Kategorien
Top-Themen

Deutschlandweit einmaliges Projekt: Bestehende Erdgasleitung wird auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt

Saffig/Essen, 13.11.2020 – Um die Klimaziele zu erreichen und die CO2-Emmissionen zu reduzieren, setzen Politik und Wirtschaft neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien immer stärker auch auf die Nutzung von Wasserstoff als klimaneutralem Energieträger. Die Dortmunder Westnetz GmbH, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG, macht nun einen bedeutenden Schritt nach vorne, diese Vision in die Praxis umzusetzen: In dem neuen Forschungs- und Entwicklungs-Projekt „H2HoWi“ wird im nordrhein-westfälischen Holzwickede deutschlandweit zum ersten Mal eine bestehende Erdgasleitung der öffentlichen Gasversorgung auf reinen Wasserstoff umgestellt. Durch eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung soll unter anderem bestätigt werden, dass der Wasserstoff auf das Rohrmaterialgefüge und die Dichtigkeit der vorhandenen Infrastruktur keinen Einfluss hat.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung. Foto: Westnetz AG

Bislang gibt es in Deutschland eine technische Norm, die eine Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz auf höchstens 10 Prozent beschränkt. Einzelne Testversuche haben bereits eine höhere Beimischung erprobt. Mit dem jetzt gestarteten Projekt überprüft Westnetz, ob die bestehende Infrastruktur sogar für reinen Wasserstoff genutzt werden kann. „Die Ertüchtigung der bestehenden Gasnetzinfrastruktur für Wasserstoff ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Durch die Umwandlung von Grünstrom in Wasserstoff kann regenerativ erzeugte Energie in Gasnetzen gespeichert werden. Die Gasnetze können so zum Speicher der Zukunft werden. E.ON hat sich zum Ziel gesetzt, in den Verteilnetzen grüne Gase zum Erdgas beizumischen und bei Bedarf eine Versorgung mit 100% Wasserstoff anzubieten“, betonte E.ON-Netzvorstand Thomas König.

„Nicht alle Anwendungen lassen sich technisch oder wirtschaftlich sinnvoll elektrifizieren. Wasserstoff wird als Energieträger daher für alle Anwendungen unverzichtbar, in denen die direkte Nutzung von grünem Strom technisch oder wirtschaftlich nicht möglich oder sinnvoll ist. Dafür benötigen wir die Kopplung der verschiedenen Sektoren des Energieverbrauchs. Die Anwendung von reinem Wasserstoff stellt aufgrund der CO2-neutralen Umsetzung beispielsweise im Bereich der Wärmebereitstellung und für die Industrieproduktion eine zukunftsweisende Lösung dar“, erklärte Katherina Reiche, die neben ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG auch Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesregierung ist.

Westnetz setzt sich in dem Projekt „H2HoWi“ genauer mit der Thematik auseinander und analysiert, inwiefern es technisch möglich ist, eine bestehende Erdgasleitung auf reinen Wasserstoff umzustellen. Dazu wird eine vorhandene Mitteldruck-Erdgasleitung in der Ruhrgebietskommune Holzwickede zunächst vom Erdgasnetz getrennt und schließlich an einen Wasserstoffspeicher angeschlossen. Von hier aus erfolgt die Versorgung von vier Gewerbekunden. Mit dem Wasserstoff soll die benötigte Raumwärme erzeugt werden. Neben der Umstellung der Leitung sind dafür auch Anpassungen an den bestehenden Kundeninstallationen erforderlich. Bei ihnen werden deshalb wasserstofftaugliche Brennwertgeräte der Firma Remeha installiert.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung der Gemeinde Holzwickede. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit den Energienetzen Holzwickede, die der Teilbelieferung ihrer Netzkunden mit Wasserstoff im Rahmen des aufgezeigten Pilotprojekts zugestimmt haben und dessen Durchführung somit unterstützen. Das gesamte Projekt wird seitens der Westnetz errichtet und bis Ende 2023 betreut und betrieben. Start der Bauarbeiten ist im November 2020. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa einer Million Euro.

Kategorien
News

Kein öffentliches Gedenken am Volkstrauertag im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 13.11.2020 – Wegen der Corona-Pandemie findet in diesem Jahr anlässlich des Volkstrauertages am 15.November auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf eine Veranstaltung ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und nur in einem kleinen Kreis statt. Grundsätzlich sind sämtliche für diesen Tag geplanten öffentlichen Zusammenkünfte und Kranzniederlegungen genehmigungspflichtig. Darauf weist die Kreisverwaltung noch einmal ausdrücklich hin.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler appelliert in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zum Infektionsschutz unbedingt zu beachten und persönliche Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.

Kategorien
News

Gemeinsames Gedenken an die Opfer des NS-Regimes

Stolberg, 13.11.2020 – Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag in der Bundesrepublik. An diesem Datum wurde sowohl 1918 die erste Republik ausgerufen als auch im Jahr 1989 der Fall der Berliner Mauer bejubelt.

Der 9. November ist aber auch der Tag, an dem sich die Reichpogromnacht heute 82. Mal jährt. Diese Nacht markierte im 3. Reich nicht den Beginn des Terrors gegen Menschen jüdischen Glaubens, denn dieser Terror begann bereits lange vorher. In der Reichspogromnacht stellte das NS-Regime die Gewalt gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aber für alle Welt öffentlich zur Schau. Spätestens nach dieser Nacht konnte und musste jeder in Deutschland und auf der Welt erkennen, dass Antisemitismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden war. Diese Nacht war das offizielle Signal zum Völkermord in Europa und der Welt.

Foto: Tobias Schneider, Kupferstadt Stolberg

Wie in jedem Jahr gedachte die Gruppe Z der Opfer vor der Gedenktafel im Steinweg 78 zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, dem Bündnis gegen Radikalismus, dem Jugendparlament, der Evangelischen Kirchengemeinde sowie Amnesty International. Hier befand sich der Gebetsraum der jüdischen Gemeinde in Stolberg.

Der Bürgermeister verurteilte in seinem Grußwort jegliche Form von Rassismus und Antisemitismus scharf: „Auch in diesem Jahr müssen wir angesichts der Zahlen klar festhalten, dass Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus eindeutig die größte politische Gefahr in unserem Land darstellen. Gerade der Blick auf dieses Haus und auf die Namen der Opfer ermahnt uns, dass wir alles dafür tun, dass solches Gedankengut nicht noch salonfähiger wird, als es jetzt leider schon ist.“

Im Anschluss an das Grußwort des Bürgermeisters beleuchteten Mitglieder der Gruppe Z das Schicksal der bis zur Deportation bzw. Flucht in Stolberg lebenden jüdischen Familien Falkenstein und Mainzer. Nach einem Gedicht der Schriftstellerin Hilde Domin wurde in einem sehr interessanten Beitrag der Initiatoren verdeutlicht, dass so gut wie alle, gerade europäischen Länder Mitschuld an der Verfolgung der Juden hatten, indem sie ihre Grenzen schlossen vor den Zuflucht Suchenden. Auch heute nehme Europa leider in Kauf, dass flüchtende Menschen in Lebensgefahr gerieten.

Die Veranstalter planen deshalb mit anderen zusammen eine Ausstellung über heutige Flüchtlingsschicksale in den – hoffentlich Corona-freien – Wochen gegen Rassismus im März.

Traditionell schließt die Mahnwache mit dem Aufstellen von Kerzen neben der Gedenktafel auf dem Boden vor Hausnummer 78.
Zu der Veranstaltung erschienen rund 30 Gäste, die mit Mund-Nasen-Schutz und unter Einhaltung der Mindestabstände der Veranstaltung beiwohnten.

Kategorien
Top-Events

Schulsozialarbeit gestaltet Ferienaktionen: Erlebnis-pädagogische Ferienspiele bieten jede Menge Spaß

Jülich, 13.11.2020 – Die beiden vorgeplanten Herbstfahrten der Schulsozialarbeit konnten in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Um den Kindern trotzdem ein paar unbeschwerte Ferientage zu bereiten, stellten die Fachkräfte ihr Programm kurzerhand auf Tagesveranstaltungen um. Zwei Gruppen mit Grundschulkindern machten sich auf den Weg, ihre Stadt und die Umgebung mit zahlreichen spannenden Aktionen zu erkunden.

Eine Gruppe hatte als Stützpunkt die Schirmerschule. Hier konnten 13 Kinder der Grundschule Koslar und der Schirmerschule das Außengelände, die Turnhalle und die Küche mit angrenzendem Raum nutzen. Zum Programm gehörte das gemeinsame Kochen, bei dem reihum jedes Kind mithalf. Die beiden Leiterinnen der Ferienspiele Anja Laux und Yvonne Töpfer hatten für die Umsetzung ihres erlebnispädagogischen Programms fünf junge Teamer ins Boot geholt. Diese waren über mehrere Jahre selber Teilnehmer bei Ferienfahrten und übernahmen nun schon im zweiten Jahr die Beschäftigung und das Kochen mit den Kindern.

Die Kinder hatten ihren Spaß bei einer Rallye mit Entdeckungsreise durch Jülich, Teamspielen beim erlebnispädagogischen Tag, einem Ausflug zum Kölner Zoo mit abenteuerlichem zweifachem Umsteigen in Rekordzeit und einem Kreativtag mit Vorbereitung der Abschlussfeier. Nach der Nachtwanderung ganz zum Schluss waren die Kinder traurig über das Ende der Ferienspiele, denn wie jedes Jahr waren sie sich einig: „Wir haben uns angefreundet und wollen doch weiter zusammen Spaß haben“. Auf jeden Fall werden sie sich gerne an diese Woche erinnern und hoffen auf ein gemeinsames Camp im kommenden Jahr.

Aktive Herbstferien erlebte die zweite Gruppe mit elf Grundschulkinder der Nordschule unter der Leitung von Rolf Sylvester. Unterstützt wurde er von Elisabeth Fasel-Rüdebusch vom Schulverwaltungsamt und der Bundesfreiwilligendienstlerin Lara Albuszies. Für manche Kids ganz schön ungewohnt wurde es manchmal auch richtig anstrengend, so bei der Besteigung des Kohlebergs in Baesweiler. Aber von Beschwerde keine Spur – stattdessen Freude und Begeisterung pur: „Das ist der schönste Tag in meinem Leben!“ freuten sich bei sonnigem Herbstwetter gleich mehrere Kinder über den Blick in die Ferne.

Fünf Tage ging die Gruppe auf Erlebnistour in und rund um Jülich. Entdecken, spüren und etwas dazulernen, standen dabei auf dem „Stundenplan“ der aktiven Ferien. Auf einer Kuh haben bis dato auch noch nicht viele Kinder gesessen, beim Bauernhof Meyer in Boslar war auch das möglich. Tonnenweise Zwiebeln, die der Landwirt anbaut,  sorgten ebenfalls für große Kinderaugen. Sowas gibt es eben nicht alle Tage zu sehen. Und tatsächlich beißen viele der Kinder einfach rein in die rohe Zwiebel – der etwas andere Pausensnack.

Ausflüge zur Sophienhöhe mit ihrem empfehlenswerten Naturerlebnispfad, in den Alsdorfer Tierpark und die Wildniswerkstatt im Nationalpark Eifel garantierten viel Spaß und Kurzweil. Eine Führung durch die Bastionen der Zitadelle war dabei ebenso spannender wie auch geschichtsträchtiger Abschluss.

Kategorien
Top-Events

Kötterichen: Traditionen trotzen jeder Krise und machen erfinderisch.

Kötterichen, 12.11.2020 – Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen musste auch in Kötterichen das Programm rund um St. Martin am 11.11.2020 komplett geändert werden. Der traditionelle Festumzug mit Musikverein wurde abgesagt, stattdessen wurden die Bewohnerinnen und Bewohner gebeten, ihre Häuser festlich zu dekorieren und St. Martin auf seinem treuen Pferd mit seinem Begleiter samt Bollerwagen in Empfang zu nehmen.

Stolz ritt St. Martin von Feuerstelle zu Lichterzauber, von Kerzenschein zu Kinderlachen. Selbstverständlich ganz nach den aktuellen hygienischen Vorgaben. Der beleuchtete Bollerwagen brachte nicht nur Weckmänner für die Kinder und Senioren mit, sondern hatte auch die musikalische Untermalung an Bord. Besonders die ältere Bevölkerung war von dieser ungewöhnlichen Aktion begeistert. Oft war es ihnen zu beschwerlich bei jedem Wetter am Festumzug teilzunehmen.

Kategorien
News

Erneute Bombenfunde in Euskirchen – Entschärfungen-Sprengung erfolgreich abgeschlossen

Euskirchen, 12.11.2020 – Wie uns die Stadt Euskirchen aktuell mitteilte, wurden die Entschärfungen von zwei Weltkriegsbomben sowie die Sprengung einer weiteren soeben erfolgreich abgeschlossen. Die Straßensperrungen werden nunmehr wieder aufgehoben.

Am heutigen Donnerstag, 12.11.2020, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst drei weitere Bombenblindgänger gefunden, diesmal in der Nähe von Kuchenheim. Da die Fundstellen außerhalb von bebautem Gebiet auf landwirtschaftlich genutzter Fläche lagen, musste nur ein Aussiedlerhof geräumt werden.

Kategorien
Top-Themen

DigitalPakt Schule: Rund 3,7 Millionen Euro für Schulen im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich, 12.11.2020 – Der Landkreis Bernkastel-Wittlich erhält im Rahmen des DigitalPakt Schule über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) einen Zuschuss in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro. Die Förderung ermöglicht es dem Landkreis, an 16 Schulen in seiner Trägerschaft die Voraussetzung für digitales Lernen zu schaffen, und kommt damit rund 8.000  Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften zugute. „Digitale Bildung kann Schule nicht ersetzen, aber sie bietet viele Möglichkeiten für das Lernen und Lehren. Die Digitalisierung unserer Bildungslandschaft hat in den vergangenen Monaten einen enormen Schub erfahren, diesen Schub verstetigen wir jetzt bei digitaler Infrastruktur, Ausstattung mit Tablets und Laptops und in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Die Bundesmittel leisten hierbei einen wichtigen Beitrag“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Mit dem Zuschuss sind unter anderem die Vernetzung des Schulgebäudes und ein drahtloser Netzwerkzugang in den Unterrichtsräumen sowie die Anschaffung von Smart Displays und mobilen Endgeräten vorgesehen. „Die Digitalisierung gewinnt in allen Lebensbereichen immer größere Bedeutung, insbesondere auch im Lern- und Lebensort Schule. Das hat uns die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt. Zurzeit setzt der Landkreis an 16 kreiseigenen Schulen mit Hilfe des DigitalPakts Schule sein Multimedia-Konzept um. Über den Ausbau der W-LAN-Architektur, die Installation und Anschaffung von ActivPanels, von Dokumentenkameras und Tablet-PCs wollen wir den Schülerinnen und Schülern eine gute vernetzte Lernumgebung bieten und sie in ihrer Medienkompetenz stärken“, sagte Landrat Gregor Eibes.

Für die insgesamt rund 400 Träger von 1.600 Schulen in Rheinland-Pfalz stehen im DigitalPakt Schule insgesamt rund 240 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, die mit dem zehnprozentigen Eigenanteil der Schulträger aufzustocken sind. Gefördert werden etwa Verkabelung, drahtloses Internet sowie digitale Anzeige- und Arbeitsgeräte. Die Bearbeitung erfolgt in Rheinland-Pfalz durch die ISB als Förderbank des Landes: „Medienkompetenz gewinnt im Informationszeitalter immer weiter an Bedeutung. Es freut uns sehr, dass wir einen Beitrag zur Verbesserung des medienpädagogischen Angebots an rheinland-pfälzischen Schulen leisten können“, sagte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB.

Kategorien
Wirtschaft

Vertreter-Versammlung der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank beschließt über das Jahr 2019

Wittlich, 12.11.2020 – Wie bei allen Unternehmen ist die Geschäftstätigkeit der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG mit Sitz in Wittlich aktuell geprägt von der Corona-Situation. Eine Auswirkung davon ist der ungewöhnlich späte Termin der diesjährigen Vertreterversammlung, die über das zurückliegende Geschäftsjahr 2019 zu beschließen hatte, gleichzeitig aber bereits einen Blick auf die aktuellen Zahlen des laufenden Jahres werfen konnte.

Aus Sicherheitsgründen und zur Einhaltung der Corona-Bestimmungen hatte man den ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungsraum frühzeitig ins Eventum verlegt, dessen Größe in Verbindung mit starken Sicherheitsvorkehrungen eine sichere Durchführung der Versammlung im Rahmen der aktuell geltenden Verordnungen erlaubte. Foto: Vereinigte Volksbank

Als Bank – und insbesondere als Genossenschaftsbank – war und ist die Bank und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der derzeitigen Situation besonders gefordert. Es gilt, den laufenden Betrieb für Mitglieder und Kunden aufrecht zu erhalten, um den Wirtschaftskreislauf der Region für Unternehmern, aber auch für die Bevölkerung zu unterstützen. Gleichzeitig muss man dafür Sorge tragen, dass die Gesundheit von Kunden auf der einen Seite und der Belegschaft auf der anderen Seite bestmöglich geschützt wird. All dies ist der Bank in den letzten Monaten erfolgreich gelungen.

Getragen wird die Bank zum 31.12.2019 von 22.527 Mitgliedern, ein Nettozuwachs um exakt 777 Mitglieder. Und auch im aktuellen Geschäftsjahr hat sich die Zahl der Bankteilhaber positiv entwickelt. Berichten konnte Vorstandsmitglied Peter van Moerbeeck außerdem über einen weiteren deutlichen Anstieg von Krediten, Einlagen und Bilanzsumme, die sich auch 2020 weiter fortgesetzt hat. „Unsere guten Geschäftszahlen und der überdurchschnittliche Mitgliederzuwachs zeigen, dass die Menschen hier in unserem Geschäftsgebiet unsere genossenschaftlichen Stärken 2019 erneut gewürdigt haben und auch in der Krise zu schätzen wissen“, unterstrich Vorstandssprecher Michael Hoeck.

Kundengelder und Kreditvolumen wachsen deutlich

Ähnlich positiv wie die Mitgliederzahl entwickelte sich 2019 die Bilanz der Bank. Die Kundeneinlagen stiegen um 2,6 Prozent auf 824 Millionen Euro. (30.09.2020: 843 Millionen Euro) „Das zeugt von einem hohen Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden ist“, unterstreicht Vorstand Peter van Moerbeeck.

Inklusive Fondsanlagen, Wertpapierdepots und Bauspargut-haben betreute die Bank zum Jahresende 2019 Kundengelder in Höhe von 1.451 Millionen Euro, ein Plus von 7,9 Prozent.

Im Kreditgeschäft profitierte die Genossenschaftsbank 2019 von einer weiterhin hohen Nachfrage sowohl bei Privat- als auch bei Unternehmenskunden. Das Kundenkreditvolumen stieg um 5,6 Prozent auf 654 Millionen Euro und nahm bis zum 30.09.2020 um weitere 42 Millionen Euro auf 696 Millionen Euro zu. Zusammen mit den an die Partner der genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelten Darlehen liegt der Bestand zum Jahresende 2019 bei 777 Millionen Euro, was einem Anstieg um 4,6 Prozent entspricht.

Unternehmen und Privatleute investieren

Gewerbliche Kunden schlossen Kredite im Volumen von 91 Millionen Euro neu ab, nach 102 Millionen Euro im Vorjahr. Bei den klassischen Immobilienfinanzierungen stieg das Volumen der neu abgeschlossenen Kredite von 44 Millionen Euro im Vorjahr auf 53 Millionen Euro im Jahr 2019. Der Bestand an Immobilienfinanzierungen lag damit bei 391 Millionen Euro (Vorjahr 379 Millionen Euro)

Eigenkapitalbasis erneut gestärkt

Mit fast 103 Millionen Euro bilanziellem Eigenkapital zum Jahresende verfügt die Genossenschaftsbank über ein beruhigendes Polster, das durch den Beschluss der Vertreterversammlung um weitere 1,5 Millionen Euro gestärkt wurde. Es erlaubt der Bank, auch in Zukunft Investitionen ihrer gewerblichen und privaten Mitglieder und Kunden zu finanzieren.

Herausforderndes Zinsumfeld

Herausfordernd bleibt hinsichtlich des Niedrigzinsumfelds die Situation im Geschäft mit Einlagen und Krediten, dem angestammten Geschäft einer Bank. Nach 21.581 TEUR im Vorjahr sank der betriebswirtschaftliche Zinsüberschuss im Berichtsjahr auf 20.460 TEUR. Die Hochrechnung der Zahlen auf Basis des 30.09.2020 zeigt eine weitere Reduzierung auf 19.540 TEUR. Die erfreuliche Steigerung beim Provisionsüberschuss im Jahr 2019 von 8.101 TEUR (Vorjahr 7.892) konnte den Rückgang des Zinsüberschusses nur teilweise kompensieren. Auch für das laufende Jahr wird ein ähnlich hohes Provisionsergebnis erwartet. Weitgehend stabil blieben die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Bank und die Abschreibungen aus Sachanlagen, die in Summe mit 19.575 TEUR gegenüber 19.424 TEUR nur leicht anstiegen.

Mitglieder erhalten Dividende in Höhe von 3 Prozent

Die stabile Ertragslage mit einem Jahresüberschuss von 3,3 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau und die geordnete Eigenkapitalsituation erlaubt der Bank auch für das zurückliegende Jahr 2019 die Zahlung einer Dividende an ihre Mitglieder. Dieses Thema hatte in den Frühjahr- und Sommermonaten eine gewisse Brisanz erlangt, da die Bankenaufsicht vor dem Hintergrund der Corona-Situation damals die Erwartung geäußert hatte, die Banken sollen in diesem Jahr auf die Zahlung einer Dividende gänzlich verzichten.

Es ist jedoch die Überzeugung der Bank, dass man eine solche Forderung nicht pauschal stellen sollte, sondern dabei die individuelle Situation einer Bank betrachten muss. Dennoch wolle man sich vor dem Hintergrund einer möglicherweise herausfordernden Zukunft diesen Überlegungen nicht gänzlich verschließen. Daher schlug die Bank der Vertreterversammlung eine Senkung des Dividendensatzes von 5,5 Prozent auf 3 Prozent vor, was von den anwesenden Vertretern einstimmig angenommen wurde.

Neben den üblichen Regularien und der Abstimmung über verschiedene Satzungsänderungen wurden im Zuge der Aufsichtsratsneuwahlen die turnusgemäß ausscheidenden Herren Gottfried Fischer, Hans-Peter Scholtes und Dr. Peter Josef Zenzen erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Außerdem wurde auf Vorschlag der Bank Frau Jutta Merrem als neuntes Mitglied zusätzlich in den Aufsichtsrat gewählt. Jutta Merrem ist 53 Jahre alt und wohnt in Altrich. Dort bewirtschaftet die Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb. Jutta Merrem bekleidet darüber hinaus verschiedene Ehrenämter, unter anderem das der Vorsitzenden des Landfrauenverbands Bernkastel-Wittlich.

Als Vorbereitung auf die nach der Vertreterversammlung anstehende Neuwahl der Vertreterversammlung wählten die Vertreter sieben Mitglieder für den insgesamt 12 Personen umfassenden Wahlausschuss, der die Wahl vorbereiten und überwachen wird. Durch den starken Mitgliederzuwachs der letzten vier Jahre wird diese von derzeit 250 auf dann 282 Vertreter anwachsen.

Kategorien
News

Erneute Bombenfunde in Euskirchen – Entschärfungen-Sprengung gegen 16:00 Uhr

Euskirchen, 12.11.2020 – Am heutigen Donnerstag, 12.11.2020, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst drei weitere Bombenblindgänger gefunden, diesmal in der Nähe von Kuchenheim. Da die Fundstellen außerhalb von bebautem Gebiet auf landwirtschaftlich genutzter Fläche liegen, muss nur ein Aussiedlerhof geräumt werden.

Grafik: Stadt Euskirchen

Zwei Bomben können voraussichtlich entschärft werden. Da bei einer Bombe jedoch der Zünder deformiert ist, muss diese kontrolliert gesprengt werden. Die Detonation wird sicherlich auch in weiterer Entfernung noch zu hören und zu spüren sein, es besteht jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Entschärfungen sowie die Sprengung sind gegen 16 Uhr geplant.

Nach Rücksprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wird der umliegende Bereich der Fundorte der Bomben durch das Ordnungsamt, die Feuerwehr und die Polizei für die Entschärfungen bzw. die Sprengung abgesperrt. Betroffen sind hiervon die L210 zwischen Kuchenheim und Dom-Esch (verschiedene Teilstücke) sowie der Kreuzungsbereich der B56 und der L210 (siehe anliegende Karte). Dieser Bereich sollte großräumig umfahren werden.

Die Zugangsstraßen der Sperrbereiche werden ab 15:30 Uhr vollständig gesperrt. Über das Ende der Maßnahmen wird erneut informiert.

Für Betroffene ist eine Hotline in der Einsatzzentrale bei der Feuerwehr Euskirchen eingerichtet. Die Telefonnummer lautet: 02251/1484770.

Aktuelle Informationen von Stadt und Polizei sind auf den Social-Media-Kanälen (Facebook und Twitter) der Kreispolizeibehörde Euskirchen zu finden.

Euskirchen war im zweiten Weltkrieg Ort umfangreicher Kampfhandlungen. Daher ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bombenfunden gekommen und dies wird auch weiterhin so sein. Da aktuell in vielen Bereichen der Stadt Bautätigkeiten stattfinden, kann es aktuell zu einer Häufung von Funden kommen.

Kategorien
Wirtschaft

Neues Kompetenzzentrum für Hören und Sehen in Kaisersesch

Kaisersesch, 12.11.2020 – Das vor mehr als 23 Jahren von Hans-Peter Platten gegründete Unternehmen verfügt über vier Filialen und mehr als 30 Mitarbeiter. Die ansprechend gestaltete Niederlassung befindet sich im unteren Teil der Bahnhofstraße. Die neuen Räumlichkeiten sind hochmodern ausgestattet und bieten eine diskrete und angenehme Atmosphäre.

Neben den umfangreichen Dienstleistungen, wie z. B. die Myopie-Kontrolle (Kinderkurzsichtigkeit) oder eine individuelle Anpassung von volldigitalen Hörgeräten, bietet die neue Kaisersescher Filiale kostenlose und unverbindliche Hör- und Sehtests mit eingehender individueller Beratung sowie eine große Auswahl von Markensystemen und Zubehör rund um besseres Sehen und Hören an. Ein Hol- und Bringservice und Hausbesuche gehören ebenfalls zum Angebot des Kompetenzzentrums.

Stadtbürgermeister und Erster Beigeordneter Gerhard Weber, in Vertretung von Bürgermeister Albert Jung, Wirtschaftsförderer Mario Leidens sowie Jörg Bertgen von der ARGE Kaisersescher Gewerbetreibender gratulierten Hans-Peter Platten und seinem Team herzlich zur Neueröffnung und wünschten für die Zukunft viel Erfolg.