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18 Absolventen der Handwerkskammer Koblenz erhalten Landesbestenpreis

Region/Koblenz – Den Landesbestenpreis haben die 68 besten Absolventen aus Handwerk, Industrie, Handel und Landwirtschaft von der rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt verliehen bekommen. Darunter sind 18 Preisträger aus dem Bezirk der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Mit dem Preis würdigen das Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und die Landwirtschaftskammer hervorragende Leistungen der Jahrgangsbesten in den Gewerken oder Fachrichtungen aus Meister- und Fortbildungsprüfungen.

„Sie gehören zu den Besten Ihres Jahrgangs in Ihrer jeweiligen Fachrichtung – und das in ganz Rheinland-Pfalz. Das ist eine großartige Leistung, für die ich Ihnen meinen Respekt ausdrücke und auf die Sie alle sehr stolz sein können“, lobte Ministerin Schmitt bei der Feierstunde im Kulturzentrum Mainz. „Ihre Entscheidung, den Weg der beruflichen Bildung einzuschlagen und sich fortzubilden, hat eine Vorbildfunktion für kommende Generationen.“ Daniela Schmitt hob die Zusammenarbeit von Kammern, Unternehmen und Politik hervor und betonte, wie wichtig Weiterbildung für die Fachkräftesicherung ist. „Sie alle helfen mit Ihrem beruflichen Engagement und Fachwissen, Rheinland-Pfalz auch in Zukunft innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu gestalten. Unser Land braucht engagierte Fach- und Führungskräfte wie Sie – auch als Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Botschafterinnen und Botschafter Ihrer Berufe.“

Weiterbildung sei auch für die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse von herausragender Bedeutung – etwa bei der energetischen Gebäudesanierung: „Mit der Kampagne ,Klimahandwerk‘ machen wir beispielsweise auf die exzellenten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer Branche aufmerksam, die jungen Menschen die Chance bietet, mit ihrer täglichen Arbeit die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten.“ Rund 80 qualifizierte Meister- und Fortbildungsabschlüsse bieten die Kammern. Laut Deutschem Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen sind Abschlüsse der beruflichen Aufstiegsfortbildung dem akademischen Bachelor-Abschluss gleichgestellt.
Informationen: www.landesbestenpreis-rlp.de

Folgende Teilnehmer, die ihre Fortbildung oder Meisterprüfung im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz abgeschlossen haben, wurden mit dem Landesbestenpreis ausgezeichnet:

Augenoptikermeisterin Judith Faißt (Stuttgart)

Dachdeckermeister Peter Dinkelbach (Asbach)

Elektrotechnikermeister Daniel Zavelberg (Hönningen)

Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Janik Skruth (Bonn)

Friseurmeisterin Nadja Hennig (Sessenbach)

Gerüstbauermeister Marcel Schmid (Neu-Ulm)

Installateur- und Heizungsbauermeister Jan Henrik Thorn (Altendiez)

Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Michael Helfen (Kenn)

Klempnermeister Philipp Bräuninger (Olzheim)

Konditormeisterin Charlotte Sterzik (Köln)

Land- und Baumaschinenmechatronikermeister Michel Hilger (Bassenheim)

Maler- und Lackierermeister Rami Djemili (Raubach)

Maßschneidermeisterin Nadja Bach (Hünfeld)

Maurer- und Betonbauermeister Moritz Haupt (Singhofen)

Metallbauermeister Dominik Krämer (Kelberg)

Stuckateurmeister Mirko Dietrich (Bärenbach)

Tischlermeister Till Klein (Hamm)

Geprüfter Polier Kai Kraaz (St. Katharinen)

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Tag des Tischler-Handwerks in Niederöfflingen – Bei der Schreinerei Rauen treffen Tradition und Moderne zusammen

Prüm/Niederöfflingen – Die Schreinerei Rauen im Dialog mit der Politik – „Das Handwerk ist das Rückgrat, gerade im ländlichen Raum“, so MdL Jutta Blatzheim-Roegler, stv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen anlässlich ihres Besuches bei Schreinerei Rauen in Niederöfflingen. Zusammen mit MdL Lisett Stuppy besichtigte sie die Traditionsschreinerei, die seit über 90 Jahren besteht und in dritter Generation von Ingo Rauen geführt wird.

Familie Rauen hatte aus Anlass vom Tag des Tischlerhandwerks Mitte September in ihre Schreinerei eingeladen. Schreinermeister Ingo Rauen richtete in seiner Begrüßung eine klare Botschaft an die Politik: „Der enorme bürokratische Zeitaufwand muss verringert werden. Es muss einfacher werden, damit Handwerk attraktiver wird für die nachfolgende Generation.“ Damit zielt er auf die anstehende Betriebsübergabe an seinen Sohn Lucas und dessen Ehefrau Hannah an. „Die Übernahme gestaltet sich bürokratisch sehr kompliziert.“

Vor Ort war auch Walter Blasius, Obermeister der Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich, Christian Weirich, stv. Geschäftsführer der Innung und Gero Jentzsch vom Fachverband Leben-Raum-Gestaltung Rheinland-Pfalz/Hessen. Zusammen mit Ortsbürgermeister Hermann-Josef Clemens diskutierte man auch über Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung.

Die Attraktivität des ländlichen Raumes und die Chancen durch eine duale Ausbildung sind starke Argumente, die man jungen Menschen frühzeitig noch stärker vermitteln müsste, da war man sich einig. Ingo Rauen ist Lehrlingswart und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses bei seiner Innung. Die Ausbildung junger Menschen zu begleiten ist für ihn ein Herzensanliegen, genauso wie der Werkstoff Holz selbst.

Bei Schreinerei Rauen treffen Tradition und Moderne zusammen: Eines der ältesten Gewerke arbeitet mit High-Tech Maschinen und das umweltgerecht. Die erste PV-Anlage der Schreinerei ist seit über zwei Jahrzehnten im Einsatz. Zwei weitere wurden vor wenigen Monaten installiert. „Im Jahresmittel können wir uns komplett mit Eigenstrom versorgen“, berichtet Ingo Rauen, der auch als Erster Beigeordnetet von Niederöfflingen sich seit Jahrzehnten für autarke Lösungen der Ortsgemeinde einsetzt. „Schon vor 10 Jahren haben wir uns für Windenergieanlagen ausgesprochen, aber es fehlte an kommunalpolitischer Unterstützung“, resümiert er. Er fordert von der Politik, die Energiewende als Chance zu nutzen, um Finanzmittel für den ländlichen Raum zu generieren.

Das rheinland-pfälzische Tischlerhandwerk ist mit rund 2.000 Betrieben, 13.000 Beschäftigten und 1.000 Auszubildenden nicht nur ein starker und leistungsfähiger Wirtschaftsfaktor, sondern verbindet auch wie kaum eine andere Branche traditionelles, werthaltiges Handwerk mit zukunftsorientiertem, umweltbewusstem und nachhaltigem Handeln.

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Expo Real – Region Aachen präsentiert sich mit Ausstellerrekord in München

Aachen/München – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen organisiert erneut den leuchtend grünen Stand von „aachen1a – drei Länder, ein Standort“ auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real, die vom 4. bis 6. Oktober in München stattfindet. Die Standgemeinschaft umfasst in diesem Jahr 27 Partner. „Das ist Rekord, nie waren es mehr“, freut sich Philipp Piecha, Referatsleiter Wirtschaftsförderung bei der IHK Aachen. Unter den Ausstellern sind mehr als 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landräte sowie rund 150 Projektentwickler, Architektinnen, Wirtschaftsförderer und Planerinnen aus der Region in München dabei.

„Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Zeichen zu setzen und mit aktuellen Erfolgen Mut zu machen“, betont Piecha und verweist auf akute Herausforderungen für Projektentwickler und die gesamte Bau- und Immobilienwirtschaft: Steigende Zinsen, eine schwache Konjunktur, hohe Baukosten sowie der Fachkräftemangel belasten die Branche. Piecha ist überzeugt: „Der Wandel, den die Immobilienwirtschaft derzeit durchmacht, ist ein tiefer Einschnitt.“

Ziele in München sind deshalb, über die aktuellen Herausforderungen zu sprechen und zugleich Lösungsansätze zu diskutieren und Investorinnen und Investoren für die Region Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie die benachbarte Parkstadt Limburg zu gewinnen. Vielversprechende Vorhaben und Ideen gibt es zuhauf: den Strukturwandel im Rheinischen Revier, Pläne zum Aufbau einer bundesweiten Modellregion für nachhaltige Energie, zuvorderst für grünen Wasserstoff und dafür notwendige Infrastrukturprojekte wie den Delta Rhine Corridor, Forschungsvorhaben rund um Aviation im Rheinischen Revier oder das Einstein-Teleskop.

Die Bundesregierung will der gebeutelten Baubranche helfen und hat in dieser Woche angekündigt, energetische Anforderungen an Gebäude nicht weiter zu verschärfen. Zudem soll es mehr Fördergelder geben, unter anderem für den Umbau von Gewerbe zu Wohnungen. Die Pläne der Bundesregierung werden in München bewertet und diskutiert, ebenso Themen wie Flächenverfügbarkeit, Planungsbeschleunigung und -sicherheit sowie Nachhaltigkeit und Resilienz in der der Bau- und Immobilienwirtschaft. Piecha: „Gerade im Bereich nachhaltiger Lösungen sind Projektentwickler und Architekten aus unserer Region gut aufgestellt und der Entwicklung in ihren Branchen voraus.“

Die 27 Partner von „aachen1a“ wollen auf der Expo Real Kräfte bündeln, Lösungen finden und neue Allianzen schmieden. Entsprechend optimistisch blickt IHK-Experte Piecha nach vorne: „Herausfordernde Zeiten bieten stets auch die Gelegenheit, Wandel zu gestalten, Bestehendes zu optimieren und Neues zu wagen.“

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VR Bank RheinAhrEifel eG zu Gast auf dem Wirtschaftstag

Region/Koblenz/Frankfurt – Rund 100 Teilnehmende informierten sich auf einem der größten deutschen Unternehmertreffen – Am 27. September 2023 nahm die VR Bank RheinAhrEifel eG aktiv am Wirtschaftstag der Volksbanken Raiffeisenbanken in Frankfurt teil, einem der bedeutendsten deutschen Unternehmertreffen. Unter dem Motto „Ideen für neue Wege – Deutschland trotzt den Krisen“ versammelten sich rund 2.200 Teilnehmer auf Einladung des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, um sich über aktuelle politische und wirtschaftliche Themen zu informieren.

Die VR Bank RheinAhrEifel eG nutzte diese hochkarätige Veranstaltung, um Firmenkunden sowie Private Banking Kunden einzuladen und war mit einer Delegation von etwa 100 Teilnehmern vertreten. Der herausragende Startpunkt des Tages war der inspirierende Vortrag von Jean Asselborn, der das Schengener Abkommen und die Stärke der Europäischen Union in Zeiten der Krise hervorhob.

Der Wirtschaftstag bot zudem eine breite Palette von Themen, darunter Künstliche Intelligenz als Wirtschaftstreiber, die Transformation zu nachhaltiger Energieversorgung und die aktuellen Herausforderungen im Verkehrssektor. Besonders bemerkenswert war die spannende Podiumsdiskussion zum Thema „Wirtschaftswachstum und Demokratie in instabilen Zeiten“, bei der Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und Gewerkschaften ihre Ansichten und Standpunkte lebhaft diskutierten.

Den Höhepunkt des Tages bildete die inspirierende Abschlussrede von Joachim Gauck, in der er betonte, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten den Kurs zu halten und Standhaftigkeit zu bewahren.

Matthias Herfurth, Vorstand der VR Bank RheinAhrEifel eG, zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Tages und erklärte: „Es hat uns gefreut, dass unsere Kundinnen und Kunden unsere Einladung angenommen haben und die Beiträge aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Forschung zu einem spannenden Austausch untereinander und Anregungen für die Praxis beitrugen.“

Die Teilnahme am Wirtschaftstag in Frankfurt unterstreicht das Engagement der VR Bank RheinAhrEifel eG für ihre Mitglieder, Kundinnen und Kunden. Das Unternehmen bleibt bestrebt, innovative Wege zu finden und Lösungen anzubieten, um die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden zu erfüllen.

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Wohnungsgipfel in Berlin – BVR Präsidentin Kolak kommentiert die Ergebnisse

Region/Berlin – Das Hilfsprogramm der Bundesregierung ist ein Anfang, weitere Maßnahmen sind aber notwendig – Die Ergebnisse des Wohngipfels kommentiert Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken wie folgt: „Das Hilfsprogramm der Bundesregierung zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum ist angesichts der Dringlichkeit der Probleme am Immobilienmarkt richtig, aber noch zu klein dimensioniert.

Bezahlbarer Wohnraum ist von enormer gesellschaftlicher Bedeutung und das Hilfsprogramm der Bundesregierung ist dafür zumindest ein Anfang. Zwar ist es zielführend, dass die Bedingungen für den Wohnungsneubau und die energetische Sanierung angepasst werden sollen. Neben der Verbesserung der Abschreibungsbedingungen für Unternehmen dürfte auch die Anpassung der Einkommensgrenzen bei den Förderkrediten positiv wirken. Insgesamt darf es aber nicht allein bei den jetzt beschlossenen Maßnahmen bleiben, um das Problem des Wohnungsmangels zu lösen.

Die Bundesregierung sollte im Dialog mit der Bauwirtschaft sowie mit Banken und Sparkassen noch weitere Maßnahmen identifizieren, mit denen der Investitionsstau in absehbarer Zeit beseitigt werden kann. Die genossenschaftliche FinanzGruppe als einer der größten Wohnungsbaufinanzierer Deutschlands hat hierzu ein umfangreiches Positionspapier veröffentlicht, in dem neben weiteren Maßnahmen wie die Begrenzung der Baukosten durch effizientere Regelsetzung, Verringerung der Arbeitskräfteknappheit im Handwerk und Bau sowie verbesserte KfW-Förderung von Wohnungsbau und Energieeffizienz vorgeschlagen werden.“

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Kreissparkasse (KSK) Mayen und VR Bank RheinAhrEifel eG sichern gemeinsame Bargeld-Versorgung vor Ort

Mayen/Region – Angebot für Kunden beider Institute bleibt weiterhin kostenfrei – Die Kreissparkasse (KSK) Mayen und die VR Bank RheinAhrEifel eG werden ab Anfang Oktober in Rieden, Miesenheim und Obermendig in ihren SB-Filialen kooperieren.

An allen drei Standorten betreiben die Institute zukünftig gemeinsam Geldautomaten und Selbstbedienungsterminals mit Kontoauszugsdruckern. Während in Rieden und Miesenheim die KSK mit ihren SB-Geräten in die Räume der VR Bank umzieht, wird die VR Bank in Obermendig ihr SB-Angebot in die Räume der KSK-Filiale verlagern.

Beide Institute stellen damit sicher, dass die Bargeldversorgung vor Ort erhalten bleibt. Gleichzeitig tragen sie den erhöhten Sicherheitsanforderungen an Geldautomaten Rechnung.Vertreter beider Häuser, die mit der Kooperation ein klares Zeichen setzen möchten, sind sich einig, eine kundenfreundliche und praktikable Lösung gefunden zu haben.

„Uns ist klar, dass die Infrastruktur für die Menschen vor Ort nach wie vor sehr wichtig ist. Auch wenn der Trend immer mehr zum mobilen Bezahlen geht, bleibt die Bargeldversorgung eine wichtige Aufgabe für uns“, so Alexander Müller, Vertriebsleiter Privatkunden der Kreissparkasse Mayen. „Wir suchen und finden konstruktive Lösungen, um den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden“, betont auch Stephan Weber, ebenfalls Vertriebsleiter Privatkunden bei der Kreissparkasse Mayen.

„Die VR Bank RheinAhrEifel und die Kreissparkasse Mayen sind an den Standorten Rieden Miesenheim und Obermendig vor Ort für ihre Kunden da. Es ist sinnvoll, an diesen Stellen die Kosten für die Räumlichkeiten, die Automaten und die wichtige Sicherheitstechnik gemeinsam zu schultern“, zeigt sich Oliver Engels, Direktor Regionalmarkt MayenRhein der VR Bank RheinAhrEifel, erfreut über die gefundene Lösung. „Wir zeigen damit unsere regionale Verantwortung und sind bestrebt, die bestmögliche Lösung für unsere Kunden zu finden“, ergänzt Thomas Theisen, Direktor Regionalmarkt AhrBrohltal.

Für die Kunden beider Institute ändert sich nichts, die Nutzung ist weiterhin kostenfrei. Auch Kunden anderer Sparkassen und VR Banken können die Automaten zu den jeweils ausgewiesenen Konditionen nutzen, zumeist sogar gebührenfrei.

Die Standorte der gemeinsam betriebenen SB-Filialen:
Obermendig: Teichwiese 10a, 56743 Mendig
Miesenheim: Dorfplatz 5, 56626 Miesenheim
Rieden: Brohltalstraße 44, 56745 Rieden

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Kreis Euskirchen stellt Meister-Stipendium vor – Eine Chance für aufstrebende Talente

Euskirchen – Der Kreis Euskirchen stellt erstmals ein Stipendium für angehende Fachkräfte zur Verfügung. Im Rahmen der Fachkräfteoffensive, die Landrat Markus Ramers zu Beginn des Jahres ausgerufen hat, möchte der Kreis angehende Handwerksmeisterinnen und –meister finanziell unterstützen.

Landrat Markus Ramers würdigte in diesem Zusammenhang die
Bedeutung handwerklicher Fähigkeiten: „Das Handwerk ist eine ganz
wesentliche Säule unserer Wirtschaft im Kreis. Und im Meisterhandwerk liegt ein wichtiger Schlüssel für einen attraktiven Fachkräftestandort“.

Zu den Details des Stipendiums informierte der Landrat am Donnerstag gemeinsam mit Iris Poth, Leiterin der Stabstelle Wirtschaftsförderung beim Kreis Euskirchen, Kreishandwerksmeister Willi Fetten, Jochen Kupp (Leiter BZE) und dem Schulleiter am Berufskollege Eifel Holger Mohr beim Betrieb Treppen Jenniches in Blankenheim.

Alle Anwesenden sind sich einig: Meisterinnen und Meister sind
angesehene Spezialisten in Schlüsselpositionen, die Qualitäts-,
Führungs- und Managementaufgaben in Betrieben übernehmen. So
genießen Meisterinnen und Meister noch immer ein sehr hohes
gesellschaftliches Ansehen und in Deutschland gibt es allein im
Handwerk mehr als 100 Berufe, in denen eine Weiterbildung absolviert
werden kann.

Die Fachkräfteoffensive des Kreises Euskirchen möchte genau hier
ansetzen, einen Anreiz schaffen und die Fachkräfte von heute zu einer
beruflichen Weiterqualifizierung motivieren, um zu den Meisterinnen
und Meistern von morgen zu werden. Dabei soll das heute vorgestellte
Meisterstipendium begabte Talente fördern, die eine entsprechende
Fort- oder Weiterbildung absolvieren und im Kreis Euskirchen ihren
Wohnsitz haben.

Die Vergabe des Meisterstipendiums erfolgt für 12-36 Monate, je
nachdem ob die Weiterbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit
absolviert wird. Die finanzielle Ausstattung beläuft sich auf max.
6.000,00 EUR.

Die Vergabe erfolgt im Laufe des vierten Quartals 2023. Anträge
können in schriftlicher Form unter wirtschaftsfoerderung@kreiseuskirchen.de bis zum 31.10.2023 eingereicht werden.

Wer ein Stipendium in Anspruch nimmt, verpflichtet sich zu einer
Anschlussbeschäftigung nach Beendigung der Weiterbildung im
Kreisgebiet von mindestens 5 Jahren in einem Unternehmen oder
einer Institution. Alternativ ist auch eine selbstständige
Unternehmensgründung erwünscht.

„Eine Meisterqualifikation zu erwerben und diese im Anschluss
zielgerichtet in einem Unternehmen erfolgreich einzusetzen, schafft
die Basis für erfolgreiche Betriebe am heimischen Wirtschaftsstandort
im Kreis Euskirchen“ so Iris Poth.

Die Wirtschaftsförderung steht Interessierten und Antragstellenden
gerne beratend zur Verfügung.

Kontakt
Stabsstelle Struktur- u. Wirtschaftsförderung
Frauenberger Straße 152, 53879 Euskirchen
Frau Laura Meyer
Tel.: 02251 15-1541Telefonnummer
Mai.: laura.meyer@kreis-euskirchen.de

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BVR fordert wirtschafts-politischen Neustart der Bundesregierung

Region/Berlin – Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) fordert in seinem aktuellen Konjunkturbericht, dass die Bundesregierung die Prioritäten ihrer Wirtschaftspolitik neu ausrichtet. „Die Bundesregierung sollte die zweite Hälfte der Legislaturperiode für einen wirtschaftspolitischen Neustart nutzen, um gezielt die Wachstumskräfte der deutschen Wirtschaft zu stärken“, so BVR-Präsidentin Marija Kolak. Der Wachstumstrend von derzeit rund 0,5 Prozent könne auf 1 Prozent steigen, wenn die Politik die Sorgen des Mittelstands stärker in den Fokus nehme.

Der Standort Deutschland kämpft aktuell mit mehreren belastenden Trends. Hierzu zählten Arbeitskräfteknappheit, hohe Strompreise, eine weiter steigende Bürokratie und im internationalen Vergleich zu hohe Unternehmenssteuersätze. Kolak: „Wichtige Schritte zur Stärkung des Standorts sind stärkere Anreize zur Erhöhung des inländischen Arbeitsangebotes, eine nachhaltige Senkung der Stromkosten für alle mittelständischen Unternehmen, nicht nur Großverbraucher wie beim Konzept des Industriestrompreises, und eine Senkung der Unternehmenssteuersätze.“

Zudem sollte die Bundesregierung den anstehenden Wohnungsgipfel am Montag, dem 25. September, zum Anlass nehmen, Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Immobilieninvestitionen zu beschließen. „Aus dem Einbruch der Immobilienwirtschaft darf keine anhaltende strukturelle Krise werden“, mahnt die BVR-Präsidentin. Daher sollten ohnehin langfristig gebotene Maßnahmen nun schnell umgesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise bessere Abschreibungsmöglichkeiten oder Anpassungen der Konditionen von KfW-Förderprogrammen. Diese seien nicht nur zur Bekämpfung des Wohnungsmangels nötig, sondern auch zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2045.

In den vergangenen Wochen wird die Qualität des Wirtschaftsstandorts Deutschland kritisch diskutiert. Im Vergleich zu der Situation vor den Reformen der Agenda 2010 im Jahr 2003 sei die deutsche Wirtschaft heute deutlich solider aufgestellt. Auch sei der Arbeitsmarkt stabil und der solide Deutsche Aktienindex signalisiere eine robuste Situation der deutschen Unternehmen. Dennoch bestehe angesichts der anhaltenden Wachstumsschwäche dringender wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf.

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evm gewinnt R56+ Award – Mini-Solaranlagen für alle

Region/Koblenz – Energieversorger engagiert sich mit seiner Marke „Solarista“ für Nachwuchsförderung im Handwerk – Für eine nachhaltige Zukunft wird mehr erneuerbare Energie benötigt. Daher hat die Energieversorgung Mittelrhein (evm) 2020 die Marke „Solarista“ für Balkonkraftwerke/Mini-Photovoltaikanlagen für jedermann ins Leben gerufen, um allen Menschen zu ermöglichen, einen Beitrag zur Energiewende leisten zu können.

Für das Vorantreiben der Energiewende fehlt es jedoch an vielen Stellen an Fachkräften, im Besonderen für die Planung und Installation Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen uvm. Da möchte das Team von Solarista ansetzen und hat für ihr Konzept „Power to the People“ den R56+ Award für Nachwuchsförderung erhalten.

Mini-Solaranlagen für alle

Bei Solarista handelt es sich um Mini-Solaranlagen, die nahezu überall befestigt werden können. Egal ob am Balkon, Zaun, dem Gartenhaus oder der Hauswand. „Viele Menschen wohnen in Mietswohnungen, können sich eine große Photovoltaikanlage nicht leisten oder ihr Dach ist hierfür nicht ausgelegt. Daher haben wir die steckerfertigen Mini-Solaranlagen von Solarista entwickelt. So haben alle Menschen die Möglichkeit, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und dabei noch Energiekosten zu sparen“, erklärt Ivonne Liedloff, Fachbereichsleiterin Innovationsmanagement bei der evm. Doch um auch in Zukunft die Energiewende weiter voranzutreiben, muss bei jungen Menschen frühzeitig ein Bewusstsein für erneuerbare Energien geschaffen werden.

Unterrichtsmodul zu erneuerbaren Energien an Schulen

Gemeinsam mit Pädagogen/-innen und Lehrkräften möchte das Team von Solarista ein Unterrichtsmodul zum Thema erneuerbare Energien, der technischen Funktionsweise und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft entwickeln. Damit die theoretischen Inhalte auch für junge Schülerinnen und Schüler verständlich und greifbar vermittelt werden können, spenden die evm ausgewählten Schulen Mini-Solaranlagen von Solarista. Gemeinsam mit regionalen Handwerksbetrieben können die Schulklassen die Solarmodule aufbauen und aus erster Hand spannende Aspekte der handwerklichen Berufe kennenlernen. „Wir schlagen so drei Fliegen mit einer Klappe. Wir schaffen das Bewusstsein für erneuerbare Energien. Junge Menschen erhalten Perspektiven für ihre zukünftige Berufswahl und das Handwerk erhält die Möglichkeit, Fachkräfte für ihre Gewerke zu begeistern“, so Nicolai Kretz, verantwortlicher Innovationsmanager der evm.

Auszeichnung für herausragende Projekte und Ideen

Der R56+ Award ist eine Auszeichnung der Regionalmarketinggesellschaft Region56+. Er wird für herausragende Projekte und Ideen vergeben, die das Lernen, Arbeiten und Leben in der Region56+ nachhaltig verbessern. „Wir bedanken und sehr bei der R56+ und nehmen die Auszeichnung als Ansporn, unsere Mission für eine nachhaltige Zukunft fortzusetzen“, sagt Ivonne Liedloff.

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Weinbranche kämpft mit Absatzrückgang – Umsätze bleiben stabil

Region/Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier – Die Entwicklung des Weinmarktes in Rheinland-Pfalz bleibt herausfordernd: Trotz nahezu unverändertem Umsatz verzeichnet die Branche einen Absatzrückgang. Das zeigt eine Auswertung aktueller Absatzanalysen und Konsumauswertungen der Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz. Demnach beeinflusst die allgemeine wirtschaftliche Situation auch die Konsumstimmung der Verbraucher beim Weinkauf: Die unsichere weltpolitische Lage, höhere Kosten und steigende Preise führen zu einem Rückgang der verkauften Flaschen über alle Vertriebskanäle hinweg – ob Direktvermarktung, Gastronomie, Fachhandel, Lebensmitteleinzelhandel oder Export.

„Die höheren Weinpreise führen zu einer geringeren Menge an verkauften Flaschen. Die Weinbranche kämpft trotz nahezu stabilem Umsatz mit Absatzrückgängen in den unterschiedlichen Vertriebskanälen“, sagt Albrecht Ehses, weinpolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Trotz der herausfordernden Situation auf dem heimischen Markt sind die Exportzahlen zwischen Juli 2022 und Juni 2023 stabil geblieben. Insgesamt wurden 87 Millionen Liter Qualitätswein im Gesamtwert von 360 Millionen Euro exportiert, mit einer leichten Mengensteigerung von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Wertzuwachs von 5,2 Prozent. Die USA, Norwegen, die Niederlande, Polen und Großbritannien sind die Hauptabnehmer und bei reduzierten Absatzmengen konnte eine weitere Steigerung der Durchschnittspreise erzielt werden.

„Die Exportzahlen zeigen die anhaltende Attraktivität deutscher Qualitätsweine auf dem internationalen Markt“, sagt Ehses, wünscht sich aber eine noch stärkere Ausrichtung der Weinbranche auf dieses wichtige Marktsegment. In Bezug auf die einzelnen Anbaugebiete seien detaillierte Angaben aufgrund begrenzter statistischer Erfassungen lediglich für die drei größten rheinland-pfälzischen Weinregionen möglich. In diesem Kontext zeigen die Exportdaten, dass sowohl die Mosel (20 Millionen Liter) als auch Rheinhessen (29 Millionen Liter) auf das Jahr gerechnet einen Rückgang von etwa vier Prozent in der Exportmenge ihrer Weißweine in Behältnissen unter zwei Liter verzeichnen mussten. Die Pfalz hingegen konnte mit einem bemerkenswerten Plus von 16,3 Prozent auf 14,8 Millionen Liter ihren Exportanteil deutlich ausbauen.