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Stiftung Nachhaltigkeit Eschweiler freut sich über 600 Euro

Eschweiler – 600 Euro stand auf dem Scheck geschrieben, den Bürgermeisterin Nadine Leonhardt vergangene Woche auf dem Rathausdach für die Stiftung Nachhaltigkeit Eschweiler als Vorsitzende dankend entgegennahm. Bei dem Geld handelte es sich um den für einen guten Zweck bestimmten Anteil aus dem Verkaufserlös des letztjährigen Eschweiler Rathaushonigs. Auf Wunsch der drei Imker Patrick Frenkel, Wolfgang Noack und Wolfgang Zylus, der bei der Übergabe durch seine Frau Uschi Zylus vertreten wurde, soll das Geld der „grünen“ Nachhaltigkeit zugutekommen und durch die Stiftung für Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt oder des Naturschutzes in Eschweiler eingesetzt werden. Insgesamt konnten somit durch den Verkauf des Eschweiler Stadthonigs aus 2018, 2019 und 2020, der auf dem Eschweiler Rathaus „produziert“ wurde, bis jetzt bereits 1.650 Euro für nachhaltige Projekte hier vor Ort gespendet werden.

Zur Einhaltung aktueller Abstandsregeln gegenüber den Bienen gibt es übrigens keinen Grund. „Ich bin immer wieder überrascht, wie friedlich Bienen doch sind“, sagte Bürgermeisterin Leonhardt, als sie das Treiben der schwarz-gelben Insekten im geöffneten Bienenstock aus nächster Nähe begutachtete. Das den Menschen zu vermitteln, sei eines der Anliegen des SPD-Antrags gewesen, der 2017 zur Ansiedelung der ersten zwei Bienenvölker auf dem Rathausdach führte, so Initiator Aaron Möller. Mittlerweile befinden sich auf dem Eschweiler Rathaus insgesamt fünf Bienenvölker inklusive einem Schaukasten und einer Posterausstellung im Vorraum.

Neben ihrem friedlichen Charakter zeichnen sich Bienen vor allem durch Fleiß aus. Auf etwa eine Billion US-Dollar wird die Arbeitsleistung von Bienen geschätzt. Für die landwirtschaftliche Produktion zahlreicher Lebensmittel ist diese unersetzbar. Auch deshalb gibt es seit 2018 den Weltbienentag, der übrigens am 20. Mai gefeiert wurde.

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Rückgang der 7-Tage-Inzidenz im Eifelkreis: Lockerungen für Gastronomie, Sport, Freizeit und Kultur

Bitburg – Da der Eifelkreis Bitburg-Prüm laut RKI mit dem heutigen Mittwoch an fünf aufeinander folgenden Werktagen die 7-Tage-Inzidenz von 50 unterschreiten wird, gelten für Gastronomie, Sport, Freizeit und Kultur ab Freitag, den 28. Mai 2021, 0:00 Uhr folgende Lockerungen im Sinne der 21. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz:

  • Gastronomische Einrichtungen dürfen wieder im Innenbereich öffnen, wobei die Regelungen zur Außengastronomie (Test, Maske, Abstand) Anwendung finden. Hochzeiten, Kommunionen, Geburtstage und ähnliche Veranstaltungen in der Gastronomie sind jedoch weiterhin untersagt. Dies gilt auch, wenn ausschließlich getestete Personen anwesend sind.
  • Die Ausübung von Amateur- und Freizeitsport ist zusätzlich im Freien in Gruppen bis max. 10 Personen plus Trainerin oder Trainer zulässig.
  • Spielhallen, Spielbanken, Wertvermittlungsstellen und ähnliche Einrichtungen dürfen wieder öffnen. Es gelten die Testpflicht, das Abstandsgebot, die Maskenpflicht – die für Gäste am Platz entfällt – und die Pflicht zur Kontakterfassung. Darüber hinaus ist eine Vorausbuchung erforderlich.
  • Der Musik- und Kunstunterricht sowie der Probenbetrieb der Breiten- und Laienkultur sind in kleinen Gruppen bis zu 10 Personen plus einer Lehrperson/leitenden Person im Freien zulässig. Hierbei gilt während des gesamten Probenbetriebs das Abstandsgebot.
  • Der Betrieb von öffentlichen und gewerblichen Kultureinrichtungen auch im Innenbereich ist wieder zulässig. Die bisher geltenden Regelungen bzgl. Zuschauerzahl und Schutzmaßnahmen etc. gelten entsprechend.

Der genaue Wortlaut der 21. CoBeLVO vom 21.05.2021 ist einsehbar unter: https://corona.rlp.de/fileadmin/corona/21._CoBeLVO.pdf

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Neuer Personalrats-Vorsitzender im Mayener Rathaus gewählt

Mayen – Vor einigen Tagen wurde im Mayener Rathaus turnusgemäß der neue Personalratsvorsitzende gewählt. Wolfgang Goeken löst als neuer Vorsitzender des Personalrates Ralf Dietz ab, der nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung stand.

Wolfgang Goeken ist seit Oktober 2016 bei der Stadtverwaltung Mayen als Hilfspolizist tätig und stellte sich 2018 zur Wahl des Schwerbehindertenvertreters auf und hat nun diese Funktion sowie die Funktion als Personalratsvorsitzender inne.

Oberbürgermeister Dirk Meid hieß den neuen Vorsitzenden ganz herzlich in seiner neuen Funktion willkommen und wünschte ihm alles Gute für seine neue Aufgabe.

Zudem bedankte sich der Stadtchef bei Ralf Dietz für die geleistete Arbeit in der Funktion des Personalratsvorsitzenden und wünscht auch ihm für seine neuen Aufgaben alles Gute. Ralf Dietz wird von nun an wieder zu seiner vorherigen Position zurückkehren und als Sachbearbeiter der Elterngeldstelle im Rathaus tätig sein.

Den guten Wünschen des Stadtchefs schloss sich Büroleiter Christoph Buttner an.

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„Art Oasis“: Online-360 Grad-Galerie

Mechernich-Firmenich – Marcus Hofmann (56) ist einer der am längsten in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat wirkenden Künstler. Wie die Meister alter Zeiten ernährt sich der Fotograf von gestalterisch perfekten Auftragsarbeiten, meist Industrie- und Produktfotografie, um sich andererseits seinen Inspirationen und künstlerischen Neigungen hinzugeben.

Marcus Hofmann am Doppelbildschirm. Er ist stolz auf das „nachschärfende Prinzip“ seiner Internetinstallationen, das er mit Hilfe des Software-Herstellers selbst entwickelt hat und das es ermöglicht, alle Objekte aus jedem Betrachtungswinkel scharf zu betrachten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In seinem neuesten Projekt, betitelt „Art Oasis“, allerdings greifen beide Motivationen nahtlos ineinander: Kunst und Kommerz, höchster gestalterischer Anspruch, Inspiration und Kreativität. Die Idee ist ebenso genial, wie in pandemischen Zeiten naheliegend.

Da zurzeit alles brachliegt, was normalerweise in Museen, Galerien, Kneipenschauen, in Rathäusern und öffentlichen Gebäuden an Kunst, Design und Mode ausgestellt und verkauft werden kann, verlegte Marcus Hofmann seine Kunstgalerie „Art Oasis“ ins Internet. Das heißt eigentlich auch wieder nicht, denn Hofmann hängt seine und anderer Kunstschaffender Werke in real existierenden besonderen Gebäuden.

Die Werke werden digital in den Räumlichkeiten verteilt und können aus vielen Blickwinkeln heraus betrachtet werden. Hier zum Beispiel über der Ausgrabungsstätte einer römischen Therme. Foto: Marcus Hofmann/pp/Agentur ProfiPress

Molkerei Hochwald oder Kölner Dom

Zum Beispiel in die „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“, für das Hofmann gerade sowieso einen virtuellen 3-D-Rundgang mit NRW-Förderung geschaffen hatte. Aber auch in jedem anderen Gebäude, der Zikkurat, Burg Eicks, in Industriebetrieben wie der in Bau befindlichen Großmolkerei Hochwald, theoretisch auch in einer der Kölner Rheinbrücken und im Dom, die zurzeit nicht, nur eingeschränkt oder nie zugänglich sind, kann Hofmann mit seiner brillanten 3-D-Technik, die er mit Hilfe des Softwareanbieters noch verfeinert und perfektioniert hat, Galerien und Ausstellungsflächen entstehen lassen.

Präzision ist seine Handschrift: Der Fotograf Marcus Hofmann ist einer der ersten Künstler gewesen, die in der von Johann Josef Wolf geschaffenen Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat ein Atelier bezogen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Marcus Hofmann unterhält sein Fotoatelier in der Zikkurat bereits seit 1995. Sein Freund Thomas Zander brachte ihn seinerzeit mit dem Zikkurat-Betreiber, Industriellen und Kunstmäzen Johann Josef Wolf („Ich hann do en Dependance in der Eifel“) in Verbindung, der gerade dabei war, seine alte Steinzeugfabrik Custodis in Firmenich zu einem gemischten Gewerbe- und Kunstatelierstandort zu machen.

„Damals war noch alles offen, die ganze zweite Etage wie ausgebrannt“, erinnert sich Hofmann: „Man konnte sich jedwede Atelierform individuell zuteilen und ausbauen lassen. Der Johann Josef Wolf sagte mit: »Stecken Sie sich Ihren Claim ab!“ Hofmann nahm fürs Erste 400 Quadratmeter in der ersten Etage. Im Lauf der Jahre ist er zweimal innerhalb der Zikkurat umgezogen – aus einem reinen Kunstlichtstudio, wie das damals üblich war („Sonne und Tageslicht störten nur“), in ein großes, hohes, lichtdurchflutetes Atelier heute.

Dort arbeitet Marcus Hofmann mit modernster digitaler Fototechnik und Computerhilfe. Der studierte Fotograf arbeitet dort für Aufzughersteller und Großbäckereien, Museen und Modelabels. Nebenbei kreiert er Panorama-Touren im Internet – zuletzt mit einer Projektförderung durch das Kulturministerium NRW aus Mitteln der Europäischen Union. Dabei entstand die Ideen zur Online-Kunstgalerie „Art Oasis“.

Gerade Museen, Galerien, Modeschauen und anderen kulturellen Einrichtungen hat die Corona-Krise stark zugesetzt. Hofmann machte sich Gedanken, wie man diese Erlebnisse auch virtuell nachempfinden kann. Er macht Panoramaaufnahmen von allen möglichen Gebäude-Interieurs und hängt virtuell Gemälde oder Fotografien an die Wände oder stellt Skulpturen in die Räume.

Motive laufend scharf

Besonders stolz ist Hofmann auf das „nachschärfende Prinzip“ seiner Internetinstallationen. Mit Hilfe des Software-Herstellers hat er ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, alle Objekte aus jedem Betrachtungswinkel scharf zu betrachten. Während sich der virtuelle Betrachter durch den Raum bewegt, schärfen die Bilder und Skulpturen nach…

Starten will er Mitte Mai mit einer Ausstellung eigener Kunstfotografien in den „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“, folgen soll eine Schau seines Ex-Praktikanten und „Upcoming Designer“ Luis Dobbelgarten. „Art Oasis“ stellt aber gleichzeitig allen anderen Künstlern eine Fläche, um ihre Kunst präsentieren und anbieten zu können.

Marcus Hofmann über sein virtuelles Angebot: „Fotografisch hochauflösend werden Einzelpanoramen an strategischen Punkten des Raumes aufgenommen. Eine Software fügt diese dann zur sogenannten Panoramatour zusammen. Dieser virtuell begehbare Raum kann nun mit Exponaten in jeder Form, Größe und an jeder Stelle des Raumes bestückt werden. Die Kunst muss im virtuellen Raum entdeckt werden, Texte über den Künstler können ebenfalls Teil der Panoramatour sein.“

Des Weiteren könne der Künstler seine Exponate sowohl als Original, als auch als Online-Edition anbieten und verkaufen. Diese sind laut „Art Oasis“ exklusiv im eigenen Shop erhältlich. Kooperationspartner in Sachen „besondere Räume“ seien laut Hofmann bereits akquiriert.

Ein Jahr lang exklusiv online

„Wie in einer Galerie eröffnet eine »Online-Vernissage« den Ausstellungsbeginn. Die Ausstellungen sollten lediglich einen angekündigten Zeitraum lang ausschließlich online sein. Ich bin sicher, dass jeder User, ob Kunstfreund oder kunstfremd, eine neue Erfahrung im Entdecken von Kunst im virtuellen Raum haben wird.“, so Hofmann zum Mechernicher „Bürgerbrief“.

Für die Zukunft befindet sich auch eine Modeschau Luis Dobbelgartens, zum Beispiel in der Burg Eicks in Planung. Hofmann dazu: „Er wird eine eigene Kollektion, bestehend aus Mode und Schmuck, für seine Ausstellung entwerfen und ist Feuer und Flamme für das Projekt. Mittelalter und junge Mode gehen gut zusammen“

Der offizielle Start der „Art Oasis“ ist für Mitte Mai angesetzt, beginnend mit einer digitalen Fotogalerie in den „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“. Weitere Informationen können unter www.art-oasis.com oder telefonisch unter 02256 95 94 980 in der Fotogalerie selber, abgerufen werden.

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Vor zwei Monaten eröffnete das OecherLab

Aachen – Vor genau zwei Monaten öffnete das OecherLab am Kapuzinergraben für Bürger*innen, Innovationstreibende sowie Politik und Verwaltung seine – zunächst noch virtuellen – Pforten. Seitdem können die Macher*innen des OecherLabs auf über zehn spannendende Veranstaltungen und Workshops rund um das Thema der smarten Stadt von morgen zurückblicken.

Digital diskutiert wurden hier beispielsweise Paketlieferungen per Drohne, Personenverkehr mit Lufttaxis, Sensoren zur Echtzeitdatenerfassung im Straßenverkehr oder zur proaktiven Deeskalation im öffentlichen Raum, die beispielsweise zu einer Vermeidung von Vandalismus oder Gewalt beitragen kann. Aber auch die Bedeutung und Wechselwirkung von Innovation und urbanem Raum, Nachhaltigkeit, digitale Gesundheit sowie viele weitere Themen mehr fanden Platz in der bisherigen Smart-City-Diskussion.

Wer nicht live bei den Veranstaltungen dabei sein konnte, hatte auch im Nachhinein noch die Möglichkeit, sich diese in der stetig wachsenden Playlist des OecherLabs auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen anzusehen. So wurden bisher insgesamt über 3.000 Teilnehmende beziehungsweise Aufrufe der Veranstaltungen des OecherLabs gezählt.

Ebenfalls gestartet sind die Bürger*innenworkshops der #mitmaachen-Reihe der OecherLabs: Mit dem Ziel, Aachener*innen selbst aktiv in die Gestaltung der Stadt einzubinden, wurden in kleinen Bürgerwerkstätten gemeinsam Handlungsfelder der Smart City Aachen identifiziert, strukturierte Ideen konzipiert und die Grundlage für Bürger*innenprojekte geschaffen – mit kreativen Ansätzen wie einer Quartiersapp, die relevante Informationen zu Infrastruktur und Angeboten in der näheren Umgebung liefert oder einem Belohnungssystem für nachhaltiges Verhalten, das emissionsärmere Entscheidungen von Akteuren der Stadtgesellschaft bestärkt. Regelmäßige Stammtische laden alle Interessierten ein, Mitstreiter*innen zu finden, um diese und andere Projekte weiter zu entwickeln und in Umsetzung zu bringen.

Gleichzeitig bietet das OecherLab – bisher ebenfalls digital – mit spannenden Exponaten einen Einblick, wie die Zukunft einmal aussehen könnte. Das Auftaktthemenfeld, welches die Smart City im Allgemeinen beleuchtet, wird noch bis zum 25. Juni zu sehen sein. Ab dem 5. Juli dreht sich dann alles rund um das Thema Mobilität und Logistik. Auch hier wird es getreu dem Motto „Deine Stadt. Deine Ideen. Deine Zukunft“ wieder die Möglichkeit geben, in das Thema Mobilität einzutauchen, neue Konzepte kennen zu lernen, in Diskussionen einzutreten und eigene Meinungen und Ideen zu Gestaltung der digitalen Stadt von morgen einzubringen.

Alle Veranstaltungen sind auch im Internet unter https://oecherlab.de/ zu finden.

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Radaktionstag mal anders

Mechernich – „Macht Euch Gedanken. Straßenverkehr ist ein Miteinander, kein Gegeneinander!“: Deutliche Worte von Polizeioberkommissarin Anke Weber. Sie und ihr Team sind zuständig für die Verkehrssicherheitsberatung der Polizei im Kreis Euskirchen. Gemeinsam wollen sie die Leute zum Nachdenken bringen – auch wenn in diesem Jahr Corona-bedingt kein Radaktionstag in Mechernich stattfinden kann.

Deshalb gibt es alle diesbezüglichen Informationen auch ohne speziellen Aktionstag bald online unter euskirchen.polizei.nrw oder als Infoblätter bei der Polizeiwache in Mechernich. Wichtig für die Sicherheit ist es zum Beispiel, einen Helm zu tragen und mit Reflektoren an Rad und Kleidern dafür zu sorgen, dass man auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Straßenverkehr zu sehen ist.

In den letzten Jahren konnten Besucher in einem aufgebauten Parcours ihre Fahrkünste trainieren und unter Beweis stellen, unter anderem auf einer Wippe. Hier zum Beispiel im letzten Jahr Johannes Winckler unter der Aufsicht von Oberkommissarin Weber. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Seit fast 15 Jahren wird an einem solchen festen Termin im Frühjahr öffentlichkeitswirksam über alle wichtigen Facetten des Radfahrens im Straßenverkehr aufgeklärt. Dieses Jahr hätte der Radaktionstag zum 13. Mal auf Einladung des Mechernicher Ortsbürgermeisters Günther Schulz auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude der Polizei in der Mechernicher Bergstraße stattfinden sollen.

Normalerweise sind die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, die Kreisverkehrswacht, der ADFC, der Kreissportbund und die Firmen „Zweirad Schulz“ und „Elektro-Fahrradverleih-Eifel“ mit von der Partie. Diese Organisationen stellen dann immer für Interessierte aus, prüfen Sicherheit, kennzeichnen gegen Diebstahl und informieren.

Beliebte Angebote

„Der größte Teilnehmermagnet sind der Fahrrad-TÜV und die Fahrrad-Codierung durch den ADFC“, erzählte die Kommissarin jetzt im Gespräch mit der Agentur ProfiPress. Dabei wurden die mitgebrachten Fahrräder auf Ihre Verkehrstüchtigkeit geprüft und notfalls von „Zweirad-Schulz“ nachgebessert. Die Kosten für die Ersatzteile wurden berechnet, die Arbeit nicht.

Anschließend gab es einen jahresaktuellen Aufkleber der Verkehrswacht und Polizei. Gegen eine Gebühr codierte der ADFC das Fahrrad zusätzlich, um es vor Diebstahl zu schützen oder leichter wieder auffindbar zu machen. Die Polizei bietet darüber hinaus – also auch unter Corona-Pandemiebedingungen – die App „Fahrradpass“ an, bei der Rahmennummer, Codierung, Name und Anschrift des Radbesitzers registriert werden. Zu finden im App Store oder unter „Google Play“.

Damit können Radbesitzer ihr Rad nach Verlust oder Diebstahl leichter wiederfinden, beziehungsweise anhand eines QR-Codes nachweisen, dass es sich um ihr Eigentum handelt. Das ist laut Anke Weber gerade heutzutage sehr wichtig, da seit der Corona-Pandemie mehr Fahrräder gestohlen werden als früher.

Zehn Jahre lang wurde der Radaktionstag nur für Prüfungen und Wartungen genutzt, dann nahm man nach und nach mehr und mehr Dinge ins Programm auf. Für weitere Anregungen ab 2022 ist man dankbar, so Günther Schulz: „Wir richten uns nach den Leuten. Jeder kann mitgestalten.“

Aufklärung als Prävention

Die Polizei erläutert an Radaktionstagen Regeln und Beschilderung laut Straßenverkehrsordnung und verheimlicht den Besuchern auch nicht den aktuellsten Bußgeldkatalog für Verkehrsteilnehmer. Das Rote Kreuz informiert von der Schürf- und Platzwunde bis zur Kopfverletzung und wie man derartige Blessuren erstversorgt.

Der Kreissportbund Euskirchen hatte in den vergangenen Jahren einen Parcours aufgebaut, den Aktionstags-Besucher mit Leih- oder eigenen Rädern befahren konnten. Die Firma „Elektro-Fahrradverleih-Eifel“ bot Probefahrten auf E-Bikes, es gab Gelegenheit für Kinder und Erwachsene, sich mit allerlei Polizeiaccessoires fotografieren zu lassen.

„Ein wichtiges Thema ob mit oder ohne Aktionstag ist die grundsätzliche Empfehlung zum Tragen eines Schutzhelms“, so Anke Weber zum Reporter des Mechernicher Bürgerbriefs. Dabei geht es auch ums richtige Tragen, wie man die Helmgröße einstellt und so weiter: „Der Helm ist einer der entscheidenden Sicherheitsfaktoren im Straßenverkehr. Das Gehirn kann bei einem Unfall oder Sturz so schwer verletzt werden, dass es nicht mehr vollständig regeneriert. Mit Helm wird es optimal geschützt.“

Ebenfalls seien Sehen und Gesehen-werden im Straßenverkehr nicht zu unterschätzen. Die Polizei klärt im Web (www.polizei.nrw/artikel/sehen-und-gesehen-werden) und auf Flugblättern auf über das Tragen von Reflektoren jeglicher Art an Fahrrad und Kleidung. Um die Thematik rund um „Sehen und gesehen werden“ kümmert sich die Polizei schon seit Jahren und hat dazu auch eine Kampagne ins Leben gerufen.

Gefahren durch unpassende Kleidung (lange Mäntel, Kleider, Sandalen ohne Profil, Flip-Flops usw.) sollten unbedingt vermieden werden. Der so genannte tote Winkel, in dem Fahrer von Kraftfahrzeugen Radfahrer im Außen- und Innenspiegel nicht erkennen können, spielt ebenfalls eine große Rolle in der Aufklärungskampagne der Polizei. Wie groß dieser „blinde“ Fleck ist, wurde beim Radaktionstag 2020 durch Auslegen einer großen orangenen Plane deutlich gemacht.

Ebenfalls ohne eigens auf einem Radaktionstag darüber informieren zu müssen, warnt die Polizei auch Radfahrer vor dem Gebrauch von Handys und Smartphones im Verkehr. Im Web schreibt die Polizei: „Auch bei nur 25 km/h bedeutet eine Sekunde auf das zu Handy schauen, sieben Meter blindes Fahren.“

Bei den Radaktionstagen wird auch Basiswissen vermittelt, zum Beispiel, wie wichtig es ist, sich nicht wie der sprichwörtliche „nasse Sack“ aufs Fahrrad zu hängen, sondern eine „gesunde Grundspannung“ einzunehmen. „Grundspannung“ im Körper bedeutet, vorausschauend und reaktionsbereit zu sein, dabei aber natürlich einen kühlen Kopf zu bewahren.

Das ist gerade auf elektronischen Rädern wichtig, so Anke Weber, die durch das zusätzliche Gewicht der Akkus, höhere Geschwindigkeiten und ein anderes „Handling“ Fahrer zu Fehleinschätzungen und schwierigen Situationen führen. Oft sind schwere Unfälle die Folge.

„Mehr Konflikte im Straßenverkehr“

In den vergangenen Jahren haben Unfälle in Verbindung mit Radfahrern zugenommen. Im Kreis Euskirchen gab es 2020 121 polizeilich registrierte Unfälle, davon 107 mit Personenschaden, die Dunkelziffer gerade bei weniger folgenreichen Unfällen dürfte um einiges höher sein. Es verunglückten 25 Fahrer mit Pedelecs oder E-Bikes, wovon 23 verletzt wurden. „Es sind einfach mehr Räder jeglicher Art vorhanden, das führt natürlich auch zu mehr Konflikten im Straßenverkehr“, so Weber.

In der Pandemie gab es weniger Kfz-Verkehr auf den Straßen und mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger. Die Oberkommissarin Weber: „Fußgänger und Radler brauchen Freiraum. Hektik bringt niemandem etwas. Man muss sich Gedanken machen, wie das Miteinander optimal gestaltet werden kann. Dann kommt auch jeder gut an.“

Der nächste Radaktionstag soll Anfang 2022, kurz nach Ostern zum Start der neuen Fahrradsaison stattfinden. Frei nach dem Motto: „Kümmert euch um Eure Sicherheit und die der anderen!“

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Schildkröten in der Schule

Mechernich – Morla, Knirpsi und Kassiopeia leben jetzt im Lichthof des Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof (GAT). Die Schüler hatten dafür eine alte Teichanlage schildkrötengerecht umgebaut und bepflanzt.

Im Lichthof des Gymnasiums Am Turmhof haben die Schüler eine alte Teichanlage schildkrötengerecht umgebaut und bepflanzt, so dass dort in den warmen Monaten mehrere Schildkröten gehalten werden können. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Der Lichthof wurde so naturnah umgestaltet, dass hier mehrere Schildkröten in den warmen Monaten gehalten werden können.

Biologie-Lehrer Andreas Maikranz (r.), hier mit Schulleiter Micha Kreitz (l.), dankte all denjenigen, die die Gestaltung der Schildkrötenaußenanlage mit Rat und Tat unterstützt haben. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Für die Planung der Außenanlage für Schildkröten standen die Experten der Reptilienauffangstation der Region Aachen, Amine und Hartmut Fehr, mit wertvollen Ratschlägen zur Seite. Zwei der drei Schildkröten stammen aus der Reptilienauffangstation, die beschlagnahmte oder freiwillig abgegebene Tiere aufnimmt.

Hartmut und Amine Fehr (v.l.) von der Reptilienauffangstation der Region Aachen brachten zwei ihrer Schützlinge mit, die nun in der Schildkrötenanlage des GAT ein neues Zuhause gefunden haben Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Ihre Namen bekamen die Schildkröten durch einen Namenswettbewerb: Etwa 100 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis sieben nahmen daran teil. Gewonnen haben die Namen „Morla“ (die uralte Morla ist eine gigantische Schildkröte und weise Denkerin in „Die unendliche Geschichte“) sowie Kassiopeia (so heißt die Schildkröte und Freundin von „Momo“) und Knirpsi (wie eine Schildkröte in der Fernsehserie „Peppa Wutz“).

Bei der Eröffnungsfeier unter freiem Himmel, musikalisch untermalt von Mitgliedern der Rockband am GAT, konnten coronabedingt nur wenige Gäste begrüßt werden. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom GAT-Förderverein, der Stadt Mechernich und dem MINT-Kooperationspartner ANTalive.

Ein Dank der Schüler (und Schildkröten) geht außerdem all denjenigen, die im Rahmen des e-regio-Nachhaltigkeitswettbewerbs für das GAT-Projekt abgestimmt hatten. Das Preisgeld aus dem Wettbewerb hatte zur Finanzierung der Außenanlage beigetragen. Tatkräftig unterstützt wurden die Schüler schließlich auch noch von Hausmeister Albert Esser dem Schulverwaltungsassistenten Franz-Josef Kursch.

In Zukunft sollen die Schildkröten von speziell geschulten Schülern versorgt werden. Gleichzeitig können sie in die Arbeit zum Schwerpunktbereich „Umweltbildung“ einbezogen werden. Biologie-Lehrer Andreas Maikranz: „Wir freuen uns sehr!“

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Bundesrat will Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern

Region/Düsseldorf – Minister Pinkwart: Wir wollen die Unternehmensgründung mit Hilfe von Online-Beglaubigungen weiter vereinfachen und beschleunigen. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit: Gründungen sollen noch einfacher, schneller und digitaler werden. Deshalb hat sich die Landesregierung im Bundesrat gemeinsam mit Bayern und Baden-Württemberg erfolgreich für weitere Verbesserungen eingesetzt. Auf Initiative der drei Länder hat sich die Länderkammer für eine gründungsfreundliche Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie ausgesprochen, die über die europäischen Vorgaben hinausgeht. Die Bundesregierung hat bereits zugesagt, die Vorschläge zu prüfen.

Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen will als Vorreiter den digitalen Wandel nicht nur vollziehen, sondern aktiv mitgestalten. Deshalb wollen wir die Unternehmensgründung mit Hilfe von Online-Beglaubigungen weiter vereinfachen und beschleunigen. Ich freue mich sehr, dass wir im Bundesrat nun dafür eine gute und vor allem praxisgerechte Regelung finden konnten. Damit eröffnen wir Gründerinnen und Gründern größere digitale Handlungsspielräume als zunächst vorgesehen.“

Im Detail soll sich die bisher vorgesehene Möglichkeit zur Online-Beglaubigung von Handelsregisteranmeldungen nicht auf Kapitalgesellschaftsformen, Genossenschaften und den Einzelkaufmann beschränken. Die Bundesregierung wird mit dem Bundesrats-Entschließungsantrag aufgefordert, auch für offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften eine öffentliche Beglaubigung mittels Videokommunikation zuzulassen. Damit wäre auch für die in der Praxis relevante Gesellschaftsform der GmbH & Co. KG eine einheitliche Online-Anmeldung möglich.

Auf Initiative des Digitalministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen setzt sich der Bundesrat weiterhin dafür ein, dass die Möglichkeit der Online-Beurkundung nicht nur im Gründungsprozess der GmbH zum Einsatz kommt, sondern auch die zahlreichen notariellen Beurkundungspflichten nach der Gründung erfasst. Das betrifft vor allem Satzungsänderungen, wie beispielsweise die Umfirmierung, Sitzverlegung, Änderung des Unternehmensgegenstandes oder Kapitalerhöhung.

Die Landesregierung begrüßt den Beschuss des Bundesrates und setzt sich weiterhin für eine schnelle und umfassende Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen ein.

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Kranz-Niederlegung an Christi Himmelfahrt am Wachtberger Ehrenmal

Wachtberg-Berkum – Traditionell wird in Wachtberg an Christi Himmelfahrt der Toten, Opfer und Verfolgten von Kriegen, Gewaltherrschaft und Terror gedacht und ein Kranz am Ehrendenkmal niedergelegt. Corona bedingt konnte dies in diesem Jahr erneut nur eingeschränkt mit wenigen Personen stattfinden.

Mit wachen Augen in die Zukunft

Neben Bürgermeister Jörg Schmidt und Pfarrer Michael Maxeiner waren auch Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg bei der andächtigen Kranzniederlegung dabei. Einzelne Bürger wohnten, Corona konform mit Abstand, ebenfalls der kleinen Feierlichkeit an der Gedenkstätte am Wachtberg bei. „Wir können zwar die Geschichte nicht ändern, aber wir können etwas für die Zukunft tun, dass sie sich nicht wiederholt“, zitierte Schmidt in seiner Ansprache einen oft gehörten Satz, „der in unserer Zeit aber gilt wie eh und je“. Mit Respekt, Anerkennung, Wertschätzung und Verständnis füreinander müsse der immer stärkeren Verrohung und Spaltung in unserer Gesellschaft begegnet werden, um den daraus entstehenden Hass und die Gewalt schon im Keim zu ersticken. Es sei unsere gemeinsame Aufgabe, mit wachen Augen solche Tendenzen zu erkennen und beherzt für unsere Werte einzutreten – für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat.

Pfarrer Maxeiner schloss sich mit einem Gebet den Worten des Bürgermeisters an. Gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr legte Schmidt anschließend einen Kranz an diesem für Wachtberg geschichtsträchtigen Ort nieder. (mm)

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Gemeinde-Bücherei Simmerath öffnet wieder für Besucher

Simmerath – Die Gemeindebücherei Simmerath wird ab dem 31. Mai wieder zu den regulären Zeiten öffnen, und zwar montags, dienstags, donnerstags und freitags 14 – 18 Uhr und mittwochs 10 – 14 Uhr. Die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses oder einer Impfbescheinigung ist nicht notwendig.

Eine Registrierung über die Check-In-Funktion der Corona-Warn-App oder ein Formular zur Kontaktverfolgung ist allerdings erforderlich. Erfolgen ausschließlich Rückgaben oder werden vorgemerkte Medien nur abgeholt, entfällt die Registrierungspflicht.

Der Eintritt ist nur mit einem bereitstehenden Medienkorb gestattet. Sind alle Körbe ausgegeben, muss gewartet werden. Es gelten die üblichen AHA+L-Regeln. Ein längerer Aufenthalt ist leider noch nicht möglich. Präsenzveranstaltungen finden vorerst nicht statt.
Deshalb startet die Schreibwerkstatt „Geschichtenfischer“ für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren am 7. Juni digital. Zwei Plätze sind noch frei. Wer mitmachen möchte, sollte sich sputen und bis zum 2. Juni Kontakt mit der Gemeindebücherei aufnehmen, E-Mail: gemeindebuecherei@simmerath.de.

Weitere Informationen zur Schreibwerkstatt findet man unter www.sosimmer.de.

Kontakt:

Gemeindebücherei Simmerath, Bickerather Str. 1
Tel.: 02473 6680, E-Mail: gemeindebuecherei@simmerath.de
Online-Katalog: www.bibkat.de/simmerath