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Ein Herzelektriker für Mechernich – Dr. Erol Saygili neuer Chefarzt der Kardiologie

Mechernich – Mit Dr. Erol Saygili, dem neuen Chefarzt der Kardiologie, ist modernste Technik in das Kreiskrankenhaus eingezogen – Hochauflösendes 3D-Mapping System ermöglicht zusätzlich zu den bewährten Methoden Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen.

Es sind eine Unmenge an Kabeln, die da aus den Geräten herausragen. Als sein Blick darauf fällt, muss Dr. Erol Saygili selbst ein wenig Schmunzeln. „Das Team ist inzwischen schon so gut eingespielt, dass unsere Patienten innerhalb von zehn Minuten verkabelt sind“, versichert der neue Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie im Kreiskrankenhaus Mechernich. Verkabelt an eine hochmoderne Technik, die seit Beginn des Jahres bei der Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt wird.

Eine Krankheit, die immer häufiger wird, weil die Menschen immer älter werden. „Zehn Prozent der über 75-Jährigen sind davon betroffen“, sagt der neue Chefarzt. Hinzu kämen Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck, die ebenfalls immer häufiger auftreten. „Wenn dann das Vorhofflimmern vorliegt, laienhaft gesprochen ein Kurzschluss im Herzen, dann bringe ich das als Herzelektriker wieder ins Lot“, erklärt der 43-jährige Kölner mit einem Lächeln.

Eine Karte des Herzens

Das geschieht minimalinvasiv und die betroffene Stelle im Herzen wird letztlich verödet. Ablation heißt das im Fachjargon und mit Dr. Erol Saygili hat mit der „Pulsed field Ablation“ eine hochmoderne Technologie in Mechernich Einzug gehalten. Damit der Experte mit seinem Team die zu behandelnde Stelle im Herzen auch genau lokalisieren kann, wurde das Angebot der invasiven Kardiologie und Rhythmologie zum Jahresbeginn um ein hochauflösendes 3D-Mapping System erweitert.

Diese 3D-Karte des Herzens erleichtert den Kardiologinnen und Kardiologen die Sicht in dem pulsierenden Organ und sorgt dafür, dass die medizinischen Werkzeuge exakt zum Ort des Ursprungs der Herzrhythmusstörung gelangen können. Um die Karte zu erstellen, werden die elektrischen Eigenschaften des Herzgewebes genutzt.

Dr. Erol Saygili hat sich schon früh mit diesem Thema befasst. Nach dem Studium an der Uni Köln forschte er am Labor für molekulare Kardiologie und Herzmuskelphysiologie und wurde schließlich in Köln promoviert. Seine Facharztausbildung absolvierte er an der RWTH Aachen sowie an der Universität Düsseldorf. Als Leiter der Sektion Elektrophysiologie des Evangelischen Krankenhauses Hagen legte der verheiratete Vater zweier Kinder erstmals seinen fachlichen Schwerpunkt fest, den er zuletzt als Sektionsleiter Elektrophysiologie im Kölner St. Antonius Krankenhaus weiterführte und jetzt auch im Krankenhaus Mechernich etablieren möchte.

Junge Ärzte ausbilden

Martin Milde freut sich über diesen kompetenten Neuzugang, der zu Beginn des Jahres die Nachfolge von Dr. Peter Wirtz angetreten hat. „Wir hatten sehr viele Bewerbungen für diese Position“, so der Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH. Dieses große Interesse sei für ihn auch ein Beleg für die Attraktivität des Mechernicher Standorts. „Aus den vielen Bewerbungen haben wir mit Dr. Erol Saygili den aus unserer Sicht besten Bewerber ausgewählt“, so Martin Milde, der noch einmal betonte, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Investitionen in die Zukunft des Standorts und insbesondere auch in die Kardiologie getätigt wurden.

So verfügt Mechernich inzwischen über zwei hochmoderne Herzkatheterlabore und ein bestens ausgebildetes Ärzteteam. „In der Klinik arbeiten derzeit vier Oberärzte und acht Assistenzärzte“, berichtet Dr. Erol Saygili, der mit seinem Team auch den Behandlungsschwerpunkt in der invasiven Diagnostik und Therapie koronarer Herzerkrankungen sowie in der Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren fortsetzen wird.

Darüber hinaus sollen die regionalen und auch überregionalen Patienten von dem Einsatz der neuen Medizintechnik profitieren. Doch nicht nur die. Denn die moderne Ausrichtung der Klinik soll auch dem Ärzteteam und der Ausbildung zugutekommen. „Eines meiner kurzfristigen Ziele ist, die Klinik als Ausbildungsstätte für Elektrophysiologie der DGK zertifizieren zu lassen“, betont der neue Chefarzt: „So können wir die Ausbildung für jüngere Kolleginnen und Kollegen noch vielfältiger und attraktiver gestalten.“

 

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1200 Fachkräfte aus 111 Tageseinrichtungen für Kinder feiern den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualitätsschulung

Aachen – Frühkindliche Bildung, ein gutes soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt: Diese Werte bilden nur einen kleinen Ausschnitt des Leistungsangebots katholischer Kindertagesstätten im Bistum Aachen ab. Qualitätsschulungen gehören seit Jahren zur Regel. In diesen Tagen freuen sich mehr als 1200 Fachkräfte aus 111 Kitas über den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualitätsschulung. Das Programm gibt es seit 2016.

Mit der jüngsten Iglu-Studie, die regelmäßig der Lese- und Schreibkompetenz von Grundschulkindern auf den Grund geht, zeigt sich erneut, dass der Schriftspracherwerb bereits auch in der Kita beginnt. Im Bistum Aachen vertrauen täglich zehntausende Eltern ihre Kinder den insgesamt 315 katholisch getragenen Tageseinrichtungen für Kinder an.

Um eine regelmäßige Qualifizierung sicherzustellen, die nicht nur das Wohl der Kinder, sondern auch die Anliegen der Eltern und ein gutes soziales Miteinander berücksichtigt, hatte das Bistum Aachen gemeinsam mit dem Caritasverband für das Bistum Aachen ein umfangreiches und anspruchsvolles Qualifizierungsangebot gestartet. Nahmen im ersten Durchlauf 68 Einrichtungen teil, waren es im zweiten Schritt bereits 111 Kitas, die das Programm auch in Zeiten von Corona und unter erschwerten Bedingungen konsequent mitgemacht hatten.

Kein Wunder, dass die Stimmung bei der Urkunden-Vergabe im Aachener Eurogress aller bestens war. Bischof Dr. Helmut Dieser, Diözesancaritas-Direktor Stephan Jentgens und Dr. Thomas Ervens, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, zollten den angereisten 1200 Erzieherinnen großen Respekt und waren begeistert ob des großartigen Engagements.
„Sie haben einen der schönsten Berufe der Welt“, würdigte Bischof Dr. Helmut Dieser und warb dafür, die Welt immer wieder aus der Sicht der Kinder zu sehen. In der Arbeit mit den Kindern entdeckte Dr. Thomas Ervens das „lebendige Feuer einer missionarisch-diakonischen Kirche“. Er ermutigte die Fachkräfte und Verantwortlichen, die Qualitätsentwicklung weiter voranzutreiben.
Die Kitas gestalten durch ihre Arbeit Politik und Gesellschaft mit, so Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens. Er forderte angesichts dieser Leistung eine bessere finanzielle Ausstattung der Einrichtungen, flexible Zugänge zu Ausbildung und Beschäftigung, die Entwicklung multiprofessioneller Teams, in denen sich Erzieherinnen und Erzieher auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Leitungen müssten für ihre verantwortliche Arbeit freigestellt werden.

Qualitätsschulungen, wie sie im Projekt von Bistum und Caritas erfolgen, schärfen den Blick für das, was gut ist und für das, was besser werden kann. Mit Haltung und Werten an die Arbeit zu gehen, stärke die Teams, betonte Lena Przybilla, Bereichsleiterin Hedi Kitas im Erzbistum Berlin.

Den feierlichen Abschluss des Tages bildete die Verleihung von Qualitätsbriefen und eines Gütesiegels durch den Bundesgeschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK), Paul Nowicki. Diese Dokumente belegen, dass sich diese Einrichtungen bei ihrer alltäglichen Arbeit an festgelegten Standards orientieren. Qualitätsbriefe erhielten die Kitas St. Hubertus und St. Gertrud aus Selfkant, die Kitas St. Vincentius, Rabennest und St. Peter und Paul aus Wegberg, die Kita St. Godehard aus Tönisvorst und die Kita Regenbogen aus Mönchengladbach.

Das Gütesiegel erhielt das Katholische Familienzentrum St. Mariä Heimsuchung in Herzogenrath, das bereits seit 2005 beharrlich an seiner Qualität arbeitet. Ein leuchtendes Beispiel für die rund 120 Einrichtungen, die sich 2024 in einer nächsten Runde des Projekts „Qualität aus christlicher Überzeugung“ auf den Weg machen. Die Projektleiterinnen Virginia Bertels vom Bistum und Petra Daun von der Caritas freuen sich mit vielen Mitstreitenden auf diese neue Etappe.
Insgesamt besuchen mehr als 19 000 Kinder die 315 Kitas mit rund 5.000 pädagogischen Fachkräften im Bistum Aachen.

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Gesundheit

Nicht krank zur Arbeit! – Dürfen Arbeitnehmer trotz Krankschreibung arbeiten gehen?

Region/Stuttgart – DEKRA Arbeitsmedizin gibt Tipps für sicheres und gesundes Arbeiten – Triefende Nase, Husten, Kopfschmerzen, Fieber – die Krankheitswelle hat in der kalten Jahreszeit Deutschland im Griff. Arbeitnehmer stellen sich häufig die Frage, ob sie trotzdem zur Arbeit gehen oder sich krankmelden sollen. Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner von DEKRA empfehlen hier dringend: Beschäftigte sollen nicht krank zur Arbeit gehen!

Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer eigenverantwortlich einschätzen, ob sie bei Arbeitsantritt in der Lage sind, die betreffende Tätigkeit auszuüben. Bemerkt der Chef, dass der Arbeitnehmer durch seine Arbeit nicht sachgerecht und sicher ausüben kann, darf der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht den Arbeitnehmer nach Hause schicken.

„Wer arbeitsunfähig ist, wer mit Kopfschmerzen und triefender Nase an den Arbeitsplatz geht, tut sich selbst und seinen Kollegen im Betrieb keinen Gefallen“, warnt Dr. Jana Kreß, Leitende Betriebsärztin der Expertenorganisation DEKRA. „Wer krank ist, sollte nicht mit letzter Kraft zur Arbeit kommen“, so lautet ihr Ratschlag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Eigenverantwortung der Arbeitnehmer

Klingt der Infekt nach einer Krankschreibung schneller ab als erwartet und fühlt sich der Arbeitnehmer wieder fit, stellt sich die Frage: Dürfen Mitarbeitende schon wieder zur Arbeit, obwohl noch eine Krankschreibung vorliegt? Arbeiten trotz Krankschreibung ist erlaubt, denn eine Krankschreibung stellt kein Arbeitsverbot dar. In einem solchen Fall ist der Angestellte weiterhin unfall- und krankenversichert. Eine Gesundschreibung ist nicht erforderlich.

Arbeitsmediziner von DEKRA warnen allerdings grundsätzlich davor, die Gründe für eine Krankschreibung auf die leichte Schulter zu nehmen. DEKRA Medizinerin Dr. Kreß betont die Eigenverantwortung von Arbeitnehmenden bei der verfrühten Rückkehr an den Arbeitsplatz: „Sie müssen realistisch einschätzen, ob sie bei einem vorzeitigen Arbeitsantritt dem Betrieb, sich selbst sowie den Kolleginnen und Kollegen helfen oder ob sie mehr Schaden anrichten, weil sie noch nicht vollumfänglich genesen sind.“ Eine Verbreitung von Infektionserregern unter Kollegen wäre für alle Beteiligten kontraproduktiv.

Medikamente können die Reaktionsfähigkeit einschränken

Besonders in der Pflicht sind alle Beschäftigten, die bei ihrer Tätigkeit eine Maschine bedienen oder ein Fahrzeug führen. Ist die Einnahme eines Medikamentes erforderlich, kann dies die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit einschränken. In solchen Fällen besteht unter Umständen eine erhöhte Unfallgefahr. Der behandelnde Arzt ist verpflichtet, den Patienten auf solche möglichen Nebenwirkungen hinzuweisen. Bei Verordnungen ist es sinnvoll, sich beim Arzt oder in der Apotheke zu informieren, wie lange nach Absetzen eines entsprechenden Medikaments mit Nachwirkungen zu rechnen ist.

Für die jährliche Grippewelle verweisen die Arbeitsmediziner von DEKRA auf die gängigen Verhaltensregeln, die zur Vermeidung von Infektionen beitragen können, wie etwa: große Menschenmengen meiden, Abstand halten, in die Ellenbeuge zu niesen und sich regelmäßig die Hände zu waschen. Und wer Krankheitssymptome verspürt, möge zu Hause bleiben.

 

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Tiktok, YouTube Handwerker und echter Eifeler Heiko Köhnen eröffnet und spendet

Polch – Mitte Januar eröffnete Tiktok und YouTube Handwerker Heiko Köhnen sein neues Handwerker- und Industriegeschäft in Polch und rund 70 Gäste feierten mit ihm. Der gelernte KfZ Mechaniker und echter Eifeler, ist vielen kein Unbekannter mehr, denn durch seine
Handwerker Videos die auf Tiktok und Youtube laufen, erzielt er mittlerweile Aufruf-Rekorde.

Zusammen mit seinem langjährigen guten Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Andreas Hilden, bilden sie das Video-Format „Hallo Heiko“, dass ein großes und breites Publikum anspricht. Mit viel
Witz und coolen Sprüchen, punkten die beiden nicht nur bei den Handwerkerfans. Bei Tiktok sind ihre Videos, die an die Sendung „Hör mal wer der Hämmer“ erinnern, besonders beliebt.

„Gesamt wurden unsere Videos bei Tiktok und YouTube rund 6 Mio. mal angeschaut. Mittlerweile kommen sogar größere Unternehmen auf uns zu, und wollen uns als Sponsor begleiten“, so Heiko Köhnen, der mit dem großen Erfolg von „Hallo Heiko“ so nicht gerechnet hätte. So stellte z.B. die Firma Rhodius für die Eröffnungsfeiern einige besondere Give-aways wie Mützen, Laptoptaschen etc. für die geladenen Gäste zur Verfügung. Die Store Eröffnung startete am 12.1 um 11 Uhr für einen erlesenen Kreis an geladenen Gästen. Neben Sekt, Kaffee und Bratwürstchen, konnte das große Sortiment der Produkte auf 240 m² bestaunen werden.

Einen präsenten Platz erhielt an diesem Tag auch die Spendenbox für die JSG Maifeld. „Als Unternehmen stehen wir alle in der Verantwortung unseren Beitrag zu leisten. Die Jugendarbeit ist besonders wichtig. Deshalb war für mich klar, dass ich meine Eröffnungsfeier mit einer Spende für die JSG Maifeld begleiten möchte. Ich fühle mich mit dem Verein selbst durch eine frühere mehr als 10-jährige Trainertätigkeit sehr verbunden, deshalb ist mir auch bewusst, wie wichtig Spenden für Vereine sind. Es fällt immer etwas an und da ist jeder Euro gut aufgehoben“, so Heiko Köhnen, der seine Gäste ermutigte mit einem Beitrag zu unterstützen.

Frau Sarah Hilden, von der Firma Gebäudereinigung Hilden & Schilberz, welche an derselben Adresse ansässig ist, kam dieser bitte direkt nach und spendete 250 Euro. „Als Mutter von 3 kleinen Kindern ist es für mich selbstverständlich die Jugendarbeit zu fördern.“ Insgesamt kamen bei der Eröffnungsfeier 525 Euro zusammen.

„Wir sind überglücklich und froh, dass wir durch unsere Eröffnungsfeier so viel Geld zusammen bekommen haben.“ teilte Heiko Köhnen sichtlich gerührt mit. „Dies sollte ein Ansporn sein, auch für andere Unternehmen, die Jugendarbeit von Vereinen zu unterstützen und zu fördern. Ich hoffe es kommen in den nächsten Tagen und Wochen noch einige Euros dazu“. Die Spendenbox für den JSG möchte Heiko Köhnen auch weiterhin in seinem Geschäft aufgestellt lassen, mit dem Wunsch, dass auch in der nächsten Zeit noch fleißig nachgespendet wird.

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Gesundheit

Am heutigen Freitag 26. Januar ist „Tag des Patienten“

Region/Düsseldorf – Claudia Middendorf appelliert aktiv an der eigenen Gesundheitsversorgung teilzuhaben – Unter dem Motto „Ihre Gesundheit, Ihre Stimme! Der schnelle Weg zu Recht und Hilfe im Krankenhaus“ findet am 26. Januar 2024 der bundesweite Aktionstag zum „Tag des Patienten“ statt, an dem sich zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken beteiligen. Träger dieses Aktionstages sind der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V. (BBfG) und der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK). Ziel ist, den Rechten von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Dazu erklärt Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten: „Es ist ein gutes Zeichen, dass der bundesweite Tag des Patienten in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Patientenorientierung und Patientenrechte müssen stets die Leitgedanken bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sein.

Als Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte wünsche ich mir, dass sich möglichst viele Kliniken, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen an den unterschiedlichen Aktionen vor Ort in den Häusern beteiligen. Sich als Patient über die eigenen Rechte aufklären zu lassen und die Rolle von ehrenamtlichen Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern vor Ort zu stärken, sind für mich zwei bedeutende Punkte. Allerdings kann nur ein informierter Patient selbstbestimmt und effizient die Strukturen des Gesundheitswesens für sich nutzen, daher appelliere ich aktiv an der eigenen Gesundheitsversorgung teilzuhaben.

Den bundesweiten Aktionstag möchte ich dazu nutzen, um daran zu erinnern, dass hinter jedem Patienten ein Mensch mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen Ängsten steht. Patientinnen und Patienten erwarten zu Recht, dass sie gut und sicher versorgt werden. Eine offene und von Vertrauen geprägte Kommunikation zwischen dem Patienten und dem Krankenhaus ist eine wertvolle Basis, die aufrechterhalten werden muss.“

Weitere Informationen zum bundesweit stattfindenden Aktionstag „Tag des Patienten“ finden Sie beispielsweise unter www.tagdespatienten.de.

 

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Motto der Kita-Sozialarbeit in Mayen – „Hand in Hand“

Mayen – Kita-Sozialarbeit begleitet Kinder in ihrer Entwicklung – Mit der Einführung der Kita Sozialarbeit wurde ein präventives und leicht zugängliches Angebot in der Kitalandschaft sichergestellt. „Hand in Hand“ – so heißt das Motto der Kita-Sozialarbeit in Mayen. Ob es darum geht zu informieren, zu unterstützen oder zu vermitteln – die Sozialarbeiter*innen stehen Familien mit Kindern bis zum Schuleintritt zur Seite.

Die Fachkräfte stehen bei Fragen rund um die Entwicklung und Erziehung von Kindern zur Verfügung – helfen aber auch bei Problemen im Alltag und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach passenden Lösungen. Dabei informieren die Kita-Sozialarbeiter*innen über weiterführende Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten durch andere Institutionen. Auch verschiedene Fördermöglichkeiten werden für die Kinder angeboten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Präventionsarbeit im Sozialraum in Form von Projektarbeit oder Einzelsetting.

Um diesen Service bestmöglich leisten zu können, werden individuelle Beratungsgespräche, offene Sprechstunden in den Kitas oder auch telefonische Beratungen angeboten. Die Möglichkeit, eines Hausbesuches ist ebenfalls gegeben.

Zudem wurde in jeder Kita mit der Einführung der Kita-Sozialarbeit anhand des jeweiligen Bedarfes ein individueller Schwerpunkt festgelegt. Derzeit arbeiten elf Fachkräfte an den Kitas in Mayen. Die Steuerungsfunktion obliegt dem Stadtjugendamt Mayen. Es finden auf Einladung von Bereichsleiterin Sandra Dietrich-Fuchs regelmäßige Austauschtreffen mit unterschiedlichen Akteuren statt.

„Die Kita-Sozialarbeit befindet sich noch in den Anfängen wird aber jetzt schon als wertvolle Ergänzung im Kita-Alltag wahrgenommen“, so Sandra Dietrich-Fuchs.

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Fast 2,1 Millionen Halbjahreszeugnisse in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Notenvergaben an rund 5400 Schulen in Nordrhein-Westfalen – Fast 2,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an etwa 5.400 Schulen in Nordrhein-Westfalen erhalten am Ende dieser Woche ihre Halbjahreszeugnisse. „Das ist ein wichtiger Zwischenschritt für unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in den vergangenen Monaten viel Zeit und Einsatz investiert haben, um ihre schulischen Ziele zu erreichen“, betonte Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller. „Die Zeugnisse belohnen das Erreichte und geben gleichzeitig Aufschluss darüber, in welchen Fächern Leistungen noch verbessert werden können. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, dass sie zufrieden sind mit ihren Leistungsnachweisen und im zweiten Halbjahr mit viel Freude weiterlernen und ihre schulischen Ziele erreichen können.“

Damit die Kinder und Jugendlichen hierfür gute Bedingungen vorfinden, hat Ministerin Feller mit dem Handlungskonzept zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Maßnahmen initiiert. Erste Erfolge sind sichtbar. So hat sich die Personalausstattung der Schulen in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 3.900 Stellen auf insgesamt 160.900 besetzte Stellen verbessert (Stand: 1. Dezember 2023). „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen, werden aber weiterhin einen langen Atem brauchen“, sagte die Ministerin. Das Handlungskonzept wird fortgeschrieben, weitere Maßnahmen werden folgen. So hatte Ministerin Feller zu Wochenbeginn bereits die neue Werbekampagne für Lehrkräfte vorgestellt.

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Wirtschaft

VR Bank RheinAhrEifel zieht positive Bilanz

Region/Mayen/Koblenz – Erfolgreiche Fusion und zufriedenstellendes Ergebnis lassen die Genossenschaftsbank optimistisch nach vorne schauen – Die VR Bank RheinAhrEifel eG hat das Geschäftsjahr 2023 trotz Herausforderungen durch die Inflation sowie die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine Konfliktes und der Nahost-Krise mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Nach erfolgreicher Verschmelzung der Volksbank RheinAhrEifel eG und der VR Bank Rhein-Mosel eG liegt die Bilanzsumme der neuen VR Bank RheinAhrEifel eG, mit Hauptsitz in Koblenz, bei rund 6,6 Milliarden Euro. Auch ihr Eigenkapital konnte die Bank weiter stärken – zum Jahresende lag es bei rund 710 Millionen Euro.

„Das Jahr 2023 war von Unsicherheiten für uns alle geprägt, aber es erfüllt uns mit Stolz zu sehen, wie erfolgreich unsere Fusion verlaufen ist. Die Zusammenarbeit funktioniert in allen Bereichen und Ebenen vorbildlich und es zeigt sich schon jetzt: Der Zusammenschluss war der richtige Schritt für beide Banken“, so der Vorstandsvorsitzende Sascha Monschauer.

Das Kreditgeschäft der VR Bank RheinAhrEifel ist im Berichtsjahr um 195 Millionen Euro (4,49 Prozent) auf insgesamt über 4,5 Milliarden Euro gewachsen. Die Kundeneinlagen stiegen um 72 Millionen Euro (1,40 Prozent) auf 5,2 Milliarden Euro. Insgesamt betreute die Bank im Jahr 2023 zum Bilanzstichtag ein Kundenvolumen von rund 14 Milliarden Euro. Bankvorstand und Aufsichtsrat schlagen der Vertreterversammlung im Mai die Ausschüttung einer Grunddividende in Höhe von 2 Prozent plus 2 Prozent Bonusdividende vor.

Kunden- und Mitgliederzuwächse bei „ausgezeichneter“ Beratungsqualität
Im Jahr 2023 konnte die VR Bank RheinAhrEifel 4.375 neue Kundinnen und Kunden sowie 2.442 neue Mitglieder gewinnen. Insgesamt wird die VR Bank RheinAhrEifel von rund 145.000 Mitgliedern getragen. Ihre hohe Beratungsqualität stellte die Bank bei Bankentests und Kundenbefragungen erneut unter Beweis. Der Vorstand freut sich über eine beeindruckende Reihe von Auszeichnungen im Jahr 2023. Dazu gehören jeweils der 1. Platz für die „Beste Bank vor Ort“ in der Privatkundenberatung in Koblenz, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mayen, verliehen von der Gesellschaft für Qualitätsprüfung. Zudem belegte die VR Bank den 1. Platz von Focus Money Deutschland in der Kategorie „Kundenliebling, beliebteste Marke der Volks- & Raiffeisenbanken“. Besonders stolz ist die Bank auf die „Premier-Ehrenplakette“ der Oskar-Patzelt-Stiftung, die als bedeutendste Auszeichnung der deutschen Wirtschaft gilt und Unternehmen und Banken würdigt, die nicht nur wirtschaftlichen Erfolg vorweisen, sondern sich auch durch ihr herausragendes Engagement für das Allgemeinwohl auszeichnen.

Sicherheitskonzept: Aufrüstung der Geldautomaten
Als Schutz für die Allgemeinheit sah die VR Bank ihre Reaktion auf die stetig steigende Anzahl von Spreng-Angriffen auf die Bank. So hatte man im April 2023 die vorübergehende Schließung besonders gefährdeter Standorte und die Umsetzung eines Maßnahmenbündels beschlossen – darunter die Entnahme des Geldes aus den Automaten außerhalb der Öffnungszeiten und reduzierte Geldmengen – sodass Sprengungen sinnlos wurden. Die Umsetzung hatte ein bundesweites Medienecho zur Folge. Bis September 2023 wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an allen Standorten ergriffen. Die Geldautomaten stehen seitdem wieder flächendeckend zur Verfügung. Um die Sicherheit zu erhöhen, hat sich die VR Bank RheinAhrEifel dazu entschlossen, die Selbstbedienungsbereiche in den Filialen von 23 bis 6 Uhr zu schließen. Dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht vor Angriffen schützen, zeigte die Sprengung der Filiale Ahrbrück im Dezember 2023. Dennoch verbucht die VR Bank dies als Teilerfolg: Trotz eines sehr hohen Sachschadens, konnte von Seiten der Täter kein Geld erbeutet werden, da dieses verfärbt und somit wertlos geworden war.

Hohe Arbeitgeberattraktivität
Die VR Bank RheinAhrEifel hat mit einer sehr guten Platzierung ihre Position als einer der führenden Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz und im Bezirk der IHK Koblenz unterstrichen. Mit mehr als 30 Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen – neben dem Schwerpunkt auf Bankkaufleute – investiert die Bank auch in die fundierte Ausbildung von Bürokaufleuten, Immobilienkaufleuten, Marketingkaufleuten und IT-Systemkaufleuten. Diese Ausbildungsberufe ermöglichen jungen Talenten den Einstieg in eine spannende und vielseitige berufliche Laufbahn in der Finanzwelt.

Die Arbeitgeberattraktivität der VR Bank RheinAhrEifel spiegelt sich auch auf den führenden Arbeitgeberbewertungsportalen wider. Mit einer Mitarbeiterzufriedenheitsbewertung von 4,3 von 5 möglichen Sternen übertrifft die Bank beispielweise auf kununu.de den Durchschnitt der Branche (von 3,7 Sternen) deutlich. Noch erfreulicher ist die Tatsache, dass über 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die VR Bank RheinAhrEifel weiterempfehlen. Die Mitarbeiterloyalität zeigt sich auch in der enormen Zahl der Jahre der Betriebszugehörigkeit. Insgesamt konnten im Jahr 2023 über 60 Jubilare mit einer Betriebszugehörigkeit von über 2.000 Jahren gefeiert werden.

Sascha Monschauer: „Dennoch ist und bleibt die größte Herausforderung der nächsten Jahre der Personal- und Fachkräftemangel. Wir suchen in allen Bankbereichen nach Fachkräften und jungen Talenten, um diese möglichst nachhaltig an die Bank zu binden.“

Neu-/Wiederöffnungen und Bauprojekte
Als nachhaltige Standortsicherung sieht die Bank auch ihre Bauprojekte. So konnte im Jahr 2023 die Wiedereröffnung des Schalterbereichs der Filiale in Bad Neuenahr und die Neueröffnung der Filiale in Daun gefeiert werden. Außerdem plant die Bank die Fortführung der Bauarbeiten bzw. die Fertigstellung der bereits begonnenen Bauprojekte im Jahr 2024. Dazu gehören der Neubau des Raiffeisenquartiers in Mülheim-Kärlich, das mit 28 Mietwohnungen und einer Bäckerei ausgestattet sein wird sowie die Fortführung des Bauprojektes „Forum am Schlossgarten“ in Andernach.  An diesem Standort entstehen 44 Mietwohnungen, 4 Arztpraxen, ein Restaurant und eine personenbesetzte Filiale der VR Bank RheinAhrEifel. Zusätzlich sind die Wiedereröffnung der Filialen Ahrweiler im Februar 2024 und der Umzug an den neuen Standort in Linz am Rhein im März 2024 geplant. Viele Pläne aber auch Herausforderungen, sieht der Vorstandsvorsitzende auf die Bank zukommen: Neben der Zinsentwicklung werden auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle spielen. Sascha Monschauer: „Seit über 160 Jahren ist die VR Bank RheinAhrEifel eG als Genossenschaftsbank in der weltweit demokratischsten Unternehmensform organisiert. Unsere Werte stehen im Einklang mit einer offenen, toleranten Gesellschaft. Wir setzen uns aktiv für eine funktionierende Gesellschaft, Vielfalt und Solidarität in unserer Heimat ein. Wir verurteilen entschieden jeglichen Rechtsradikalismus und Extremismus.“ Darüber hinaus betonte der Vorstandsvorsitzende: „In unserer über 160-jährigen Bankgeschichte waren wir seit jeher mit Krisen und Herausforderungen konfrontiert. Durch das genossenschaftliche Modell und unseren Bezug zur Heimatregion, werden wir auch die anstehenden Aufgaben in 2024 meistern.“

 

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Politik

Errichtung einer Flüchtlings-Unterkunft in Gerolstein-Michelbach – Kein Start zum 01. Februar

Daun/Gerolstein – Der Landkreis Vulkaneifel beabsichtigt im ehemaligen Hotel Huschens in Gerolstein-Michelbach eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zu errichten – Belegung der Unterkunft zeitlich verschoben – Landrätin bietet Bürgerinnen und Bürgern vor Ort weitere Informationsangebote an.

Der Landkreis Vulkaneifel und Landrätin Julia Gieseking nehmen die seither geäußerten und in der Öffentlichkeit diskutierten Bedenken der Bevölkerung vor Ort in Michelbach wahr und ernst. Die Belegung der Flüchtlingsunterkunft wird daher nicht direkt zum 01. Februar starten. Landrätin Julia Gieseking bietet der ortsansässigen Bevölkerung weitere Möglichkeiten der Information vor Ort.

Allein im letzten Jahr wurden 253 geflüchtete Menschen dem Landkreis Vulkaneifel zugewiesen. Hinzu kommen derzeit 857 im Landkreis lebende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Durchschnittlich bekommt der Landkreis Vulkaneifel wöchentlich 5 Menschen von der Erstaufnahmeeinrichtung in Trier zugewiesen, wobei die wöchentlichen Zahlen stark variieren. „Als Landkreis Vulkaneifel sind wir gesetzlich verpflichtet, jedem ankommenden Menschen eine adäquate Unterkunft zu bieten. Doch darüber hinaus haben wir als Bürgerinnen und Bürger auch eine moralische und humanitäre Verantwortung, diesen Menschen zu helfen“, so Landrätin Julia Gieseking.

Erheblicher Wohnungsmangel führt zwangsweise zur Errichtung von Gemeinschaftsunterkünften

Aufgrund des erheblichen Wohnungsmangels und der dauerhaft anhaltenden hohen Flüchtlingszuweisungen sucht die Kreisverwaltung Vulkaneifel zusammen mit den Verbandsgemeinden des Landkreises bereits seit Monaten mit Nachdruck nach geeigneten Unterkünften und Wohnungen für Geflüchtete. Die Kreisverwaltung und die Verbandsgemeinden möchten die ankommenden Menschen am liebsten in privatem Wohnraum unterbringen, dieser ist aber leider nicht in ausreichender Form vorhanden. Daher ist die Verwaltung gezwungen, auch größere Objekte in Betracht zu ziehen.

Das Hotel Huschens in Michelbach wurde aufgrund seines langanhaltenden Leerstands als ein möglicher Standort für eine Unterkunft in Betracht gezogen. Am 28.12.2023 haben die Erben des Hotel Huschens die Immobilie an die Musleh GmbH verkauft. Hierüber hat die Kreisverwaltung Anfang des Jahres 2024 Kenntnis erlangt und daraufhin am 04.01.2024 die politisch Verantwortlichen vor Ort informiert. Gleichzeitig wurden diese zu einem Gespräch für den 09.01.2024 nach Daun eingeladen. Gemeinsam wurde entschieden, die Bürgerinnen und Bürger von Michelbach zu einer Informationsveranstaltung am 25.01.2024 einzuladen.

Landrätin nimmt Sorgen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger in Michelbach ernst

Seither regt sich massiver Widerstand gegen die Errichtung der Einrichtung vor Ort. „Ich nehme die Sorgen und Bedenken der Bevölkerung in Michelbach sehr ernst. Auch die vielfach geäußerte Kritik, dass die Bürgerinnen und Bürger zu kurzfristig informiert worden seien, habe ich wahrgenommen. Wir haben uns daher gemeinsam mit dem Betreiber dazu entschieden, die Belegung der Unterkunft zeitlich nach hinten zu verschieben und nicht bereits zum 01. Februar geflüchtete Menschen in Michelbach unterzubringen“ , so Landrätin Julia Gieseking. In einem persönlichen Schreiben hat Sie heute die Bürgerinnen und Bürger von Michelbach darüber informiert. Gleichzeitig bietet sie den Einwohnern von Michelbach an, im Februar an mehreren Terminen vor Ort mit ihr und dem Betreiber ins Gespräch zu kommen und die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten. „Ich hoffe sehr, dass die betroffenen Einwohner von Michelbach unsere Gesprächs- und Informationsangebote annehmen werden und wir mit Ihnen direkt ins Gespräch kommen können, um Ihre Fragen zu beantworten und sie ausreichend zu informieren“, so Landrätin Julia Gieseking.

Abgestufter Start geplant

Anders als in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit diskutiert, war es zudem nie das Bestreben der Verwaltung, zum 01. Februar bereits 60 Personen in Michelbach unterzubringen. Die Einrichtung sieht eine Unterbringung von ca. 40 bis maximal 60 Personen vor. Die Betreuung vor Ort ist durch Personal sichergestellt. Ein 8-Sitzer Bus ist für Einkaufsfahrten vor Ort vorhanden. Angedacht war und ist auch zukünftig ein abgestufter Start, bei dem zunächst mit der Unterbringung von ein bis zwei Familien begonnen werden soll.

Musleh GmbH wird Flüchtlingsunterkunft betreiben

Mit der Musleh GmbH hat die Kreisverwaltung Vulkaneifel einen erfahrenen Partner gefunden, der seit Beginn des Krieges in der Ukraine in einem Landkreis mit signifikant hohen Flüchtlingszahlen für eine sichere Unterbringung und Betreuung ohne Zwischenfälle gesorgt hat. „Ich selbst bin als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Auf dem Hintergrund meiner eigenen Geschichte weiß ich, auf welche Qualitäten es in Flüchtlingseinrichtungen ankommt. Die Erfahrung zeigt, je besser die Menschen untergebracht sind, desto geringer sind Spannungen und desto größer ist die Chance für eine gelungene Integration“, so Rocky K. Musleh, Inhaber der Musleh GmbH.

Viele positive Beispiele im Landkreis Vulkaneifel für Integration

Seit vielen Jahren hat der Landkreis Vulkaneifel Gemeinschaftsunterkünfte in Steineberg und Desserath – beides ebenfalls sehr kleine Ortsgemeinden. Infolge der Flüchtlingskrise 2015/2016 wurden außerdem bis zu 100 Personen in einer Gemeinschaftsunterkunft in Jünkerath und weitere Personen in einer Gemeinschaftsunterkunft in Kerpen untergebracht. Auch in Schüller wohnten damals und leben heute Flüchtlinge in einer Gemeinschaftseinrichtung. All diese Unterkünfte haben sich als problemlos, ohne nennenswerte Zwischenfälle oder gar Straftaten erwiesen.

„Es liegt mir sehr am Herzen, dass wir weiterhin Menschen, die vor Not, Elend und Krieg geflohen sind, bei uns vernünftig aufnehmen, unterbringen und sie in unsere Städte und Gemeinden integrieren. Hier haben wir in der Vulkaneifel auch echte Erfolgsgeschichten aufzuweisen. Seit Jahren ist das Café Asyl in Daun ein lebendiger Treffpunkt für geflüchtete Menschen. Aktuell feiern wir Samuel Fitwi als Deutschen Olympiateilnehmer für die Vulkaneifel. Dieser ist in der letzten Flüchtlingsbewegung als junger Mann zu uns in den Landkreis Vulkaneifel gekommen“, so Landrätin Julia Gieseking.

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News

Kaller Dreigestirn unterstützt die Hilfsgruppe Eifel

Kall – Die Tollitäten der Kaller „Löstige Bröder“ bringen Aufkleber und Pins für den guten Zweck unter das närrische Volk – Die Nachfrage ist so groß, dass Anstecker nachbestellt werden mussten – Willi Greuel begeistert – Sie wollen bis Aschermittwoch nicht nur viel Spaß haben, sondern auch Gutes tun: Und deshalb hat sich das „Federwölkchen“-Dreigestirn der Kaller „Löstige Bröder“ dazu entschlossen, die in Kall ansässige Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Prinz Michael I. (Schulz), Bauer Uwe II. (Walber) und Jungfrau „Markus I. (Walker) haben Aufkleber und Ansteck-Pins herstellen lassen, die sie bei ihren Auftritten zum Verkauf anbieten. Die Nachfrage ist groß.

Der gesamte Verkaufserlös soll nach Aschermittwoch an die Hilfsgruppe übergeben werden, berichtete Prinz Michael Schulz am Montagabend bei der Einweihung der Dreigestirn-Hofburg auf dem Anwesen von Bauer Uwe Walber. Vor ihrer Proklamation hätten die drei Tollitäten entschieden, Autoaufkleber entsprechende Ansteck-Pins herstellen zu lassen, um diese bei ihren Auftritten zu verkaufen. Die Aufkleber zeigen den Orden des Federwölkchen-Dreigestirns.

Weil man mit der Aktion aber kein Geld habe verdienen wollten, einigten sich die Drei, die auf ihre Kosten angefertigten 200 Aufkleber und 100 Pins zugunsten eines guten Zwecks unters Narrenvolk zu bringen. Man entschied sich, mit dem gesamten Verkaufs-Erlös die Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Man hoffe, einen vierstelligen Betrag zusammen zu bekommen.

Dabei sind die Tollitäten schon jetzt zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Und nur wenige Tage nach der Proklamation bei der großen Kostümsitzung des KV „Löstige Bröder“ und dem am Tag darauf erfolgten Bürgermeister-Empfang seien die Vorräte von Aufklebern und Pins so stark reduziert gewesen, dass man spontan noch 150 weitere Pins nachbestellt habe.

Bei der Hilfsgruppe Eifel wisse man, dass das gespendete Geld dort verwendet werde, wo es gebraucht werde. Und deshalb, so Michael Schulz, würden die Anfertigungskosten komplett vom Dreigestirn finanziert, so dass der Verkaufserlös zu 100 Prozent an die Hilfsgruppe gehe.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel ist begeistert von der Aktion des närrischen Trivoliums. Er hofft deshalb, schon bald viele Autos mit dem Aufkleber des „Federwölkchen“-Dreigestirns zu sehen. Wie hoch die Spende am Ende ausfalle, sei eigentlich zweitrangig. „Viel mehr zählt die Tatsache, dass Prinz, Bauer und Jungfrau sich die Aktion, die auch noch aus eigener Tasche finanzieren, für die Hilfsgruppe ausgedacht haben“, so Willi Greuel. Das zeige wieder einmal mehr, dass auf die Eifeler Verlass sei. (Reiner Züll)