstechnik, Industriekaufmann und Industriekauffrau sowie im dualen Studium Elektrotechnik ausbildet.

Das Regionalzentrum Rauschermühle verantwortet Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb der Energieverteilnetze sowie der Glasfaserversorgungen in den Landkreisen Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und in der Vulkaneifel. Am Standort in Saffig sind rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das von Westnetz betriebene Stromnetz misst rund 9.400 km und umfasst rund 138.000 Strom-Hausanschlüsse, das Breitbandnetz hat eine Länge von rund 1.000 km. Darüber hinaus ist das Regionalzentrum für ein 1.350 km langes Straßenbeleuchtungsnetz in 160 Gemeinden zuständig.

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News

Abschluss mit Bestnote – Sven Tausch ist Top-Azubi im Bezirk der IHK Aachen

Euskirchen, 20.10.2020  – „Als ich mich beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen beworben habe, hat mich zum einen das positive, menschliche Image angesprochen. Zum anderen ist das DRK ein großes Unternehmen, in dem ich beruflich viel Potential für mich gesehen habe“, sagt Sven Tausch. Der 27-Jährige aus Urft hat seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement gerade mit Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen – und gehört damit zu den Top-Azubis im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen.

Sven Tausch (vorne, 2.v.l., hier beim Ausbildungsbeginn 2017) ist bereits der zweite Auszubildende in der Verwaltung des Roten Kreuzes, der es unter die Top-Azubis im Bezirk der IHK Aachen geschafft hat. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker ist voll des Lobes: „Dass Sven zu den Top-Azubis zählt, überrascht mich nicht wirklich: Er war von Anfang an sehr interessiert und überdurchschnittlich aufnahmefähig. Außerdem hat er sich regelmäßig mit seinen guten Kenntnissen im EDV-Bereich eingebracht.“

Sven Tausch hat hohe Ansprüche an sich selbst: „Wenn man sich gut mit etwas identifizieren und eine Leidenschaft für das entwickeln kann, was man macht, dann hat man auch die Motivation, sich hinzusetzen und zu lernen.“ Gleichzeitig fühlte er sich beim Roten Kreuz gut durch die Ausbildung begleitet: „Man ist hier auf meine persönlichen Bedürfnisse eingegangen und ich musste auch keine Angst haben, Fehler zu machen.“

So überrascht es nicht, dass er zu den „besonders geeigneten und motivierten Mitarbeitern“ zählt, die vom Roten Kreuz die Möglichkeit bekommen, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren. Zum Sommersemester soll es schon losgehen: Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Parallel arbeitet er weiter in der Personalverwaltung und Finanzbuchhaltung.

Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen bildet zurzeit rund 50 junge Menschen aus: Notfallsanitäter/in (6), Kaufmann/frau für Büromanagement (2), Fachinformatiker/in (2), Erzieher/in (32) sowie acht Studenten im dualen Studiengang. Als attraktiver Ausbildungsbetrieb tritt das Rote Kreuz so dem demografischen Wandel entgegen, um künftig Positionen im Unternehmen mit intern ausgebildeten Kräften besetzen zu können.

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Fortschritt

Erfolgsgeschichte Blumenrather Heide trägt Früchte

Virneburg/Kreis MYK, 20.10.2020 – Wo vor 10 Jahren weitgehend Wildwuchs herrschte, hat sich nun wieder die heidetypische Fauna und Flora etabliert und beachtlich entwickelt. Dass die östlich von Virneburg gelegene Blumenrather Heide ebenso wie alle anderen Heidegebiete zu einzigartigen und erfolgreichen Naturschutzgroßprojekten geworden sind, ist unter anderem der wichtigen Basisarbeit durch die Biotopbetreuung des Landes und das LIFE-Projekt „Schutz und Pflege von Wacholder der Osteifel“ zu verdanken. Die Fortführung des erfolgreichen Naturschutzprojektes hat der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) in den vergangenen Jahren mit dem Ökokonto „Blumenrather Heide“ ermöglicht. „Ohne die Zusammenarbeit mit dem LBM wäre das so nicht gelungen“, lobte Landrat Dr. Alexander Saftig jüngst bei einem Ortstermin und zeigte sich hocherfreut, dass dieses erfolgreiche Projekt fortgesetzt wird.

Seit 2011 hat die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen einer Ökokontoregelung mit dem Landesbetrieb Mobilität die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der Heide übernommen. Zu dieser Vereinbarung ist es bereits kurz nach der Stiftungsgründung gekommen und beinhaltet das Ökokonto „Wacholderheiden“ in den Bereichen der Blumenrather Heide und auf dem Schafberg bei Virneburg. Dabei wurde direkt eine große Fläche gesichert, die zwischenzeitlich größer ist als 15 Hektar. „Das war für alle Pionierarbeit“, betont der Landrat.

Damals fehlte es an Nachwuchs, kleine Wacholderpflanzen waren eine enorme Rarität und mussten besonders geschützt werden. Die Heidekrautbestände waren stark überaltert, viele seltene Tier- und Pflanzenarten kamen nur noch sehr kleinflächig und in Restbeständen vor. Diese Bild hat sich nun durch die kontinuierlichen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen entscheidend gewandelt: Die Zahl der „Babywacholder“ übersteigt nun fast schon die Tausend im gesamten Gebiet, auch in der Blumenrather Heide tauchen bereits die ersten Jungpflanzen auf. Das Heidekraut kommt nun in flächigen und vitalen Beständen vor, selbst ehemals seltene Pflanzenarten wie das unscheinbare Borstgras, Küchenschelle oder auch Arnika breiten sich aus beziehungsweise werden im Gesamtgebiet gezielt gefördert. Der Ginster als Störenfried geht kontinuierlich zurück, wird aber in den Randbereichen als heidetypische Pflanze erhalten.

Übertroffen wird diese positive Entwicklung nur noch bei den Tierarten: An seltenen Vogelarten kommen unter anderem die Heidelerche, der Neuntöter und der Baumpieper in den Heiden vor. In diesem Jahr hat in der Blumenrather Heide zum ersten Mal die Heidelerche erfolgreich gebrütet und mit großer Wahrscheinlichkeit drei bis vier Jungtiere großgezogen. Kaum zu überschauen sind die zahlreichen seltenen und gefährdeten Insektenarten in der Blumenrather Heide, darunter Heuschrecken, Schmetterlinge und Käfer.

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News

Der Kindergarten Kall erhält zum vierten Mal in Folge die Zertifizierung

Kall, 20.10.2020 – Für Gaby Müller und ihr Team ist es mittlerweile Standard: Zum dritten Mal in Folge fand eine erfolgreiche Rezertifizierung der Kindertagesstätte Kall zum Familienzentrum statt. Damit hat die Einrichtung in der Hüttenstraße seit 2008 durchgängig diesen Status inne und wird ihn auch bis mindestens 2024 behalten.

Grünschnäbel, wie es der Name des Kindergartens an der Hüttenstraße vermuten lässt, sind die Kaller nicht in Sachen Rezertifizierung. Dennoch liegt hinter Gaby Müller, die 1977 als Praktikantin im Kindergarten Kall angefangen hat und dort bis heute geblieben ist, seit 1990 sogar als Leiterin, ein arbeitsreiches Jahr 2019. „Ein Jahr lang stellt man alle Unterlagen zusammen, das ist schon eine Menge Arbeit. Zum Abschluss gibt es dann eine Begehung“, berichtet sie. Diese fand während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 statt.

Um sich Familienzentrum nennen zu dürfen, müssen die Einrichtungen bestimmte Kriterien Leistungen und Strukturen anbieten. Das können unter anderem die Beratung und die Unterstützung von Kind und Familie sein, Angebote aus den Bereichen Familienbildung und Erziehung, eine Kindertagespflege, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein Sozialraumbezug, etwa durch Kurse, Kooperationen und Organisationen, Kommunikation sowie eine Selbstevaluation. Die Unterlagen werden dann zur Pädquis-Stiftung in Berlin, der offiziellen Zertifizierungsstelle, geschickt.

Das Familienzentrum Kall leistet diesbezüglich hervorragende Arbeit, auch Dank der Kooperationspartner, beispielsweise die Grundschule Kall, das Gesundheitsamt und das Jugendamt des Kreises, die Erziehungsberatungsstelle, den SV Sötenich, das Deutsche Rote Kreuz, den Musikschulzweckverband Schleiden und die Kreis-Volkshochschule.

Dank dieser Partner ist es möglich, ein qualitativ hochwertiges Kursprogramm auf die Beine zu stellen, das teilweise auch im Haus der Begegnung stattfindet. Besonders beliebt sind der Yogakursus, der Nähkursus und die Spiel- und Kontaktgruppen der Rotkreuz-Familienbildung, ein Entspannungskursus für Erwachsene oder der Nordic-Walking-Treff in Zusammenarbeit mit dem SV Sötenich.

78 Kinder in vier Gruppen

Schnell wird also ersichtlich: Ein Familienzentrum hat nicht nur kindergartenspezifische Angebote. Im Familienzentrum in Kall werden derzeit 78 Kinder in vier Gruppen betreut, darunter eine Krippengruppe für Kinder zwischen drei Monaten und drei Jahren sowie eine U3-Gruppe für Kinder ab zwei Jahren. 17 Erzieherinnen und weitere Angestellte arbeiten in der Kita.

Doch wieso wurde aus dem Kindergarten Kall eigentlich ein Familienzentrum? Das hatte etwas mit einem Wunsch von Edmund Stoff, damals allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zu tun. Gaby Müller erinnert sich: „2007 gab es eine Pilotphase, an der auch Einrichtungen aus Mechernich teilgenommen haben. Nach dem Abschluss fand Herr Stoff, dass wir als größter Kindergarten in Kall Familienzentrum werden sollten.“

Um die aufwendige Zertifizierung über die Bühne zu bekommen, wurde sie sogar von der „normalen“ Kindergartenarbeit freigestellt, heißt: Sie leitet keine Gruppen mehr und beschränkt sich seitdem auf ihre Leitungsaufgaben. „Diese Freistellung ist natürlich für jemanden, der diese Gruppenarbeit liebt, schwierig. Im Nachhinein bin ich Herrn Stoff aber dankbar, denn es kamen immer neue Aufgaben dazu“, erklärt sie. Mittlerweile ist, abhängig von der Größe der Einrichtung, die Freistellung der Leiter/innen auch im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gesetzlich verankert.

Natürlich ist Gaby Müller nach wie vor Kindergärtnerin mit Leib und Seele. Mit ihrem Team konzipiert sie auch neue Angebot wie den alle zwei Wochen stattfindenden Waldtag, ein Angebot für Englisch-Kurse für die Kleinen, an denen auch auswärtige Kinder teilnehmen dürfen. Besonders lobt sie die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ungewöhnlich: Im Rahmen der Eingewöhnung macht der Kindergarten auch Hausbesuche. Das Entwicklungsgespräch findet, wenn nicht anders vereinbart, dann direkt bei den Familien statt.

Bis zur nächsten Zertifizierung als Familienzentrum ist nun wieder etwas Zeit. 2023 geht es dann wieder los. Doch Gaby Müller kann sich dann zurücklehnen: „Ich bin dann im Ruhestand und nur noch Vollzeitoma.“

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SmartQuart | Bildung in Energiefragen

Kaisersesch, 20.10.2020 – Bildung in Energiefragen war das Thema zu einem Treffen zwischen der SmartQuart Projektleitung, dem H2BZ Netzwerk RLP e. V. und der Westnetz GmbH. Unter der Leitung des Beigeordneten Benedikt Oster aus der Verbandsgemeinde Kaisersesch und der Regionalbetreuerin Beatrix Ziegler von Westnetz, ging es um die Frage, wie das Thema grüner Wasserstoff in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit eingebunden werden kann.

Zusammen mit der Bildungsinitiative 3malE aus Dortmund wurde überlegt, mit welchen Mitteln in Rheinland-Pfalz die MINT Fächer gestärkt werden können. Im Mittelpunkt standen die Experimentierkoffer von 3malE zu den verschiedensten Energiethemen. Diese Koffer können von Schulen unentgeltlich ausgeliehen werden und helfen den Schüler*innen das schwierige Themenfeld der Energie zu verstehen.

Vereinbart wurde eine intensivere Zusammenarbeit der Partner mit dem Ziel, das Thema Wasserstoff und seine Anwendungsmöglichkeiten den Schüler*innen aller Jahrgangsstufen näherzubringen.

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Silke Ihlenfeld ist neue Leiterin der Grundschule Forster Kirchspiel

Kaisersesch, 20.10.2020 – Die Grundschule in Brohl hat nun auch offiziell eine neue Leiterin. Schulrat Lothar Schmidt führte im Rahmen einer Feierstunde Silke Ihlenfeld in ihr neues Amt als Rektorin ein. Die Ernennung erfolgte rückwirkend zum 1. August 2020. Mit einem kleinen Programm umrahmten die Kinder und Lehrerinnen die Feier in der Mehrzweckhalle Brohl.

Erster Beigeordneter Gerhard Weber, in Vertretung von Bürgermeister Albert Jung, gratulierte Silke Ihlenfeld zur Ernennung und wünschte ihr viel Freude im Amt sowie eine immer gute Zusammenarbeit. Die Ortsbürgermeister des Forster Kirchspiels schlossen sich der Gratulation und den Wünschen an.

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Wirtschaft

50 Jahre in Kall: Das Eiscafé „Cortina“

Kall, 20.10.2020 – Zwölf Jahre war Danilo De Cesero alt, als seine Eltern Pietro und Angela 1970 das Eiscafé „Cortina“ in Kall eröffneten. Und da er im Gegensatz zu seinen Eltern über ausreichend Deutschkenntnisse verfügte, wechselte er von der Schulbank im italienischen Internat hinter die Theke des Kaller Eiscafés. Dort ist er bis heute an jedem Tag der Eissaison zu finden. Vieles hat sich in den 50 Jahren verändert – Standort, Eissorten, Einrichtung – doch etwas leistet damals bis heute treue Dienste: Die Eismaschinen, die Pietro De Cesero zur Eröffnung des Eiscafés angeschafft hatte.

In der von Verwandten überlieferten Tradition stellt Danilo De Cesero das Eis in der Küche hinter dem Eiscafé her. „Wir legen viel Wert auf natürliche Inhaltsstoffe. Die Basis ist bei uns nicht irgendein Pulver, sondern ganz klassisch Milch, Eier und Zucker, die zusammen bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt werden. Außerdem verzichten wir auf künstliche Aromen und verwenden stattdessen zum Beispiel echte Vanilleschoten, frische Erdbeeren oder eine spezielle Nusspaste“, erzählt der Eismacher.

Seit seinem zwölften Lebensjahr steht Danilo De Cesero im Eiscafé „Cortina“ hinter der Theke. 50 Jahre nach der Eröffnung durch seine Eltern feiert er in diesem Jahr Jubiläum. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Nach dem Erhitzen kommt die Eismasse in die schon fast historische Eismaschine. Noch mit der Handkurbel wird der Rührhaken in der Masse versenkt. Nach etwa 20 Minuten ist das Eis gekühlt und fertig für den Verkauf. Der gesamte Prozess, um eine Eissorte herzustellen, dauert circa zweieinhalb Stunden. „An guten Tagen verkaufen wir rund 20 bis 40 Liter Eis am Tag, an schlechten Tagen ein Kilo Kaffee“, sagt Danilo de Cesero mit einem Augenzwinkern.

Eine Kugel Eis zu zehn Pfennig

Als die Familie De Cesero 1970 ihr Eiscafé „Cortina“, (benannt nach dem gleichnamigen Ort im italienischen „Tal der Eismacher“) eröffnete, hatten ihre Kunden die Wahl zwischen zehn verschiedenen Eissorten, eine Kugel kostete damals zehn Pfennig. Auf die „Klassiker“ setzt Danilo De Cesero immer noch und auch wenn er nicht in jeder Saison den neuesten Eistrends hinterherjagt, finden sich in seiner Theke inzwischen 25 Eissorten. Zu den neuesten Kreationen zählen Himbeer-Amarena und Lemon-Cookie.

Wenn Danilo De Cesero aus dem Fenster seines Eiscafés guckt, blickt er auf den Standort, wo seine Eltern das Eiscafé Cortina ursprünglich eröffnet hatten, in der Aachener Straße 5, direkt am Bahnübergang. Doch nach nur drei Jahren schlug das Schicksal zu, Pietro De Cesero starb an einem Herzinfarkt. Das Ladenlokal musste die Witwe daraufhin aufgeben, aber nur wenig später konnte Sohn Danilo die Leitung im Eiscafé „Cortina“ in der Aachener Straße 13 in Kall, das sein Schwager eröffnet hatte, übernehmen. Seit 1982 ist Danilo De Cesero der offizielle Inhaber der Eisdiele. Mit ihm im Laden stehen Ehefrau Erika De Cesero und Schwester Carmen De Cesero sowie Mitarbeiter Spass Spassov.

Zum Team des Eiscafés „Cortina“ gehören neben Inhaber Danilo De Cesero (Mitte) auch Ehefrau Erika De Cesero (rechts) und Schwester Carmen De Cesero (links). Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Glücklich ist das Team über die Stammkundschaft, die auch bei schlechtem Wetter auf ein Eis oder einen Kaffee vorbeikommt. Während die Corona-Pandemie in diesem Jahr in fast allen Branchen zu Umsatzeinbußen führte, zählte das Eiscafé „Cortina“ tatsächlich mehr Kunden als in den Vorjahren. „Viele Menschen haben Urlaub zu Hause gemacht und zusätzlich sind viele Freizeittouristen bei uns eingekehrt, ganze Gruppen von Wanderern und Fahrradfahrern“, erzählt Danilo De Cesero und fügt hinzu: „Ich möchte mich bei all meinen Kunden bedanken, die unser Eiscafé bisher und besonders in Zeiten von Corona unterstützt haben.“

Stammkunden und Freizeittouristen

Der 62-Jährige wollte das „Cortina“-Jubiläum eigentlich groß mit seinen Kunden feiern, aber Corona hat ihm da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen hat er sich nun etwas anderes überlegt: „Ich werde die Hilfsgruppe Eifel mit einer Spende unterstützen.“

Mit dem Ende der Eissaison zieht es Danilo De Cesero und Ehefrau Erika für drei Monate in seine italienische Heimat. Dort haben sie ihr Winterdomizil und freuen sich auf Zeit mit Familie und Freunden. Außerdem findet dort jedes Jahr im Winter eine Eismesse statt, wo die neuesten Eiskreationen und Maschinen vorgestellt werden. Letztendlich wird Danilo De Cesero wohl auch in diesem Jahr keine neue Eismaschine anschaffen und seinen Kunden vor allem die klassischen Eissorten servieren – aber er ist immer gut informiert.

Übrigens: Mit Eis ist Kall gut versorgt. Neben dem Eiscafé Cortina in der Aachener Str. 13 gibt es mittlerweile auch das „MammaMia“ in der Bahnhofstraße 24.

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„Glück ist…“ Erfolgreich im 50. Internationalen Jugendmal-wettbewerb

Prüm, 20.10.2020 –  Seit einem halben Jahrhundert motiviert der Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken Kinder und Jugendliche in Europa zur gestalterischen Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen. Seit der ersten Wettbewerbsrunde 1970 wurden 90 Millionen Wettbewerbs-beiträge international eingereicht – das sind 700 Fußballfelder voller Kunst. Damit ist der Jugendwettbewerb der größte seiner Art weltweit und aus der Jugend- und Kulturförderung nicht mehr wegzudenken

Das Glück ist so individuell wie die Menschen selbst. Und genauso unterschiedlich definieren Kinder und Jugendliche das Thema „Glück ist …“ in ihren kreativen Beiträgen zum 50. Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

1.920 Kinder und Jugendliche aus vielen Schulen des Eifel- und Vulkaneifelkreises haben sich bei der Volksbank Eifel eG am Wettbewerb Jugend Creativ beteiligt. Nach vielen Gewinnen auf Orts- und Kreisebene konnten wir nun in einer kleinen Feierstunde unsere stolzen 5 Gewinner auf Landesebene beglückwünschen.

Ganz besondere Glückwünsche gehen an unsere 4. Bundessiegerin Olivia Fenger – tolle Leistung!

Der neue Wettbewerb startet am 01.10.2020 mit dem Thema „Bau dir deine Welt“. Wir freuen uns auf die kommende Wettbewerbsrunde.

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Wachstum

Stadtrat von Wittlich demonstriert geschlossen gegen Corona-Leugner

Wittlich, 19.10.2020 – Am kommenden Sonntag, 25.10.2020 um 15 Uhr, wird der Wittlicher Stadtrat geschlossen gegen die Corona-Leugner auf dem Platz an der Lieser demonstrieren.

Bereits im September hatte der Stadtrat von Wittlich eistimmig die nachfolgende Resolution verfasst: 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Seit Wochen kommen allsonntäglich einige Extremisten und Verschwörungstheoretiker in unsere Stadt. Sie verbreiten eine, für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, nur schwer erträgliche Propaganda. Die Organisatoren berufen sich dabei auf unser Grundgesetz und gerieren sich als Freiheitskämpfer Sie nehmen verfassungsrechtliche Garantien wahr, die sie in Wirklichkeit ablehnen.

„Carpe Diem Genieße den Tag“

Die Ankündigung, für die nächsten drei Jahre jeden Sonntag unser neues Wohnzimmer an der Lieser zu belagern, empfinden wir als Provokation. Uns ist der hohe und für einen Rechtsstaat konstituierende Stellenwert von Meinungs- und Versammlungsfreiheit bekannt. Wir wissen, dass diese Grundrechte auch Verfassungsfeinden zustehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Verbreitung der kruden Thesen und Ideologien solcher Extremisten kommentar- und tatenlos über uns ergehen lassen müssen.

Wittlicherinnen und Wittlicher leben in unserer Stadt andere Werte.

Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit sind unsere Werte.

Das Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Religionen und Kulturen prägt das Gesicht unserer Stadt. Es macht unsere Stadt lebendig. Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus lehnen wir entschieden ab. Für sie gibt es kein Verständnis und keine Rechtfertigung. Extremen Haltungen und Handlungen wollen wir entschlossen entgegentreten und sie bekämpfen. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist ein ständiger Prozess, der uns alle gemeinsam fordert.

Wir treten ein für einen respektvollen Umgang

In unserer Stadt treffen vielfältige Interessen, Ansichten und Meinungen aufeinander. Deshalb braucht es Debatte und Streit der Meinungen. Meinungsverschiedenheiten dürfen aber nicht in Feindschaft und Hass münden. Wir stehen ein für Grundregeln der demokratischen Kultur und einen respektvollen Umgang, sonst nehmen der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie Schaden. Verunglimpfung, Beleidigungen und Gewalt in der Sprache, auch und vor allem im Internet, dürfen nicht toleriert werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass Menschen in ihrer Würde nicht herabgesetzt werden. Wir treten entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Ideologien nicht salonfähig werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Wir, der Stadtrat dieser Stadt, haben uns bewusst dafür entschieden, diesen einleitenden Satz unseres Grundgesetzes für jeden Besucher unserer Stadt sichtbar zu machen. Wir haben bewusst die Nähe zur Synagoge gesucht, dem Ort der größten Schande in dieser Stadt. Dieser Satz spricht wie kein anderer für die Werte, die wir leben wollen.

Deswegen erheben wir uns gegen diese Demonstranten und rufen:

Ihr seid hier nicht wilkommen!