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Herzlichen Glückwunsch Erika Meyer zu Drewer: Ehrenbürgerin vollendete am 11. November ihr 90. Lebensjahr

Meckenheim, 13.11.2020 – Sie hat sich mit ihrem politischen Engagement und unermüdlichen sozialen Wirken für ihre Heimatstadt über Jahrzehnte in besonderem Maße verdient gemacht. Jetzt feierte Erika Meyer zu Drewer ihren 90. Geburtstag. „Wir gratulieren unserer Ehrenbürgerin von ganzem Herzen.“ Bürgermeister Holger Jung wünscht ihr „vor allem Zufriedenheit und Gesundheit für die Zukunft.“ Erika Meyer zu Drewer, die am 11. November ihr 90. Lebensjahr vollendete, „bringt sich immer noch in herausragender Weise für unsere Stadt ein. Eine unglaubliche Leistung“, wie Holger Jung betont.

Die Jubilarin erblickte in Witten an der Ruhr das Licht der Welt und zog 1968 nach Merl, wo sie außerordentliches Engagement zeigte. So gründete Erika Meyer zu Drewer die „Merler Bastelkinder“, woraus sich später das Kinderbildungswerk entwickeln sollte. Sie organisierte fortan den Sankt-Martins-Umzug, kämpfte für den Bau einer Schule, organisierte Altentage sowie den Vorlesewettbewerb für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels und war Mitbegründerin des Turn-Sport-Tennis-Vereins (TST) Merl. Auch als Ortsbeauftragte der VHS und Leiterin des Seniorenkreises der CDU übernahm die Jubilarin Verantwortung. An der Gründung der MS-Gruppe Meckenheim beteiligte sie sich, hob das Freiwillige Zentrum OASE mit aus der Taufe und war Initiatorin der Warmen Mahlzeit.

Überdies hinterließ Erika Meyer zu Drewer Spuren in die Kommunalpolitik. Über nahezu ein Vierteljahrhundert gehörte sie dem Meckenheimer Stadtrat an. Von 2000 bis 2007 stand sie der Senioren-Union Meckenheim vor und zwischen 1984 bis 2004 erwarb sich Erika Meyer zu Drewer durch ihren unermüdlichen Einsatz für Merl und das Wohl der Bürger den Ehrentitel „Erika Meyer zu Merl“.

Die Jubilarin erhielt 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. 1999 wurde ihr der Ehrenring der Stadt Meckenheim, 2001 die Ehrennadel der Stadt Meckenheim und 2011 schließlich die Ehrenbürgerwürde der Stadt Meckenheim verliehen, die höchste Auszeichnung der Stadt – als erster Frau in der Stadtgeschichte.

Natürlich ist Erika Meyer zu Drewer weiterhin aktiv. Unter anderem bringt sie sich für die Bürgerstiftung Meckenheim ein, zum Beispiel als Organisatorin der beliebten Veranstaltung „Meckenheim singt“. Der verdiente Ruhestand muss also weiterhin warten – auch noch mit 90 vollendeten Lebensjahren.

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Zentrale Gedenk-veranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Bergstraße Stolberg abgesagt

Stolberg, 13.11.2020 – Wegen der Corona-Pandemie fällt die in diesem Jahr anlässlich des Volkstrauertages am 15.11.2020 geplante Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Friedhof Bergstraße aus.

Bürgermeister Patrick Haas betont, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung in unserer Gesellschaft und somit auch in der Kupferstadt einnehmen müsse. Deshalb sei es selbstverständlich, dass nach der Pandemie künftig wieder eine würdevolle Gedenkveranstaltung anlässlich des jährlich stattfindenden Volkstrauertages stattfinden werde.

Die Beflaggung des Ehrenmals auf dem Friedhof Bergstraße und die Verortung der Gedenkkränze von Bundeswehr, Schützenvereinigung, Feuerwehr und Volksbund werden jedoch auch in diesem Jahr erfolgen.

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3050 Euro für die GenoEifel: Bundestags-abgeordneter Detlef Seif zu Besuch in Kall

Nordeifel/Kall, 13.11.2020 – Große Freude bei der GenoEifel. Die Generationengenossenschaft mit Sitz in Kall hat eine Bundesförderung in Höhe von 3050 Euro erhalten. Detlef Seif, Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Euskirchen, überbrachte die frohe Kunde – zunächst per E-Mail. Jetzt überzeugte sich Seif bei einem Besuch im GenoEifel-Büro im Haus der Begegnung in Kall vom segensreichen Wirken in der Nordeifel.

„Ich habe Sie mit Freude umgehend über die Bundesförderung in Kenntnis gesetzt“, sagte Seif. Das Geld stammt aus der Sondermaßnahme „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums und dient der finanziellen Unterstützung der nachbarschaftlichen Lebensmittelversorgung. Im Falle der GenoEifel geht es um die Organisation von Einkaufshilfen – nicht nur, aber auch, während der Corona-Pandemie.

Vorstandssprecher Malte Duisberg und Koordinatorin Corinne Rasky begrüßten den Besucher aus Berlin und Weilerswist und stellten Seif die GenoEifel vor. Duisberg berichtete auch den Werdegang der Genossenschaft – als von ihm und dem früheren VR-Bank-Nordeifel-Vorstand Wolfgang Merten angedachte Seniorengenossenschaft im Jahr 2013 über die Einstufung als Leitprojekt der Leader-Region Eifel bis heute, wo sich die GenoEifel auch in die Leader-Region Zülpicher Börde ausdehnt. In Kürze wird die Genossenschaft sogar dank der Unterstützung der Volksbank Euskirchen ein Büro in der Kreisstadt beziehen, obwohl diese aufgrund ihrer urbanen Struktur nicht in einer Leader-Region liegt.

Seif interessierte sich auch für das Leistungsspektrum, das Malte Duisberg ganz knapp so beschrieb: „Die GenoEifel wird tätig für Dinge, für die kein Unternehmen ins Haus kommt und wegen derer man auch nicht permanent die Nachbarn fragen möchte.“ Da die GenoEifel laut Corinne Rasky ans Wettbewerbsrecht gebunden ist, heißt das: Es geht um den Austausch einer Glühbirne, es geht um die Fahrt zum Arzt mit Besuch der Praxis, es geht aber auch um die nun geförderte Einkaufshilfe. Seif erkannte schnell: „Ihr Portfolio liegt also zwischen den Bereichen Handwerk und Pflege…“, „…denn da spielt sich das Leben ab“, vervollständigte Duisberg den Satz.

„Moderne Form des Ehrenamts“

Die Struktur der GenoEifel sieht vor, dass man Mitglied werden muss, um Hilfe in Anspruch zu nehmen oder Hilfe zu leisten. Es gibt aber auch reine Fördermitglieder. Momentan gehören ihr 455 Menschen an. Für eine Hilfe wird auch eine Aufwandsentschädigung fällig. Für die Fälle, in denen diese nicht geleistet werden kann, hat sich ein Hilfsfonds gegründet, der dann finanziell unterstützt. Wichtig ist: Es besteht kein Zwang zu helfen. „Wir sind eine moderne Form des Ehrenamtes: Es geht um punktuellen und freiwilligen Einsatz“, formuliert es Corinne Rasky.

Die Corona-Pandemie hat auch der GenoEifel zugesetzt und – wie Duisberg mitteilt – sogar in der Entwicklung zurückgeworfen. Stark gefragte Angebote, die auf direkte Begegnung setzen, etwa das der Leih-Omas, können wegen der Kontaktbeschränkungen kaum bis gar nicht angeboten werden.

Stattdessen hat die GenoEifel eG den Städten und Gemeinden im Kreis Euskirchen angeboten, die Corona-Nachbarschaftshilfe zu koordinieren. Dazu gehört auch die nun vom Bund geförderte Einkaufshilfe – und die darf während der Pandemie auch von Nicht-Genossenschaftsmitgliedern durchgeführt oder in Anspruch genommen werden.

Für diese Corona-Einkaufshilfe hat die GenoEifel auch die Bundesförderung eingesetzt. „Wir haben zum einen zwei Tablets und zwei Handys für die einfachere Zusammenarbeit im Team und mit den Helfern organisiert. Aber eben auch Hygieneartikel wie Alltagsmasken und Desinfektionsmittel, damit die Helfer und Hilfesuchenden bestmöglich geschützt sind“, sagt Corinne Rasky.

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TechniSat unterstützt den sicheren Betrieb der Dauner Tafel e.V. mit 1.000 gespendeten FFP2-Masken

Daun, 13.10.2020 – Die andauernde Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ihre Spuren hinterlassen. Auch die Dauner Tafel blieb nicht davon verschont. Denn die ehrenamtlichen Helfer und Mitglieder der Dauner Tafel e.V. zählen aufgrund ihres Alters zur sogenannten
„Risikogruppe“, der überwiegende Teil ist älter als 70 Jahre. Folglich musste der Tafel-Betrieb am Anfang der Corona-Krise vorrübergehend eingestellt werden. Die rund 880 bedürftigen Personen, die die Dauner Tafel derzeit unterstützt, mussten für zwei Wochen ohne die Hilfe des Vereins auskommen.

Eine schwierige Situation für beide Seiten. Damit sich das in dieser schweren Herbst- und Winterzeit nicht wiederholen muss, hat TechniSat auf die Nachfrage der Dauner Tafel nach Schutzmasken direkt reagiert und dem Verein unverzüglich 1.000 Masken der Schutzklasse FFP2 gespendet. Die zertifizierte TECHNIMASK FFP2 ist eine partikelfiltrierende Halbmaske, die aufgrund ihrer hervorragenden Filterleistung nicht nur die Mitmenschen, sondern auch den Träger der Maske vor dem gefährlichen COVID-19 Corona-Virus schützt. Diese werden im TechniSat Produktionswerk in Schöneck unter der permanenten Einhaltung hoher Qualitäts- und Hygienestandards produziert. So entsteht eine Spitzenqualität, die jetzt für den Schutz der ehrenamtlichen Helfer der Dauner Tafel sorgen wird. „Wir sind natürlich auch um die Gesundheit unserer Ehrenamtlichen besorgt. Denn die leisten eine hervorragende und wichtige Arbeit, die sie aber nicht einer gesundheitlichen Gefahr aussetzen soll.

Mit den gespendeten Gesichtsmasken von TechniSat können wir den Betrieb der Dauner Tafel in diesen Zeiten weiter durchführen und gleichzeitig die Gesundheit unserer Helfen schützen“, so Michael Lauer, stellvertretender Vorsitzender des Dauner Tafel e.V. Erst vor Kurzem hat TechniSat bei der Errichtung von zusätzlichen Leichtbauwänden in den Räumlichkeiten der Dauner Tafel geholfen. So kann auch in der kalten Jahreszeit genügend durchlüftet werden, ohne dass die Mitarbeiter und die Kunden in kalter Zugluft stehen müssen.

Zudem wurde von TechniSat ein Klimagerät zur Verfügung gestellt, das die Raumluft zusätzlich filtern soll, um dadurch das Ansteckungsrisiko zu mindern. Somit kann die Lebensmittelausgabe auch während der kalten Jahreszeit unter deutlich günstigeren Bedingungen und auch besserem Schutz vor Corona-Ansteckung durchgeführt werden. „Wir sind dankbar, dass die Hilfsbereitschaft seitens TechniSat und auch der Familie Lepper sowie des Bürgerdienst Lepper e. V., unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, so groß ist. Nur so können wir wiederum bedürftigen Menschen in unserer Region helfen“, sagte Michael Lauer bei der Spendenübergabe.

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Wachstum

Deutschlandweit einmaliges Projekt: Bestehende Erdgasleitung wird auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt

Saffig/Essen, 13.11.2020 – Um die Klimaziele zu erreichen und die CO2-Emmissionen zu reduzieren, setzen Politik und Wirtschaft neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien immer stärker auch auf die Nutzung von Wasserstoff als klimaneutralem Energieträger. Die Dortmunder Westnetz GmbH, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG, macht nun einen bedeutenden Schritt nach vorne, diese Vision in die Praxis umzusetzen: In dem neuen Forschungs- und Entwicklungs-Projekt „H2HoWi“ wird im nordrhein-westfälischen Holzwickede deutschlandweit zum ersten Mal eine bestehende Erdgasleitung der öffentlichen Gasversorgung auf reinen Wasserstoff umgestellt. Durch eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung soll unter anderem bestätigt werden, dass der Wasserstoff auf das Rohrmaterialgefüge und die Dichtigkeit der vorhandenen Infrastruktur keinen Einfluss hat.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung. Foto: Westnetz AG

Bislang gibt es in Deutschland eine technische Norm, die eine Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz auf höchstens 10 Prozent beschränkt. Einzelne Testversuche haben bereits eine höhere Beimischung erprobt. Mit dem jetzt gestarteten Projekt überprüft Westnetz, ob die bestehende Infrastruktur sogar für reinen Wasserstoff genutzt werden kann. „Die Ertüchtigung der bestehenden Gasnetzinfrastruktur für Wasserstoff ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Durch die Umwandlung von Grünstrom in Wasserstoff kann regenerativ erzeugte Energie in Gasnetzen gespeichert werden. Die Gasnetze können so zum Speicher der Zukunft werden. E.ON hat sich zum Ziel gesetzt, in den Verteilnetzen grüne Gase zum Erdgas beizumischen und bei Bedarf eine Versorgung mit 100% Wasserstoff anzubieten“, betonte E.ON-Netzvorstand Thomas König.

„Nicht alle Anwendungen lassen sich technisch oder wirtschaftlich sinnvoll elektrifizieren. Wasserstoff wird als Energieträger daher für alle Anwendungen unverzichtbar, in denen die direkte Nutzung von grünem Strom technisch oder wirtschaftlich nicht möglich oder sinnvoll ist. Dafür benötigen wir die Kopplung der verschiedenen Sektoren des Energieverbrauchs. Die Anwendung von reinem Wasserstoff stellt aufgrund der CO2-neutralen Umsetzung beispielsweise im Bereich der Wärmebereitstellung und für die Industrieproduktion eine zukunftsweisende Lösung dar“, erklärte Katherina Reiche, die neben ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG auch Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesregierung ist.

Westnetz setzt sich in dem Projekt „H2HoWi“ genauer mit der Thematik auseinander und analysiert, inwiefern es technisch möglich ist, eine bestehende Erdgasleitung auf reinen Wasserstoff umzustellen. Dazu wird eine vorhandene Mitteldruck-Erdgasleitung in der Ruhrgebietskommune Holzwickede zunächst vom Erdgasnetz getrennt und schließlich an einen Wasserstoffspeicher angeschlossen. Von hier aus erfolgt die Versorgung von vier Gewerbekunden. Mit dem Wasserstoff soll die benötigte Raumwärme erzeugt werden. Neben der Umstellung der Leitung sind dafür auch Anpassungen an den bestehenden Kundeninstallationen erforderlich. Bei ihnen werden deshalb wasserstofftaugliche Brennwertgeräte der Firma Remeha installiert.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung der Gemeinde Holzwickede. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit den Energienetzen Holzwickede, die der Teilbelieferung ihrer Netzkunden mit Wasserstoff im Rahmen des aufgezeigten Pilotprojekts zugestimmt haben und dessen Durchführung somit unterstützen. Das gesamte Projekt wird seitens der Westnetz errichtet und bis Ende 2023 betreut und betrieben. Start der Bauarbeiten ist im November 2020. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa einer Million Euro.

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Kein öffentliches Gedenken am Volkstrauertag im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 13.11.2020 – Wegen der Corona-Pandemie findet in diesem Jahr anlässlich des Volkstrauertages am 15.November auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf eine Veranstaltung ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und nur in einem kleinen Kreis statt. Grundsätzlich sind sämtliche für diesen Tag geplanten öffentlichen Zusammenkünfte und Kranzniederlegungen genehmigungspflichtig. Darauf weist die Kreisverwaltung noch einmal ausdrücklich hin.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler appelliert in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zum Infektionsschutz unbedingt zu beachten und persönliche Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.

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Gemeinsames Gedenken an die Opfer des NS-Regimes

Stolberg, 13.11.2020 – Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag in der Bundesrepublik. An diesem Datum wurde sowohl 1918 die erste Republik ausgerufen als auch im Jahr 1989 der Fall der Berliner Mauer bejubelt.

Der 9. November ist aber auch der Tag, an dem sich die Reichpogromnacht heute 82. Mal jährt. Diese Nacht markierte im 3. Reich nicht den Beginn des Terrors gegen Menschen jüdischen Glaubens, denn dieser Terror begann bereits lange vorher. In der Reichspogromnacht stellte das NS-Regime die Gewalt gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aber für alle Welt öffentlich zur Schau. Spätestens nach dieser Nacht konnte und musste jeder in Deutschland und auf der Welt erkennen, dass Antisemitismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden war. Diese Nacht war das offizielle Signal zum Völkermord in Europa und der Welt.

Foto: Tobias Schneider, Kupferstadt Stolberg

Wie in jedem Jahr gedachte die Gruppe Z der Opfer vor der Gedenktafel im Steinweg 78 zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, dem Bündnis gegen Radikalismus, dem Jugendparlament, der Evangelischen Kirchengemeinde sowie Amnesty International. Hier befand sich der Gebetsraum der jüdischen Gemeinde in Stolberg.

Der Bürgermeister verurteilte in seinem Grußwort jegliche Form von Rassismus und Antisemitismus scharf: „Auch in diesem Jahr müssen wir angesichts der Zahlen klar festhalten, dass Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus eindeutig die größte politische Gefahr in unserem Land darstellen. Gerade der Blick auf dieses Haus und auf die Namen der Opfer ermahnt uns, dass wir alles dafür tun, dass solches Gedankengut nicht noch salonfähiger wird, als es jetzt leider schon ist.“

Im Anschluss an das Grußwort des Bürgermeisters beleuchteten Mitglieder der Gruppe Z das Schicksal der bis zur Deportation bzw. Flucht in Stolberg lebenden jüdischen Familien Falkenstein und Mainzer. Nach einem Gedicht der Schriftstellerin Hilde Domin wurde in einem sehr interessanten Beitrag der Initiatoren verdeutlicht, dass so gut wie alle, gerade europäischen Länder Mitschuld an der Verfolgung der Juden hatten, indem sie ihre Grenzen schlossen vor den Zuflucht Suchenden. Auch heute nehme Europa leider in Kauf, dass flüchtende Menschen in Lebensgefahr gerieten.

Die Veranstalter planen deshalb mit anderen zusammen eine Ausstellung über heutige Flüchtlingsschicksale in den – hoffentlich Corona-freien – Wochen gegen Rassismus im März.

Traditionell schließt die Mahnwache mit dem Aufstellen von Kerzen neben der Gedenktafel auf dem Boden vor Hausnummer 78.
Zu der Veranstaltung erschienen rund 30 Gäste, die mit Mund-Nasen-Schutz und unter Einhaltung der Mindestabstände der Veranstaltung beiwohnten.

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Schulsozialarbeit gestaltet Ferienaktionen: Erlebnis-pädagogische Ferienspiele bieten jede Menge Spaß

Jülich, 13.11.2020 – Die beiden vorgeplanten Herbstfahrten der Schulsozialarbeit konnten in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Um den Kindern trotzdem ein paar unbeschwerte Ferientage zu bereiten, stellten die Fachkräfte ihr Programm kurzerhand auf Tagesveranstaltungen um. Zwei Gruppen mit Grundschulkindern machten sich auf den Weg, ihre Stadt und die Umgebung mit zahlreichen spannenden Aktionen zu erkunden.

Eine Gruppe hatte als Stützpunkt die Schirmerschule. Hier konnten 13 Kinder der Grundschule Koslar und der Schirmerschule das Außengelände, die Turnhalle und die Küche mit angrenzendem Raum nutzen. Zum Programm gehörte das gemeinsame Kochen, bei dem reihum jedes Kind mithalf. Die beiden Leiterinnen der Ferienspiele Anja Laux und Yvonne Töpfer hatten für die Umsetzung ihres erlebnispädagogischen Programms fünf junge Teamer ins Boot geholt. Diese waren über mehrere Jahre selber Teilnehmer bei Ferienfahrten und übernahmen nun schon im zweiten Jahr die Beschäftigung und das Kochen mit den Kindern.

Die Kinder hatten ihren Spaß bei einer Rallye mit Entdeckungsreise durch Jülich, Teamspielen beim erlebnispädagogischen Tag, einem Ausflug zum Kölner Zoo mit abenteuerlichem zweifachem Umsteigen in Rekordzeit und einem Kreativtag mit Vorbereitung der Abschlussfeier. Nach der Nachtwanderung ganz zum Schluss waren die Kinder traurig über das Ende der Ferienspiele, denn wie jedes Jahr waren sie sich einig: „Wir haben uns angefreundet und wollen doch weiter zusammen Spaß haben“. Auf jeden Fall werden sie sich gerne an diese Woche erinnern und hoffen auf ein gemeinsames Camp im kommenden Jahr.

Aktive Herbstferien erlebte die zweite Gruppe mit elf Grundschulkinder der Nordschule unter der Leitung von Rolf Sylvester. Unterstützt wurde er von Elisabeth Fasel-Rüdebusch vom Schulverwaltungsamt und der Bundesfreiwilligendienstlerin Lara Albuszies. Für manche Kids ganz schön ungewohnt wurde es manchmal auch richtig anstrengend, so bei der Besteigung des Kohlebergs in Baesweiler. Aber von Beschwerde keine Spur – stattdessen Freude und Begeisterung pur: „Das ist der schönste Tag in meinem Leben!“ freuten sich bei sonnigem Herbstwetter gleich mehrere Kinder über den Blick in die Ferne.

Fünf Tage ging die Gruppe auf Erlebnistour in und rund um Jülich. Entdecken, spüren und etwas dazulernen, standen dabei auf dem „Stundenplan“ der aktiven Ferien. Auf einer Kuh haben bis dato auch noch nicht viele Kinder gesessen, beim Bauernhof Meyer in Boslar war auch das möglich. Tonnenweise Zwiebeln, die der Landwirt anbaut,  sorgten ebenfalls für große Kinderaugen. Sowas gibt es eben nicht alle Tage zu sehen. Und tatsächlich beißen viele der Kinder einfach rein in die rohe Zwiebel – der etwas andere Pausensnack.

Ausflüge zur Sophienhöhe mit ihrem empfehlenswerten Naturerlebnispfad, in den Alsdorfer Tierpark und die Wildniswerkstatt im Nationalpark Eifel garantierten viel Spaß und Kurzweil. Eine Führung durch die Bastionen der Zitadelle war dabei ebenso spannender wie auch geschichtsträchtiger Abschluss.

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Kötterichen: Traditionen trotzen jeder Krise und machen erfinderisch.

Kötterichen, 12.11.2020 – Aufgrund der derzeitigen Beschränkungen musste auch in Kötterichen das Programm rund um St. Martin am 11.11.2020 komplett geändert werden. Der traditionelle Festumzug mit Musikverein wurde abgesagt, stattdessen wurden die Bewohnerinnen und Bewohner gebeten, ihre Häuser festlich zu dekorieren und St. Martin auf seinem treuen Pferd mit seinem Begleiter samt Bollerwagen in Empfang zu nehmen.

Stolz ritt St. Martin von Feuerstelle zu Lichterzauber, von Kerzenschein zu Kinderlachen. Selbstverständlich ganz nach den aktuellen hygienischen Vorgaben. Der beleuchtete Bollerwagen brachte nicht nur Weckmänner für die Kinder und Senioren mit, sondern hatte auch die musikalische Untermalung an Bord. Besonders die ältere Bevölkerung war von dieser ungewöhnlichen Aktion begeistert. Oft war es ihnen zu beschwerlich bei jedem Wetter am Festumzug teilzunehmen.

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Erneute Bombenfunde in Euskirchen – Entschärfungen-Sprengung erfolgreich abgeschlossen

Euskirchen, 12.11.2020 – Wie uns die Stadt Euskirchen aktuell mitteilte, wurden die Entschärfungen von zwei Weltkriegsbomben sowie die Sprengung einer weiteren soeben erfolgreich abgeschlossen. Die Straßensperrungen werden nunmehr wieder aufgehoben.

Am heutigen Donnerstag, 12.11.2020, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst drei weitere Bombenblindgänger gefunden, diesmal in der Nähe von Kuchenheim. Da die Fundstellen außerhalb von bebautem Gebiet auf landwirtschaftlich genutzter Fläche lagen, musste nur ein Aussiedlerhof geräumt werden.