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Impfzentrum: „Wir sind startklar!“ Landrat Markus Ramers stellt Impfzentrum in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen vor

Euskirchen, 21.12.2020 – Unter Volllast können täglich über 600 Menschen geimpft werden. Wenn das mal keine Punktlandung ist: „Der Führungsstab meldet mit Ablauf des 14.12.2020 fristgerecht, dass die Betriebsbereitschaft für ein Regionales Impfzentrum hergestellt wurde.“ Mit dieser knappen Botschaft meldete Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes, am Dienstagmorgen die Fertigstellung des Impfzentrums des Kreises Euskirchen in der ehemaligen Eifelhöhenklinik Marmagen. „Wir sind ab sofort startklar“, freute sich Landrat Markus Ramers. „Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.“

„Großartige Teamleistung“: Landrat Markus Ramers dankt allen Beteiligten, die das Regionale Impfzentrum in kurzer Zeit startklar gemacht haben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Das Land NRW hatte vor knapp vier Wochen die Vorgabe gemacht, dass die Impfzentren landesweit bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein müssen – eine Aufgabe für die Kreise und kreisfreien Städte. „Das haben wir dank einer beeindruckenden Teamleistung geschafft“, so Ramers. „Die Infrastruktur steht.“

Die Aufgabe des Impfens hat das Land in die Hand der Kassenärztlichen Vereinigung gelegt. Dazu der Mediziner Frank Gummelt: „Wir haben eine große Anzahl von freiwilligen Ärzten, die sowohl hier in der Klinik als auch in den mobilen Teams das Impfen übernehmen werden.“ Dritter „Player“ sind die Apotheken, die für die Vor-Ort-Aufbereitung des Impfserums zuständig sind. „Mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Apotheken und dem Kreis Euskirchen sind wir gut aufgestellt, um diese historisch einmalige Herausforderung bewältigen zu können“, so Ramers.

Warten auf „Impfling Nummer 1“: (v.l.) Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Markus Ramers (Landrat), Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Frank Gummelt (Kassenärztliche Vereinigung), Christian Ramolla (Leiter Gesundheitsamt) und Martin Fehrmann (Abteilungsleiter Gefahrenabwehr). Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Für den Start stehen in der ehemaligen Klinik drei Impfstraßen zur Verfügung, die bei Bedarf noch erweitert werden können. Bei voller Auslastung können hier gut 600 Menschen täglich geimpft werden.  Dazu wurde in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System entwickelt und ausgezeichnet, das die „Impflinge“ von der Anmeldung über die Registrierung und den Wartebereich in die Impfzimmer führt. Anschließend gibt es noch einen „Ruhebereich“, bevor die Geimpften zu einem separaten Ausgang geleitet werden.

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht – aktuell geht das Land vom 27. Dezember aus – werden allerdings nach jetzigem Stand zunächst Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft, nicht im Impfzentrum! Dabei werden mobile Teams der Kassenärztlichen Vereinigung die Heime aufsuchen und die Bewohner und das Personal impfen. Erst in einem zweiten Schritt sollen dann weitere Risikogruppen in der ehemaligen Reha-Klinik in Marmagen geimpft werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Der alles begrenzende Faktor ist die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes. Bisher ist noch unklar, welche Anzahl von Impfdosen der Kreis Euskirchen täglich erhält. Zunächst sollen die „vulnerablen“ Gruppen geimpft werden, also die am meisten gefährdeten Menschen (Ältere und Vorkrankte) sowie medizinisches Personal. In einem weiteren Schritt sind Mitarbeiter der „kritischen Infrastruktur“ an der Reihe, also beispielsweise Polizisten und Feuerwehrkräfte. Die Krankenhäuser werden ihr Personal selbstständig impfen.

Das Land NRW hat eine breitflächige Informationskampagne angekündigt, um weitere Fragen zu klären – etwa wo man sich zur Impfung anmelden kann. Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich. „Sicher ist nur“, so Ramers: „Ohne Termin braucht niemand nach Marmagen zu kommen!“ Geplant ist zunächst eine tägliche Öffnungszeit (inklusive Sonntag) von 10 bis 17.30 Uhr.

Was die Anreise in die Südkreis-Kommune betrifft, gibt es natürlich die Möglichkeit der Anreise mit dem eigenen PKW. Eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen an der Klinik steht zur Verfügung. Von dort aus ist auch ein barrierefreier Zugang ins Impfzentrum möglich. Wichtig für die Marmagener: Wer aus dem nördlichen Kreisgebiet kommt, wird über Bahrhaus in die Klinik geleitet, damit der Ort vom Autoverkehr entlastet wird. Natürlich ist auch eine Anreise mit Zug und Bus möglich. Von Euskirchen fährt stündlich ein Zug über Mechernich und Kall nach Nettersheim. Von dort pendelt dann ein Shuttlebus nach Marmagen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, das Impfzentrum in Rekordzeit startklar zu machen“, so Landrat Ramers. Neben dem Führungsstab unter der Leitung von Udo Crespin, den Abteilungen der Kreisverwaltung, der Polizei und der Bundeswehr sei die Unterstützung durch die Hilfsorganisationen wieder beispielhaft gewesen, die zum überwiegenden Teil ehrenamtlich unterwegs seien.  „Das ist die ganz große Stärke des Kreises Euskirchen – eine großartige Teamleistung!“

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“Weil’s auf sie ankommt!“ – Aufruf zur Unterstützung von Pflegekräften

Region/Berlin, 19.12.2020 – „Weil’s auf sie ankommt!“ heißt die aktuelle bundesweite Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, mit der das Pflegenetzwerk Deutschland zur Unterstützung von Pflegekräften aufruft. Ziel ist, die großartigen Leistungen von Pflegekräften in der Corona-Pandemie zu würdigen. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützt die Aktion und engagiert sich bei der Ansprache von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Pflegerinnen und Pfleger sind in der Corona-Pandemie noch mehr gefordert als zuvor. Das zeigt, warum es richtig ist, für bessere Pflege alle Register zu ziehen. Die Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass es mehr Pflegestellen gibt, dass die Ausbildung modernisiert wird und dass Pflegekräfte besser bezahlt werden. Die Aktion „Weil’s auf sie ankommt!“ ist Zeichen dieser Unterstützung.“

„Wir unterstützen die Aktion, weil gute Pflege in den Kommunen nicht nur in Corona-Zeiten ein sehr wichtiges Thema ist und noch weitere Bedeutung erlangen wird“, so Uwe Lübking, Beigeordneter für Sozialpolitik des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Pflege-Kräfte und Lokalpolitik im Dialog

Über die Online-Aktionsplattform des Pflegenetzwerkes können Bürgermeisterinnen und Bürgermeister direkt vor Ort in den Dialog mit Pflegekräften treten. Was sind die lokalen Herausforderungen im Pflegalltag – zum Beispiel hinsichtlich der Besuchsregelungen? Wie mit dem Wunsch nach „normalem Leben“ einerseits und notwendigen Beschränkungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern andererseits umgehen? Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden? Über diese und andere Themen wird diskutiert.

Erste digitale Dialoge finden bereits statt – zum Beispiel am 18.12. in Berlin-Charlottenburg mit Bezirksstadtrat Detlef Wagner. Und im neuen Jahr geht es weiter: mit Dialogen u.a. in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen), Erlangen (Bayern) oder Heppenheim (Rheinland-Pfalz).

Unternehmen vor Ort reichen „Helfende Hände“

Unter dem Motto „Helfende Hände“ werden lokale und regionale Gewerbetreibende aufgerufen, mit Aktionen und Angeboten ihre Wertschätzung gegenüber Pflegekräften auszudrücken. In den ersten Tagen der Aktion haben bereits mehr als zwanzig Unternehmen spontan ihre Unterstützung angeboten. Vom Gratis-Haarschnitt im Frisörsalon in Gerolstein (Eifel) über einen Preisnachlass in den Filialen eines rheinland-pfälzischen Optikers bis hin zum kostenlosen Online-Coaching in Bremerhaven für Pflegekräfte in besonders belasteten Situationen: – die Aktionen zur Wertschätzung der Leistungen von Pflegekräften sind vielfältig. Ihre Angebote können Unternehmen online unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de  einstellen. Pflege-Kräfte können sie dort einsehen und sich für ein Angebot anmelden.

Das Pflegenetzwerk Deutschland ist eine bundesweite Plattform für die Vernetzung und den Austausch von Menschen, die in der Pflege und für die Pflege arbeiten. Das Pflegenetzwerk ist eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.

Mehr Informationen unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de

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Gesundheitsminister Spahn stellt die Impfverordnung vor: Spahn: Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel!

Region/Berlin, 18.12.2020 – Hochbetagte Menschen sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen können sich als Erste gegen das Coronavirus impfen lassen. Voraussichtlicher Impfstart ist der 27. Dezember. Gesundheitsminister Spahn hat die Planungen für die Corona-Schutzimpfung erläutert.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Freitag die Coronavirus-Impfverordnung vorgestellt. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Menschen in Deutschland eine Corona-Schutzimpfung angeboten werden kann. „Wir können zu Beginn der Impfung nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig dieses Angebot machen. Dafür gibt es erst einmal nicht genug Impfstoff. Deshalb müssen wir priorisieren“, betonte Spahn.

Wenn die Bundesländer voraussichtlich am 27. Dezember mit den Impfungen beginnen, werde zu allerst in den Pflegeeinrichtungen geimpft. „Jeder zweite Todesfall ist ein über 80-Jähriger, eine über 80-Jährige“, so Spahn. Die Schwächsten zu schützen, sei daher das erste Ziel der Impfkampagne, betonte Spahn. „Zur Wahrheit gehört, dass wir mindestens ein bis zwei Monate benötigen werden, bis wir dieses Ziel erreicht haben. „Danach könne das Angebot Zug um Zug erweitert werden. Alle anderen bat Spahn um Geduld. „Ich bitte Sie darum abzuwarten, bis auch Sie an der Reihe sind.“

Die Verordnung sieht drei Gruppen vor, deren Angehörige sich mit Priorität impfen lassen können. Zur Gruppe mit „höchster Priorität“, die den Impfstoff zuerst erhalten kann, zählen alle über 80-Jährigen. Außerdem gehören unter anderem dazu: Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst.

Zur zweiten Gruppe mit „hoher Priorität“ zählen unter anderem Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke und Transplantationspatienten, zudem Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren.

Die dritte Gruppe umfasst unter anderem über 60-Jährige, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Einzelhandel.

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„Malu Dreyer direkt. Aktuelles von der Ministerpräsidentin.“: Weihnachten in Zeiten der Corona-Pandemie

Region/Mainz, 18.12.2020 – In Zeiten, in denen wir mit Abstand zusammenhalten müssen, wendet sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrem Podcast-Format „Malu Dreyer direkt. Aktuelles von der Ministerpräsidentin“ Direkt an die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen. Die Ministerpräsidentin nutzt das Format in einer Zeit, in der direkte Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürger sehr eingeschränkt sind. Der Podcast der Pressestelle der Staatskanzlei bietet so auf digitalem Weg die Möglichkeit, die Menschen in Rheinland-Pfalz auch aus der Ferne und in all ihren Lebenssituationen zu erreichen. In der fünften Episode geht es um Weihnachten in Zeiten von Corona, den deutschlandweiten Shutdown und um das, was der Ministerpräsidentin mit Blick auf das neue Jahr Hoffnung macht.

Wie für viele Menschen steht auch für die Ministerpräsidentin die Weihnachtszeit vor allem im Zeichen der Bewältigung der Corona-Pandemie. Im Podcast informiert sie über die Strategie der Landesregierung im Umgang mit dem Corona-Virus und welche Schwerpunkte dabei im Vordergrund stehen. Dazu zählen vor allem der Schutz älterer Menschen, die Begleitung von Kindern und Jugendlichen durch die Krise sowie der Erhalt von Arbeitsplätzen und die Sicherung der Wirtschaft.

Eine Rückkehr zur Normalität könne zu Jahresbeginn noch nicht erwartet werden: „Das Virus ist tückisch und zwingt uns dazu, auf nahe Sicht zu fahren“, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Podcast. Gleichzeitig böten der baldige Start der Impfungen und das verantwortungsvolle Verhalten der Bürgerinnen und Bürger Anlass zu Zuversicht und Hoffnung.

Außerdem bespricht Ministerpräsidentin Malu Dreyer, wie das Weihnachtsfest trotz Pandemie stattfinden kann und wieso die Kontaktbeschränkungen auch über die Feiertage so wichtig sind. Und zu guter Letzt beantwortet sie die Frage, wie sie persönlich Weihnachten feiert und was ihr an diesen Tagen besonders gut gefällt.

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Angela Merkel trägt TechniSat FFP2-Masken

Daun, 17.12.2020 – In den letzten Tagen und Wochen konnte man mehrfach unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fernsehen und in der Presse mit FFP2-Masken von TechniSat sehen. Das war bei verschiedenen Auftritten in Berlin der Fall sowie bei der Verkündigung der neuen verschärften Lockdown-Maßnahmen am Sonntag, dem 13.12.2020. Auch bei einem Treffen in Brüssel trug die Kanzlerin TechniSat FFP2-Masken. Diese werden hergestellt bei der TechniSat Vogtland GmbH im sächsischen Schöneck. Das für die Produktion der Masken benötigte Meltblown-Vlies wird bei der Firma TechniForm GmbH in Nerdlen (Verbandsgemeinde Daun im Vulkaneifel-Kreis) hergestellt.

Beide Firmen gehören der LEPPER Stiftung. In Nerdlen sind seit mehreren Monaten mehrere Meltblown-Vliesanlagen in Betrieb. In Kürze werden es insgesamt sechs Maschinen sein. Bei der TechniSat Vogtland GmbH sind insgesamt sieben Maskenproduktionslinien installiert worden. Da es am Standort zumindest zeitweise schwierig ist genügend Personal für den Mehrschichtbetrieb zu finden, hat sich die TechniSat-Geschäftsleitung dazu entschlossen weitere vier Maskenfertigungslinien bei einem thüringischen Maschinenbauer zu bestellen. Diese sollen im Januar 2021 bei der TechniSat Teledigital GmbH in Staßfurt bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) installiert werden. Die TechniSat Teledigital GmbH in Staßfurt gehört ebenfalls zu 100 % der LEPPER Stiftung.

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Situation in den Pflegeheimen spitzt sich zu: Fachkräfte in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf können sich beim Freiwilligenregister NRW registrieren lassen!

StädteRegion Aachen, 17.12.2020 – Die Corona-Krise stellt unser Land und damit auch das Gesundheitswesen vor ungeahnte und große Herausforderungen. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in vielen Alten- und Pflegeheimen. Alleine in der StädteRegion Aachen sind derzeit sechs Einrichtungen von Ausbrüchen mit mehr als 10 Bewohnerinnen und Bewohnern betroffen. Insgesamt sind 198 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert, 30 mehr als am Vortag. Hinzu kommen Ausfälle von derzeit 67 Mitarbeitenden, die infiziert sind, und diejenigen, die in Quarantäne sind. Schon jetzt sehen sich mindestens drei Einrichtungen in der StädteRegion kaum noch in der Lage, die Versorgungssicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu gewährleisten.

In diesen akuten Fällen ist es wichtig, die Versorgungsstrukturen kurzfristig personell verstärken zu können. Ein wichtiges Instrument dafür ist das neu geschaffene Freiwilligenregister des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir wenden uns mit unserem Hilferuf an alle Menschen mit einer relevanten Ausbildung“, so der städteregionale Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons und bittet um rasches Handeln: „Bitte tragen Sie sich in das Freiwilligenregister ein, damit wir dort helfen können, wo die Not am größten ist.“ Bei aller Sorge versichert er jedoch auch: „Wir sind in den dramatischsten Fällen bereits dabei, Lösungen zu organisieren. Niemand darf und wird in den Einrichtungen alleine gelassen werden!“

Fachkräfte aus allen Gesundheitsberufen wie z.B. Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Medizinische Fachangestellte, Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, aber auch Angehörige anderer Gesundheitsfachberufe sowie Verwaltungskräfte des Gesundheitswesens, die in der Corona-Krise helfen wollen, können sich in das Freiwilligenregister des Landes Nordrhein-Westfalen eintragen (www.freiwilligenregister-nrw.de).

Mit der Eintragung in das Freiwilligenregister ist keine Verpflichtung verbunden! Es geht zunächst darum, die grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit zu signalisieren. Auf dieser Seite werden in einem ersten Schritt lediglich persönlichen Kontaktdaten sowie Informationen über Qualifikationen und Einsatzmöglichkeiten hinterlegt.

Im Bedarfsfall werden die Freiwilligen vom Krisenstab oder von einer Einrichtung konkret angesprochen, um etwaige Einsatzmöglichkeiten und spätere Aufgaben zu besprechen. Danach kann man selbst entscheiden, wo, wie und in welchem Umfang man eingesetzt werden möchte. Die Bereitschaft sowie die persönlichen Daten kann man jederzeit löschen lassen.

Arbeitgeber müssen die Menschen, die sich freiwillig zur Verfügung stellen, für die Dauer ihres Einsatzes bei vollem Lohn freistellen und erhalten den gezahlten Arbeitslohn durch das Land NRW erstattet. Auch für Selbständige gibt es Erstattungsmöglichkeiten. Den Freiwilligen darf durch ihre Freistellung kein beruflicher Nachteil entstehen.

Antworten auf die wichtigsten und häufigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Freiwilligenregister haben wir in einer FAQ-Liste zusammengestellt, nachzulesen unter: www.staedteregion-aachen.de/corona.

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Landkreis Mayen-Koblenz unterstützt Projekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

Mayen/Region/Kreis MYK, 16.12.2020 – Gruppenfamulatur soll Medizinstudenten für Mayen-Koblenz begeistern. Mayen-Koblenz zeichnet sich durch eine umfassende und flächendeckende medizinische Versorgung sowie durch Haus- und Fachärzte aus. Um dieses Angebot auch in Zukunft sicherzustellen, engagiert sich der Landkreis mit Nachdruck bereits heute dafür, Ärzte für die Nachbesetzung von Hausarztpraxen oder für den Einsatz in den hiesigen Krankenhäusern zu gewinnen. Ein 2020 erstmals erprobter Schritt ist die Teilnahme des Landkreises am Projekt „Gruppenfamulatur“ der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. So haben in diesem Jahr bereits 18 Medizinstudenten einen Eindruck von der Arbeit im ländlichen Raum erhalten – und das mit Erfolg, wie uns Studenten und betreuende Ärzte im Gespräch versichern.

Die Famulanten Philip Klecker und Philipp Conzelmann (von links) zusammen mit Dr. Anja Klinghuber, Hausärztin in Bassenheim. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

„Es war sehr interessant und lehrreich. Und es hat riesigen Spaß gemacht, Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg betreuen zu können“, sagt der 25-jährige Medizinstudent Philip Klecker. Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Philipp Conzelmann (26) absolvierte er das im Studium verpflichtende Praktikum (Famulatur) in der hausärztlichen Praxis von Dr. Anja Klinghuber in Bassenheim. Beide studieren in Mainz und wollen Allgemeinmediziner werden. Für die vierwöchige Zeit der Famulatur wurde ihnen – sowie allen anderen Famulanten, die im Landkreis tätig waren – kostenlos Wohnraum durch die Städte und Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt. Ein Angebot, dass die Studenten nur allzu gern dankend annehmen.

Das bestätigen auch die drei Famulantinnen Sophie H., Eva C. und Johanna H., die ihr medizinisches Praktikum am St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen abgeleistet haben. „Der kostenlose Wohnraum war ein großer Anreiz – finanziell hätten wir das allein nicht stemmen und so auch nicht hierher kommen können“, betont Johanna H. (25), die neben ihrem Studium in Mainz wie so viele Studenten jobben muss, um über die Runden zu kommen. Ein weiterer Ansporn, nach Mayen-Koblenz zu kommen, war laut Aussage der Medizinstudenten die Option, die Famulatur in der Gruppe anzutreten. „Es ist toll, dass man nicht ganz auf sich allein gestellt ist, sondern direkt Bezugspersonen hat“, sagt Johanna H., die ebenso wie ihre Mitstreiterinnen von der Famulatur selbst im St. Elisabeth Krankenhaus sehr angetan ist. „Hier ist es sehr familiär und wir sind herzlich aufgenommen worden. Man darf überall zuschauen und Fragen stellen“, berichtet die 22-jährige Eva C. „Und wir durften sogar in den PJ-Unterricht reinschnuppern“, spricht Sophie H. (23) jene Phase der Ausbildung an, die Medizinstudenten im „Praktischen Jahr“ durchlaufen.

Aber nicht nur die Gruppenfamulatur, auch Mayen-Koblenz selbst hat den auswärtigen Medizinstudenten insbesondere landschaftlich sehr gut gefallen. „Wir sind Traumpfade und Traumpfädchen gewandert und auch in Kontakt mit vielen netten Menschen gekommen – wenn man hier nur Urlaub gemacht hätte, würde man das nicht so intensiv erleben“, sagt die 25-jährige Johanna H. Und Philipp Conzelmann, der in Reutlingen (Baden-Württemberg) beheimatet ist, fügt hinzu: „So ländlich, wie immer alle sagen, ist es hier gar nicht.“

Ebenfalls vom Angebot der Gruppenfamulatur und der Arbeit als Mediziner im ländlichen Raum überzeugt ist Dr. Anja Klinghuber. Die Fachärztin für Innere Medizin hatte sich Ende 2013 dazu entschieden, die Praxis des damals verstorbenen Allgemeinmediziners Dr. Hans-Walter Schürmann in Bassenheim zu übernehmen und hat diesen Schritt seither nie bereut. „Ich weiß noch, als ich in meiner eigenen Famulatur an die Hand genommen wurde, dafür bin ich heute noch dankbar“, sagt Anja Klinghuber, die so etwas an die Ärzteschaft von morgen weitergeben kann. „Bei uns bekommen die Famulanten sowohl das landärztliche als auch die Arbeit einer modernen Praxis mit. Für uns ist es zwar zusätzlicher Zeitaufwand, doch eine gute Ausbildung ist enorm wichtig, daher würde ich jeder Zeit wieder Famulanten aufnehmen.“

Von den insgesamt 18 Famulanten im Kreis MYK wurden 10 im St. Elisabeth Krankenhaus und 2 in Hausarztpraxen in Mayen sowie 5 bei Hausärzten in der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm und ein Famulant in einer Arztpraxis in der VG Maifeld mit der Versorgung von Patienten vertraut gemacht. In Kooperation mit der KV waren von Seiten des Landkreises Mayen-Koblenz auch zwei zentrale Veranstaltungen beziehungsweise Aktivitäten für die Teilnehmer der Gruppenfamulatur geplant, die angesichts der Corona-Pandemie allerdings abgesagt werden mussten.

Was ist ein Famulant?

Famulant bzw. Famulantin stammt vom lateinischen Wort famulus/famula ab und bedeutet soviel wie Gehilfe. Medizinstudenten sind verpflichtet als ebensolche Gehilfen zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen in der vorlesungsfreien Zeit eine insgesamt viermonatige Famulatur in Krankenhäusern und/oder Arztpraxen absolvieren. Ziel ist es, die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung vertraut zu machen und die praktische klinische Ausbildung kennenzulernen und zu vertiefen.

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Landes-Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim ist einsatzbereit – Für den Echtbetrieb fehlt nur noch der Impfstoff

Hillesheim, 16.12.2020 – „Das Landes Impfzentrum Vulkaneifel in Hillesheim ist einsatzbereit“ – das durfte Landrat Heinz-Peter Thiel zusammen mit dem Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Volker Schneiders, dem Leiter der Abteilung Kreisentwicklung Dieter Schmitz und dem Impfkoordinator Lucas Hürtgen heute vor Ort in der Markt und Messehalle der Stadt Hillesheim verkünden und die Abläufe in einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorstellen.

Landkreis Vulkaneifel stellt Corona-Impfzentrum Vulkaneifel in der Markt und Messehalle der Stadt Hillesheim vor. Foto: Peter Doeppes

Vom Land wurde erwartet, dass die insgesamt 31 für Rheinland-Pfalz geplanten Impfzentren am 15. Dezember einsatzbereit sind und damit bei Vorhandensein eines Impfstoffes direkt starten können. „Wir sind froh, dass uns dieser logistische Aufwand innerhalb kürzester Zeit im Landkreis Vulkaneifel gelungen ist. Hier zeigt sich – wie bereits bei dem Aufbau der beiden Corona-Ambulanzen: Wenn es darauf ankommt, halten wir Vulkaneifler zusammen und können einiges auf die Beine stellen“, so Landrat Heinz-Peter Thiel bei der Vorstellung.

Der Organisator des Impfzentrums Dieter Schmitz (li) und der Impfkoordinator Lucas Hürtgen (mi) erklären den Ablauf im neuen Impfzentrum. Landrat Heinz-Peter Thiel (re) kann stolz auf seine Mitarbeiter sein. Die haben einen verdammt guten Job gemacht. Foto: Peter Doeppes

„Mein besonderer Dank gilt daher allen, die hier in den letzten Wochen mitgearbeitet und ihren Beitrag geleistet haben, besonders der Firma OK Messebau, Klaus Ofer, Scheid für den zuverlässigen und beherzten Aufbau, Anna-Carina und Marco Krebs von der Firma Linden-Reisen in Stadtkyll, die zusammen mit ihren Mitarbeiter*innen die administrativen und organisatorischen Aufgaben vor Ort übernehmen sowie meinen Mitarbeitern in der Kreisverwaltung“, so Heinz-Peter Thiel.

Für den Echtbetrieb fehlt derzeit noch der Impfstoff

Aktuell steht noch kein Impfstoff zur Verfügung. Es ist derzeit in Aussicht gestellt, dass über den Jahreswechsel eine Zulassung des Impfstoffes von der zuständigen Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erfolgt und dann im Januar tatsächlich mit der Impfung begonnen werden kann. Eine zentrale Terminvergabestelle soll die Termine für die Corona-Impfung vergeben. Hierzu wird es eine beim Land Rheinland-Pfalz geschaltete Telefonnummer geben, über die die Terminvergabe erfolgen wird. Aktuell ist diese noch nicht bekannt. Sie wird veröffentlicht, sobald klar ist, wann mit den ersten Impfungen tatsächlich begonnen werden kann. Zutritt zum Impfzentrum erhält man nur über die landesweite noch bekanntzugebende Telefonnummer und eine vorherige Terminvereinbarung. Ohne Terminbestätigung und Impfberechtigung ist kein Zutritt möglich.

Die Hausarztpraxen impfen vorerst nicht. Grund hierfür ist, dass der derzeit in der Zulassung befindliche Impfstoff der Firma Biontech bei sehr tiefen Temperaturen um die -70 Grad transportiert und gelagert werden muss, was eines zusätzlichen logistischen Aufwandes bedarf.

Ablauf im Impfzentrum: In ersten Probeläufen wurde der Echtbetrieb am 15.12.2020 getestet.

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Regierungserklärung zum Shutdown – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir helfen denen, die vom Shutdown besonders betroffen sind

Region/Mainz, 15.12.2020 – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat heute in einer Regierungserklärung das Parlament informiert. Sie wendete sich dabei auch direkt an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer. Die Landesregierung unterstütze diejenigen, die in der schwierigen Phase des Shutdowns besonders belastet sind: Diejenigen, die Türen für Besucher und Publikum schließen müssen, genauso wie Eltern, Kinder und Jugendliche, denen Fernunterricht vieles abverlange. „Unsere Strategie hat drei Schwerpunkte.

Erstens: Wir schützen die älteren Menschen. Zweitens: Wir begleiten unsere Kinder und Jugendlichen so gut wie möglich durch die Krise. Und drittens tun wir alles, um Arbeitsplätze zu erhalten und die Zukunft unserer Wirtschaft zu sichern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Shutdown vom 16. Dezember bis 10. Januar

Der Shutdown ab dem 16.12.2020 sei so bitter wie notwendig, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, weil auch in Rheinland-Pfalz immer mehr Menschen an und mit COVID-19 sterben und immer mehr Menschen auch schwer an COVID-19 erkranken. „Je höher diese Zahl wird, desto kritischer gestaltet sich die Situation in den Krankenhäusern“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. „Ab morgen werden wesentliche Bereiche des öffentlichen Lebens, des Handels und des Wirtschaftens geschlossen oder zumindest deutlich eingeschränkt.“ Das Datum 10. Januar sei nicht willkürlich gewählt, vielmehr schreibe das Infektionsschutzgesetz eine 4-wöchige Begrenzung von Maßnahmen solcher Tragweite vor. „Erst an Weihnachten sehen wir die Ansteckungen von heute. Und eine Entspannung in den Krankenhäusern ist frühestens für Mitte Januar zu erwarten. Wir alle müssen uns klarmachen: Wir kämpfen leider noch immer mitten in der zweiten Welle. Wir gehen nicht davon aus, dass sich der Alltag danach wieder schlagartig normalisiert“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Landesregierung unterstützt Testungen in Heimen

Kleine Teams sollen das Personal bei den Testungen zusätzlich unterstützen. So können auch Besucherinnen und Besucher in den Regionen mit erhöhter Inzidenz für mehr Sicherheit getestet werden. Rettungs- und Hilfsorganisationen könnten hier helfen, dazu ist die Landesregierung in Gesprächen. „Sobald der erste Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir in Rheinland-Pfalz mit mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen mit den Impfungen beginnen“, versicherte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Denn die rund 40.000 Menschen in den Alten- und Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz seien besonders gefährdet. „Deshalb unterstützen wir die Alten- und Pflegeheime mit besonderen Maßnahmen. Rheinland-Pfalz hat umgehend die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in den Einrichtungen die Mitarbeitenden einmal in der Woche, in Hotspots zweimal wöchentlich getestet werden müssen. Die Bewohner und Bewohnerinnen haben einmal in der Woche die Möglichkeit zum Test.“

Schulen und Kita sind offen für Eltern und Kinder, die Betreuung benötigen

„Junge Menschen und ihre Familien zu unterstützen ist für uns eine Herzensangelegenheit. Auch in dieser schwierigen Zeit lassen wir die Eltern und Kinder, die Betreuung und Unterstützung benötigen, nicht alleine. Nicht die vielen Menschen, die arbeiten und so unser Land am Laufen halten. Auch Alleinerziehende und die, die beengt wohnen, bekommen unsere Unterstützung, damit ihre Kinder auch im Shutdown gut und sicher betreut sind. Kein Kind soll Verlierer der Pandemie werden. Das heißt konkret: Gestern und heute war Zeit für Lehrer und Lehrerinnen, mit ihren Schülern zu besprechen, was sie brauchen für den Fernunterricht nach den Weihnachtsferien. Mittwoch, Donnerstag und Freitag bleiben Lehrer und Lehrerinnen in der Schule, um für die Schüler und Schülerinnen da zu sein, die nicht zu Hause bleiben können“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zu den Kitas sagte sie weiter: „Wir müssen für die Kleinen eine gute und sichere Betreuung gewährleisten. Dass die Kitas während dieser nie dagewesenen Lage weiter offen sein können, verdanken wir ganz besonders den Fachkräften. Das hohe Engagement und die große Professionalität, mit denen sie seit Beginn der Pandemie dazu beitragen, dass unsere Kinder weiterhin frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung erfahren, ist außerordentlich. Für diese Arbeit bedanken wir uns von Herzen.“

Arbeitsplätze und Wirtschaft sichern

Der harte Shutdown führe dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche bis ins nächste Jahr hinein erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssten. Für die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe stelle der Bund die verbesserte Überbrückungshilfe III bereit, um Unternehmen und Beschäftigung zu sichern. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen möglich gemacht werden. „Im Übrigen bitte ich die Bürger und Bürgerinnen: Bestellen Sie bei Ihrem örtlichen Einzelhandel. Unterstützen Sie die lokalen Geschäfte in Ihrer Umgebung. Die allermeisten bieten Abhol- oder Lieferservice an,“ appellierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer an die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen.

Perspektive ab dem 10. Januar

Die Landeregierung berate mit den Ländern und dem Bund, wie es nach dem 10. Januar weitergehen könnte. Aber eine verlässliche Prognose, wie hoch am 10. Januar die Neuinfektionen sind, könne niemand seriös abgeben. „Das Virus ist tückisch und zwingt uns dazu, auf nahe Sicht zu fahren. Wir werden uns in Rheinland-Pfalz bestmöglich auf verschiedene Szenarien vorbereiten – in engem Austausch mit unseren Partnern und Partnerinnen. Und selbstverständlich auch mit Ihnen als Abgeordnete,“ sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Weihnachten stehe vor der Tür. Ein Fest, das nun ganz anders geplant werden müsse. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Wir sollten uns auch in dieser schwierigen Phase der Pandemie nicht von Furcht leiten lassen, sondern von der Zuversicht. Erinnern Sie sich an das Frühjahr und was Sie alle getan haben, um gemeinsam Corona unter Kontrolle zu bringen. Machen Sie es bitte wieder genauso. Rheinland-Pfalz steht zusammen, wenn es schwierig wird. Nur gemeinsam bekommen wir Corona unter Kontrolle. Und gemeinsam werden wir auch die Härten der nächsten Wochen bewältigen. Ich danke Ihnen!“

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Landrat Wolfgang Spelthahn: „Wir sind bereit“ – Kreis Dürener Impfzentrum startklar

Düren, 15.12.2020 – Das Impfzentrum des Kreises Düren kann an den Start gehen. „Wir sind bereit“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn gestern (14.12.) bei der Vorstellung der Räume im ehemaligen Telekom-Gebäude in Düren. „Wir könnten ab morgen mit den Impfungen für die Menschen im Kreis Düren beginnen, wenn ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde“, sagte der Landrat.

Dies ist aber nicht der Fall, da in Deutschland bislang noch kein Impfstoff zugelassen ist. „Wir hoffen alle, dass die Genehmigung so schnell wie möglich erteilt wird“, sagte Wolfgang Spelthahn.

Das Land hatte die Vorgabe gemacht, dass die Impfzentren in NRW bis zum 15. Dezember startbereit sein müssen. „Uns ist es gelungen, in kurzer Zeit alles fertigzustellen“, betonte der Landrat und sprach von einer „rekordverdächtigen Zeit“. Für den Start stehen vier Impfstraßen, also unterschiedliche Bereiche für Impfungen, zur Verfügung. Pro Tag können rund 1000 Menschen geimpft werden. Die Kapazitäten sind ausbaufähig – auf neun Impfstraßen und mehr als 2000 Bürger, die sich dann täglich impfen lassen können.

Im Impfzentrum werden zu Beginn gut zehn Fachkräfte arbeiten. Darunter fallen Ärzte und medizinisches Fachpersonal sowie Organisationskräfte des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes.

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht, werden nach jetzigem Stand zunächst die Risikopatienten, also Menschen in Pflege- und Senioreneirichtungen, geimpft (Bewohner und Personal). Im Kreis Düren sind dies zusammen knapp 7000 Menschen. Wie der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes, Dr. Norbert Schnitzler, sagte, geht der Kreis zunächst davon aus, etwa 15 000 Impfdosen zu erhalten. Da die Impfung in einem Abstand von drei Wochen zwei Mal erfolgen muss, könnten 7500 Bürger geimpft werden. Nach den Senioren- und Pflegeeinrichtungen könnte das Personal in Krankenhäusern geimpft werden. Die Entscheidung, mit welcher Priorität geimpft wird, steht noch aus.

Im Kreis Düren werden parallel fünf mobile Teams unterwegs sein, um Menschen zu impfen, die das frühere Telekom-Gebäude nicht selbstständig aufsuchen können. Sie werden zum Start vor allem die 46 Pflege- und Seniorenheime im Kreisgebiet aufsuchen.

Das medizinische Personal wird im Impfzentrum des Kreises Düren von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Kreis Düren gestellt. Dr. Gerd-Rüdiger Wasmuth, der medizinische Leiter des Impfzentrums (KV), sprach von einer „guten Zusammenarbeit“ aller Akteure. Dieser Einschätzung schlossen sich Rolf Corda (Malteser) und Daniel Braun (DRK) an.

Ralf Butz, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Kreis Düren, war unter anderem für die Standortsuche, die Koordination und den Aufbau des Zentrums verantwortlich. Neben dem Telekom-Gebäude waren auch die Arena Kreis Düren und der Annakirmesplatz im Gespräch. Letztlich gaben die gute Lage und die baulichen Voraussetzungen des Ausschlag. Wie Landrat Wolfgang Spelthahn sagte, werde das Gebäude bewacht, um einen reibungsvollen Ablauf der Impfungen sicherzustellen.

Wenn genau feststeht, mit welcher Priorität die Menschen geimpft werden, erfolgt eine Terminvergabe über die Rufnummer 116 117. Bürger, die sich impfen lassen möchten, können sich dann dort melden. Neben dem Impfzentrum soll zu einem späteren Zeitpunkt auch in Hausarztpraxen geimpft werden. „Sobald wir wissen, in welcher Reihenfolge die Menschen geimpft werden sollen, werden wir umfänglich informieren“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn.