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Rotes Kreuz bietet 300-stündige Qualifizierungs-Maßnahme in Mechernich

Mechernich/Euskirchen – Kinderaugen zum Strahlen bringen – Rotes Kreuz bietet 300-stündige Qualifizierungsmaßnahme für Kindertagespflegepersonen in Mechernich – Infoabend am 24. April – Nur zehn Prozent Eigenanteil (318 Euro) – Lukrativ, gerade bei Spezialisierung – Selbstständigen Arbeitsalltag weitestgehend frei gestalten.

Der Betreuungsbedarf ist groß. Stellen im Bereich der Kindertagespflege sind noch unbesetzt und viele Eltern – gerade im Schichtdienst – schaffen es nicht, ihre Kinder ausreichend nebenberuflich zu betreuen. Auch Kitaplätze sind rar. Dabei kann eine einzige Kindertagespflegeperson bei ausreichendem Raum bis zu fünf Kinder im Alter von null bis drei Jahren zugleich betreuen – zwei zusammen sogar bis zu neun – und leistet so einen Beitrag, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.

Ein so diverses und kreatives wie lukratives Arbeitsfeld, denn entlohnt wird direkt vom Jugendamt nach Zeit pro Kind plus bezahltem Urlaub. Noch mehr Potenzial steckt darin, sich zu spezialisieren. So zum Beispiel auf Wochenenden oder spezielle Uhrzeiten.

Und das Beste: Um eine Kindertagespflegeperson zu werden, bedarf es keiner Ausbildung über fünf Jahre wie bei Erziehern. Hier genügt eine 300-stündige Qualifizierungsmaßnahme, wie sie die Familienbildung des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen gemäß des „SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetzes“ auch in diesem Jahr wieder im Mechernicher DRK-Zentrum (Bruchgasse 34, 53894 Mechernich) anbietet. Angesprochen sind dabei alle.

„Sich selbst wiederfinden“

„Dieser Beruf wird gebraucht und gesucht. Gute Betreuungsstellen sprechen sich schnell rum“, erklärt Sabine Heines, die die Maßnahme als Dozentin betreut. Hinzu kommt ein familiäres und flexibles Arbeiten, das zu den betreuten Kindern und ihren Familien passen muss – und natürlich zu einem selbst. Heike Iven, Leiterin der DRK-Familienbildung ergänzt: „Du kannst so viel arbeiten, wie du möchtest!“. Schließlich hat man nach der Qualifizierung alles an der Hand, um selbstständige Unternehmerin oder Unternehmer zu werden.

„Die Aufgabe ist eigentlich, Kinder ins lernen zu verwickeln“, so Heines. Man kann den Alltag dabei weitestgehend frei gestalten: beispielsweise mit den Kids rausgehen, Gruppenarbeiten durchführen, essen und spielen. Kurzum: „eine so bunte wie soziale Mischung“ und eine „tolle Möglichkeit, beruflich umzuschulen.“ So könne sich in dieser Arbeit „jeder selbst wiederfinden“ – egal ob in der Arbeit mit Tieren, der Natur, Ernährung, Bewegung oder mehr.

Infoabend am 24. April

Der Auftrag lautet derweil Förderung, Erziehung, Betreuung und Bildung unter einen Hut zu kriegen – nach denselben Richtlinien, die auch in Kitas gelten. Da die Maßnahme Selbstständigkeit ermöglicht, stehen auch Themen wie Steuern, Recht, Verträge oder Versicherungen, die Erstellung eines Business-Plans, Elterngespräche, eine eigene Homepage, Werbung und vieles mehr auf der Agenda.

Aber keine Panik. Heike Iven erklärt: „Wir nehmen die Teilnehmer an die Hand und stellen vorgefertigte Entwürfe zur Verfügung. Natürlich helfen wir auch gerne persönlich weiter. Bei so viel Unterstützung kann schon fast nichts mehr schief gehen!“

Eine offizielle Ausbildung ist die Maßnahme nicht. Tiefergehende Informationen dazu gibt es bei einem kostenlosen Infoabend am Mittwoch, 24. April, von 19 bis 20.30 Uhr im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen (Jülicher Ring 32b, 53879 Euskirchen). Hier stehen die Inhalte, Abläufe, Voraussetzungen und Rahmenbedingung der Qualifizierungsmaßnahme im Fokus. Anmelden kann man sich per Mail unter skluge@drk-eu.de oder telefonisch unter (0 22 51) 79 11 95 06.

Ablauf und Voraussetzungen

Auf ein erstes Jahr Grundkurs folgt dann ein weiteres Jahr Aufbaukurs. Schon nach dem Grundkurs muss man mindestens ein Kind betreuen, um am Aufbaukurs teilnehmen zu können. Dieser ist notwendig, um vollumfänglich arbeiten zu können. Derweil kann man bei seinen Ansprechpartnern Jugendamt und Kinderschutzbund bei Bedarf Fragen stellen, Unsicherheiten besprechen, beraten werden und sich auch untereinander austauschen.

Statt findet die Maßnahme zunächst 14-mal mittwochabends von 18.30 bis 21.30 Uhr und 18-mal samstags von 9 bis 15.45 Uhr. Hinzu kommt ein 80-stündiges Praktikum. 40 Stunden in einer Kita und 40 Stunden bei einer Kindertagespflegeperson sowie 100 Selbstlerneinheiten zuhause, die laut Heike Iven aber „schnell voll“ werden. Der Kurs unter Sabine Heines startet voraussichtlich nach den Sommerferien.

Voraussetzungen sind ein Abschlusszeugnis der Zweige der Sekundarstufe I oder eines staatlich anerkannten Berufsabschlusses in beglaubigter Form und ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, die mindestens der Stufe B2 entsprechen. Außerdem muss ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis aller im Haushalt lebender Personen über 18 Jahre, vorliegen. Wenn man Mieter ist, muss das Vorhaben mit den anderen Mietern und dem Vermieter besprochen werden.

Zehn Prozent Eigenanteil

Das Kreisjugendamt Euskirchen unterstützt die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen, die im Kreis Euskirchen tätig werden, auch finanziell. Zwar ist die Gebühr in Höhe von 3.185 Euro direkt bei Kursbeginn fällig, eine Ratenzahlung ist jedoch möglich und nach Beendigung des Kurses erstattet das Kreisjugendamt die Gebühr bis auf einen Eigenanteil von zehn Prozent. So bleibt ein tatsächlicher Eigenanteil von 318,50 Euro. Hinzu kommen die Gebühren für die Erstellung des Zertifikates durch den „Berufsverband Kindertagespflege“.

Interessierte von außerhalb des Kreises Euskirchen können sich ebenso anmelden. „Die Jugendämter beziehungsweise Fachstellen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde übernehmen gegebenenfalls auch hier einen Teil der Kosten“, so die Familienbildung.

Der vorangegangene Kurs fand im Dezember des vergangenen Jahres seinen Abschluss. Teilnehmer kamen in der Vergangenheit auch schon aus Düren, Weilerswist, Erftstadt, dem Rhein-Sieg-Kreis und darüber hinaus. Mehr Infos zur Qualifizierungsmaßnahme für Kindertagespflegepersonen gibt´s auch im Web unter www.drk-eu.de – Kurse – Bildungsakademie – Kindertagespflege.

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Neues Trauzimmer im ältesten Haus Aachens

Aachen – Standesamtliche Hochzeiten im Zeitungsmuseum – Ab sofort geben sich Brautpaare im Zeitungsmuseum, im ältesten Haus Aachens, das Ja-Wort. Zusammen mit dem Zeitungsmuseum und dem Bistro können künftige Eheleute besondere Extras zusätzlich zur Zeremonie buchen. Die neuen Räume bieten mehr Platz für Gäste. Im Ausstellungsraum des Zeitungsmuseums, in dem zuvor wechselnde Ausstellungen stattfanden, können Paare mit knapp 40 Gästen heiraten.

Zwischen Historie und Wissenschaft

Der barrierefreie Raum wurde auch wegen seiner direkten Nähe zum Marktplatz, dem Rathaus und weiteren historischen Gebäuden ausgewählt. „Der Standort hier verbindet Historie mit Wissenschaft, weil es zwischen RWTH und Innenstadt liegt. Durch das wunderbare Ambiente ist dieser Raum jetzt ein ganz besonderes Trauzimmer, das bestimmt schnell sehr beliebt sein wird“, ist Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen überzeugt. Sie traut das erste Paar in den neuen Räumen, das ebenfalls einen Bezug zur Wissenschaft hat: „Die erste Trauung findet zwischen zwei Forschenden aus der Mathematik statt. Ich freue mich schon sehr auf diesen Termin. Schließlich sind Trauungen die schönste Dienstleistung, die wir als Stadt anbieten können“, ist Keupen begeistert. Das neue Zimmer bietet außerdem mehr Platz für Hochzeitsgesellschaften als das vorherige: Statt 18 Stühlen ist der Trauort nun mit 32 Plätzen ausgestattet. Kläre Grevenstein, Leiterin des Standesamts, ist mit den neuen Räumlichkeiten mehr als zufrieden: „Alle die hier beteiligt waren, haben großartig zusammengearbeitet. Ich finde es sehr schön, dass in diesem neuen Raum der Platz da ist, damit die Paare richtig ins Zimmer schreiten können.“ Zusammen mit dem Zeitungsmuseum und dem dort ansässigen Bistro können künftige Eheleute außerdem besondere Extras zusätzlich zur Zeremonie buchen: Zum Beispiel eine Führung durch das Museum für das Brautpaar und die Gäste oder einen Sektempfang und internationales Catering im Museums-Bistro. Das ist auch möglich um sich die Wartezeit bis zur Zeremonie zu verkürzen. Im Trauzimmer des Standesamtes schließen jährlich im Schnitt um die 500 Paare den Bund fürs Leben. Wegen Sanierungsarbeiten im Gebäude Krämerstraße 2 muss das Trauzimmer jetzt an einem anderen Ort untergebracht werden.

Ein Haus mit belebter Vergangenheit

Mit dem Trauzimmer fügt das Haus an der Pontstraße 13 seiner langen Geschichte von Nutzungen einen weiteren Zweck hinzu. 1495 errichtete der Fabrikant und Händler Heinrich Dollart das historische Gebäude als das „Große Haus von Aachen“ oder auch „Haus Rupenstein“. Damit ist das Haus das älteste erhaltene Haus der Stadt. Die Jahreszahl ist auch noch heute im Museum auf dem sogenannten „Dollartsbogen“ in gotischer Minuskel zu lesen. Seit dem Stadtbrand 1656 gehört das Haus der Stadt Aachen und war zunächst Weinhandel, dann Stadtwaage, Zollstation, Salzfaktorei und Polizeiwache. Bevor 1912 dort ein Kunstmuseum untergebracht wurde, lag auch ein Gefängnis auf dem Grundstück. Nach dem Ersten Weltkrieg beanspruchte die belgische Besatzung das Gebäude für sich. Auch Bürgermeisterwohnung war das Zeitungsmuseum in seiner Vergangenheit: Bürgermeister Wilhelm Farwick bewohnte das obere Geschoss als Dienstwohnung. 1931 bezog das Zeitungsmuseum das Haus mit belebter Vergangenheit. Heinrich Brötz, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Aachen freut sich, dass jetzt auch Hochzeitsgäste das historische Gebäude kennenlernen: „Wir haben in Aachen so viele kulturelle Perlen, die wir öfter zeigen müssen. Viele, die das Haus bisher nicht kannten, werden durch die Trauungen darauf aufmerksam. Wenn wir so nur bei fünf Prozent der Besucher*innen Interesse für unsere Museen wecken können, ist das ein Riesengewinn für uns.“

Termine im neuen Trauzimmer

Trauungen werden künftig dienstags, donnerstags und freitags in der Regel ab 10.10 Uhr abgehalten. Um 12.10 Uhr beginnt die letzte Trauung. Mindestens an jedem zweiten Samstag im Monat finden Trauungen ab 9.30 Uhr in einem halbstündigen Rhythmus statt. Die letzte Trauung wird dann um 12 Uhr angeboten. Ab Juni sind zusätzliche Samstagstermine geplant: 22.Juni, 20.Juli,17.August, 24.August, 21.September, 19.Oktober, 16.November und am 23.November.

Für die Trauung in diesem Raum werden keine zusätzlichen Raumgebühren erhoben. Für den Samstag fallen 66 Euro zusätzlich zu den normalen Anmeldegebühren an, da die Trauung außerhalb der Öffnungszeit stattfindet. Trautermine können beim Standesamt Aachen telefonisch über die 0241 432-3409 bis zu einem Jahr im Voraus unverbindlich reserviert werden.

 

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Fast 1200 Aktive bereits angemeldet – Am 1. Mai startet der 42. Lohners Vulkan Marathon

Mendig/Laacher See – Im Rahmen der organisatorischen Vorbereitungen trafen sich Frank Schäfer und Klaus Jahnz von der LG Laacher See mit Hans-Peter Ammel, Stadtbürgermeister Mendig. Wie in den Jahren zuvor versprach Herr Ammel, dass die Stadt Mendig das erfolgreiche Sportevent unterstütze und betonte: Viele Menschen aus Nah und Fern besuchen die Veranstaltung, da nehmen wir gerne die Gelegenheit wahr, unsere schöne Stadt zu präsentieren. Die notwendigen Änderungen der Verkehrsführung im Stadtbereich ist bereits geklärt“, so Ammel.

Am 1. Mai steht Obermendig ganz im Zeichen des Vulkan Marathons, schon jetzt sind fast 1200 Aktive angemeldet. Bereits um 8:00 Uhr starten die ersten Wettbewerbe. Die Anwohner werden gebeten, die Straßen möglichst freizuhalten. Die Mitarbeiter des Bauhofs veranlassen entsprechende Maßnahmen zur Verkehrsreglung (u.a. Halteverbotsbereiche).

Die Vertreter der LG Laacher See bedanken sich für das angenehme Gespräch und die zugesagte Unterstützung. Gleichzeitig erwähnten sie die großzügige Unterstützung der Sponsoren, insbesondere der Lohners, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich sei. So gibt es z.B. für die Sieger beim Halbmarathon und dem Lauf über 10 km jeder Altersklasse m/w einen Gutschein über wöchentlich 5 Lohners ofenfrische Lieblinge für die Dauer von einem Jahr. Die Zweit- und Drittplatzierten der AK werden mit einem Abo für ein halbes bzw. ein viertel Jahr geehrt.

Alle Starter erhalten einem Gutschein für ein Lohners Brot sowie einen Müsliriegel. Bambini und Kinder (U12 und jünger) dürfen sich zusätzlich über eine Medaille freuen. Das Team der Zeiterfassung bittet um Beachtung der Anmeldephasen:

  1. Online-Anmeldung bis zum 29.04.2024:
    Alle Aktiven erhalten eine Startnummer mit dem Vornamen, sowie ein Gratislos für die Tombola.
  2. Nachmeldung:
    Bis 30 Min. vor Start des jeweiligen Wettbewerbs gegen eine Zusatzgebühr von 5,00 €,
    Kinder- und Jugendwettbewerbe 2,50 €.

Für alle vorangemeldeten Sportler gibt es bei der Tombola tolle Preise zu gewinnen, u. a. Wochenende mit einem PKW vom Autohaus Nett Mayen, Hotelübernachtungsgutscheine (monte mare), Reisegutscheine (Norbert Welter GmbH) uvm. Eine zusätzliche Verlosung gibt es für alle vorangemeldeten Nordic-/Walker.

Anmeldung: www.vulkan-marathon.de oder www.lglaachersee.de.

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24h Qualifiers – Porsche-Sieg im Abendrennen am Nürburgring

Nürburg – Porsche ist der Matchwinner beim ersten Prologrennen für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Gleich drei Neunelfer-GT3 lagen bei der Zieldurchfahrt nach dem spannenden ersten von zwei Vier-Stunden-Rennen bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers am Samstagabend in Führung. Tim Heinemann und Sven Müller lagen im Falken-Porsche (#44) nach 27 Runden vor ihren Teamkollegen Julien Andlauer und Klaus Bachler in der #33 sowie Ayhancan Güven und Thomas Preining im Manthey-„Grello“ (#911). Allerdings wurde der Falken-Porsche mit der #33 nach dem Zieleinlauf mit einer Zeitstrafe von 32 Sekunden wegen Überholens unter gelber Flagge belegt, sodass Platz 2 kurz nach der Siegerehrung schließlich doch an den Grello ging. Den zweiten Teil des intensiven Vorbereitungswochenendes auf den Saisonhöhepunkt Ende Mai gibt es bereits morgen: Am Sonntag (14. April) startet das vierstündige Rennen um 13:00 Uhr. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt auf den geöffneten Zuschauerplätzen dann erneut frei (es fallen nur Parkgebühren an), Tickets für Fahrerlager und die Tribünen der Grand-Prix-Strecke gibt es an den geöffneten Tageskassen.

Nach dem Sieg beim Saisonauftakt der NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie) war der Erfolg heute bereits der zweite Triumph für Falken Motorsports in der jungen Nordschleifen-Saison. „Am Anfang hatte ich heute ein wenig Probleme, die Pace der Audis mitzugehen. Aber es lief immer besser für uns“, bilanzierte Falken-Pilot Sven Müller das Auftaktrennen des Wochenendes. „Die Balance des Elfers war perfekt und die Reifen super. Die Boxenstrategie hat auch gepasst – das ist ein erfolgreicher Saisonauftakt! Morgen stellen wir die Fahrerpaarungen ein wenig um und wollen weiter am Set-up für die 24h feilen“. Auch Teamchef Sven Schnabel war positiv gestimmt: „Als Team haben wir einen guten Saisonauftakt und ich hoffe, es bleibt so. Wenn es beim 24h-Rennen so bleibt, wäre das natürlich perfekt.“

Zuvor hatte lange Zeit ein Quintett das Geschehen an der Spitze des Feldes bestimmt: Zunächst konnten die beiden Audi R8 LMS GT3 evo II von Scherer Sport PHX (#15 und #16) die Spitze behaupten, die sich auch die erste Startreihe geteilt hatten. Startfahrer Ricardo Feller verlor dabei den teaminternen Fight gegen Christopher Haase, der als Führender die Box ansteuerte. „Wir sind schon nah am Topzustand unsere Autos, das ja inzwischen wirklich als ’Bulletproofed’ gelten kann“, beschrieb der Kulmbacher den aktuellen Vorteil des Teams gegenüber den Wettbewerbern mit frischerem Material, die insbesondere die beiden Qualifiers-Rennen nutzen, um weiter am optimalen Set-up für die 24h Ende Mai zu feilen. Letztlich reichte es aber nicht gegen die aktuell bärenstarken Porsche. Axel Randolph, Teamchef von Scherer PHX musste zugeben: „Ich denke, man konnte heute sehen, dass wir aktuell nicht mit den Porsche mithalten können. Wir waren vorne und sind ein gutes Rennen gefahren, aber die Porsche sind vom Speed her besser.“

Knapp 130 Teams gingen beim ersten Vierstundenrennen des Wochenendes an den Start, die für beste abendliche Unterhaltung sorgten. Für das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsene Starterfeld sorgten dabei auch viele Starter aus der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), die an diesem Wochenende ihren dritten und vierten Saisonlauf absolvieren. Auch wenn die fast 30 Fahrzeuge der siegfähigen Topklassen das Geschehen an der Spitze bestimmen, gab es auch beim Fight um die Siege in den hervorragend besetzen weiteren Klassen exzellenten Sport. Als schnellster Nicht-GT3 siegten #148 Steve Jans, Tobias Müller und Noah Nagelsdiek (Black Falcon) in der Cup2-Kategorie und holten damit auch den Tagessieg in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN). In der Tabelle sieht es nach dem den dritten NLS-Lauf für zwei Tourenwagenteams besonders gut aus. Der Adrenalin Motorsport-BMW M240i Racing Cup #650 sowie der Hyundai i30N von Mertens Motorsport #491 gewannen heute jeweils wie bei beiden NLS-Auftaktrennen ihre gut besetzten Klassen und gehen damit als Tabellenführer in die Übernachtungspause.

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Karl-Josef Esch, KSK Mayen, zum neuen Bezirksobmann Nord der rheinland-pfälzischen Sparkassen gewählt

Region/Mayen-Koblenz – Im Rahmen einer Sitzung der Bezirksarbeitsgemeinschaft (BAG) Nord der rheinland-pfälzischen Sparkassen wurde Karl-Josef Esch, der bisherige stellvertretende Bezirksobmann und Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen, zum neuen Bezirksobmann Nord gewählt.

Neuer stellvertretender Bezirksobmann Nord wird Dr. Peter Späth, der Vorsitzende des Vorstands der Sparkasse Trier. Die Wahlen erfolgten durch die Vorstände der zwölf Sparkassen im Norden von Rheinland-Pfalz, die gemeinsam die BAG Nord bilden.

In der BAG beraten die Vorstände der Sparkassen fachliche Angelegenheiten und die Zusammenarbeit auf Bezirksebene. Bezirksobmänner vertreten die Interessen der Sparkassen in den Gremien des rheinland-pfälzischen Sparkassenverbands (SVRP).

Karl-Josef Esch versicherte, sich mit voller Kraft für die Interessen der regionalen Sparkassen einzusetzen. Er tritt sein Amt zum 1. Juli 2024 an und folgt auf Edmund Schermann, der nach verdienstvollen Jahren an der Spitze der Sparkasse Mittelmosel-Eifel-Hunsrück in den wohlverdienten Ruhestand tritt.

Der Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, Roman Frank, gratulierte und überbrachte auch die Glückwünsche von Verbandpräsident Thomas Hirsch.

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„Mit Dir!“ – 24. Heilig-Rock-Tage im Bistum Trier sind eröffnet

Region/Trier – „Beten wir darum, dass die Heilig-Rock-Tage uns bestärken in der Gewissheit, dass Gottes ‚Mit Dir!‘ auch mir gilt, und nutzen wir diese Tage dazu, uns in der Bereitschaft stärken zu lassen, Mit-Menschen zu sein, an denen Gott seine Freude hat.“ Mit diesem Aufruf hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 12. April im Trierer Dom die 24. Heilig-Rock-Tage im Bistum Trier eröffnet. Das Bistumsfest unter dem Leitwort „Mit Dir!“ lädt über zehn Tage zu einem bunten Programm mit Gottesdienst, Gebet, Kultur, Musik, Austausch und Begegnung ein.

Das Leitwort „Mit Dir“ verstehe er als „Grundwort der Heiligen Schrift und unseres Glaubens“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Es ist dem Buch des Propheten Jesaja entnommen, wo es heißt „Fürchte Dich nicht, denn ich bin mit Dir; hab keine Angst, denn ich bin Dein Gott!“ In der aktuellen Zeitstunde von Kirche und Welt sei ein „solches Wort der Ermutigung und der Zusage“ wahrhaftig gut zu gebrauchen. „‘Ich bin mit Dir!‘ sagt Gott immer dann, wenn die Berufenen drauf und dran sind, angesichts der Zweifel und Schwierigkeiten, die sie kommen sehen, zu verzagen“, erklärte Ackermann. Wie ein Refrain, der die Bibel durchzieht, sei das Wort, bis hin zum Versprechen „Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“, das Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt den Jüngern gibt. Und schließlich sei dieses Grundwort sogar Teil des Namens Gottes selbst, wie Jesaja es angekündigt hatte mit der Geburt des göttlichen Kindes, dessen Name sein wird: Immanuel – Gott mit uns.

Der Bischof lud ein, in den Tagen des Bistumsfestes dieses Leitwort immer wieder zu meditieren und aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen. „Der Redlichkeit halber“ müsse er aber auch hinzufügen: „Gottes Zusage des ‚Mit Dir!‘ wird ihre Kraft nur dann wirklich entfalten, wenn sie auf Menschen trifft, die bereit sind, sich von dieser Zusage nicht nur persönlich stärken zu lassen, sondern auch bereit sind, sich in ihrem Denken und Handeln von dem ‚Mit‘ prägen zu lassen.“ Er rief dazu auf, Menschen zu sein, die bereit sind, sich als Mit-Menschen zu engagieren; die bereit sind, Menschen zu sein, die nicht sagen „Ohne mich!“: Denn „Menschen, die sagen ‚Ohne mich!‘, gibt es in unserer Welt leider genug“.

Besonders begrüßte der Bischof im Gottesdienst neue Bistums-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Zu den Konzelebranten gehörte der Bischof von Münster und Leiter der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996, Dr. Felix Genn, der auch beim Abendlob am Eröffnungstag mitwirkte. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Paderborner Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning sowie als Kantor Domkapellmeister Thomas Kiefer und Josef Still und Ulrich Krupp an den Orgeln.

Im Anschluss an das Pontifikalamt zog die Gemeinde zur Heilig-Rock-Tage, die Bischof Ackermann für die Dauer des Bistumsfestes öffnete, und betete gemeinsam am Schrein des Heiligen Rocks das große Pilgergebet.

Das gesamte Programm ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

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Kunst & Kultur

Erhaltung eines alten Brauches – Das Kaller Maigeloog

Kall – Das Kaller Maigeloog pflegt mit dem Verkuppeln von Paaren eine über 100 Jahre alte Tradition – Die Listen werden im Saal Gier hinter verschlossener Tür zusammengestellt – Kiste Bier bewirkt Wunder, denn Bestechen ist erlaubt – Philipp Uhlemann ist „Hötjong“ – Umzug und Mai-Ball im Saal Gier.

Am Rand der Gemünder Straße lauschen die Kaller der Botschaft des Maigeloogs. Gespannt wartet man auf die Bekanntgabe des Königspaares. Foto: Reiner Züll

Wie alt der einzigartige Maibrauch in Kall wirklich ist, weiß keiner mehr zu sagen. Sicher aber ist, dass das Ausrufen der Maipaare, das darauffolgende Mai-Singen und der Umzug der Paare am Maifeiertag mit anschließendem Ball eine über 100jährige Tradition hat. Es ist das Maigeloog, das diesen alten Brauch seit Jahrzehnten aufrecht hält, und zum Beginn des Wonnemonats junge Frauen und Männer im wahrsten Sinne des Wortes als Maipaare „verkuppelt“.

Um die Maifeierlichkeiten vorzubereiten, treffen sich die Geloogsjungen seit Wochen hinter verschlossener Tür im Saal Gier. Bei diesen Treffen geht es nicht nur um den Programmablauf Feier am Maitag. Was die Mitglieder des Maigeloogs als geheime Kommandosache behandeln, ist die Liste der Maipaare, die die Junggesellen in ihren geheimen Sitzungen zusammenstellen, um sie am Vornachmittag des Maifeiertages öffentlich auszurufen. Dieses „Verkuppeln“ von Kaller Mädchen ab 16 Jahren und Kaller Jungen ab 18 Jahren zu Maipaaren ist das Besondere an dem über 100 Jahre alten Brauchs in Kall, der in dieser Form einzigartig in der Region ist.

Der Organisation der diesjährigen Maifeierlichkeiten voraus ging die Neuwahl des Geloogs-Vorstandes. Vorsitzender (Hötjong) ist Philipp Uhlemann, dem David Dietsch als Vize-Vorsitzender zur Seite steht. Als Beisitzer agieren Moritz Wirtz und Daniel Schade, Kassierer ist Marc Lange, zum Schriftführer wurde Jonas Dreßen gewählt.

Durch den Datenschutz ist das Ermitteln und traditionelle Verkuppeln der Maipaare schwerer geworden. Direkt nach Karneval beginnen die Junggesellen deshalb mit dem Recherchieren nach Jungen und Mädchen, die für die Zusammenstellung als Maipaare in Frage kommen. Im Schnitt sind es jedes Jahr rund 200 Paare, die auf die geheime Mailiste gebracht werden. Ebenso, bis zur letzten Sekunde, geheim gehalten werden auch die Namen des Maikönigspaares, das als letztes Paar vom Kaller Felsen an der Gemünder Straße ausgerufen wird.

Kaller Junggesellen, die mit einer besonders begehrten Herzdame ausgerufen werden wollen, haben nach der Einrichtung des Hauptquartiers des Geloogs auf dem Maiplatz am Hallenbad, noch die Gelegenheit, dem Geloog ihren Herzens-Wunsch vorzubringen. Die Spende einer Kiste Bier wirkt Wunder bei der Realisierung des Wunsches und der Änderung der Mailiste. Die Bestechlichkeit der Junggesellen hat schließlich eine genauso lange Tradition wie der Maibrauch selbst.

Jungen Frauen dagegen wird dieses Privileg des Bestechens nicht zugestanden, denn sie haben gar keine Möglichkeit, ihren Wunschprinzen mit Hilfe einer Kiste Bier oder einer Geldspende zu ergattern. Für sie gibt es erst gar keinen Zutritt zum Maiplatz, denn, so Hötjong Philipp Uhlemann: „Damenbesuch ist bis zum Beginn der eigentlichen Maifeierlichkeiten am Abend des 30. April absolut tabu“.

Viele Jugendliche opfern im Vorfeld der Maifeier ihren Urlaub für die Erhaltung des Kaller Maibrauches. Der Aufbau des Maiplatzes als Hauptquartier erfolgt in diesem Jahr am Mittwoch, 24. April, ab 9 Uhr morgens. Ab dann ist das Geloog bis zum Maifeiertag dort präsent, denn neben dem Abholen des Dorf-Maibaumes, dem Schlagen und Schmücken der Maibäume für die „Auserwählten“ der Geloogsjungen, gibt es viel zu tun.

Alle Kaller Jugendliche ab 16 Jahren sind herzlich zum Anpacken eingeladen, wenn am Samstag, 27. April, der Dorf-Maibaum mit aus dem Wald abgeholt wird. Treffen zum Abholen des Baumes ist um 14 Uhr am Maiplatz. Es werde wieder ein stattlicher Baum aufgestellt, verspricht Hötjong Philipp Uhlemann. Und der werde natürlich rund um die Uhr bewacht.

Mit der traditionellen Maimesse am Sonntagabend, 28. April, um 18 Uhr, in der Kaller Pfarrkirche „St. Nikolaus“ beginnt die heiße Phase der Maifeierlichkeiten. Das Ausrufen der 200 Maipaare und das Bekanntgeben des Königspaares vom Felsen an der Gemünder Straße beginnt am Dienstag, 30. April, um 14 Uhr. Viele Kaller werden sich an der Gemünder Straße versammeln, um das Ausrufen zu verfolgen, das von den Lautsprechern in den ganzen Ort hineingetragen wird. Während das Geloog hoch vom Felsen herunter die Zusammenstellung der Paare verkündet, findet unten an der Straße wieder eine große Verlosung von vielen tollen Preisen statt, die die Kaller Geschäftswelt dem Maigeloog gestiftet haben.

Nach dem Ausrufen der Paare teilt sich das Geloog in Gruppen auf, und die Junggesellen ziehen zum traditionellen Maisingen von Haus zu Haus. Bis spät in die Nacht ist das Lied „He komme die Kaller Knechte…“ in Kall zu hören, mit dem die Junggesellen um Spenden bitten. Am Abend treffen sich dann die Bevölkerung und die Vereine am Maiplatz zum gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer.

Höhepunkt der Maifeier ist der Umzug am Dienstag, 1. Mai, um 13 Uhr. Vom Feuerwehrgerätehaus aus wird der Maikönig in einer Kutsche zum Haus der Maikönigin gefahren, wo der Maikönig in der Morgendämmerung mit Hilfe der Geloogsjungen einen großen, bunt geschmückten Baum aufgestellt haben. Die Königskutsche wird von der Musikkapelle Kall und den tags zuvor ausgerufenen Maipaaren begleitet.  Am Haus der Maikönigin wird auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser dem Königspaar seine Aufwartung machen und mit einem Blumenstrauß gratulieren.

Nach einem Umtrunk und einem Walzertanz des Königspaares auf der Straße startet der Festzug mit dem Königspaar in der Kutsche zum traditionellen Maiball (Eintritt frei) im Saal Gier. Das Geloog hofft, dass sich auch in diesem Jahr die Kaller Bevölkerung wieder rege an den Maifeierlichkeiten beteiligt. (Reiner Züll)

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Kunst & Kultur

Katschhof-Grabung – So entwickelte sich Aachen über die Römerstadt hin zur Pfalz und Mittelalterstadt

Aachen – Während einer zweiten Grabungsphase wurden weitere Gebäudereste aus der Merowinger- und aus der Römerzeit entdeckt. Anhand der neuesten Funde rücken insbesondere die historischen Entwicklungen der Plätze am Katschhof und Markt in den Fokus.

Im Rahmen von archäologischen Untersuchungen auf dem Katschhof sind bereits Ende vergangenen Jahres spannende Funde gemacht und öffentlich präsentiert worden. Nach einer Unterbrechung aufgrund des Weihnachtsmarktes und der Karnevalszeit konnten die Grabungen in den vergangenen Wochen wieder aufgenommen werden. Kurz vor dem Abschluss stellte Stadtarchäologe Andreas Schaub im Rahmen eines Pressetermins am Mittwoch (10. April) weitere interessante Erkenntnisse vor.

Mauerfundament aus dem 3. Jahrhundert

„Für den zweiten Abschnitt der Grabung war die Spannung groß, ob und in welcher Form sich Siedlungsspuren der vorkarolingischen Merowingerzeit nachweisen lassen und wie es sich mit dem Übergang und Anschluss an die römische Epoche genau verhalten würde“, erläuterte Schaub die Erwartungshaltung. Tatsächlich fanden die Geschichtsexperten um Schaub und den ehrenamtlichen Arbeitskreis Archäologie Aachen (AAA) Reste eines vor- oder frühkarolingischen Gebäudes und eine Weg- oder Hofschotterung des 6. Jahrhunderts. Diese stammt also aus der Merowingerzeit. Das Gebäude, dessen Entstehungszeit im 8. Jahrhundert liegen dürfte, war noch exakt nach den römischen Baufluchten ausgerichtet. Auf der Sohle des Eingriffs fand sich schließlich sogar ein römerzeitliches Mauerfundament des 3. Jahrhunderts, welches mindestens bis zum 6. Jahrhundert bestand.

„Insgesamt erbrachte die Grabung überraschende Neuerkenntnisse für das frühe Mittelalter. Von besonderer Bedeutung ist vor allem die nun erstmals auf gesicherter archäologischer Grundlage mögliche Rekonstruktion der städtebaulichen Entwicklung von der Römerstadt über die Pfalz bis hin zur mittelalterlichen Stadt mit seinen Platzanlagen am Katschhof und Markt“, zog Andreas Schaub eine positive Bilanz.

Im ersten Abschnitt wurden vor allem die mittelalterlichen Platz-Schichten des Katschhofs sowie ein bis dato unbekanntes Gebäude der karolingischen Pfalz untersucht. Prunkstück der ersten Grabungsphase im Herbst 2023 war ein Silberdenar Karls des Großen. Dieser war überhaupt erst die siebte Münze der gesamten Karolingerzeit aus dem Aachener Stadtgebiet.

Die Grabung auf dem Katschhof hat somit zahlreiche neue Erkenntnisse gebracht, die für die städtebauliche Entwicklung Aachens bedeutsam sind:

  • Die römische Vermessung und Parzellierung wurde im frühen Mittelalter bis zum Ausbau der Pfalz beibehalten. Mindestens bis zum 6. Jahrhundert wurde die römische Bausubstanz genutzt, danach wurde in alter Ausrichtung neu gebaut. Daraus ergibt sich für die Archäologie die Frage: Ist das der Beginn der Pfalz von Pippin?
  • Im späten 8. oder frühen 9. Jahrhundert wurde im Kerngebiet der Pfalz die Ausrichtung auf Nord-Süd bzw. Ost-West geändert. In der Osthälfte der Kernpfalz entstehen dabei drei reich ausgestattete Großbauten in leichter Abweichung der Bauflucht auf Nordnordost-Südsüdwest.
  • In der Zeit um 1100 wurden diese drei Gebäude ganz oder teilweise niedergelegt und es entsteht erst jetzt der Platz, den wir heute Katschhof nennen.
  • Zur gleichen Zeit wird auch das römische Castrum abgebrochen, welches den Markthügel umschlossen hatte – dort entsteht dann als zweite große Platzfläche der Markt.

Es muss nun in Fachkreisen neu darüber nachgedacht werden, wer für diese massiven städtebaulichen Veränderungen verantwortlich war: Noch der Kaiser, der seine Pfalz neu ordnet, oder sind es bereits erste Hinweise auf eine Übernahme des Pfalzbereichs durch die sich entwickelnde Stadt? So oder so ist klar: Für Archäologen und Geschichtsexperten bleibt Aachen ein spannendes Forschungsfeld

Weitere Infos

Nachdem ein 120 Jahre alter und kranker Baum gefällt werden musste, da die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war, rückten 2023 die Archäologen auf dem Katschof – nahe des Durchgangs zur Krämerstraße – an. Mit der zweiten Grabungsphase in diesem Frühjahr enden die archäologischen Untersuchungen auf dem Katschhof, sodass ein neuer Baum an der Stelle gepflanzt werden kann und das grüne Katschhof-Ensemble wieder vervollständigt.

Weitere Informationen zur Archäologie in Aachen generell und zu den Funden auf dem Katschhof: www.zeitreise.ac.

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Der Mühlensee wird abgesenkt – Das teilt der Chef der Mechernicher Stadtwerke jetzt mit

Mechernich-Kommern – Der nächste Schritt auf dem Weg zur Umgestaltung des Mühlensees steht an. Um die vorab notwendige Baugrunderkundung durchführen zu können, soll der Wasserspiegel in den nächsten Tagen vorübergehend um einen weiteren Meter abgesenkt werden. Das teilt der Chef der Mechernicher Stadtwerke jetzt mit. „Anschließend kann der Untergrund untersucht werden, um gesicherte Erkenntnisse über die Beschaffenheit und Schichtstärken zu gewinnen“, so Mario Dittmann. Nach Abschluss der Untersuchungen soll der Wasserspiegel ab Anfang Mai langsam wieder angestaut werden.

Bereits seit den Überschwemmungen in Kommern im Jahr 2016 gab es Überlegungen, die frühere Bleisandauffanganlage umzubauen, um einen besseren Hochwasserschutz gewährleisten zu können. Durch die Flut 2021 wurde die Notwendigkeit eines Umbaus noch einmal unterstrichen.

Der Erftverband legte hierzu im Jahr 2022 im Ausschuss für Planung, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz entsprechende Pläne vor. Der Mühlensee, der 1954 zu Betriebszeiten des Bleibergwerks Mechernich angelegt worden war, um die damals entlang von Bleibach und Erft bis Mödrath auftretenden Bleivergiftungen beim Vieh einzudämmen, soll demnach auf einen Bruchteil seiner Größe geschrumpft und damit zu einem großen Trockenbecken umgebaut werden. Ein Baustart wurde im Ausschuss in 2025 seitens der Planer des Erftverbands in Aussicht gestellt.

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Jetzt am deutschlandweit attraktivsten Wettbewerb für Sportvereine teilnehmen

Region/Berlin – Endspurt bei den „Sternen des Sports“: Noch bis zum 30. Juni können sich die bundesweit rund 86.000 Sportvereine bei den „Sternen des Sports“ 2024 bewerben. Der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam veranstaltete Wettbewerb freut sich über zahlreiche Bewerbungen, in denen die Vereine ihr besonderes gesellschaftliches Engagement darstellen können.

Gesucht werden beispielsweise Initiativen aus den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Integration und Inklusion, Klimaschutz, Digitalisierung oder Demokratieförderung. Aber auch die tagtägliche Vereinsarbeit wie unter anderem Vereinsmanagement, Jugendförderung, Sportvereinsentwicklung, Ehrenamtsförderung oder Mitgliedergewinnung haben bei den „Sternen“ Gewinnchancen! Die Finalisten erwartet bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports in Gold“ im Januar 2025 in Berlin eine Ehrung auf höchster Ebene. Der bundesweit erstplatzierte Sportverein erhält neben dem Gold-Pokal ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zuvor können sich die Vereine über die von Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort ausgelobte lokale Ebene (Bronze) und anschließend für die Landesebene (Silber) qualifizieren, die von den genossenschaftlichen Regionalverbänden mit Unterstützung der Landessportbünde ausgerichtet wird. Auch auf diesen Ebenen können die Vereine mit Preisgeldern dotierte Sterne-Auszeichnungen gewinnen. Die erstplatzierten Silber-Preisträger erhalten schließlich das Ticket zum Bundesfinale und konkurrieren dort um den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2024.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): „Das, was die Mitglieder in den Sportvereinen Deutschlands mit hoher Eigeninitiative für mehr Miteinander und Toleranz in unserer Gesellschaft leisten, wollen wir mit der Auszeichnung ‚Sterne des Sports‘ würdigen und ins öffentliche Rampenlicht stellen. Als stark in den Regionen präsente und mit den Menschen vor Ort eng verbundene Institute ist den Volksbanken und Raiffeisenbanken diese Art der Breitenförderung wichtig. Wir freuen uns auch in dieser Wettbewerbsrunde auf zahlreiche Einreichungen gesellschaftlich engagierter Sportvereine.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Auch im Jahr Olympischer Spiele und der Fußball-EM werden die Sportvereine an der Basis immer wieder besondere Beiträge des organisierten Sports für unsere Gesellschaft leisten. Diese werden bei den ‚Sternen des Sports‘ auf beeindruckende Art und Weise sichtbar und greifbar. Ich freue mich bereits heute wieder auf alle, die in diesem Jahr am Wettbewerb teilnehmen. Ich ermuntere alle Sportvereine, sich zu bewerben.“

Bewerbungsverfahren digitalisiert und einfach Ob mit oder ohne vorgeschaltetes Crowdfunding – die Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist denkbar einfach. Bewerben können sich die Sportvereine zentral über die Plattform www.viele-schaffen-mehr.de/sterne-des-sports. Für die Bewerbungen gilt eine Stichtagsregelung zum 30. Juni. Vereine, die sich bis zum Stichtag bewerben, nehmen am Wettbewerb 2024 teil. Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb 2025 startet nahtlos am 1. Juli 2024 und endet am 30. Juni 2025. Mit dieser Regelung können die teilnehmenden Sportvereine ihre Bewerbungen ganzjährig einreichen.

Weitere Informationen zu den „Sternen des Sports“ 2024 unter www.sterne-des-sports.de. Darüber hinaus gibt es vielfältige Impressionen, Tipps und Infos über die „Sterne des Sports“ auf den Social-Media-Kanälen @sportdeutschland und dem Community-Kanal @sternedessports. Hier stellen auch teilnehmende Sportvereine, Volksbanken Raiffeisenbanken und Sportverbände unmittelbar ihre Projekte vor und liefern Einblicke in die Wettbewerbsteilnahme vor und hinter den Kulissen.