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Prof. Dr. Reinhard Odoj erhält Bundes-Verdienstorden

Düren, 28.12.2020 – Begleitet von Stolz, Freude und seiner ihn auszeichnenden Bodenständigkeit hat Prof. Dr. Reinhard Odoj die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens von Landrat Wolfgang Spelthahn überreicht bekommen. Für sein mehr als 30-jähriges Engagement, hauptsächlich im kommunalpolitischen Bereich, erhielt er im Auftrag von Bundespräsident Steinmeier diese hohe Auszeichnung.

Überrascht war er schon, wie er sagt, als er den Brief von Landrat Spelthahn in den Händen hielt, der ihn für die Übergabe ins Kreishaus eingeladen hat. „Die Verdienstmedaille hat sich Professor Odoj redlich verdient, nicht nur für seine verlässliche Arbeit im Gemeinderat, sondern auch für seine stets kollegiale und konstruktive Art. Es ist ihm gelungen, die politischen Entscheidungsfindungen transparent und ehrlich zu kommunizieren und dabei die gesamte Fraktion miteinzubeziehen. Ich freue mich, ihm die Auszeichnung übergeben zu dürfen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Reinhard Odoj ist Professor für Sicherheitsforschung und Reaktorsicherheit. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand arbeitete der Hürtgenwalder am Forschungszentrum Jülich. Zudem war er Lehrstuhlinhaber an der RWTH Aachen. Professor Dr. Odoj ist verheiratet.

Seit 1974 ist Professor Dr. Odoj CDU-Mitglied. Zehn Jahre später wurde er in Hürtgenwald in den Gemeinderat gewählt und direkt zum Fraktionsvorsitzenden ernannt. Ununterbrochen war er in dieser Funktion bis 2014 tätig. „Für mich galt und gilt immer: Wer Politik machen will, der muss sich um die Politik kümmern und es richtig machen. Man muss sich die Zeit nehmen, sich intensiv mit den Themen auseinanderzusetzen, um es vernünftig zu machen.“ Und das hat er sein Leben lang gemacht.

Professor Dr. Odoj hat in der Höhengemeinde Hürtgenwald viel bewegt. Gradlinigkeit und Pragmatismus zeichnen sein politisches Tun aus. In der Bevölkerung wurde seine Arbeit derart geschätzt, dass Professor Dr. Odoj direkt in den Rat gewählt wurde. Im Frühjahr 2014 kandidierte er nicht mehr für den Gemeinderat, bleibt aber als stellvertretender Sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion erhalten. im März 2015 wurde er zum Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Hürtgenwald gewählt.

Die Bezeichnung „Ehrenratsmitglied“, verliehen vom Gemeinderat, trägt er seit 2014. Zwei Jahre später erhielt er die höchste Auszeichnung, die der CDU-Kreisverband vergeben kann: Die „Konrad-Adenauer-Medaille in Silber.

Auch außerhalb der Kommunalpolitik ist Professor Dr. Odoj engagiert. Seit vielen Jahren referiert er regelmäßig in Schulen über sein Fachgebiet „Kernenergie und Entsorgung“. Er engagiert sich außerdem im Verein der Kerntechnischen Gesellschaft als Vorsitzender der Fachgruppe „Chemie und Entsorgung“.

Auch die Kunst- und Kultur spielt in seinem Leben eine wichtige Rolle. Er ist seit 2004 Gründungs- und aktives Vorstandsmitglied des Kunst- und Kulturvereins HöhenArt Hürtgenwald. Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen konnten dank seines Engagements durchgeführt werden.

Auf eine große Feier bei der Übergabe, die nun in kleinem Rahmen und mit Abstand im Landratsbüro stattfand, musste aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet werden. Trotz des Angebots, die Feierlichkeiten nachzuholen, wird Prof. Dr. Odoj nur im kleinen Kreise seine Verdienstmedaille feiern, sobald es die Situation zulässt.

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Gemeinschafts-Klinikum Mittelrhein – Ev. Stift St. Martin bündelt Kompetenzen

Region/Koblenz, 28.12.2020 – Klinik für Plastische, Hand-, Ästhetische und Verbrennungschirurgie zieht um. Die Klinik für Plastische, Hand-, Ästhetische und Verbrennungschirurgie des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein zieht zum 4. Januar an den Standort Ev. Stift St. Martin in die Südliche Vorstadt.

„Diese Maßnahme unterstützt die medizinische Ausrichtung der Koblenzer Standorte und berücksichtigt die Bedarfe der medizinischen Fachabteilungen beider Koblenzer Krankenhäuser des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein“, erläutert Alexandra Kiauk, die Kaufmännische Direktorin des Ev. Stift.

Das Ev. Stift ist bereits regionales Traumazentrum und strebt als solches mittelfristig die Etablierung eines überregionalen Traumazentrums an. Zudem ist das Ev. Stift auch Klinik für das Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) ist. „Bei diesem Verfahren können wir mit unserer Plastischen und Handchirurgie vor allem den teamübergreifenden Behandlungsansatz stärken und Patienten nach Arbeits- und Wegeunfällen sowie in der Wiederherstellung bei Folgezuständen nach schweren Unfällen mit unserer Expertise mitbehandeln“, erläutert Chefarzt Dr. Andreas Sandner.

Sein Team bietet am Standort Ev. Stift St. Martin zukünftig folgende Schwerpunkte – ambulant und stationär, in Klinik und MVZ Mittelrhein an: Rekonstruktive Chirurgie, Brustchirurgie, Handchirurgie, Verbrennungschirurgie und Ästhetische Chirurgie.

Die ambulanten Operationen finden nun ebenfalls wieder in direkter Anbindung im neuen Ambulanten Operationszentrum des GK-Mittelrhein in der Südlichen Vorstadt statt. Hier erwartet die Patienten ein hoher Patientenkomfort, kurze Wartezeiten, modernste Qualitätsstandards und die Betreuung durch den gewählten Facharzt aus dem Team von Dr. Sandner.

Zu folgenden Themen gibt es eigens eingerichtete Sprechstunden: Privatsprechstunde Plastische Sprechstunde, Ästhetische Sprechstunde, Berufsgenossenschaftliche Handsprechstunde und Brustsprechstunde.

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Nürburgring Fan-Wettbewerb – Fans gestalten offizielles Co-Pilot-Fahrzeug


Nürburg, 28.12.2020 – Unter dem Slogan „Create the Beast“ hat der Nürburgring einen Gestaltungswettbewerb für alle kreativen Fans ins Leben gerufen. Gesucht wird ein neues Layout für das offizielle Mercedes-AMG „Co-Pilot-Fahrzeug“ der Rennstrecke. Im Rahmen der Touristenfahrten bietet der Nürburgring rasante Taxi-Fahrten auf dem Beifahrersitz dieses Fahrzeugs an. Wer seine Design-Idee in 2021 auf der legendären Nordschleife sehen möchte, kann ab sofort und bis spätestens zum 18. Januar 2021 teilnehmen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf selbstverständlich im neu folierten Fahrzeug Platz nehmen und die Jungfernfahrt 2021 hautnah erleben – Erinnerungsvideo und -fotos inklusive. Alle Informationen gibt es unter nuerburgring.de/createthebeast

Auf der Webseite des Nürburgrings finden sich für die Gestaltung des Fahrzeugs auch die passenden Designvorlagen. Diese können direkt im Grafikprogramm bearbeitet, aber auch ganz klassisch ausgedruckt und ausgemalt werden. Die Teilnahme gelingt über zwei Wege: Der eigene Entwurf kann entweder direkt per Email an CreatetheBeast@nuerburgring.de gesendet oder auf dem jeweils eigenen Social Media Account gepostet werden. Wer seine Idee auf Facebook oder Instagram hochlädt und den Post im Text mit dem Hashtag #CreatetheBeast versieht, ist automatisch dabei. Unter allen Einsendungen wählt anschließend eine Jury die drei Finalisten aus. Diese Designs werden dann noch einmal zur Abstimmung auf den Social-Media-Kanälen des Nürburgrings der Community präsentiert. So wird der Mercedes-AMG, das offizielle Co-Pilot-Fahrzeug des Nürburgrings, zum PS-starken Fan-Projekt.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Nürburgrings: www.nuerburgring.de/createthebeast

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Langjährige Mitarbeiter/-innen der Stadt Euskirchen in den Ruhestand verabschiedet

Euskirchen, 28.12.2020 – Kürzlich traten die Mitarbeiterin Margarete Schmelzer sowie die Mitarbeiter Josef Godesberg und Günter Soltwedel aus dem Dienst bei der Kreisstadt Euskirchen in den wohlverdienten Ruhestand.

Margarete Schmelzer trat 1977 als Verwaltungsangestellte beim ehemaligen Hauptamt in den Dienst der Kreisstadt Euskirchen. 1998 wechselte sie zum damaligen Amt 30 Recht und Umwelt. Im Jahr ihres 25-jährigen Dienstjubiläums übernahm sie das Vorzimmer des Stadtkämmerers wo sie bis zu ihrem Ausscheiden zum Jahresende tätig ist.

Josef Godesberg wurde 1992 als Schulhausmeister an der Joseph-Emonds-Schule eingestellt. Ab 2006 übernahm er zusätzlich die Betreuung der Grundschule Kuchenheim. Zum Jahresende tritt er nach 28 Jahren aus dem Dienst der Kreisstadt Euskirchen.

Günter Soltwedel begann seinen Dienst im Jahr 2000 als Schulhausmeister der Grundschule Weststadt. 2009 übernahm er zusätzlich die Betreuung der Grundschule Großbüllesheim. Nun tritt er in den Ruhestand ein.

Bürgermeister Sacha Reichelt dankte den verdienten Mitarbeitern für die langjährige Arbeit bei der Stadtverwaltung Euskirchen und wünschte ihnen für den Ruhestand alles Gute.

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Polizei Wittlich spendet an BRH Rettungshunde-Staffel Eifel-Mosel e.V.

Wittlich, 28.12.2020 – Am Mittwoch, den 23. Dezember, wurde von der Polizeiinspektion Wittlich eine Geldspende an die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel übergeben.

Tanja Teusch-Morscheid und ihre Kollegin Xenia Swertlowa waren zu diesem Zweck zu Besuch bei der Polizeiinspektion und hatten Moses mitgebracht, ein Labrador – Rüde. Dieser nahm den Umschlag mit der Geldspende freudig in Empfang.

Die Rettungshundestaffel BRH Eifel-Mosel hatte zu einer Spendenaktion aufgerufen, um ein neues Einsatzfahrzeug zu finanzieren. Die Aktion wird finanziell von der VVR – Bank unterstützt, wobei diese jede 5 EUR – Spende mit einer Zugabe von 10 EUR begleiten. 60 Bedienstete der PI Wittlich beteiligten sich an der Aktion.

Für die Polizei Wittlich war es selbstverständlich zu helfen, da wir regelmäßig von der Rettungshundestaffel bei Suchmaßnahmen nach vermissten Person unterstützt werden. Im Zusammenhang mit der Spendenaktion sei erwähnt, dass die Rettungshundestaffel von öffentlichen Einrichtungen keine Unterstützung in finanzieller Hinsicht erhält. Die Mitglieder der Rettungshundestaffel sind ehrenamtlich tätig. Ihre Einsatzkleidung, Einsatzmittel und Hundeausrüstung bezahlen diese aus eigener Tasche. Für Ihren Einsatz erhalten sie keine Entlohnung. Vor diesem Hintergrund sind sie auch für die Anschaffung eines Einsatzfahrzeuges auf Spenden angewiesen.

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Adenau erhält 420.000 Euro für die Entwicklung des Stadtkerns

Adenau, 28.12.2020 – Die Stadt Adenau erhält in diesem Jahr aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ weitere 420.000 Euro an Städtebaufördermitteln für die laufende Entwicklung des Stadtkerns, wie Innenminister Roger Lewentz in Mainz mitgeteilt hat. Land und Bund unterstützen seit 2017 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither 825.000 Euro bereitgestellt.

Die Stadt kann mit den Fördergeldern des Bundes und des Landes städtebauliche Maßnahmen im Fördergebiet „Stadtkern Adenau“ finanzieren. „Die Stadt will die Mittel hauptsächlich für weitere Vorbereitungsmaßnahmen, den Ausbau der Hauptstraße/B 257 sowie die Sanierung und den Umbau der Komturei für Gemeinbedarfszwecke einsetzen. Daneben ist die Unterstützung von weiteren privaten Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen. Die Maßnahmen stärken die Innenstadt insgesamt und sind Teil einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um den Bereich langfristig voranzubringen und für die Zukunft zu stärken“, so Lewentz.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demographischen Wandels. Damit verbunden geht es in den geförderten Innenstädten und Stadtquartieren häufig um die Bewältigung von Leerständen oder Brachflächen, mit denen eine nachlassende Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger einhergeht. Ziel des Programms ist es, diese Gebiete zu zukunftsfähigen und lebenswerten Quartieren zu entwickeln.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme für unterschiedliche städtebauliche Herausforderungen. Mit den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch Investitionsprogramme für soziale Infrastruktur und Sportstätten abgerundet. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie als Quartiere zum Wohnen und Arbeiten attraktiv zu gestalten“, so Minister Lewentz. Er hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu Seite stehe.

Im Programmjahr 2020 können in der Städtebauförderung insgesamt rund 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2019 profitierten rund 190 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz mit etwa 700 Millionen Euro von der Städtebauförderung.

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Friedhofswald Kallmuther Friedhof?

Mechernich-Kallmuth, 28.12.2020 – Ortsbürgermeister Robert Ohlerth will freie Areale im Sinne der Umwelt und Bürger nutzen – Statt englischem Rasen sollen Wildblumen und Insektenhotels gedeihen und eine neue Bank nahe der Kirche Ruhe zur inneren Einkehr anbieten – Leichenhalle könnte als Kolumbarium für Urnen dienen, wo Kunst vom Leben und Tod zeugt.

Mit Blick auf die Kirche will die Dorfgemeinschaft einen Baum pflanzen und eine Bank errichten und damit zum Verweilen und zur inneren Einkehr einladen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Robert Ohlerth gehen die Ideen nicht aus. Die jüngsten Projekte sind gerade erst abgeschlossen, da geht der frisch wiedergewählte Ortsbürgermeister mit Christian Habrich, von der Mechernicher Friedhofsverwaltung, schon die nächsten innovativen Vorhaben für die Bürger in Kallmuth an. Der rastlose Rentner will freie Areale auf dem älteren und neueren Teil des Kallmuther Friedhofs im Sinne der Umwelt und Bürger besser nutzen. Gemeinsam stellten Ohlerth und Habrich das angedachte Konzept vor.

Auf dem 1.000 Quadratmeter großen Friedhofsareal sollen in Kürze Bäume gepflanzt werden, wie Kallmuths Ortsbürgermeister Robert Ohlerth (r.) und Christian Habrich von der Mechernicher Friedhofsverwaltung erläutern. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Auf einem Areal, wo noch die letzten alten Grabstätten aufgelöst werden müssen, sollen statt englischem Kurzrasen in Kürze Wildblumen für Bienen, Hummeln & Co. wachsen und gedeihen, ergänzt um Insektenhotels und Schaubienenkästen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt eine frisch angelegte Streuobstwiese. Ohlerth findet, das ist eine ideale Kombination: „Deren Blütenpracht soll Insekten anlocken.“

„Man muss umdenken“

„Man muss umdenken“, so der Ortsbürgermeister und meint damit nicht allein die naturnahe Ausrichtung, sondern auch die Konzeption eines Friedhofes, der modernen Ansätzen gerecht wird.

Auf einer fast 1.000 Quadratmeter großen, noch freien Fläche will er deshalb vorwiegend Elsbeeren, Eichen, Buchen und Ahorn pflanzen. Sie sollen in zehn Jahren etwa zu einem Friedhofswald herangewachsen sein und für Verstorbene Heimat und letzte Ruhestätte bieten, ähnlich dem eines Friedwalds. „Früher wollte keiner an Bäumen beerdigt werden, das ist jetzt alles anders“, stellt er fest.

Mit seiner Vision ist er in Sachen Bestattungskultur sicher einen Schritt voraus. Der Kallmuther holt mit seinem Plan die bekannte friedvolle Bestattung im Wald mitten ins Dorf, ganz zentral, auf den Kallmuther Friedhof.

Mit einem solchen Pilotprojekt im Stadtgebiet würde er sicher auch eine Vorreiterrolle über die Region hinaus einnehmen. Auch Habrich sieht das positiv: „Menschen, die jetzt in den weit entfernten Friedwald gehen, bleiben vielleicht mit solchen Angeboten im Stadtgebiet und nahe der Heimat.“ Gemäht werden soll die baumbepflanzte Fläche dann nur noch ein- bis zweimal im Jahr.

Satzung müsste geändert werden

Ob die 30 Bäume, die schon im neuen Jahr eingepflanzt werden sollen, allerdings tatsächlich als Grabstätte in Kallmuth veräußert werden dürfen, steht bis dato in den Sternen, wie Habrich betont: „Noch gibt das die Satzung nicht konkret her. Dafür müsste sie erst noch geändert werden.“ Deren politische Beratung in zuständigen Ausschuss und Stadtrat stünde aber sowieso in naher Zukunft auf der Agenda.

Robert Ohlerth führt dazu gerne weitere Pluspunkte des dorfnahen Friedhofwalds ins Feld. „Die Nachfahren und Angehörigen haben nicht weit zu laufen, sondern heimatnah kurze Wege. Und Suchen ist auch nicht nötig, so groß ist der Wald dann auch nicht angedacht.“ Die Elsbeere könne außerdem heimischen Vögeln gut als Nahrung dienen.

Gut ins naturnahe Konzept passt aber auch eine weitere Idee Ohlerths, nach der nahe der Kirche zusätzlich ein Platz zum Verweilen und zur inneren Einkehr geschaffen werden soll: „Wir als Dorfgemeinschaft wollen dort zeitnah einen Baum pflanzen und eine Bank herum bauen. Wenn man auf den Friedhof geht, hat man dann auch die Möglichkeit, sich schön zu setzen mit Blick auf die Kirche.“ Auch Habrich ist begeistert: „Die Bank dient der inneren Einkehr, wenn der Tag mal stressig war, wenn man einen ruhigen Ort sucht, um sich zu sammeln oder aufzutanken.“

Leichenhallen machen Sorgen

Sorgen macht allerdings dem Ortsbürgermeister die Leichenhalle auf dem Friedhofsgrundstück. Landauf, landab kosten sie die Stadt eine Menge Geld und werden, angesichts eines Rückgangs traditioneller Bestattungsformen, kaum noch genutzt.

„In der Leichenhalle könnte man wie in einem Kolumbarium eine Urnenwand anlegen und auf der anderen Seite eine Wand mit Kunstwerken gestalten, die sich mit Leben und Tod auseinandersetzen. Im Hintergrund könnte permanent leise Musik laufen“, skizziert Ohlerth seine Gedanken zur möglichen Lösung des Problems, denn so könnte die Halle gleich mehrfach genutzt werden. Er fügt hinzu: „Abreißen oder einen Schubkarrenraum draus zu machen, das macht meines Erachtens keinen Sinn. Wir müssen etwas haben, was zumindest den Bestand die nächsten dreißig Jahre sichert.“

 

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Verkauf von Böllern und Raketen bleibt verboten!

Region, 28.12.2020 – In der ersten Änderungsverordnung der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz wurde nun die Bestimmung „Jedweder Verkauf oder Erwerb von pyrotechnischen Gegenständen ist untersagt.“ ersatzlos gestrichen. Dass diese Bestimmung aus der Bekämpfungsverordnung des Landes gestrichen wurde, bedeutet jedoch nicht, dass der Verkauf nun zugelassen ist. An die Stelle der Landesverordnung ist eine bundesweite Verordnung zum Sprengstoffgesetz getreten.  Diese regelt nun ein generelles Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk bundesweit.

Aus der Erfahrung der vergangenen Jahreswechsel kam es immer wieder zu vielen, teils schweren Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens sind Engpässe in der medizinischen Versorgung kurz- und mittelfristig nicht auszuschließen. Für das Jahr 2020 wird daher zum Schutz der medizinischen Kapazitäten ein generelles Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk bundesweit eingeführt. Aus diesem Grund war es erforderlich, dass Sprengstoffrecht zu ändern. Durch Erlass der Dritten Verordnung zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz wird das Überlassen pyrotechnischer Gegenstände in der Zeit vom 29. bis 31.12.2020 deutschlandweit verboten. Einer zusätzlichen Umsetzung durch die Länder bedarf es nicht. Daher konnte diese Bestimmung aus der Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz gestrichen werden.

Die Dritte Verordnung zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) wurde am 21.12.2020 im Bundesanzeiger verkündet und trat am 22.12.2020, in Kraft.

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Ein Wittlicher Traditionsgasthaus schließt die Türen

Wittlich, 28.12.2020 – Am Mittwoch, den 16. Dezember verabschiedete Bürgermeister Joachim Rodenkirch Friedhelm und Anja Schneck im Rahmen einer kleinen, persönlichen Feierstunde nach rund 40 Jahren in den Ruhestand.

Das Gasthaus Schneck ist seit 170 Jahren in Familienbesitz und gehört zu den ältesten Gasthäusern der Säubrennerstadt. Unvergessen sind das legendäre Cordon Bleu und viele gesellige Abende im Kreis von Freunden und Bekannten in der urigen Wittlicher Gaststätte. Bürgermeister Rodenkirch dankte den Eheleuten Schneck herzlich für ihr jahrzehntelanges, unermüdliches Wirken und bedauerte gleichzeitig den Verlust des Traditions-Gasthauses für die Stadt Wittlich.

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Chirurgie im Gerolsteiner Krankenhaus wird zum Jahresende geschlossen

Gerolstein, 28.12.2020 – Zum Jahresende wird die chirurgische Abteilung im Gerolsteiner Krankenhaus geschlosssen. Diese Nachricht hat die Marienhaus-Unternehmensgruppe aus Waldbreitbach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerolsteiner Krankenhaus per Brief wenige Tage vor Weihnachten zukommen lassen. Insgesamt sind das 25 Angestellte von dieser Entscheidung betroffen. Ihnen will man andere Stellen anbieteben. Eine offizielle Pressemitteilung gab es bisher nicht.   

Die Nachricht kam für alle völlig überraschend. Nicht nur für den Gerolsteiner Stadtbürgermeister ist diese Entscheidung ein Skandal. Stadtbürgermeister Uwe Schneider ist sichtlich enttäuscht.  Als einen Grund für die Schließung wird die Kündigung des Chefarztes der Chirurgie genannt. Man hätte auch leider keinen Nachfolger gefunden. Der Chefarzt war erst im Juni 2018 ins Gerolsteiner Krankenhaus gekommen.

Es scheinen aber gravierendere Faktoren eine Rolle gespielt zu haben. Notwendige Investitionskosten in zweistelliger Millionenhöhe für die Modernisierung der Operationssäle wurden bisher nicht realisiert.  Zudem seien viel zu wenig operative Eingriffe in Gerolstein durchgeführt worden. Die vorgegebene Sollzahl sei nicht erreicht worden. All diese Faktoren waren für den Krankenhausträger ausschlaggebend, die Chirurgie im Gerolsteiner Krankenhaus zu schließen.

Nach Weihnachten soll noch eine Sondersitzung mit dem Krankenhausträger stattfinden. Ob sich die Entscheidung nochmals rückgängig machen lässt, ist eher unwahrscheinlich. Erste Reaktionen  aus der Lokalpolitik gibt es schon.

Der Anfang vom Ende hat zweifellos schon Mitte 2020 begonnen. Damals hatte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden, die Ärztliche Bereitschaftspraxis im Gerolsteiner Krankenhaus auf wenige Bereitschaftsstunden zu reduzieren. Der Grund dafür waren die Kosten für die Ärztlichen Bereitschaftsdienste. Die von den Krankenkassen zur Verfügung gestellten Mitteln für diese Ärztlichen Bereitschaftsdienste sind laut KV seien nicht kostendeckend und das Land leistet für solche Einrichtungen auch keine finanzielle Unterstützung.

Die KV verlangt, dass die Defizite von den tätigen Ärzten selbst getragen werden müssen. Das ist natürlich für einen Arzt nicht verlockend in Rheinland-Pfalz zu arbeiten. Viel mehr wird mit dieser Entscheidung der Ärztemangel im Land forciert.

Die Schlussfolgerung: Es musste der Gürtel bei den Ärztlichen Bereitschaftspraxen enger geschnallt werden. In der Vulkaneifel war das Krankenhaus in Gerolstein betroffen. Während im Dauner Krankenhaus Daun seit 01.07.2016 an sieben Tagen der Woche und an Feiertagen von 19:00 Uhr bis zum nächsten Morgen 07:00 Uhr permanent ärztliche Bereitschaftsdienste vorgehalten werden, hat die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz entschieden, diesen Dienst wegen mangelnden Inanspruchnahmen in Gerolstein radikal zu kürzen.

Seit 01. Juli 2020 ist die Ärztliche Bereitschaftspraxis Gerolstein nur noch mittwochs von 14:00 bis 23:00 Uhr, sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 09:00 bis 23:00 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten müssen Notfälle aus dem Raum Gerolstein ins Dauner Krankenhaus ausweichen., oder weitere Wege nach Bitburg, Wittlich oder Bad Neuenahr in Anspruch nehmen.  So kam es natürlich, dass in Gerolstein immer weniger Unfälle operiert wurden.