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Rund 500.000 EUR Fördermittel für die Menschen an der Mosel

Region/Mosel, 18.09.2020 – Staatssekretär Andy Becht übergibt Bewilligungsbescheid für das Projekt „Auf- und Ausbau der Markenfamilie Faszination Mosel“ und informiert sich über die Arbeit der LAG Mosel

Das Ergebnis des 2016 beantragten und 2019 abgeschlossenen LEADER-Vorhabens „Symbiose Alt und Neu“ der Familie Kühner-Adams kann sich sehen lassen. Foto: © Simone Röhr

Faszination Mosel pur: Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein überreichte Staatssekretär Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, am 15. September 2020 den Vorsitzenden der LAG Mosel und Regionalinitiative Mosel den Förderbescheid für das LEADER-Vorhaben „Auf- und Ausbau der Markenfamilie Faszination Mosel“ in der Vinothek der Familie Kühner-Adams in Mehring-Lörsch. Das Vorhaben wird in Kooperation mit den LAGn Moselfranken und „Land zum Leben Merzig-Wadern“ (Saarland) umgesetzt.

Über den Besuch von Staatssekretär Becht an der Mosel freuen sich die Gäste und Betreiber der Vinothek in Mehring-Lörsch. Foto: © Mario Boiselle-Hempel

Andy Becht betonte in seiner Ansprache die Bedeutung und den „Geist“ der LEADER-Förderung als Landschaftspolitik und als Zeichen „bester Europapolitik“. Als bekennender LEADER-Fan machte er deutlich, dass durch das konkrete Förderprojekt die Akteure und Menschen entlang des Flusses zusammengeführt werden, um gemeinsam an dem Ziel zu arbeiten, die Moselregion weiter voranzubringen, besser zu vermarkten – sowohl touristisch als auch hinsichtlich regional erzeugter Produkte.

„Unsere Regionen, unsere ländlichen Räume bringen hervorragende Produkte hervor und sind attraktive Ausflugs- und Reiseziele. Mit der Entwicklung der Markenfamilie Mosel wird es noch leichter, die Vorzüge der Moselregion auf den Punkt zu bringen und zu kommunizieren“, sagte Becht bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 501.000 Euro für das LAG-Kooperationsvorhaben.

Rolf Haxel, stellvertretender Vorsitzender der LAG Mosel, und Landrat Gregor Eibes, Vorsitzender der Regionalinitiative „Faszination Mosel“, dankten dem Staatssekretär, den Mitarbeitern des Ministeriums und der ADD Trier sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und Bereitstellung der Fördermittel durch EU, Bund und Land.

Eibes erläuterte das Netzwerk in der Regionalinitiative: Die neue Markenfamilie zielt auf die Säulen Tourismus, Weinbau, Kultur, Natur und Landschaft, Regionale Produkte und Weltkulturerbe ab. Im gemeinsamen Verbund der drei LAG Mosel, Moselfranken und Saarland sollen mit den Fördergeldern in den nächsten drei Jahren unter anderem eine Homepage, Imagebroschüre plus Film, ein Flyer, Roadshows, Netzwerktreffen, Exkursionen sowie Veranstaltungen zu verschiedenen Jahresthemen umgesetzt werden.

Rolf Haxel dankte in seiner Begrüßung allen Projektträgern: „Ohne sie gäbe es keine LEADER-Förderung! Ohne sie wäre unsere Region ein entscheidendes Stück ärmer! Sie sind es, die durch neue Ideen und großes Engagement unsere Region voranbringen! Es ist für mich immer beeindruckend, welche Ideen es in der Region gibt und wie mutig auch Menschen in die Region investieren. Nebenbei bemerkt ist es natürlich auch nicht immer ein geringer Aufwand an Bürokratie, so eine LEADER-Förderung zu beantragen.“ Er betonte, dass die LAG Mosel seit Anfang der 90er Jahre ein Teil der europaweiten LEADER-Idee sei. „Die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen und auch über Ländergrenzen hinweg sind für uns in vielerlei Hinsicht gewinnbringend!“, so Haxel.

Der Ort für den Besuch des Staatssekretärs war nicht zufällig gewählt:

Christa Kühner-Adams und Hans-Josef Adams, Inhaber der „Vinothek am Flusskilometer 174“ profitieren von der LEADER-Förderung und sind überzeugt von der „Faszination Mosel“. Foto: © Simone Röhr

Die Gastgeber-Familie Kühner-Adams stellten ihr LEADER-gefördertes Projekt „Symbiose Alt und Neu“ vor. Mit diesem Vorhaben erweiterte das Winzerehepaar das bestehende Altgebäude um die neue „Vinothek am Flusskilometer 174“. Das historische Winzerhaus wurde zu einer Ferienwohnung für vier Personen mit einer Weinlounge umgebaut und ein historischer Weinberg wurde angelegt. Hierfür wurde eine LEADER-Zuwendung in Höhe von 108.300 EUR bewilligt. Das LEADER-Vorhaben dient einerseits dem Erhalt des einmaligen Steillagenweinbaus in der Moselregion, der Vermarktung regionaler Lebensmittel und schafft ein mit der Region verbundenes touristisches wie gastronomisches Angebot entlang von Wander- und Radwegen. Gleichzeitig wird Bausubstanz erhalten; ein Leerstand wurde umgenutzt. Das Haus liegt gut erreichbar am Ortseingang von Mehring/Ortsteil Lörsch, angrenzend an die Moselweinstraße, den Moselwanderweg und Moselradweg inmitten der wunderschönen Moselkulturlandschaft.

Im Anschluss an die Ansprachen und Übergabe des Förderbescheids konnten sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde bei Getränken und einem Imbiss mit regionalen Produkten austauschen. Es bestand auch Gelegenheit, die historische Rebsorte „Gelber Kleinberger“ aus dem Weinberg der Familie Kühner-Adams zu verkosten.

Allgemeine Informationen zu LEADER-Regionen

LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. So kann das Potential einer Region besser für deren Entwicklung genutzt werden. Begleitet wird LEADER von sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs).

LEADER ist die Abkürzung des französischen „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und wird übersetzt mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums“. LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. So kann das Potential einer Region besser genutzt werden und erheblich zur Entwicklung der Region beitragen. Zentral in LEADER sind die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs).

Mit LEADER werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Der LEADER-Ansatz steht als eigener Schwerpunkt im Entwicklungsprogramm EULLE (Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung) für eine verstärkte Mobilisierung endogener Potentiale in ländlichen Regionen, für eine Verbesserung der regionalen Kooperation, für die Stärkung der Beteiligung der für die Entwicklung einer Region bedeutsamen Akteure und für die Entwicklung und Verbreitung innovativer Handlungsansätze. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die ländlichen Regionen durch Identifizierung ihrer individuellen Stärken und Schwächen am besten ihre Entwicklungschancen erkennen und daraus resultierende Strategien zur Mobilisierung des abgeschätzten Potentials entwickeln können.

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Glasfaserausbau in Altendorf und Ersdorf

Meckenheim, 18.09.2020 – Nach Ende der Vermarktungsphase steigt das Unternehmen bn:t Blatzheim Networks Telecom GmbH nun in Altendorf und Ersdorf in die konkrete Planung zum Ausbau des Gigabit-Netzes ein. Zahlreiche Haushalte haben Interesse an einem Gigabit-Anschluss von bn:t bekundet. Die erforderliche Mindestteilnehmerquote von 40 % wurde dennoch nicht ganz erreicht. Trotzdem möchte bn:t, in Absprache mit der Stadt Meckenheim, Teilgebiete der beiden Ortschaften mit schnellem Netz versorgen.

Alle Anwohner, die sich für einen Anschluss von bn:t entschieden hatten, werden aktuell von den Vertriebsmitarbeitern kontaktiert, um Verträge abzuschließen und so den Ausbau weiter voranzutreiben. Nach der aktiven Vertriebsphase und der damit verbundenen Planung werden die Straßenabschnitte, die einen Rohrverband erhalten, von bn:t bekanntgegeben. Straßen ohne oder mit einer nicht ausreichenden Anzahl von Interessenten werden beim Ausbau ausgelassen.

Die für den Ausbau notwendigen Baumaßnahmen sind noch für dieses Jahr von bn:t avisiert. Die Fertigstellung ist für Sommer 2021 geplant.

Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer der Stadt Meckenheim, betont: „Es ist wichtig, dass sich jetzt so viele wie möglich entschließen, mitzumachen. Es könnte ansonsten passieren, dass Teilbereiche der Orte nicht an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Selbst, wenn man derzeit kein schnelleres Internet benötigt, ist die Glasfaserleitung eine Wertsteigerung fürs Gebäude und somit eine Investition in die Zukunft.“

Für Anwohner, die noch unentschlossen sind, bietet bn:t noch zwei weitere Informationsveranstaltungen an:

  • Dienstag, 29. September, und
  • Mittwoch, 30. September

Die Veranstaltung findet jeweils um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Altendorf/ Ersdorf, Kirchstraße 26, statt.

Die Corona-Regelungen sind beim Besuch der Infoveranstaltungen zwingend einzuhalten. So müssen alle Teilnehmer am Eingang ihre Hände desinfizieren und den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einhalten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist zu tragen, bis der Besucher seinen Platz in der Halle eingenommen hat. Damit die Besucherzahl von ca. 50 Personen nicht überschritten wird, bittet bn:t um eine Anmeldung.

Interessierte können sich für die Veranstaltungen anmelden, sich informieren und beraten lassen unter der kostenlosen Info-Hotline 0800 228 228 5 (Mo-Fr. 9 Uhr bis 17.30 Uhr), per E-Mail unter glasfaser-meckenheim@bn-t.de oder im bn:t Shop Meckenheim, Neuer Markt 52.

bn:t Vertriebsleiter Nikolaos Pantios: „Es ist noch nicht zu spät, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden, aber die Zeit drängt. Solange sich bn:t noch in der Planungsphase befindet, können sich weitere Haushalte bei uns melden. Gerne werden diese dann noch nachträglich in unserer Planung aufgenommen.“

bn:t plant, die gesamte Stadt Meckenheim mit Glasfaser zu erschließen. Hierzu haben der Telekommunikationsanbieter und die Stadt Meckenheim im Januar einen Kooperationsvertrag geschlossen. Schon bald soll daher auch in Merl sowie in Meckenheim selbst die Vermarktung für das Gigabitnetz starten. Interessenten können sich bereits jetzt schon mit bn:t in Verbindung setzen, sich informieren und unverbindlich anmelden.

 

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Daun kann Groß-Veranstaltungen: Premiere für die 1. Deutsche E-MTB-Meisterschaft

Daun, 17.09.2020 – Dass man auch in Coronazeiten durchaus größere Sportveranstaltungen planen und durchführen kann, hat der „19. VulkanBike“ Marathon am vergangenen Wochenende eindrucksvoll gezeigt. Organisator Markus Appelmann und sein Team haben ganze Arbeit geleistet. Das Maximum an Teilnehmerinnen und Teilnehmer war bereits eine Woche vor dem Start erreicht. 1.500 Bikerinnen und Biker aller Altersklassen haben sind für die unterschiedlichsten Streckenlängen angemeldet. Für die meisten Biker war der VulkanBike der erste richtige Marathon in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brannten richtig, trotz Corona endlich einen richtigen Wettkampf bestreiten zu können.

Das Starterfeld war bunt gemischt. Hunderte belgische, niederländische, luxemburgische und französische Bikerinnen und Biker waren in die Vulkaneifel gekommen. Sogar eine Starterin aus der Dauner Partnerstadt Carisolo/Italien war am Start. Darüber hatte sich Stadtbürgermeister Friedhelm Marder besonders gefreut. Bei bestem Biker-Wetter waren nur gut gelaunte Menschen unterwegs. Allen Teilnehmern wurden die besonderen Corona-Regeln mit den Starterunterlagen nach Hause geschickt. Jeder konnte sich intensiv mit den Hygieneregeln beschäftigen. Dass es ein etwas anderer VulkanBike sein wird, war allen klar. Die Aktiven, wie Zuschauer hatten sich alle daran gehalten. Alles ist reibungslos abgelaufen. Die Starts wurden in 10er Gruppen mit 5 Meter Abstand zur nächsten Gruppe durchgeführt. Der erste Kilometer wurde mit Maske gefahren. Nach der Zieldurchfahrt haben sich die Teilnehmer nach kurzer Verschnaufpause ab in Richtung Auto gemacht. Duschen war dieses Jahr nicht möglich. Auch die obligatorische Siegerehrung fand dieses Jahr virtuell statt. All das war der Corona-Krise geschuldet.

Das besondere Highlight war die Premiere der ersten Deutschen E-MTB Meisterschaften. „Zwei Jahre in Folge durften wir Deutsche Meisterschaften in Daun präsentieren. Dies zeigt, dass wir nun zu den Top Mountainbikeregionen in Deutschland zählen“, so Orga-Chef Markus Appelmann. Die Kommissare vom Bund Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) hatten peinlich genau darauf geachtet, dass die 1. Deutsche E-MTB-Meisterschaft regelkonform durchgeführt wird.

Dass es allen riesigen Spaß in der Vulkaneifel gemacht hat, zeigen die Rückmeldungen in den sozialen Medien. Der Dank geht an die vielen Hundert freiwilligen Helfer der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Daun, dem THW Daun, dem DRK Ortsverband Daun, dem MSC Daun, den VulkanBikern und dem Gewerbeverein Daun für die perfekte Veranstaltung in einer einmalig schönen Landschaft.

Für die Kreisstadt Daun und die Vulkaneifel war der VulkanBike unter ganz besonderen Bedingungen allerbeste Werbung für die Region. Die Menschen sehnen sich in diesen schwierigen Zeiten regelrecht nach Glücksgefühlen. Solche Ereignisse prägen. Die meisten VulkanBiker werden sich den 11. September 2021 in ihrem Termin schon notiert haben. Dann findet der 20. VulkanBike Marathon statt.   Wir freuen uns schon drauf! Unsere Fotogalerie finden Sie unter www.eifelzeitung.de

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Kreisweites Projekt „Kraft tanken – Auszeiten“ der Generationen-genossenschaft GenoEifel

Euskirchen, 17.09.2020 – Babysitter oder Leih-Großeltern unterstützen bei Kinderbetreuung – Angebot für Ein-Eltern-Familien kostenlos. „Wir waren an einem Punkt, an dem wir unbedingt eine Lösung brauchten“, erzählt Miriam Keidel. Die 38-jährige Mutter von zwei Kindern arbeitet im Rettungsdienst in 24-Stunden-Schichten, während ihr Mann im Groß- und Außenhandel tätig ist. Bei der Betreuung der Kinder enstanden aufgrund der ungleichen Arbeitszeiten immer wieder Lücken, die auch die Tagesmutter nicht ausfüllen konnte und auch ein Kindergartenplatz war nicht zu kriegen. In der Not kam der Bad Münstereifeler Familie die Generationengenossenschaft GenoEifel zur Hilfe – mit einer Leih-Oma im Rahmen des kreisweiten Projektes „Kraft tanken – Auszeiten“.

Die GenoEifel, die in der gesamten Leader-Region Eifel tätig ist (also in den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der StädteRegion Aachen), versteht sich als Hilfe-Helfer-Gemeinschaft. Hier werden Hilfesuchenden wie der Familie Keidel geeignete Helfer vermittelt. In diesem Fall kam Marlene Handels-Schmidt als Leih-Oma zu den beiden Kindern, um die Lücken in der Betreuung durch die Eltern zu füllen. Nach Absprache holte die geliehene Oma dann die zweijährige Tochter bei der Tagesmutter ab, fuhr mit ihr nach Hause und spielte dort ein bis zwei Stunden mit ihr und dem siebenjährigen Bruder, bis der Vater nach Hause kam.

„Wir haben die Hilfe bekommen, als wir sie gebraucht haben: Schon eine Woche nach unserer Anfrage fand das erste Treffen mit unserer Leih-Oma statt“, erinnert sich Miriam Keidel. „Es war mir wichtig, wie die Kinder auf mich reagieren und wie die Eltern mit den Kindern umgehen“, sagt Marlene Handels-Schmidt rückblickend über die erste Begegnung, bei der auch Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, dabei war. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass sie gut zusammenpassten. „Es hat gefluppt“, so Miriam Keidel mit einem Augenzwinkern.

„Auszeiten“ als Pause vom hektischen Alltag

Die Generationengenossenschaft ist nicht nur bei den ersten Treffen zwischen Hilfesuchendem und Helfer dabei, sondern möchte jeden Helfer auch vorab persönlich kennenlernen – inklusive Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Die ehrenamtlichen Helfer bekommen für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von sechs Euro pro Stunde und sind während ihrer Tätigkeit außerdem unfall- und haftpflichtversichert. Darüber hinaus werden den Leih-Großeltern und Babysittern auch Schulungen angeboten, zum Beispiel für den Babysitter-Führerschein beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen, für den die GenoEifel dann die Kosten übernimmt.

„Kraft tanken – Auszeiten“ ist ein Projekt, das sich an alle Familien im Kreis Euskirchen richtet, die mal eine Pause vom hektischen Alltag brauchen. Entwickelt wurde das Projekt zusammen mit der Demografie Initiative Euskirchen und dem Familienbüro Kreis Euskirchen, um insbesondere Ein-Eltern-Familien zu entlasten, die nicht auf die Hilfe von eigenen Großeltern zurückgreifen können.

Diese können die Betreuung ihrer Kinder nämlich bis zu acht Stunden pro Monat kostenlos in Anspruch nehmen – ganz gleich, ob sie in der Zeit einen Termin wahrnehmen oder einfach in Ruhe ein Buch lesen möchten. Die Demografie Initiative Euskirchen übernimmt dann die Kosten für den Einsatz von Leih-Großeltern oder Babysittern sowie die Mitgliedschaft bei der GenoEifel.

Als Leih-Großeltern Aufmerksamkeit schenken

„Der Bedarf ist da, wir bekommen viele Anrufe von alleinerziehenden Eltern, denen wir eine Auszeit ans Herz legen“, erzählt Maryam Schlösser vom Familienbüro Kreis Euskirchen. Für viele Menschen gebe es eine Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, aber „es gibt immer wieder Zeiten im Leben, in denen man Hilfe braucht“. Dieser Ansicht ist auch Miriam Keidel: „Wenn wir gewusst hätten, wie gut das funktioniert, hätten wir uns viele Diskussionen ersparen können“, weiß sie rückblickend.

Umgekehrt empfand auch Marlene Handels-Schmidt zunächst eine Hemmschwelle, der GenoEifel beizutreten. „Was ich kann, wird doch da gar nicht gebraucht“, dachte sich die 76-jährige Diplom-Pädagogin und Sozialpädagogin zunächst, doch als Corinne Rasky ihr einen Einsatz als Leih-Oma vorschlug, sagte sie spontan zu: „Ich finde es toll, Zeit mit Kindern verbringen zu können. Sie sind sozusagen meine Lehrmeister, weil sie meine eingefahrenen Schienen in Frage stellen.“

So bekam sie von der zweijährigen Sarah Kuchen aus der Spielküche serviert, lobte den siebenjährigen Fabian für seinen Eifer bei den Hausaufgaben, bekam neue Praxiserfahrung im Windelnwechseln und setzte ihre Erfahrung beim Streitschlichten zwischen den Geschwistern ein. Corinne Rasky: „Das Oma-Sein oder Opa-Sein ist eine ganz spezielle Zeit, in der man den Kindern ganz anders seine Aufmerksamkeit schenken kann, als Eltern es im Alltag zwischen Beruf, Haushalt und Verpflichtungen können. Die Zeit mit den (Leih-)Großeltern ist deshalb eine ganz wichtige Zeit für Kinder.“

Wer Freude am Umgang mit Kindern hat und sich den Einsatz als Babysitter, Leih-Oma oder Leih-Opa vorstellen kann, erreicht die Generationengenossenschaft unter Telefon 02441/88861 (auch Anfragen auf dem Anrufbeantworter werden zügig bearbeitet) oder per E-Mail an info@GenoEifel.de. Wer das „Auszeiten“-Projekt als Hilfesuchender in Anspruch nehmen möchte, kann sich ebenfalls an die GenoEifel wenden oder an das Familienbüro Kreis Euskirchen unter Telefon 02251/15910 oder 02251/15509 sowie per E-Mail an familienbuero@kreis-euskirchen.de

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Ortseingang Kommern-Süd: Wer möchte den Kreisel gestalten? Vorschläge können von jedermann bis zum 30. Oktober eingereicht werden

Kommern-Süd, 16.09.2020 – Wer schon immer mal einen Kreisel gestalten wollte, kann das jetzt gerne tun. Die Stadtverwaltung Mechernich ruft zu einem Gestaltungswettbewerb für den neuen Kreisel am Ortseingang von Kommern-Süd auf. Also, Pinsel, Bleistift oder Computertastatur zur Hand nehmen und dann erste Ideen und ein grobes Konzept ausarbeiten.

Vorschläge einreichen kann jeder, der möchte, betont Nico Schmitz, unter anderem zuständig für Grünflächen bei der Stadt Mechernich. Ob Privatmann oder -frau, Verein, Landschaftsbauer, Künstler, Schüler oder engagierte Initiative. Auch den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist, dass dem Gestaltungsvorschlag ein grober Kostenrahmen und sogar ein Finanzierungsvorschlag und Pflegekonzept beigefügt wird.

Das „Paket“ ist bis spätestens Freitag, 30. Oktober, zu richten an: Nico Schmitz, Stadtverwaltung Mechernich, Bergstraße 1, 53894 Mechernich, Telefon 02443/49-4113, ni.schmitz@mechernich.de.

Die Entwürfe werden im Stadtentwicklungsausschuss sowie Rat vorgestellt und beraten sowie der Sieger gekürt.

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Verkehrssituation in Niederzier-Krauthausen: Landrat sagt Anwohnern Unterstützung zu

Niederzier-Krauthausen, 16.09.2020 – Wie können ausgedehnte Wartezeiten am Bahnübergang und zu schnelles Fahren auf der L 12 in Niederzier-Krauthausen verhindert werden? Diese Fragen stellten Anwohner aus dem Ort an Landrat Wolfgang Spelthahn und den Niederzierer Bürgermeister Hermman Heuser bei einem Ortstermin an der Pierer Straße in Krauthausen.

Wenn die Bahnschranke am Ortseingang aus Richtung Niederzier kommend herunter gelassen ist, bildet sich ein langer Rückstau, der sie aufgrund der Geräuschkulisse und des Fahrzeugaufkommens seit langem stark beeinträchtigen würde, sagten die Anwohner. Es sei gefährlich, die Straße zu überqueren, vor allem für Kinder.

Landrat Wolfgang Spelthahn, der „großes Verständnis für die berechtigten Sorgen und Ängste“ zeigte, unterstrich, dass er sich mit der Rurtalbahn GmbH und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW in Verbindung setzen werde. Beide seien eingeladen, Teilnehmer eines „runden Tisches“ zu werden, den er so schnell wie möglich Lösungen erarbeiten soll, um den Anwohnern zu helfen.

Der Landrat regte zudem mit Bürgermeister Hermann Heuser einen weiteren Vor-Ort-Termin an, dann mit Vertretern des Landesbetriebs und der Rurtalbahn, die die Situation ändern können. Die digitale Schaltung der Schranke müsse so verändert werden, dass keine minutenlangen Wartezeiten mehr entstehen. Dazu müssten aber Induktionsschleifen im Boden, über die das Herunterlassen der Schranke eingeleitet wird, verlegt werden. Der Landesbetrieb Straßenbau ist für alle Landstraßen wie die L 12 verantwortlich und könnte die von den Anwohnern geforderten Geschwindigkeitsbegrenzungen und Querungshilfen wie einen Zebra-Streifen bauen. Er würde solche Lösungsansätze unterstützen, sagte der Landrat, der zudem Tempo-Kontrollen durch den Kreis Düren ankündigte und den Aufbau von Hinweisschildern, die auf das Einhalten einer angepassten Geschwindigkeit hinweisen.

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100 Prozent Bioabfälle in die Biotonne: Bundesweite Aktionswochen vom 14. September bis 2. Oktober

Euskirchen/Mechernich, 15.09.2020 – Bundesweit werden seit Jahren große Mengen an Abfällen für das Recycling getrennt sortiert. Das Ergebnis ist erfolgreich: Die Menge des Restmülls hat sich im Gegensatz zu vor 35 Jahren halbiert. Verbesserungsfähig ist aber die Entsorgung von kompostierbaren Küchen- und Nahrungsabfällen.

Bei der jüngsten Veröffentlichung der Analyse von Siedlungsrestabfällen in Deutschland zeigte sich augenfällig, dass immer noch knapp 40 Prozent des Restmülls aus Bioabfall besteht. „Diese organischen Rohstoffe sind jedoch für die Restmülltonne viel zu kostbar, weil sie sich am Kompostwerk in Mechernich vollständig zu Kompost recyceln lassen“, sagt Norbert Lenzen, der Leiter des Kompostwerkes.

Auch im Kreis Euskirchen werfen Bürgerinnen und Bürger zu häufig Bioabfälle in die Restmülltonne. Grund genug für die Abfallberatung des Kreises in Kooperation mit den Kommunen, den Aufruf der „Aktion Biotonne Deutschland“ während der bundesweiten Aktionswochen vom 14. September bis 2. Oktober zu unterstützen: „Schenkt der Biotonne in den Aktionswochen mehr Aufmerksamkeit! Denn wenn alle Haushalte in Deutschland pro Woche zusätzlich zwei Kilo kompostierbare Küchenabfälle getrennt sammeln, sind das wöchentlich knapp 100.000 Tonnen Rohstoffe zur Erzeugung von erneuerbarer Energie und Kompost für die Landwirtschaft“.

Wer unsicher ist, welche Abfälle in die Biotonne dürfen und nicht, erfährt dies auf der Webseite des Kreises Euskirchen unter „Bioabfall“. Die Aktion Biotonne Deutschland ist ein Netzwerk, das unterstützt wird von rund 150 Landkreisen, Städten und Abfallwirtschaftsbetrieben sowie dem Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU, VKU, BDE, Fachverband Biogas, VHE, VHE-Nord, Fachverband Biogas, der Bundesgütegemeinschaft Kompost, #wirfuerbio sowie dem Handelsverband Deutschland HDE und den Handelsketten REWE und Edeka.

Wer den Wandel in seinem alltäglichen Abfallverhalten wirklich ernst meint, kann zudem auf www.aktion-biotonne-deutschland.de das Online-Versprechen abgeben: „Auch ich werfe meine Bioabfälle in die Biotonne – für mehr Klima- und Umweltschutz“ und an einem Gewinnspiel teilnehmen.

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Klimaschutz effektiv gestalten: Noch bis Ende September mitreden, gewinnen und Fördermöglichkeiten nutzen

Kreis Mayen-Koblenz, 15.09.2020 – Größere Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes hat der Kreistag bereits in seiner letzten Sitzung 2019 mit der Resolution „Klimaschutz effektiv gestalten“ beschlossen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Verkehr wurden die zahleichen, seitdem umgesetzten Maßnahmen vorgestellt. Dazu zählen unterschiedliche Förder- und Mitsprache und Gewinnmöglichkeiten, die noch bis Ende September genutzt werden können.

So wurde unter anderem ein Elektromobilitätskonzept auf den Weg gebracht. Noch bis Ende September können sich die Bürger aus MYK aktiv auf einer Online-Plattform an dem Entwicklungsprozess beteiligen. Unter www.kvmyk.de/elektromobilität haben sie die Möglichkeit, Vorschläge auf einer interaktiven Karte einzutragen. Zum Beispiel gewünschte Standorte von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Pedelecs oder E-Bikes. Ebenfalls können auch Stationen für Car- oder Bikesharing in der Karte vermerkt werden. Auf die Nutzer der Plattform wartet darüber hinaus ein Fragebogen zur eigenen Mobilität und zu persönlichen Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen.

Sich ein eigenes Projekt ausdenken, das dem Klimaschutz und Nachhaltigkeit zugutekommt, dafür ein Preisgeld erhalten und zusätzlich mit bis zu 20.000 Euro bei der Umsetzung der Idee unterstützt werden – möglich macht das der vom Landkreis Mayen-Koblenz ins Leben gerufene Wettbewerb für einen nachhaltigen Wandel. Die Konzeptskizze umfasst lediglich eine Seite, bei der die Idee kurz und knackig vorgestellt werden soll. Vorhaben sind von „einfachen“ Mitfahrerbänken, über Konzepte zur regionalen Mobilität bis hin zu Ideen der Umweltbildung und nachhaltigen Veränderungen vor Ort denkbar. Die eingereichten Konzepte sollten sich auf einen der Themenschwerpunkte Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung, regionale Produkte, Mobilität oder auch Biodiversität beziehen. Konzeptideen einreichen können Einzelpersonen, Gruppen und Vereine bis zum 30. September. Eine

Expertenjury wird dann die eingereichten Konzepte bewerten. Die ersten drei Plätze werden mit Geldpreisen ausgezeichnet. Alle Informationen dazu gibt es unter www.kvmyk.de/konzeptwettbewerb.

Als Sonderwettbewerb dazu läuft ebenfalls bis zum 30. September der Wettbewerb „Grüne Stadt – grünes Dorf“. Dabei sind Privatpersonen, Kommunen und Vereine dazu aufgerufen, sich aktiv für mehr Vielfalt und Natur in Straßen, Stadtteilen oder Dörfern einzusetzen und ihre Ideen dafür einzureichen.

Die 20 besten Projekte werden mit bis zu 4000 Euro, je nach Art und Größe der Maßnahme, unterstützt. Mit dem Wettbewerb möchte man im Kreis dem vermehrten Aufkommen von Schotter- und Pflasterflächen, aber auch von reinen Rasenflächen entgegenwirken und dadurch mehr Platz für Tiere und blühende Pflanzen schaffen. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die Vorlage für die Projektskizze erhält man im Internet unter www.kvmyk.de/gruenesdorf

Noch bis zum 15. Oktober kann man das Solarspeicher-Förderprogramm des Landkreises nutzen. Mit dem Solarspeicher-Förderprogramm wird die Errichtung von stationären Batteriespeichern in Privathaushalten, Kindertagesstätten und Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz gefördert, die im Zusammenhang mit einer bestehenden Photovoltaikanlage installiert werden. Wesentliche Voraussetzung zur Förderung eines neuen Solarspeichers ist eine bestehende Photovoltaikanlage, deren Inbetriebnahme vor dem 1. Oktober 2019 erfolgte und zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als 15 Jahre ist. Die Förderung des Solarspeichers beträgt 200 Euro für jede Kilowattstunde Speicherkapazität. Die Richtlinie zum Solarspeicher-Förderprogramm sowie die Antragsunterlagen mit den Hinweisen zu den Fördervoraussetzungen können auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.kvmyk.de/solarspeicher heruntergeladen werden.

Ansprechpartner zu allen Themen sind die Klimaschutzmanager der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Nico Hickel, Tel. 0261/108-423 und René Leßlich, Tel. 0261/108-510. Alternativ ist das Klimaschutzmanagement des Landkreises per E-Mail an klima@kvmyk.de erreichbar.

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Jülicher Bürgermeister mobil mit Wasserstoff: Brennstoffzellenfahrzeug an Stadt Jülich übergeben

Jülich, 14.09.2020 – Der Jülicher Bürgermeister fährt mit gutem Beispiel voran: Das Stadtoberhaupt ist ab sofort im Toyota Mirai unterwegs. Axel Fuchs konnte die Brennstoffzellenlimousine mit dem markanten Kennzeichen JÜL-BM 1E nun gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn und dem städtischen Klimaschutzmanager Sebastian Ross in Empfang nehmen.

Der neue Dienstwagen verfügt über ein Brennstoffzellensystem, das aus Wasser- und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt und damit einen 113 kW/154 PS starken Elektromotor antreibt. Mit einer Tankfüllung lassen sich mehr als 500 Kilometer zurücklegen, ohne dass während der Fahrt Schadstoffe und CO2 ausgestoßen werden. Lediglich Wasserdampf entweicht dem Auspuff. „Die Stadt Jülich und der Kreis Düren werden zukünftig ein Zentrum für die Erforschung und die Herstellung von grünem, also mit Hilfe von erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoffs. Es ist daher konsequent, wenn wir alle Anwendungsformen des Energieträgers bereits früh nutzen“, so Bürgermeister Fuchs bei der Übernahme des Fahrzeugs. Klimaschutzmanager Ross ergänzt: „Mit dem neuen Fahrzeug gehen wir einen weiteren Schritt zu einem lokal emissionsfreien Fuhrpark. Die vier bestehenden batterieelektrischen Pkw wurden bewusst mit kleinen, ressourcenschonenden Batterien ausgestattet und bedienen vor allem die Kurz- und Mittelstrecke. Mit dem Mirai können wir nun auch längere Fahrten klimaschonend zurücklegen“. Das Fahrzeug wird von der Stadt für fünf Jahre geleast und vom Land NRW mit insgesamt 34.670 Euro bezuschusst.

Mit dem Mirai für den Bürgermeister unterstützt die Stadt Jülich die Wasserstoffinitiative des Kreises Düren. Auch Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) hat die Brennstoffzellenlimousine seit März im Fuhrpark, die als überzeugender Botschafter für die alternative Antriebsform dient. Deren hohe Alltagstauglichkeit zeigt sich auch darin, dass sie sich nicht nur für den individuellen Pkw-Verkehr eignet, sondern auch für öffentliche Verkehrsmittel. Unter dem Motto „Kreis Düren: mobil durch Wasserstoff“ will der Kreis bis 2021 fünf Brennstoffzellenbusse anschaffen, bereits im Frühjahr waren Wasserstoffzüge zwischen Jülich und Obermaubach unterwegs.

Auch eine erste Wasserstofftankstelle ist genehmigt, damit die kreisweit wachsende Brennstoffzellenfahrzeug-Flotte keine größeren Umwege zur „Tanke“ in Kauf nehmen muss. Der große Vorteil: Das Befüllen mit Wasserstoff dauert nicht wesentlich länger als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen.

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17,5 Millionen Euro für Digitalisierung in Mayen-Koblenz: MYK auf dem Weg zum smarten Landkreis

Kreis Mayen-Koblenz, 14.09.2020 – Der Landkreis Mayen-Koblenz wurde als eine von bundesweit 32 Kommunen in das Smart-Cities-Programm aufgenommen. Das hat das Bundesinnenministerium bekanntgegeben. „Ich freue mich und sehe eine riesige Chance für unsere Region in der Digitalisierung weiter voranzukommen – insbesondere im ländlichen Raum“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig zur Entscheidung aus Berlin. Es ist für Mayen-Koblenz ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro in einer Laufzeit von sieben Jahren vorgesehen. 11,4 Millionen Euro davon kommen vom Bund.

Mit dem Modellprojekt Smart Cities werden Kommunen dabei unterstützt, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für alle Lebensbereiche der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

Die Förderentscheidung beruhte auf einem umfangreichen Bewerbungsverfahren, bei welchem sich der Landkreis Mayen-Koblenz einem mehrstufigen Prüfprozess stellen musste. Alle Bewerbungen wurden von je zwei Fachgutachtern bewertet. Auf dieser Basis entschied eine elfköpfige Jury aus Vertreter von Wissenschaft, Politik und der kommunalen Spitzenverbände.