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Kreishaushalt 2021: Landrat Markus Ramers „Wir bleiben ein verlässlicher Partner unserer Städte und Gemeinden“

Euskirchen, 23.11.2020 – Landrat Markus Ramers leitet erstmalig Benehmensherstellung ein / 10 Mio. € sollen aus der Ausgleichsrücklage entnommen werden. Mit Schreiben vom 19.11.2020 geht den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Kreis Euskirchen das erste Schreiben zur sogenannten „Benehmensherstellung“ des neuen Landrats Markus Ramers zu. Dieses Schreiben ist ein formaler Akt, der gesetzlich vorgeschrieben ist, um das Verfahren rund um den Kreishaushalt auf den Weg zu bringen. Die Städte und Gemeinden erhalten damit die Möglichkeit, hierzu Stellung zu nehmen, bevor Mitte Januar der Haushaltsentwurf aufgestellt und dem Kreistag zugeleitet wird.

Die erfreuliche Nachricht vorab: Die allgemeine Kreisumlage konnte in diesem Entwurfsstadium um 3,3 Mio. € gesenkt werden, das entspricht 2,14 %-Punkten. Dies wurde u. a. möglich, da der Bund die Beteiligung an den Kosten der Unterkunft im Bereich Soziales erhöht hat und das Land den Kreisen ein Wahlrecht einräumt, diese Beteiligung im allgemeinen Haushalt einzusetzen. Hierdurch generiert der Kreis rund 6,15 Mio. € Mehrerträge. Der Umlagebedarf steigt insbesondere durch Sanierungsmaßnahmen an den kreiseigenen Schulen, die gegenüber dem Vorjahresansatz um 3,3 Mio. € höher liegen, und die erneute erhebliche Steigerung der Landschaftsumlage von 3,2 Mio. €.

Landrat Ramers: „Wir nutzen das uns eingeräumte Wahlrecht bei den 6,15 Mio. € dahingehend, dass wir die Kreisumlage entlasten. Ich halte das für wichtig, um unseren Städten und Gemeinden in diesen schwierigen Zeiten zu helfen.“

Der Griff in die Ausgleichsrücklage – dieses Jahr können hier insgesamt 10 Mio. € eingesetzt werden – ermöglicht im Ergebnis die Reduzierung der allgemeinen Umlage und entlastet damit ebenfalls die kreisgehörigen Städte und Gemeinden. „Durch den Einsatz der Ausgleichsrücklage bis auf einen geringen Sockelbetrag bleiben wir ein verlässlicher Partner unserer Städte und Gemeinden“, so Ramers.

Wermutstropfen stellen die Jugendamts- und ÖPNV-Umlage dar. Diese erhöhen sich nach vorliegendem Entwurf um 7,4 bzw. 1,7 Mio. €.

Die Belastung der Jugendamtsumlage resultiert in erster Linie aus Kostensteigerungen bei den ambulanten und stationären Hilfen zur Erziehung, dem Kita- und Tagespflegebereich. Schwerpunkt der Belastungen stellen bei den Erziehungshilfen neben den Integrationshilfen mit 1,2 Mio. € die Heimerziehung und Unterbringung von Müttern mit ihren Kindern dar. Bei der Tagespflege wirkt sich die Erhöhung von Fallzahlen und Fallkosten und die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung der KiBiz-Reform mit 1,2 Mio. € aus. Die Netto-Mehrbelastung im Bereich der Plätze in Tageseinrichtungen werden mit 3,6 Mio. € veranschlagt. Auch hier wirkt sich die KiBiz-Reform finanziell aus durch die Weiterentwicklung der frühen Bildung und Erweiterung der Angebotsstruktur. Auch die Erweiterung von 10 und die Planung sechs neuer Kita-Einrichtungen wirken sich finanziell aus. Jedoch: „Investitionen in qualitativ hochwertige Angebote für Kinder sind rentable Investitionen für die Zukunft“ so Landrat Ramers.

Maßgeblich für die Erhöhung der ÖPNV-Umlage sind mit den betroffenen Städten und Gemeinden abgestimmte Ausweitungen des Verkehrsangebotes, wie z. B. die Ausweitung der Bedienzeiten und die Einrichtung von Citybussen, sowie der vermehrte Einsatz von Bussen mit Bio-Erdgasantrieb. Neben allgemeinen Kostensteigerungen wirkten sich zudem EU-Vorgaben auf die Höhe der Umlage aus.

Schließlich noch ein Wort zu den finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie: Insgesamt beziffert der Kreis diese für 2021 mit rd. 4,2 Mio. €. Neben den veranschlagten Aufwendungen für die Bereitstellung der Eifelhöhenklinik in Marmagen mit rd. 0,3 Mio. € stellen Personal- und Sachaufwendungen mit rd. 3,7 Mio. € den höchsten Posten dar. Im Bereich Unterhaltsvorschuss wird mit einem coronabedingten Schaden von rd. 0,1 Mio. € gerechnet, in gleicher Höhe im Bereich der Grundsicherung SGB II. Das Land NRW hat vorgesehen, dass diese Kosten bilanziell zu isolieren und in späteren Jahren abzuschreiben sind. Damit belasten diese Kosten nicht die Kreisumlage des Haushaltes 2021.

„Mein geplanter erster Haushalt steht auf solider Basis und ich freue mich, ihn in diesen schwierigen Zeiten präsentieren zu dürfen“, so Landrat Ramers abschließend. Ab Mitte Januar 2021 werden sich dann nach Vorstellung des Haushaltsentwurfs die politischen Beratungen anschließen, um Mitte April 2021 den Haushalt 2021 verabschieden zu können.

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Unruhestand nach 46 Jahren bei der Stadt Meckenheim

Meckenheim, 23.11.2020 – Bürgermeister Holger Jung und der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt verabschieden Monika Schiffer. Als Hits wie „Sugar Baby-Love“ und „Seasons in the Sun“ die Charts eroberten, startete Monika Schiffer, damals noch unter ihrem Mädchennamen Schöne, 1974 bei der Stadt Meckenheim durch. 46 ereignisreiche Jahre später verabschiedeten Bürgermeister Holger Jung und der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt ihre langjährige Mitarbeiterin in den wohlverdienten Ruhestand.

In persönlichen Worten bedankte sich Witt bei seiner Vorzimmerdame. Einen „Glücksfall“ nannte er die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Ihre Erfahrung und Ihre soziale Kompetenz waren immer ein fester Anker“, sagte der Technische Beigeordnete und verwies darauf, dass es Kollegen gebe, die Sie zu Recht als wandelndes Lexikon der Verwaltung bezeichnen. „Für Ihr überaus großes Engagement und Ihre treuen Dienste in den 46 Berufsjahren darf ich mich im Namen der Stadt Meckenheim herzlich bedanken“, so Witt, der Monika Schiffer für den „Unruhestand“ alles erdenklich Gute wünschte. Bürgermeister Jung schloss sich den guten Wünschen an. Auch sein Vorgänger Bert Spilles war gekommen, um sich von der langen Weggefährtin zu verabschieden.

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Gedenktafel für Johann-Wilhelm Pütz

Kall-Sistig, 23.11.2020 – Die Enkelkinder des Sistiger Altbürgermeisters Johann-Wilhelm Pütz haben in dessen Gedenken eine Gedenktafel am früheren Wohnhaus im Dorf angebracht. Pütz wurde im November 1875, also vor 145 Jahren, geboren.

In den Jahren 1923 bis 1956 war er Bürgermeister in der damals selbstständigen Gemeinde Sistig. Die Eingliederung Sistigs in die Gemeinde Kall am 1. Juli 1969 erlebte er nicht mehr mit. Johann Wilhelm Pütz starb 1963.

„Während im September die Bürgerinnen und Bürger in NRW die Bürgermeister und Landräte wählten, wurde in Sistig eines langjährigen Bürgermeisters der ehemaligen Gemeinde Sistig gedacht“, schreibt Armin Pütz, einer der Verwandten.

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Gemeinsame Kontrollen durch das Ordnungsamt der Stadt Wittlich und der Polizeiinspektion Wittlich

Wittlich, 23.11.2020 – Die Polizeiinspektion Wittlich hat gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Wittlich in dieser Woche täglich Präsenzstreifen in Verbindung mit Kontrollmaßnahmen zur Überwachung der 12. CoBeLVO durchgeführt. Bereits in den vergangenen Monaten hat sich die enge Zusammenarbeit zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bewährt. Neben der Überwachung des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung wurde auch kontrolliert, ob die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum eingehalten werden. Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe wurden ebenso kontrolliert wie der Zentrale Omnibusbahnhof. Insgesamt kann eine hohe Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung festgestellt werden. Dennoch wurden insbesondere am Zentralen Omnibusbahnhof Wittlich zahlreiche Verstöße gegen die Maskenpflicht, vor allem durch Schülerinnen und Schüler, festgestellt. Zumindest in einigen Fällen hat allein die polizeiliche Präsenz dazu beigetragen, dass die Betroffenen sich wieder an die geltenden Regeln erinnert haben. In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Maskenpflicht im gesamten Warte- und Haltebereich des Zentralen Omnibusbahnhofes gilt. Gerade an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten. Nur wenn jede Bürgerin ihren und jeder Bürger seinen Beitrag leistet, kann das Infektionsgeschehen eingedämmt werden. Für die Schülerinnen und Schüler gilt dies gleichermaßen.

Nicht nur im Klassenraum, auch bei Kontakten außerhalb der Schule und gerade am Zentralen Omnibusbahnhof ist das Verantwortungsbewusstsein jeder und jedes Einzelnen gefragt. Zu Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung kam es nur in wenigen Fällen. Am Donnerstag hielt sich eine sechsköpfige Personengruppe im Stadtpark auf, verteilte sich aber beim Erblicken der polizeilichen Kräfte. Drei der flüchtenden Personen konnten im Anschluss noch aufgegriffen werden und polizeiliche Maßnahmen wurden durchgeführt. Das Verständnis und die Einsicht der Allermeisten zeigt, dass Präsenz und Kontrollen einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie darstellen. „Nur durch die konsequente Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln können wir die Infektionszahlen dauerhaft senken“, sagt die Leiterin der Polizeiinspektion Wittlich, Eva Klein. „Die Unterstützung der originär zuständigen Behörden ist für uns selbstverständlich.“ Die Stadt Wittlich und die Polizei Wittlich werden auch in den kommenden Wochen regelmäßig gemeinsam Präsenz zeigen und die Regeleinhaltung gewährleisten.

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Erster Wald -Kindergarten für Kall

Kall, 23.11.2020 – Im Frühjahr 2021 eröffnet in Kall der erste Waldkindergarten im Gemeindegebiet. Das „Amselnest“, wie die Einrichtung sich wegen ihrer Lage am Amselweg nennt, freut sich bereits jetzt über regen Zulauf. 15 Anmeldungen über den Kita-Navigator des Kreises Euskirchen liegen schon vor. Insgesamt gibt es 20 Plätze, davon etwa ein Viertel für Kinder im Alter von zwei Jahren. Es zeigt: Die Entscheidung für den Waldkindergarten, die die Politik im Januar 2020 getroffen hat, war offenbar die Richtige, da ein entsprechender Bedarf in der Bevölkerung besteht.

Bei einer Pressekonferenz im Haus der Begegnung in Kall stellte Manuela Bornkessel, Geschäftsführerin der Kita Router gGmbH mit Sitz in Erftstadt, das Konzept vor. Der erste Waldkindergarten eröffnete im Jahr 2008 im Freilichtmuseum Kommern. Der in Kall wäre der neunte des Unternehmens.

Die 20 Kinder sollen auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück, das der Gemeinde Kall gehört, von vier Erzieherinnen oder Erziehern betreut werden. Direkt angrenzend befinden sich eine 1900 Quadratmeter große weitere Außenfläche sowie 8700 Quadratmeter Waldfläche. „Es gab wenig freie Grundstücke in Gemeindeeigentum“, erklärte Bürgermeister Hermann-Josef Esser den Standort, der etwas erhöht liegt, weshalb ein Abstand zur Straße besteht. Am Grundstücksrand werden noch Parkplätze errichtet.

Die Kinder verbringen tatsächlich die meiste Zeit draußen. Leichter Regen oder Minustemperaturen sind kein Hinderungsgrund. „Die meiste Zeit sind die Kinder mit den Erzieherinnen und einem Bollerwagen auf dem Gelände oder der angrenzenden Natur unterwegs. Dieses Umfeld ist sehr angenehm, besonders während einer Pandemie“, so Bornkessel. Klar ist, dass auch Meteorologen sich mal irren und die Mitarbeiter stets flexibel reagieren auf die aktuellen Umstände reagieren müssen. „Unsere Mitarbeiter werden gezielt ausgewählt. Sie müssen sich schon mit dem Thema Natur auseinandersetzen“, erklärt Bornkessel.

Selbst gegessen wird draußen, ein entsprechender Caterer, der täglich auch zusätzlich zum Essen auch Geschirr liefert, wird noch gesucht. Selbst die Mittagsruhe halten die Kinder bei schönem Wetter im Freien ab. Die Betreuungszeiten liegen bei 35 oder 45 Stunden, los geht es um 7.30 Uhr und dann entsprechend der gewählten Zeiten bis 14.30 oder 16.30 Uhr.

Sollte es witterungsbedingt aber doch nötig sein, stehen auf dem Gelände drei Schutzunterkünfte, sogenannte Schäferwagen zur Verfügung. Manuela Bornkessel beschreibt sie als Holzhäuser auf Rädern, die gut isoliert sind, Toiletten beinhalten und jeweils einen Wasser-, Kanal- und Stromanschluss haben. Diese Wagen werden eigens für Kita Router von einer Zimmerei in Bayern angefertigt und kosten pro Stück rund 80.000 Euro.

Der Waldkindergarten in Kall wird laut Manuela Bornkessel selbstverständlich die nordrhein-westfälischen Bildungsziele einhalten und auch ganz normale Vorschularbeit leisten. „Unsere Kinder können mit Stift, Papier und Schere umgehen“, verspricht sie. Dennoch werden in die Bildungsarbeit viele Naturaspekte einfließen. Laut Meinung der Geschäftsführerin gelten im Waldkindergarten besondere Regeln, der Halt in der Gruppe sei sehr groß.

Mit dem Waldkindergarten geht die Gemeinde Kall neue Wege. Bis auf den integrativen Kindergarten St. Nikolaus, der von Caritas Lebenswelten betrieben wird, ist die Gemeinde Träger aller Kindertagesstätten. Insgesamt gibt es ab Frühjahr 2021 dann zehn Einrichtungen in Kall, in denen insgesamt rund 300 Kinder betreut werden sollen.

Wer Interesse hat, sein Kind im Waldkindergarten anzumelden, kann dies über den Kita-Navigator des Kreises Euskirchen tun: https://kreis-euskirchen.kita-navigator.org/

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Kein Sprechtag mehr – Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland streicht ihren Service in Mechernich

Mechernich, 21.11.2020 – Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland streicht den wöchentlichen Sprechtag im Mechernicher Rathaus. Das teilt Dietmar Laubenstein von der Deutschen Rentenversicherung in seinem Schreiben an Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick mit.

Die Deutsche Rentenversicherung will demnach ihr Dienststellennetz ausdünnen. „Auf Grund der räumlichen Nähe zu unserem Sprechtag in der Gemeinde Kall und unserem Sprechtag in der Kreisverwaltung Euskirchen haben wir entschieden, den Sprechtag in Mechernich ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr anzubieten“, erklärt Laubenstein.

Im Mechernicher Rathaus stößt diese Nachricht auf Unverständnis. „Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar“, so Ralf Claßen, Dezernent und Kämmerer der Stadt. Ein persönliches Gespräch vor Ort mit dem Service-Berater sei bei Fragen zu Rentenansprüchen oder einzureichenden Dokumenten für die Bürger durch nichts zu ersetzen. An fehlender Nachfrage könne es jedenfalls nicht liegen, denn die Sprechstunde sei immer gut besucht.

Laubenstein meint: „Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mechernich ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland auch weiterhin gut erreichbar.“ Er verweist dabei auf das kostenlose Servicetelefon unter der Rufnummer 0800/100048013 und die Online-Dienste auf der Internetpräsenz der Deutschen Rentenversicherung.

Darüber hinaus steht auch die entsprechende Fachabteilung im Rathaus für einzelne Dienstleistungen im Bereich der Rentenversicherung zur Verfügung. Dort wird Unterstützung bei der Komplettierung der Unterlagen und auch die Aufnahme von Rentenanträgen angeboten. Die bei den Rentensprechtagen beliebten und stark nachgefragten Auskünfte zur Höhe der künftigen Rente können allerdings nicht erteilt werden.

Die städtische Rentenstelle arbeitet auch außerhalb der besonderen Bedingungen aufgrund der Coronapandemie mit Terminvergaben und ist erreichbar unter Telefon 02443-494315.

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Erfolgreich beim rheinland-pfälzischen Förderwettbewerb „MINT-Regionen“ – Wir sind MINT-Region Eifel!

Prüm, 20.11.2020 – Der rheinland-pfälzische Förderwettbewerb „MINT-Regionen“ unterstützt bereits seit 2018 aktiv die regionale Entwicklung von innovativen Netzwerken im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT. Die Ministerien für Bildung sowie für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur richten den Förderwettbewerb jedes Jahr gemeinsam aus und fördern zwei Siegerregionen mit jeweils 30.000 €.

Der rheinland-pfälzische Teil des Naturparks Nordeifel e.V. hat sich im Oktober diesen Jahres beworben und war erfolgreich (vgl. https://mint.rlp.de/de/foerderwettbewerb/siegerregionen/). Am 9. November 2020 haben Max Zacharias (Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel e.V. – Teilgebiet RLP) und Michaela Ostermann (Regionale Fachberaterin Chemie und Lehrerin für Chemie und Physik am Regino-Gymnasium Prüm) ihr Konzept im Rahmen der Online-Veranstaltung „Fachtagung MINT-Regionen“ vorgestellt, nachdem die drei Minister Dr. Stefanie Hubig, Prof. Dr. Konrad Wolf sowie Dr. Volker Wissing, die Siegerregionen offiziell verkündet und Grußworte gesprochen hatten.  Neben Neuwied konnte Prüm mit seinem Konzept als MINT-Region Eifel überzeugen und darf sich über eine Siegerprämie von 30.000 € freuen. Das Preisgeld wird zum Aufbau des MINT-Netzwerkes für neue Mitarbeiter benötigt.

Die Auszeichnung „MINT-Region Eifel“ ist ein Türöffner zu einem rheinland-pfälzischen MINT-Netzwerk, das mit seiner Geschäftsstelle in Trier von nun an auch in der Eifel immer wieder unterstützend tätig sein wird.

Das Schülerforschungszentrum Prümer Land im Zentrum der MINT-Region Eifel

Das Herzstück der MINT-Region Eifel bildet das neue Schülerforschungszentrum Prümer Land, das derzeit im Aufbau begriffen ist und im kommenden Frühjahr eröffnet werden wird. Die Region hat sich zum Ziel gesetzt, im ländlich geprägten Nordwesten von Rheinland-Pfalz Synergien aus dem Zusammenwirken zahlreicher Akteure aus (Hoch-)Schule, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu bündeln und zu nutzen für eine qualifizierte und nachhaltige Bildung von Schülerinnen und Schülern im MINT-Bereich.

Entlang der gesamten Bildungskette werden Kinder und Jugendliche aller Schulformen im künftigen Schülerforschungszentrum  breit gefächerte Möglichkeiten erhalten zum individuellen naturwissenschaftlichen Experimentieren, zum Forschen, Entwickeln, Tüfteln, Auswerten und Präsentieren. Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten soll hier geschult werden.

Die Einsicht in die Sinnhaftigkeit an solchen Schlüsselqualifikationen orientierten MINT-Nachwuchsförderung eint die genannten Akteure und hat sie bereits zusammengeführt in der finanziellen und logistischen Unterstützung des Schülerforschungszentrums, dem, in Trägerschaft des Naturparks Nordeifel e.V. befindlich, auch über die Landes- und Bundesgrenzen hinweg überregionale Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

Für die regional ansässigen teilweise hochspezialisierten Unternehmen bietet sich durch die im Schülerforschungszentrum praktizierte MINT-Förderung junger Menschen die Möglichkeit, spätere Mitarbeiter zu gewinnen, die als ausgebildete Fachkräfte in der Region bleiben und dabei mithelfen, die Standorte im Eifelkreis und Vulkaneifelkreis zukunftssicher zu machen.

Eine Integration dieses Netzwerkes in den Rahmen und die Konzeption einer MINT-Region Eifel wird der skizzierten WIN-WIN-Situation unter den Kooperationspartnern einen zusätzlichen nachhaltigen Qualitätsschub verleihen und mit Leuchtturmcharakter über die regionalen Grenzen hinaus strahlen.

Kurzstatements der „Hauptakteure“ und einiger Kooperationspartner:

Max Zacharias (Geschäftsführer Naturpark Nordeifel – Teilgebiet RLP):

„Ich wünsche mir eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen in und außerhalb der Region. Das ist ein spannender und wichtiger Punkt, davon profitieren alle. Nur so können wir die Region wirtschaftlich und nachhaltig stärken.“

Michaela Ostermann (Regionale Fachberaterin Chemie und Lehrerin am Regino-Gymnasium Prüm):

„Möge das Schülerforschungszentrum Prümer Land im Mittelpunkt dieser MINT-Region für viele Kinder und Jugendliche ein Ort werden, an dem sie Freude und Interesse am naturwissenschaftlichen Arbeiten und Experimentieren, an technischen Fragestellungen und Umweltthemen entwickeln. Es ist zu wünschen, dass das Engagement unserer Kooperationspartner, insbesondere das der Unternehmen Früchte trägt und zahlreiche MINT-Nachwuchskräfte in der direkten Begegnung gewonnen werden können. Möge die neue MINT-Region Eifel damit einen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung und dauerhaften Stärkung unseres Prümer Landes leisten können.“

Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen:

„Die Auszeichnung „MINT-Region-Eifel“ ist ein guter Start für das Schülerforschungszentrum Prümer Land. Ich bin stolz auf das überzeugende Konzept, das Ostermann, Derks und Zacharias entwickelt haben. Es ist eine Bereicherung für die gesamte Region.“

Dr. Horst Lenz (Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz):

„Für die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz bedeutet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig das vielfältige Potenzial von MINT-Berufen entdecken dürfen. Die Vernetzung junger MINT-Fachkräfte in der Region trägt darüber hinaus dazu bei, den modernen Wirtschaftsstandort Eifel zu sichern.“

Claudia Schoden (Prüm Türenwerk, Weinsheim):

„Für uns bietet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel die Chance, talentierte Nachwuchskräfte kennenzulernen und für unser Unternehmen zu begeistern.“

Hartmut Fischer (Geschäftsführer Stihl Magnesium Druckguss, Weinsheim):

„Es freut uns, als Kooperationspartner im Bereich „Unternehmen“ mit unserem Knowhow zur Seite stehen zu können. Wir werden das Konzept engagiert mittragen und aktiv mitgestalten, um es erfolgreich weiter zu entwickeln.

Der Blick auf die sogenannten MINT-Berufe ist für uns als Industrieunternehmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und hinsichtlich der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung interessant und wichtig.

Aufgrund unserer hochinnovativen Branche sind wir im besonderen Maße auf technische und naturwissenschaftliche qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Eine Förderung vor Ort und bessere Vernetzung ist für alle Unternehmen hier in der Region sinnvoll.

Fachkräfte vor Ort auszubilden ist STIHL seit Gründung des Standorts in Weinsheim ein besonderes Anliegen.“

Herbert Zahnen (Zahnen-Technik, Arzfeld):

Das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel gibt uns, der Zahnen Technik GmbH, die Möglichkeit, Kinder bereits ab dem Kindergartenalter im Bereich der Wassernachhaltigkeit gezielt zu fördern. Somit freuen wir uns, dass wir mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung zur Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität Aufklärungsarbeit in unserer Heimat leisten können – denn Wasser ist für uns alle lebenswichtig.“

Jörg-Achim Vette (Geschäftsführender Gesellschafter STREIF-Gruppe):

Für STREIF ist das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel eine starke regionale Gemeinschaft, zur Weiterentwicklung der Einsatzmöglichkeiten unseres CO­2-Speicher- und Zukunftswerkstoffs „Holz“.

Zugleich hoffen wir, weitere umweltfreundliche Damm- und Verarbeitungswerkstoffe erproben zu können, die unseren Häuser ein noch positiveres und gesünderes Raumklima geben. Umweltfreundliche Häuser mit Herz und Verstand, das ist unser Anspruch!“

Mechthild Kuhn (Standortleitung Katholische Kita St. Marien Niederprüm):

„Für unsere Einrichtung bedeutet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel eine weitere gute Vernetzung. Wir sind gespannt auf neue Projekte.“

Arnold Gierten (Schulleiter der Bertrada-Grundschule Prüm):

„Die Schulgemeinschaft der Bertrada-Grundschule Prüm freut sich sehr darüber, dass es das MINT-Netzwerk Eifel gibt. Wir als Naturparkschule sind immer daran interessiert, den Kindern von Anfang an MINT-Themen nahe zu bringen. Für uns bietet beispielsweise das Schülerforschungszentrum Prümer Land einen großen Mehrwert. Projekte und Vorhaben auch gemeinsam mit älteren Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen planen und umsetzen und damit auch eine Verbindung und ein Netzwerk unter den Schulen schaffen ist eine weitere Riesenchance.

Zudem können die Kinder der Betreuenden Grundschule in einer wöchentlichen AG mit älteren Kindern gemeinsam experimentieren.

Das MINT-Netzwerk Eifel unterstützt somit eine MINT-Bildung von Anfang an.“

Rhea Lauxen (Schulleiterin Udo-von-Meeteren-Grundschule Wallersheim):

„Für unsere Schule bietet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel die Möglichkeit, naturwissenschaftlich besonders interessierte und begabte Kinder besser fördern zu können. Durch externe Kräfte und den außerschulischen Lernort kann bei den übrigen Schülerinnen und Schülern vielleicht auch Interesse geweckt werden. Sachunterricht in der Grundschule wird seinem Anspruch als drittes Hauptfach leider oft nicht gerecht, obwohl wir für die Zukunft gerade in diesem Bereich hochmotivierten und ‑talentierten Nachwuchs benötigen.“

Jürgen Korzilius (Stellv. Schulleiter des Vinzenz-von-Paul-Gymnasiums Niederprüm):

„Die Möglichkeiten, die sich durch ein derart ausgestattetes Schülerforschungslabor für das Vinzenz-von-Paul-Gymnasium bieten sind vielfältig.

Exemplarisch genannt sein sollen der Kompetenzgewinn durch selbstständiges Arbeiten mit differenzierten Selbstlernmaterialien, der Erkenntnisgewinn durch das Verwenden moderner und spezieller Laborausstattung und der Gewinn an medialen und sozialen Fertigkeiten im Austausch mit anderen Experimentierenden im entsprechend ausgestatteten Konferenzraum.

Dabei finden Lernen und Vertiefen eingebettet in Lehrgänge statt, die aufgrund des hohen Grades an Vernetzung mit Bildungsinstitutionen und Unternehmen, die aktuelle Forschung und beruflichen Tätigkeitsfelder unserer Region detailliert und umfassend abbilden. Das weckt die Motivation der Schüler/-innen und der Lehrkräfte!

Und ich bin mir sicher, alle Besucher/-innen des Schülerforschungslabors werden neuinterpretieren:

Chemie ist das was knallt und unter’m Abzug entschwind, Physik ist das was fortan mit Spaß gelingt!““

Patrick Stein (Agentur für Arbeit Trier):

Die Agentur für Arbeit Trier, vertreten durch den MINT-Beauftragten Patrick Stein, freut sich als Kooperations- und Netzwerkpartner der MINT-Region Eifel über die Auszeichnung:

„MINT-Berufe im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich bieten spannende Zukunftsperspektiven. Insbesondere durch die gesellschaftliche Bedeutung von Klimaschutz und Digitalisierung entstehen neuen Berufe und Aufgabenfelder. Deshalb ist es wichtig, mit unserer Berufsberatung im Netzwerk aus Schulen, Unternehmen, Kommunen und Hochschulen junge Menschen frühzeitig an diese Themen heranzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Wir möchten auch mehr Mädchen für eine Zukunft in einem MINT-Beruf begeistern. Denn heute sind gerade mal elf Prozent aller MINT-Auszubildenden weiblich. Die MINT-Region Eifel bietet hier mit ihren Schwerpunkten einen guten Rahmen, um Mädchen und Jungen schon sehr früh und praxisorientiert die Möglichkeiten in der eigenen Region aufzuzeigen. So wird MINT erlebbar: in der Schule, im Unternehmen und im neuen Schülerforschungszentrum Prümer Land.“

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KSK-Mayen unterstützt den Bundesweiten Vorlesetag – 37 rote „Tonieboxen“ für die Kitas der Region

Mayen/Region, 20.11.2020 – Der Bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Vorlesefest und eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Jedes Jahr am dritten Freitag im November setzt der Aktionstag ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.

Die Kreissparkasse Mayen unterstützt diese bundesweite Initiative seit einigen Jahren aktiv, indem engagierte Mitarbeiter/innen und Auszubildende der KSK an diesem Tag als Vorleser die Kindertagesstätten der Region besuchen.

Da in diesem Jahr bedingt durch die Corona-Beschränkungen ein Besuch der Kitas leider nicht möglich ist, hat die Kreissparkasse den teilnehmenden Kitas eine rote „Toniebox“ sowie einen dazugehörigen „Kreativ-Tonie“ zur Verfügung gestellt, der von KSK-Mitarbeiterin Stephanie Kill und KSK-Praktikant Marvin Fuhrmann mit der Geschichte „Hase Felix reist um die Welt“ besprochen wurde. So bietet die KSK-Mayen den allen Kindergartenkindern in diesem Jahr ein quasi digitales Vorleseerlebnis – und das so oft, wie die Kinder das möchten. Als Erinnerung erhalten alle Kinder auch ein kleines Bambini-Büchlein mit der Geschichte und natürlich auch das Vorlesebuch.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten fördert die Kreissparkasse Mayen aus ihrem Corona-Spendenfonds seit Beginn der Pandemie die Kinder-, Jugend- und Vereinsarbeit der Region.

So konnten die ersten „Tonieboxen“ nun an die KiTa „Mach mit“ in Miesenheim und die KiTa „Kunterbunt“ in Münstermaifeld übergeben werden. In den kommenden Tagen werden insgesamt 37 Kitas eine „Toniebox“ mit dem individuell besprochenen „Kreativ-Tonie“ erhalten.

Zum Bundesweiten Vorlesetag im kommenden Jahr wird das Engagement fortgesetzt und alle weiteren KiTas im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Mayen werden mit je einer „Toniebox“ ausgestattet.

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Gesundheits-ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Vorbereitungen für Impfung gegen Corona

Region/Mainz, 20.11.2020 – Land Rheinland-Pfalz etabliert Koordinationsstelle Impfen und arbeitet an Terminvergabesystem. „Wir setzen große Hoffnungen auf eine wirksame Impfung gegen Corona. Noch gibt es keinen Impfstoff, der über eine Zulassung verfügt, aber wir bereiten uns vor! Wir gehen davon aus, dass der Impfstoff sehr hohe Anforderungen an Lagerung und Transport stellen wird. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, neue Strukturen aufzubauen und zentrale Impfzentren vorzubereiten. Unser Ziel ist, dass die Impfungen starten können, sobald der Impfstoff verfügbar ist“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den geschäftsführenden Direktoren des Landkreistages und des Städtetages Rheinland-Pfalz.

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat eine Landeskoordinationsstelle Impfen geschaffen, deren Kernaufgaben der zügige Aufbau und die belastbare Organisation der Impfzentren sind. „Die Landeskoordinationsstelle Impfen wird die schnelle Errichtung und den verlässlichen Betrieb der Impfzentren in Zusammenarbeit mit den Kommunen umsetzen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Unsere Planung sieht vor, dass in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Impfzentren entstehen können, die möglichst bereits bis Mitte Dezember startklar sein sollen. Ergänzt werden sie durch mobile Impfteams, die beispielsweise Pflegeeinrichtungen besuchen. Das Land bereitet sich gut darauf vor, einen Impfstoff nach dessen Zulassung rasch in einem ersten Schritt an die von der ständigen Impfkommission priorisierten Bevölkerungsgruppen zu verimpfen.“

Ein wichtiges Thema wird dabei auch die Terminvergabe für die Impfberechtigten sein, die über ein zentrales System und einheitliches Vorgehen im Land erfolgen soll. „Hinsichtlich der Einrichtung der Impfzentren stehen wir über die Landeskoordinationsstelle mit den Kommunen im engen Austausch. Es gilt, Räumlichkeiten zu identifizieren, aufzubauen und zu betreiben, die den vielfältigen Ansprüchen genügen, die sich beispielsweise durch die hohe Zahl der zum impfenden Personen und die Eigenschaften des Impfstoffs ergeben, die aktuell noch gar nicht alle bekannt sind“, sagte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler.

„Vor allem die Aufklärung vor einer Impfung ist eine ärztliche Angelegenheit. Das stellt uns personell vor große Herausforderung – auch wenn die eigentliche Impfung unter Aufsicht auf medizinisches Personal delegiert werden kann“, erklärte Bätzing-Lichtenthäler. Das Land ist insoweit jedoch in guten Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Burkhard Müller, geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz, sagte mit Blick auf die kommenden Monate: „Dieser Winter wird sicher nicht einfach für die Menschen, aber die Aussicht auf eine wirksame Impfung ist ein Lichtstreif am Horizont. Die Kommunen stehen für den Aufbau und Betrieb der Impfzentren bereit und setzen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Land, das den Rahmen vorgibt und Unterstützung leistet.“

„Die Organisation und Durchführung der Impfung wird eine Kraftanstrengung auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es uns gemeinsam mit allen Beteiligten gelingen wird, diese zu meistern“, sagte Fabian Kirsch, geschäftsführender Direktor des Städtetages Rheinland-Pfalz.

Die Kosten für die zu errichtenden Impfzentren sollen gemeinsam von den Ländern und aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie gegebenenfalls der Privaten Krankenversicherung getragen werden. Der Bund finanziert die Beschaffung des Impfstoffs, der dann gemäß dem Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt werden soll, die wiederum Lagerung und Logistik übernehmen. Ebenfalls in der Verantwortung der Länder liegt die Beschaffung des Impfzubehörs. Die Landesregierung hat dazu unter anderem bereits frühzeitig Spritzen und Kanülen beschafft, um sicherzustellen, dass in der Anfangsphase, in der die Impfungen vor allem in Impfzentren erfolgen, ausreichend Material zur Verfügung steht, um einen Großteil der Bevölkerung impfen zu können.

„Bis zu den ersten Impfungen in Rheinland-Pfalz sind natürlich noch einige Fragen zu klären. Einer der offenen Punkte ist, dass aktuell noch kein Impfstoff zugelassen ist. Eine Auslieferung könnte nach Angaben des Bundes im ersten Quartal 2021 erfolgen. Zudem liegen die exakten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollen, noch nicht final vor. Der Bund hat dies für Ende des Jahres in Aussicht gestellt“, erläuterte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler die aktuelle Situation. „Die Aufgabe ist also nicht nur unter logistischen Gesichtspunkten anspruchsvoll. Rheinland-Pfalz wird das Impfkonzept daher dynamisch an aktuelle Entwicklungen anpassen und weiterentwickeln. Wir sind auf einem guten Weg, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern – und so zum einen besonderes vulnerable Personen optimal zu schützen, zum anderen aber auch einen ersten Schritt hin zu einem hoffentlich absehbaren Ende der Pandemie zu gehen.“

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Polizei und Ordnungsämter weiterhin gemeinsam auf Corona-Streife

Bitburg, 20.11.2020 – Die anhaltende Gefährdung durch die Coronapandemie macht es erforderlich, dass die Ordnungsbehörden, wie bisher unterstützt durch die Polizei, auch an diesem Wochenende verstärkt die Einhaltung der Beschränkungen zum Schutz vor der Ausbreitung des Virus überwachen. Vordringliches Ziel der Sicherheitsbehörden ist dabei nicht die Sanktionierung von Verstößen.

„Den Einsatzkräften geht es in erster Linie darum, gemeinsam, ansprechbar und auf Augenhöhe mit der Bevölkerung die Einsicht, das Verständnis und die Solidarität im Kampf gegen die Coronagefahren zu stärken“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, Uwe Konz.

Nichtsdestotrotz werden die Beamt*innen im Bedarfsfall konsequent einschreiten, Verstöße unterbinden und dort Anzeigen fertigen, wo die Gesundheit der Bürger*innen durch das Verhalten weniger Uneinsichtiger gefährdet ist.