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7,3 Millionen Euro für Erweiterungsbau am Berufskolleg Kaufmännische Schulen Kreis Düren

Düren – Das Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Trägerschaft des Kreises Düren ist gewachsen. Landrat Wolfgang Spelthahn und Schulleiterin Christine Stein haben vor Ort den neuen Erweiterungsbau nun offiziell eröffnet. „Wir investieren in die Zukunft, in die Schülerinnen und Schüler, in die Region. Der Neubau symbolisiert dies.

Im Rahmen des Strukturwandels setzen wir auf den Rohstoff Bildung. Sie ist ein hohes Gut und hier steckt viel Potenzial auch für die Unternehmen, die sich auf gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen können. Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir diese Türen offiziell öffnen können“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn zur Begrüßung der rund 40 Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Schul- und Bauwesen am Freitag, den 23. Februar 2024. In dem neuen rund 15 Meter hohen Gebäude lernen derzeit neun Schulklassen des Wirtschaftsgymnasiums. Neun Klassenräume, zwei Beratungs- beziehungsweise Lehrräume sowie sechs sogenannte Differenzierungsräume verteilen sich auf drei Geschosse. Differenzierungsräume sind vielfältig nutzbare Räume für Besprechungen, Elterngespräche oder Unterricht.

„Bildung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wir haben zukunftsorientierte, moderne Lehrräume, die ein sehr gutes Lernen in einer digitalen Welt ermöglichen und eine umfassende Bildung gewährleisten“, sagte Schulleiterin Christine Stein, die sich bei allen Beteiligten für die gute Unterstützung bedankte.

Da das Gebäude innerhalb eines Jahres in Modulbauweise errichtet wurde, konnte die Lärmbelastung für die rund 1700 Schülerinnen und Schüler vergleichsweise gering gehalten werden. Der Erweiterungsbau erfüllt den KfW 55 Standard, was bedeutet, dass nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Baus benötigt werden. Auf dem Dach wird zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Geheizt wird über zwei Wärmepumpen und Fußbodenheizung.

„Schule ist mehr als Lehrraum, er ist Lebensraum. Das spiegelt sich im Neubau wider“, sagte die schulfachliche Dezernentin der Bezirksregierung Köln per Videobotschaft, bevor sich die Gäste bei einem Rundgang durch das neue Gebäude selbst ein Bild machen konnten. Große Glastrennwände erlauben eine helle und offene Lernlandschaft. Die Räume sind mit modernen, digitalen Tafeln ausgestattet. Alt und Neu werden durch eine Glasbrücke verbunden, die die Zusammengehörigkeit des Schulgebäudes versinnbildlicht. Auch die Außenfassade ist gestalterisch an das bestehende Gebäude angelehnt.

Die Projektkosten belaufen sich auf rund 7,3 Millionen Euro. Für den Bau gab es eine Förderung durch das Land NRW in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro. Die Projektsteuerung übernahm die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) des Kreises Düren.

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Dritte Fastenpredigt in Maria Laach am Mittwoch 28. Februar 2024 mit Armin Laschet

Maria Laach – Die neue Reihe der Fastenpredigten in Maria Laach geht weiter. Die Laacher Mönche erwarten am Mittwoch, dem 28. Februar 2024, den Bundestagsabgeordneten und ehem. Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westphalen Armin Laschet. Dieser sagte bereits gegenüber dem Nachrichtenportal domradio.de zu seiner Fastenpredigt in Maria Laach: „Über Politik reden wir ständig. Aber eine ‚Fastenpredigt‘ zu halten, einen biblischen Text zu nehmen und den auf die heutige Zeit zu übersetzen, ist etwas anspruchsvoller, als über Wärmepumpen zu reden.“

Im Rahmen der klösterlichen Vesper, dem Abendgebet der Mönche, um 17:30 Uhr, tauscht Laschet nun am 28. Februar das Rednerpult des Deutschen Bundestages gegen den Ambo in Maria Laach. „Wir sind sehr froh, dass wir so prominente Predigerinnen und Prediger für unsere neu initiierte Predigtreihe gewinnen konnten, die damit auch gegenüber unserer Gemeinschaft und unserem Wirken hier in Maria Laach echte Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Pater Prior Petrus Nowack OSB in Bezug auf die Predigtreihe, die bisher sehr gut angenommen worden ist.

Anschluss an die Fastenpredigt öffnet die Klostergaststätte und bietet ein Fastenessen an und damit einen Raum der Begegnung mit den Predigenden und auch den Mönchen. Reservierungen werden gern unter klostergaststaette@maria-laach.de entgegengenommen. Weitere Informationen zu der Reihe der Fastenpredigten gibt es unter www.maria-laach.de.

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Europa-Miniköche EIFEL erkunden Berlin – Bildungsreise mit spannendem Programm

Prüm – Vom 14. bis zum 18. Februar 2024 begaben sich die Europa-Miniköche EIFEL auf eine aufregende Bildungsreise nach Berlin. Die Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren, begleitet von Ihren Eltern und teilweise den Geschwisterkindern, erlebten eine vielfältige und lehrreiche Reise durch die deutsche Hauptstadt.

Die Exkursion begann mit einem Empfang am Besucherzentrum des Reichstagsgebäudes, wo die Teilnehmer einen informativen Vortrag auf der Empore des Bundestages verfolgten, gefolgt von einem Gespräch mit dem Schirmherrn der Europa-Miniköche EIFEL, MdB Patrick Schnieder. Anschließend hatten sie die Gelegenheit, die berühmte Reichstagskuppel zu besichtigen. Nach einem Imbiss im Besucherrestaurant des Deutschen Bundestags setzten die Teilnehmer ihre Reise fort mit Einblicken hinter die Kulissen des größten Hostel-Unternehmens Europas. Im a&o Hostel Berlin-Mitte führten sie eine Waffel-Back-Aktion und die „Miniköche“ erfuhren mehr über die Umsetzung der ausgeprägten Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Projekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) des gemeinnützigen „a&o educare e. V.“.

Am Abend wurden die Jugendlichen begleitet zum Besuch im „Club Matrix“, einem der größten Clubs Berlins und bekannt aus der Fernsehsendung „Berlin Tag und Nacht“. Während die Erwachsenen an einer begleiteten Kneipentour teilnahmen, wurde für die jüngeren Kinder eine Betreuung in der Jugendherberge angeboten.

Am darauffolgenden Tag erkundeten die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten Berlins, darunter das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und den Potsdamer Platz. Sie genossen eine atemberaubende Aussicht vom Panoramapunkt und unternahmen eine orientierende Fahrt durch den West- und Ostteil der Stadt.

Weiter ging es am kommenden Tag mit einem Besuch des Deutschland-Museums am Leipziger Platz, wo die Jugendlichen in lebensgroße, detailgetreue Welten eintauchten und die Geschichte Deutschlands in 12 Epochen kennenlernten.  Der Abend endete mit einem Theaterbesuch im Theater Strahl, wo das Stück „Hamsterrad“ Weltpremiere feierte. Das Stück bot einen vielschichtigen Einblick in die Gedankenwelt junger Menschen auf der Suche nach Identität und Stärkung auf dem Weg ins Erwachsenenalter.

Die Bildungsreise der Europa-Miniköche EIFEL bot den 93 Teilnehmern eine einzigartige Gelegenheit, Berlin aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen und gleichzeitig neue Erfahrungen zu sammeln. Die Berlinfahrt wurde federführend organisiert von Ralf Olk, der diese Fahrten auch bereits mit den Vorgängergruppen der Europa-Miniköche EIFEL organisierte. Unterstützt wird das Projekt der Europa-Miniköche Eifel durch das Gasthaus Herrig in Meckel und das Hotel Heidsmühle in Manderscheid, welche die Miniköche in ihren Betrieben in die Geheimnisse des guten Geschmacks und die Grundlagen des gastronomischen Handwerks einweisen. Bei den monatlichen Treffen stehen insbesondere die regionalen Produkte aus der EIFEL im Mittelpunkt. Die Vermittlung des theoretischen Wissens erfolgt durch Pia Lehnen, Ernährungsfachkraft aus Gondorf.

Hintergrundinformationen:

Das Projekt der Europa-Miniköche, das 1989 im Rahmen des „Ferienprogramms Bartholomä“ vom Gründer der Europa Miniköche, Jürgen Mädger, ins Leben gerufen wurde, hat sich bis heute zu einem europaweiten Projekt entwickelt. Neben Gruppen aus Deutschland werden auch in Österreich, Finnland, der Schweiz und Frankreich Miniköche ausgebildet.

2021 ging Jürgen Mädger in den wohlverdienten Ruhestand und übergab sein Lebenswerk in die bewährten Hände der DEHOGA Landesverbände Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen, die neuen Gesellschafter der Europa Miniköche gGmbH. Damit einher ging auch die Verlegung der Geschäftsstelle der Europa Miniköche nach München.

2009 wurde erstmalig eine Gruppe der Europa-Miniköche EIFEL ins Leben gerufen. Seitdem wurden 199 Kinder in der Eifel-Gruppe betreut und zu Miniköchen ausgebildet. In der aktuellen Gruppe nehmen 38 Kinder teil.

Unter dem Motto „Gesundheit durch richtige Ernährung in einer intakten Umwelt“ werden die Miniköche, zu Beginn im Alter von 10-12 Jahren, innerhalb von 2 Jahren spielerisch für das Kulturgut Essen und Trinken sensibilisiert. Unter fachkundiger Anleitung von Ernährungsberatern, Chefköchen und Servicekräften werden die Kinder gleichermaßen in die Theorie wie in die Praxis eingeführt. Schwerpunkte der regelmäßigen, regionalen Gruppentreffen sind die Bedeutung regionaler Produkte, der Umweltschutz, sowie die Konfrontation mit der Bedeutung einer beruflichen Ausbildung.

Die Miniköche werden federführend betreut durch Thomas Herrig, Gasthaus Herrig in Meckel und Tobias Stadtfeld, Hotel Heidsmühle, Manderscheid. Als Ernährungsfachfrau unterstützt Pia Lehnen – die Koordination der EIFEL-Gruppe erfolgt bei der Eifel Tourismus (ET) GmbH, Prüm.

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Digital mitgestalten – Das neue Beteiligungsportal der Stadt Aachen

Aachen – An Aachens Zukunft mitwirken – das können alle Bürger*innen: Die Stadt setzt auf verschiedene Beteiligungsformate, wie zum Beispiel den ständigen Bürger*innenrat oder den Bürger*innentreff. Jetzt kommt durch die Plattform „Beteiligung.NRW“ ein neues Angebot hinzu, durch das sich alle Aachener*innen zeit- und ortsunabhängig in Entscheidungsprozesse von Verwaltung und Politik einbringen können.

Für Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist das Beteiligungs-Portal ein wichtiger Schritt, um den Dialog mit der Stadtgesellschaft weiter auszubauen: „Mit großen Schritten wird die Stadt Aachen innovative Kommune des Bürger*innendialogs. Das Beteiligungsportal ermöglicht Bürger*innen, an vielfältigen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Zum Beispiel durch Abstimmungen oder indem sie Ideen bei Planungsprozessen einbringen.“ Die Themen des digitalen Angebots sind breit gefächert: Mobilität, Freizeit und Kultur, öffentliche Räume, Leerstand im Einzelhandel und Klima. Auch über Onlineumfragen können die Nutzer*innen an der Entwicklung der Stadt teilnehmen und ihre Meinung äußern.

Sabrina Hoenen vom Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung hat Mitte letzten Jahres die Gesamtsteuerung des Bürger*innendialogs der Stadt Aachen übernommen. Für sie trägt das neue digitale Portal zur offenen und transparenten Kommunikation bei: „Auf der Webseite können wir Beteiligung zentral bündeln, die Sichtbarkeit von städtischen Themen erhöhen und den Menschen einen einfacheren Zugang dazu ermöglichen“, erklärt sie. Neben direkten Umfragen können Nutzer*innen des Portals zu rechtlichen Verfahren, Bauleitplänen und Meldeverfahren Stellung nehmen. Auch Veranstaltungen zum Thema Beteiligung sind zukünftig auf der Webseite zu sehen. Schon vorhandene Angebote wie den Mängelmelder kann man ebenfalls über die Plattform erreichen.

Die Beteiligungs-Plattform des Landes NRW überzeugt durch Konformität mit dem Onlinezugangsgesetz, Benutzer*innenfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit. Darüber hinaus ist die Nutzung für die Stadt Aachen kostenfrei. Das Modell ist bereits vielfach erprobt: 245 Kommunen nutzen die Website erfolgreich zur Interaktion mit ihren Bürger*innen.

Das neue Beteiligungsportal ist ein Angebot von „Open.NRW“ und datenschutzkonform. Für Dr. Simon Himmel, den wissenschaftlichen Leiter Stadt der Zukunft der Stadt Aachen, ist es wichtig die Bürger*innen in die Planung des zukünftigen Aachens miteinzubeziehen: „Aachen als Stadt der Zukunft bedeutet, die großen Veränderungen in der Stadt eng und gemeinsam mit den Aachenerinnen und Aachenern zu diskutieren sowie Entscheidungen und Planungen transparent zu kommunizieren. Wir wollen die Stadt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft gestalten“. Um das Beteiligungsportal nutzen zu können ist es grundsätzlich nicht nötig, persönliche Angaben zu hinterlegen oder sich einzuloggen.

Die Stadt lädt alle Bürger*innen ein, ihre Ideen und Kommentare unter http://beteiligung.aachen.de einzubringen.

 

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Vogel des Jahres 2024 macht Rast in Schutzgebieten der Eifel und an Rhein und Mosel

Region/Koblenz – Ob Kranich, Rotmilan, Schwarzstorch oder Feldlerche: Viele Zugvögel kehren ab Februar zurück in ihre Sommerquartiere und machen dabei Rast im nördlichen Rheinland-Pfalz. In diesem Jahr ist unter ihnen auch ein frischgekürter Preisträger zu finden: der Kiebitz. Wo er zu beobachten ist und warum er Naturschützern Sorgen bereitet – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten.

Ob die „Frisur“ des Kiebitzes bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2024 eine entscheidende Rolle gespielt hat, ist schwer zu sagen – denkbar wäre es aber. Denn die steil aufgerichteten Federn auf dem Kopf, auch „Holle“ genannt, sind ein Markenzeichen der Tiere. Doch auch am Himmel ist der Kiebitz gut zu erkennen: Mit bis zu 80 Zentimetern Spannweite hat er für einen Watvogel ungewöhnlich große Flügel, die er bei spektakulären Manövern während der Balz zur Schau stellt. Von Mitte Februar bis Mitte März ziehen nun wieder mehrere zehntausend Exemplare über Rheinland-Pfalz hinweg und machen unter anderem Rast in der Eifel und an Rhein und Mosel.

Kiebitze überwintern vorwiegend in West- und Südwesteuropa und ziehen von dort in ihre Brutgebiete, die sich vor allem in Nord-und Osteuropa befinden. Bei der Rast bevorzugen die taubengroßen Tiere, die teilweise in V-Formation fliegen, offene Felder, Feuchtwiesen und flaches Wasser in stillen Gewässern. Diese Bedingungen finden sie in den Schutzgebieten Maifeld, Thürer Wiesen, Engerser Feld, Ulmener Jungfernweiher und Kenner Flur. Hier können an guten Tagen mehrere hundert Kiebitze beobachtet werden.

Population stark rückläufig

„Die SGD Nord sorgt in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde im Rahmen des Naturschutzmanagements dafür, dass Kiebitze in diesen Schutzgebieten gute Rastbedingungen vorfinden. Das ist wichtig, denn die Bestände der Kiebitze gehen stark zurück“, erklärt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Ursachen hierfür sind die Zerstörung des Lebensraums durch intensive Landwirtschaft und die Trockenlegung von Feuchtgebieten, sowie tierische Räuber, die es auf den Nachwuchs der Bodenbrüter abgesehen haben.

Der Naturschutzbund (NABU), der die Auszeichnung „Vogel des Jahres“ gemeinsam mit dem bayrischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz vergibt, berichtet, dass sich die Zahl der Tiere zwischen 1980 und 2016 in Deutschland um 93 Prozent verringert hat. In Rheinland-Pfalz brüten inzwischen nur noch 100 bis 200 Paare, damit gilt der Kiebitz als vom Aussterben bedroht.

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Mehr als 100.000 Straßenbäume gibt es in der Stadt Aachen – 450 Neupflanzungen jedes Jahr

Aachen – Großbaummaßnahme am Marienplatz – Kranke Bäume müssen leider weichen, neue Bäume werden direkt nachgepflanzt: Der Aachener Stadtbetrieb verbessert weiterhin die Abläufe im Bereich Baumpflanzungen. Bei der Maßnahme am Marienplatz greifen die Abläufe der involvierten Teams direkt ineinander. „Just-in-Time-Maßnahmen“, wie bei diesem Beispiel, sollen perspektivisch forciert werden.

Um den Verlust der kranken Bäume schnell zu ersetze, kommen unmittelbar Lastwagen, ein Bagger, ein Fällgreifer, dazu eine Fräse, zahlreiche Kleingeräte zum Einsatz, um schnell wieder neue Bäume nachzupflanzen: Das Team Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs begann am Dienstagmorgen (20. Februar), nach vorbereitenden Maßnahmen am Montag, am Marienplatz in der Aachener Innenstadt mit einer Großbaummaßnahme. Drei Teams stehen bereit, um innerhalb kürzester Zeit kranke Bäume aus dem Straßenraum zu entfernen und durch neue Bäume zu ersetzen. Denn fünf der am Marienplatz stehenden Robinien sind erkrankt: Der flache Lackporling hat sich beispielsweise an einem Baumstamm ausgebreitet. Die Baumrinde ist in Teilen komplett weggebrochen, Verästelungen in der Baumkrone sind nur noch in geringem Maß zu erkennen.

Für Maurice Vonhoegen, Teamleiter Baumkontrolle des Stadtbetriebs, ist deutlich: Die Robinie, er schätzt sie auf 60 bis 70 Jahre alt, ist krank und in ihrer Standsicherheit gefährdet. „Diese Straßenbäume haben ihr natürliches Lebensalter erreicht“, erklärt er. Ein Sturm könnte Äste oder einen ganzen Teil der Baumkrone abbrechen. Weil sie nicht mehr verkehrssicher sind, werden sie vom Team Baumpflege fachmännisch gefällt. Direkt im Anschluss beginnen Kolleg*innen damit, die leere Baumscheibe für eine Neupflanzung vorzubereiten. Die Wurzel wird ausgefräst, die verbrauchte Erde ausgehoben und die Einfassung des Standortes punktuell ausgebessert.

450 Neupflanzungen jedes Jahr

Mehr als 100.000 Straßenbäume gibt es in der Stadt Aachen. Die Baumunterhaltung des Stadtbetriebs kontrolliert und pflegt diese Bäume. Dabei ist auffällig, dass rund ein Prozent der Bäume jedes Jahr durch Erkrankungen, Lebensalter und äußere Wettereinflüsse wie Sturm und Schneebruch abgängig sind. Um der Zahl entgegenzuwirken, wurde das neue Team Baumpflanzungen etabliert. Jedes Jahr pflanzen die Mitarbeiter*innen nun 450 neue Bäume – mit, nach Möglichkeit, steigender Tendenz. „Dabei müssen wir jeden Standort separat betrachten“, erklärt Michael Speck, Teamleiter Baumpflanzungen. Platzverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und klimatische Einflüsse wie Hitze und Trockenheit spielen dabei eine Rolle.

Im Fall der Neupflanzungen am Marienplatz bedeutet das unter anderem einen Bodenaustausch. „Die Nährstoffe in der alten Erde sind verbraucht“, erklärt Michael Speck. Das neue Baumsubstrat setzt sich aus verschiedenen Böden und Mineralien sowie einem Bodenaktivator zusammen, die an die Anforderungen der neuen Bäume angepasst sind. „Wir pflanzen als neue Bäume Gleditschien. Sie haben eine ähnliche Wuchsform wie die verbleibenden Robinien und sind zusätzlich etwas hitzeresistenter“, erläutert Michael Speck. Zur Belüftung des Wurzelbereichs werden noch sogenannte Baumschnorchel eingesetzt: kleine Tonkügelchen, verpackt in einem Jutesack. „Wir nutzen hier natürliche Materialien, die sich im Laufe der Zeit komplett zersetzen.“ Bevor der Baum eingesetzt wird, benötigt er noch einen Pflanzschnitt für ein besseres Wachstum. „Der Baum soll seine Kraft in den nächsten Monaten vor allem in die Wurzel stecken, damit er gut anwächst“, erklärt Michael Speck weiter.

Schließlich wird die Gleditschie in ihren neuen Standort eingesetzt. Die eingespielten Abläufe der drei Teams des Stadtbetriebs greifen unablässig ineinander. Während noch ein Dreibock zur Stabilisierung und ein Gießring angebracht werden – die neuen Bäume werden jeweils drei bis fünf Jahren nach der Pflanzung regelmäßig gewässert – werden am nächsten Standort bereits Vorbereitungen für die nächste Pflanzung getroffen.

Solche „Just-in-time-Maßnahmen“, wie am Marienplatz, sollen ausgeweitet werden. „Dazu ist es notwendig, das Team Baumpflanzungen sukzessive weiter auszubauen, um mit mehr Pflanzungen auch der negativen Baumbilanz entgegenzuwirken“, sagt Andreas Schulz, Bereichsleiter Baumunterhaltung des Stadtbetriebs.

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Trierer Bischof Ackermann erteilt Erwachsenen die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie

Region/Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat in einer Wortgottesdienst-Feier am ersten Fastensonntag, dem 18. Februar, im Dom zehn Erwachsene zu den Sakramenten der Taufe, der Firmung und der Eucharistie zugelassen. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung werden die meisten Bewerberinnen und Bewerber an Ostern in ihren Heimatgemeinden die sogenannten Sakramente des Christwerdens empfangen.

In einem Vorgespräch mit dem Bischof hatten die Kandidatinnen und Kandidaten aus Trier, Koblenz, Saarbrücken und Waldbreitbach von ihrem Glauben und ihren Lebenswegen erzählt. Ganz unterschiedliche, aber stets sehr persönliche Erlebnisse führten bei jedem einzelnen zu dem Wunsch, sich taufen zu lassen und der Katholischen Kirche anzugehören. Beyhan Zöngör aus Koblenz war zunächst Atheistin. Nach einer Erkrankung habe sie damit begonnen, zu beten. „Es waren christliche Gebete, die mir Gott ans Herz gelegt hat“, zeigt sich die Tochter muslimischer Eltern überzeugt. „Ich habe Gottes Anwesenheit gespürt und mich entschieden, den christlichen Glauben anzunehmen“, erzählte sie in der Runde. Der gebürtige Iraner Arvin Mohamadi gehört mit drei weiteren Landsleuten zu einer eigenen sogenannten Katechumenats-Gruppe, die sich in Trier auf das Christ-Werden vorbereitet hat. Mohamadi erzählt von seiner Fluchtgeschichte und Gefangennahme, seinen Verletzungen und schließlich seiner verzweifelten Bitte an Gott um Hilfe in der Not. Er sprach von einem „Wunder“, er habe zum Glauben gefunden und fühle sich nun nicht mehr allein.

Im anschließenden Gottesdienst, der traditionell am Beginn der österlichen Bußzeit stattfindet, sprach Bischof Ackermann den Katechumenen die Zulassung zu den drei österlichen Sakramenten aus. Dabei bat er um Gottes Segen und legte ihnen die Hand auf. In seiner Predigt blickte der Bischof zuvor auf das den Jüngern von Jesus anvertraute Vaterunser-Gebet. Das war den Taufbewerbern zuvor neben dem Glaubensbekenntnis als Dokument überreicht worden. Es sei das Gebet, dass Gott selbst durch Jesus Christus den Menschen gebe und ihnen quasi „als seine Worte in den Mund legt“. Es entfalte seine dynamische und machtvolle Wirkung schon mit dem Wort „Vater“ in der Anrede. „Wir dürfen Gott anrufen als lieben Vater und als Menschen vor ihm stehen in unserer eigentlichen Größe. Das gehört für mich zum Urkern und zur Urkraft der christlichen Botschaft“, sagte der Bischof zu den Taufbewerberinnen und -bewerbern. Durch die Bezeichnung als „unser“ Vater stünden wir zudem gemeinsam vor ihm als Schwestern und Brüder und als eine Menschheitsfamilie, die mitbaue an einer Welt der Solidarität und der Geschwisterlichkeit. „Schon die ersten Worte des Vaterunsers sind alles, was man vom christlichen Glauben Wissen muss“, sagte Ackermann und wünschte den Katechumenen, dass das christliche „Urgebet“ seine Wirkung bei ihnen immer wieder entfalten möge, sie dessen Kraft spürten und sich von ihr in die Welt senden ließen.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe von Erwachsenen gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de und bei Niklas Trierweiler, Referent für Katechese und Glaubenskommunikation, Bischöfliches Generalvikariat Trier, Telefon (0651) 7105-446.

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Das erste „E-Waste Race“ im Kreis Euskirchen ist gestartet

Euskirchen – In einer vierwöchigen Sammelaktion sammeln Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „E-Waste Race“ Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft und setzen sich dabei aktiv mit Recycling und den damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auseinander. Insgesamt zehn Schulen im Kreis Euskirchen beteiligen sich an diesem Projekt, das nun zum ersten Mal im Kreis stattfindet. Wer am fleißigsten sammelt, gewinnt einen Schulausflug. Der Startschuss fiel gestern in der Marienschule Euskirchen. Landrat Markus Ramers sprach ein offizielles Grußwort.

Jährlich fallen allein in Deutschland 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Darin sind wertvolle Rohstoffe enthalten, doch weniger als die Hälfte wird ordnungsgemäß entsorgt. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Die gemeinnützige Initiative Das macht Schule hat ein Erfolgsmodell aus den Niederlanden nach Deutschland geholt (hier bisherige Ergebnisse). Heute startet das erste E-Waste Race im Kreis Euskirchen gemeinsam mit der Abfallwirtschaft des Kreises Euskirchen und Unterstützung von Landrat Markus Ramers – für mehr Bewusstsein und einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Entsorgungspartner ist Schönmackers.

Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen: „Elektrogeräte, wie Smartphones, Tablets, Wasserkocher sind in unseren Haushalten allgegenwärtig. Sind sie kaputt, sollten sie im besten Fall repariert werden. Ist das nicht mehr möglich, sollten sie richtig entsorgt werden, damit sie recycelt werden können. In ihnen stecken gefährliche, aber auch wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Kupfer, Silber oder seltene Erden. Eine falsche Entsorgung über die Restmülltonne führt zur Verbrennung und nicht zum recyceln dieser Wertstoffe. Mit dem Schulprojekt ‚E-Waste Race‘ wird der bewusste Umgang mit diesen Ressourcen in den Vordergrund gestellt und es wird erlebbar gemacht, wie wichtig Recycling und Kreislaufwirtschaft sind. Ich freue mich sehr darüber, dass ich die Schirmherrschaft für dieses tolle Projekt übernehmen durfte und wünsche allen Beteiligten viel Spaß am gelebten Umweltschutz.“

Karen Beuke, Abfallberaterin, Kreis Euskirchen: „Als Abfallberaterin freue ich mich sehr, dass sich in unserem Landkreis 10 Schulen nun verstärkt mit der richtigen Entsorgung von Elektroaltgeräten beschäftigen. Ein sehr gutes Beispiel, um aufzuzeigen, wie wir alle nur gemeinsam die Kreislaufwirtschaft stärken können, um Ressourcen und auch Klimaschutz zu betreiben. Leider landen immer noch zu viele Elektrogeräte in der Restmülltonne. Ich hoffe, dass durch diese Sensibilisierungskampagne deutlich wird, dass jede und jeder Einzelne mit der richtigen Entsorgung über das Abfallwirtschaftszentrum, die Kommunen oder z. B. große Lebensmittelhändler ganz einfach Wertstoffe erhalten kann… und das kostenlos.“

Michael Mombaur, Schulleitung der Marienschule Euskirchen: „In so ziemlich jedem Keller oder in jeder Garage schlummern sie, die umweltbelastenden Gerätschaften, die vor kurzem noch, meist im Haushalt, dem glücklichen Menschen dienlich zur Hand gegangen sind und den Alltag erleichterten – ob Staubsauger, Küchengerätschaften, Spielzeug oder Radios – nach Ihrem Ableben sind alle technischen Wunderwerke ganz schnell nur noch Elektroschrott, den man gar nicht so richtig und gar nicht so einfach zu entsorgen weiß. Da ist die Idee, diesen Schrott, diesen Müll, im Wettbewerb von Schulen zu sammeln, zu entsorgen und schließlich sogar einer nachhaltigen Wertstoffkette zuzufüh-ren, einfach nur gut; zukunftszugewandt und clever ist diese Aktion, gerade weil so eine Botschaft an junge Menschen geht, die die Zukunft sind, die Multiplikatoren sind, die sich schon jetzt gesellschaftspolitisch gegen eine Klimaveränderung einsetzen und die in der Zukunft zumindest in dieser Hinsicht für ein Ressourcensparendes Leben zu gewinnen sind. Danke für die Idee und die Veranstalter sowie alle Unterstützer, danke und Lob aber gerade an die jungen Menschen, die sich im Rahmen des Projektes, und darüber hinaus, für die Zukunft engagieren. Ihr seid nachhaltig.“

Folgende Schulen nehmen am Projekt teil: Gesamtschule Eifel, St. Michael Gymnasium, Erzbischöfliches St.-Angela-Gymnasium, Gemeinschaftsgrundschule Wichterich, Franken-Gymnasium Zülpich, Marienschule Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Realschule, Chlodwig-Schule, Johannes Vincken-Schule, Johann-Hugo-von-Orsbeck-Schule.

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100-jährige Mechernicherin spielt im Musikvideo der „Alten Bekannten“ mit

Mechernich – Besuch vom Ex-Regierungssprecher – „Begegnung mit einer bemerkenswerten Frau“: Auf diesen Nenner brachten Birgit Drosten-Vater und Klaus Vater einen Besuch der Weihnachten 2023 in der Mechernicher Bahnstraße hundert Jahre alt gewordenen Liesel Buchheldt.

Birgit Drosten-Vater und Klaus Vater vor Jahren mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und dem berühmten Gemälde von sklavenarbeitsähnlichen Abbaumethoden am Mechernicher Bleiberg, das auch schon in Ausstellungen in Hamburg und Berlin zu sehen war. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Fit im Kopf wie ein junger Mensch, aufgeschlossen, traditionsbewusst und lebensklug“ hätten sie die Hundertjährige erlebt. Der Besuch war auch Einlösen eines Versprechens, das Autor Klaus Vater anlässlich der Präsentation seines Buches „Bergstraße – eine Kindheit in der Nachkriegs-Eifel“, erschienen im Hillesheimer KBV Verlag, gegeben hatte.

Die Corona-Jahre und die Arbeit an einem weiteren Buch hatten den Besuch bei Liesel Buchheldt verzögert. Die Jubilarin erzählte „kenntnisreich, mit vielen Einzelheiten aus Kindheit, Jugend und späterem Leben im früheren Bergarbeiterort Mechernich.

„Liesel Buchheldt zählt zur Generation der Frauen, die nach dem Krieg wie unzerbrechlich und mit großer persönlicher Ausstrahlung und Ansehen durchs Leben gingen. »Tough« sagt man heute dazu“, so der langjährige Sprecher von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und zuletzt Regierungssprecher bei Kanzlerin Angela Merkel.

Freundin von Maria Schwer

Buchheldt und die 2000 verstorbene Mutter des in Mechernich geborenen und aufgewachsenen Autors, die Mundart-Schriftstellerin Maria Schwer, waren über die vielen gemeinsamen Jahre im Ort befreundet. Erst im vergangenen Jahr hatte die damals 99-Jährige Schlagzeilen gemacht, als sie ein Musikvideo mit ihrem Enkel Ingo Wolfgarten für die A-cappella-Band „Alte Bekannte“ produzierte.

„Ohne Liesel Buchheldt würde die Story nicht funktionieren“, schrieb Stephan Everling seinerzeit in der „Kölnischen Rundschau“ und im „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ganz egal, wohin die Reise geht“ heißt das Lied, das Daniel Dickopf für das Video geschrieben hat. Und zwar ursprünglich als Telefonansage einer Caravan-Firma in Frankfurt.

Im Video wird gezeigt, wie eine alte Frau, gespielt von Liesel Buchheldt, in einem Fotoalbum blättert und sich an die guten Zeiten erinnert, in denen sie oft mit einem Campingwagen unterwegs war. Für sie war die Filmerei sehr aufregend. Aus ihrem Wohnort Mechernich wurde sie zum Drehort in der Gemünder Bruchstraße gefahren, einem Fachwerkhof aus dem 16. Jahrhundert.

„Ich weiß gar nicht, was ich machen soll“, sagte sie kurz nach ihrem Eintreffen. Ihre Mitwirkung im Video sei eine Überraschung gewesen: „Ingo hat gesagt, ich muss nichts sagen, sondern nur im Sessel sitzen.“ Die Nacht zuvor habe sie gar nicht schlafen können: „Ich dachte, was kommt da auf mich zu.“

Nur mit dem „im Sessel sitzen“ war es allerdings nicht getan, so Everling: „Immer wieder musste sie für Kameramann René Kwasny in dem für sie vorbereiteten Fotoalbum blättern, in dem Erinnerungsfotos von Campingtouren zu sehen waren. Dann musste die rüstige Dame mehrere Male mit dem Rollator die Bruchstraße entlanggehen, bis Kwasny alle Einstellungen im Kasten hatte.“

„Meine Großmutter hat neben uns gewohnt“, erzählte der gebürtige Mechernicher Ingo Wolfgarten. Sie sei eine sehr herzliche Person. Und: „Man kann sich richtig gut mit ihr unterhalten.“ Früher habe sie ihm immer vorgelesen, erinnert er sich. „Sie war die Einfach-da-Oma“, so der Musiker.

„Gespräch und Rezitation“

Klaus Vater tritt übrigens am Donnerstag, 23. Mai ab 19 Uhr in der Literaturreihe „Gespräch und Rezitation“ des Rheinischen Industriemuseums Euskirchen, Tuchfabrik Müller in Kuchenheim, in Erscheinung. Der 1946 geborene Ex-„Vorwärts“-Redakteur, Regierungssprecher und Schriftsteller liest und erzählt beim Themenabend  „Rheinische Milieus“ aus dem Arbeitermilieu der Mechernicher Bergstraße.

Manfred Lang, Jahrgang 1959, Buchautor, Agenturredakteur und katholischer Diakon, der die Reihe „Gespräch und Rezitation“ seit mehr als 20 Jahren mit Jochen Arlt betreut und moderiert, schildert in seinen Büchern immer wieder ein ganz anderes „rheinisches Milieu“, das agrarisch geprägte Dorfleben seiner Kindheit in der Eifel.

 

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Belgischer Botschafter zu Besuch in Aachen

Aachen – Belgischer Botschafter Geert Muylle im Austausch mit Vertreter*innen aus Aachen und der Euregio – „Es gibt keine bessere Stadt als Aachen, um die Reise zu beginnen“, mit diesen Worten leitete der belgische Botschafter Geert Muylle am Montag, den 19. Februar, seinen Empfang im Weißen Saal des Aachener Rathauses ein.

Und bestätigte damit die Grußworte von Bürgermeisterin Hilde Scheidt, die in Vertretung der erkrankten Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gleich zu Beginn auf die lange eingeübten und gelebten europäischen Werte Aachens und des Dreiländerecks hingewiesen hatte: von der Grenzgängerberatung über den Kulturaustausch bis hin zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Auch Städteregionsrat Tim Grüttemeier wies auf das gelebte Miteinander hin und nannte Wasserstoff, Bahninfrastruktur und mittelständische Unternehmen als Vorzeigebeispiele für diese Zusammenarbeit.

Dabei brachte Muylle auf seiner NRW-Tour selbst Themen mit nach Aachen, die er als Erfolgsbeispiele zitierte, darunter die „Cross-Border Task Force Corona“, die zur Synchronisation des grenzüberschreitenden Krisenmanagements zwischen NRW, den Niederlanden und Belgien eingerichtet worden war, die grenzüberschreitende Notfallversorgung und das Sicherheitsabkommen. „Es ist nicht immer einfach, und es geht nicht immer schnell“, sagte er, aber alle würden daran arbeiten, effizient arbeiten zu können.

Im Anschluss an den Empfang präsentierten Vertreter von Stadt und Städteregion Aachen im Alten Amtszimmer des Rathauses Perspektiven der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Zentrale Themen waren der Wissenschaftsstandort rund um Start Ups, Wasserstoff, Batterieentwicklung und Urban Air Mobility sowie ein multimodales Verkehrsnetz als Fundament für grenzenlose Mobilität, von Mobilitätsknoten wie dem Forschungsflugplatz Würselen- Aachen über den Schienenverkehr, ein grenzüberschreitendes Ticketing und grenzüberschreitende Radrouten ebenso wie Bike-Sharing-Angebote.

Teilnehmer*innen des Treffens waren neben dem Botschafter Geert Muylle mit seiner Frau Veronique Couckuyt, unter anderem der Kabinettschef der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Daniel Hilligsmann, der Gouverneur der Provinz Limburg (NL) Emile Roemer, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, die Geschäftsführerin der Region Aachen Ulla Thönnissen, der Geschäftsführer der Euregio-Maas-Rhein Michael Dejozé, der Geschäftsführer der Metropolregion Rheinland Thomas Schauf, die Präsidentin der IHK Aachen Gisela Kohl-Vogel, der Präsident der HWK Aachen Marco Herwartz und sowie Dieter Begaß und Markus Terodde als Vortragende für die Fachthemen von Stadt und Städteregion Aachen.