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Transparenz via neue Infoboxen

Kommern-Süd/Katzvey, 22.03.2021 – Auf welchen Kommunikationswegen erreiche ich „meine“ Bürger? Darüber hat sich Ortsbürgermeisterin Nathalie Konias Gedanken gemacht und extra Infoboxen entworfen, um alle Bürger in Kommern-Süd und Katzvey zu informieren. Sie positionierte sie neben den Altglascontainern am Becherhoferweg in Kommern-Süd als auch in Katzvey, Im Driesch, also in unmittelbarer Nähe zum Spiel- und Begegnungsplatz.

„Zudem werde ich sowohl an der Infotafel in Alt-Katzvey neben der Bushaltestelle und auch bei mir zu Hause in einem Kasten am Gartentörchen, die jeweils aktuellen Flyer aushängen“, berichtet sie.

Die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, das funktioniere in der heutigen Zeit gut via Internet. Die sozialen Medien, allen voran Facebook und Instagram eigneten sich ebenfalls, um kurze oder auch längere Texte zu transportieren. Mails seien heute schon fast alltäglich. Aber, sagt Konias: „Als neue Ortsbürgermeisterin habe ich nicht von allen Bürger:innen ‚meiner‘ Orte eine Mailadresse und andersherum hat nicht jeder von ihnen einen Account bei Facebook.“

So verteilte sie die ersten Informationen noch zu Fuß in jeden Briefkasten – wie etwa eine kurze Vorstellung als neue Ortsbürgermeisterin mit ihren Kontaktdaten und auch eine Einladung für das Müllsammeln Ende Februar. „Was aufgrund der Topographie mehrere Stunden dauerte“, beschreibt sie den riesigen Aufwand.

Nebenbei informieren

Daher kam sie auf die Idee, auf Altbewährtes zurückzugreifen. Ihr Mann fertigte nach ihren Entwürfen spezielle Infoboxen an, in denen sie zwei DinA4 Seiten mit Informationen hinterlegen kann. „So können sich alle, wann immer sie vorbeikommen, informieren“, freut sie sich: „Ich hoffe so, mit den Bürger:innen in gutem Kontakt bleiben zu können, den Stand der jeweiligen Anregungen aus der Bürgerschaft zu dokumentieren und auch weitere wichtige Informationen zu Aktionen rund um die beiden Orte oder auch besondere Schießwarnungen für den Standortübungsplatz Schavener Heide mitteilen zu können.“ Und zwar barrierefrei, jederzeit Corona-konform und absolut transparent. Eine Erlaubnis vom Ordnungsamt und Team Grünflächenamt der Stadt habe sie im Vorfeld natürlich für Ihr Vorhaben eingeholt.

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Tuberkulose in Deutschland – Gibt es sie noch? Anmeldung zum Online-Vortrag bis zum 22. März

Region/Mayen-Koblenz, 20.03.2021 – Chefarzt des Kemperhofs informiert am 24. März in einem Online-Vortrag. Tuberkulose scheint für viele Menschen eine Krankheit zu sein, die es nur in altertümlichen Geschichten gibt und eine mögliche Infektion somit gar nicht realistisch scheint. Dabei erkranken weltweit jährlich noch immer fast 9 Millionen Menschen an einer Tuberkulose und etwa 1,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen dieser Krankheit. Aber wie ist die Situation aktuell hier in Deutschland? Über Gefahren, Diagnostik und Therapie der ansteckenden Lungenkrankheit informiert Dr. Ansgar Rieke, Chefarzt für Innere Medizin – Nephrologie, Infektiologie im Kemperhof im Rahmen eine Online-Vortrages am Mittwoch, 24. März, zwischen 17 und 18 Uhr.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Sie können sich ganz einfach bis zum 22. März anmelden. Hierfür schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Handy). Über alles weitere informieren wie Sie dann rechtzeitig vor der Veranstaltung per Mail.

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Startschuss für das I. Semester 2021 bei der VHS Mayen

Mayen, 20.03.2021 – In diesen Tagen konnte Oberbürgermeister Dirk Meid den neuen Arbeitsplan der VHS Mayen für das I. Semester 2021 entgegennehmen.

„Die Mitarbeiter der Volkshochschule Mayen haben auch für das kommende Semester wieder ein vielfältiges Programm erstellen können.“, lobte Oberbürgermeister Meid und führt weiter aus: „Wir hoffen sehr, dass auch alle Angebote wie geplant durchgeführt werden können. Im vergangen Jahr hat uns Corona leider an vielen Stellen hier einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Unter dem Motto „Wissen und mehr“ werden eine Reihe von attraktiven Kursen aus den Bereichen Sprachen, Gesellschaft, Gesundheit und künstlerisches Gestalten angeboten

Auch Angebote zur Weiterbildung und zur Freizeitgestaltung einiger Kooperationspartner der VHS, wie zum Beispiel dem SKM Mayen, finden hier ihren Platz.

Im Bereich Sport und Entspannung konnte die VHS neue Dozenten gewinnen und im Bereich Seniorenbildung bietet die VHS Mayen auch Altbewährtes. So wird beispielsweise wieder Englisch für Senioren angeboten. Wenn gleich für die VHS-Kurse ein Hygienekonzept vorliegt, können Änderungen am Programm derzeit leider jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Wer jetzt neugierig wurde, kann das VHS-Semesterverzeichnis ab sofort erhalten. Es liegt kostenlos in der Geschäftsstelle der VHS, Rathaus Rosengasse, Mayen sowie in vielen Geschäften, Arztpraxen und Versicherungen  in der Innenstadt von Mayen bereit.

Auch kann unter www.mayen.de/vhs Einsicht in das aktuelle Programm genommen werden.

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2000 Euro von Helfen für Hilfsgruppe Eifel

Mechernich/Kall/Hürth, 20.03.2021 – Weil der Sitzungs-Karneval in diesem Jahr Corona-bedingt gekippt wurde, organisierte der Mechernicher Eventmanager Claus Helfen am Fastnachtswochenende zugunsten der Hilfsgruppe Eifel eine virtuelle Sitzung mit bekannten Kölner Kräften.

Sie war ab Karnevalssonntagabend als kostenloses Streaming im Internet zu sehen. Während der Sitzung, die in der Festhalle der Roten Funken in Hürth-Gleuel aufgezeichnet worden war, hatte Helfen um Spenden für die Hilfsgruppe Eifel mit Gründungssitz Kall und Stammtisch in Mechernich gebeten.

Mitte März konnte der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel aus Lückerath, nun in Mechernich von Claus Helfen einen Spendenscheck über 2000 Euro entgegennehmen. Viele hundert User schauten sich im Internet die fast vierstündige Sitzung an, in der sich Karnevals-Spitzenkräfte wie zum Beispiel Jupp Mendt (Der kölsche Schutzmann), der Redner Martin Schopps, der Bauchredner Peter Kerscher mit seiner frechen Kuh Dolly, das Kölner Sänger-Urgestein King Size Dick und die Erfolgsband „De Boore“ für die Hilfsgruppe ins Zeug legten. Auch die sieben Tanzpaare aus dem Stadtgebiet Hürth wirkten mit, als Schirmherr fungierte Bürgermeister Dirk Breuer.

Am Ende kamen Spendengelder von insgesamt 1621,44 Euro zusammen. Diesen Betrag stockte Claus Helfen aus eigener Tasche auf. Die 2000 Euro übergab er nun in Mechernich am Bergmannsbrunnen auf dem Mechernicher Marktplatz an Willi Greuel. „Eine tolle Aktion“ bedankte sich Willi Greuel bei Claus Helfen, der in der Vergangenheit auch die Karnevalsvereine in der Stadt Zülpich unterstützt hat.

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Landkreis Mayen-Koblenz muss Allgemein- Verfügung erlassen

Region/Mayen-Koblenz, 20.03.2021 – Nachdem die 7-Tages-Inzidenzwerte sowohl in Rheinland-Pfalz als nunmehr auch in Mayen-Koblenz drei Tage in Folge über der Marke 50 liegen, muss der Landkreis nach den Vorgaben der Corona-Bekämpfungsverordnung eine Allgemeinverfügung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen erlassen.

„Wir haben uns inhaltlich eng an der rheinland-pfälzischen Musterallgemeinverfügung zu orientieren. Aktuell laufen Abstimmungen zwischen Landkreis und Land. Nach jetzigem Stand werden wir unsere Verfügung am Montag veröffentlichen und die Regelungen wären demnach nicht vor Dienstag, den 23. März gültig“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig.

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Coca-Cola Werk bleibt auch 2021 Abfüller des Bad Neuenahrer Heilwassers

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 20.03.2021 – Zum sechsten Mal in Folge ließ die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH am 19. März ihr Bad Neuenahrer Heilwasser im Coca-Cola Werk in der Kreisstadt abfüllen. Mehrere zehntausend Flaschen des natürlichen Heilmittels liefen in der Landskroner Straße vom Band.

Natürlichkeit, Regionalität, Gesundheit und nachhaltige Verpackungen bestimmen zunehmend das Konsumverhalten. „Wir sind sehr froh, mit unserem traditionsreichen Heilwasser auch heute noch den Nerv der Zeit – und zwar mehr denn je – anzusprechen“, sagt Jan Ritter, Geschäftsführer der Marketing GmbH freudig. „Auch wenn das Corona-Jahr 2020 mangels Hotels, Gastronomie und Gästen einen Einschnitt in die steigende Nachfrage nach dem Bad Neuenahrer Heilwasser vor Ort verursacht hat, sind wir zuversichtlich, an die Erfolgszahlen aus 2018 und 2019 anschließen und sogar noch mehr Einwohner und Gäste von unserem Naturprodukt überzeugen zu können“, fügt Dania Münch, Referentin Gesundheitswirtschaft und Heilwasser bei der Marketing GmbH, hinzu. „Außerdem freuen wir uns auch sehr darüber, dass Coca-Cola trotz neuer Vertriebsstrategie für Apollinaris zugesagt hat, uns auch dieses Jahr bei der Abfüllung zu unterstützen“, ergänzt Jan Ritter abschließend.

Julian Weiske, als Betriebsleiter verantwortlich für das Coca-Cola Werk in Bad Neuenahr, ergänzt: „Wir füllen neben Apollinaris auch Markengetränke wie Coca-Cola, Fanta und Sprite ab. Das tun wir für unsere Region und sind somit auch ein wichtiger lokaler Abfüller. Wir freuen uns als solcher auch in diesem Jahr als Partner der städtischen Marketing GmbH zu fungieren.“

Heilwässer sind amtlich zugelassene Arzneimittel. Sie wirken sanft, natürlich und tragen zum täglichen Wohlbefinden bei. Mit ihrem hohen Gehalt an lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen sind sie wirksames Naturheilmittel. Die therapeutische Wirkung des Bad Neuenahrer Heilwassers ist dem hohen Gehalt an Natur-Kohlensäure zu verdanken. In Kombination mit der warmen Temperatur von 34 Grad Celsius löst sie besonders viele Mineralstoffe und Spurenelemente aus den tiefen Gesteinsschichten, vor allem Natrium, Hydrogencarbonat, Magnesium und Kieselsäure.

Unter www.das-heilwasser.de gibt es alle Informationen zum Bad Neuenahrer Heilwasser und den Verkaufsstellen. Auch stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH unter 02641/9171 0 für Auskünfte zum Bad Neuenahrer Heilwasser zur Verfügung.

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Trotz Corona wird weitergebohrt – Eifeler Brunnenhilfe Mechernich zieht am 21. März Bilanz

Mechernich, 20.03.2021 – Eifeler Brunnenhilfe Mechernich gräbt auch im 21. Jahr ihres Bestehens und trotz Corona weiter in Indien nach Trink- und Brauchwasser für die Ärmsten – Bilanz wird am Misereorsonntag, 21. März, ab 10.45 Uhr in St. Johannes Baptist gezogen.

„Es geht alles etwas langsamer, aber es geht voran“, konstatiert Dr. Franz Richter von der Eifeler Brunnenhilfe Mechernich (E.B.I.), die seit 1999 im besonders von Dürren betroffenen indischen Bundestaat Karnataka Trinkwasserbrunnen bohren und wassergewinnende Maßnahmen realisieren lässt.

Über die Aktivitäten im vergangenen Jahre legt die Brunnenhilfe traditionsgemäß am Misereor-Sonntag Rechenschaft ab – dieses Jahr am Sonntag, 21. März, dem fünften Fastensonntag, und zwar im Sonntagshochamt um 10.45 Uhr in St. Johannes Baptist in Mechernich.

Nach der Heiligen Messe werden fair gehandelte Drittweltprodukte verkauft – das sonst obligatorische indische Familienessen im Johanneshaus fällt pandemiebedingt schon im zweiten Jahr aus. Allerdings bieten die indischen Familien von Mechernich landestypische Snacks zum Mitnehmen gegen eine kleine Spende an.

Das Spendenaufkommen für E.B.I., so Dr. Franz Richter, sei trotz der Corona-Pandemie ungebrochen, so dass die Mechernicher Initiative auch im eigentlich für ein Jubiläum vorgesehenen Jahr 2020 vor Ort in Indien weiterhelfen konnte. Die von Mechernich geförderten Brunnen werden vorzugsweise in der Nähe von Schulen und damit in den Dorfzentren errichtet, da besonders Kinder durch unsauberes Wasser gesundheitlich gefährdet sind.

Eigenverantwortung der Dörfer

Die Dorfgemeinschaften müssen den jeweiligen Brunnen zu einem Drittel selbst finanzieren. „Das gewährleistet in hohem Maße die Übernahme der Eigenverantwortung beim Unterhalt der Trinkwassergewinnungsanlagen“, so Richter. Das Projekt „E.B.I.“ sei in ein einheimisches überregionales Wiederaufforstungsprogramm integriert.

Dessen übergeordnetes Ziel sei es, Raubbau am Grundwasservorrat zu vermeiden. Die regelmäßige Buchprüfung der einzelnen Projekte durch international renommierte Prüfungsstellen gewährleiste, dass keinerlei Spendengelder verloren gingen. Dr. Richter: „Es wird größten Wert daraufgelegt, dass sowohl hier, als auch in Indien keinerlei Verwaltungskosten das Projekt belasten. Die Ergebnisse der Buchprüfungen werden regelmäßig offengelegt. Das heißt: jeder Cent kommt an!“

Ein zuletzt 2019 abgeschlossenes Projekt im indischen Bundesstaat Jharkhand ging 2020 in seine Konsolidierungsphase, berichtet die Eifeler Brunnenhilfe: „Unter ständiger Anleitung durch die indische Partnerorganisation werden die Pflege und die Instandhaltung der Anlagen in die Eigenverantwortung der Bevölkerung der Dörfer übergeben.“

Bereits vom Anfang des Projektes an war schon ein nicht unbeträchtlicher Teil der Arbeiten von den Bauern selbst geleistet worden. Richter: „So erkannten sie den hohen Wert der Maßnahmen für sie selbst.“ Die Wasserversorgung erlaube jetzt mehrere statt nur einer Ernte.

Durch die Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Produkte fließe der Gewinn den Dörfern direkt zu. Richter: „Die auch in Indien wütende Pandemie trifft die Bevölkerung weniger hart, wenn sie sich zu einem großen Teil selbst versorgen kann.“

Viehzucht und Medizinprodukte

Im Norden von Jharkhand sei Anfang November 2020 durch die Andheri-Hilfe ein neues Projekt in Angriff genommen worden. Und zwar zunächst durch die Gründung eines Dorfkomitees zur Unterrichtung der Bevölkerung. Das Projekt soll – wie das vorige – etwa 10.000 Menschen mit Trink- und Brauchwasser versorgen. Es handelt sich überwiegend um Ureinwohner („Adivasi“) in 19 Dörfern und zwar in einer „extrem armen Gegend“, so Dr. Franz Richter: „Der Boden ist degeneriert und von starker Erosion betroffen!“

Regen falle unregelmäßig und in abnehmender Menge, die Ernteerträge gingen zurück, die Ernährungs- und Einkommenssituation der Bevölkerung sei schlecht. Die Eifeler Brunnenhilfe (E.B.I.) will in Jharkhand Wasserspeicher anlegen und den Grundwasserspiegel heben sowie die Bodenerosion der obersten Bodenschichten durch Anlage von Terrassen mit talseitigen Dämmen verhindern.

Die Mechernicher wollen den Adivasi auch dabei helfen, sich weitere Einkommensquellen durch Viehzucht und Gartenbau zu erschließen und

Waldprodukte zu nutzen – wie „Mahua“, einen tropischen Baum, dessen Blüten, ölreiche Früchte und die Rinde zur Herstellung von Medizin verwendet werden können.

Am genannten Sonntag, 21. März, findet in St. Johannes Baptist in Mechernich um 10.45 Uhr eine Heilige Messe zum Thema der diesjährigen Fastenaktion von Misereor „Es Geht! Anders.“ statt.

Gestaltet wird dieser Gottesdienst von der Eifeler Brunnenhilfe

Während des Gottesdienstes soll ein Rückblick auf das im vergangenen Jahr Erreichte gegeben und das neue Projekt vorgestellt werden.

Dr. Franz Richter: „Leider konnten wir 2020 das 20-jährige Bestehen von E.B.I. nicht gebührend begehen. Daher gibt es auf der Stellwand in der Kirche Informationen über die jetzt 21jährige Tätigkeit der Brunnenhilfe.

Auch die Fakten zum neuen Vorhaben in Nord-Jharkhand sind dort zu finden.“

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„Bildungsbrücken“ der DRK-Integrations-Agentur enden nach drei Jahren

Euskirchen, 20.03.2021 – „Sie sehen einen sehr glücklichen Geschäftsführer, der sehr stolz ist auf das, was entwickelt wurde, und auf seine Mitarbeiter.“ Was Rolf Klöcker vom Rotkreuz-Kreisverband Euskirchen so ins Schwärmen brachte war das Ergebnis des Bildungsbrücken-Projekts, das zum Jahresende 2020 ausgelaufen ist. Von 2018 an seien nicht nur Familien, sondern auch Kindergärten, Grundschulen und Offene Ganztagsschulen im Kreisgebiet unter anderem durch mehrsprachige Verständnishilfen gestärkt worden.

Für Projektleiter Boris Brandhoff, Leiter der DRK-Integrationsagentur, war das Bildungsbrückenprojekt der „ideale Start in eine neue Aufgabe“. Das Land NRW hatte seinerzeit Mittel aus dem Programm „Komm-an NRW“ in Aussicht gestellt. Brandhoff, gerade frisch im Amt, vernetzte sich eiligst mit Kolleg*innen wie dem für die Kindergärten zuständigen Ralf Krutwig und der DRK-Familienbildung um Heike Iven und erarbeitete einen interkulturellen Beitrag.

Mit seiner Kollegin Sabine Heines begleitete er fortan das Bildungsbrückenprojekt. Beim Auftakt in der Rotkreuz-Akademie in Vogelsang wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. „Mir war es wichtig, dass wir Sabine, deren vorheriges Projekt beendet war, im Team halten konnten“, sagt Boris Brandhoff.

Wimmelbilder und Kindergarten

Neben einem trägerübergreifenden Fortbildungsprogramm für Kindergärten, Grundschulen und Offene Ganztagsschulen zu Themen wie Traumapädagogik, Interkulturelle Kommunikation oder „Sprache, Macht, Diskriminierung“ erstellte das Rote Kreuz mit der Schleidener Künstlerin Maf Räderscheidt ein Wimmelbildbuch und mit dem aus Marokko stammenden Grafiker Ismail Laghbaba einen Kindergartenratgeber. „Damals bin ich mit Ismail durch die Kindergärten gefahren und habe gefragt: Was interessiert euch?“, erinnert sich Sabine Heines.

Und nicht nur das: Es entstanden Verständnishilfen, die sich an Migranten richteten und die dort für Klarheit sorgen sollten, wo es in Kindergärten Hürden gab oder es hakte. Wie funktioniert die Betreuungsregelung? Was ist eine Einverständniserklärung? Was bedeutet eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz? All diese Fragen wurde nicht nur in einfachem Deutsch, sondern auch in sieben Fremdsprachen erklärt. „Solche Verständnishilfen sind auch für die Offenen Ganztagsschulen entstanden“, berichtet Boris Brandhoff. Die Antworten befinden sich in einem Ordner, der von Maf Räderscheidt grafisch verziert wurde.

Auch 2019 und im Dezember 2020 entstanden weitere Broschüren. Der Illustrator Jan „Fabrum“ Faber gestaltete einen Ratgeber für Grundschule und Offene Ganztagsschule. Die Broschüren sind bei den Kindern sehr beliebt. „Sie nehmen sie gern in die Hand und entdecken darin Beschreibungen in ihrer Muttersprache. Sie sollen natürlich Deutsch lernen, aber auf keinen Fall dürfen sie ihre Identität verlieren“, meint Sabine Heines, die beim DRK auch Tagesmütter ausbildet.

Steckbriefe statt Außerirdische

Ismail Laghbaba widmet sich in „So bunt ist unsere Klasse“ der Vielfalt in einem Klassenzimmer. In Steckbriefform stellen Kinder sich und ihre Heimat vor. „Das war Ismails Idee. Ursprünglich wollte ich eine Geschichte mit Außerirdischen“, erzählt Sabine Heines lachend. Von dieser Idee bis zum Druck hat es ungefähr neun Monate gedauert, berichtet der Künstler.

„Die Broschüren sind mittlerweile über den Kreis Euskirchen hinaus bekannt. Es gab Anfragen aus Essen, Oberhausen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Düren, der Städteregion Aachen, dem Kreis Heinsberg und aus Mannheim“, zählt Brandhoff auf. Jede Broschüre hat eine Startauflage von 5000 und ist bis auf das Porto kostenfrei, vom Kindergartenbuch wurde noch eine Auflage von 2500 Exemplaren nachgedruckt. Die Broschüren können in der DRK-Integrationsagentur bezogen werden. Auf der Homepage des DRK-Kreisverbands sind sie außerdem als Flipbook digital zugänglich: www.drk-eu.de/bildungsbruecken-broschueren

Auch wenn das Bildungsbrückenprojekt nun vorbei ist, bleibt es doch in vielen Elementen erhalten. „Das Projekt war auf eine hohe Halbwertszeit angelegt“, formuliert es Boris Brandhoff. Die Verständnishilfen und die Broschüren sind nach wie vor nutzbar – und im Falle von neuen Auflagen recht schnell anpassbar.

Das Wissen aus den insgesamt 17 Fortbildungen und 38 Teambriefings geben die Teilnehmer aus den Kindergärten und Schulen natürlich auch an ihre Kolleg*innen weiter. Und auch innerhalb der Integrationsagentur konnten viele Ansätze in die Projektarbeit übernommen werden. „Wir sind über das Ende nicht traurig, denn es ist etwas sehr Schönes und Hilfreiches dabei herausgekommen“, resümiert Rolf Klöcker.

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Bewerbung für Medizinstudium über Landarzt- und ÖGD-Quote – Ministerin: Nicht nur Einser-Abitur entscheidet

Region/Mainz, 20.03.2021 – Medizininteressierte können sich noch bis zum 31. März über die Landarztquote und die Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) für ein Medizinstudium in Mainz bewerben. „In Rheinland-Pfalz sind wir überzeugt, dass man auch ohne schulische Bestleistungen eine sehr gute Ärztin oder ein sehr guter Arzt werden kann. Deshalb ermöglichen wir jungen Menschen den Zugang zum Medizinstudium auch über einen differenzierten Bewerbungsprozess, dessen Grundlage neben der schulischen Leistung vor allem die persönliche Eignung ist“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Das innovative Modell der Landarzt- und der ÖGD-Quote ist zudem wichtiger Bestandteil des umfassenden Maßnahmenbündels, mit dem die rheinland-pfälzische Landesregierung die Zukunft der ärztlichen Versorgung gestaltet – gerade im ländlichen Raum.“

Durch die unter dem Motto „Land schafft Arzt“ stehende Landarzt- und ÖGD-Quote können motivierte und qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber einen Medizinstudienplatz an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erhalten und verpflichten sich im Gegenzug dazu, nach Abschluss ihres Studiums und der Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für zehn Jahre aktiv die hausärztliche Versorgung auf dem Land oder im ÖGD in Rheinland-Pfalz zu unterstützen. Für das Wintersemester 2021/2022 werden 14 Studienplätze über die Landarztquote und 3 Studienplätze über die ÖGD-Quote vergeben.

In einem zweistufigen Auswahlverfahren, bestehend aus einer Vorauswahl und strukturierten, persönlichen Auswahlgesprächen, werden die spezifische Qualifikation und die persönliche, fachbezogene Eignung der Bewerberinnen und Bewerber erfasst. „Am Ende zählt nicht ausschließlich ein Einser-Abitur. Qualifikationen wie beispiels­weise eine Berufsausbildung in der Pflege oder einem anderen medizinischen Beruf werden bei der Auswahl ebenso berücksichtigt wie einschlägiges ehrenamtliches oder praktisches Engagement“, erläuterte Bätzing-Lichtenthäler.

„Die gegenwärtige, pandemische Lage führt uns einmal mehr vor Augen, welchen hohen Stellenwert die ärztliche Patientenversorgung in unserem Land einnimmt“, betonte Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV). „Wir wenden uns gezielt an Menschen, die es als ihre Aufgabe sehen, die Daseinsfürsorge im ländlichen Rheinland-Pfalz zu sichern und die sich mit dem Beruf des Landarztes bzw. der ärztlichen Tätigkeit im ÖGD identifizieren“.

Weitere Informationen zur Landarztquote und der Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie den Zugang zum Online-Bewerberportal finden Sie unter www.landschafftarzt.rlp.de.

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Generalmajor Carsten Breuer besucht Impfzentrum in Polch

Polch, 20.03.2021 – Die Bundeswehr unterstützt den Landkreis Mayen-Koblenz bereits seit November nach Kräften in der Corona-Lage. Die Soldaten unterstützen dabei die Arbeit des Gesundheitsamtes im Kreishaus, die Corona-Ambulanz in Mayen und das Impfzentrum Polch. Einen eigenen Eindruck vom Einsatz der Soldaten verschaffte sich jüngst Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin, bei einem Besuch in der Polcher Maifeldhalle.

Landrat Dr. Saftig dankt Bundeswehr für Unterstützung in der Corona-Lage. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

Landrat Dr. Alexander Saftig sprach Generalmajor Breuer dabei seinen tiefsten Dank für die Unterstützung durch die Bundeswehr aus und beschrieb die zivilmilitärische Zusammenarbeit als exzellent. „Ohne Ihre Soldaten hätten wir vieles in den vergangenen Monaten nicht geschafft. Ich bin dankbar, dass uns die Bundeswehr in dieser schwierigen Zeit zur Seite steht und hilft“, sagte Landrat Saftig. Der Generalmajor zeigte sich zufrieden und betonte, dass es ihm wichtig sei zu sehen und zu hören, ob die Hilfe auch wirklich ankommt.

Letzteres konnte auch Michael Erlemann, Impfkoordinator des Landkreises, nur bestätigen und erläuterte dem Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben bei einem Rundgang durch das Impfzentrum die einzelnen Abläufe. Generalmajor Carsten Breuer, der bereits einige Impfzentren deutschlandweit besucht hat, zeigte sich insbesondere beeindruckt von dem Tempo, in dem die Impflinge den Impfprozess durchlaufen.