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Zum Tode von Hubert Schilles (70) – Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick würdigt Berufskollegen, Freund und Weggefährten

Mechernich-Floisdorf – Eigentlich war Hubert Schilles gar nicht dran, als er während der Flutkatastrophe 2021 zum Baggereinsatz an den verstopften Grundablass der Steinbachtalsperre gerufen wurde, sondern sein Zwillingsbruder Peter.

Man habe sich zufällig an der L-11-Brücke in Satzvey getroffen: „Peter hatte aber noch eine andere Arbeit zu erledigen, ich hingegen war frei, also bin ich zur Steinbach gefahren. Einen unserer Leute vorschicken, wollte ich nicht, da habe ich es selbst gemacht.“

Mit dieser Entscheidung hat der Floisdorfer Landwirt und Unternehmer  Tausende und ihr Hab und Gut vor Überflutung gerettet. Nicht nur NRW-Landesinnenminister Herbert Reul war tief bewegt, als Hubert Schilles im Fernsehen und in Illustrierten mit dem Rosenkranz in der Hand gezeigt wurde, den er während seines Baggereinsatzes am Fuß des vom Durchbruch bedrohten Staudamms betete.

Am Sonntag ist Hubert Schilles im Kreis seiner Familie verstorben. Im Januar wäre er 71 Jahre alt geworden. Seine sterblichen Überreste sollen am Samstag auf dem Floisdorfer Friedhof beigesetzt werden. Die Exequien beginnen um 10.15 Uhr in der örtlichen Pfarrkirche St. Pankratius.

„Landwirt mit Leib und Seele“

In einer ersten Reaktion äußerte sich Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zum Tod seines Berufskollegen, Freunds und Weggefährten: „Hubert Schilles war ein erfolgreicher Unternehmer, Landwirt mit Leib und Seele und ein tiefgläubiger Mann mit hoher sozialer Kompetenz.“

Landesinnenminister Herbert Reul, der Hubert Schilles erstmals auf dem Damm der Steinbachtalsperre traf, besuchte ihn ein Jahr später auf dem gemeinsamen Bauernhof und Betriebsgelände von Hubert und Peter Schilles in Floisdorf, um „Danke“ zu sagen. Nachdem er sie zunächst abgelehnt hatte, bekam der bescheidene Retter von der Steinbachtalsperre („Das hätte jeder gemacht“) später auch noch die Rettungsmedaille des Landes aus der Hand von Ministerpräsident Hendrik Wüst.

„Solche Zeugen braucht die Kirche“, schrieb der Mechernicher Diakon und Redakteur Manfred Lang in einem Bericht für die Aachener „KirchenZeitung“. Selbst der berühmte Buchautor und Pater Anselm Grün schickte aus Münsterschwarzach eine Grußadresse an den bekennenden und praktizierenden Christen aus Floisdorf in der Eifel, aus der auch Anselm Grüns Mutter stammt (Dahlem).

Hubert Schilles sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“ seinerzeit, das Freilegen des verstopften Grundablasses mit dem Bagger sei für ihn ein „kalkulierbares Risiko“ gewesen, er habe sich nicht absichtlich in Lebensgefahr gebracht, auch wenn das im Nachhinein von den Medien anders geschildert worden sei.

Gottvertrauen und Gebet

Richtig sei allerdings sein lebenslanges Gottvertrauen und die Zuversicht im Gebet auch in dieser heiklen Situation gewesen, sagte der bekennende Katholik im Interview. Deshalb habe er auch vor laufenden Fernsehkameras und fragenden Reportern freimütig sein Gottvertrauen dargelegt und seinen Rosenkranz vorgezeigt, den er immer bei sich trägt.

Beten gelernt hatte Hubert Schilles zu diesem Zeitpunkt längst. Als er 49 Jahre alt war, wurde bei ihm ein Krebsleiden diagnostiziert. Der Arzt gab ihm noch eine Lebensperspektive von einem halben Jahr. „21 Jahre sind daraus geworden“, so Dr. Hans-Peter Schick. Er war auch beim Ministerbesuch einer der wenigen eingeladenen Gäste, die Dr. Peter Kramp, der frühere Smurfit-Kappa-Chef und Freund der Gebrüder Schilles, 2022 arrangiert hatte.

Der Ton des Treffens war herzlich und verbindlich. Am Besprechungstisch des gemeinsamen Büros von Peter und Hubert Schilles unter dem Dach war eine bescheidene Kaffeetafel gedeckt, es gab „Reemchestaat“, einen Ausdruck und Kuchen, den der Minister von seinem aus der Aachener Ecke stammenden Vater kannte. Und eine Spezialabfüllung „Sieger Korn“ aus Zülpich.

„Auch viel Glück gehabt…“

Hubert Schilles bekannte dem Minister dabei auch, eigentlich habe sein Zwillingsbruder Peter den Grundablass an der Steinbach freilegen sollen. Und: „Man hatte auch andere Bauunternehmen gefragt, die näher dran waren. Alle haben sie abgewunken…“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick berichtete Herbert Reul, wie die Gebrüder Schilles im Alter von 14 Jahren ihren Vater verloren und die elterliche Landwirtschaft fortführten und nach und nach zu einem Unternehmen mit heute 60 Mitarbeitern ausbauten. „Die Landwirtschaft mache ich weiter, so lange ich lebe“, so Hubert Schilles, „das haben wir damals unserer Mutter versprochen!“

Auf die eigene Lebensleistung und die seines Bruders und der ganzen Familie angesprochen, sagte Hubert Schilles: „Wir haben auch viel Glück gehabt“. „Und Tag und Nacht dafür gearbeitet“, ergänzte Peter Kramp. Die Gesellschaft brauche mehr solche Leistungsträger, doch Hubert Schilles blieb beim Reul-Besuch hartnäckig bescheiden: „Es gibt notorische Arbeitsverweigerer, aber auch eine Menge Leute, die hat das Leben schlichtweg abgeschossen…“

 

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Neue Gestaltung für die Mobile Verkehrsschule Ahrweiler

Ahrweiler – Sicher durch den Straßenverkehr: Für Kinder ist es wichtig zu wissen, wie sie sich als Verkehrsteilnehmende zu Fuß oder auf dem Fahrrad richtig verhalten. Die Kreisverwaltung Ahrweiler unterstützt deswegen seit Jahren die Jugendverkehrsschule der Polizeiinspektion Ahrweiler, die Mädchen und Jungen im Grundschulalter für den Straßenverkehr schult.

Bei der Flutkatastrophe 2021 wurde der einstige Anhänger der Jugendverkehrsschule samt Ausstattung komplett zerstört. Durch den persönlichen Einsatz von Polizeihauptkommissarin Christiane Mausberg Henriques von der Polizeiinspektion Ahrweiler konnte in Zusammenarbeit mit Jörg Schubert und Christoph Weber von der Verkehrsbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler eine neue Ausstattung beschafft werden. Finanziert wurde der Anhänger durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Für die notwendige Ausstattung, wie Lehrfahrräder und Verkehrszeichen, sorgte die Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz.

Ende Oktober wurde der Anhänger der Jugendverkehrsschule von Landrätin Cornelia Weigand zusammen mit Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse (KSK) Ahrweiler, der Jugendverkehrsschule übergeben. Dank der monetären Unterstützung der KSK konnte dieser neugestaltet werden und weist nun auch von außen wieder auf den Inhalt hin.

„Zur Durchführung eines solchen Projekts braucht es viele Hände, damit die Realisierung gelingt. Ich danke Frau Mausberg Henriques, die sich mit großer Leidenschaft für die Sicherheit der Kinder einsetzt. Das ist eine wichtige Aufgabe, die nicht selbstverständlich ist“, sagte Landrätin Weigand bei der Übergabe. „Auch der Kreissparkasse danke ich für die Unterstützung, die ihrerseits zum Erfolg der Jugendverkehrsschule beiträgt. Das ist nicht nur die Kostenübernahme der Beklebung, sondern auch die Entwurfsgestaltung sowie die Koordination, die die Vertriebsabteilung der KSK Ahrweiler übernahm“, so die Landrätin weiter.

Polizeihauptkommissarin Mausberg Henriques ist in den Grundschulen im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler, in der Gemeinde Grafschaft sowie in Teilen der Verbandsgemeinden Altenahr und Brohltal unterwegs. Mit Kindern in der ersten Klasse übt sie das richtige Verhalten zu Fuß. In der vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler auf dem Fahrrad geschult und erhalten nach bestanderer Prüfung den Fahrrad-Pass.

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Meilenstein für die Stadt Schleiden steht bevor – Am 14. November wird Lücke zwischen Altem Rathaus und Innenstadt wieder geschlossen

Schleiden – Straße Am Alten Rathaus in Schleiden wird ab dem heutigen 13. November 2024 für mindestens zweieinhalb Tage gesperrt. Beim Bau der Brücke „Am Markt“ in Schleiden kann die Stadt Schleiden am 14. November große Baufortschritte verzeichnen: „Mit der Lieferung und dem Einbau der Brückenteile werden die Bereiche „Am Alten Rathaus“ und „Am Markt“ in Schleiden zumindest schon einmal optisch wieder verbunden“, freut sich Bürgermeister Ingo Pfennings über die bald deutlich sichtbaren Fortschritte.

Die Straße „Am Alten Rathaus“ muss daher ab dem 13. November 2024 für mindestens zweieinhalb Tage gesperrt werden. „Für den Einbau der Brückenteile wird am 14. November 2024 ab 6:00 Uhr morgens ein 200-Tonnnen-Kran vor dem Alten Rathaus aufgebaut. Die Lieferung des ersten Trägers ist für 7:30 Uhr geplant, die weiteren drei sollen dann im Stundentakt folgen“, so Pfennings. Jeder der Träger habe ein Eigengewicht von 20 Tonnen, ist rund 19 Meter lang und hat mit der aufbetonierten Schale eine Breite von rund 2,20 Metern. Er bittet an dieser Stelle alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis: „Gerade morgens im Berufsverkehr kann es auf der B265 im Kreuzungsbereich „An Alten Rathaus / Holgenbach“ zu Behinderungen kommen, da die Tieflader mit Überlänge rückwärts an die Baustelle fahren müssen“.

Zwischen den beiden mittleren Trägern sind Konsolen vorbereitet, die das Einhängen der Gas- und Wasserleitung ermöglichen. An den Widerlagern wurden Lagerungspunkte aus Hochleistungsbeton angebracht, so dass die Träger direkt eingehoben und sowohl untereinander als auch mit den Widerlagern verbunden werden können.  Nach dem Einbau der Brückenträger kann die Brücke betoniert werden. Durch eine Hybridbauweise mit einer im Werk auf die Stahlträger aufbetonierten filigranen Schale werden die Schalungsarbeiten vor Ort eingespart. Nach dem Betonieren und Erreichen der für die Ausschalung notwendigen Festigkeit werden die Baugruben an den Wiederlagern weitestgehend verfüllt.

Im nächsten Schritt soll im Januar 2025 die Begehbarkeit der Brücke in Form eines Fußgängerweges hergestellt und im Laufe des ersten Quartals 2025 die Befahrbarkeit der Brücke ermöglicht werden.

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Das Eifeler Hofgut Sachsen-Wagner aus Geichlingen bietet Hofprodukte mit Hochgenuss

Geichlingen/Prüm – Auf dem Geichlinger Hofgut Sachsen-Wagner gibt’s Bio-Qualität vom Bauernhof. Ob im Ackerbau, in der Rinderzucht oder bei der Veredelung der Produkte: Bei den Produzenten der Regionalmarke EIFEL spürt und schmeckt man die Leidenschaft zur Heimat.

Vor über 20 Jahren stellten Uschi und Wolfgang Wagner ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf Bio – mit dem Ziel einer naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung. Sie setzen seither auf Qualität, verzichten auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel und sorgen für hohe Tierwohl-Standards. Zudem wirtschaften sie soweit es geht autark: Energie kommt aus PV- und Biogasanlagen, Wärme aus dem Hackschnitzel-Heizwerk mit Holz des eigenen Waldes und auch die 40 Rinder werden dank eigener Nährstoff-Kreislaufwirtschaft mit selbst angebautem Futtermitteln aufgezogen.

Auf heimischen Äckern angebaut, in eigener Manufaktur veredelt

Wer den kleinen Hofladen betritt, findet hier eine feine Auswahl an Fleisch- und Wurstspezialitäten, Wildpasteten, Öle, Senfe, Chutneys und Marmeladen. Alles aus eigenem Anbau und eigener Verarbeitung. So beispielsweise der Senf: „Viele Hersteller verarbeiten Senfkörner aus aller Herren Ländern. Wir bauen die Senfpflanzen selbst an – die gedeihen sehr gut auf unseren kargen Böden hier im Islek“, verrät Wolfgang Wagner und schwärmt von der besonderen Milde seines gelben Senfes. Grundlage für ihre große Speiseöl-Auswahl sind Raps, Sonnenblumenkerne, Hanf und Leindotter – Rohstoffe, die ebenfalls auf den heimischen Äckern wachsen. Eine eigene Ölmühle ist im Familienbesitz, hierauf werden die Pflanzen gepresst, anschließend je nach Gusto mit verschiedenen Gewürzen verfeinert und in edle Flaschen abgefüllt. Mit diesem Bio-Sortiment ist das Hofgut Sachsen-Wagner bereits seit den Anfängen der Regionalmarke EIFEL ein fester Partner dieses Netzwerkes.

Hofschlachtung – dem Tierwohl zuliebe

Familie Wagner veredeltet auch das Fleisch aus der eigenen Landwirtschaft. Die beiden sagen über sich selbst: „Wir sind Rinderzüchter aus Leidenschaft“. Auf den Weiden rund um das Hofgut tummelt sich ihre Black Angus-Mutterkuhherde. Außerdem einige flauschige Galloway-Rinder, die ursprünglich aus dem Südwesten Schottlands stammen und hier für die ganzjährige Pflege der Naturschutzflächen bestens geeignet sind. Man habe eine besondere Beziehung zu den Tieren. Das sei auch der Grund, weshalb man für das eigenvermarktete Fleisch fortan auf Hofschlachtung setze. „Damit ersparen wir unseren Tieren die stressigen Transporte zu den Schlachtbetrieben. Das ist gut für die Tiere und schlägt sich auch im Geschmack des Fleisches nieder.“ Zudem habe man so das gute Gefühl, dass die Tiere bis zum Schluss ein rundum gutes Leben geführt hätten. Für die Hofschlachtung arbeiten die Geichlinger mit der Erzeugergemeinschaft Biorind zusammen, die an den Schlachttagen mit einer mobilen Schlachtbox auf den Hof kommt. Dieses Verfahren sei deutlich teurer als die herkömmliche Schlachtung, doch den Wagners ist es das wert – und sie sind überzeugt, dass auch ihre Kunden diesen Wert für mehr Tierwohl und Fleischqualität zu schätzen wissen.

Die Fleischverarbeitung findet in einem neu eingerichteten Zerlegungs- und Verarbeitungsraum am Hof statt. Hier entstehen dann neben Steaks, Tafelspitz, Gehacktes oder Gulasch auch verfeinerte Fleisch- und Wurstspezialitäten wie Bratwürste oder Rinderpasteten. Alles wird schonend schockgefrostet, die Bolognese als delikates Fertiggericht zubereitet und eingekocht. Geordert werden können beispielsweise 5 kg oder 10 kg Rindfleischpakete mit verschiedenen tiefgekühlten Produkten, darunter auch Hackfleisch-Pattys. „Um nachhaltig zu planen, wollen wir erst dann schlachten, wenn wir das Fleisch eines Tieres vorab verkauft haben“. Ziel sei auch, mit diesem besonderen Qualitätsfleisch die gehobene Gastronomie zu beliefern.

Uschi und Wolfgang Wagner sind nicht nur Vollblut-Landwirte, sondern echte Genussmenschen, wie man in ihrem Restaurant und Boutiquehotel „Genusswerk“ selbst erfahren kann. Das Paar hat noch einiges vor – und freut sich, dass ihre beiden Kinder in die Fußstapfen treten und ihre Mission für eine nachhaltige Land- und Nahrungswirtschaft fortführen wollen.

“Unsere Philosophie ist es, Naturschutz, Tierwohl, Regionalität und Genuss in Einklang zu bringen. Das passt perfekt zur Regionalmarke EIFEL – dieses Label tragen wir mit Stolz und Verantwortung.“

Uschi und Wolfgang Wagner – Landwirte und Direktvermarkter

https://www.genusswerk.de/hofgut/

“Das Hofgut Sachsen-Wagner in Geichlingen ist eine Konstante für das Regionalmarke EIFEL BIO Lebensmittel-Segment. Seit Anfang an im Netzwerk, starke Direktvermarktung mit exklusiven Produkten und ein innovativer Familienbetrieb, der durch und durch BIO lebt!

Markus Pfeifer – Regionalmarke EIFEL

www.regionalmarke-eifel.de

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Vier neue Stolpersteine erinnern in Alsdorf an jüdische Opfer des NS-Regimes

Alsdorf – Der Schrecken und Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde auch in Alsdorf gedacht. Unter großer Anteilnahme hat zunächst der Arbeitskreis „Wider das Vergessen“ vier weitere Stolpersteine in Erinnerung an jüdische Opfer des NS-Regimes verlegt.

Rund 60 Personen haben die Verlegung der Steine begleitet, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Eine Musikgruppe des Heilig-Geist-Gymnasiums untermalte die Verlegung mit Klezmer-Musik, auch kurze Texte, die an die Opfer erinnerten, trugen die Jugendlichen an der Jakobstraße 43 in Alsdorf-Warden vor. Dort, wo Mitglieder der Familie Mimetz lebten. Die 1912 in Eschweiler geborene Jenny Elkan, die den 1906 geborenen Kaufmann Friedrich Mimetz heiratete und nach Warden zog. Beiden gelang zunächst die Flucht in die Niederlande, doch auch dort konnten sie sich dem Zugriff der Nationalsozialisten nicht entziehen. Am 16. Juli 1943 wurde Jenny Mimetz in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet. Das Todesdatum von Friedrich Mimetz ist nicht bekannt, doch wird er ebenfalls als Opfer der Shoah geführt. Auch an die 1901 geborene und am 31.12.1945 für tot erklärte Sophie Mimetz und an die 1905 in Warden geborene und am 1942 ins Warschauer Ghetto deportierte Emmi Mimetz erinnern zwei Steine. In den Gehweg vor dem Gebäude an der Jakobstraße eingelassen wurden sie von Bürgermeister Alfred Sonders, dem heutigen Hauseigentümer Peter Beckers und Schülern. „Ich freue mich von Herzen, dass heute so viele junge Menschen teilnehmen und zeigen, dass auch sie die Ereignisse von damals nicht vergessen und dafür kämpfen, dass sie sich niemals wiederholen mögen“, sagte Alfred Sonders.

Dem pflichtete sein Stellvertreter Friedhelm Krämer bei, der im Anschluss bei der Gedenkveranstaltung an der Hoengener Schillerstraße sprach. Dort, wo in der Reichspogromnacht eine Synagoge der Zerstörungswut der Nazis zum Opfer fiel, erinnert heute ein Gedenkstein. „Wir müssen nicht nur an Tagen wie dem heutigen zeigen, dass wir als Demokraten gemeinsam einstehen für Freiheit, Toleranz und Respekt“, sagte Friedhelm Krämer, nachdem er auf dem Gedenkstein einen Kranz niedergelegt hatte. Abgerundet wurde das Gedenken durch Reflexionen von Pastoralreferentin Bärbel Schumacher und Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck. (apa)

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1 Million Euro für die Sicherheit in der Region Wittlich-Land

Wittlich – Verbandsgemeinde Wittlich-Land nimmt neue Drehleiter in Empfang, die ab sofort in Manderscheid stationiert ist – Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land freut sich über die erfolgreiche Anschaffung einer modernen Drehleiter, die am 6. November 2024 bei der Firma Rosenbauer in Empfang genommen wurde. Das neue Einsatzfahrzeug, das ab sofort in Manderscheid stationiert ist, wird einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Region leisten.

Vertreter der Verbandsgemeinde, der Feuerwehr Manderscheid und der Wehrleitung führten die Abnahme vor Ort durch und bestätigten die technische Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs, das den aktuellsten Anforderungen für Feuerwehreinsätze entspricht.

Acht Feuerwehrkräfte werden nun in einer intensiven zweitägigen Schulung auf die sichere und effiziente Bedienung der Drehleiter vorbereitet.

Die Anschaffung der Drehleiter stellt eine Investition von rund 1.000.000 Euro dar und wurde innerhalb von nur acht Monaten realisiert. Der reibungslose Beschaffungsprozess ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Manderscheid, der Wehrleitung und der Verwaltung. Besonderer Dank gilt der Firma Schmitt aus Neuwied und der Firma Rosenbauer aus Karlsruhe für ihre maßgebliche Unterstützung während des gesamten Projekts.
Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an die Feuerwehr der Stadt Wittlich, die während der Beschaffungsphase mit ihrer Drehleiter aushalf, nachdem die Drehleiter der Feuerwehr Manderscheid infolge eines Unfalls nicht mehr einsatzbereit war. Diese Unterstützung trug entscheidend dazu bei, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Region durchgängig gewährleistet blieb.

Mit der neuen Drehleiter ist die Feuerwehr Wittlich-Land optimal auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet und kann ihre wichtige Aufgabe zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger weiterhin zuverlässig erfüllen.

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Stadtbetrieb Aachen ist einsatzbereit für den Winterdienst – 1.600 Tonnen Salz und 100 Tonnen Granulat sind eingelagert

Aachen – Mit Beginn des Novembers gilt auch die Winterdienstpflicht. Wochenlang wurden die Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände des Aachener Stadtbetriebs dafür vorbereitet. Räumschilder und Aufbauten für Streumittel wurden montiert, etwa 1.600 Tonnen Salz und 100 Tonnen Granulat sind eingelagert. Die Winterdienstprofis des Stadtbetriebs sind gut gerüstet.

Sichere Straßen, Wege und Plätze im Winter sind eine wichtige Aufgabe. Auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften haben dabei neben der Verkehrssicherungspflicht vor allem der Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit Priorität. 310 Mitarbeitende des Stadtbetriebs sind im Winterdienst eingesetzt und rücken sofort aus, wenn Schnee und Glätte entstehen.

Maschineller Winterdienst

Wenn die meisten noch schlafen, schieben und streuen die Fahrer*innen des Winterdienstes mit insgesamt 90 Fahrzeugen, darunter Großstreufahrzeuge, Kleinstreufahrzeuge, und Traktoren, die Straßen frei und sorgen im gesamten Stadtgebiet auf rund 1.200 Straßen mit einer Streckenlänge von etwa 1.500 Kilometern für sichere Verhältnisse. Da es nicht möglich ist, bei Schnee und Glatteis alle Straßen gleichzeitig zu betreuen, arbeitet der maschinelle Winterdienst nach einem Dringlichkeitsplan.

Ab 3 Uhr werden die Fahrbahnen mit besonderer Verkehrsbedeutung von Schnee und Eis befreit. Hierzu zählen etwa Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern. Ist diese Dringlichkeitsstufe 1 gegen 7 Uhr abgearbeitet, haben die Winterdienstfahrer bereits eine Strecke von 555 Kilometer zurückgelegt. Im Anschluss werden die rund 457 Kilometer der Dringlichkeitsstufe 2 betreut. Hierzu zählen vornehmlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen.

Zur Dringlichkeitsstufe 3 gehören reine Wohn- und Anliegerstraßen. Der Winterdienst auf diesen Straßen wird im Anschluss an die Stufe 2 durchgeführt und umfasst eine Streustrecke von 423 Kilometern.

Manueller Winterdienst

Parallel zum maschinellen Winterdienst kümmern sich etwa die Mitarbeitenden des manuellen Winterdienstes in der Regel schon ab 3 Uhr um die Verkehrssicherheit an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen.

Winterdienst auf Radwegen

Auch auf den Radwegen übernimmt der Stadtbetrieb die Winterdienstpflicht. Dies betrifft im Stadtgebiet eine Streckenlänge von 90 Kilometern in der Dringlichkeitsstufe 1, hinzu kommen weitere 25 Streckenkilometer in der Dringlichkeitsstufe 2.

Grundstückseigentümer*innen

Verantwortlich für die Schnee- und Glättebeseitigung auf Gehwegen sind die jeweiligen Grundstückseigentümer. Als Streumittel dürfen dabei nur abstumpfende Mittel wie Sand oder Splitt eingesetzt werden. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur erlaubt, wenn der Einsatz von abstumpfenden Streumitteln nicht ausreicht, keine Wirkung erzielt und dadurch eine Gefahr für die Gesundheit der Fußgänger*innen gegeben ist, beispielsweise bei Eisglätte, Treppenanlagen und in starkem Gefälle. Die Gehwege sind in einer für Fußgänger*innen erforderlichen Breite von eineinhalb Metern von Schnee freizuhalten und bei Glätte zu bestreuen.

Die Verpflichtung zur Winterwartung auf Gehwegen erstreckt sich auch auf den Bereich der Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an allen für Fußgänger*innen eingerichtete Überwege. Dazu gehören Ampeln, Zebrastreifen und Bordsteinabsenkungen. An diesen Stellen müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante so von Schnee befreit und bei Glätte bestreut werden, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang gewährleistet ist.

An Werktagen müssen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Ende des Schneefalls und nach dem Entstehen der Glätte entfernt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen bis 7 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr) des folgenden Tages beseitigt werden.

Besondere Vorsicht im Straßenverkehr

Auch bei bester Organisation bringt die Winterzeit auch immer Beeinträchtigungen des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs mit sich. Alle Verkehrsteilnehmer sollten bei Schnee und Eis entsprechende Vorsicht walten lassen. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen. Je nach Wetterlage ist es besser, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Autos sollten so geparkt werden, dass die breiten Winterdienstfahrzeuge gut durch die Straßen kommen.

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Jobmesse am Nürburgring begeistert – 60 Aussteller treffen auf 2.500 interessierte Besucher

Nürburgring – Alleine am Freitag kamen rund 600 Schüler von vier weiterführenden Schulen aus Kelberg, Adenau, Ahrweiler und Andernach. Am Samstag zog es zudem weitere interessierte Fachkräfte und Quereinsteiger an den Ring. Insgesamt 2.500 Besucher kamen zur Jobmesse an den Nürburgring und nutzten an beiden Messetagen die Möglichkeit für persönliche Gespräche, umfassende Informationen und eine Reihe spannender Mitmach-Aktionen.

Die Möglichkeiten zum Austauschen und Ausprobieren waren riesig. So konnten die Besucher zum Beispiel am Stand von Krämer Bau aus Kelberg mit ferngesteuerten Baufahrzeugen in einer großen Sandkiste ihre Geschicklichkeit testen. Manthey beeindruckte derweil mit einem attraktiven Porsche als Blickfang und präsentierte sein Portfolio, das weit über den Motorsport hinausgeht. Ebenfalls ein echter Hingucker: Der Messestand der Bundeswehr. Dieser war auf Basis der positiven Erfahrungen bei der letztjährigen Jobmesse am Nürburgring dieses Mal noch größer ausgefallen.

Der Nürburgring selbst nutzte ebenfalls die Gelegenheit, um sein umfangreiches Jobangebot vorzustellen. Besucher konnten im Cockpit eines Formel-Fahrzeugs oder im Elektro-Kart Platz nehmen und mehr über die facettenreichen Berufsmöglichkeiten in der Destination Nürburgring erfahren. Hierzu gehören die Jobangebote der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG als Betreiberin der Rennstrecke, der Nürburgring Hotels und des Nürburgring Ferienpark, der Nürburgring eSports Bar sowie des Video-Produktionsunternehmens Nürburgring TV. Letzteres dokumentierte das Messegeschehen vor Ort, um anschließend wieder einen emotionalen Clip – ein sogenanntes After-Movie – über die Messe zu erstellen.

„Nach der dritten Ausgabe können wir festhalten, dass sich die Jobmesse powered by Nürburgring zu einer unverzichtbaren Plattform für Karrierechancen in der Region entwickelt hat. Diese positive Entwicklung zeigt nicht nur, wie wichtig eine solche Plattform ist, sondern auch, wie attraktiv der Nürburgring als Veranstaltungsort wahrgenommen wird“, erklärt der Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Ingo Böder und ergänzt: „Es ist wirklich beeindruckend, wie kreativ und vielseitig die Unternehmen ihre Jobangebote präsentieren und wie groß das Interesse der Besucher ist. Wir sind stolz darauf, mit dieser Messe einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und beruflichen Entwicklung in der Region zu leisten und freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe.“

Diese wird 2025 aller Voraussicht nach wieder im November stattfinden – und wer weiß, vielleicht präsentiert dann einer der diesjährigen Besucher das Job-Portfolio seines neuen Arbeitgebers auf der Jobmesse powered by Nürburgring. Alle Unternehmen, die in diesem Jahr mit dabei waren, und die Links zu den Webseiten, finden sich unter www.nuerburgring.de.

Stimmen der Aussteller zur „Jobmesse powered by Nürburgring“

Tanja Krämer, Marketing | Krämer Bau GmbH

„Mit unserem Standort in Kelberg ist die Eifelregion für uns ein zentrales Einzugsgebiet. Die Jobmesse bietet uns eine ideale Plattform, um unser Unternehmen und die vielfältigen Möglichkeiten für Mitarbeiter zu präsentieren. Besonders schätzen wir die breite Zielgruppe, die hier von jungen Menschen bis hin zu Bewerbern eines jeden Alters reicht. Um Aufmerksamkeit zu schaffen und ins Gespräch zu kommen, setzen wir bei unserem Stand immer auf kreative Ideen: Dieses Jahr haben wir deshalb eine interaktive Sandkiste mit einem ferngesteuerten Bagger aufgebaut. So möchten wir Besucher spielerisch abholen und ins Gespräch kommen, was auch gut funktioniert hat.“

Martin Raeder, Geschäftsführer | Manthey Racing GmbH
„Manthey entwickelt sich als Unternehmen ständig weiter. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, auch auf Talente aus der Region zu setzen. Die Jobmesse am Nürburgring ist daher eine sehr gute Gelegenheit für uns, unsere Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sowie unsere vielfältigen Stellen für berufserfahrene Fachkräfte zu besetzen. Wir freuen uns, auch in diesem Bereich mit dem Nürburgring zusammenzuarbeiten und ein Teil der Messe zu sein. Vor Ort ergeben sich viele interessante Gespräche mit Bewerbern, von denen wir hoffentlich einige in Zukunft bei Manthey begrüßen dürfen.“

Oberstabsfeldwebel Dominik Hermes, Leiter Messestand | Bundeswehr
„Die Vergrößerung unserer Standfläche bei der diesjährigen Messe ist das Ergebnis der positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahr. Mit Unterstützung unseres Beratungsbüros in Koblenz haben wir uns dazu entschieden. Die Bundeswehr bietet sowohl militärischen als auch zivilen Quereinsteigern zahlreiche Karrieremöglichkeiten, die wir hier präsentieren. Neben den interessanten Gesprächen vor Ort weisen wir zudem immer auf unser Bewerbungsportal hin. Hier können Interessierte herausfinden, welche regionalen Optionen auch als ziviler Angestellter zur Verfügung stehen.“

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Doppeltes Glück für Olympiasieger Christian Kukuk – Baby-News im CHIO Aachen Podcast

Aachen – „Manchmal komme ich an den Punkt, an dem ich mich selbst frage: wie hast du das eigentlich gemacht?“ Christian Kukuk wirkt auch einige Monate nach seinem sensationellen Triumph bei den Olympischen Spielen in Paris noch etwas ungläubig, wenn er über seinen Weg zur Goldmedaille spricht. Einen Weg, der gespickt ist mit vielen schicksalhaften Momenten, Begegnungen und Fügungen, die am Ende ein perfektes Drehbuch ergeben. Höhepunkt: der positive Schwangerschaftstest seiner Lebensgefährtin unmittelbar vor dem Olympischen Einzelfinale. In der vierten Folge des CHIO Aachen Podcasts, aufgenommen auf der Anlage des legendären Ludger Beerbaum in Riesenbeck, plaudert der Springreiter aus dem Nähkästchen und verrät, dass er als Jugendlicher mit dem Reiten zunächst überhaupt nichts anfangen konnte.

Christian Kukuk ist mit 34 Jahren bereits im Olymp der Springreiter angekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dass es mal so weit kommt, war für den gebürtigen Warendorfer und sein Umfeld in jungen Jahren jedoch nicht absehbar. Reiten war für den in einer Pferdesportfamilie aufwachsenden Christian nämlich alles, aber definitiv nicht erstrebenswert, ganz im Gegenteil. „Reiten war damals halt uncool,“ schmunzelt der amtierende Olympiasieger und ergänzt grinsend: „Keiner meiner Freunde ist damals geritten. Ich dachte, das machen nur Mädchen, lass das mal lieber sein.“

Angefangen hat er damit dann aber trotzdem irgendwann. Und wie! Der mit viel Talent gesegnete Spätstarter legt eine beeindruckende Karriere hin, landet nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung im Stall seines großen Vorbilds Ludger Beerbaum und entwickelt sich zum Spitzenreiter, der seinen vorläufigen sportlichen Höhepunkt in der Stadt der Liebe erlebt. In Paris, einem ganz besonderen Ort für die Familie, der Lieblingsstadt seiner viel zu früh verstorbenen Mutter. Vor den Augen seines engsten Familien- und Freundeskreises und unmittelbar, nachdem er die wohl schönste Nachricht seines Lebens erhalten hat. „Das Drehbuch kann man nicht schöner schreiben, alles, was da passiert ist. Plus den positiven Schwangerschaftstest meiner Lebensgefährtin. Das ist nicht anders zu erklären, außer, dass da noch irgendeine andere Kraft mitgespielt hat,“ ist sich Kukuk sicher.

In der vierten Folge des CHIO Aachen Podcasts schildert Christian Kukuk zudem, was es mit der Verbindung zu Fußball-Weltmeister Thomas Müller auf sich hat, warum das Weltfest des Pferdesports eine große und besondere Bedeutung für ihn hat und welchen Traum er sich in der Aachener Soers bis zum Karriereende unbedingt noch erfüllen möchte. Diese und viele weitere spannende Einblicke in das (sportliche) Leben des Olympiasiegers finden Sie hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Reinhören lohnt sich!

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Rund 40 Vereine, Gruppen und Initiativen stellten sich beim 1. Ehrenamtstag in Jülich erfolgreich vor

Jülich – Die Stadt Jülich lud gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum Jülich des Caritasverbandes und der Kontakt- und Anlaufstelle „Dein Ehrenamt. MITWIRKUNG“ des Kreises kürzlich erstmals zum Ehrenamtstag im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Gymnasium Zitadelle ein und freute sich über großen Zuspruch auf allen Seiten.

„Bürgerschaftliches Engagement ist ein unverzichtbarer Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Täglich leisten Freiwillige wertvolle Arbeit für das Gemeinwohl in Bereichen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Sportvereine und sozialen Einrichtungen. Doch wie findet man das passende Ehrenamt? Der Ehrenamtstag bot Orientierung und umfassende Informationen für alle, die sich freiwillig engagieren möchten“, so Vanessa Weiland, bei der Stadt Jülich im Amt für Stadtmarketing zuständig für bürgerschaftliches Engagement.

Gemeinsam mit dem Organisationsteam der Caritas und des Kreises Düren hat sie es geschafft, dass an diesem Tag rund 40 Vereine, Gruppen, Initiativen und Einrichtungen – die auf freiwilliges Engagement angewiesen sind und tatkräftige Mitstreitende suchen-  ihrer gemeinsamen Einladung gefolgt sind. Der Tag bot den zahlreichen Besuchenden die Möglichkeit, sich direkt bei den Ausstellenden zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Mitmach-Aktionen sorgten dafür, dass alle Interessierten einen lebendigen Einblick in die verschiedenen Engagementbereiche erhielten. Verschiedene Ausstellende boten zudem Speisen und Getränke an, um das leibliche Wohl der Besuchenden zu sichern.

„Heute möchten wir Ihnen, liebe Ehrenamtliche, von Herzen danken. Sie sind die stillen Helden unseres Alltags, die mit ihrer Arbeit unzählige positive Veränderungen bewirken. Ob in der Nachbarschaftshilfe, im Sportverein, in sozialen Einrichtungen, im Umweltschutz oder in kulturellen Projekten – Ihr Einsatz ist von unschätzbarem Wert. Ihre Tätigkeiten sind so vielfältig wie die Menschen, die sich engagieren, und jede einzelne Aktion trägt zur Verbesserung unseres Zusammenlebens bei“, begrüßte der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs die anwesenden Ehrenamtlichen und Gäste der Veranstaltung.

Dirk Hucko, Vorstandssprecher des Caritasverbands für die Region Düren Jülich, hieß die Gäste willkommen „zu einer idealen Möglichkeit der Vernetzung und des Austausches, der Möglichkeit, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, mit Organisationen, die hierzu die Gelegenheit und die geeigneten Rahmenbedingungen bieten, gemeinsam ins Gespräch kommen. Auch wenn ein solcher Austausch heute auch über digitale Medien …  möglich ist, sind diese analogen Treffen genauso gut und wichtig. So sieht man doch direkt, auf was und wen man sich bei seinem Engagement einlässt.“

Mit Grußworten und einer Podiumsdiskussion rund um das bürgerschaftliche Engagement unterhielten anschließend auch Sabine Süß von der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Stiftungen und Bildung, Maria Hintzen-Muckel und Doris Vogel als ehemalige Sozialdezernentin der Stadt Jülich, deren bürgerschaftlichem und beruflichem Engagement einige am diesem Tag vertretene Organisationen und Institutionen ihre Existenz verdanken.

Von den zahlreichen im PZ verteilten Angeboten machten den ganzen Tag über zahlreiche Menschen Gebrauch. Kurzweilig war auch das Bühnenprogramm – natürlich auch gestaltet von Ehrenamtlichen: Sketche der Mundartfreunde des Jülicher Geschichtsvereins, eine Modenschau des Kleiderlädchens und fair-Kauf oder Chorgesang des „Bunten Chores Kreis Düren“.

Das Fazit war durchweg positiv: sowohl Besuchende als auch Ausstellende wünschen sich eine Wiederholung und Etablierung der Veranstaltung – vielleicht in etwas größerem Rahmen und unter freiem Himmel in der Innenstadt – Platz und ehrenamtlich tätige Institutionen und Menschen gibt es in Jülich genug.