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Sperrung der Brücke im Solchbachtal

Stolberg, 22.12.2020 – Aufgrund von akuten Brückensanierungsarbeiten der Brücke über den Hasselbach ist der Fußweg durch das Solchbachtal voraussichtlich bis Ende Januar 2021 gesperrt.

Rundweg gesperrt. Foto: Lukas Stemplin /Kupferstadt Stolberg

Die Brücke ist wegen unsachgemäßer Benutzung derzeit unpassierbar. Es ist zurzeit daher leider nicht möglich, den Rundweg durch das Solchbachtal zu begehen. Eine entsprechende Beschilderung vor Ort ist bereits vorhanden.

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K.O.T. Mechernich per Tüte, Telefon oder digital

Mechernich, 22.12.2020 – Gunnar Simon und sein Team von der Mechernicher Jugendeinrichtung bleiben für Kinder und Jugendliche trotz Schließung vom 16. Dezember bis 10. Januar weiter erreichbar.

Wie viele andere Einrichtungen muss auch die K.O.T. „Jo4you“ Mechernich wegen des Corona-Erlasses zum 16. Dezember seine Türe schließen. „Dies wird zunächst bis zum 10. Januar 2021 auch so bleiben. Aber wir lassen unsere Kinder und Jugendlichen gerade in dieser schwierigen Zeit trotz Schließung und Urlaub nicht allein“, betont Gunnar Simon vom Leitungsteam der Kleinen offenen Tür (K.O.T.).

Die gepackten K.O.T.-Tüten für Kinder und Jugendliche. Foto: Gunnar Simon/pp/Agentur ProfiPress

Er, Anja Lehmann, Sieglinde Gehring und FSJ-ler Jan Günter haben „K.O.T für Zuhause“-Tüten gepackt. „Darin enthalten ist Material zur Beschäftigung, die zu bestimmten Zeitfenstern an der Einrichtung abgeholt werden können“, so Simon. Und zwar noch am Montag, 21. und Dienstag, 22. Dezember, jeweils von 14 bis 16 Uhr. Simon dazu: „Bitte einzeln kommen, auf Abstand achten und mit Mundschutz.“

Außerdem werden die Fachkräfte weiterhin telefonisch erreichbar bleiben unter den Nummern 0176-34326194 (Anja Lehmann), 0176-34319522 (Gunnar Simon) oder auch per Mail: KOT.Mechernich@t-online.de.

Gunnar Simon aus Erfahrung: „Es wird sicherlich aufgrund der aktuellen Einschränkungen zu Situationen kommen, in denen Kinder und Jugendliche eine Ansprechperson benötigen – zur Hilfe oder einfach nur, um jemand anderen zu hören.“ Seine Kollegin Anja Lehmann bittet um Verständnis, dass die Telefone nicht rund um die Uhr besetzt sein können und werden: „Wir werden aber regelmäßig unsere Geräte im Blick haben und uns zurückmelden“.

In dem in der ersten Lockdown-Phase entwickelten digitalen Jugendzentrum können Kinder und Jugendliche sich online treffen, austauschen und gemeinsam spielen. Repro: Gunnar Simon/pp/Agentur ProfiPress

Digitales Jugendzentrum

Zusätzlich sind Simon und der aktuelle FSJ-ler Jan Günter im digitalen Jugendzentrum aktiv. Dieses ist in der ersten Lockdown-Phase von mehreren Fachkräften aus kirchlich geführten Einrichtungen in den Regionen Düren und Eifel entwickelt worden und wird seitdem betrieben.

In „DEiN:Nexus“, so der Name des auf „Discord“ betriebenen Online-Dienst und vom Regionalteam Düren getragenen Servers. „Jugendliche können sich dort treffen, austauschen, gemeinsam (online) spielen. Das online-Team hat dafür gesorgt, dass alle Tage der Ferien der Server besetzt sein wird, auch an den Feiertagen“, so Simon.

Aus dem Kreis Euskirchen beteiligt sich neben der K.O.T. Mechernich auch das Point Hellenthal auf dem Server. Den Fachkräften ist es wichtig, dass die jungen Menschen einen Ort haben, an dem sie auch Menschen aus anderen Haushalten treffen dürfen, Spaß haben können und auch mal ein offenes Ohr finden oder auch ein beratendes Gespräch führen können – dann halt digital. Wer aus Mechernich Interesse hat dort teilzunehmen, kann sich bei Gunnar Simon unter 0176-34319522 melden.

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Winzer können jetzt Anträge stellen: Umstrukturierungs-Programm 2020/2021 für Rebflächen

Ahrweiler, 22.12.2020 – Winzer können ab Montag, dem 4. Januar 2021, ihre Anträge für die Teilnahme am EU-Umstrukturierungsprogramm für Rebpflanzungen im Jahr 2021 stellen. Die Antragsfrist gilt für den zweiten Teil des Antragsverfahrens und endet am 1. Februar 2021. Darauf macht die Kreisverwaltung aufmerksam.

Für Flächen in Flurbereinigungsverfahren gilt im Jahr der Besitzeinweisung eine gesonderte Antragsfrist. Sie endet am 30. April 2021. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die jetzt beantragten Flächen bereits in Teil 1 des Antragsverfahrens gemeldet wurden und einen positiven Rodungsbescheid erhalten haben. Ein Nachmelden ist nicht möglich.

Anträge können über das Weininformationsportal (WIP) der Landwirtschaftskammer unter https://www.lwk-rlp.de/de/weinbau/service/wip-weininformationsportal/  gestellt werden. Die Antragstellung über das Weininformationsportal erleichtert dem Antragsteller durch Fehlerhinweise das Ausfüllen des Antrages. Darüber hinaus stehen die Richtlinie und die Antragsformulare auf der Homepage des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) zum Download bereit.

Die Pflanzung kann in diesem Programm mit allen in Rheinland-Pfalz klassifizierten Rebsorten erfolgen. Wie bereits in vorherigen Jahren werden auch nicht klassifizierte Rebsorten im Rahmen von genehmigten Anbaueignungsversuchen gefördert.

Weitere Informationen: Kreisverwaltung Ahrweiler, Abteilung 4.6 Förderprogramme/Landwirtschaft, Sonja Axeler, Telefon 02641/975-296, E-Mail Sonja.Axeler@kreis-ahrweiler.de .

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2,1 Mio. Euro investiert – Kreisstraße 39 aufwändig saniert

Euskirchen, 22.12.2020 – Neue Brücke, neue Fahrbahn, neue Leitplanken: Die Kreisstraße 39, die die Ortschaften Holzmülheim und Schönau miteinander verbindet, ist in den vergangenen Jahren aufwändig saniert worden.

Ausgangspunkt des Bauprojekts war die Erftbrücke nahe Schönau. 2015 musste die Traglast der Brücke auf maximal 12 Tonnen reduziert werden, bis sie dann 2018 durch ein neues Brückenbauwerk ersetzt wurde.  Damit entsprach die Brücke zwar wieder den aktuellen Verkehrsanforderungen, jedoch wies die Fahrbahn in einigen Teilbereichen erhebliche Mängel und eine auffällige Unfalllage auf. So hat es im Zeitraum zwischen September 2015 und Mai 2016 im Bereich des mit Bäumen flankierten Abschnitts drei schwere Verkehrsunfälle gegeben, bei denen zwei Todesopfer zu beklagen waren.

Die Vorher-Nachher-Ansichten zeigen, dass die alte Kreisstraße zwischen Holzmülheim und Schönau aufwändig modernisiert worden ist. Foto: Kreis Euskirchen

Forderungen nach Schutzeinrichtungen gegenüber den Alleebäumen ließen sich aufgrund der Engstellen nicht umsetzen. Die ungünstige Verkehrssituation bestand darüber hinaus auch darin, dass ein Teilstück der Strecke bereits seit Jahrzehnten auf eine Breite von ca. 6 Metern ausgebaut war und auf freier Strecke der Wechsel auf die geringe Querschnittsbreite unter 5 Meter erfolgte. Insofern stellte der Ausbau der schmalen Bereiche die einzige Möglichkeit zur Schaffung eines verkehrssicheren Straßenraums dar.

Eine besondere Herausforderung für die Planung waren die flankierenden Bäume und der Landschaftsraum im geschützten Erfttal. Hier galt es, die Eingriffe möglichst gering zu halten. Wegen der landschaftsprägenden Wirkung der Baumreihe und des damit einhergehenden Schutzstatus mussten die Bäume weitestgehend erhalten bleiben. Verkehrsteilnehmer werden nun durch die neue Leitplanke vor dem Anprall an Bäumen geschützt. Die für den Straßenbau hinderlichen und die bereits vor der Maßnahme nicht mehr gesunden Bäume wurden entfernt und die Baumreihe durch Neupflanzungen wieder vervollständigt.

Im Juli 2020 folgte dann der zweite Bauabschnitt. Auf einem ca. 630 Meter langen Teilstück wurde die einheitliche Fahrbahnbreite von 6 Metern fortgeführt und ebenfalls ein weiteres Brückenbauwerk erneuert.

Auch an die Verkehrsteilnehmer ohne Motor wurde gedacht. Im Zuge des Ausbaus bei Holzmülheim wurde außerorts ein Rad-/ Gehweg entlang der freien Strecke gebaut, um bis zum weiterführenden Wirtschaftswegenetz eine sichere Führung abseits der Hauptverkehrsstraße anbieten zu können. Hierbei wurde insbesondere an eine familienfreundliche Nutzbarkeit des Erftradwegs gedacht. Gleichzeitig stellt der Weg ein Angebot für Fußgänger der angrenzenden Ortslage dar. Durch die Fahrbahnversätze wird außerdem auf ein geringes Geschwindigkeitsniveau am Ortseingang und im Ort hingewirkt.

Während der Bauarbeiten sind im Auftrag der Gemeinde Nettersheim Wasser- und Kanalleitungen sowie teilweise die Straßenbeleuchtung erneuert worden. Weiterhin haben die Versorgungsträger in Teilbereichen die alten Strom- und Telekommunikationsleitungen durch neue Leitungen ersetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 2,1 Mio. Euro. Die Gesamtmaßnahme wurde zu 70 Prozent aus Landeszuwendungen für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Gemeinden gefördert.

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Verleihung des Heimatpreises der Gemeinde Simmerath

Simmerath, 22.12.2020 – Der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Simmerath hat in seiner letzten Sitzung über die Verleihung des Heimatpreises 2020 der Gemeinde Simmerath beraten und beschlossen. Nachdem die öffentliche Bekanntgabe der Gewinner und die Verleihung der Preise schon nicht, wie im vergangenen Jahr, im Rahmen des Ehrenamtstages der Gemeinde Simmerath durchgeführt werden konnte, musste nun coronabedingt leider auch die dafür vorgesehene Feierstunde ausfallen.

Daher überbrachte Bürgermeister Bernd Goffart den diesjährigen Preisträgern die frohe Botschaft auf telefonischem Weg. Aus vier Bewerbungen hat der zuständige Ausschuss zwei Preisträger ausgewählt.

Über den mit 3.000 € dotierten 1. Platz kann sich freuen der Arbeitskreis Geschichte Eicherscheid. Neben der Aufarbeitung der Geschichte Eicherscheids und deren Veröffentlichung im Internet initiiert der Arbeitskreis weitere Projekte, wie das Aufstellen von Informationstafeln zur Historie und Aktivitäten gegen das Vergessen. Für die anstehende 600-Jahr-Feier von Eicherscheid wird an einer historischen Dokumentation gearbeitet und weitere Einzelprojekte des rührigen Arbeitskreises stehen zur Umsetzung an.

Der 2. Platz geht an das Ortskartell Steckenborn 2004 e.V. für die Aufstellung von über 50 Hinweisschildern rund um den Ort Steckenborn mit alten Ortsbezeichnungen und Erklärungen dazu, um die Bedeutung dieser alten Bezeichnungen für die jetzige und zukünftige Generationen zu erhalten. Dieser 2. Platz ist mit 2.000 € dotiert.

Sobald eine Veranstaltung mit persönlicher Anwesenheit wieder möglich ist, erfahren die beiden Preisträger noch eine öffentliche Würdigung und es erfolgt die Überreichung der vom Land NRW zur Verfügung gestellten Heimatpreise.

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Gedenkbaum für die Opfer erinnert an die Tragödie in Trier

Bickendorf, 21.12.2020 – Während den Tagen des Lichtkunstprojektes (22. bis 27. Dezember) gedenkt man in Bickendorf auch den Opfern der Amokfahrt in der Stadt Trier. In der Hauptstraße, Ecke Denkmalstraße wurde der von der AG Heimatkunde jetzt ein Weihnachtsbaum aufgestellt der mit Glaskreuzen geschmückt ist. Für jedes der 30 Opfer, darunter fünf Tote haben Esther und Hardy Diedrich, von der Werkstatt für Glasgestaltung ein Glaskreuz angefertigt. Die Besucher können zusätzlich ab sofort Kerzen um den Baum aufstellen.

Die Gemeinde wird ab dem 22. Dezember bis einschließlich Sonntag, dem 27. Dezember (jeweils täglich von 17 bis 23 Uhr) die Hauptstraße, die Kirche, die Burg, die Nattenheimer Mühle und weitere acht historische Gebäude in einem besonderen Licht erstrahlen lassen. Gemeinsam mit dem bekannten Lichtkünstler Peter Bauer aus Polch und der Firma LBV wird die Gemeinde mit dem Lichtkunstprojekt an das historische Ereignis von vor 100 Jahren rund um die Feiertage erinnern.

An den Straßenlampen in der Hauptstraße, Denkmalstraße und Burgstraße erstrahlt eine eigens für die Aktion angeschaffte Weihnachtsbeleuchtung in Form von Sternen. An mehr als 50 Straßenlaternen sind im gesamten Ortsbereich bunt geschmückte Weihnachtsbäume zu bewundern. Alle Gebäude befinden sich entlang öffentlicher Straßen und Parkplätzen und können mit dem PKW angefahren und betrachtet werden. Natürlich ist auch die fußläufige Abwanderung der einzelnen Objekte unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften möglich. Die Gemeinde Bickendorf freut sich auf viele Besucher an den Weihnachtstagen in Bickendorf.  Videobeiträge zu den Vorbereitungen der Lichtkunst Aktion, sowie zur Geschichte findet man in Facebook unter: Gemeinde- News aus Bickendorf.

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Arzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält 400.000 Euro zur Entwicklung des Ortskerns

Arzfeld, 21.12.2020 – Die Ortsgemeinde Arzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält in diesem Jahr aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ weitere 400.000 Euro Städtebaufördermittel für die laufende Entwicklung des Ortskerns. Das teilte Innenminister Roger Lewentz in Mainz mit. Land und Bund unterstützen seit 2014 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither 620.000 Euro bereitgestellt.

Die Ortsgemeinde kann mit den Fördergeldern des Landes und des Bundes städtebauliche Maßnahmen im Fördergebiet finanzieren. „Arzfeld will die Mittel hauptsächlich für weitere Vorbereitungs- und Ordnungsmaßnahmen einsetzen, um die Dorfmitte zu entwickeln und neu zu gestalten. So soll ein neues Dorfgemeinschaftshaus gebaut und neue Parkplätze angelegt werden“, so Lewentz.

Das Programm „Lebendige Zentren“ fördert die Erneuerung und Entwicklung von Innenstädten und Ortskernen, historischen Altstädten und Stadtteilzentren. Ziel ist die Stärkung der Zentren als nutzungsgemischte Orte für Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziale Begegnung. „Die Innenstädte sind das Gesicht unserer Städte und Gemeinden, sie prägen die Identität eines Ortes und sind die Zentren unseres Miteinanders“, betonte der Minister.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme. Mit den Programmen „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Quartieren zur Verfügung. Das Angebot wird durch Investitionsprogramme für soziale Infrastruktur und Sportstätten abgerundet. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten, Wohnquartiere attraktiver zu gestalten und sozial wie wirtschaftlich zu stabilisieren“, so Minister Lewentz. Der Minister hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zur Seite stehe.

Im Programmjahr 2020 sollen in der Städtebauförderung insgesamt rund 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2019 profitierten rund 190 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz mit etwa 700 Millionen Euro von der Städtebauförderung.

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Impfzentrum: „Wir sind startklar!“ Landrat Markus Ramers stellt Impfzentrum in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen vor

Euskirchen, 21.12.2020 – Unter Volllast können täglich über 600 Menschen geimpft werden. Wenn das mal keine Punktlandung ist: „Der Führungsstab meldet mit Ablauf des 14.12.2020 fristgerecht, dass die Betriebsbereitschaft für ein Regionales Impfzentrum hergestellt wurde.“ Mit dieser knappen Botschaft meldete Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes, am Dienstagmorgen die Fertigstellung des Impfzentrums des Kreises Euskirchen in der ehemaligen Eifelhöhenklinik Marmagen. „Wir sind ab sofort startklar“, freute sich Landrat Markus Ramers. „Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.“

„Großartige Teamleistung“: Landrat Markus Ramers dankt allen Beteiligten, die das Regionale Impfzentrum in kurzer Zeit startklar gemacht haben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Das Land NRW hatte vor knapp vier Wochen die Vorgabe gemacht, dass die Impfzentren landesweit bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein müssen – eine Aufgabe für die Kreise und kreisfreien Städte. „Das haben wir dank einer beeindruckenden Teamleistung geschafft“, so Ramers. „Die Infrastruktur steht.“

Die Aufgabe des Impfens hat das Land in die Hand der Kassenärztlichen Vereinigung gelegt. Dazu der Mediziner Frank Gummelt: „Wir haben eine große Anzahl von freiwilligen Ärzten, die sowohl hier in der Klinik als auch in den mobilen Teams das Impfen übernehmen werden.“ Dritter „Player“ sind die Apotheken, die für die Vor-Ort-Aufbereitung des Impfserums zuständig sind. „Mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Apotheken und dem Kreis Euskirchen sind wir gut aufgestellt, um diese historisch einmalige Herausforderung bewältigen zu können“, so Ramers.

Warten auf „Impfling Nummer 1“: (v.l.) Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Markus Ramers (Landrat), Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Frank Gummelt (Kassenärztliche Vereinigung), Christian Ramolla (Leiter Gesundheitsamt) und Martin Fehrmann (Abteilungsleiter Gefahrenabwehr). Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Für den Start stehen in der ehemaligen Klinik drei Impfstraßen zur Verfügung, die bei Bedarf noch erweitert werden können. Bei voller Auslastung können hier gut 600 Menschen täglich geimpft werden.  Dazu wurde in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System entwickelt und ausgezeichnet, das die „Impflinge“ von der Anmeldung über die Registrierung und den Wartebereich in die Impfzimmer führt. Anschließend gibt es noch einen „Ruhebereich“, bevor die Geimpften zu einem separaten Ausgang geleitet werden.

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht – aktuell geht das Land vom 27. Dezember aus – werden allerdings nach jetzigem Stand zunächst Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft, nicht im Impfzentrum! Dabei werden mobile Teams der Kassenärztlichen Vereinigung die Heime aufsuchen und die Bewohner und das Personal impfen. Erst in einem zweiten Schritt sollen dann weitere Risikogruppen in der ehemaligen Reha-Klinik in Marmagen geimpft werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Der alles begrenzende Faktor ist die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes. Bisher ist noch unklar, welche Anzahl von Impfdosen der Kreis Euskirchen täglich erhält. Zunächst sollen die „vulnerablen“ Gruppen geimpft werden, also die am meisten gefährdeten Menschen (Ältere und Vorkrankte) sowie medizinisches Personal. In einem weiteren Schritt sind Mitarbeiter der „kritischen Infrastruktur“ an der Reihe, also beispielsweise Polizisten und Feuerwehrkräfte. Die Krankenhäuser werden ihr Personal selbstständig impfen.

Das Land NRW hat eine breitflächige Informationskampagne angekündigt, um weitere Fragen zu klären – etwa wo man sich zur Impfung anmelden kann. Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich. „Sicher ist nur“, so Ramers: „Ohne Termin braucht niemand nach Marmagen zu kommen!“ Geplant ist zunächst eine tägliche Öffnungszeit (inklusive Sonntag) von 10 bis 17.30 Uhr.

Was die Anreise in die Südkreis-Kommune betrifft, gibt es natürlich die Möglichkeit der Anreise mit dem eigenen PKW. Eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen an der Klinik steht zur Verfügung. Von dort aus ist auch ein barrierefreier Zugang ins Impfzentrum möglich. Wichtig für die Marmagener: Wer aus dem nördlichen Kreisgebiet kommt, wird über Bahrhaus in die Klinik geleitet, damit der Ort vom Autoverkehr entlastet wird. Natürlich ist auch eine Anreise mit Zug und Bus möglich. Von Euskirchen fährt stündlich ein Zug über Mechernich und Kall nach Nettersheim. Von dort pendelt dann ein Shuttlebus nach Marmagen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, das Impfzentrum in Rekordzeit startklar zu machen“, so Landrat Ramers. Neben dem Führungsstab unter der Leitung von Udo Crespin, den Abteilungen der Kreisverwaltung, der Polizei und der Bundeswehr sei die Unterstützung durch die Hilfsorganisationen wieder beispielhaft gewesen, die zum überwiegenden Teil ehrenamtlich unterwegs seien.  „Das ist die ganz große Stärke des Kreises Euskirchen – eine großartige Teamleistung!“

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KSK-Aktion „Rote Decken für kalte Tage“ – 4800 wärmende Fleece-Decken an Grundschulen ausgeliefert

Mayen/Region, 21.12.2020 – Im Rahmen der Aktion „Rote Decken für kalte Tage“ konnten in den vergangenen Tagen rund 40 Grundschulen sowie Förderschulen in der Region mit wärmenden Fleece-Decken für die ca. 4.800 Schulkinder in der Region ausgestattet werden. „Gerade jetzt, wo viele Schulen durch die Corona-Pandemie ganz besonders gefordert sind, helfen wir gerne“, freut sich der KSK-Vorstandsvorsitzende Karl-Josef Esch gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Christoph Weitzel bei den symbolischen Übergaben an die Grundschulen Hinter-Burg in Mayen und St. Martin in Andernach.

Auch in Andernach an der Grundschule St.-Martin freuen sich die Grundschulkinder gemeinsam mit (hinten v.l.) Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten, KSK-Vorstandsmitglied Christoph Weitzel, Schulleiterin Dorothea Calovini und Herbert Hürter als Leiter des KSK-Beratungscenters Andernach-Johannesplatz. Foto: KSK Mayen

Mit dieser ganz besonderen Aktion schenkt die Kreissparkasse Mayen (KSK) jedem Grundschulkind zum Winteranfang eine warme rote Fleece-Decke mit Tragetasche. Die Corona-Hygienevorschriften schreiben den Schulen regelmäßiges Lüften vor, auch an kalten Wintertagen. Auch die Lehrkräfte erhalten je eine wärmende Decke. Mit ihrem Engagement hilft die KSK dabei, den Schulalltag von Kindern und Lehrern erträglicher zu gestalten. „Kinder sollten in erster Linie dem Unterricht folgen können und Freude am Lernen entwickeln. Gerade unsere Kleinsten sollten dabei nicht frieren müssen“, resümiert Christoph Weitzel.

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FSC-Zertifizierung im Stadtwald Wittlich erfolgreich überprüft

Wittlich, 21.12.2020 – Seit dem Jahr 2004 ist der Stadtwald Wittlich mit dem Waldwirtschaftszertifikat „FSC“, ausgezeichnet. Damit wird dem Wittlicher Wald seit mehr als 15 Jahren, eine Waldbewirtschaftung basierend auf den sozialen und ökologischen Leitlinien des FSC Zertifikats bescheinigt. Das FSC-Zertifizierungssystem ist ein international tätiger privat-rechtlicher Verein zur Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern und sichert den verantwortungsvollen Umgang mit den globalen Waldressourcen.

Für die Erteilung des Zertifikats beauftragt der Waldbesitzer eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft. Diese überprüft nach festgelegten Kriterien die Arbeitsweise und Ziele des Waldbesitzers und bestätigt deren Übereinstimmung mit dem FSC-Standard. Die FSC-Zertifikate gelten für eine Dauer von fünf Jahren. Der Zertifizierungsansatz des FSC beruht auf zehn Prinzipien, die an wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Umweltinteressen gleichermaßen ausgerichtet sind (Dreikammersystem). Die Anpassung der Grundprinzipien und Kriterien des FSC an die
regionalen Verhältnisse in Form von nationalen FSC Waldbewirtschaftungsstandards ist Aufgabe der FSC Arbeitsgruppe Deutschland.

Im Rahmen eines externen FSC Audits im Stadtwald im September 2020 wurde „Wittlichs grüne Lunge“ intensiv auf die Einhaltung der strengen Kriterien dieses Zertifikats überprüft. Das Forest Stewardship Council (FSC) hat „beste Noten“ für die Bewirtschaftung des Stadtwalds vergeben und attestierte abermals eine naturnahe Waldbewirtschaftung auf höchstem sozialem und ökologischem Niveau. Im Fokus standen u.a. Themen wie: Anteil der befahrenen Fläche im Wald, Aufforstung von Windwurfflächen, Arbeitsqualität, Verkehrssicherung, Arbeitssicherheit, Baumartenwahl, Nachhaltigkeit der Holznutzung.

Der Wittlicher Stadtwald ist mit einer Betriebsfläche von ca. 1200 Hektar, eine der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz. In Betrieben über 1000 Hektar Waldbesitz fordert FSC fünf Prozent der Waldfläche als Referenzflächen aus der Nutzung zu nehmen. Diese Forderung wird im Stadtwald Wittlich seit Beginn der Zertifizierung im Jahre 2004 erfüllt. Die das Waldbild bestimmenden Baumarten waren zum Zeitpunkt der letzten Waldinventur 2015 Buchen mit 29 Prozent und Eichen mit 39 Prozent. Als Mischbaumarten kommen Kiefer (5 Prozent), Fichte (4 Prozent) und sonstige Laubhölzer wie Ahorn, Esche, Kirsche, Erlen, Pappeln und viele andere vor. 16 Prozent der Bäume sind Douglasien. Die nächste Waldinventur (Forsteinrichtung), die alle zehn Jahre erfolgt, steht im Jahre 2025 an. Die wichtigsten Waldfunktionen, neben der nachhaltigen Erzeugung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, liegen in der Erholungs- und Schutzfunktion des Waldes. Besondere Bedeutung kommt dem Wald, hinsichtlich seiner C0² Speicherfunktion zu. Der Wittlicher Stadtwald speichert durch sein Wachstum und seine Nutzung mehrere Tausend Tonnen CO² pro Jahr.