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Mit einem digitalen Ticket von der Eifel bis nach Rheinhessen reisen

Region/Mainz, 12.10.2020 – Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister, Dr. Volker Wissing, hat am 8. Oktober 2020, den Entwurf des neuen Nahverkehrsgesetzes (NVG) in den Landtag eingebracht. Dazu sagt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Steven Wink: „Mit dem neuen Nahverkehrsgesetz verbessern wir das Angebot und die Qualität des ÖPNV in Rheinland-Pfalz erheblich. Nach den abschließenden Beratungen werden wir das modernste NVG der Republik haben. Ziel ist es, Nahverkehr aus einem Guss zu organisieren.

Wir wollen, dass die Menschen mit einem digitalen Ticket von der Eifel bis nach Rheinhessen reisen können. Anschlussverbindungen werden über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg aufeinander abgestimmt. Von Nieder-Olm bis Trier, ohne nervig lange Wartezeiten an den Haltestellen und das ohne fünfmal einen neuen Fahrschein ziehen zu müssen. Da wollen wir hin. Wir vertakten die Verkehrsträger und ermöglichen neue Chancen für den Verkehr im ganzen Land. Gleichzeitig wollen wir die Strukturen des ÖPNV deutlich verschlanken.

Zukünftig sollen sich zwei Zweckverbände um die Koordination des Bus- und Bahnverkehrs in Rheinland-Pfalz kümmern. Die Kommunen behalten in den Zweckverbänden ihre starke Stimme. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hat dem Landtag ein zukunftsfähiges, leistungsfähiges und vor allem kundenfreundliches ÖPNV-Konzept vorgelegt. Die Koalition hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Bus- und Bahnverkehr attraktiver zu machen. Mit dem neuen NVG setzen wir das in die Tat um.“

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Brücke „In der Eule“ wird neu gebaut – Maßnahme soll Hochwasserschutz für Kommern verbessern

Mechernich-Kommern, 12.10.2020 – Die alte Brücke „In der Eule“ war der Stadtverwaltung schon länger ein „Dorn“ im Auge. Zu häufig und heftig staute sich dort das Wasser des Bleibachs bei Starkregenereignissen.

Ursprünglich war dort eine „Bypass“-Lösung in Absprache mit dem Kreis und dem Erftverband vorgesehen. Die zusätzlichen Rohre sollten helfen, das Wasser des Bachs schneller abzuleiten – doch gibt es jetzt neue Pläne.

Die jüngste Brückenprüfung hatte ergeben, dass für das marode Bauwerk nur ein Neubau in Frage kommt. Zu viele Mängel seien festgestellt worden, daher rechne sich eine Sanierung wirtschaftlich nicht, erläuterte Planer Lorenz Cornelissen, vom Nideggener Büro „Cornelissen und Partner“, den Mitgliedern in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Die folgten einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, eine neue Brücke als Ersatz zu errichten.

„Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, erläuterte Cornelissen weiter. Die Kommerner bekämen nicht nur eine neue Brücke, sondern gewännen auch eine deutliche Verbesserung der Entwässerungssituation vor Ort und damit auch im Ort.

Bleibach macht später einen Bogen

Die zukünftige Konstruktion sehe vor, dass die Brücke um einige Zentimeter angehoben und gleichzeitig geringfügig anders positioniert werde, erklärte der Planer: „Dann kann der Bleibach in einem großen Bogen fließen.“ So werde das fließende Gewässer deutlich weniger ausgebremst.

Entscheidend hinzu käme, dass das Bachbett um ein Meter breiter angelegt werde, was den Durchfluss des Bleibachs selbst bei Regenereignissen wie sie nur alle hundert Jahre vorkommen, erheblich verbessern würde. Die bisherige Breite der Fahrbahn werde beibehalten und außerdem ein anderthalb Meter breiter Gehweg angelegt.

Für die geplante Hochwasserschutzmaßnahme hat die Stadtverwaltung bereits einen Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht. Eine mögliche Bewilligung steht aktuell noch aus. Die Stadt hofft, von den voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 450.000 Euro eine 80-prozentige Förderung zugesprochen zu bekommen. Die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Der Planer geht davon aus, dass die neue Brücke über den Bleibach im Sommer 2021 fertiggestellt sein wird.

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Abstimmen für die GenoEifel

Nordeifel/Mechernich, 12.10.2020 – Bis Sonntag, 1. November, kann noch für die Generationengenossenschaft GenoEifel im Rahmen des Wettbewerbs „Gemeinsam stark sein 2020“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) abgestimmt werden. Das Thema des Wettbewerbs lautet „Täglich gut versorgt!“. Qualifizieren konnten sich Projekte, die neue Ideen für eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen im Alltag umsetzen. Die GenoEifel aus der Leader-Region Eifel hat es in die von den Bundesländern getroffene Vorauswahl von insgesamt 27 Projekten geschafft. Nun kann für das Projekt bis zum 1. November auf www.dvs-wettbewerb.de abgestimmt werden.

Die GenoEifel eG mit Hauptsitz in Kall ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen jeden Alters. Ursprünglich war sie als Seniorengenossenschaft geplant, doch bereits bei Projektbeantragung meldete die junge Generation Bedarf an: Auch für ihre Herausforderung im Leben – nämlich Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen – brauche es neue Lösungen. Aus der Senioren- wurde eine Generationengenossenschaft. Leih-Omas und -Opas betreuen Kinder in Kita-Randzeiten, Jugendliche bringen sich als Babysitter ein. Für ältere Menschen gibt es Mitfahrgelegenheiten und Einkaufsdienste, Hilfe im Haushalt oder auch mal einen Glühbirnenwechsel.

Durch die Vermittlung begegnen sich Menschen, die zwar nah beieinander wohnen, sich jedoch oft kaum kennen. So ist es meist die Tasse Kaffee nach dem Einsatz, die die Menschen zusammenbringt. Mehr als 1.200 Helferstunden waren es im Jahr 2019 – Tendenz steigend. Aktuell zählt die Genossenschaft rund 400 Mitglieder, relativ gleichmäßig auf Helfer, Hilfesuchende und Förderer verteilt. Bis 2022 rechnet der Projektträger mit 1.000 Mitgliedern, sodass sich das Projekt aus eigener Kraft tragen kann.

Seit 2010 führt die DVS in Kooperation mit den Bundesländern den Wettbewerb „Gemeinsam stark sein“ durch. Mit dem Wettbewerb werden originelle und erfolgreiche Projekte der ländlichen Entwicklung ausgezeichnet, die in den Leader- und Ile-Regionen entstanden sind. Diese sollen gewürdigt und bis über die regionalen Grenzen hinaus bekanntgemacht werden.

 

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Im Euskirchener Rotkreuz-Zentrum fand ein Workshop der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ statt

Euskirchen, 12.10.2020 – Nein, es war kein Abstrich-Training, das im Schulungsraum des Rotkreuz-Zentrums veranstaltet wurde, auch wenn sich dort Frauen Q-Tipps in den Mund führten. Vielmehr sollten die Probandinnen erkennen, welche Geschmacksrichtung sich auf dem Wattestäbchen befand: Etwas Bitteres? Etwas Saures? Oder vielleicht doch etwas Süßes? Gar nicht so leicht.

Das gilt auch für Gerüche: Kaffeepulver dürfte noch einfach sein. Aber bei so mancher Pflanze wird es schwer. Das gilt auch für das Erkennen von Fingerabdrücken auf einem Glas. In Sherlock-Holmes-Manier wurde mit einer Lupe der Abdruck inspiziert. Aber die charakteristischen Muster sind kaum erkennbar. „Das liegt an der Verwendung von Desinfektionsmitteln, das entfernt jegliches Fett von den Fingern“, weiß Christiane Schwaab, Trainerin bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin.

Sie sitzt hier keinem Spielkreis vor, sondern Erzieherinnen und Lehrerinnen, die an dem Workshop „Körper“ teilnehmen und später als Multiplikatorinnen die Experimente in ihre Kindertagesstätten und Grundschulen mitnehmen, um sie dort mit den Kindern auszuprobieren. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie fand im Kreis Euskirchen wieder ein solcher Workshop statt – normal sind rund zehn pro Jahr. Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist der DRK-Kreisverband in Kooperation mit dem Kreis Euskirchen. In diesem Jahr wird es noch zwei Veranstaltungen geben: Zum Thema „Magnete“ am 7. Oktober und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ am 4. November. Anmeldungen sind noch möglich.

Das Programm des „Hauses der kleinen Forscher“ besteht aus einem ganzen Fächer von Themenschwerpunkten, etwa Optik, Luft und Wasser – oder eben Körper, der Schwerpunkt des aktuellen Workshops. An weiteren Stationen müssen die zukünftigen Multiplikatorinnen Euromünzen blind erkennen, mit geschlossenen Augen und mit der schwächeren Hand ihren Namen schreiben oder Kinderbilder anhand bestimmter Merkmale den richtigen Erwachsenen zuordnen. Das ist gar nicht so einfach – und fordert auch schon die Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Experimente aus dem Alltag

An Kinder zwischen drei und zehn Jahren richten sich die meisten Experimente. Anhand von Alltagssituationen sollen ihnen die einzelnen Fachgebiete nähergebracht werden. „Es muss aus dem Alltag kommen und die Arbeit muss mit Alltagsmaterialien stattfinden“, nennt Schwaab zwei wesentliche Voraussetzungen. Wichtig ist auch, dass die Kinder nichts vorgesetzt bekommen, sondern sich Lösungen selbst erarbeiten, auf Entdeckungsreise gehen.

„Forschendes Lernen“ heißt das bei der Trainerin. Auch zu Hause können die Experimente durchgeführt werden – und dann kann so manches Kind seine Eltern verblüffen. „Das ist auf jeden Fall eine ganz tolle Sache, weil es ganz viele Sinne der Kinder anregt“, meint Heike Iven, Leiterin der DRK-Familienbildung. Das findet auch der Energiekonzern E-Regio aus Kuchenheim, der die Fortbildungen mit einer Spende unterstützt.

99 Kindertagesstätten und Schulen im Kreis Euskirchen sind von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bislang zertifiziert worden. „Das ist eine Auszeichnung, mit der sich eine Kita wirklich sehen lassen kann“, ist sich Schwaab sicher. Rezertifizierungen stehen alle zwei Jahre an. Und einmal pro Jahr findet ein Forschertag statt (der nächste am 21. Juni 2021).

Weitere Informationen finden interessierte Einrichtungen unter www.haus-der-kleinen-forscher.de. Fragen und Anmeldungen gerne an die DRK-Familienbildung unter 02251/791181

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KiTa Rasselbande Mayen: Sinnesgarten ergänzt und verschönert

Mayen, 12.10.2020 – Die Wahrnehmung mit allen Sinnen sowie Naturbegegnungen sind für eine positive Entwicklung von Kindern von fundamentaler Bedeutung.

Daher hatten Kinder und KiTa Team unter professioneller Anleitung einen Sinnesgarten auf dem Gelände der KiTa Rasselbande in Mayen-Hausen angelegt. Die Kinder können hier beispielsweise köstliche Kräuter ernten und schmecken, den Lavendelduft riechen und Falter am Schmetterlingsflieder beobachten. Sie hören das Summen der Bienen, sehen die Farbenvielfalt der Blüten und freuen uns über das Insektenhotel.

Kürzlich haben Gärtnermeister Wolfgang Seul und seine Mitarbeiter den bestehenden Sinnesgarten durch Neupflanzungen und eine professionelle Beschilderung ergänzt und verschönert.

Der Sinnesgarten ist ein wichtiger Baustein zum Projekt „Mayen Stadt der Bienen“, da die Pflanzenauswahl nicht nur für die Kinder sehr lehrreich ist sondern zudem ein gutes Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und weiter Insekten bilden.

Kinder, Eltern und KiTa-Team freuen sich und sagen Dankeschön.

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Schevener Kriegsgräberanlage erneuert: Grünkolonne wird die Pflege erleichtert

Kall-Scheven, 12.10.2020 – Es war wie der Kampf Don Quichotes gegen die Windmühlen. Kaum hatte die örtliche Grünkolonne den Soldatenfriedhof in Scheven gepflegt, sah das Areal aus „wie Kraut und Rüben“, wie Ortsvorsteher Hans Reiff berichtet. Die Zwergmispeln wuchsen zwar sehr dicht und flach. Aber dem Unkraut, das sich über viele Jahre gebildet hatte, wurde auch die Grünkolonne mit ihren engagierten ehrenamtlichen Kräften nicht mehr Herr.

Doch jetzt sieht die Kriegsgräberanlage in Scheven wieder angemessen gepflegt aus. Hans Reiff hatte sich an die Gemeinde Kall gewendet, wo sich bis zu seinem Ruhestand Harald Kreusch, dann Monika Keutgen und zuletzt der neue Mitarbeiter Christian Engels des Problems annahmen. Die Gemeinde hatte einen Antrag bei der Bezirksregierung gestellt, der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge gab eine positive Stellungnahme ab, sodass schließlich eine 100-prozentige Förderung erfolgen konnte. In diesem Sommer wurde die Maßnahme schließlich abgeschlossen. Die Planung und weitere Umsetzung des Projektes erfolgte über die Tiefbauabteilung der Gemeinde, Günter Margraff.

Reiff gibt unumwunden zu: Die Schevener haben sich die Kriegsgräber in Sistig angeschaut und zum Vorbild genommen, das Konzept aber noch ein wenig erweitert. Auf den Gräbern selbst befindet sich jetzt Rasen, den die Grünkolonne mähen muss. In Scheven wurde entlang der Kreuzreihe eine komplette Linie gepflastert. „So muss die Grünkolonne beim Rasenmähen nicht zwischen den Kreuzen mähen“, erklärt Reiff. Und weil ein Teil der Stützmauer, die die zwei Ebenen voneinander trennt, umzustürzen drohte, wurde sie zur Hälfte auch erneuert. Involviert in die Planungen waren auch Hermann-Josef Cremer, Hans Jubelius und Raimund Vossen von der Grünkolonne.

Angelegt worden war das Areal, das sich im hinteren Bereich des Schevener Friedhofs befindet, von Pater Oswin Meier und Friedhofswärterin Johanna Hahn. Pater Oswin und die Dorfjugend errichteten aus Natursteinen aus der Kakushöhle außerdem eine Grotte. Ganz zu Beginn waren die Kreuze noch aus Holz, die Natursteine kamen aus der Kakushöhle. Insgesamt befinden sich in Scheven 21 Grabstätten, in denen 41 Menschen liegen, die alle zwischen Ende 1944 und 1945 im zum Lazarett umgebauten Schevener Pfarrheim gestorben sind. Die älteste Person war Helene Josefine Ritter (geboren 1864), die jüngste Josef Stoff (geboren 1936). Die meisten, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, sind aber junge Männer im Alter von rund 20 Jahren.

Deshalb ist für Hans Reiff der Soldatenfriedhof gleichzeitig auch ein Mahnmal, das aussagen soll: Seht diesen Irrsinn! „Fast alle, die dort liegen, hatten ihr Leben noch vor sich“, sagt Reiff. Er würde sich deshalb wünschen, dass die Friedhofsbesucher kurz innehalten und vielleicht auch mal eine Kerze abstellen oder Blumen ablegen. „Das war lange Zeit normal, ist aber deutlich weniger geworden“, so Reiff. Lediglich am Volkstrauertag stellt der Ortsvorsteher im Namen der Gemeinde Kall Lichter auf jedem Grab auf sowie eine Schale vor die Gedenksteine für die aus Scheven stammenden Soldaten, die fern von zu Hause während der beiden Weltkriege gefallen sind.

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„AS Satzvey“ gut fürs Klima

Mechernich, 12.10.2020 – „Die Idee ist nicht neu, stieß aber bisher bei den entscheidenden Stellen nicht auf Gegenliebe. Doch Dr. Manfred Heß vom Bonner Büro Kocks Ingenieure klang am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss Mechernich recht zuversichtlich, dass es doch noch klappen könnte“, schreibt Redakteur Michael Schwarz in der Kölnischen Rundschau und im Kölner Stadtanzeiger. Damit rücke ein altes Thema wieder ganz nach oben auf die Tagesordnung: der Bau einer Autobahnanschlussstelle (AS) Satzvey.

Was den Diplom-Ingenieur laut Schwarz so zuversichtlich macht: Die Auf – und Abfahrt zur und von der A 1 – etwa drei Kilometer von der Anschlussstelle Wißkirchen und 5,5 Kilometer von der AS Mechernich/Bad Münstereifel entfernt – würde dem Klimaschutz dienen.

„Ein Anliegen also, das bei früheren Versuchen nicht die ganz große Rolle spielte, inzwischen aber die politischen Diskussionen bestimmt. Denn eine Anschlussstelle in Satzvey könnte die Zahl der gefahrenen Autokilometer bemerkenswert senken, weil sich in Satzvey ein Verknüpfungspunkt von Straße und Schiene bildet“, so der Tageszeitungs-Redakteur.

Enormes Potenzial

„Das Potenzial ist natürlich enorm“, habe Heß mit Blick auf das Areal gesagt und dabei benannt: die geplante Park&Ride-Anlage, die Verschiebung des Bahnhofs in Fahrtrichtung Mechernich und die Tatsache, dass sich zwischen der potenziellen Anschlussstelle und der P&R-Anlage kein Wohngebiet befindet, in dem sich Bürger durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen aufgrund des A 1-Anschlusses gestört fühlen könnten.

Die Fahrtwege vieler Pendler aus dem Süden würden kürzer, die Immissionen weniger und die Arbeitswege angenehmer, weil sie schon in Satzvey vom Auto auf die Bahn umsteigen könnten und nicht noch weiter fahren müssten, pries Heß laut Schwarz sogar das Projekt an und fragte dazu:  „Was nutzt es, wenn man zum Beispiel am Bahnhof in Euskirchen ein neues Parkhaus hinsetzt, um die Pendler anzuziehen, die aber vorher noch mal 20 Minuten durch die Stadt fahren müssen?“

Heß sei überzeugt, so Schwarz, junge Leute könnten zu einer Änderung ihres Verkehrsmittels bewegt werden, weiter in ihren Dörfern wohnen bleiben und so der dortigen Alterung der Bevölkerung ein Schnippchen schlagen. „Einmal in Fahrt, die Vorzüge einer Auf- und Abfahrt zur und von der A 1 aufzuzählen, ließ der Experte auch keinen Zweifel am Verkehrszweck einer solchen Anschlussstelle“, schreibt Schwarz.

B51 und Satzvey entlasten

Der Bonner Experte sehe klare Vorteile: Die Besucher des Bad Münstereifeler City Outlets als „überregional bedeutendes Einkaufs- und Freizeitziel, welches auch internationales Publikum aus dem Benelux-Raum anzieht“, könnten die ersehnte Anschlussstelle nutzen. Außerdem würde die B 51 zwischen Bad Münstereifel und Euskirchen entlastet – auch vom Schwerlastverkehr aus den Gewerbegebieten in Arloff und Iversheim.

Aber auch die Schattenseite habe Heß nicht verschwiegen, sondern festgestellt, dass zwar Satzvey im Schnitt um 1800 Kraftfahrzeuge täglich entlastet würde, doch der Verkehr, der von der B 51 abgezogen würde, verlagere sich dann auf die L 11 mit den Ortschaften Kalkar und Antweiler.

Schwarz zitiert Heß: „Auf der Ortsdurchfahrt Antweiler wird der durchschnittliche werktägliche Verkehr um 3000 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden von 3500 auf 6500 steigen.“ Darum, so habe Heß weiter ausgeführt, werde auch in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung des Kreises für die Maßnahme AS Satzvey zusätzlich eine Ortsumgehung Antweiler und Kalkar empfohlen.

„Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses jedenfalls hatte Heß überzeugt, sie sprachen sich einhellig für einen entsprechenden Antrag aus. Doch das war noch die leichteste Übung“, schreibt Schwarz. Nun gelte es für Politik und Verwaltung, das Bundesverkehrsministerium auf ihre Seite zu holen, denn die geschätzten Kosten von rund vier Millionen Euro müssten Bund und Land tragen. Erst wenn das grundsätzliche Einverständnis aus Berlin komme, könne das eigentliche Genehmigungsverfahren starten.

Der Fachmann habe sich, so der Redakteur der beiden Kölner Tageszeitungen, „hoffnungsvoll“ gezeigt und den Antrag als „genehmigungsfähig“ eingestuft. Weil, der Nachweis, dass die bestehende Autobahn den zusätzlichen Verkehr der neuen Anschlussstelle verkehrssicher verkraften könne, sei schließlich auch erbracht.

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Wieviel verwöhnen tut gut? Kostenlose Infoveranstaltung des Roten Kreuzes am Mittwoch, 14. Oktober

Bad Münstereifel-Schönau, 12.10.2020 – Wann fängt verwöhnen an und wann braucht mein Kind welche Grenzen? Dieser Frage widmet sich eine Infoveranstaltung des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Am Mittwoch, 14. Oktober, widmet sich Dozentin Reinhild Felten diesem Thema von 19.30 bis 21 Uhr im DRK Familienzentrum Schönau (Wiesentalstraße 20-22).

Viele Kinder wirken heute selbstbewusst und durchsetzungsstark und treten anspruchsvoll auf. Andererseits gehen sie höheren Anforderungen gerne aus dem Weg, zeigen wenig Ausdauer und reagieren gekränkt, wenn sie nicht schnell Erfolg oder Aufmerksamkeit haben. Betrachtet man den Erziehungsstil moderner Eltern genauer, so stößt man häufig auf „verwöhnende“ Elemente.

In diesem Zusammenhang setzt sich die Infoveranstaltung mit mehreren Frage auseinander: Wieviel verwöhnen tut gut und was ist zu viel? Was darf ich meinem Kind zumuten und von ihm verlangen? Welche Folgen hat es, wenn ich meinem Kind alle unbequemen Aufgaben und Erfahrungen abnehme? Wie lernt mein Kind mit Misserfolgen und Frust umzugehen?

Dozentin Reinhild Felten möchte Perspektiven einer positiven Erziehungshaltung aufzeigen, die dazu beitragen, dass Kinder nicht nur selbständig, stark und mutig, sondern auch sozialkompetent und damit lebenstauglich werden.

Teilnehmer werden gebeten, zum Schutz vor Corona an ihre Mund-Nasen-Bedeckung zu denken. Die Kosten für die Veranstaltung übernimmt das DRK Familienzentrum Schönau. Anmeldungen nehmen das Familienzentrum (Telefon 02253/6522) oder die DRK-Familienbildung (Telefon 02251/791181) entgegen. Dort erhalten Interessenten auch weitere Informationen, ebenso im Internet unter www.drk-eu.de.

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Infektionslage Corona im Eifelkreis Bitburg-Prüm ++ Update, 10. Oktober 2020, 17 Uhr ++

Bitburg, 11.10.2020 – Die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat festgelegt, dass am kommenden Montag, den 12. Oktober, in Absprache mit dem zuständigen Ministerium weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionslage für den Landkreis ergriffen werden. Bereits ab sofort gelten folgende Empfehlungen für alle Bürger im Eifelkreis Bitburg-Prüm:

Für den Aufenthalt im öffentlichen Raum wird bei Begegnungen mit Personengruppen das dauerhafte Tragen einer Alltagsmaske empfohlen. Darüber hinaus wird für private Anlässe eine Maximalzahl von zehn Teilnehmern aus bis zu zwei Haushalten empfohlen. Mit Nachdruck fordert die Kreisverwaltung insbesondere jüngere Bürger dazu auf, diese Empfehlungen zu beachten, um sich und ältere Menschen zu schützen. Die Ordnungskräfte sind dazu aufgefordert, die Einhaltung der gültigen Regeln ab sofort verstärkt zu überprüfen. Für Verstöße können Bußgelder verhängt werden.

Die Sichtungsstelle in Bitburg wurde am 10.10.2020 nach Aussage des DRK-Kreisverbands von mehreren hundert Personen aufgesucht. Am 11.10.2020 ist die Sichtungsstelle ebenfalls von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nach Auswertung all dieser zahlreicher Testergebnisse ist in den kommenden Tagen ein weiterer Infektionsanstieg zu erwarten. Die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm empfiehlt, dass Menschen, die Symptome aufweisen, umgehend ihre Kontakte einschränken und möglichst zuhause bleiben und ihren Hausarzt aufsuchen.

Die Sichtungsstelle in der Wankelstraße in Bitburg (Gewerbegebiet  Auf Merlick) ist auch am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Betroffene Bürger können sich bei wichtigen Anliegen am Wochenende an das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung unter Tel. 06561 15-3333 oder per Email an coronafrage@bitburg-pruem.de wenden

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Neue Chefin für die Polizeiinspektion Wittlich

Wittlich, 09.10.2020 – Polizeirätin Eva Klein ist die neue Leiterin der Polizeiinspektion Wittlich. Polizeipräsident Rudolf Berg stellte „die Neue“ in einer Feierstunde vor und verabschiedete den bisherigen Dienststellenleiter Polizeioberrat Dominik Sienkiewicz.

Genau drei Jahre leitete der 42-jährige Sienkiewicz die Geschicke der Polizeiinspektion Wittlich, die für die Sicherheit von gut 54.000 Menschen in der Stadt Wittlich, der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und Teilen der Verbandsgemeinde Thalfang zuständig ist. Zum 1. Oktober wurde der Beamte zur Hochschule der Polizei auf dem Flughafen Hahn versetzt, wo er den Polizeinachwuchs im Fach „Eingriffsrecht“ unterrichtet.

Als seine Nachfolgerin stellte Polizeipräsident Rudolf Berg den Gästen der Feierstunde in der Synagoge Wittlich die Polizeirätin Eva Klein vor. Die 33-jährige Polizeibeamtin ist seit gut zwölf Jahren Angehörige der rheinland-pfälzischen Polizei und war vor ihrem Studium an der deutschen Hochschule der Polizei in verschiedenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Koblenz eingesetzt. Sie übernimmt jetzt die Leitung einer Dienststelle mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die als erste Polizeidienststelle in Rheinland-Pfalz jetzt eine „weibliche Doppelspitze“ hat. Stellvertretende Leiterin ist Polizeihauptkommissarin Birgit Dreiling. Anm.d.Red. Wahrscheinlich ist die weibliche Doppelspitze sogar die einzige in ganz Deutschand.

Polizeipräsident Berg stellte das Selbstverständnis der rheinland-pfälzischen Polizei als Bürgerpolizei heraus. Er betonte, dass polizeiliches Handeln oftmals mit einem Eingriff in Bürgerrechte einherginge, was zurzeit sehr kritisch betrachtet würde. Die Polizei sei stets bemüht, angemessen zu agieren. Polizeiliches Handels würde bei Beschwerden oder Anzeigen von einer unabhängigen Justiz überprüft, deren Entscheidungen selbstverständlich akzeptiert würden. „Wir akzeptieren nicht, wenn ungeprüft Behauptungen aufgestellt, gefakte Videos in Umlauf gebracht werden oder aus welchen Motiven auch immer eine Verächtlichmachung der Polizei erfolgt,“ stellte Berg fest.

Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, bedankte sich bei Polizeioberrat Dominik Sienkiewicz für die gute Zusammenarbeit und begrüßte die neue Leiterin Polizeirätin Eva Klein herzlich. Auch der Vorsitzende des örtlichen Personalrates der Polizeidirektion Wittlich, Polizeihauptkommissar Hermann-Josef Klein, verabschiedete Sienkiewicz und hieß Klein Willkommen. Mit einem Zitat statt einer Rede schloss sich Polizeiseelsorger Hubertus Kesselheim den guten Wünschen seiner Vorredner an.