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Qualifizierung und Wertschätzung in der VG Mendig

Mendig – Verwaltungsmitarbeiterinnen absolvieren Fortbildungen – Von einer Fortbildung profitieren sowohl die Beschäftigten als auch der Arbeitgeber. Qualifizierung und Wertschätzung sind dabei zwei zentrale Punkte. Im Fachbereich Familien, Schulen, Ordnung und Soziales der Verbandsgemeindeverwaltung Mendig haben sich jetzt vier Mitarbeiterinnen erfolgreich fortgebildet und damit auch das Leistungsspektrum der Verwaltung auf eine noch breitere Basis gestellt.

Die Kita-Sozialarbeiterin Claudia Weinand hat jüngst eine Weiterbildung zur systemischen Traumapädagogin absolviert. Auslöser war der Überfall Russlands auf die Ukraine. „Wir wussten, dass wir in der Region viele Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen würden und dass vor allem Frauen mit Kindern flüchten werden. Meine Kolleginnen und ich wollten darauf vorbereitet sein. Keine von uns war Expertin in Sachen Traumaerfahrung oder Umgang mit Traumafolgestörungen im pädagogischen Kontext. Wir ahnten, dass therapeutische Angebote nur begrenzt zur Verfügung stehen würden und im Kindergartenalltag auch nicht konkret helfen können. Im Grunde erlebt jeder Mensch im Laufe seines Lebens mindestens ein traumatisches Ereignis oder ein traumatisierende Lebensphase. Eine traumasensible Haltung und traumapädagogisch-methodisches Vorgehen sind daher im pädagogischen Kontext immer wertvoll“, beschreibt Claudia Weinand die Motivation ein entsprechendes Angebot zu schaffen.

Jennifer Kretschmann, Kita-Fachberaterin, hat ein berufsintegrierendes Fernstudium mit dem Bachelor of Arts und der Gesamtnote „sehr gut“ erfolgreich abgeschlossen. Im Zentrum des Studiengangs im Teilzeitformat mit Präsenzphasen stand der Praxisbezug. Dazu gehörten unter anderem Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe sowie früh-, sozialpädagogische und entwicklungspsychologische Themen. „Das Thema meiner Bachelorarbeit war ‚Gelingender Kinderschutz in Kindertagesstätten‘, um die Möglichkeiten und Grenzen der Kinderschutzkooperation zwischen der Kita-Fachberatung und der Kindertagesstätte darzustellen. Zudem habe ich während des Studiums die ‚Qualifizierung für Kita-Fachberatung in Rheinland-Pfalz‘ absolviert“, erklärt Jennifer Kretschmann.

Kommunaler Vollzugsdienst und verkehrsrechtliche Anordnungen gehören unter anderem zum Aufgabengebiet von Anett Weiß. Im Rahmen einer rund 60-stündigen Online-Weiterbildung hat sie jetzt noch die Qualifikation als „Fachkraft für die Sachbearbeitung im Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz in der öffentlichen Verwaltung“ erworben. Zu ihren Aufgabengebieten zählen jetzt mit Blick auf die Feuerwehren in der VG Mendig unter anderem auch das Beschaffungswesen und die Einsatzkostenberechnung von kostenpflichtigen Feuerwehreinsätzen gemäß Gebührensatzung der Verbandsgemeinde Mendig.

Die Verwaltungsmitarbeiterin Nadine Ott ist derzeit als zentrale Ansprechpartnerin unseres Hauses sowohl persönlich als auch telefonisch erreichbar. Im vergangenen Jahr hat sie im Rahmen einer Fortbildung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung den Lehrgang zur Hilfspolizeibeamtin erfolgreich absolviert. Schwerpunkte waren unter anderem Grundzüge des allgemeinen Verwaltungsrechts, das Ordnungswidrigkeiten-, das Polizei- und das Straßenverkehrsrecht sowie Grundzüge des Strafprozess- und des Strafrechts. Zukünftig bringt sie ihr Fachwissen im Bereich der Bearbeitung von Verwarn- und Bußgeldern des ruhenden Verkehrs im Innendienst ein.

Fort- und Weiterbildungen sind für Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, ein Indiz für eine moderne, leistungsorientierte Verwaltung. „Wir setzen damit auf eine effiziente und zeitgemäße Verwaltung, die sich den wechselnden und wachsenden Anforderungen stellt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für die Zukunft macht. Fort- und Weiterbildungen sind auch Motivation und Wertschätzung zugleich“, ist sich der Verwaltungschef sicher.

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10. Aachener Frühjahrsputz – Gemeinsam anpacken für eine saubere Stadt

Aachen – Der Aachener Stadtbetrieb organisiert ab diesem Jahr die beliebte städtische Gemeinschaftsaktion – Neben dem großen Aktionstag am 20. April gibt es vom 15. bis 19. April wieder die Projektwoche für Schulen und Kitas – Ab sofort können sich Gruppen und Einzelpersonen anmelden.

Gemeinsam anpacken für eine saubere Stadt und gemeinsam Verantwortung für das eigene Umfeld übernehmen: In diesem Jahr findet wieder der Frühjahrsputz in der Stadt Aachen statt. Ziel der Mitmach-Aktion ist es, neben der Sauberkeit der Stadt, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass jede*r Einzelne pfleglich mit dem eigenen direkten Umfeld und der Natur umgehen sollte und auch selbst dafür Verantwortung trägt. Denn achtlos weggeworfener Müll ist eine Gefahr. Er hat weitreichende ökologische und ökonomische Folgen. Sind die Abfälle einmal in der Umwelt, können sie Schadstoffe freisetzen oder in Kleinteile zerfallen, die für die Tier- und Pflanzenwelt an Land und in Gewässern gefährlich sind.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen unterstützt den städtischen Frühjahrsputz: „Ich freue mich, dass die beliebte Gemeinschaftsaktion in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Sicher werden wieder zahlreiche Aachener*innen ehrenamtlich für unsere schöne Stadt unterwegs sein wollen, um wilden Müll im Stadtgebiet zu sammeln. Ein solidarisches Miteinander schafft eine starke Stadtgesellschaft und jede*r von uns kann dazu beitragen, unsere Stadt und unsere Natur sicherer, sauberer und schöner zu machen.“

Seit diesem Jahr übernimmt der Aachener Stadtbetrieb die Organisation der Aktion. „Schulen, Kindertagesstätten, Vereine, Unternehmen, Behörden, Organisationen und natürlich Familien und Freunde sind aufgerufen, sich zu beteiligen“, sagt Manuela Wolf, Sachbearbeiterin Entsorgungsmanagement des Aachener Stadtbetriebs.

Bei der Projektwoche vom 15. bis 19. April sammeln Gruppen aus Kindertagesstätten und Schulen Abfälle in von ihnen selbst gewählten Bereichen. Am Aktionstag am 20. April sind dann alle Bürger*innen aufgerufen, auf allen öffentlichen Flächen, Wiesen, Spielplätzen und Parks Müll zu sammeln. So können die Teilnehmenden auch wohnortnah mitwirken – und zwar im gesamten Stadtgebiet. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete. Wegen der Brutzeiten von Vögeln und anderen Tierarten soll ebenfalls kein Abfall direkt unter Sträuchern gesammelt werden.

Anmeldung

Über das Formular auf www.aachen.de/fruehjahrsputz können sich Teilnehmer*innen und Gruppen ab sofort anmelden. Dort sind auch weitere Informationen zum Frühjahrsputz zusammengefasst.

Städtische Abfallsäcke, Greifzangen sowie Handschuhe (auch für Kinder) stellt der Aachener Stadtbetrieb kostenlos zur Verfügung. Schulen und Kindertagesstätten, die sich zum Frühjahrsputz anmelden, werden zu einem vereinbarten Zeitpunkt mit dem benötigten Material vom Stadtbetrieb beliefert. Alle weiteren Teilnehmenden erhalten das Equipment (nach der Anmeldung) ab dem 21. März in den Bezirksämtern, im Bürgerservice oder beim Aachener Stadtbetrieb.

Bei der Anmeldung ist es wichtig, dass der Ort, an dem die vollen Müllsäcke deponiert werden, genau beschrieben wird, damit der gesammelte Abfall auch durch den Aachener Stadtbetrieb gefunden werden kann. Wichtig: Der Aachener Stadtbetrieb darf nur Müll abholen, der im öffentlichen Straßenraum abgestellt wird.

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Die Laufgemeinschaft Laacher See dominiert in jeder Hinsicht bei der Winterlaufserie in Ochtendung

Laacher See – Mit der 4. Veranstaltung schloss die DJK Ochtendung ihre 35. WLS ab. Viele Sportler*innen drehten wieder ihre Runden um den Haugnisberg. Auch in diesem Jahr stellte die LG Laacher See erneut die größte Gruppe.

Die Winterlaufserie ist immer eine beliebte Veranstaltung in der Lauf- und Walkinggemeinde. Gerade im Winter wollen sich die Sportler fit halten. Die Strecken über 4 und 8,1 km sind gerade für die Crossläufer interessant. Direkt am Anfang muss eine heftige Steigung absolviert werden. Umso angenehmer ist es, wenn der letzte km bergab zu laufen ist.

Gleich zehn LG’ler standen bei der Siegerehrung, die im Anschluss an die 4. Veranstaltung stattfand, auf dem Siegerpodest für vier km. Der Flotteste von allen war Arno Windheuser, der in der M40 den zweiten Rang belegte. Bei der Langstrecke siegte Bärbel Monschauer in der AK W70. Mit ihr wurden weitere zehn Aktive der LG für ihre Platzierungen geehrt.

Der 4 km Walkingstrecke stellten sich Elisabeth Waldorf, Klaus Dingeldein und Frank Monschauer. Mit weiteren Vereinsmitglieder will Frank in diesem Jahr noch einige Halbmarathons beim Walking bestreiten. Der nächste soll im April in Bonn sein. Die Einzel- und Serienergebnisse können unter https://my.raceresult.com/273864/ eingesehen werden.

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DEKRA bleibt bis 2026 Partner des legendären Motorsport-Marathons in der Eifel

Nürburg/Köln – Partnerschaft erneut verlängert – Neu: DEKRA Logo auf den Startnummern der Fahrzeuge – Renn-Event am Wochenende 30. Mai bis 2. Juni 2024 – Die Partnerschaft zwischen der Sachverständigenorganisation und den Veranstaltern des ADAC Ravenol 24h-Rennens auf dem Nürburgring wurde erneut verlängert – und zwar bis mindestens 2026. In diesem Jahr steht schon die 52. Ausgabe des einzigartigen Rennsport-Events an.

„Ein weltweit beachtetes Motorsport-Ereignis wie das unvergleichliche 24h-Rennen am Nürburgring ist für uns als global agierendes Unternehmen mit einer traditionellen Affinität zum Motorsport und Bezug zum Thema Fahrzeuge ganz allgemein eine großartige Plattform. Wir sind stolz auch in den kommenden Jahren als Partner dabei zu sein“, so Guido Kutschera, Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH, Executive Vice President der DEKRA Gruppe und verantwortlich für das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Ab diesem Jahr haben wir unseren Auftritt noch einmal erweitert – das DEKRA Logo erscheint nun auch auf den Startnummern der Fahrzeuge.“

Schon seit 1970 stellen sich Fahrer und Teams dem Eifelmarathon auf dem Grand-Prix-Kurs und der Nordschleife, auch bekannt als „die grüne Hölle“. Insgesamt mehr als 25 Kilometer lang ist eine Runde. Besonders die Nordschleife mit ihren vielen Kurven, Kuppen und langen Geraden fordert Mensch und Material dabei aufs Äußerste – umso mehr, wenn rund um die Uhr gefahren wird.

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Stelldichein der rheinland-pfälzischen Spitzensport-Familie in der Mainzer Mewa Arena

Region/Mainz – Topathlet*innen unterzeichnen Fördervereinbarungen – In der Mainzer Mewa Arena haben am Freitagabend 24 Topathlet*innen aus dem gesamten Bundesland offiziell ihre neuen Fördervereinbarungen mit der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz für das Förderjahr 2024 unterzeichnet. Mit von der Partie beim launigen Stelldichein der rheinland-pfälzischen Spitzensportfamilie in der exklusiven VDP Weinbar im dritten Stock des 05-Stadions waren neben vielen neuen Gesichtern auch bekannte Namen wie Speerwurf-Europameister Julian Weber vom USC Mainz, die Weltklasse-Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken und der Weltklasse-Stabhochspringer Oleg Zernikel vom ASV Landau.

138 Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele, 170 Tage vor dem Start der Paralympics und gut anderthalb Jahre vor den Deaflympics der Gehörlosen freute sich Stefan Hofmann, Vereins- und Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten Mainz 05, über die Visite der vielen Ausnahmekönner. „Für mich gehört Spitzensport zusammen – der Sport verbindet. Und wir sind Teil des Ganzen“, schwärmte Hofmann. „Wir sind mit die beste Landessporthilfe in Deutschland, wir werden von vielen Athleten aus anderen Bundesländern um die Fördermöglichkeiten beneidet, die hier bestehen“, betonte Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte, Vorsitzende des Vorstands der Sporthilfe RLP. Moderator Christian Döring gab direkt mal drei Neulingen im Kreis der Erfolgreichen das Wort. Straßenradfahrerin Katharina Fox ist dabei eine Spätberufene, fuhr ihr erstes Radrennen mit 22. Die Eifelanerin – in Adenau geboren und in Manderscheid aufgewachsen – fand als Studentin im Fahrrad-Mekka Freiburg respektive im Schwarzwald so richtig zu ihrer Sportart. Ihren Beruf als Lehrerin am Mainzer Gymnasium Theresianum, wo sie eine 70-Prozent-Stelle hat, möchte die junge Frau dabei nicht missen. „Ich glaube, dass es kaum bessere Jobs gibt als den Lehrerjob – weil ich mir zumindest die Nachmittage komplett flexibel gestalten kann“, verriet die 27-Jährige. „Ich finde es total erfrischend und bereichernd, beides zusammen machen zu können.“ Zu großen Hoffnungen geben auch zwei Teenager Anlass, BMX-Spezialist Tom Clemens und Straßen-Radsportlerin Anne Slosharek. Letztere hat bereits mit 17 Abitur am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) gemacht – und absolviert dort neben ihrer Leistungssport-Karriere und einem gerade begonnenen Fernstudium aktuell ein BFD.

Aber auch die eher alten Hasen kamen zu Wort. „Olympia ist unfassbar toll, eine extreme Erfahrung“, erinnerte sich Speerwerfer Julian Weber, der liebend gerne an Rio und Tokio zurückdenkt. Dass er in Paris seine dritten Spiele erleben wird, daran hat der Modellathlet keinerlei Zweifel. „Die Bestätigungsnorm von 82,50 Meter schaffe ich easy“, sagte der selbstbewusste Mainzer, den die eine oder andere Holzmedaille nur zusätzlich anspornt. „Ich bin so ein Typ, der auch in schlechten Dingen das Positive sehen kann. Die vierten Plätze haben mich extrem angetrieben, noch mehr Gas zu geben. In Rio Neunter, in Tokio Vierter – so will ich das weiterführen.“ Und auch Jonas Wiesen aus dem Deutschland-Achter zeigte sich tatendurstig. „Als Steuermann im Paradeboot tätig sein zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Nach dem großen Generationenumbruch werden wir den Angriff auf die Medaillen starten.“

Aktuell werden 47 Athlet*innen – 23 Frauen und 24 Männer – aus 18 Sportarten von der Sporthilfe RLP gefördert. Voraussetzung ist ein Platz im Bundeskader. Neu aufgenommen wurden mit Ole Bartenbach (Rudern, RG Trier), Tom Clemens (BMX-Radsport, Woodstyle Birresborn), Joshua Dietz (Kanuslalom/RKV Bad Kreuznach), Svenja Marie Erni (Rollstuhlbasketball/RSC-Rollis Trier), Katharina Fox (Straßenradsport/Vorwärts Orient Mainz), Liam Gavrielides (Tennis/BASF Ludwigshafen), Henric Hackmann (Bahnradsport/RVE Rodenbach), Mareike Miller (Rollstuhlbasketball/RSC-Rollis Trier), Anne Slosharek (Straßenradsport/Bahnradteam-RLP/Team Pfälzer Land) und Raphaela Werner (Rudern/Mainzer RV) wie im Vorjahr insgesamt zehn Asse. Zudem gab es in Person von Sina Mayer (Leichtathletik-Sprint/LAZ Zweibrücken) auch eine Wiederaufnahme in den Elite-Zirkel zu verzeichnen. Jüngste Athletin in diesem Kreis ist die erst 16 Jahre alte Gerätturnerin Janoah Müller von der TSG Haßloch, ältester Athlet Sitzvolleyballer Heiko Wiesenthal vom TV Güls, der im nächsten Jahr 50 wird. Ausgeschieden sind indes 13 Athlet*innen, darunter Radsportler Timo Bichler (Karriereende) und die Traben-Trabacher Radrennfahrerin Hannah Ludwig, die ins Profilager gewechselt ist.

Die Sporthilfe Rheinland-Pfalz widmet sich seit nunmehr 35 Jahren der Spitzensportförderung. Das Förderbudget beläuft sich seitdem auf mehr als 17 Millionen Euro. Seit 1989 wurden über 300 Athlet*innen gefördert, die seit dem Jahr 1992 stolze 36 Medaillen bei Olympischen Spielen und seit dem Jahr 2004 21 Medaillen bei Paralympischen Spielen errungen. Fördergelder in Höhe von zwei Millionen Euro werden in einem Olympiazyklus direkt an die Athlet*innen ausgeschüttet. Die Förderhöhe orientiert sich am Bundeskaderstatus und ist somit leistungsbezogen. Sie wird jährlich neu bewertet – und ist abhängig von den Haushaltsmitteln, die gerade zur Verfügung stehen, sowie von der Anzahl der Kaderathlet*innen. Bei den Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2021 stellte das „Team RLP“ 19 Teilnehmer*innen. Toperfolge waren dabei die Goldmedaille von Slalomkanutin Ricarda Funk, die Silbermedaillen von Richard Schmidt mit dem Deutschland-Achter und von Ruderer Jason Osborne im Leichtgewichts-Zweier sowie die Bronzemedaillen von Greco-Ringer Denis Kudla sowie von Jasmin Grabowski und Martyna Trajdos mit dem Judo-Team.

„Man kann das Engagement der Sporthilfe nicht hoch genug bewerten“, resümierte der rheinland-pfälzische Innen- und Sportminister Michael Ebling. „Die Medaillen machen uns stolz – aber es ist noch viel mehr. Dass es so eine breite, fast schon diffizile Art der Förderung in Rheinland-Pfalz ist, kann einen schon sehr stolz machen.“ Und Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner ergänzte: „Das Schöne ist, dass es alle vier Jahre weitergeht, dass wir die Kontinuität haben in der Sporthilfe. Wir tun alles dafür, dass wir die Sportler*innen unterstützen können.“

Als neuen Silber-Partner der Sporthilfe begrüßte Moderator Döring das Wormser Logistikunternehmen TST, das durch Bernhard Zenker, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung, vor Ort vertreten war. „Für uns ist Sponsoring nicht anonym, sondern es geht uns um Menschen, die leistungsorientiert sind“, erläuterte Zenker. „Denn das sind Werte, die wir teilen.“

 

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„Licht aus. Himmel an.“ – Neuer „Sternenblick Mondnacht“ bei der Floisdorfer Hubertuskapelle eingeweiht

Mechernich-Floisdorf – Die malerische Hubertuskapelle in Floisdorf, gestiftet von den Gebrüdern Schilles, liegt an einem ganz besonderen Ort. Zu einer Seite kann man in Richtung Zülpicher Börde und Kölner Bucht schauen, zur anderen in Richtung Eifel. Ein Unterschied wie Tag und Nacht – zumindest in Sachen Licht. Denn je heller die Nacht, desto weniger Sterne kann man sehen – und umgekehrt.

Diesen Gegensatz in Bezug auf „Lichtverschmutzung“ hat sich der „Sternenblick Mondnacht“ zum Motto gemacht, einer von mittlerweile zehn „Sternenblicken“ in der Nordeifel. Hier wird die Astronomie auch thematisch zur Kapelle passend in verschiedenen Kulturen und Religionen erklärt. Jeder der Punkte hat ein anderes Thema, so zum Beispiel „Kosmisches Wetter“ in Hellenthal oder „Radioteleskop“ in Effelsberg.

Möglich gemacht hatte das Ganze die „SternenLandschaft Eifel“, die Teil des „Naturpark Nordeifel e.V.“ ist. Nun wurde der Punkt feierlich eingeweiht – verbunden mit einer Sternenführung des Lückerather „Sternenguides“ Rainer Kuhl.

Mit von der Partie waren der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, sein Stellvertreter Günter Kornell, Christian Heitmann vom Floisdorfer Ortskartell, Johannes Inden vom Kapellenverein, die Organisatorin Gabriele Schumacher sowie weitere Vertreter der Mechernicher Stadtverwaltung. Hinzu kamen der Ingenieur Rudi Mießeler, der das Konzept mit entwickelt hatte, sowie die Architektin Ute Frauenkron und Dominik Hosters, Geschäftsführer des „Naturpark Nordeifel e.V.“ in Nordrhein-Westfalen.

Auch astronomiebegeisterte Familien mit Kindern waren gekommen, um mehr über unser Sonnensystem und das Universum dahinter zu lernen. Harald Bardenhage ist Gründer der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ in „Vogelsang ip“ und hatte als Projektleiter agiert.

Liegebank, Galaxie-Modell, Infotafeln und mehr

Nachdem man zu Beginn einige Worte des Dankes gegenüber den „Möglichermachern“ gesprochen, etwas zur Historie und langen Entstehungszeit des Platzes gesagt hatte und das Band offiziell durchgeschnitten war, begann auch schon der erste Teil der Tour.

Erst einmal nahm man den nagelneuen Platz ganz genau in Augenschein: Neue Bänke, Infotafeln rund um den Sternenhimmel zu jeder Jahreszeit, eine drehbare Liegebank, ein detailliertes Modell der Milchstraße, eine Suchhilfe für den Nordstern, ein Modell (eins zu einer Milliarde) der Entfernung der Planeten zur Sonne und Kamerahalterungen. Ein eigens entwickeltes Logo der Milchstraße ziert den Boden, das als Wiedererkennungszeichen für alle „Sternenblicke“ dient.

Obwohl hier noch gar kein Stern am Himmel zu sehen war, zeigte sich schon die Begeisterung der Anwesenden. Für Bürgermeister Dr. Schick eine „tolle Sache“, wie er in seiner Ansprache zu Beginn festhielt. Neben der Kapelle, einer „echten Augenweide“, trage auch dieses Projekt weiter zum „Ausbau der touristischen Infrastruktur in Mechernich“ bei. Zusätzlich dazu zitierte er aus dem thematisch passsenden „Abendlied“ von Matthias Claudius. Bis der Mond schließlich aufging, gab dann es erst einmal Glühwein, Kinderpunsch und Laugenstangen bei anregenden Gesprächen in der Kapelle.

„Lichtverschmutzung“ betrifft Alle

„Da ist schon ein Stern!“, freute sich plötzlich eines der Kinder, als die Dunkelheit anbrach. „Das ist der Jupiter, ein Planet!“, war sich Rainer Kuhl sofort sicher. Selbstverständlich hatte der Hobbyastronom, der sich schon seit Kindesbeinen an für unser Universum und seine Geheimnisse interessiert, auch ein großes Teleskop dabei. Damit konnte man unseren Mond und sogar den rund 860.000.000 Kilometer weit entfernten Jupiter samt seinen eigenen Monden beobachten, die man sonst nie mit bloßem Auge erkennen könnte. Kein Wunder also, dass sowohl kleine als auch große Gäste aus dem Staunen kaum herauskamen.

Der Sternenpunkt dient dazu, die Besucher „für die Sterne zu begeistern“, aber auch für die heutige „Lichtverschmutzung“ und damit einhergehende Probleme für Mensch, Tier und Natur zu sensibilisieren. Die Folgen von Lichtverschmutzung können das Wohlbefinden stören und sogar Schlafstörungen und Krankheiten verursachen. Außerdem stört sie den Tag-Nacht-Rhythmus der Natur, bewirkt Verhaltensänderungen bei Tieren und trägt zum Artensterben bei.

Ein langer Prozess

Schon Ende 2018 war die Abschiedserklärung für den „Sternenblick“ fertig. Trotzdem hatte die Planungs- und Bauphase bis vor kurzem angedauert. Grund dafür war unter anderem die Corona-Pandemie. Aber: Was lange währt, wird schließlich gut – wie sich in diesem Fall deutlich zeigt.

Der „Naturpark Nordeifel e.V.“ hatte die Fördersumme von insgesamt 18.500 Euro für den Platz inklusive Hecke zu 80 Prozent übernommen, den Rest teilten sich der Kreis Euskirchen und die Stadt Mechernich.  Alle zehn Plätze in der Nordeifel hatten zusammen rund 560.000 Euro gekostet. Besonders im Fokus standen dabei Zubringungs- sowie Parkmöglichkeiten und Barrierefreiheit.

Geplant von Rudi Mießeler und errichtet von der Firma „H&P Schilles“, kann der Platz nun endlich genutzt werden. Christof Marx von der Stadtverwaltung hatte im Anschluss die Anpflanzung von Hecken organisiert.

Dunkelheit wird selten

Der „Naturpark Nordeifel e. V.“ hatte die „Sternenguides“ ausgebildet, die nun auch dort Führungen anbieten. Deren Geschäftsführer Hosters erklärte: „In der Eifel gibt es etwas in Europa höchst Seltenes: Dunkelheit. Richtige Dunkelheit.“ So auch in Floisdorf. Denn hier kann man die Sternenpracht erleben, wie sonst fast nirgendwo – und die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen. „Kommen Sie mit – die Eifelnacht wartet auf Sie! Licht aus. Himmel an“, heißt es in der Begleitbroschüre. Im Jahr 2019 erhielt der Nationalpark Eifel sogar die offizielle Auszeichnung „International Dark Sky Park“.

„Folge mir zu den Sternen“ lautet das Motto der „Sternenguides“. Buchen kann man verschiedene Touren, auch privat samt eigenem „Sternenguide“ oder Unterbringung bei sogenannten „Sternengastgebern“ wie den Kuhls in Lückerath. Weitere Informationen dazu gibt´s unter https://www.erlebnis-region.de/sternenlandschaft.

Dominik Hosters ermutigte schließlich dazu, alle Sternenpunkte in der Nordeifel zu besuchen. So könne man erst das „Gesamtpaket“ aus den verschiedenen Themenschwerpunkten mitnehmen – und natürlich faszinierende neue Einblicke in unsere Milchstraße sowie die darin enthaltenen Sterne und Planeten erhalten, wie es in Deutschland sonst fast nirgendwo mehr möglich ist.

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H2BZ Netzwerk RLP e. V. – Ehrung für Dipl.-Ing. Jürgen Hansen

Region/Kaisersesch – Einer der „Väter“ der rheinland-pfälzischen Wasserstoff-Bewegung bekam eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Rheinland-Pfalz: die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz, die für besondere ehrenamtliche Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen verliehen wird. Mitte Februar überreichte Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD), die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnete Urkunde sowie die Medaille im Rahmen einer Feierstunde in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen an Dipl.-Ing. Jürgen Hansen.

„Wenn Jürgen Hansen nicht so beharrlich und zielstrebig gewesen wäre, gäbe es das Wasserstoffnetzwerk Rheinland-Pfalz (H2BZ Netzwerk RLP e. V.) mit Sitz in der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch nicht. Durch seine klare Haltung und sein offenes Wort hat er dazu beigetragen, dass in Rheinland-Pfalz die Bedeutung des Wasserstoffs als verbindendes Element für ein Gelingen der Energiewende erkannt wurde“, so Albert Jung, Vorsitzender des H2BZ Netzwerk RLP e. V. und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch.

Jürgen Hansen, Jahrgang 1939, hat die Wasserstoffnetzwerke in Rheinland-Pfalz und Hessen mitgegründet. Als Ingenieur waren ihm die technischen Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende sehr wohl bewusst, hat er aber doch gleichzeitig erkannt, dass wir die nicht gleichmäßig auftretenden erneuerbaren Energien auch über mehrere Monate hinweg speichern müssen. Das geht im großen Maßstab nur mit Wasserstoff. Also benötigen wir eine dezentrale Umwandlung und Speicherung dieser wertvollen Energien, um sie dann zur Verfügung zu haben, wenn sie gebraucht werden.

„Ich bin für die Energiewende“, so Hansen in seiner Dankesrede. „Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Umwelt so gestalten, dass die nächsten Generationen weiterleben können. Der Strom ist die Basis unserer Wirtschaft und Gesellschaft und muss immer verfügbar sein. Dazu brauchen wir den Wasserstoff als Speichermedium.“ Und mit Blick auf den Präsidenten der SGD-Süd, Prof. Dr. Kopf, sagte er: „Wir brauchen auch die Verwaltungen und die Genehmigungsbehörden dazu“. Und weiter: „An uns allen liegt es, Energie regenerativ zu erzeugen und auch, unseren Energieverbrauch zu senken.“ Er forderte die Zuhörer*innen auf, selbst tätig zu werden, beispielsweise mit dem Kauf von Fotovoltaikanlagen oder auch durch eine Beteiligung an einem Windpark.

Und zuletzt versprach er noch: „Ich mache im Ehrenamt weiter!“

Hintergrundinformationen zum H2BZ Netzwerk RLP e. V.

Der gemeinnützige Verein wurde im November 2005 in Kaisersesch gegründet und ist in Rheinland-Pfalz das einzige Netzwerk, das sich mit den Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle beschäftigt. Durch seine Beiratsstruktur ist der Verein wissenschaftlich, wirtschaftlich und auch politisch sehr stark vernetzt.

Finanziell und personell wird das H2BZ Netzwerk RLP von der Verbandsgemeinde Kaisersesch unterstützt. Neben der Realisation eigener Projekte ist das Netzwerk auch an Energieprojekten der Verbandsgemeinde Kaisersesch und anderer Institutionen beteiligt. Mit den Aktivitäten und Projekten des Vereins soll ein deutlicher Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Rheinland-Pfalz geleistet werden.

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Ein Klimabaum für die Evangelische Grundschule Meckenheim

Meckenheim – Pflanzaktion der Guardians des NABU-Freizeitteams unter städtischer Mithilfe – Der Schulhof der Evangelischen Grundschule Meckenheim ist um einen Klimabaum reicher. Mit tatkräftiger Unterstützung des städtischen Baubetriebshofes und der Baumschule Ley pflanzten die Guardians des NABU-Freizeitteams einen acht Jahre alten Blauglockenbaum (Paulownia) ein, um ihr Engagement gegen die Erderwärmung fortzuführen. Sie kamen damit nicht nur dem ausdrücklichen Wunsch von Bürgermeister Holger Jung nach, sondern die Jugendlichen übernahmen auch die Finanzierung. Einen Teil ihres Gewinns aus dem Earthgame von ZDF und KIKA im vergangenen Sommer finanzierten sie in den Zukunftsbaum. Dieser ist bienenfreundlich, schnellwachsend und kann viel CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Auch gilt er dank seiner großen Blätter als Schattenspender im Sommer und senkt seine Umgebungstemperatur.

In Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler um Schulleiterin Julia Gahl brachten die Guardians den Blauglockenbaum in die Erde, nachdem die Baumschule das bereits stattliche Gewächs mit einem Kranwagen angeliefert hatte und Mitarbeitende des Baubetriebshofes zuvor die Fläche entsiegelt und vorbereitet hatten. Ebenso erhielten einige Himbeer- und Johannisbeersträucher eine neue Heimat auf dem Schulhof. Während sich die Kinder demnächst über leckere Früchte freuen können, finden Bienen und weitere Bestäuber fortan Nektar.

In Vertretung von Bürgermeister Jung dankte der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz den Guardians des NABU-Freizeitteams und der Diplom Biologin Silvia Johna, Leiterin der NABU-Freizeiten Meckenheim, herzlich für deren Einsatz und hob die Vorzüge der besonderen Aktion hervor. „Wir entsiegeln nicht nur eine Fläche, sondern pflanzen auch einen Baum, der sich positiv auf die Natur und unser Klima auswirkt.“ Die Guardians äußerten sich ebenfalls froh darüber, „etwas bewegen zu können. Der Baum hilft der Umwelt und die Kinder werden viel Spaß beim Spielen im Schatten haben.“

Bei der aktuellen Maßnahme handelt es sich nicht um das erste Projekt, welches die jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützer erfolgreich umsetzen. Schon im vergangenen Jahr hatten sie, unterstützt durch viele Kinder und weitere Teamer, gemeinsam mit der Stadt Meckenheim den Schulhof der Katholischen Grundschule Meckenheim entsiegelt und Felsenbirnen, Apfelbäume, Rosen und bienenfreundliche Stauden gepflanzt. Bereits damals packten Mitarbeitende des Baubetriebshofes mit an, entfernten Steine, bereiteten die Erde vor und trugen so ihren Teil zum Klimaschutz bei.

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Vollwertiges Essen ist für Azubis bei der HwK Koblenz jetzt gratis

Region/Koblenz – Am Bildungscampus der Handwerkskammer Koblenz gibt es täglich drei gesunde Gerichte für Lehrlinge kostenlos – Großer Zuspruch für bundesweit einmaliges Gesamtkonzept. Leckere Vollkornnudeln oder Kartoffeln, gedünsteter Lachs und auf jeden Fall eine ordentliche Portion Gemüse oder ein knackiger Salat: Den Auszubildenden, die in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer (HwK) Koblenz eine Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung besuchen, schmeckt es jeden Mittag richtig gut – und das für die meisten neuerdings zum Nulltarif. Seit Jahresbeginn gibt es in der modernen Mensa der HwK Koblenz täglich drei vollwertige Mittagsmenüs, die für Auszubildende kostenlos sind. Zahlen müssen nur noch diejenigen, die sich an der Imbissstation mit Currywurst, Fleischwurst, Spießbraten und Pommes versorgen. Ein Konzept, das hervorragend ankommt: „Schon in den ersten zwei Monaten ist der Umsatz der Imbissstation um 65 Prozent zurückgegangen“, berichtet Geschäftsführer Bernd Hammes. Zusammen mit der Leiterin der HwK-Mensen Sabine Florit-Garcia ist er begeistert, wie positiv die jungen Menschen auf das Angebot reagieren.

Die Idee, den Lehrlingen vollwertiges Essen über den Geldbeutel schmackhaft zu machen, ist für die HwK Koblenz der logische nächste Schritt auf dem Weg zu mehr Gesundheitsförderung im Handwerk von Anfang an. „Unser Credo lautet: Bewegung, Wasser, Ernährung“, beschreibt Bernd Hammes das Konzept. Vor acht Jahren hat die HwK Koblenz angefangen, sich aktiv dafür einzusetzen, dass „man auch im Handwerk bis ins Alter fit bleiben kann“, erinnert sich Hammes. Seitdem sind Trainingseinheiten mit präventiven Ausgleichsübungen fester Bestandteil der Ausbildungswochen in den BBZ. Die Lehrlinge lernen dabei von Anfang an, sich bei der Arbeit gesund zu bewegen und den Körper ergonomisch richtig zu belasten.

Der nächste Schritt der Gesundheitsförderung waren vor fünf Jahren Wasserspender, die die Auszubildenden während ihres Aufenthalts kostenlos nutzen können, während zuckerhaltige Getränke deutlich verteuert wurden. „Schon das wurde sehr gut angenommen und der Verkauf von süßen Getränken ging deutlich zurück“, unterstreicht Sabine Florit-Garcia. Und jetzt hat die Vollversammlung als „Parlament des Handwerks“ einstimmig beschlossen, dass nach der Bewegung und dem gesunden Trinken auch der Anreiz für eine vollwertigere Ernährung folgen soll. Die Umsetzung ist denkbar einfach: Täglich gibt es in der Mensa zwei vollwertige Gerichte mit Fleisch sowie ein vegetarisches – alle drei sind für die Auszubildenden kostenlos. „Es ist immer viel Gemüse oder ein Salat dabei, die Portionen sind groß und die jungen Leute werden wirklich satt“, berichtet Florit-Garcia.

80 Prozent der Lehrlinge nehmen das Angebot regelmäßig an. Insgesamt gehen so täglich 450 kostenlose Portionen über die Theke. Weitere 150 gesunde Portionen gehen an Meisterschüler oder andere Erwachsene, die einen vergünstigten Preis zahlen. Nur 20 Prozent sind weiter „Wechselesser“. „Das ist auch völlig in Ordnung – wir wollen ja den Snack zwischendurch oder mal einen Burger mit Pommes nicht verteufeln“, betont Bernd Hammes. „Für uns ist das Ziel: öfter gesund, seltener fettig!“ Der HwK und den Betrieben gehe es darum, das Interesse an vollwertigem Essen zu unterstützen. „Manche Jugendliche hier haben bisher nur selten überhaupt eine warme Mahlzeit zu sich genommen oder sich vielleicht nur einen Snack gegönnt.“ Nun spiele zumindest Geld keine Rolle mehr bei der Entscheidung für ein vollwertiges Mittagessen. „Das Ganze fördert auch den Zusammenhalt. Die Jugendlichen haben plötzlich Spaß daran, neue Gerichte auszuprobieren, essen gemeinsam, das ist schön zu beobachten.“

Das kostenlose Mittagessen macht sich auch beim Frühstücksverkauf bemerkbar. „Wir verkaufen mehr Frühstück – wahrscheinlich, weil sich das manche eher leisten können, wenn es mittags nichts kostet. Auch beim Frühstück bieten wir zusätzlich Müsli, Joghurt und Obstbecher an“, berichtet Mensaleiterin Sabine Florit-Garcia. Und in den Snackautomaten halten immer mehr vollwertige Snacks Einzug, während süße Versuchungen deutlich teurer sind. Schon nach zwei Monaten ist klar zu erkennen, dass das Angebot sehr positive Auswirkungen auf die jungen Mensabesucher hat. Die Lehrlinge haben vom ersten Tag an sehr positiv auf das Angebot reagiert. „Sie sind begeistert und: es schmeckt ihnen“, so Florit Garcia. Das Konzept des kostenlosen vollwertigen Mittagessens bietet die HwK Koblenz auch an ihren Standorten in Bad Kreuznach und Rheinbrohl an.

Unterstützt wird es von den Betrieben, dem Berufsbildungsausschuss und der Vollversammlung, die das Konzept einstimmig befürwortet hat. „Das zeigt den Lehrlingen, wie wichtig es den Betrieben ist, ihnen diese hervorragenden Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Hammes. Der HwK Koblenz ist übrigens nicht bekannt, dass es bundesweit eine andere Handwerkskammer gibt, die ihren Auszubildenden kostenlos diesen Dreiklang aus Bewegung, Wasser und vollwertigem Mittagessen bietet. „Uns geht es dabei aber auch nicht um einen Wettkampf. Uns geht es darum, dass die jungen Menschen im Handwerk sehen, wie wichtig sie und ihre Gesundheit uns sind“, bekräftigt Geschäftsführer Hammes.

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„SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“

Aachen – Qualifizierungsangebot im Rahmen der Photovoltaik-Anlagen-Installation – Die Stadt Aachen will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Um diesem ehrgeizigen Ziel näher zu kommen, wurde jetzt der offizielle Projekt-Kick-off von „SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“ gefeiert.

Um als Stadt nachhaltig klimaneutral zu werden, ist ein Ausbau der installierten Photovoltaik-Anlagen auf den Aachener Dächern notwendig. Zwangsläufig führt dies zu einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an Arbeitskräften im Montagebereich. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen vom Sozialwerk Aachener Christen e.V. und der low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH sowie in enger Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Aachen, dem Jobcenter und der Fachinnung für Elektrotechnik der Kreishandwerkerschaft ist es der Stadt Aachen hier gelungen, ein wegweisendes und einmaliges Qualifizierungsangebot im Handwerk zu entwickeln. Mit der Weiterbildung zum/r „Solarhelfer* soll sowohl dem Fachkräftemangel als auch dem Klimawandel begegnet werden.

Das Qualifizierungsangebot richtet sich speziell an Langzeitarbeitslose und Geflüchtete und bietet diesen eine nachhaltige Perspektive im Handwerk. Durch eine sechsmonatige Schulung werden die Teilnehmer fachlich und persönlich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Praktika ermöglichen Einblicke in das Berufsfeld und die Möglichkeit, sich mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Damit ergibt sich die besondere Chance, unmittelbar eine Beschäftigung im Wachstumsmarkt der Photovoltaik-Anlagen-Installation zu finden.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Europäische Sozialfonds fördern das Projekt, das bis Juni 2026 läuft. In diesem Zeitraum sollen bis zu 300 Menschen qualifiziert werden, um im Handwerk eine neue Beschäftigung zu finden. Gleichzeitig ist es ein Ziel des Projekts, das Handwerk in den Fördergebieten Aachen Nord und Ost zu stärken, die Betriebe zu vernetzen und sie bei der Integration der neuen Mitarbeitenden Unterstützung zu unterstützen, um so den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen langfristig voranzutreiben.