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Henry’s Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum in Weilerswist eröffnet

Weilerswist – Alles für Familien -Rotes Kreuz im Kreis Euskirchen schafft Angebote für Familien unter einem Dach. „Wir begleiten Frauen vom wachsenden Schwangerschaftsbauch an und möchten Familien in ihrer Entwicklung unterstützen.

Freuen sich über den Start des neuen Kompetenz-Zentrums (von links): Larissa Beesé, Heike Iven, Heike Hövelmann, Tatjana Schmidt, Miriam Nachtkamp, Daniel Larres, Claudia Kruhl, Dr. Johannes Nachtkamp und Tanja Maschkowski. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Deshalb sind wir froh, hier mit vielen Partnern unter einem Dach ein vielseitiges, umfassendes und fachlich gutes Angebot aufbauen zu können.“ Mit diesen Worten eröffnete Heike Iven, Leiterin der Rotkreuz-Familienbildung im Kreis Euskirchen, „Henrys Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum“ in Weilerswist – kurz „Henry’s“. Die Kurse richten sich an Familien in allen Lebenslagen, von Schwangerschaftsgymnastik und Geburtsvorbereitung über eine Schreibaby-Ambulanz, Krabbelgruppe und Musikgarten bis zu Sport-Kursen „fitdankbaby®“ oder Qigong für Eltern und Kinder.

Viele Kompetenzen unter einem Dach: Henry’s Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum, Kölner Straße 160, Weilerswist. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

„Die Idee ist schon fast zwei Jahre alt, aber hier konnten wir sie zusammen mit unseren Partnern vor Ort schließlich perfekt umsetzen“, freut sich Heike Iven. Gemeint sind die aktuell sieben Kursleiterinnen und Therapeuten, die zum Start von Henrys Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum dabei sind.

Der helle Kursraum in Henry’s Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum in Weilerswist bietet Platz für zahlreiche Angebote wie „fitdankbaby®“, Qigong für Eltern und Kinder, Spiel- und Krabbelgruppen oder Vorträge zu Erziehungsthemen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress


Kurse, Vorträge, Sprechstunde

Miriam Nachtkamp beispielsweise ist bereits seit 20 Jahren als Dozentin bei der Rotkreuz-Familienbildung aktiv. Im neuen Kompetenz-Zentrum leitet die gelernte Krankenschwester unter anderem die kostenlosen Kurse „Elternstart NRW“ an, außerdem ElBa-Kurse für Eltern und Babys im ersten Lebensjahr und einige Kurse zum Thema Erziehung wie „Vortrag Trotz: Aufstand der Zwerge“ oder „Schlafprobleme verstehen und begleiten“. Außerdem bietet sie in den neuen Räumen in der Kölner Straße 160 eine Schreibaby-Ambulanz an sowie jeden Freitag von 9 bis 10.30 Uhr den Offenen Treff „Miriams Eltern-Café“ mit Gelegenheit zu Beratung und Austausch bei allen Fragen im Alltag mit Kindern.

Einmal im Monat findet unter der Leitung von Miriam Nachtkamp außerdem ein Treffen für die Eltern von Sternenkindern statt. „Es ist so wichtig, Familien zu begleiten, die ein Kind verloren haben“, betont Larissa Beesé. Die Hebamme denkt an ihre Erfahrungen aus dem Alltag in einer Uni-Klinik: „Das betrifft so viele, aber es existieren so wenig Hilfsangebote.“ Auch die Nachbesprechung schwerer Geburten finde viel zu wenig Gehör – aber all das soll sich mit Henrys Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum ändern. Geburtsvorbereitungskurse als Crash-Kurs am Wochenende, Schwangerschafts-Vor- und Nachsorge, Akupunktur und Hypnose rund um Schwangerschaft und Geburt sollen dort angeboten werden.

Auch Heike Hövelmann setzt mit ihren Kursen schon in der Schwangerschaft an und begleitet die Familien gerne über mehrere Jahre, von der Schwangerschafts- über die Rückbildungsgymnastik, von der Babymassage über die Krabbelgruppe zur Spielgruppe und weiter noch bei von der Krankenkasse zertifizierten Entspannungskursen. Heike Hövelmann: „Ich möchte die Bindung zwischen Eltern und Kind stärken, damit die Eltern ihre eigenen Kompetenzen wahrnehmen und ihren Kindern Zeit und Raum geben, sich selbst zu entwickeln und zu entfalten.“

Fit durch den Familienalltag

Sportlich geht es auch Claudia Kruhl an: Mit ihrem Kurs „fitdankbaby®“ können schon werdende Mamas anfangen, aber natürlich auch solche mit Babys ab etwa drei Monaten sowie mit „Maxi-Babys“ ab etwa acht Monaten. „Bei mir sind die Mamas die Hauptpersonen. Hier können sie sich in einem geschützten Raum sportlich betätigen und die Babys werden in unser Sportprogramm integriert“, erklärt die ausgebildete Kindertanzlehrerin. Aber: „Wichtig ist, die Übungen in den Alltag zu integrieren, um eine langfristige Wirkung zu erzielen.“

Übungen für den Familienalltag lernen Eltern auch im „Musikgarten“ bei Tanja Maschkowski. Die lizenzierte Fachkraft für Musikgarten bietet ihre Kurse, die auf dem musikalischen Eltern-Kind-Konzept basieren, für verschiedene Altersgruppen an. Während die ganz kleinen Babys mit Kniereitern und Fingerspielen gefördert werden, stehen bei Kindern ab etwa eineinhalb Jahren Bewegungsspiele auf dem Programm sowie das Ausprobieren von Rasseln, Klanghölzern oder Chiffontüchern für die Fein- und Grobmotorik. Bei Kindern ab drei Jahren steht schließlich die Sprachentwicklung im Fokus, beispielsweise mit Tiergeräuschen und Liedern zu den Jahreszeiten.

Gegenseitige Wahrnehmung

Ein Pilotprojekt startet Tatjana Schmidt mit „Qigong für Eltern und Kinder“. Qigong ist eine alte chinesische Bewegungstherapie, die auf Energieflüssen basiert. Beim Eltern-Kind-Kurs für Kinder von vier bis sechs Jahren geht es dann vor allem darum, die gegenseitige Wahrnehmung zu schulen. Dazu werden die Bewegungen in spielerischer Form abgewandelt. Für ältere Kinder von sieben bis neun Jahren kann das Bewegungstraining schon deutlich näher an der klassischen Qigong-Variante durchgeführt werden, erklärt die Kinder-Entspannungstherapeutin.

Hypnose-Therapie bieten Miriam und Dr. Johannes Nachtkamp an, die gemeinsam eine Hypnose-Praxis in Bornheim betreiben. Während Miriam Nachtkamp auf Hypnose bei Kindern sowie rund um Schwangerschaft und Geburt spezialisiert ist, bietet Dr. Johannes Nachtkamp, ausgebildeter Unfallchirurg und Orthopäde, seine Hypnose-Therapie vor allem in Bezug Zusammenhang mit Ängsten, Phobien und Schmerz an.

Viele tolle Partner

„Wir freuen uns über die neuen Räumlichkeiten, in denen wir mit so vielen tollen Partnern zusammenarbeiten dürfen“, betont Daniel Larres. Als Leiter der Bildungsakademie sorgt er dafür, dass Veranstaltungen aus dem Programm der Rotkreuz-Bildungsakademie im neuen Kompetenz-Zentrum durchgeführt werden, etwa Erste-Hilfe am Kind oder Fortbildungen für Hebammen.

Henry’s Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum ist in Weilerswist zentral an der Kölner Straße 160 gelegen. Der große, helle Kursraum ist mit allerlei Material für die verschiedenen Kurse ausgestattet, von Bällen und Kinderspielzeug bis zu Gymnastikmatten und bequemen Sitzsäcken. Neben einem Küchen- und einem Wickelbereich verfügt das Kompetenz-Zentrum außerdem über einen separaten Beratungs- und Behandlungsraum, der mit seiner gemütlichen aber dezenten Einrichtung zum Wohlfühlen einlädt. Informationen zu Kursen, Terminen und Dozenten gibt es auf der Rotkreuz-Homepage www.drk-eu.de im Bereich „Kurse“ unter „DRK Eltern-Kind-Kompetenz-Zentrum“.

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Mobile Impfteams: Weitere Termine in Weilerswist und Hellenthal am Donnerstag 19. und Freitag 20. August

Euskirchen – Mobile Impfteams mit guter Resonanz. Einfach vorbeikommen und impfen lassen! Seit gut einer Woche sind mobile Impfteams des Regionalen Impfzentrums im ganzen Kreis Euskirchen unterwegs, um vor Ort Impfungen anzubieten. Bisher mit guter Resonanz: 623 Menschen haben sich in den vom Hochwasser besonders betroffenen Orten Bad Münstereifel, Euskirchen, Kall und Schleiden impfen lassen, ein Großteil waren Erstimpfungen. Diese Woche stehen weitere „Vor-Ort-Termine“ an:

Hellenthal: Donnerstag, 19. August, von 11 bis 14 Uhr am Aldi (Aachener Straße)

Hellenthal-Losheim: Donnerstag, 19. August, von 15 bis 18 Uhr am Ardennen-Center Balter

Weilerswist: Freitag, 20. August, von 11 bis 16 Uhr, Parkplatz am Rathaus

Ein Termin muss nicht vereinbart werden, es gilt die Devise: einfach vorbeikommen und impfen lassen. Was die Impfstoffe betrifft, besteht freie Auswahl zwischen BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson. Für die Aufklärung und Beratung stehen Impfärztinnen und Impfärzte zur Verfügung. Wer den Termin für die Zweitimpfung nutzen möchte, muss die Unterlagen der Erstimpfung mitbringen und auf den Mindestabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung achten (vier Wochen). Sollte zur Impfung kein Impfausweis/Impfbuch vorgelegt werden können, so wird nach der Impfung ein neues Impfbuch mit Eintragung der Impfung ausgehändigt.

Zur Impfung ist der Personalausweis mitzubringen. Sollten persönliche Unterlagen im Rahmen der Hochwasserkatastrophe verloren gegangen sein, so ist eine Impfung dennoch möglich. Die Mitarbeiter der mobilen Impfstation werden eine Lösung zur Identifikation herstellen können. Neben den genannten Orten sind weitere „Vor-Ort-Impftermine“ in Planung.

Übrigens: Unabhängig davon kann sich jeder nach wie vor ohne Termin und Anmeldung im Impfzentrum in Marmagen impfen lassen, und zwar montags bis samstags von 14 bis 19 Uhr. Auch hier gilt: einfach vorbeikommen und impfen lassen.

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Ein toller Tag im Tierpark – 21 Flutopfer-Kinder zu Besuch im Wildgehege Hellenthal

Kall/Hellenthal – Für die 21 Kinder, die der Einladung der Hilfsgruppe Eifel zu einem Besuch ins Hellenthaler Wildfreigehege gefolgt waren, wurde es ein unvergesslicher Tag. Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten sie einige Stunden in dem weitläufigen Gehege und erlebten dort spannende Einblicke in die heimische Tierwelt.

Kinder von durch die Flut geschädigten Familien aus den Kommunen Kall, Schleiden und Hellenthal erlebten einen tollen Tag im Hellenthaler Wildgehege. Foto: Reiner Züll

Nach der verheerenden Flut-Katastrophe Mitte Juli hatte das Wildfreigehege Kinder von Familien, die entlang von Urft und Olef von der Flut schwer betroffen waren und teils sogar ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatten, zum kostenlosen Besuch in den Tierpark eingeladen. Ute Niesters, Chefin des Geheges: „Wir wollten die Kinder aus den Trümmern holen und sie auf schönere Gedanken bringen“.

Zum Beginn des Gehegebesuches gab es für die Kinder und Betreuer eine Sonderfahrt im Adler-Express durch den Tierpark. Foto: Reiner Züll

Die Hilfsgruppe Eifel, die sich sofort nach dem schlimmen Hochwasser um schwer betroffenen Familien mit Kindern gekümmert und sie mit finanziellen Soforthilfen unterstützt hatte, griff das Angebot von Ute Niesters auf, und organisierte vor dem Ferienende eine von der Mechernicher Firma Schäfer-Reisen unterstützte Busfahrt für betroffenen Kinder aus den Kommunen Nettersheim, Kall, Schleiden und Hellenthal, wo das Hochwasser viele Familien obdachlos gemacht hatte.

Zusammen mit Ute Niesters hatte Hilfsgruppen-Organisator Ralf Heistert den Besuchstag geplant, um den Kindern einen optimalen Aufenthalt im Gehege zu bieten. Die Kinder, die ohne Eltern am Gehege-Besuch teilnahmen, wurden an den vorher festgelegten Bus-Haltepunkten in den einzelnen Orten abgeholt und von Mitgliedern der Hilfsgruppe betreut.

Die Aktion von Gehege und Hilfsgruppe wurde durch die Kreissparkasse unterstützt, die für alle Kinder Rucksäcke, Mützen und  Präsente gesponsert hatte. Von der Hilfsgruppe waren die roten Rucksäcke zudem mit frischem Obst und Getränken bestückt worden. Vom  Wildfreigehege wurden die Kinder mittags in ein em reservierten Raum der Waldschänke mit Pommes, Eis und Kakao versorgt.

Die bei Haribo beschäftigte Betriebsrätin Anne Krings aus Mechernich-Vollem hatte zudem für alle Kinder große Stoff-Haribo-Bären und jede Menge Süßigkeiten zur Tour beigesteuert und dies alles aus eigener Tasche bezahlt.

Direkt nach Ankunft im Gehege wurden Kinder und Betreuer zu einer Sonderfahrt durch das Gehege mit dem Adler-Express eingeladen. Dies geschah zwar unter Corona-Bedingungen mit Masken. Doch das tat der Stimmung bei der Rundfahrt keinen Abbruch. Anschließend wurden die Kids in drei Gruppen eingeteilt. Im weitläufigen Gehege war das Abstand halten kein Problem.

Die Kinder mussten beim Rundgang im Zuge einer Gehege-Rallye auch ihr Wissen unter Beweis stellen. „Wie nennt man die jungen Wildschweine?“ „Nenne drei Falken“ oder „Nenne einige Vierbeiner, die Du hier gesehen hast“, lauteten die Fragen, die den Kindern gestellt wurden. Konnten verschiedene Fragen nicht beantworten werden, klärten die Betreuer die Kids auf, so dass diese an diesem Nachmittag noch so einiges lernen konnten.

In den Kontaktgehegen gingen die Jungen und Mädchen mit Damwild, Mufflons und Ziegen auf Tuchfühlung, im Streichelzoo waren Hängebauchschweine und Frischlinge die kleinen Stars. Und auch das Kasperle-Theater bot den Kindern nicht nur eine lustige sondern auch eine recht lehrreiche Unterhaltung.

Ein Riesenerlebnis für die kleinen Gehege-Besucher war das spektakuläre Flugprogramm der Greifvögel, das der Chef der Greifvogelstation, Karl Fischer, mit seinen Falknern und Falknerinnen präsentierte. Im Tiefflug sausten Falken, Bussarde und Adler über die Köpfe der Besucher hinweg. Am Ende hatten die Kinder sogar den Unterschied zwischen einem Falken und einem Adler oder zwischen einem Rotmilan und einem Mäusebussard gelernt.

Bevor der Bus die Kinder wieder nach Hause brachte, bedankte sich Ralf Heistert bei Ute Niesters für die tolle Aktion. Das Lachen der Kinder und deren fröhliche Gesichter seien für sie Dank genug, zeigte sich auch die Gehege-Chefin zufrieden.

Nach der Tour erreichten Ralf Heistert dankbare Reaktionen der Eltern. „Wir wollen uns im Namen der ganzen Familie für diesen ganz tollen gelungenen Tag bedanken. Sie haben viel Mühe und Zeit in dieses Projekt investiert. Super toll. Dank auch für die schönen Geschenke und die super Beköstigung. Es war für die Kinder ein super Tag. Der wird lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank auch an ihr Klasse Team!“, schrieb eine von der Flut betroffene Familie aus Kall nach der Heimkehr ihrer vier Kinder, die an der Tour teilgenommen hatten. (Reiner Züll)

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Neue Führungsspitze für die Theodor-Heuss-Realschule in Meckenheim

Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung begrüßt Thorsten Bottin und Kelubia Ekoemeye. Mit einem neuen Führungsduo startet die Theodor-Heuss-Realschule (THR) in die Zukunft. Thorsten Bottin hat von Ewald Auel, der sich mit Ende des vergangenen Schuljahres in den verdienten Ruhestand verabschiedet hatte, die Schulleitung übernommen. Sein Stellvertreter, Kelubia Ekoemeye, wechselte ebenfalls im Sommer an die THR.

Im Rahmen der Campuskonferenz in der Jungholzhalle begrüßte Bürgermeister Holger Jung die beiden herzlich und wünschte ihnen alles Gute. „Sie finden hier am Schulcampus ein super Team vor“, so Jung. Bottin dankte dem Bürgermeister, seinen Kolleginnen und Kollegen sowie den beiden Leitungen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Hauptschule für den netten Empfang. „Ich bin froh darüber, in Meckenheim das Schulleitertrio zu komplettierten“, sagte Bottin. „Wir sind sehr herzlich aufgenommen worden“ ergänzte Ekoemeye, bevor sich das neue THR-Führungsduo gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen dem kommenden Schuljahr zuwendete.

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Trauer und Solidarität – Trierer Weihbischof gedenkt Opfern des Hochwassers in Sinzig

Sinzig – Vor etwa vier Wochen wurden das Ahrtal und Sinzig von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Zu einem Gedenkgottesdienst hat die Pfarreiengemeinschaft und die Stadt Sinzig am 15. August vor die Pfarrkirche St. Peter eingeladen. Die Eucharistiefeier mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters stand unter den Schlagworten „Innehalten – Gedenken – Bitten – Danken“.

Das dritte Wochenende im August sei eigentlich geprägt von der Sinziger Kirmes. „Aber zum Feiern ist uns nicht zumute“, begrüßte Pfarrer Frank Werner zu Beginn der Messe. „Bilder des Schreckens werden sich bei uns allen eingebrannt haben“, sagte Weihbischof Peters. Daher könne man noch den Begriff „Klagen“ in „Innehalten – Gedenken – Bitten – Danken“ einreihen. In vielen Gesprächen habe er von Frauen und Männern gehört, deren Existenzen bedroht sind, die ihre sinnstiftende Arbeit in den Caritas-Werkstätten verloren haben und die nicht wissen, wie es weitergehen soll, weil sie ihr Hab und Gut verloren haben. „Ein Zuhause ist viel mehr als ein Dach über dem Kopf“, betonte Peters in seiner Predigt. „Es sind Sorgen, die den Schlaf rauben und wir trauern um Menschen, die uns entrissen wurden“. Doch es gebe auch eine große Solidarität. Dafür standen symbolisch die Eimer, Schaufeln und schmutzigen Arbeitsstiefel am Altar. Er dankte allen Helferinnen und Helfern, Jugendlichen, die ihre Ferien opferten, um zu helfen, wie auch den kirchlichen und kommunalen Gremien und Räten, die Verantwortung übernehmen.

Neben Bürgerinnen und Bürgern sowie Betroffenen nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Politik wie auch von den vielen unterschiedlichen haupt- und ehrenamtlichen Hilfskräften wie Rettungsdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei, Ordnungsamt, (Notfall-)Seelsorgerinnen und -seelsorgern sowie eine Gruppe Geflüchteter, die im Katastrophengebiet im Einsatz sind, am Gottesdienst teil. „Ich bin unendlich stolz auf die Kameradinnen und Kameraden. Sie haben in größter Not geholfen. Ich werde Sie mein Leben lang im Herzen halten“, sagte Andreas Geron, Bürgermeister der Stadt Sinzig.

Vor dem offiziellen Beginn des Hochamtes standen die Menschen auf dem Kirchplatz spontan applaudierend für die Mitglieder der sogenannten Blaulichtfamilie auf und zollten ihnen auf diese Weise Respekt.

Weitere Informationen zur Hochwasserhilfe von Bistum Trier und Caritas und die Spendenkonten zur Unterstützung Betroffener der Hochwasserkatastrophe sind zu finden unter https://t1p.de/hochwasser-hilfe.

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Kostenfreie Abfuhr des Mülls in Stolberg bis zum 3. September verlängert

Stolberg – Container können über die Stadt bestellt werden. Müll kann weiterhin auch lose an die Straßen gestellt werden. Nach wie vor laufen die Aufräumarbeiten auch im privaten Bereich auf Hochtouren. Entsprechend hoch ist auch weiterhin das Müllaufkommen in der Kupferstadt Stolberg.

Aus diesem Grund haben wir die kostenfreie Abfuhr des Mülls bis mindestens zum 3. September verlängert! Der Müll kann im Hochwassergebiet weiterhin in den bereitgestellten Containern oder lose an die Straße gestellt werden und wird nach und nach abgefahren. Wir bitten dringend darauf zu achten, den Müll ohne Gefährdung für Fußgänger, Radfahrer und PKW an der Straße zu lagern.

Die Kupferstadt Stolberg bietet aber auch zusätzlich Container an, in die der Müll verbracht werden kann. Alle Interessierten können sich unter der Rufnummer 02402 1223 15 (Mo.-Fr., 9-12 Uhr) melden, um einen entsprechenden Container zu bestellen. Wir bitten bereits vorab um Verständnis, dass die Verfügbarkeit begrenzt ist und es deshalb zu Wartezeiten kommen kann.

Darüber hinaus haben alle Betroffenen auch weiterhin die Möglichkeit, den Müll eigenständig zum Sammelpunkt Camp Astrid (Königinnen-Astrid-Straße, an der Rechtskurve linke Einmündung in Richtung Saubach) zu bringen.

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Impfen ohne Termin im Impfzentrum Polch

Polch – Wer sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann das jetzt ohne vorherige Terminvereinbarung im Mayen-Koblenzer Impfzentrum in Polch tun. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Landkreis lebt oder nicht.

Das Impfzentrum hat Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet. Vom 17. bis 20. August ist das Impfzentrum geschlossen. Geimpft wird ab 12 Jahren (nur mit Begleitung eines Erziehungsberechtigten).

Erstimpfungen sind noch bis zum 3. September möglich, danach finden bis Ende September nur noch Zweitimpfungen statt. Impflinge sollten einen Personalausweis und falls vorhanden einen Impfpass mitbringen.

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Mehr Sicherheit für Bürger*innen in Aachen: Haaren vom Rad aus betrachtet

Aachen – Ende vergangener Woche fand eine gemeinsame Radtour des Vereins „Fahrradfreundliches Haaren“ in Kooperation mit dem Bezirksamt Haaren, dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen und den örtlichen Fraktionen der Bezirksvertretung Haaren statt.

Viele Einwohner*innen waren der Einladung gefolgt und hatten sich an der Ausfahrt „Haaren vom Rad aus betrachtet“ beteiligt, die mit insgesamt über 50 Teilnehmer*innen in zwei Gruppen geführt wurde.

Die offizielle Ausfahrt wurde vom Vorsitzenden von „Fahrradfreundliches Haaren“, Günter Mänz und dem Haarener Bezirksbürgermeister, Daniel Hecker, eröffnet, die in ihrer Ansprache die Bedeutung der weiteren Reduktion von Gefahrenstellen im Stadtbezirk herausstellten. Beide wollen sich auch weiterhin für die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmer*innen im Stadtbezirk einsetzen.

Sicherheit für Radfahrer*innen stärken

Vorab hatte bereits ein gemeinsamer Termin aller Fraktionen der Bezirksvertretung Haaren, der Stadtverwaltung Aachen und dem Verein „Fahrradfreundliches Haaren“ in Verlautenheide stattgefunden, da dort vor einigen Monaten ein Unfall mit Personenschaden geschah. Heute wurde in kleiner Runde über mögliche Verbesserungen für die Sicherheit der Radfahrer*innen an markanten Gefahrenstellen diskutiert und Lösungen gesucht.

Auch zukünftig wäre es wünschenswert, wenn sich die Menschen in Haaren und Verlautenheide weiter für eine Stärkung des Radverkehrs und die Steigerung der Sicherheitsaspekte aller Verkehrsteilnehmer*innen stark machen. „Solche positiven und kooperativen Aktionen wie heute müssen wiederholt werden“, meint Dr. Armin Langweg, der als Koordinator der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Aachen ebenfalls an der Ausfahrt teilgenommen hat.

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Seit dem gestrigen Montag 16. August gelten strengere Corona-Regeln im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Inzidenzstufe 1 im Kreis Euskirchen: Maskenpflicht in Innenräumen / Kreis plant Allgemeinverfügung, um Fluthelfer von Kontaktbeschränkungen auszunehmen. Im Kreis Euskirchen gelten seit dem gestrigen Montag, 16. August, wieder strengere Corona-Regeln. Der Grund: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt so lange über einem Wert von 10, dass wieder die Inzidenzstufe 1 gilt. Damit einher gehen u.a. schärfere Kontaktbeschränkungen. Der Kreis gibt eine Übersicht über geltende Regelungen.

Übersichten darüber, welche Regeln allgemein gelten, sowie darüber, welche Regeln für Treffen, Sport, Gastronomie, Handel etc. gelten, sind unter www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw zu finden. Im Folgenden sind die wesentlichen Regelungen aufgeführt.

Für Treffen im öffentlichen Raum gilt: Es dürfen sich Personen aus fünf Haushalten ohne Personenbegrenzung treffen, wobei zusätzlich geimpfte und genesene Personen aus anderen Haushalten teilnehmen dürfen. Bis zu 100 getestete Personen dürfen, unabhängig von der Zahl der Haushalte, ohne Mindestabstand zusammentreffen. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Testpflicht ausgenommen, Geimpfte und Genesene dürfen zusätzlich teilnehmen. Zusammentreffen ausschließlich geimpfter und genesener Personen sind ohne Begrenzung der Personen oder Hausstände erlaubt.

Abweichend von der Corona-Schutzverordnung werden die Abstands- und Kontaktbeschränkungen für Zusammenkünfte von Privatpersonen im öffentlichen Raum aufgehoben, die zum Zwecke der Beseitigung der Hochwasserschäden des Unwetters „Bernd“ an Gebäuden und Einrichtungen auf dem Gebiet des Kreises Euskirchen stattfinden. Dies hat der Kreis Euskirchen mit einer Allgemeinverfügung festgelegt. Diese Allgemeinverfügung ist noch am gestrigen Abend vom NRW-Gesundheitsministerium genehmigt worden und tritt damit am 18. August um 0 Uhr in Kraft. Dazu Landrat Markus Ramers: „Aufgrund des besonders großen Ausmaßes der Katastrophe werden aktuell und zukünftig auch weiterhin private Unterstützer und Helfer benötigt, um betroffene Personen und Unternehmen bei den Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten zu unterstützen.“

Man müsse die Corona-Pandemie zwar weiterhin ernst nehmen, doch es brauche angesichts der Flutkatastrophe pragmatische Lösungen. „Deshalb dürfen die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum nicht die dringend notwendigen Aufräumarbeiten aufhalten.  Analog zu den Ausnahmeregelungen für Einsatzkräfte von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sollen daher das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkung auch für Privatpersonen zur Ausübung von Tätigkeiten im Rahmen der Fluthilfe aufgehoben werden“, so Landrat Markus Ramers.

In Innenräumen besteht eine Maskenpflicht. Auch in geschlossenen Räumen von Museen, Galerien, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen.

In der Gastronomie ist die Zuweisung eines Sitzplatzes oder eines Stehplatzes notwendig. Eine einfache Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen. Mindestabstände sind sowohl zwischen Sitzplätzen am selben oder unterschiedlichen Tischen als auch zwischen Stehplätzen (zwischen Personen, die den Kontaktbeschränkungen unterliegen) zu wahren. Dies gilt, sofern nicht in gut durchlüfteten Räumen oder in Räumen mit Luftfilteranlage eine bauliche Abtrennung vorhanden ist. Für Gäste ist das Tragen einer medizinischen Maske im Innenbereich (außer am Sitz-/Stehplatz) vorgeschrieben. Für Personal mit Kundenkontakt ist das Tragen einer medizinischen Maske (innen und außen) sowie zweimal in der Woche ein bestätigter Selbst-/Schnell- oder Negativtest verpflichtend.

Kontaktsport im Freien sowie in Gebäuden/Hallen (einschließlich Fitnessstudios) ist mit max. 100 Personen erlaubt, deren Kontaktdaten festgehalten werden müssen.

Kontaktloser Sport im Freien ist ohne Personenbegrenzung, unter Einhaltung der Mindestabstände zwischen gleichzeitig aktiven Gruppen, erlaubt. In geschlossenen Räumen (einschließlich Fitnessstudios) ist kontaktloser Sport mit Rückverfolgbarkeit und unter Beachtung der Mindestabstände oder mit Negativtestnachweis erlaubt. Hochintensives Ausdauertraining ist mit max. 15 Personen mit Mindestabstand innerhalb vollständig durchlüfteter Räume bei einfacher Rückverfolgbarkeit möglich.

Konzerte und Aufführungen im Freien sind zulässig bis max. 1.000 Zuschauer ohne Mindestabstand bei besonderer Rückverfolgbarkeit und mit Negativtestnachweis oder bis max. 1.000 Zuschauer ohne Negativtestnachweis bei besonderer Rückverfolgbarkeit und mit Einhaltung des Mindestabstandes. Bei festen Sitzplänen reicht eine Besetzung im Schachbrettmuster aus. In Warteschlangen muss eine Alltagsmaske getragen werden. Mehr als 1.000 Zuschauer sind erlaubt bei besonderer Rückverfolgbarkeit, mit Negativtestnachweis/Impfnachweis unter Einhaltung des Mindestabstands. Bei festen Sitzplätzen reicht eine Besetzung im Schachbrettmuster aus. Eine Alltagsmaske ist verpflichtend, außer am festen Sitz- oder Stehplatz.

Für Aufführungen in geschlossenen Räumen gilt: Diese müssen über ständige Durchlüftung oder eine Lüftungsanlage verfügen. Das Tragen medizinischer Masken ist Pflicht. Bei guter Belüftung und zusätzlichem Negativtestnachweis ist das Ablegen der Maske an festen Sitz-/Stehplätzen zulässig, sofern der Mindestabstand eingehalten oder alternativ eine besondere Rückverfolgbarkeit gewährleistet wird.

Für Jugendfreizeitstätten gilt: Im Freien dürfen feste Gruppen von bis zu 50 jungen Menschen zusammenkommen. In geschlossenen Räumen sind Angebote in festen Gruppen mit bis zu 30 jungen Menschen erlaubt (ohne Negativnachweis). Die einfache Rückverfolgbarkeit muss drinnen und draußen sichergestellt werden.

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7-teilige Vortragsreihe zu Mobilität der Zukunft – Start heute Dienstag 17. August 18.00 Uhr

Region/Mayen-Koblenz – Mobilität der Zukunft online kennen lernen. Unsere Mobilität ist einer der größten Quellen für Treibhausgase in Deutschland. Umfangreiche Änderungen im Verkehrsbereich sind unabwendbar, um eine Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen und dennoch eine Mobilität der Menschen zu gewährleisten. Wie kann die „Mobilität der Zukunft“ aussehen? Dies beleuchtet eine 7-teilige Online-Veranstaltungsreihe des Bau- & EnergieNetzwerks Mittelrhein e.V., die am heutigen Dienstag 17. August startet.

Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen, was bedeutet das für uns und wie können wir uns auf die Veränderungen, die unweigerlich auf uns zukommen bestmöglich vorbereiten. In der Vortragsreihe „Zukunft Mobilität“ will BEN-Mittelrhein mit renommierten Referenten aus Wissenschaft und Forschung auf all diese Fragen eine Antwort liefern und dabei helfen eine ganz persönliche Verkehrswende sicher zu gestalten.

Los geht es am heutigen Dienstag, 17. August, 18 Uhr, mit der mehr allgemeinen Frage „Zu unbeweglich für die Verkehrswende?“, der Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin nachgeht. Dr. Peter Götting beleuchtet am Dienstag, 31. August 2021, 18 Uhr, die Frage „Ist die Zukunft des Straßenverkehrs wirklich elektrisch?“

Mehrere Vorträge betrachten Neuerungen und Potentiale in der Batterieentwicklung. Weitere Vorträge drehen sich um einen Vergleich von E-Mobilität, Wasserstoff oder E-Fuels – was macht (wo) Sinn?

Das genaue Programm und weitere Informationen zu den Vorträgen findet man unter https://www.ben-mittelrhein.de/veranstaltungen. Hier kann man sich auch für die Vorträge anmelden. Die Teilnahme an den Online-Vorträgen ist kostenfrei.