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Mayen-Koblenz kostenlos elektrisch „erfahren“

Region/Mayen-Koblenz – Acht Elektro-Autos stehen im Landkreis zum Ausleihen bereit. In acht Gemeinden und Stadtteilen des Landkreises Mayen-Koblenz stehen Elektroautos bereit, die Einwohner der jeweiligen Gemeinde kostenlos ausleihen können. An dem drei Jahre dauernden Projekt nehmen die Verbandsgemeinden Pellenz, Maifeld, Rhein-Mosel, Weißenthurm sowie die Städte Andernach, Mayen, Bendorf und Mendig teil.

Innerhalb der Städte und Verbandsgemeinden sind die Fahrzeuge während der drei Jahre in unterschiedlichen Stadtteilen und Ortsgemeinden stationiert. Das sind die Anfangs-Standorte:

  • Andernach-Eich, An der Feuerwehr
  • Mayen-Kürrenberg, Dorfgemeinschaftshaus
  • Bendorf-Mülhofen, Parkplatz Hüttenstraße
  • Mülheim-Kärlich, Rathaus
  • Winningen, Parkplatz am Rathaus
  • Mertloch, Feuerwehrhaus
  • Plaidt, Verbandsgemeindeverwaltung
  • Mendig, Tiefgarage der Stadt unter VG Neubau

In einigen Kommunen erfolgt der Wechsel jährlich, in anderen nach einigen Monaten. Durch die unterschiedlichen Standorte sollen möglichst viele Mayen-Koblenzer in den Genuss kommen, die Autos nutzen zu können. Der Nutzerkreis ist je nach Kommune unterschiedlich geregelt. So können in Eich, Mülhofen, Mülheim-Kärlich und Plaidt alle Bürger der jeweiligen Stadt beziehungsweise Verbandsgemeinde die Elektroautos ausleihen, während in Mendig, Kürrenberg, Winningen und Mertloch die Nutzung den Bürgern der jeweiligen Stadt, Stadtteile und Ortsgemeinde vorbehalten ist.

Die Fahrzeuge sind für Alltagsfahrten vorgesehen. Die Nutzungsdauer beträgt zunächst 48 Stunden. Die Kilometerleistung soll zunächst nicht begrenzt werden. Es wird jedoch von ehrenamtlichen Kümmerern darauf geachtet, dass die Fahrzeuge nicht nur von einer Person dauerhaft oder für regelmäßige Fahrten gebucht werden. Erwünscht sind kürzere Ausleihzeiträume von ein paar Stunden oder auch ein- bis zweitägige Buchungen, bei denen die Nutzer ein besseres Verständnis für den Umgang mit den Elektrofahrzeugen entwickeln können, inwieweit ein solches Fahrzeug den eigenen Bedürfnissen entspricht. Für die Nutzer ist das Ausleihen kostenlos. Die Leasing-Kosten in den ersten beiden Projektjahren tragen der Landkreis Mayen-Koblenz und im dritten Jahr die Verbandsgemeinden und Städte. Die Kosten für das Laden am örtlichen Standort übernehmen die Kommunen über den gesamten Projektzeitraum. Das Laden außerhalb der Standorte ist durch die Nutzer eigenständig zu organisieren.

Bei den „E-Bürgerautos“ handelt es sich um das Modell Kona Elektro von Hyundai, das unter anderem mit Heckfahrkamera, Parksensoren und Navigation und genügend Stauraum für den Alltag ausgestattet ist und eine Reichweite von rund 300 Kilometern bietet. Buchen kann man die Autos online oder per App über den Carsharing-Anbieter Regio.Mobil. Der Zutritt zu den Autos erfolgt in der Regel ebenfalls per App. Darüber hinaus besteht für Bürger ohne Smartphone die Möglichkeit, mittels einer Karte das Auto freizuschalten. Diese kann im Rahmen der Registrierung angefordert werden.

Alle Informationen zu den Standorten sowie zum Ausleihen der Fahrzeuge gibt es unter www.kvmyk.de/e-buergerauto

 

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36. Rheinland-Pfalz-Tag – Ein Landesfest der Superlative, das Lebensfreude und Zuversicht ausstrahlt

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Egal auf welchem Bühnenplatz, in welcher Straße oder vor welchem Stand, überall in der Mainzer Innenstadt hat man an diesem Wochenende nur glückliche und gut gelaunte Menschen gesehen. Ich bin als Ministerpräsidentin froh und dankbar, dass wir 75 Jahre Demokratie und Frieden in unserem Land mit einem Rheinland-Pfalz-Tag der Superlative feiern konnten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Abschluss des Landesfestes in Mainz. Mehr als 180.000 Besucher und Besucherinnen hätten die ersten beiden Tage mitgefeiert. Bislang seien heute noch einmal über 150.000 Gäste zu verzeichnen, so dass die erwartete Besucherzahl von 300.000 deutlich übertroffen werde. Rheinland-Pfalz hätte nicht schöner und eindrucksvoller seinen 75. Geburtstag feiern können. Mit der Stadt und dem Landtag habe das Land wunderbare Mitveranstalter an der Seite gehabt.

„Das Landesfest hat Riesenspaß gemacht. Wir haben beim Feiern aber nicht vergessen, dass wir in schwierigen Zeiten leben, mit einem Krieg mitten in Europa und den Folgen einer schrecklichen Flutkatastrophe. Zur Eröffnung hat der Spielmannszug Ahrweiler gespielt. Wir feiern gemeinsam und wir helfen gemeinsam. Die Solidarität in Rheinland-Pfalz ist riesig. Der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz hat deutlich gemacht, welche Magie in der persönlichen Begegnung steckt und wie sehr das alles in zwei Jahren Pandemie gefehlt hat. Wie schön, dass wir das Feiern nicht verlernt haben. Von diesem Landesfest geht ganz viel Zuversicht aus, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen gut bewältigen“, so die Ministerpräsidentin.

Der Rheinland-Pfalz-Tag sei ein generationenübergreifendes Fest, bei dem junge Menschen einen Platz haben, sich beteiligen und mitfeiern. Deshalb starte sie traditionell das Programm auf der Landesbühne mit einer Einladung an engagierte Jugendliche zum #Jugendtalk. „Überall in der Stadt haben an diesem Wochenende gut gelaunte junge Leute friedlich miteinander gefeiert. Vor allem das große SWR3 OpenAir vor dem Landtag war ein tolles Event für Junge und Junggebliebene mit über 15.000 Besuchern und Besucherinnen. Deshalb haben SWR, Landesregierung und Landtag entschieden, dass wir nächsten Jahr am 15. Juli 2023 wieder mit einem SWR3-Konzert im Regierungsviertel am Start sind“, kündigten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagspräsident Hendrik Hering und SWR-Intendant Kai Gniffke.an. Heute seien noch einmal tausende Menschen in die Stadt geströmt, um einen weiteren Höhepunkt, den großen Festzug mit insgesamt 73 Zugnummern, 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter unter anderem 22 Musikgruppen und 39 Motivwagen mit zu erleben. „Alle Minister und Ministerinnen waren so wie ich die drei Tage auf dem Landesfest präsent. Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Interessierte das Angebot genutzt haben, sich beim Tag der offenen Tür im Regierungsviertel über die Arbeit der Landesregierung zu informieren.

Die Ministerpräsidentin sprach der Gastgeberin, der Stadt Mainz, ein Riesenkompliment aus. Alle Gäste hätten die tolle Atmosphäre in der Stadt und die Gastfreundschaft der Mainzer und Mainzerinnen sehr genossen. „Mein Dank gilt Oberbürgermeister Michael Ebling, dem Organisationsteam von Stadt und Land, der Polizei und der gesamten Blaulichtfamilie, die dafür gesorgt haben, dass wir drei unbeschwerte Tage erleben konnten“, so die Ministerpräsidentin. Sie dankte allen Beteiligten, den Ausstellenden, den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, darunter 100 Volonteers aus Mainz, den Medienpartnern SWR und Rockland Radio und den Sponsoren, die alle den Rheinland-Pfalz-Tag zu einem großartigen Gemeinschaftsprojekt machten.

„War dieses Fest nicht genau das, was wir alle gebraucht haben? Begegnung, Miteinander, Lachen, Gespräche, ein Festumzug. Es war und ist der Stadt Mainz eine Ehre, Gastgeberin dieses Rheinland-Pfalz-Tages zu sein und mit allen Besucherinnen und Besuchern den 75. Geburtstag unseres Bundeslandes zu feiern“, bilanzierte Oberbürgermeister Michael Ebling. „Wir haben in den vergangenen Tagen das Motto „Mainz – Komm mit in die Zukunft“ konsequent gelebt und umgesetzt und unsere Zukunftsprojekte zum großen Thema gemacht: Klimaneutralität, Digitalisierung, Biotechnologie, Leben und Arbeiten.

Wir danken unseren Partnerinnen und Sponsoren BioNTech, Schott AG, VRM, Mainzer Volksbank, Köbig, Löhr Automobile, den Mainzer Stadtwerken und den Kraftwerken Mainz Wiesbaden u.v.m. – ohne sie alle wäre der Rheinland-Pfalz-Tag nicht zu einem so gelungenen Ereignis geworden. Ich bedanke mich auch im Namen aller Beteiligten bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und nicht zuletzt bei den Mainzerinnen und Mainzern für ihre Lebensfreude, die Gastfreundschaft, aber auch für das Verständnis für die Einschränkungen in der Stadt während der Festlichkeiten“, so der Oberbürgermeister.

Landtagspräsident Hendrik Hering sagte: „Die vergangenen drei Tage haben einmal mehr gezeigt: Rheinland-Pfalz ist lebenswert! Gemeinsinn, Zusammenhalt, Vielfalt und Lebensfreude haben das ganze Wochenende über die Stadt und das Land gestrahlt. Nach zwei Jahren Pandemie und nach langjähriger Sanierung des Landtags habe ich mich sehr gefreut, dass wir wieder unsere Herzkammer der Demokratie für eine breite Öffentlichkeit öffnen konnten. Und ebenso habe ich mich gefreut, dass unsere Angebote auch gut angenommen wurden. Das Interesse am Parlament und der Demokratie ist groß, vor allem auch bei Jüngeren. Wir sind ein offenes Haus und eine Grundlage unserer Arbeit ist nicht nur das Werben für Demokratie und das Erklären von Politik, sondern auch der Dialog mit den Menschen, nicht nur bei solchen Tagen der offenen Tür. Besonders dankbar bin ich nicht zuletzt, dass unsere Freundinnen und Freunde der europäischen Partnerregionen bei uns waren. So haben wir nicht nur die Demokratie gefeiert, sondern auch die europäische Freundschaft.“

„Aus polizeilicher Sicht können wir eine durchweg positive Bilanz zum Rheinland-Pfalz-Tag-Wochenende in der Landeshauptstadt ziehen. Trotz hoher Besucherzahlen mussten die über 1.000 Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Mainz nur selten einschreiten. Vielmehr wurden zahlreiche Gespräche mit positiv gestimmten Festbesucherinnen und Festbesuchern geführt, bei denen eine große Akzeptanz für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Ausdruck kam. Nicht zuletzt bin ich der Überzeugung, dass die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit zwischen Staatskanzlei, der Stadt Mainz und der Mainzer Polizei wesentlicher Erfolgsgarant für die Sicherheit bei Großveranstaltungen in unserer Landeshauptstadt ist“, sagte der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm.

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Wohn-Immobilien auf den Zahn gefühlt – DEKRA Check bewertet Zustand und Wert

Region/Stuttgart – Der Zustand und somit der Wert von Wohnimmobilien ist für Privatleute schwer zu ermitteln. Um vor dem Kauf Orientierung und Sicherheit zu erlangen, raten die Immobilien-Experten von DEKRA zu einer gemeinsamen Begehung mit einem Sachverständigen.

Die meisten Hauskäufer können den Zustand eines Gebäudes schwer oder gar nicht einschätzen. Ist der Gesamtzustand des Gebäudes weitestgehend in Ordnung? Wie hoch ist der vorhandene Instandhaltungsstau? Wie hoch sind die damit verbundenen Investitionskosten zuzüglich zum Kaufpreis?

DEKRA rät deshalb zu einer gemeinsamen Begehung der Immobilie mit einem Sachverständigen. Er nimmt das Gebäude in Augenschein und bewertet den Zustand baufachlich und technisch. Er erfasst und dokumentiert alles Notwendige, erstellt Gebäudefotos zeigt die Sachverhalte vor Ort auf.

Im Anschluss verfasst der DEKRA Sachverständige einen ausführlichen Bericht zum Zustand der Immobilie. Darin enthalten sind neben der Beschreibung der Schäden und Mängel auch konzeptionelle Maßnahmen zu deren Behebung inklusive einer Abschätzung erforderlicher Investitionskosten. Somit erhalten Interessenten einerseits Gewissheit über den Gesamtzustand der Immobilie sowie andererseits eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.

Das umfasst der DEKRA Immobilien-Check:

  • Sorgfältige Untersuchung des Ist-Zustands mit den vorgegebenen Schwerpunkten
  • Detaillierte Auflistung des Instandhaltungsstaus und festgestellter Schäden und Mängel
  • Konzeptionellen Maßnahmen zur Behebung der festgestellten Schäden und Mängel sowie des Instandhaltungsstaus
  • Ermittlung von Schätzkosten für Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen
  • Klärung offener Fragen und Unklarheiten in einem abschließenden Gespräch mit dem DEKRA Sachverständigen
  • Solide Datengrundlage für zukünftige geplante Modernisierungen,
  • Instandhaltungsmaßnahmen oder auch Sanierungen
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36. Rheinland-Pfalz-Tag – Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnet Geburtstags-Landesfest in Mainz

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in Mainz den Rheinland-Pfalz-Tag offiziell eröffnet. Auf der Landesbühne am Schillerplatz gab sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Ebling und Landtagspräsident Hendrik Hering den Startschuss für das Landesfest. „75 Jahre Rheinland-Pfalz! Wo könnten wir den Geburtstag unseres Landes besser feiern als mit einem Landesfest in unserer Landeshauptstadt. Der 36. Rheinland-Pfalz-Tag ist also gleichzeitig das große Geburtstagsfest des Landes, mit dem wir gemeinsam 75 Jahre Frieden, Freiheit und Demokratie feiern“, so die Ministerpräsidentin. Das Landesfest sei ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das ehrenamtliches Engagement und professionelle Organisation verbinde. Sie dankte allen Aktiven, die den Rheinland-Pfalz-Tag ausmachen und die sich nach zwei Jahren darauf freuen, endlich wieder ihr Engagement zu präsentieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Mainz verbindet Tradition, Innovation und Fortschritt. Die Stadt zeichnet sich durch ihre Weltoffenheit und Gastfreundschaft aus. Ich danke dem Oberbürgermeister, dem gesamten Organisationsteam, vor allem auch den zahlreichen freiwilligen Helfern und Helferinnen, die in der ganzen Stadt unterwegs sind, und wünsche uns allen ein tolles Landesfest“, so die Ministerpräsidentin.

„Mainz heißt die Besucherinnen und Besucher des Rheinland-Pfalz-Tages herzlich willkommen im Herzen der Stadt. Wir freuen uns auf fröhliche Tage mit tollem Unterhaltungsprogramm, mit Wissen, Entdecken und Spaß – auf ein wirklich tolles Fest also zum schönsten Anlass in der Geschichte unseres Landes: seinem 75. Geburtstag“, so der Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt, Michael Ebling.

Mit besonderem Blick auf die Wetterlage mit Regen und möglicherweise auch Gewittern beobachtet ein Meteorologe im Sicherheitsstab des Rheinland-Pfalz-Tages fortlaufend das Wetter und informiert über aktuelle Entwicklungen, so dass entsprechend reagiert werden kann.

Bis zu 300.000 Gäste werden an diesem Wochenende auf dem Festgelände in der Mainzer Innenstadt erwartet. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein buntes Programm mit tollen Konzerten, spannenden Informationsmeilen und vielen Aktionsflächen und Mitmachangeboten freuen. Insgesamt gibt es fünf große und zahlreiche kleine Bühnen, 12 Themenfelder und Aktionsflächen sowie rund 330 Stände und Zelte. Auf der SWR-Bühne am Ernst-Ludwig-Platz findet neben der Live-Fernsehshow zum Landesgeburtstag das SWR3 Open-Air mit Top Acts wie Milow und Alvaro Soler sowie eine Tatort-Premiere statt. Am Treffpunkt „Rheinland-Pfalz – Die Landesbühne“ gibt es Talks mit den Mitgliedern der Landesregierung, einen Karnevalssplash sowie Musik unter anderem mit Flo und Chris. Ministerpräsidentin Malu Dreyer lädt am Samstagvormittag zu einem Frühschoppen mit der Landesregierung ein. Am Sonntag zieht ab 13 Uhr der große Festzug mit über 70 Nummern durch die Innenstadt. Die Landesregierung und der Landtag öffnen an allen drei Tagen für die Besucherinnen und Besucher ihre Türen.

Landtagspräsident Hendrik Hering freute sich, dass nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder der Verfassungstag des Landes am 18. Mai und das Bürgerfest des Landtags in großem Rahmen, diesmal in Verbindung mit dem Rheinland-Pfalz-Tag, gefeiert werden können. „Als Schaufenster der Demokratie stellt sich der sanierte Landtag im Deutschhaus als ein offenes Haus dar und an diesen drei Tagen bieten wir für Jung bis Alt ein vielfältiges Informations- und Unterhaltungsprogramm. Wir haben uns entschieden, gerade in dieser Zeit eines furchtbaren russischen Angriffskrieges in der Ukraine für die Demokratie werben und begeistern zu wollen. Demokratisch regierte Staaten führen keine Kriege gegeneinander. Demokratie und Freiheit bieten allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen. Demokratische Gesellschaften sind in der Lage, sich mit ehemaligen Feinden auszusöhnen“, so der Landtagspräsident.

„Mainz ist nach 22 Jahren wieder Gastgeberin des Rheinland-Pfalz-Tages und das, was die Stadt seit jeher auszeichnet, ist Weltoffenheit, Lebensfreude, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Beste Voraussetzungen für abwechslungsreiche Tage mit Ausstellungen, Live-Konzerten und Präsentationen von Vereinen, Institutionen und Unternehmen. „Mainz – Komm mit in die Zukunft“, das ist das Motto auf dem Mainz-Platz rund um den Dom. Geboten werden Einblicke in die bunte und vielfältige Welt der Wissenschaft, der Forschung und der Kultur, Mitmach-Angebote und Musik. Die Stadt dankt allen Beteiligten und Akteuren für ihr Engagement, insbesondere aber auch den Anwohnerinnen und Anwohnern für viel Verständnis rund um das große Fest zum 75. Geburtstag des Landes Rheinland-Pfalz.“

Zum Auftakt des Rheinland-Pfalz-Tages hatte am Vormittag der Ministerrat im Naturhistorischen Museum getagt. Anschließend trugen sich die Mitglieder des Kabinetts in das Goldene Buch der Stadt Mainz ein. Am Nachmittag hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer engagierte junge Leute zu einem #Jugendtalk am Treffpunkt Rheinland-Pfalz eingeladen.

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Mit 9-Euro-Ticket den ÖPNV in MYK erkunden

Region/Mayen-KoblenzDeutschlandweit geplantes Angebot eröffnet Chance, das eigene Auto stehen zu lassen und in den Linienverkehr hineinzuschnuppern. In den Sommermonaten Juni, Juli und August soll das deutschlandweit geplante 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) allen voran Pendler aufgrund der hohen Energie- und Kraftstoffpreise entlasten.

„Doch es kann noch mehr“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. „Das Ticket bietet Autofahrern die unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, in den ÖPNV reinzuschnuppern, den eigenen Pkw stehen zu lassen und sich so selbst ein Bild vom ausgebauten Angebot im Landkreis Mayen-Koblenz mit all seinen neuen Buslinien und Zielen, der dichten Taktung und den unzähligen Umsteigemöglichkeiten zu machen.“ Seit dem Start des überarbeiteten Konzeptes im Dezember besteht das Mayen-Koblenzer ÖPNV-Netz aus mehr als 60 aufeinander abgestimmten Einzellinien.

Neben dem Ausbau bewährter Verbindungen haben mit dem ÖPNV-Konzept auch neue Buslinien im Landkreis Einzug gehalten. Eine davon ist beispielsweise die Linie 154, die in der Verbandsgemeinde Vallendar erstmals die Insel Niederwerth mit dem ÖPNV verbindet. Eingesetzt wird ein Kleinbus, der sogar sonntags im Stundentakt verkehrt. So wie in Niederwerth wurde das neue Busangebot im gesamten Landkreis unter Berücksichtigung zahlreicher Hinweise aus den Orts- und Verbandsgemeinden erstellt. „Zu Recht haben viele Gemeinden in der Vergangenheit über seltenen Busverkehr und unzureichende Anbindungen geklagt. Das neue ÖPNV-Konzept trägt daher den geäußerten Wünschen nach mehr und besserer Mobilität Rechnung und wird auch den gestiegenen Ansprüchen der Fahrgäste an einen erweiterten Fahrplan, an neue Verbindungen und an eine gehobene Fahrzeugausstattung in den Bussen gerecht“, erläutert der Landrat. Grundsätzlich bringt das neue Linienbündelungskonzept jetzt einen 60-Minunten-Takt im Landkreis Mayen-Koblenz mit sich. Rund um die Stadt Koblenz verdichtet sich das Angebot sogar auf einen 30-Minuten-Takt und schließt damit zuletzt vorhandene Lücken.

Insgesamt gibt es die fünf Linienbündel Maifeld, linke Rheinseite, Pellenz, rechte Rheinseite und Vordereifel. Neben den zahlreichen Direktverbindungen ist auch das Umsteigen komfortabler geworden. Wesentlicher Bestandteil dafür sind die sogenannten Knotenpunkte, an denen Busse unterschiedlicher Linien getaktet aufeinandertreffen und so einen Umstieg auf andere Linien ermöglichen. „Damals war es oft so, dass die einen Busse weggefahren sind, bevor andere an der Haltestelle standen. Das sorgte dafür, dass man ewig unterwegs war oder die Nutzung des ÖPNV erst gar nicht in Betracht zog“, sagt Landrat Saftig. Mittlerweile bietet ein großes getaktetes Netz den Bürgern zahlreiche erreichbare Ziele und das in einer akzeptablen Fahrzeit.

Auch die innerstädtischen Erschließungen in Bendorf, Vallendar, Andernach, Mendig, Mayen und Weißenthurm haben sich stark verbessert. Die neuen Freizeitbusse, die touristische Highlights und besondere Einrichtungen des Landkreises erschließen, sind ein zusätzliches Angebot. Einer dieser Freizeitbusse verbindet beispielsweise Mayen, das Schloss Bürresheim, den Riedener Waldsee, den Laacher See und Andernach mit einer Direktverbindung. Bei zahlreichen Wanderwegen, an den Erlebniswelten Grubenfeld oder in Andernach am Geysir gibt es zusätzliche Stopps. An der Mosel wurden im neuen Konzept erstmals beide Flussseiten außerhalb des Schülerverkehrs miteinander verbunden und auch die Radbeförderungskapazitäten ist ausgeweitet worden. Das Mayener Krankenhaus ist durch die neue Linienführung und eine neue Haltestelle deutlich besser zu erreichen. Von den Städten Bendorf und Vallendar aus gibt es eine Direktverbindung zu Ikea, zum Verwaltungszentrum in Koblenz-Moselweiß und zur Universität.

Alle wichtigen Auskünfte zu den Fahrplänen gibt es im Internet unter www.vrminfo.de/fahrplan

 

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Fluthilfe Ahrtal – Katar unterstützt Neubau von Kinderfußball-Plätzen mit einer Million Euro

Region/Ahrweiler/Koblenz – Die Fußballvereine im Ahrtal und daran angrenzenden Gebieten wurden von der Flutkatastrophe 2021 hart getroffen. Ganze Plätze wurden vom Wasser weggespült, Vereinsheime vollständig zerstört. Tore, Banden und Zäune gibt es nicht mehr. Insgesamt haben rund 100 Sportvereine in Rheinland-Pfalz Flutschäden gemeldet. Ganz besonders getroffen sind die fußballbegeisterten Kinder, die ihre Spiel- und Trainingsmöglichkeiten „vor der Haustüre“ verloren haben und nun weite Wege zu Ausweichplätzen auf sich nehmen müssen, weshalb die Gefahr besteht, dass diese dem Fußball verloren gehen.

Deshalb hat die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland (FVR) „Fußball hilft!“ das Sonderprojekt „Kinderfußballfelder“ initiiert und befindet sich derzeit in Gesprächen mit acht möglichen Standorten für solche Kleinspielfelder. Ziel ist, dass möglichst schnell gerade die jungen Aktiven wieder gut und ortsnah trainieren können. Dabei steht nicht in erster Linie die fußballerische Leistung im Fokus, sondern es soll ein Beitrag geleistet werden, das mangels Sportplatz oft noch brachliegende Vereinsleben zu reaktivieren.  Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes und FVR-Präsident Walter Desch betont: „Unsere Fußballvereine sind auf Hilfe angewiesen, um auch in Zukunft ihre wichtigen Aufgaben, speziell auch im Jugendbereich, erfüllen zu können“.

WM 2022-Ausrichter Katar unterstützt den Wiederaufbau der Fußballvereine in den betroffenen Gebieten mit einer Million Euro. Damit können insbesondere auch Kinderfußballfelder gebaut werden. Zudem kann auch in den Wiederaufbau von Vereinsheimen und weiterer, wichtiger Infrastruktur investiert werden. Walter Desch dazu: „Mit einem solchen Spendenbetrag kommen wir einen großen Schritt voran. Katar ist ein großer Förderer des Fußballs, und es freut uns, dass unsere Vereine profitieren werden.“ Seine Exzellenz, der Botschafter des Staates Katar in der Bundesrepublik Deutschland, Abdullah Bin Mohammed bin Saud Al-Thani, erklärt: „Sport spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung von Frieden und Entwicklung, der Achtung der Menschenrechte und der Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen – und insbesondere der Fußball, da er weltweit beliebt ist.“

Für die Zukunft ist auch eine fußballerische Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverband Rheinland und dem Fußballverband Qatars mit gemeinsamen Trainingscamps und Turnieren angedacht. Schon heute pflegt der FVR eine Zusammenarbeit mit Ungarn, Norwegen und Ruanda und kann deshalb auf einen reichen Erfahrungsschatz bei internationalen Kontakten im Jugendbereich zurückgreifen. „Nun könnte Katar als erstes arabisches Partnerland, auch mit dem Austausch von Mädchenmannschaften, hinzukommen“, sagt Desch. Auch dem Botschafter Katars in Berlin, Abdulla Bin Mohammed bin Saud Al-Thani, liegt dieses Projekt am Herzen: „Beim Fußball steht immer das nächste Spiel im Fokus. Dafür trainieren auch die Kinder und so haben wir zusammen spielerisch die Zukunft im Blick. Ich freue mich bereits sehr auf das erste gemeinschaftliche Trainingscamp. Dank gilt allen Vereinsaktiven, die den Wiederaufbau der Fußballplätze möglich machen.“

Der Scheck wurde symbolisch übergeben am gestrigen Montag, 16. Mai, auf dem Vereinsgelände des SV Hönningen im Landkreis Ahrweiler.

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Premiere – VRS, AVV und NVR läuten die Glocke zur 1. Mobilitäts-Akademie – Jülich ist dabei

Jülich/Köln – Mehr als 200 Besucher*innen informieren sich zum Portfolio von VRS, AVV und NVR. In der „Halle Tor 2“ stand am Dienstag, 03. Mai das Fach „Mobilitätswende“ auf dem Stundenplan: Dort hat die 1. Mobilitätsakademie unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft der Mobilität im Rheinland gestalten“ stattgefunden. Erstmalig gemeinsam haben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) Besucher*innen vorgestellt, was in der Region bereits alles unternommen wird, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Im Sinne des Klimaschutzes und im Sinne der Menschen, die im Großraum Köln – Bonn – Aachen leben. Etwa 250 Interessierte haben an der Mobilitätsakademie teilgenommen. Projektmitarbeiter*innen und Vertreter*innen der Partner von VRS, AVV und NVR haben im Rahmen eines Infomarktes, mit Vorträgen und in Workshops die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Tarif, Fahrzeuge, vernetzte Mobilität und vielen mehr vorgestellt, die heute bereits im Rheinland angewendet werden.

Voran geht es nur gemeinsam
Bevor sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Entdeckungstour durch das Portfolio von VRS, AVV und NVR machten, begrüßten die Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober (VRS/NVR) und Hans-Peter Geulen (AVV) die Interessierten. „Die Mobilitätswende ist eine große Herausforderung und bietet zugleich große Chancen“, betonte Dr. Norbert Reinkober. „Abwarten gilt nicht mehr, die Pflöcke für eine nachhaltigere Mobilität müssen heute eingeschlagen werden. Wir von VRS, AVV und NVR sind da gemeinsam dran und wir sind stolz, Ihnen heute schon viele Projekte präsentieren zu können, die im Rheinland bereits existieren und hier die Mobilität von morgen prägen werden. Handfeste Anerkennung unserer Arbeit ist die Verleihung des Deutschen Verkehrswendepreises an das Zukunftsnetz Mobilität NRW, dessen Geschäftsstelle beim VRS angesiedelt ist.“ Hans-Peter Geulen ergänzte: „Im Sinne des Klimaschutzes eine neue Mobilität zu schaffen, das kann uns nur gemeinsam gelingen. Wir sind zusammen auf dem Weg vom Verkehrs- zum Mobilitätsverbund und müssen diesen Transformationsprozess in enger Abstimmung mit dem Land, den Kommunen und den Verkehrsunternehmen weiter mutig gestalten. Unsere Partner können dabei von einer Vielzahl an Instrumenten, Austauschformaten und Konzepten konkret profitieren.“

Was braucht die Mobilitätswende?
Die Geschäftsführer betonten: Mit dem reinen Ausbau des ÖPNV ist die Mobilitätswende nicht zu schaffen. Stattdessen müssen auch sogenannte Push-Faktoren wie der neue Zuschnitt öffentlicher Räume und eine Parkraumbewirtschaftung umgesetzt werden. Nur so sei die von der Politik gewünschte Verdopplung der Fahrgastzahlen bis Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Zudem komme es entscheidend auf die finanzielle Ausstattung des ÖPNV an. Der VRS lässt aktuell im Rahmen einer Studie untersuchen, wie sich die Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs auf eine breitere Basis stellen lässt. Ziel ist es, die Fahrgäste, die durch die Ticketkäufe bislang rund 75 Prozent der Kostendeckung des ÖPNV im VRS bestreiten, zu entlasten. Etwa durch eine größere, dauerhafte Beteiligung von Bund und Land oder auch durch eine Nutznießerfinanzierung, bei der Arbeitgeber*innen, Vermieter*innen oder Geschäftsleute, die von einer guten ÖPNV-Anbindung profitieren, in die Pflicht genommen werden könnten, sofern der politische Wille dazu besteht. Der AVV hat eine vergleichbare Studie bereits durchgeführt und deren Ergebnisse auf der Mobilitätsakademie vorgestellt. Wichtigste Erkenntnisse für das Gebiet des AVV: Für eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht es vor allem den Ausbau des ÖPNV für ein dichteres Angebot und eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung.

Stadt Jülich stellt Mobilitätsprojekte vor
Für die Stadt Jülich hat die Mobilitätsbeauftragte Claudia Tonić-Cober in Zusammenarbeit mit Andrea Fromberg, Planungsbüro VIA, die Arbeit rund um die kommunale Mobilitätswende vorgestellt. Im Fokus stand der „Fußverkehrs-Check NRW“, der unter Kommunen besonders beliebt ist. Dieses Format unterstützt die kommunalen Verkehrskonzepte mit mehreren Bausteinen. Mit dem „Fußverkehrs-Check NRW“ begleitet das Verkehrsministerium des Landes NRW zusammen mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW Kommunen dabei, den Stand ihres Fußverkehrs professionell unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern. Jülich gehörte 2021 zu den 12 ausgewählten von 42 bewerbenden Kommunen. Die Schwachstellen-Analyse durch Ortsbegehungen ergab 36 Maßnahmen-Empfehlungen, die nun sukzessive umgesetzt werden.

 

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Breiter Schulterschluss für eine Wärmewende in der Stadt Aachen

Aachen – Die Stadt Aachen ruft die Wärmewende aus, zusammen mit einem Bündnis der Hochschule RWTH, FH, dem Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie und der STAWAG. Sie haben Eckpfeiler für eine klimaneutrale Energieversorgung bis ins Jahr 2030 vorgelegt. Bei der Wärmewende geht es darum, die Wärmeversorgung in der Stadt von fossilen (Kohle, Öl, Gas) auf erneuerbare Energieträger (Photovoltaik, Wind, Geothermie) umzustellen.

Unter Hochdruck hat ein Bündnis aus FH Aachen, Fraunhofer -Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie, Industrie- und Handelskammer (IHK), RWTH, Stadt und STAWAG/Regionetz in den letzten Wochen daran gearbeitet, die Herausforderungen für eine Wärmewende in der Stadt Aachen zu analysieren und zu beschreiben.

Die Wärmewende ist als Teil der Energiewende erforderlich, um den Weg in Richtung des städtischen Zieles der Klimaneutralität ab 2030 zu beschreiten. Denn die Stadt hat ihr Klimaschutzziel am Beschluss von Paris zur Verhinderung einer globalen Aufheizung ausgerichtet und will den ihr möglichen Teil zum Erhalt des menschlichen Lebens auf der Erde beitragen.

In der Stadt Aachen wird der größte Teil der Emissionen, die den Klimawandel verursachen, dadurch ausgelöst, dass Gebäude beheizt werden.

Weitere Ursachen liegen im Verkehr und beim Stromverbrauch. Die Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagt: „Die größten Anstrengungen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen liegen für die Stadt Aachen im Bereich der Wärmeversorgung.“

Die Stadtverwaltung trägt weniger als zwei Prozent zu den klimarelevanten Emissionen bei. Der Hauptteil kommt aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen der gesamten Stadt: den Haushalten, den Eigenheimen, den Unternehmen und den am Verkehrsgeschehen Beteiligten. Die nötige Energiewende – und als Teil davon die Wärmewende

– sind also nur zu schaffen, wenn alle gesellschaftlichen Bereiche mitmachen.

Darum begrüßt die Oberbürgermeisterin das Bekenntnis der oben genannten Institutionen, ihren Beitrag zum Gelingen der Wärmewende beisteuern zu wollen. Einerseits sind sie selbst alle Wärmeverbraucher, andererseits liegt in den Forschungs- und Hochschulbereichen vor allem die fachliche Kompetenz für sämtliche Fragestellungen, die auf dem Aachener Weg zur Klimaneutralität zu lösen sind.

Als Energieversorger nimmt die STAWAG eine zentrale Rolle für uns ein. Sie hat sich schon lange als Vorreiter der Energiewende positioniert und verfolgt mit ihrem Klimapaket ein Gesamtkonzept zur Umstellung auf eine klimafreundliche Strom- und Wärmeversorgung“, sagt Oberbürgermeisterin Keupen. Ein zweites wichtiges Element der Klimaziele ist laut STAWAG-Vorstand Wilfried Ullrich die Wärmeversorgung, wozu die STAWAG die Fernwärme aus- und umbauen werde. „Sie soll bis 2030 klimafreundlich auf Basis von erneuerbaren Energien wie Tiefengeothermie und weiteren Auskopplungen erzeugt werden“, betont Ullrich.

Netzwerk will Aufbruchstimmung erzeugen

Die Partner*innen sind teils direkt handelnde zentrale Akteure wie die STAWAG. Andere wiederum haben eine wichtige Funktion als Netzwerk zentraler Zielgruppen wie beispielsweise die Industrie- und Handelskammer (IHK). Geschäftsführer Raphael Jonas erläutert: „Die IHK Aachen unterstützt ihre Mitglieder bei der Nutzung der Chancen der Energiewende mit speziellen Transferprojekten sowie mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Energieeffizienzberatung.

Für die beteiligten RWTH-Institute und -Lehrstühle erklärt Professor Dirk Müller: „Die RWTH kann mit ihren wissenschaftlichen Expertisen wichtige Beiträge leisten. Wir erklären unsere Bereitschaft, die Stadt Aachen bei der Entwicklung und Umsetzung der Wärmewende zu unterstützen.“

Beim Thema Wärmewende wollen auch Institute der FH Aachen, die sich selbst im Hochschulalltag und in der Lehre in einer Vorbildfunktion sieht, die Stadt Aachen mit ihrer praxisnahen Forschungs- und Entwicklungsexpertise unterstützen. Professor Thomas Ritz sagt: „Dem Themenfeld der Wärmewende kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Bereits heute versorgen wir als FH bereits einen Großteil unserer Gebäude mit Fernwärme und wir sind bestrebt, dies weiter auszubauen. Die FH Aachen will die Stadt Aachen mit ihrer praxisnahen Forschungs- und Entwicklungsexpertise unterstützen.“

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie

(IEG) gestaltet die klimaneutralen Energiesysteme der Zukunft und bringt ihre Kompetenz rund um Energieinfrastrukturen und Geothermie ein.

Professor Rolf Bracke erläutert: „Klimaneutrale Energiesysteme der Zukunft sind die Zielsetzung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie. Das Institut versteht sich als Denkfabrik für die Energiewende und wird der Stadt bei der großen Aufgabe zur Seite stehen.“

Die Institutionen möchten mit der Wärmewende in der Stadt Aachen eine bundesweite Vorreiterrolle für den klimaneutralen Umbau einnehmen und hierfür eine Aufbruchstimmung in der ganzen Stadt erzeugen. Vor allem aber werden weitere Verbündete gesucht, um die Wärmewende zu einem von der ganzen Stadtgesellschaft getragenen, integrierten Prozess zu entwickeln.

Große Herausforderungen – Eckpfeiler vorgestellt Das Ziel der Klimaneutralität 2030 ist höchst ambitioniert und erfordert Veränderungen in vielen Bereichen. „Dabei ist eine klimaneutrale und unabhängige Wärmeversorgung technisch noch deutlich herausfordernder als die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien“, erläutert Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Bislang basiert die Wärmebereitstellung im Wesentlichen auf der Verbrennung von Öl und Gas sowie aus der Abwärmenutzung des Braunkohlekraftwerks in Weisweiler. Auf fachlicher wie politischer Ebene ist die Notwendigkeit unbestritten, die fossilen Energieträger schnellstens und vollständig durch klimaneutrale zu ersetzen, also Sonne, Wind und die im Erdreich gespeicherte Wärme zu nutzen.

Welche Arbeitsfelder dies konkret für die Stadt sein könnten und welche Aufgaben sich daraus für die nächsten Jahre ergeben, haben die Partner*innen am 11. Mai in einem Eckpfeiler-Papier für eine klimaneutrale Energieversorgung präsentiert. Ein Wärme- und Energieplan soll erstellt werden, um die Weichen für eine klimaneutrale Versorgung zu stellen und die Versorgungssicherheit der Stadt zu gewährleisten.

Bei den lokal zu lösenden Themen geht es um die Energieerzeugung und -verteilung sowie die Gebäude, die Wärme benötigen. Wärmeerzeugung und -gewinnung muss so umgestaltet werden, dass in Zukunft erneuerbare Energien und Abwärme klimafreundlich genutzt werden. Neben Solar- und Windkraftanlagen sind im nun vorgestellten Wärmeplan vor allem die Nutzung von oberflächennaher und Tiefen-Geothermie als Optionen beschrieben.

Klimaneutrale Wärmelösungen

Für Wohnhäuser könnte es eine interessante Lösung sein, Erdwärme mithilfe von Wärmepumpen zu nutzen und den dafür benötigten Strombedarf aus grünem Strom (Photovoltaik, Wind) abzudecken. Weitere Wärmequellen für eine klimaneutrale Beheizung können zum Beispiel aus der Kanalisation, aus Industrieprozessen, aus Thermalquellen oder aus alten Bergbaugruben noch stärker in den Blick genommen werden. Die Bündnispartner*innen schlagen eine bedarfsgerechte Detailplanung für die Stadt in Form eines Wärme- und Energieplans vor.

Energieeffizienz und Gebäudedämmung im Blick Zudem muss die Transformation der Wärmeversorgung unbedingt mit einer Senkung des Wärmebedarfs in den Gebäuden einhergehen. Der Einsatz energieeffizienterer Technik ist hierfür genauso wichtig wie die Sanierung der Gebäudehülle. Ohne Energieeinsparungen auf der wärmeabnehmenden Seite (Privathaushalte, Gewerbe, Institutionen) kann die Wärmewende nicht gelingen. Die Stadt und ihre Partner*innen haben daher Maßnahmen-Paket geschnürt, um einerseits durch intensivere und zielgerichtetere Information die Nutzung des Förderangebotes und andererseits die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu verbessern.

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„So geht das nicht weiter“ – Die Tafeln schlagen Alarm

Mechernich/Köln/Bergisch-Gladbach – Inflation, weniger Spenden sowie immer mehr Menschen, die auf die „Tafel“ angewiesen sind – und ein Mechernicher, der alles in seiner Macht Stehende tut, um ihnen zu helfen: Wolfgang Weilerswist, nicht nur Vorsitzender des städtischen Mechernicher Ablegers, sondern auch NRW-Landestafelchef und Vorstandsmitglied im Bundesverband.

Der Ex-Luftwaffenoffizier und TuS-Präsident berichtete dem Kölner Stadt-Anzeiger über seinen Einsatz und den seiner 12.600 Mitstreiter in den „Tafel“-Organisationen im Land sowie deren großes Versorgungsproblem, das gerade die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft trifft.

Und zwar offenbar härter denn je: Durch die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hat sich in den vergangenen Monaten alleine in der exemplarisch vom Kölner Stadt-Anzeiger besuchten „Tafel“ Bergisch-Gladbach die Zahl der Familien und anderen „Bedarfsgemeinschaften“, die versorgt werden, von 50 auf 120 mehr als verdoppelt.

Täglich erreichten Weilerswist Hilferufe der insgesamt 172 „Tafeln“ und mehr als 500 Ausgabestellen in NRW. „Keine davon bleibt von den Folgen des Krieges und der Rezession verschont“, so Weilerswist. Das Missverhältnis zwischen der Masse an Bedürftigen und den ständig schwindenden Ressourcen wird immer größer.

Wie die Autorin des Stadt-Anzeiger-Berichtes, Susanne Rohlfing schreibt, liegt das an den Flüchtlingen aus der Ukraine, die zwar Sozialleistungen erhalten, davon aber genauso wenig wirklich leben können wie die hiesigen Hartz-IV-Empfänger. Außerdem liege es an den steigenden Preisen: „in den Supermärkten, an den Tankstellen, bei Gas und Strom, die dafür sorgen, dass noch mehr Menschen mit ihrem wenigen Geld nicht auskommen.“

2012 wurde der NRW-Landesverband ins Leben gerufen. Bereits in der Gründungsversammlung wurde Wolfgang Weilerswist direkt zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 2014 dann schließlich zum Chef. Seitdem sitzt der Mechernicher fest im Sattel und setzt sich leidenschaftlich für die „Tafel“ ein, nicht nur in Mechernich, wo Weilerswist maßgebend an der Einrichtung des dortigen Logistikzentrums beteiligt war, aber auch bei der Gründung der „Tafeln“ in Kall und Bad Münstereifel leistete er Beistand.

„Ausgabegruppen“ als Übergangslösung

Zu wenige Sozialleistungen sind zwar schon seit Jahren ein Problem, doch hinzu kommt mittlerweile laut Weilerswist auch ein Rückgang an Sach- und Geldspenden. Supermärkte verkauften heute lieber Produkte mit nahezu abgelaufenem Verfallsdatum, die sie früher der „Tafel“ spendeten. Viele Haushalte hätten auch „nichts mehr übrig“, was sie noch spenden könnten.

So führten die steigende Zahl an Bedürftigen und der Mangel an Versorgungsgütern, zumindest in Bergisch-Gladbach, bei den „Bedarfsgemeinschaften“, also Menschen, die auf die „Tafel“ angewiesen sind, mittlerweile zu drei „Ausgabegruppen“ mit unterschiedlichen Chancen.

Wenn man der dritten und letzten zugeteilt ist, muss man nehmen, was übrigbleibt. Ein Betroffener sagte auf Nachfrage dazu: „Dann komme ich gar nicht mehr“ – bei meist fast leeren Regalen gegen Ende. „Letzte Woche hatten wir am Ende nur noch Brot“, bemerkte auch Eddi Stoffel (76) von der Bergisch-Gladbacher „Tafel“.

Swieta, eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren beiden Kindern Anastasia und Ivan aus Charkiw in der Ukraine flüchten musste, hatte an diesem Tag mehr Glück. Sie war eine der Glücklichen in der ersten Gruppe und konnte ihre Kinder und sich selbst ausreichend versorgen. Den Tipp, zur „Tafel“ zu gehen, hatte sie in der Asylantenunterkunft von anderen Flüchtlingen bekommen. „Das hat uns sehr geholfen“, betonte sie gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.

„Stiehlt sich aus der Verantwortung“

Weilerswist ärgert es besonders, dass der Staat gerade auch Ukraine-Flüchtlinge einfach zur „Tafel“ schickt, statt mehr zu unterstützen. Der Stadt-Anzeiger zitiert ihn: „Man stiehlt sich aus der Verantwortung“. So sei es Zeit für eine staatliche Grundförderung, denn, wie Wolfgang Weilerswist betonte: „So geht es nicht weiter, das hält die Tafel-Landschaft nicht aus.“

Und so setzt man auf neue Lösungsansätze. Interessant beispielsweise ist ein Berliner „Kauf zwei gib eins“-Konzept. Dies soll nun auch in Bergisch Gladbach etabliert werden. Das Prinzip ist einfach – zwei Produkte kaufen und eine davon als Spende in einen Tafel-Einkaufswagen legen.

Wolfgang Weilerswist sagt in dem Pressebericht, er könne von seiner Pension sehr gut leben: „Ich habe so viel Glück gehabt, jetzt kann ich etwas zurückgeben.“ So erklärt er sein Engagement für die Tafel. „Es verhungert zwar niemand in Deutschland, aber das Leben als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern kann sehr erbärmlich sein“, zitiert ihn der Kölner Stadt-Anzeiger: „Man muss sich schämen, dass ein so reiches Land wie Deutschland es nötig hat, »Tafeln« zu haben.“

Zwar gab es für Infektionsschutz in der Pandemie 5000 Euro pro „Tafel“ und 900.000 Euro für den Aufbau von sechs Verteilzentren – ansonsten habe man keine staatliche Hilfe erhalten, so Wolfgang Weilerswist. Zu wenig für die ehrenamtlichen „Tafeln“, die als Vereine organisiert werden, deren Mitglieder und Helfer meist Rentner sind.

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Aktions-Spieltag zur Stärkung der Schiedsrichter/ -innen am 14. und 15. Mai

Region/Koblenz – Unter dem Motto „Respekt gegenüber dem 23. Mann“ werden der Fußballverband Rheinland und seine Unparteiischen am 14. und 15. Mai eine Maßnahme zum Schiedsrichterschutz durchführen.

Immer wieder werden Schiedsrichter/ -innen respektlos behandelt oder sogar tätlich angegriffen. Um auf diese Vorkommnisse aufmerksam zu machen und sie in Zukunft zu vermeiden, hat der Fußballverband Rheinland ein Projekt zur Stärkung und Akzeptanz des Schiedsrichterwesens ins Leben gerufen.

Die erste Aktion des Projekts wird nun am 14. und 15. Mai stattfinden. Getreu dem Motto „Respekt gegenüber dem 23. Mann“ werden alle Spiele in der 23. Minute seitens des Schiedsrichters/ der Schiedsrichterin unterbrochen. Die Spieler und Verantwortlichen kommen daraufhin mit dem Schiedsrichter im Bereich der Zuschauer zusammen. Begleitet wird dieses gemeinsame Zeichen von einer Stadiondurchsage. Der Text hierzu wird von einem Verantwortlichen oder Spieler vorgelesen.