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Wiederaufbau Ahrtal – Über 400 Impulse zur ersten Zukunftskonferenz

Ahrweiler – Kreisbeigeordneter Gies dankt den vielen Ideengebern. Anfang September hatten der Kreis Ahrweiler und die Landesregierung zu einer ersten Zukunftskonferenz eingeladen, in deren Mittelpunkt der Wiederaufbau im Ahrtal stand. Weit mehr als 400 Ideen von Expertinnen und Experten sowie Bürgerinnen und Bürgern des Kreises wurden hierbei gesammelt. In einem nächsten Schritt werden diese nun auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und weitere Schritte zur Realisierung eingeleitet.

Während der Zukunftskonferenz waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft, der Ver- und Entsorger, der Telekommunikation sowie der Hilfsorganisationen in Arbeitsgruppen zusammengekommen. So konnten zu den fünf übergeordneten Themenbereichen „Natur, Bauen & Hochwasserschutz“, „Tourismus & Weinbau“, „Gesundheit“, „Wirtschaft“, „Infrastruktur & Versorgung“ sowie „Arbeit & Soziales“ rund 180 Ansätze zum Wiederaufbau des Ahrtals entwickelt werden. Per Online-Übertragung konnten auch Bürgerinnen und Bürger die Konferenz live mitverfolgen und ebenfalls ihre Ideen und Anregungen über eine Web-Plattform einbringen. Hierüber erfolgten bis heute alleine 250 Vorschläge.

„Dieser Ideenreichtum hat mich enorm beeindruckt. Ich möchte daher jedem einzelnen Ideengeber herzlich danken, der sich über die Web-Plattform beteiligt hat. Wir werden unsere Heimat wieder aufbauen und mindestens so stark machen wie zuvor. Die eingereichten Ideen sind dabei wichtige Impulsgeber“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL.

Derzeit werden alle eingebrachten Vorschläge von Expertinnen und Experten der unterschiedlichen Themenbereiche, die den einzelnen Arbeitskreisen als sogenannte „Paten“ vorstanden, bewertet und nach ihrer zeitlichen Umsetzbarkeit (kurz-, mittel- oder langfristig) kategorisiert. Im Anschluss werden die entsprechenden am Wiederaufbau beteiligten Akteure und Institutionen miteinander vernetzt, um die Ideen unmittelbar an der richtigen Stelle anzusiedeln.

Eigene Ideen können auch weiterhin über das Webportal der Zukunftskonferenz eingebracht und kommentiert werden. Den Link hierzu gibt es auf der Homepage der Kreisverwaltung unter https://kreis-ahrweiler.de > Button „Zukunftskonferenz“ oder direkt unter www.aw-zukunftskonferenz.de.

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Ein kompaktes Rahmen-Programm soll die Aachener auf den Karlspreis einstimmen

Aachen – Aufgrund der besonderen Umstände der aktuellen Corona-Pandemie findet das Programm in diesem Jahr in konzentrierter Form statt und beginnt unter Einbeziehung der neuen Karlspreis-Akademie gut eine Woche vor dem Festakt. Wie üblich knüpfen die Veranstaltungen des Rahmenprogramms auch im Jahr 2021 an die Person, das Wirken und das Heimatland des Preisträgers an. Ein wichtiges Augenmerk gilt der jungen Generation. So wird der Jugendkarlspreis am 30. September vergeben. Geehrt werden dann gleich zwei Wettbewerbsjahrgänge.

Am 2. Oktober wird der Präsident von Rumänien, Klaus Iohannis, mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Die Festrede hält der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel. Nicht nur das Datum des Festakts ist in diesem Jahr ungewöhnlich, auch die Umstände, die zur Verschiebung vom angestammten Christi Himmelfahrtstag gezwungen haben und die auch begleitende Aktivitäten nicht in dem bisher üblichen Umfang ermöglichen. Dennoch sollen die Aachener Bürgerinnen und Bürger mit einem konzentrierten Rahmenprogramm auf den diesjährigen Karlspreis eingestimmt werden. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen stellte dieses Programm heute (21. September 2021) gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden im Haus Löwenstein vor.

Brückenbauer zwischen Ost und West

Mit Klaus Iohannis würdigt das Karlspreisdirektorium einen herausragenden Streiter für die europäischen Werte, für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und einen großen Brückenbauer zwischen Ost

und West. In einer Zeit, in der die Rechtsstaatlichkeit auch in Teilen Europas, nicht zuletzt in Teilen Mittelost- und Südosteuropas immer stärker unter Druck gerät, macht das Beispiel, das Klaus Iohannis gibt, Hoffnung. Denn es ist der rumänische Präsident, der wie kein anderer für den Kampf gegen

Korruption, Klientelwirtschaft und die Demontage des Rechtsstaates steht und der mit unermüdlichem Einsatz, klarem Kompass und Standhaftigkeit die große Mehrheit der rumänischen Bevölkerung für eine proeuropäische, rechtsstaatliche und demokratische Politik gewinnen und damit für ein Bekenntnis zu

Europa überzeugen konnte. Deshalb könnte der Karlspreisträger 2020 auch in 2021 aktueller nicht sein.

Fester Bestandteil des Karlspreises

Das Rahmenprogramm zur Karlspreisverleihung gehört seit 1991 zum festen Bestandteil des Karlspreises. Aufgrund der besonderen Umstände der aktuellen Corona-Pandemie findet es in diesem Jahr in konzentrierter Form statt und beginnt gut eine Woche vor dem Festakt. Insgesamt ist es das 31. Rahmenprogramm zu einer Karlspreisverleihung. Über 1.000 Programmpunkte wurden bislang konzipiert und umgesetzt – unter anderem zur (damaligen) Tschechoslowakei, Frankreich, Spanien, Norwegen, Österreich, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA, Ungarn, Vatikan, Irland, Italien, Luxemburg, Litauen, Belgien, Portugal, Rumänien und Deutschland. Wie üblich knüpfen die Veranstaltungen des Rahmenprogramms anno 2021 an die Person, das Wirken und das Heimatland des Preisträgers an.

Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch noch einmal, dass Klaus Iohannis in schwierigen Zeiten den europäischen Wertekanon, die Stärkung der europäischen Rechtsgemeinschaft und die gemeinsame Idee von einer europäischen Zukunft nicht nur im Osten entschlossen und erfolgreich verkörpere. „Er ist ein großer Streiter für Fairness, den Schutz für Minderheiten und kulturelle Vielfalt sowie ein wichtiger Mittler und Brückenbauer zwischen west- und osteuropäischen Gesellschaften“, sagte Linden. Er ergänzte, dass man sich deshalb ganz besonders auf diesen Karlspreisträger freue.

Sibylle Keupen sagte: „Mir liegt beim Rahmenprogrammvor allem die junge Generation am Herzen. Bei der Verleihung des Jugendkarlspreises werden in diesem Jahr gleich zwei Wettbewerbsjahrgänge geehrt. Denn neben den Gewinnern aus 2020, deren Auszeichnung verschoben werden musste, werden auch die Sieger des Wettbewerbs 2021 gewürdigt. Für den lagen übrigens über 400 Bewerbungen vor – der Pandemie zum Trotz eine Rekordbeteiligung.“

Europäischer Karlspreis für die Jugend

Der Europäische Karlspreis für die Jugend wird am 30. September im Krönungssaal des Aachener Rathauses vergeben. Hier werden gleich zwei Gewinnerjahrgänge prämiert. An den vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung zuvor ausgeschriebenen Wettbewerben haben sich Jugendliche aus allen EU-Mitgliedsländern mit knapp 800 Projekten beteiligt. Zur Preisverleihung, die unter anderem von der Vizepräsidentin des Europäischen

Parlaments, Katarina Barley, vorgenommen wird, werden Vertreterinnen und Vertreter aller 54 nationalen Gewinnerprojekte in Aachen erwartet.

Der gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen ausgerichtete Karlspreis Europa Summit versammelt am Nachmittag nach der Jugendkarlspreisverleihung junge Akademikerinnen und Akademiker und erfahrene Europa-Akteure. Der Summit ist wesentlicher Bestandteil der 2019 ins Leben gerufenen

Karlspreis-Europa-Akademie, im Rahmen derer jährlich fünf herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Stipendium zur Erarbeitung europäischer Zukunftsthemen unterstützt werden.

Karlspreis-Europa-Forum

Auch das Forum hat inzwischen eine langjährige Tradition. Seit knapp zwei Jahrzehnten finden sich am Vortag der jeweiligen Karlspreisverleihungen Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien zusammen, um über aktuelle europäische Themen zu diskutieren. Im

Mittelpunkt des diesjährigen Forums am 1. Oktober stehen vor allem Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik und der europäische Green Deal. Zum Forum, das erstmals im neuen Veranstaltungs- und Konferenzzentrum „DAS

LIEBIG“ stattfindet, werden unter anderem die vormalige Präsidentin der Republik Litauen und Karlspreisträgerin 2013, Dr. Dalia Grybauskaite, und der aktuelle Preisträger, Präsident Klaus Iohannis, erwartet.

Karlspreis LIVE

Am 1. Oktober erwartet die Bürgerinnen und Bürger beim Karlspreis Live in der Aachener Innenstadt ein humorvoller Walkact der 2,20 Meter-großen „Gentlemen“ und die Gruppe „ComboCombo“, die die Mobilität einer Marching Band mit den musikalischen Möglichkeiten einer Bühnenband verbindet. Und während „foolpool – Die Gentlemen“ mit einer Menge an humorvoller, unerwarteter Kommunikation ganz ohne Sprache auskommen, besticht „ComboCombo“ mit wenig Technik und viel Energie durch ein abwechslungsreiches Programm – von Duke Ellington bis James Brown, von Angus Young bis RATM.

Ab 16.45 Uhr werden der Aachener Bevölkerung von Bernd Büttgens vom Aachener Medienhaus die sechs Hauptgewinner der Jugendkarlspreiswettbewerbe 2020 und 2021 auf der Rathausempore vorgestellt, bevor sich Präsident Klaus Iohannis dort um 17.15 Uhr den Fragen von AZ/AN-Chefredakteur Thomas Thelen stellt.

Empfang auf der Rathausempore

Am Verleihungstag, 2. Oktober, können die Bürgerinnen und Bürger den Festakt ab 11.15 Uhr live auf Video-Großleinwand auf dem Markt verfolgen. Um ca. 13.15 Uhr empfangen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, den kurz zuvor ausgezeichneten rumänischen Präsidenten, weitere Karlspreisträgerinnen, -preisträger und Ehrengäste auf der Rathausempore. Sie werden musikalisch begrüßt durch den Chor Carmina Mundi unter Leitung von Harald Nickoll, der ab 14 Uhr noch ein Konzert in der Elisenbrunnen Rotunde gibt. Und auch ComboCombo und foolpool – Die Gentlemen ziehen noch einmal durch die Innenstadt.

Hinweise zur Teilnahme

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Rahmenprogramms eingeladen. Teilweise gilt hierfür das Erfordernis einer vorherigen schriftlichen Anmeldung. Generell gilt die Beachtung der geltenden Corona-Schutzregeln, vor allem der Nachweis der vollständigen Impfung, der Immunisierung durch Genesung oder ein Negativtestnachweis. Beim Einlass zu den Veranstaltungen sind der entsprechende Nachweis sowie ein Ausweis vorzulegen. Zudem sind in den Innenräumen die Maskenpflicht und die jeweiligen Hygienemaßnahmen zu beachten.

Veranstaltungen, die an einen geschlossenen Teilnehmerkreis gerichtet sind, speziell der Karlspreis Europa Summit und das Karlspreis-Europa-Forum ebenso wie die Verleihung des Jugendkarlspreises, können im Live-Stream auf www.karlspreis.de verfolgt werden.

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt.

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BWV-Präsident Michael Horper kritisiert unreflektierte Darstellungen der UN

Region/Koblenz – Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, kritisiert die pauschalen Aussagen mehrerer UN-Organisationen, wonach die Landwirtschaft ein Hauptverursacher des Klimawandels sei. „Die Landwirtschaft pauschal zu kritisieren ist der UN unwürdig. Gerade in Europa werden die Fördergelder sehr wohl umwelt- und naturschutzorientiert vergeben. Allein in Rheinland-Pfalz würden deutlich über 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche unter besonderer Berücksichtigung naturschutzrelevanter Aspekte bewirtschaftet.

In der EU werden die allergrößten Anstrengungen unternommen, Wasser zu schützen und Emissionen zu mindern. Die Landwirtschaft entzieht der Erde keine fossilen Energien und wandelt sie in Treibhausgase um. Im Gegenteil wird emittiertes Methan wieder in Kohlenstoff und Wasserstoff umgewandelt. Wenn der Treibstoff für die Nutzfahrzeuge auf erneuerbare Energien umgestellt würde, hätte die Landwirtschaft keine nennenswerten negativen Emissionsbilanzen mehr. Im Gegenteil ist die Landwirtschaft Teil der Lösung: Biogasanlagen, Photovoltaik- und Windkraftanlagen verringern deutlich den Verbrauch an fossilen Energien. Warum wird diese außerordentlich positive Entwicklung seitens der UN nicht öffentlich gewürdigt?“

Wenn es in der Welt Abholzungen und landwirtschaftliches Missmanagement gebe, müsse das abgestellt werden, so Horper. Es sei aber völlig kontraproduktiv, die Landwirtschaft pauschal anzugreifen und die großen Erfolge im Einsatz für den Klimaschutz zu ignorieren. Ein solches Verhalten sei zutiefst enttäuschend. Er hätte sich gewünscht, dass Europa als Beispiel für eine positive und nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft genannt werde.

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Hochwasser Wiederaufbau-Fonds – 1. Info Veranstaltung in Schleiden am Freitag 24. September – Anmeldung erforderlich

Schleiden – Die erste Informationsveranstaltung für Unternehmen zum Wiederaufbaufond und seiner Antragstellung im Gebiet der Stadt Schleiden findet in Kooperation von Wirtschaftsförderung der Stadt Schleiden und der Industrie- und Handelskammer Aachen am Freitag, den 24. September 2021, statt.

Geladen sind die gemäß Förderrichtlinie zur Anspruchsgruppe Unternehmen gehörenden Akteure: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler – hier gilt grundsätzlich das gleiche Antragsprocedere. Hinsichtlich der unmittelbaren Beratung von Berufsgruppen, die eigene Kammern haben, wird eine Vernetzung bzw. Kontaktvermittlung zu diesen anderen Kammern erfolgen können.

„Die heimische Wirtschaft hat bereits enorme Kräfte in den Wiederaufbau investiert. Bei dem bisherigen Weg und den nächsten Schritten als Verwaltung im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Kräften Unterstützung zu geben ist selbstredend und wird gerne durch unser Team Wirtschaft & Tourismus und mich geleistet.“, so Bürgermeister Pfennings. „Der Wiederaufbau unserer Wirtschaft ist der Garant für eine strategische Zukunftssicherung unserer Stadt“, fügt Teamleiterin Renn hinzu.

Für die Teilnahme an der Informationsveranstaltung am Freitag, 24. September 2021 ab 14:00 Uhr im Ratssaal bedarf es einer vorherigen Anmeldung an wirtschaft@schleiden.de oder telefonisch über 02445 89-442.

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RLP Gesundheitsminister Clemens Hoch besucht Kliniken im Ahrtal

Ahrtal/Mainz – Finanzielle Unterstützung von Bund und Land für Wiederaufbau. Gesundheitsminister Clemens Hoch besuchte am Montag von der Unwetterkatastrophe im Ahrtal betroffene Krankenhäuser sowie ein medizinisches Versorgungszentrum in Sinzig und tauschte sich vor Ort über die durch das Hochwasser entstandenen Schäden und die aktuelle Situation der Kliniken aus. Der Minister dankte zunächst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Geschäftsführungen für die umsichtige Evakuierung und Begleitung der Patientinnen und Patienten in der Katastrophennacht und für ihren Einsatz bei den unmittelbaren Aufräum- und Sanierungsarbeiten in ihren Kliniken. „Diese Bereitschaft verdient unseren besonderen Respekt, zumal viele Mitarbeitende selbst von der Flutkatastrophe betroffen waren und teilweise ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.“ Der Minister bedankte sich weiter für das außerordentliche Engagement der vom Hochwasser betroffenen Kliniken, die zügig und kreativ – vorerst in Ersatzräumlichkeiten – die Patientenversorgung wieder aufgenommen haben.

„Wir stehen seit der Flutkatastrophe in einem ständigen und engen Austausch mit den Kliniken und den weiteren Leistungserbringern und konzentrieren uns gemeinsam auf die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung und den Wiederaufbau der Kliniken“ so der Minister weiter Er wies auch darauf hin, dass die Solidarität unter den Krankenhäusern sehr hoch sei. So wurden durch das Hochwasser betroffene Einrichtungen von benachbarten Einrichtungen kurzfristig und unbürokratisch unterstützt, so dass die Patientenversorgung jederzeit sichergestellt und stabil war.

„Das war ein immenser Kraftakt. Dafür möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich danken. Insbesondere den in den Einrichtungen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, betonte Hoch. „Wir wissen, was Sie hier vor Ort geleistet haben und wir werden Sie auch weiterhin nach allen Kräften unterstützen.“

Der Gesundheitsminister verwies auch auf die finanziellen Hilfen, für die sich die Landesregierung beim Bund erfolgreich eingesetzt hatte. „Der Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern sieht eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 30 Milliarden Euro zur Beseitigung der Schäden, die aufgrund des Starkregens und des Hochwassers aufgetreten sind, vor. Auch die betroffenen Krankenhäuser sind explizit anspruchsberechtigt und können nicht nur Wiederaufbaukosten, sondern auch Erlösausfälle kompensiert erhalten. Damit haben sie eine finanzielle Perspektive, um die Beseitigung der immensen Schäden und den Wiederaufbau in Angriff zu nehmen. Das ist ein wichtiges Signal: Bund und Land stehen fest an Ihrer Seite für eine schnelle Instandsetzung der Versorgungstrukturen.“

Vier Krankenhäuser im Ahrtal waren direkt von der Flut betroffen und wurden evakuiert: die Dr. von Ehrenwallsche Klinik Ahrweiler, die DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Bad Neuenahr, das Gefäßzentrum Dr. Bauer Ahrweiler, und das Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr. Auch das Johanniter-Medizinische Versorgungszentrum Sinzig war vom Hochwasser betroffen. Schäden an der Infrastruktur, wie etwa Strom- und Wasserversorgung, sowie an den Gebäuden selbst, verhindern eine baldige Wiederaufnahme des Betriebs in den ehemaligen Räumlichkeiten. Einzige Ausnahme ist das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr. Hier ist es erfreulicherweise gelungen, ab dem 12. August die gesundheitliche Versorgung in der Region sukzessive wiederaufzunehmen und darüber hinaus, den anderen betroffenen Krankenhäusern Ausweichräumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik ist die tragende Säule in der regionalen psychiatrisch- psychotherapeutischen Versorgung und hat regulär den Pflichtversorgungsauftrag nach dem Landesgesetz über Hilfen bei psychischen Erkrankungen (PsychKHG) für den Landkreis Ahrweiler inne. Sie war die von der Flutkatastrophe am stärksten betroffene Klinik im Ahrtal. Eine Kernsanierung des ursprünglichen Hauptgebäudes und ein Wiederaufbau der Nebengebäude sind notwendig.

Bereits kurz nach der Flutkatastrophe konnte die Dr. von Ehrenwall’sche Klinik die ambulante Behandlung durch ihre Psychiatrische Institutsambulanz an mittlerweile fünf Standorten wieder etablieren. Die Tagesklinik der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik hat ihren Betrieb am 1. September 2021 im St. Josef-Krankenhaus in Adenau wiederaufgenommen. Auch die Wiederaufnahme der stationären Behandlung in Ersatzräumlichkeiten zeichnet sich ab.

Die DRK Fachklinik Bad Neuenahr bietet ambulante, teilstationäre und stationäre Behandlungsangebote für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche im Norden von Rheinland-Pfalz mit insgesamt 30 Betten und zehn tagesklinischen Plätzen. Die Klinik hat regulär die Pflichtversorgung für die Landkreise Ahrweiler und Cochem-Zell sowie die Verbandsgemeinden Andernach, Mendig, Pellenz, Vordereifel und die Stadt Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz inne.  Das Gebäude ist von der Flutkatastrophe stark betroffen und wurde geräumt. Eine stationäre Versorgung im Gebäude ist auf längere Zeit nicht möglich. Die Sanierungsfähigkeit ist gegeben.

Die DRK Fachklinik hat kurz nach der Flutkatastrophe zunächst die ambulante Behandlung durch ihre Psychiatrische Institutsambulanz, dann die teilstationäre Behandlung am Standort Jugendtreff Lantershofen in Grafschaft wieder aufgenommen. Seit dem 15. September betreibt die DRK Fachklinik auch wieder ein vollstationäres Angebot am Standort des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler im Umfang von 20 Betten. Der Pflichtversorgungsauftrag bleibt derzeit weiterhin beim Johanniter Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied, die die Versorgung für die Region kurzfristig übernommen hatten.

Die Klinik Gefäßzentrum Dr. Bauer für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin ist ein Fachkrankenhaus für Venen-, Arterien-, Lymphbahn- und Enddarmerkrankungen. Das Klinikum hält aktuell 50 Planbetten für die stationäre Versorgung vor. Das Gefäßzentrum ist von der Flutkatastrophe stark betroffen und wurde geräumt. Eine Versorgung ist im Gebäude auf längere Zeit nicht möglich. Der Keller und das Erdgeschoss der Klinik werden komplett entkernt und müssen neu aufgebaut werden.

Die ambulante Versorgung, auch die vor- und nachstationäre Versorgung läuft derzeit über die Praxis von Dr. Bauer in Adenau. Die stationäre Versorgung findet über das DRK Krankenhaus Neuwied statt. Ab 20. September kann das Gefäßzentrum eine Station im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr übernehmen.

Das Johanniter-Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Sinzig bietet umfangreiche Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Kinder- und Jugendmedizin. Aufgrund der Flutkatastrophe musste das MVZ Sinzig vorübergehend schließen. Eine Notversorgung für die Kinderheilkunde und die Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde im Johanniter-Seniorenhaus Sinzig eingerichtet.

Das MVZ befindet sich zurzeit im Aufbau. Gleichzeitig werden neue Räumlichkeiten zum Aufbau einer geplanten Trauma-Ambulanz zur ambulanten Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher geschaffen.

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Zertifizierte Experten für Bauchwand-Brüche am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Experten für Bauchwandbrüche – Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr erhält die Auszeichnung „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“. Die Operation eines Bauchwandbruchs, einer Hernie, ist weltweit der häufigste Eingriff in der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Allein in Deutschland werden pro Jahr über 350.000 Operationen durchgeführt. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Marienhaus Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr wurde nun für ihre besondere Expertise in der Versorgung von Hernien zertifiziert und darf sich ab sofort „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ nennen. Damit ist das Team um Chefarzt Prof. Dr. Klaus Prenzel das einzige im Kreis, das dieses Prädikat der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie tragen darf.

Bei einer Hernie entsteht eine Lücke in der Bauchdecke, durch die sich Bauchorgane, meist ein Teil des Dünndarms, nach außen drücken können. „Einige Patienten haben neben einer kosmetisch störenden Beule nur leichte Beschwerden wie ein Ziehen oder Drücken im betroffenen Bereich“, erklärt Prenzel. „Andere leiden unter starken Schmerzen.“ Um Komplikationen wie einem Darmverschluss vorzubeugen, rät er Betroffenen zu einer Operation.

Im Marienhaus Krankenhaus Maria Hilf werden Bauchwandbrüche – darunter Leisten-, Nabel-, Zwerchfell- und Narbenhernien – von einem spezialisierten Ärzteteam behandelt. Die meisten Hernien lassen sich ambulant oder während eines kurzen stationären Aufenthaltes schließen. „Wenn möglich, führen wir die Eingriffe minimalinvasiv durch“, sagt Prenzel. Der Vorteil: weniger Schmerzen und eine schnellere Wundheilung. Dank minimaler Schnitte bleiben zudem nur kleine Narben zurück.

Neben einem routinierten Ärzteteam gehört auch ein gut ausgestatteter OP zu den strengen Anforderung der Zertifizierung. So kommt im Krankenhaus Maria Hilf unter anderem ein moderner 3D-Operationsturm zum Einsatz, der bei minimalinvasiven Eingriffen dreidimensionale und hochauflösende Bilder liefert. Im Sinne einer langfristigen Qualitätssicherung werden die Daten aller Hernien-Operationen in einem zentralen Register dokumentiert. „Nur wenn wir erfahren, wie es unseren Patient:innen einige Jahre nach der Operation geht, können wir den Erfolg unserer Arbeit langfristig sicherstellen“, sagt Prenzel.

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Großes „Ja“ zum Wiederaufbau in der Tourismus-Branche im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Erstes Lagebild des Ahrtal-Tourismus nach der Flutkatastrophe. 60 Prozent der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sind betroffen. Eines der bedeutendsten wirtschaftlichen Standbeine des Ahrtals wurde durch die Flutkatastrophe am 14./15. Juli bis ins Mark getroffen: Der Tourismus im Ahrtal hat verheerende Verluste in einem nahezu unvorstellbaren Ausmaß zu beklagen. Der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. hat nun ein erstes Lagebild zusammengestellt. Dazu haben die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen mehr als 450 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie Privatunterkünfte im Ahrtal kontaktiert, darunter etwa 300 eigene Mitglieder. Erstes Fazit: Insgesamt rund 60 Prozent der Betriebe sind von der Flutkatastrophe betroffen. Das entspricht 280 Anbietern. „Auch wenn wir hier seit Wochen mittendrin sind im Katastrophengebiet und uns der Ernst der Lage schnell bewusst war, machen die nackten Zahlen doch erneut sprachlos“, fasst der Vorsitzende der Ahrtal-Tourismus, Hotelier Christian Lindner seine Eindrücke zusammen.

Hotel- und Gastronomiebetriebe am schwersten getroffen

Was die Betroffenheit angeht, stellt sich jedoch die Lage in den einzelnen Gewerbesparten als unterschiedlich dar. Während von über 220 Ferienwohnungen rund 50 Prozent von der Flut betroffen sind, hat es die Hotelbetriebe und Pensionen zu über 70 Prozent getroffen, die Gastronomiebetriebe sogar zu 80 Prozent. Elf von 13 Campinglätzen sind darüber hinaus zerstört. „Unfassbare Zahlen, hinter denen Eigentümer, ganze Familien und hunderte Mitarbeiter stehen, die zu einem Großteil unmittelbar in ihrer Existenz bedroht sind“, betont Christian Lindner.

Großes Ja zum Wiederaufbau

Doch es gibt in vielerlei Hinsicht große Hoffnung: Der Wille zum Wiederaufbau ist bei rund 80 Prozent der betroffenen Betriebe und Privatquartiere vorhanden. Auch im Bereich der Winzerschaft, die ein so wichtiger Faktor für den Tourismus im Ahrtal ist, wollen über 90 Prozent der betroffenen Weingüter, Genossenschaften und Selbstvermarkter weiter machen. „Dies ist ein klares Ja der Beteiligten dafür, dass Tourismus an der Ahr Zukunft hat. Das Ahrtal ist noch da und wir bauen wieder auf“, so Lindner.

Das Team des Ahrtal-Tourismus sei hoch motiviert, den Tourismus-Standort wieder nach vorne zu bringen, auch wenn hier ebenfalls große Schäden vorliegen. Die beiden Tourist-Informationen in Bad Neuenahr und Ahrweiler sind genauso zerstört wie die Büroräumlichkeiten im Blankartshof sowie im ehemaligen Kurpark-Café mitsamt dem kompletten Inventar. Die Mitarbeiter sind derzeit auf unterschiedliche Ausweichräume aufgeteilt oder arbeiten im Homeoffice. Laut Lindner gilt es jetzt in einem ersten Schritt, Strategien für die Kommunikation über die Website und die sozialen Medien zu entwickeln. Klar sei laut Lindner anhand der Anfragen, die bereits schon wieder eingehen, dass Gäste das Ahrtal wieder besuchen möchten –  auch, um mit ihren Umsätzen zu unterstützen. Hierauf müsse man sich vorbereiten.

Ohne staatliche Hilfe geht es nicht

Vom Land Rheinland-Pfalz wünscht sich der Ahrtal-Tourismus nun vor allem, dass die zugesagten Gelder für die betroffenen Betriebe und Privatunterkünfte schnell und tatsächlich unbürokratisch fließen. Christian Lindner: „Um wieder wirtschaftsfähig zu werden, müssen die Betriebe jetzt so schnell wie möglich mit den nötigen Arbeiten starten können. Denn hiervon hängt wiederum die Erhaltung der Arbeitsplätze ab.“

In einem nächsten Schritt gelte es, gemeinsam mit allen vor Ort im Tal Beteiligten die gesamte touristische Infrastruktur zu analysieren und auch eventuell in Teilbereichen zu überdenken. „Aus Mainz benötigen wir neben den zugesagten Geldmitteln insbesondere vereinfachte Planungsverfahren für die erarbeiteten Ergebnisse. Ohne eine gut durchdachte Infrastruktur wie Rad- und Wanderwege, Parkplätze, öffentliche Verkehrsmittel, Eventflächen, Kultureinrichtungen etc. ist Tourismus langfristig kaum denkbar. Lange Verfahren, Bedenkenträgertum, Entscheidungen über die Köpfe der Beteiligten hinweg müssen jetzt zugunsten einer echten Zusammenarbeit, konkreten Ansprechpartnern, unbürokratischen Wegen und einem Umdenken von üblichen Verwaltungsstrukturen weichen. Nur dann hat das Ahrtal die Chance, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken“, erklärt Lindner.

Abschließend hält er fest: „Für die Umsetzung braucht das Ahrtal dann im letzten Schritt staatliche Unterstützung bei der Beschaffung der Unmengen an benötigtem Baumaterial und auch bei der Vermittlung von Fachunternehmen! Der Staat trägt Mitverantwortung für den gesamten Wiederaufbau von A bis Z, nicht nur für die entsprechenden Geldmittel!“

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Infomobil des Wasserverbands Eifel-Rur bietet Hochwasser-Beratung durch Experten am Mittwoch 22. und 23. September

Aachen – Das Extremhochwasser vor zwei Monaten hat viele Orte stark getroffen, so auch Kornelimünster und Hahn. Ein Infomobil des Wasserverbands Eifel-Rur gibt nun am Mittwoch 22.09. in Kornelimünster und am 23.09. in Aachen-Hahn vor Ort Tipps von Seiten ausgewiesener Fachexperten. Das Infomobil hält Anschauungsmaterial zum allgemeinen Hochwasserschutz und weitere Informationen bereit. Die Beratung umfasst auch Tipps für den hochwassersicheren Wiederaufbau zerstörter Wohn- und Geschäftshäuser. Neben Empfehlungen für bauliche Maßnahmen an Gebäuden werden auch Hinweise für die Verhaltensvorsorge ausgesprochen.

Die Beratung durch Experten, unter anderem des HochwasserKompetenzCentrums (HKC), wird durch den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen eines Projekts zur hochwasserresilienten Stadtentwicklung koordiniert. Die Beratung ist an folgenden Orten möglich: Mittwoch, den 22.09., von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr in Kornelimünster am Korneliusmarkt und Donnerstag, den 23.09., von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr in Aachen Hahn, Ecke Hahner Straße / Gracht (Haltstelle Bücherbus). Herzlich eingeladen sind auch die betroffenen Bewohner*innen von Sief und Friesenrath.

Der Standort des Informationsmobils kann auch unter https://arcg.is/0bnj4q eingesehen werden. Die Fachexperten freuen sich auf einen regen Austausch mit den betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

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Kreis Düren bietet Hochwasser-Opfern Beratung und Hilfe an

Düren – Unterstützung und Beratung für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe: die bietet der Kreis Düren vor Ort in seinen Kommunen künftig allen Betroffenen an. Grundlage ist der 30 Milliarden Euro schwere Aufbaufonds 2021, aus dem auf das Land NRW 12,3 Milliarden Euro entfallen. Wer im Kreis Düren durch das Hochwasser im Juli Schäden erlitten hat, kann einen Antrag auf Unterstützung stellen.

Dies ist ausschließlich online unter www.land.nrw/wiederaufbauhilfe möglich (hier gibt es auch noch weitere Informationen zum Verfahren). Die Anträge werden von der Bezirksregierung Köln bewilligt. Die Landesregierung hat ein Service-Telefon „Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“ eingerichtet (0211 /4684-4994). Es ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr erreichbar.

Der Kreis Düren steht seinen betroffenen Bürgerinnen und Bürgerinnen in diesem Prozess zur Seite und bietet eine Beratung vor Ort in den Kommunen zum Antragsverfahren im Rahmen der „Aufbauhilfen für Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft“ an.

„Es ist uns sehr wichtig, dass den Menschen, die Schäden durch das schlimme Hochwasser erlitten und viele Entbehrungen und Leid erfahren haben, schnell geholfen wird“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Telefonische Rückfragen werden ab 20. September während der Servicezeiten montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr an der eingerichteten Hotline unter der Rufnummer (02421/ 22 10 66 999) beantwortet. In den besonders betroffenen Städten und Gemeinden stehen darüber hinaus Mitarbeitende des Kreises für eine konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zur Verfügung. Ein Beratungstermin kann online unter www.kreis-dueren.de/hochwasserhilfe, per Mail: wiederaufbauhilfe@kreis-dueren.de oder über die oben genannte Hotline des Kreises Düren vereinbart werden.

Vor Ort in den Kommunen werden Mitarbeitende des Kreises Düren in Heimbach (Rathaus), Hürtgenwald (Rathaus), Inden (Rathaus), Jülich (Geschäftsstelle des Kreises Düren), Kreuzau (Rathaus), Langerwehe (Rathaus), Linnich (Rathaus), Nideggen (Feuerwehrhaus Nideggen) und Vettweiß (Rathaus) beratend tätig sein. Die Termine können im Laufe der nächsten Woche vereinbart werden. Die Anträge können bis zum 30. Juni 2023 gestellt werden.

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Hochwasser-Katastrophe – VEREINE HELFEN VEREINEN

Region/Mainz – LSB und regionale Sportbünde rufen zu gemeinsamer Sportmaterial-Spendenaktion auf. Eine Katastrophe von kaum vorstellbarer Dimension ereilte große Teile des nördlichen Rheinland-Pfalz, insbesondere das Ahrtal, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli. Viele Menschen wurden überrascht von den Flutmassen, viele Bürger*innen des Ahrtals verloren ihr Haus, ihr Hab und Gut – und teilweise sogar ihnen nahestehende Menschen. Unzählige Sportstätten existieren nicht mehr, der klassische Sportvereinsbetrieb ist weitgehend lahmgelegt. Der Landesportbund Rheinland Pfalz und die drei Sportbünde Pfalz, Rheinhessen und Rheinland rufen deshalb unter dem Motto „Vereine helfen Vereinen“ auf, gut erhaltenes, gebrauchsfähiges aber dennoch abkömmliches Sport-, Trainings- und Wettkampfmaterial zu spenden.

„In der betroffenen Region fehlt es an allem“, weiß LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Bälle, Tore, Gymnastikmatten, Schläger, Netze, Turnbänke, Sprungkästen und vieles andere mehr. Der Austausch mit dem Landessportbund Sachsen und dessen Erfahrungen aus der Oder-Hochwasserkatastrophe 2013 bestärken uns in der Planung und Durchführung dieser Solidaraktion.“ Bärnwicks Appell: „Bitte unterstützen Sie Ihre Vereinskolleg*innen und Sportler*innen im nördlichen Rheinland-Pfalz und spenden Sie Ihre nicht bzw. nicht mehr verwendeten Materialien.“

„Die Solidarität unter Sportler*innen ist beeindruckend. Ich bin mir sicher, dass die Unterstützung für die in Not geratenen Vereine im Rheinland groß sein wird und ich rufe insbesondere unsere pfälzischen Vereine und Fachverbände auf mitzumachen. Es ist eine gute Sache und wir helfen sehr gerne. Hoffen wir auch, dass bald wieder ein Stück weit Normalität für die betroffenen Menschen, Familien und auch Sportvereine eintreten wird“, sagt Elke Rottmüller, Präsident des Sportbundes Pfalz. Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen ergänzt: „Es ist ja geradezu eine Selbstverständlichkeit in der Sportfamilie, dass man sich in so einer schweren Zeit und bei einer so unvorstellbaren Naturkatastrophe und das direkt in unmittelbarer Nähe, im eigenen Bundesland, hilft und unterstützt wo man nur kann. Deshalb möchte ich auch alle rheinhessischen Vereine dazu aufrufen, sich tatkräftig an der Hilfsaktion zu beteiligen und absolute Loyalität zu zeigen.“

Alle von der Flut betroffenen Vereine kommen aus dem Gebiet des Sportbundes Rheinland. SBR-Präsidentin Monika Sauer ist beeindruckt von der großen Solidarität des organisierten Sports in den zurückliegenden Wochen. „Ich bin mir sicher, dass sich die Lager schnell füllen und auch diese Aktion ein Erfolg werden wird. Ich darf mich schon jetzt im Namen der Sportvereine, die in ihrer Existenz bedroht sind, für die Spendenbereitschaft bedanken!“

Damit nicht jeder Verein den aktuell ohnehin schwierigen Weg ins nördliche Rheinland-Pfalz auf sich nehmen muss, haben LSB und Sportbünde ab sofort und bis zunächst 31. Oktober an folgenden Standorten „Sportgeräte-Depots“ eingerichtet, an denen die Spenden abgegeben werden können:

Region Pfalz

  1. Turnerjugendheim Annweiler, Turnerweg 60, 76855 Annweiler am Trifels

Anlieferung Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr. Telefonische Absprachen und Anmeldung zur Anlieferung vorab unter 06346/6487 oder 06346/3006916.

  1. Sportschule Schifferstadt, Am Sportzentrum 6, 67105 Schifferstadt

Anlieferung Montag bis-Freitag, 8 bis 16 Uhr. Telefonische Absprachen zur Anmeldung zur Anlieferung vorab unter 06235/2158.

  1. Werksgelände, Ringstrasse 13, 67697 Otterberg, Lkw-Einfahrt Firmengelände – direkt neben Ringstraße 13

Anlieferung Montag bis Donnerstag, 7 bis 15 Uhr, Freitag bis 14 Uhr. Telefonische Absprachen zur Anmeldung zur Anlieferung, bzw. Anfrage nach Zusatzterminen vorab unter 0170/8532459

Region Rheinland

  1. Messe Koblenz, Hans-Böckler- Str. 1a, 56070 Koblenz

Anlieferung Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr. Anlieferung nach 16 Uhr und am Wochenende nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter 0151/23427589 oder 0151/23427590.

  1. Lagerhalle, Riegelgrube 3a, 55543 Bad Kreuznach, Einfahrt gegenüber Fitnessstudio Sports

Zeitfenster für die Anlieferung: Samstag 10 bis 12 Uhr. Weitere Möglichkeiten der Anlieferung nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter 0170/1874222.

  1. Asylunterkunft- Lagerhalle 12 – Gebäude 3, Einfahrt Eurener Str. 48, 54293 Trier

Anlieferung Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr. Telefonische Absprachen und Anmeldung zur Anlieferung vorab unter 0162/2745770 Hausmeister-Dienst.

 Region Rheinhessen

  1. Lagerhalle, Riegelgrube 3a, 55543 Bad Kreuznach, Einfahrt gegenüber Fitnessstudio Sports

Zeitfenster für die Anlieferung: Samstag 10 bis 12 Uhr. Weitere Möglichkeiten der Anlieferung nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter 0170/1874222.

  1. Lagerhalle, Friedrich König Straße 13, 55129 Mainz

Zeitfenster für die Anlieferung: Montag bis Donnerstag, 9 bis 16 Uhr, Freitag bis 13 Uhr. Telefonische Absprachen und Anmeldung zur Anlieferung vorab unter 06131/2814352.

Ansprechpartner für weitere Rückfragen

Landessportbund Rheinland-Pfalz

Steffen Grummt

Tel.: 06131/2814-352

E-Mail: grummt@sportjugend.de