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Hochwasserschutz für 1,8 Mio Euro in Mechernich

Mechernich-Kallmuth – „Letzte Sicherheit gibt es zwar nicht“, sagt der Kallmuther Ortsbürgermeister Robert Ohlerth: „Aber das, was Stadtverwaltung Mechernich und Erftverband nach den Hochwassern 2016 und 2021 jetzt für uns getan haben, kann sich sehen lassen und wird auch Wirkung zeigen.“

Zurzeit stehen Bagger und Raupen am Ortseingang aus Richtung Scheven und graben große Hohlräume in die Erde, in denen Rohrsysteme und Betonplatten für ein neuartiges Hochwasser- und Regenrückhaltebecken untergebracht werden sollen. Dessen Rückhaltevolumen beträgt in etwa 5100 Kubikmeter, so Andreas König, Teamleiter im Fachbereich I für Straßen und öffentliche Grünanlagen.

Die Kosten für die Gesamtkanalisation mit Aufweitung der Durchlasskanäle von 400 auf 800 Millimeter und den Ausbau entlang des Kallmuther Baches inklusive Regen- und Hochwasserrückhaltung belaufen sich auf rund 1,82 Millionen Euro, 150.000 Euro mehr wegen des auf der Georgsfestwiese geplanten Neubaugebietes. Offen ist, ob die Maßnahmen zu 80 Prozent aus der Hochwasserschutzförderung oder zu hundert Prozent als Vorsorgemaßnahme für Wiederaufbau bezuschusst werden.

Andreas König sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“, erste Überlegungen zur Verbesserung der Lage vor Ort seien nach den Überschwemmungen entlang des Kallmuther Baches im Jahre 2016 angestellt worden: „Kern des Schutzes sollte ein Rückhaltebecken an der Schevener Straße bilden.“ Die Planung sei aber wegen der Straße in ihrem Volumen begrenzt.

„Kleines Becken, große Rohre“

„Kleineres Beckenvolumen bedeutet immer das Erfordernis eines größeren Ablaufes“, so König gegenüber Medienvertretern. Also habe man eine größere und durchgängige Ablaufleitung durch den Ort bis zur Straße „In der Kumm“ unter Nutzung des in Teilen vorhandenen Grabens und seiner Durchlässe errichtet.

Der Teamleiter beim städtischen Tiefbauamt: „Flankierend dazu wurden die Ableitungen des Oberflächenwassers vom Pflugberg soweit wie möglich auf das Becken umgeplant oder, sofern dies wegen der Topografie nicht geht, eine Vergrößerung der bestehenden Verrohrungen und Kanäle vorgesehen, damit das Wasser möglichst nicht übertreten und die Bebauung gefährden kann.“

Ein quer zum Hang des Pflugberges laufender Wirtschaftsweg soll noch so umgebaut werden, dass er das Oberflächenwasser einer weiteren Teilfläche des Pflugberges zum Regenrückhaltebecken des Kreises und damit hinter den Ort leitet.

Die Ableitung durch den Ort ist im Wesentlichen fertiggestellt, so Robert Ohlerth, die Ausschachtungen für die Stau-Wand des Rückhaltebeckens haben begonnen. Ab Mitte des Monats sollen die Betonbauarbeiten beginnen. Die Gesamtmaßnahme soll bei günstiger Witterung im Februar 2025 abgeschlossen sein, so Andreas König.

Die Straßenbauarbeiten in Folge der Durchlasserweiterungen werden in der Quellenstraße und „Im Pesch“ zur Zeit fertiggestellt. Andreas König: „Parallel hierzu wird der Regenwasserkanal in der Georgswiese vorgebaut, der Anschluss an das Rückhaltebecken erfolgt erst nach dessen Fertigstellung.“

Im Dotteler Weg soll bald der Regenwasserkanal erneuert werden, für die Kreuzung der Schevener Straße bedeutet das eine nochmalige kurze Vollsperrung der Kreisstraße. König: „Danach wird die Fahrbahn auf dem Dotteler Weg wiederhergestellt.“

Fertigstellung im Februar

Ursprünglich war ein reines Regenrückhaltebecken geplant, für das die Stadt Mechernich zuständig gewesen wäre. Diese Planung wurde durch die oben genannten Hochwasser obsolet. „Um die Kallmuther besser zu schützen, muss die Planung auf ein Hochwasserrückhaltebecken ausgeweitet werden“, sagte Thomas Hambach, der Erste Beigeordnete der Stadt, im Planungsausschuss.

Der Erftverband wollte sich an der Maßnahme beteiligen, wenn gleichzeitig Kallmuther Bach bzw. Veybach im Verlauf durch das Dorf ertüchtigt würden. „Da müssen auch die Bürger mitmachen“, betonte der Erftverbands-Experte für Hochwasserschutzmanagement, Dr. Jürgen Gattke. „Das haben sie auch getan und das erforderliche Land links und rechts des Bachs zur Verfügung gestellt“, berichtete Robert Ohlerth zum Abschluss der Baumaßnahme.

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Zeichen gegen Gewalt an Frauen – Orange your City auch im Kreis Düren

Düren – Der Kreis Düren bekennt in diesem Jahr am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ Farbe und setzt im Rahmen der weltweiten Aktion „Orange your City“ ein sichtbares Zeichen. Am Montag, 25. November, werden daher wieder öffentliche Gebäude im Kreisgebiet Düren angestrahlt, um auf das Thema aufmerksam zu machen – darunter das Kreishaus Düren, die Rathäuser in Düren, Jülich und Linnich.

Zudem erhalten viele Gebäude orangefarbene Akzente, wie Fahnen, Banner oder orange beklebte Fenster. Orange ist das weltweite Symbol für den Aktionstag. Neben einigen Behörden nehmen auch andere Beratungsstellen, Firmen, Einkaufsmärkte, Einzelhändler, Krankenhäuser und Kirchengemeinden an der Aktion teil.

„Weltweit sind mehr als 240 Millionen Frauen und Mädchen von Partnerschaftsgewalt betroffen, in Deutschland hat eine von drei Frauen mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle und/oder physische Gewalt erlebt, davon nimmt ein nur ein Bruchteil der Betroffenen Hilfe in Anspruch“, informiert Andrea Kenter, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren.

Das Organisationsteam zum Aktionstag im Kreis Düren besteht aus den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Düren, der Städte Düren, Jülich, Linnich und der Gemeinde Kreuzau sowie der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen im Kreis Düren und dem Verein Hobas e.V.. Sie rufen gemeinsam zu dieser Aktion auf. Der Verein „Frauen helfen Frauen Düren“ beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, die durch die Förderung des  Ministeriums für  Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung , Flucht und Integration ermöglicht wird.

Das sind die Aktionen im Kreis Düren in der Übersicht:

  • In der Stadt Düren gibt es ab 16 Uhr auf dem Rathausvorplatz eine Kundgebung, organisiert durch das dortige Gleichstellungsbüro.
  • Im Dorfbüro der Gemeinde Kreuzau gibt es von 14 bis 17 Uhr eine Beratungsaktion für Interessierte mit Akteurinnen von Beratungsstellen, wie beispielsweise dem Verein Hobas e.V., der Jugendberatungsstelle des Sozialwerks Dürener Christen und der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen im Kreis Düren.
  • Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Jülich und Linnich haben eigens für den Aktionstag und darüber hinaus Bänke hergestellt und bemalt. Diese werden an öffentlichen Stellen in den Kommunen aufgestellt.
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Hasenpest im Kreis Mayen-Koblenz aufgetreten

Region/Mayen-Koblenz – Bei einem Feldhasen aus dem Jagdbezirk Ochtendung ist der Erreger der Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen worden. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin und empfiehlt Spaziergängern und Wanderern, tote oder krank wirkende Hasen und Wildkaninchen auf keinen Fall anzufassen. Auch Hunde sollten nicht mit diesen in Kontakt kommen.

Die ansteckende Erkrankung war aufgefallen, nachdem ein Jäger ein bereits schwer krankes Tier erlegt und aufgrund eines Verdachts ins Landesuntersuchungsamt nach Koblenz gebracht hatte. Dort konnte der Erreger der Hasenpest Francisella tularensis in Leber und Milz nachgewiesen werden. Hauptsächlich betroffen sind von der Krankheit Hasen, Kaninchen oder Nagetiere, jedoch kann sie auch auf andere Tiere oder Menschen übertragen werden.

„Im Gegensatz zu gesunden Feldhasen zeigen an Hasenpest erkrankte Tiere in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern lassen Menschen scheinbar ohne Scheu an sich herankommen. Hohes Fieber und Schwäche sowie eine schnelle Atmung sind weitere Hinweise auf eine Erkrankung bei dem betroffenen Tier. Man darf dennoch keinesfalls die Tiere anfassen“, erläutert Dr. Simone Nesselberger, Leiterin des Veterinäramtes MYK.  Die Ansteckung des Menschen ist über offene Wunden, die Schleimhäute, die Bindehaut der Augen oder auch durch Einatmen von erregerhaltigem Staub möglich. Hat man doch ein Tier angefasst, sollten die Hände gut gereinigt und desinfiziert werden. Die Krankheitssymptome beim Menschen sind ähnlich wie bei einer Grippe: Es zeigen sich Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollene Lymphknoten, manchmal auch Übelkeit und Durchfall. Komplikationen mit Lungenentzündung oder Beteiligung anderer Organe wie Leber, Niere und Herz können vorkommen. Nach Kontakt und ersten Anzeichen sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Hunde können sich grundsätzlich infizieren und den Erreger weitergeben, besitzen jedoch eine hohe natürlich Resistenz. Nicht verwechselt werden sollte die Tularämie mit der Myxomatose, bei der die erkrankten Tiere Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augen zeigen. Die Myxomatose ist im Gegensatz zur Tularämie für den Menschen ungefährlich.

Wer ein auffälliges Tier entdeckt, sollte dieses dem Veterinäramt der Kreisverwaltung melden. Dort werden weitere Maßnahmen eingeleitet. Meldungen an die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter Tel. 0261/108-459 oder 108-455. Bei Nichterreichbarkeit sollte man sich an die örtlichen Ordnungsbehörden oder die Polizei wenden, die dann den entsprechenden Jagdpächter informieren.

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Start der großen Online-Befragung unter den rund 54.500 ehrenamtlichen Feuerwehr-Angehörigen in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz – In der kommenden Woche startet das rheinland-pfälzische Innenministerium mit einer großen Online-Befragung unter den rund 54.500 ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in Rheinland-Pfalz. Die Befragung ist Teil der Ehrenamtsstudie für die Feuerwehren im Land. Sie soll neue Einblicke zu Tage fördern, um daraus Handlungsempfehlungen für die Zukunft abzuleiten.

„Wir möchten wissen, wofür unsere Ehrenamtlichen bei den Feuerwehren im wahrsten Sinne des Wortes ‚brennen‘. Dabei geht es zum Beispiel um Nachwuchsförderung sowie Aus- und Weiterbildung, aber auch um die gesellschaftliche Wertschätzung des Ehrenamtes“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Herausforderungen, aber auch Chancen für die Feuerwehren seien beispielweise der Umzug junger Menschen in städtische Regionen, ein sich wandelndes Freizeitverhalten und längere Arbeitswege. Solche Einflüsse sollen durch die Studie untersucht werden, um anschließend Schlussfolgerungen für das Feuerwehr-Ehrenamt abzuleiten, wie es vielleicht noch attraktiver und nachhaltiger zu gestalten wäre.

Innenminister Michael Ebling appellierte an die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren sich an der Befragung zu beteiligen. „Mit Ihrer Unterstützung tragen Sie entscheidend dazu bei, dass die Freiwilligen Feuerwehren auch in Zukunft eine starke und verlässliche Säule in Rheinland-Pfalz bleiben. Ich danke Ihnen im Namen der Landesregierung herzlich für Ihre Mithilfe,“ so der Minister in seiner direkten Ansprache.

Das Innenministerium hat den Think Tank „Zivilgesellschaft in Zahlen“ (ZiviZ) im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft e.V., ein Forschungs- und Kompetenzzentrum, das Daten und Analysen zur Zivilgesellschaft in Deutschland bereitstellt und deren Strukturen, Trends und Entwicklungen untersucht, mit der Durchführung der Studie beauftragt. Die Online-Umfrage ist ab Mittwoch, 13. November 2024 unter  www.ehrenamtsstudie-feuerwehr.rlp.de erreichbar.

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Wir freuen uns über jede Lehrerin und jeden Lehrer

Düren – 13 neue Grundschullehrerinnen und -lehrer starten im Kreis Düren – „Sie übernehmen eine Aufgabe mit hoher Verantwortung, die aber auch viel Freude macht und bei der Sie viel Positives zurückbekommen“, sagt die Leiterin des Amtes für Schule und Bildung, Lucia Breuer, zu den 13 neuen Grundschullehrerinnen und -lehrern, die im Kreishaus ihre Urkunden zu Beamtinnen und Beamten auf Probe erhalten haben. Im November starten die motivierten Lehrkräfte an vielen unterschiedlichen Schulen im Kreisgebiet.

„Wir freuen uns über jede Lehrerin und jeden Lehrer. Sie haben einen langen Weg hinter sich und ich wünsche Ihnen alles Gute“, sagt Beatrix Wollgarten, Schulaufsichtsbeamtin. Im Kreis Düren ist die Dienst- und Fachaufsicht für Grundschulen angesiedelt. Die Vereidigung der Lehrkräfte erfolgte im Nachgang am ersten Schultag im November.

Als Ansprechpartnerinnen stellten sich zudem Tanja Küsgens, zuständige Personalratsvorsitzende,  Isabell Freyschmidt, Mitglied des Lehrerpersonalrats, und Sabine Dolfus, Personalsachbearbeiterin, vor. Alle betonten, dass sie stets ein offenes Ohr haben.

„Lehrerinnen und Lehrer haben einen großen Einfluss auf die Zukunft junger Menschen. Sie fordern und fördern Schülerinnen und Schüler und begleiten sie auf ihrem Lebensweg. Ich danke Ihnen, dass Sie sich dieser Aufgabe im Kreis Düren annehmen“, betont zudem Landrat Wolfgang Spelthahn.

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evm übernimmt auch in Zukunft den Betrieb von Erdgasnetzen in der Verbandsgemeinde Prüm

Prüm – Erdgas-Konzessionen neu vergeben – Auch in den nächsten 20 Jahren wird die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) den Betrieb der Erdgasnetze in der Stadt Prüm sowie in den Ortsgemeinden Weinsheim, Schönecken, Orlenbach und Pronsfeld übernehmen.

Die entsprechenden Konzessionsverträge wurden am Montag, 28. Oktober, unterzeichnet. „In unserer bereits langjährig bestehenden Zusammenarbeit, war uns die evm stehts ein zuverlässiger Partner“, sagt Dr. Johannes Reuschen, Bürgermeister der Stadt Prüm, stellvertretend für die Vertragskommunen. „Wir freuen uns, die Kooperation auch in Zukunft fortsetzen zu können. Im Rahmen der Ausschreibungen hat uns das Angebot abermals überzeugt.“

Mit den Konzessionsverträgen räumen die Kommunen der evm-Gruppe das Recht ein, Leitungen in öffentlichen Wegen zu verlegen und das Erdgasnetz zu betreiben. Dafür zahlt das kommunale Unternehmen eine Konzessionsabgabe. Mithun Basu, Vorstand des regionalen Energie- und Dienstleistungsunternehmens, dankte im Rahmen der Vertragsunterzeichnung allen Beteiligten für das entgegengebrachte Vertrauen. „Eine Verlängerung bestehender Verträge ist für uns ein gutes Zeichen, dass wir in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet haben und man mit uns zufrieden ist. Es ist auch ein Vertrauensvorschuss für die kommenden Meilensteine der Zukunft. In Prüm haben wir über die Gasversorgung hinaus mit dem Windpark Schneifelhöhe große Pläne, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen und miteinander verbinden werden“, sagt Mithun Basu. Die nächsten Jahre hielten darüber hinaus große Herausforderungen bereit, bei denen der Begriff „Wende“ das Schlagwort des Handelns sei: Wärmewende, Energiewende, Mobilitätswende. „Das fordert die evm-Gruppe als Energie- und Dienstleistungsunternehmen, ebenso wie die Kommunen. Wesentlicher Schlüssel zur Umsetzung all dessen, ist für uns der enge Schulterschluss mit den kommunalen Partnern der Region. Es geht nur gemeinsam“, so Mithun Basu abschließend.

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Beginn der Hochwassersaison – Diese Angebote informieren bei Gefahr

Region/Düsseldorf – Übersicht der Webseiten, Apps und Abo-Dienste – Im November beginnt traditionell die Saison möglicher Winterhochwasser, deshalb weist das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen auf das breite Angebot hin, mit dem sich Bürgerinnen und Bürger über steigende Pegel informieren können und gewarnt werden. Die Basis für alle Angebote liefert das Pegelnetz des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV). Es kann auf aktuell 304 Pegel landesweit zugreifen, davon 98 eigene Hochwassermeldepegel, 76 Pegel externer Betreiber sowie 130 gewässerkundliche Pegel des LANUV, mit denen zusätzliche Daten über Wasserstände erhoben werden. Das Netz wird derzeit weiter ausgebaut: 25 neue Standorte wurden bereits festgelegt und der erste neue Hochwassermeldepegel bereits im Sommer in Betrieb genommen. Vier weitere sollen noch in diesem Jahr folgen.

Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Oliver Krischer: „Durch die Klimakrise werden Extremwetter- und Hochwasserereignisse Nordrhein-Westfalen künftig häufiger treffen. Deshalb ist es existenziell, dass wir die Bevölkerung noch besser informieren und uns vor solchen Katastrophen schützen.“

„Die großen Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben bei uns deutliche Spuren in vielen Lebens-, Wirtschafts- und Umweltbereichen hinterlassen“, erklärte Elke Reichert, Präsidentin des LANUV. „Die Hochwasserinformationen werden weiter verbessert, um Schäden so gering wie möglich zu halten.“

Um den Hochwasserschutz zu stärken, setzt das Land gemeinsam mit seinen Partnern den „10-Punkte Arbeitsplan Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ um. Für die Umsetzung stellt das Land den Kommunen und Deichverbänden umfangreiche Mittel zur Verfügung. Zum Vergleich: 2015 standen rund 30 Millionen Euro Landesmittel für Maßnahmen des Hochwasserschutzes zur Verfügung, in den Jahren 2023 und 2024 jeweils mehr als 80 Millionen Euro. Schutzmaßnahmen können mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten vom Land gefördert werden.

Übersicht der Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger:

  1. Hochwasserportal NRW

Um die Öffentlichkeit schnell bei einer Gefahrenlage zu informieren, betreibt das LANUV das Hochwasserportal.NRW, auf dem fortlaufend Messdaten von derzeit 304 Pegeln in NRW veröffentlicht werden.

Bei bevorstehenden und aktuellen Hochwasserlagen werden auch hydrologische Lageberichte zur Entwicklung der Situation zur Verfügung gestellt.

https://hochwasserportal.nrw/lanuv/webpublic/index.html#/Start

  1. Hochwasserinformationen über die Warn-App NINA

Wer die App installiert und unter Hochwasserwarnungen „Benachrichtigungen erhalten“ aktiviert, erhält entsprechende Hochwasserinformationen des LANUV. Nutzerinnen und Nutzer können wahlweise Daten für den aktuellen Standort oder für selbst festgelegte Orte abonnieren. Seit diesem Jahr werden in Nordrhein-Westfalen bei drohendem oder eingetretenem Hochwasser regionale Hochwasserinformationen für 17 Flusseinzugsgebiete in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt und die Bevölkerung aktiv informiert.

Informationen und Download über www.bbk.bund.de: Warn-App-NINA

  1. Umweltportal NRW
    Das Umweltportal NRW ist die erste Anlaufstelle für behördliche Daten, Fakten und Informationen. Es bietet Zugang zu Hunderten von Webseiten, Messergebnissen, Übersichts-Karten, Umweltindikatoren, Berichten und Dokumenten. Auch aktuelle Warnmeldungen zu Umweltereignissen können abonniert werden.

www.umweltportal.nrw.de

  1. Hochwasserinformationen über die MeinePegel-App

„MeinePegel“ ist die gemeinsame Wasserstands- und Hochwasser-Informations-App aller Bundesländer. Zusätzlich können in dieser App benutzerdefinierte Schwellenwerte für persönlich relevante Pegel eingerichtet werden, bei deren Überschreitung dann eine Benachrichtigung über das Smartphone erfolgt.

Informationen und Download über www.hochwasserzentral.info: Meine Pegel

  1. Hochwassergefahren- und -risikokarten

Für Gewässer, an denen ein signifikantes Hochwasserrisiko für Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe oder wirtschaftliche Tätigkeiten besteht (Risikogewässer), werden in Nordrhein-Westfalen sogenannte Hochwassergefahren- und ‑risikokarten erstellt. Nordrhein-Westfalen hat 456 Risikogewässer mit einer Gesamtlänge von ca. 6000 Kilometer ausgewiesen. Die Karten zeigen an, wo in einer Region oder Stadt konkret Gefahren durch Hochwasser bestehen. Auf dieser Basis kann das individuelle Risiko bewertet und vorgebeugt werden.

Die veröffentlichten Karten finden Sie unter: hochwasserkarten.nrw.de.

Hintergrundinformationen zu den Hochwassergefahren‑ und ‑risikokarten finden Sie unter: flussgebiete.nrw.de/hochwasserthemen 

Erste Anhaltspunkte zur Abschätzung der Starkregengefahren am jeweiligen Wohnort kann die Starkregengefahrenhinweiskarte Nordrhein-Westfalen bieten, die wie die Hochwassergefahrenkarte die Auswirkungen bestimmter vordefinierter Szenarien darstellt: Geoportal NRW

Vielfach gibt es zudem detaillierte Angebote und Informationen der Städte, Kreise und Gemeinden: Kommunale Starkregengefahrenkarten

Daneben informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) über Wettergefahren.

  1. FloodCheck-App

Mit der FloodCheck-App können Bürgerinnen und Bürger durch die Eingabe ihrer Wohnadresse und die Beantwortung zusätzlicher Fragen zur baulichen Beschaffenheit ihres Wohnobjektes ermitteln, ob und wie stark das Risiko potentieller Starkregen- und Hochwassergefahren für das entsprechende Objekt ist. Das regionale Angebot von den Wasserverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) soll in den nächsten Monaten landesweit ausgedehnt werden. Bisher besteht das Angebot für die Städte Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne und Herten.

https://floodcheck.net/

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Aachen erhält das offizielle EU-Missionssiegel für seinen Klimastadtvertrag

Aachen – Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum klimaneutralen Aachen 2030: Die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, Iliana Ivanova, übergab bei einer Zeremonie im Europäischen Parlament in Straßburg EU-Missionssiegel an 20 europäische Städte – darunter auch Aachen – für ihre Klimastadtverträge („Climate City Contract“). Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen war nach Straßburg gereist, um das Siegel persönlich entgegen zu nehmen. Die Gesamtzahl der Städte mit einem Siegel steigt damit auf 53 in ganz Europa.

Ivanova lobte die Städte, die heute das Siegel bekommen haben: „Glückwunsch an die 20 Städte, die sich verpflichtet haben, klimaneutral zu werden. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, wenn es darum geht, unsere Städte lebenswerter und nachhaltiger zu machen und gleichzeitig Europa im globalen Cleantech-Rennen wettbewerbsfähiger zu machen. Die Kommission wird Sie weiterhin dabei unterstützen, Ihre ehrgeizigen Pläne in konkrete Projekte umzusetzen.“

Dabei ist die Übergabe kein rein symbolischer Akt: Mit dem Siegel erhalten Städte den Zugang zum „Climate City Capital Hub“, einer internationalen Finanzierungsressource, die im Juni 2024 eingerichtet wurde. Sein besonderer Fokus liegt auf dem Engagement mit privatem Kapital. Der „Capital Hub“ bietet eine Reihe von Werkzeugen, um Städte dabei zu unterstützen, sich in der komplexen Landschaft der Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung zurechtzufinden. Für Aachens Oberbürgermeisterin Keupen ein immens wichtiger Schritt: „Ohne diese ganz konkrete Unterstützung und den Zugang zu Finanzierungsmitteln könnte eine Stadt wie Aachen die angedachten Maßnahmen im Klimastadtvertrag nicht alleine schultern. Und natürlich sind die Zusammenarbeit, voneinander Lernen und der Austausch mit den anderen Missions-Städten von entscheidender Bedeutung: Der Weg zur Klimaneutralität kann nur gemeinsam gelingen.“

Die Stadt Aachen hatte Mitte März dieses Jahres den Klimastadtvertrag bei der Europäischen Union eingereicht, um an der Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ teil zu nehmen. Die hohe Zahl der Unterstützer*innen des Vertrages zeigt: Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, ist fest in der Stadtgesellschaft verankert. Wirtschaft, Hochschulen, Verwaltung und nicht zuletzt die Bürger*innen beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wie und wo CO2-Emissionen hier vor Ort gesenkt werden können – von der RWTH über die mittelständische Schreinerei bis zur bürgerlichen Initiative oder Schulen. Der Klimastadtvertrag, erster Schritt für die ausgewählten Städte, stellt dabei einen Strategieplan zur Klimaneutralität dar, der auch einen Maßnahmen- und Finanzierungsplan enthält.

 

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Spatenstich und Baustart im Windpark Scheid in der Vulkaneifel

Hallschlag – Der Baustart im Windpark Scheid, Landkreis Vulkaneifel, ist erfolgt. Für die MLK Gruppe packte Gründer und Geschäftsführer Heinrich Lohmann selbst mit an und vollzog gestern gemeinsam mit Ortsbürgermeister Gottfried Hack sowie mit Kevin Schröder aus dem MLK Regionalbüro in Hallschlag den Spatenstich. Während vier ältere Anlagen demontiert wurden, errichtet MLK hier jetzt zunächst zwei neue Windenergieanlagen der 7-Megawattklasse.

Die beiden modernen Nordex N163-Anlagen mit einer Nabenhöhe von 164 Metern werden nach Fertigstellung der Bauarbeiten Ende 2025 die Gesamtnennleistung des Windparks von 4 auf 14 Megawatt erhöht haben. Der erzeugte Strom fließt dann in das unweit gelegene unternehmenseigene Umspannwerk „Kehr“. Dies betreibt die MLK bereits seit 1999. Für die neuen leistungsstarken Anlagen wurde es um einen zusätzlichen Transformator ergänzt. Von dort wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

„Wir betreiben auch die Anlagen selbst“, sagte Heinrich Lohmann und dokumentiert damit die Verbundenheit mit der Region. Hier im Nordwesten der Vulkaneifel stehen zudem noch elf weitere rund 25 Jahre alte Anlagen, die nach und nach repowert werden sollen.

Weitere Planungen

Eine der neuen Nordex-Anlagen steht auf einem Grundstück der Gemeinde Scheid. Ortsbürgermeister Gottfried Hack sagte: „Die Zusammenarbeit mit der MLK Gruppe läuft einwandfrei. Es sind weitere Anlagen auf unseren Grundstücken geplant.“

Die Planungen sehen ebenfalls auf der Gemarkung Hallschlag neue Windenergieanlagen vor. In Hallschlag befindet sich seit Anfang des Jahres auch das MLK Regionalbüro in der Aachener Straße. Kevin Schröder leitet es und steht als Ansprechpartner für Anrainer von Wind- und Solarparks, Flächeneigentümer und Gemeinden der Region zur Verfügung.

In zwei weiteren Ausbaustufen des Windparks sollen sechs Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 40 Megawatt folgen. Darüber hinaus ist eine Erweiterung in Richtung der Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen in Planung.

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Sicherung für die Ewigkeit – Bischöfliches Diözesanarchiv Aachen bringt digitales Langzeitarchiv an den Start

Aachen – Nächster wichtiger Schritt mit Blick auf das Thema digitale Vergangenheitssicherung – Neben analogen Archivalien wie Urkunden oder Akten verwahrt das Bischöfliche Diözesanarchiv auch digitale, etwa Disketten, Videokassetten, Filmrollen oder CDs. Doch die Haltbarkeit solcher Datenträger ist begrenzt. So hat das Archiv nach einer dauerhaften Lösung zur Sicherung gesucht, besonders auch für jene Dateien, die ohne physischen Datenträger am PC entstehen. Als erstes katholisches Archiv besitzt das Aachener Diözesanarchiv nun die digitale Langzeitarchivlösung DiPS.Kirche. Diese garantiert, dass alle Anforderungen an Erhaltung des Bestands und der Authentizität der Daten eingehalten werden. So können auch in 100 Jahren die Digitalisate noch geöffnet werden. Den Startschuss für die neue Archivlösung gab Generalvikar Jan Nienkerke: „Wie gut, dass wir im Diözesanarchiv mit Blick auf das Thema Digitalisierung den nächsten wichtigen Schritt gehen. Damit erhalten wir den großen Schatz und das umfangreiche Wissen auch für zukünftige Generationen im Langzeitgedächtnis des Bistums Aachen.“

Natürlich werden in der ehemaligen Kirche St. Paul auch weiterhin ganz klassisch (Papier-)Archivalien sicher aufbewahrt: rund drei Regalkilometer voller Handschriften, Akten und Kirchenbüchern. Seit 30 Jahren entstehen aber auch in der kirchlichen Verwaltung immer mehr digitale Akten, die genauso gesichert und später der Forschung zur Nutzung bereitgestellt werden wie die über Jahrhunderte zurückreichenden Papierakten. Neben Dokumenten gehören auch Fotos, Audio- und Videodateien zum digitalen Archivgut. Die digitalen Dokumente kommen vor allem vom Bischöflichen Generalvikariat, aber auch aus kirchlichen Einrichtungen, Pfarreien, Vereinen und von Privatpersonen (als Vor- und Nachlässe). „Wichtig ist uns, dass die digitalen Daten auch nach Jahrhunderten noch authentisch, integer, verlässlich und vor allen Dingen nutzbar sind. Nur so kann das Wirken der Kirche unserer Zeit langfristig nachvollzogen werden“, betont Dr. Beate Sophie Fleck, Leiterin des Aachener Diözesanarchivs. Mit Julia Haberstock als Projektleiterin der Digitalen Langzeitarchivlösung wurde diese Aufgabe jetzt erfolgreich umgesetzt.

DiPS.Kirche (Digital Preservations Solution – übersetzt: Digitale Aufbewahrungslösung) ist eine überdiözesane Verbundlösung, von der Firma SER entwickelt und vom kirchlichen Rechenzentrum Südwest betrieben. „Wir freuen uns, dass Aachen das erste Bistum ist, in dem KRZ.dipsKirche zum Einsatz kommt – und wir dürfen auch sagen, dass noch weitere folgen werden, was uns mit Freude und Dankbarkeit erfüllt“, sagt  Dr. Reiner Weick, Abteilungsleiter Marketing und Produkte beim Kirchlichen Rechenzentrum Südwestdeutschland, der sich für die engagierte Mitwirkung des Diözesanarchivs bedankte.

Das Diözesanarchiv – Gedächtnis des Bistums Aachen

Untergebracht ist das Diözesanarchiv in der ehemaligen Kirche St. Paul an der Jakobstraße in Aachen. Zu den wichtigsten Beständen zählen unter anderem Dokumente der Bischöflichen Sekretariate, des Generalvikariats und des Domkapitels. https://www.bistum-aachen.de/Bischoefliches-Dioezesanarchiv/