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Pandemie-Bekämpfung nach der Hochwasser-Flut im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Über 5000 Corona-Impfungen durch Impfbus und mobile Impftrupps. Niedergelassene Haus- und Fachärzte übernehmen Corona-Immunisierung. Auch das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf wurde vom Unwettergeschehen Mitte Juli derart in Mitleidenschaft gezogen, dass dort seither kein Impfbetrieb mehr möglich war. Um die Impf-Kampagne im Kreis dennoch aufrechtzuerhalten, musste das Team um Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider und seinen Stellvertreter Daniel Blumenberg schnell und unbürokratisch Alternativen entwickeln.

Durch eine solidarische Gemeinschaftsleistung mit dem Team des Impfzentrums der Stadt Koblenz und des DRK Kreisverbandes Koblenz wurde auf dem Vorplatz des Ahrweiler Bahnhofs ein mobiler Impfbus aufgestellt. Darüber hinaus waren mobile Impftrupps des DRK in den besonders betroffenen Ortslagen unterwegs und konnten so das wichtige Impfangebot für die Bürger des Kreises Ahrweiler aufrechterhalten. Seit dem 20. Juli wurden insgesamt mehr als 5000 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt. Ergänzt wurden die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung durch ein kostenfreies Testangebot.

Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL, und Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider dankten jetzt zum Ende des mobilen Einsatzes allen Akteuren für die großartige Unterstützungsleistung: „Unser wichtigstes Ziel war es, die Impfungen zu den Menschen zu bringen. Ohne die hervorragende Organisation aus Koblenz um Impfzentrumskoordinator Olav Kullak, DRK-Impfkoordinator Tom Schilling sowie Dirk Schmitt vom MVZ Labor als Verantwortlicher für die Testungen wäre ein solch umfangreiches Angebot in der Kürze der Zeit und über diesen Zeitraum hinweg sicherlich nicht möglich gewesen.“

In Absprache mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, dem Impfzentrum Koblenz sowie dem Ärztenetz im Kreis Ahrweiler unter Vorsitz von Dr. Michael Berbig wird ab dem 30. August 2021 der Regel-Impfbetrieb als normale ärztliche Versorgung durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte durchgeführt.

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In einen neuen Lebensabschnitt starten

Region/Mayen – Koblenz – Erleichtert und stolz sind die frisch examinierten Pflegefachkräfte. Sie haben an der Pflegeschule am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Standort Kemperhof, ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Unter den 19 Absolventen sind zehn Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, ein Gesundheits- und Krankenpfleger sowie acht Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen.

Mit im Gepäck haben sie enorm viel Fachkenntnis und Praxiserfahrung, und zwar von der Pflege von Menschen aller Altersstufen über Erste Hilfe, Arzneimittellehre und Anatomie bis hin zu Themen wie Hygiene und Ernährung. All das haben sie in den vergangenen drei Jahren in über 2.100 Stunden schulischer Ausbildung sowie in über 2.500 Stunden Praxiserfahrung im Kemperhof und durch Einsätze bei externen Kooperationspartnern – beispielsweise in der ambulanten Pflege und in der Psychiatrie – erlernt und vertieft.

Dass die Pflegeschüler diese Inhalte verinnerlicht haben und bereit sind, von nun an die Pflege kranker oder beeinträchtigter Menschen ganz eigenverantwortlich umzusetzen, haben sie in der staatlichen Abschlussprüfung eindrucksvoll bewiesen. Eine Schülerin hat sogar alle Prüfungsteile – schriftlich, praktisch und mündlich – mit der Note 1 abgeschlossen. Margit Surwehme, Sektorleitung der schulischen und akademischen Ausbildung am GK-Mittelrhein, betonte, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Pflege sei. Sie freute sich auch darüber, dass sich ein Großteil der Absolventen für einen Berufsstart im GK-Mittelrhein entschieden hat: „Das ist ein toller Erfolg für unsere Nachwuchsarbeit und motiviert das gesamte Team“.

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Azubis von Westnetz unterstützen beim Wiederaufbau im Überflutungs-Gebiet des Eifelkreises

Region/Trier – Gemeinsam haben die Auszubildenen und Ausbilder beim Verteilnetzbetreiber Westnetz kurzfristig ein Projekt gestartet, um die Straßenbeleuchtung in den Überflutungsgebieten schnell wieder instand zu setzen. Fünf Nachwuchskräfte vom Ausbildungszentrum Trier haben in Zusammenarbeit mit Kollegen des Netzbetriebs die defekten Straßenbeleuchtungsverteiler in betroffenen Ortsgemeinden im Eifelkreis Bitburg-Prüm unter die Lupe genommen und beschädigte elektronische Bauteile durch neue Komponenten ersetzt. Dadurch konnte ein kompletter und langwieriger Austausch der einzelnen Verteilerschränke vermieden werden. Schon nach wenigen Tagen leuchteten die Straßenlaternen in den Ortschaften wieder hell.

„Wenn wir einen Straßenbeleuchtungsverteiler komplett austauschen möchten, beträgt die Lieferzeit in der Regel mehr als zehn Wochen. Daher haben wir nach einer Lösung gesucht, um die Straßenbeleuchtung schneller wieder in Betrieb nehmen zu können“, erklärt Mathias Wagner, Fachplaner Straßenbeleuchtung von Westnetz. „Unsere Azubis haben die entsprechenden Verteiler inspiziert und einzelne Komponenten, die defekt waren, durch Ersatzteile ausgetauscht. Dabei konnten wir auf einen Vorrat an Bauteilen in unserem Ausbildungszentrum zurückgreifen und fehlende elektronische Komponenten zügig über den Einkauf bestellen.“

Straßenlaternen werden über Verteilerschränke betrieben. In den kleinen grauen Kästen am Straßenrand sind Zähler- und Steuereinheiten zum Ein- und Ausschalten der Leuchten versteckt. Westnetz hat alle Schaltschränke und Leuchten in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten auf Funktionstüchtigkeit geprüft, Mängel aufgenommen und Sicherungsmaßnahmen verrichtet.

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Neuer Sport- und Begegnungspark in Lammersdorf wird mit 750.000 Euro gefördert

Simmerath – Der geplante neue Sport- und Begegnungspark in Lammersdorf wird mit insgesamt 750.000 Euro im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms gefördert. Bürgermeister Bernd Goffart nahm den Zuwendungsbescheid von Regierungspräsidentin Gisela Walsken in Köln persönlich entgegen.

„Ich freue mich über den positiven Bescheid und die damit verbundene
überörtliche Aufwertung für Lammersdorf“, so Goffart. Der neue Sport- und Begegnungspark soll ganzjährig genutzt werden können und zum Anziehungspunkt für die gesamte Region werden. So kann dort neben dem Vereins- auch der Schul- und Freizeitsport stattfinden. Wichtig dabei ist, dass der Park aber nicht nur als reine Sportanlage, sondern auch als Begegnungsstätte für jedermann gedacht ist.

Die bereits vorhandenen Anlagen auf dem bisherigen Sportplatz werden dazu saniert und ausgebaut. Neben einem Kunstrasenplatz mit
integrierter Laufbahn werden dort auch ein Basketballplatz, ein
Beachvolleyballfeld mit Beach-Soccer Möglichkeit, eine Boule-Bahn, ein Skateplatz sowie ein Aufenthalts- und Picknickbereich gebaut werden.

„Durch die neue Sportanlage entsteht in unmittelbarer Nähe des Ortskerns ein nachhaltig attraktiver Ort der Begegnung, Bewegung und des Sports für alle Generationen“, so Goffart.

Auch die Bezirksregierung Köln stufte die geplante neue Anlage im
Rahmen der Maßnahme „Investitionspaket Sportstätten 2021“ als
förderungswürdig ein und bewilligte eine Zuwendung in Höhe von 750.000 Euro, das sind rund 90 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten.

Insgesamt hatte Regierungspräsidentin Gisela Walsken in dieser Woche
65 Zuwendungsbescheide für die Städtebauförderung in Höhe von ca. 73 Millionen Euro an 48 Städte und Gemeinden des Regierungsbezirks
übergeben. Mit den Baumaßnahmen in Lammersdorf soll zeitnah
begonnen werden.

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Mobile Impfaktionen am morgigen Montag 30. August im „Forum Zülpich“

Zülpich – Schüler/innen der weiterführenden Schulen können sich gegen Corona impfen lassen. Impfwillige Bürger/innen können ohne Termin zur Erst- oder Zweitimpfung kommen. Die Stadt Zülpich plant in Zusammenarbeit mit dem Kreisimpfzentrum Marmagen am morgigen Montag, 30. August eine Impfaktion im „Forum Zülpich“.

Ab 9 Uhr haben zunächst alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen die mindestens 12 Jahre alt sind die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Eltern können sich dabei zusammen mit ihren Kindern impfen lassen.

Alle anderen impfwilligen Bürgerinnen und Bürger können dann ab 12 Uhr im „Forum Zülpich“ zur Coronaschutzimpfung kommen. Ein Termin muss nicht vereinbart werden. Es gilt die Devise: einfach
vorbeikommen und impfen lassen!

Für die Aufklärung und Beratung stehen Impfärztinnen und Impfärzte zur Verfügung. Wer den Termin für die Zweitimpfung nutzen möchte, muss die Unterlagen der Erstimpfung mitbringen und auf den Mindestabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung achten (vier Wochen).

Zur Impfung mitzubringen ist neben Personalausweis und Impfbuch auch der ausgefüllte Anamnesebogen (Download unter www.zuelpich.de/aktuelles/aktuelle-meldungen.php). Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren ist außerdem die schriftliche Einwilligung mindestens einer sorgeberechtigten Person erforderlich.

Verimpft wird an diesem Tag ausschließlich der Impfstoff von BioNTech / Pfizer. Die Aktion wird vier Wochen später, also am Montag, 27. September an selber Stelle und zur selben Uhrzeit wiederholt, sodass alle Impflinge ihre Zweitimpfung ebenfalls in Zülpich erhalten können.

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Wiederaufbau: RLP Innenminister Lewentz begrüßt Angebot des Bundes zur personellen Unterstützung

Region/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat positiv auf ein Angebot von Bundesinnenminister Horst Seehofer reagiert, wonach der Bund Rheinland-Pfalz beim Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe mit Bundesbediensteten personell unterstützen könne. „Der Bundesinnenminister hat in der Sitzung des Innenausschusses des Bundestages zugesichert, den Kommunalverwaltungen in den Katastrophengebieten personelle Unterstützung durch Bedienstete seines Hauses mit Dienstsitz in Bonn anzubieten. Dafür habe ich Herrn Seehofer am gestrigen Freitag schriftlich gedankt und mitgeteilt, dieses Angebot sehr gerne aufzugreifen. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Bundesregierung beabsichtigt, Rheinland-Pfalz nicht nur finanziell, sondern auch personell beim Wiederaufbau zu unterstützen. Das unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Bund angesichts der verheerenden Katastrophe“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Er halte es für überlegenswert, ob sich bestenfalls auch andere Bundesministerien diesem Vorschlag anschließen könnten.

„Ich habe dem Bundesinnenminister vorgeschlagen, dass unsere Wiederaufbaubeauftragte Nicole Steingaß auf ihren Staatssekretärskollegen im Bund zugeht, um eine zeitnahe Umsetzung in die Wege zu leiten. Ich bin überzeugt, dass die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Kommunalverwaltungen, insbesondere im Landkreis Ahrweiler, diese direkte und pragmatische Unterstützung dringend benötigen, um neben ihren originären Aufgaben die vielfältigen Anforderungen des Wiederaufbaus gut bewältigen zu können“, so Innenminister Lewentz. Ob Bauingenieure, Verwaltungsfachleute oder andere Expertinnen und Experten – jede Unterstützung werde vor Ort gebraucht.

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7217 Euro durch Musik-Marathon

Kall – Große Resonanz bei der Bevölkerung – Die Spende im Rathaus übergeben – Michael Heller: „Wenn es einem schlecht geht, gibt Musik neue Kraft“ – Vereine suchen dringend jugendlichen Nachwuchs. Fünf Stunden lang waren sie sonntags unterwegs gewesen, um den Menschen in der Gemeinde Kall nach der schlimmen Flutkatastrophe  in der Nacht zum 15. Juli ein Zeichen der Hoffnung zu geben. An der Benefiz-Tour durch die Gemeinde hatten sich die Musikanten der Kaller Musikkapelle, der Musikvereine Urft und Sötenich sowie des Bläserchors „Haste Töne“ aus Scheven beteiligt. Die Tournee hatte in Urft begonnen und danach weiter nach Sötenich, Scheven, Golbach und zum furiosen Abschluss nach Kall geführt. Unter der Dirigentschaft von Peter Blum hatten die Musiker die Zuhörer in allen fünf Orten mit zehn ausgewählten erfreut.

Das gemischte Ensemble war aber auch auf Tournee durch die Gemeinde gegangen, um in einer Spenden-Trommel Geld für die Flutopfer zu sammeln. Einen Grundstock von 601 Euro hatten im Vorfeld bereits einige jüngere Mitglieder der Kaller Musikkapelle bei einem Ausflug nach Clausthal-Zellerfeld gelegt, wo neben dem Büffeln von Musiktheorie gebüffelt, dem Schnitzen von Schlagzeug-Stöcken und dem Basteln von Notenschlüsseln auch das gesellige Beisammensein auf dem Programm gestanden hatte.

Die Idee zur Zahlung eines „Bier-Solis“ für die Kaller Flutopfer-Hilfe kam bei allen Teilnehmern derart gut an, so dass am Ende die 601 Euro zusammen kamen. Diese Summe vergrößerte sich am Konzert-Sonntag schlagartig, denn die dankbaren Zuhörer hatten sich bei allen fünf Auftritten nicht lumpen lassen. Nachdem die Verantwortlichen der vier Musikvereinigungen am Abend Kassensturz gemacht hatten, konnten sie eine Spendensumme von 7217 Euro verbuchen.

Den Scheck über diese Summe übergaben Stefan Reinders (Musikkapelle Kall), Werner Schreiber (Musikverein Sötenich), Reinhard Schindler (Musikverein Urft) und Georg Kathreiner (BC Haste Töne Scheven) einige Tage später im ebenfalls von der Flut schwer betroffenen Rathaus an Michael Heller, den  allgemeinen Vertreter des Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser.

Heller bedankte sich im Namen des Bürgermeisters. Die gemeinsamen Konzerte seien auf große Resonanz gestoßen. Sie hätten das große Miteinander und den Zusammenhalt in der Gemeinde widergespiegelt. „Wenn es einem nicht gut geht, kann er durch Musik neue Kraft schöpfen“, so Michael Heller. Musikvereine seien auch in der Gemeinde Kall wichtige Institutionen. Er äußerte die Hoffnung, dass die gemeinsame Konzerttournee auch den verdienten Nachhall und die Aufmerksamkeit der Jugend finde und dringend benötigter Nachwuchs zu den Musikvereinen hingeführt werde. Von einem Nachwuchsmangel in vielen Musikvereinen berichtete Werner Schreiber vom MV Sötenich. Und auch sein Urfter Reinhard Schindler bestätigte die Schwierigkeit, junge Leute für das Musizieren im Verein zu begeistern.

Stefan Reinders, Vorsitzender der Musikkapelle Kall, berichtete als Fazit der Flutopfer-Konzerte von einer durchweg positiven Resonanz aus der Bevölkerung. Er schloss eine Wiederholung nicht aus. Allerdings, so Reinders, „dann aber zu einem weniger schlimmen Anlass“.

Die Spende der Musikvereine gehe gezielt an von der Flut betroffenen Personen, versicherte Michael Heller. Mit den bisher eingegangenen Spendengeldern habe die Gemeinde alle in Not geratene Flutopfer mit Soforthilfen bedienen können. Aber, so der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters: „Es gibt noch besondere Härtefälle, wo weitere Hilfe nötig ist“.

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Schulstart im Kreis Ahrweiler – Schüler-Beförderung ist große Herausforderung

Ahrweiler – Der Bus- und Bahnbetrieb im Landkreis Ahrweiler ist nach der Flutkatastrophe Mitte Juli aufgrund erheblicher Schäden an der Infrastruktur, wie Schienen, Straßen und Brücken, stark eingeschränkt. Obwohl viele reguläre Linienwege nicht benutzbar sind, konnte zwischenzeitlich in weiten Teilen des betroffenen Gebiets wieder ein Angebot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingerichtet werden, so unter anderem ein Schienenersatzverkehr für die Ahrtalbahn. Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung zum Schulbeginn am 30. August ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um den Transport der Schülerinnen und Schüler zu den Schulen gewährleisten zu können. So wurde eine Vielzahl spezieller Fahrten mit Bussen, Kleinbussen und Taxen bestellt beziehungsweise bei den Verkehrsunternehmen in Auftrag gegeben.

Da das neue Fahrplankonzept sehr kurzfristig umgesetzt werden muss, kann es gerade in der Anfangszeit zu Problemen bei  der Durchführung der Fahrten kommen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass viele Schülerinnen und Schüler an Ersatzschulorten unterrichtet werden müssen. Dies führt zu weiteren Anfahrten und entsprechend längeren Beförderungszeiten.

Die Kreisverwaltung wird das Fahrplankonzept gerade im Hinblick auf die Schülerbeförderung unmittelbar nach Schulbeginn intensiv prüfen und gegebenenfalls durch die Bestellung weiterer Fahrten oder Aktualisierungen bei den bereits beauftragten Verkehrsleistungen anpassen.

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Wiederherstellung des Gasnetzes im Ahrtal erfolgt in Rekordtempo

Ahrweiler – 57 Prozent der Kunden sind bereits jetzt oder bis Ende Oktober wieder versorgt – In 43 Prozent der Fälle keine Versorgung bis zum Winter – Flüssiggas als Übergangslösung. Die Dimensionen der Flutschäden am Erdgasnetz im Ahrtal sind gewaltig: 133 Kilometer Erdgasleitungen, 8.500 Gaszähler, 3.400 Hausdruckregler, 7.220 Netzanschlüsse und 31 Gasdruckregel- und Messanlagen sind durch das extreme Hochwasser beschädigt oder sogar komplett zerstört worden. Entsprechend aufwendig ist die Wiederherstellung der Gasversorgung im Kreis Ahrweiler. Seit mittlerweile sechs Wochen herrscht daher in der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm) Ausnahmezustand. „Es handelt sich hier um das größte Schadensereignis in der Geschichte unseres Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir sind seit der Katastrophennacht mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, um die Gasversorgung im Ahrtal so schnell wie möglich wiederherzustellen“, betont Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Insgesamt nimmt die evm-Gruppe hierzu mindestens 20 bis 30 Millionen Euro in die Hand.

Die Arbeiten gehen sehr zügig voran, wie Josef Rönz ausführt: „Die Reparatur sowie der Neubau zerstörter Leitungen erfolgt hier im Rekordtempo. So entsteht derzeit innerhalb weniger Wochen eine komplett neue Hochdruckleitung, für die sonst zwei Jahre Planungs- und Bauzeit nötig wären“, so Rönz. „Oberste Priorität hat für uns die Wiederversorgung der Kunden mit Erdgas.“ Darüber hinaus stellt der Vorstandsvorsitzende eine große Hilfsbereitschaft fest: Mehr als 150 Mitarbeiter der evm-Gruppe helfen betroffenen Kollegen und Bürgern, und die evm-Gruppe unterstützt mit Sach- und Geldspenden die Betroffenen. So hat die evm-Gruppe einen Hilfsfonds über 100.000 Euro aufgelegt, um Flutopfern zu helfen. Außerdem sammeln die Kollegen Spenden für betroffene Mitarbeiter; hierbei sind bereits mehr als 60.000 Euro zusammengekommen, die die evm um 50.000 Euro aufstockt.

Der Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, der Energienetze Mittelrhein (enm), war es schon nach drei Tagen gelungen, verschiedene Orte in der Gemeinde Grafschaft über eine Transportleitung von Unkelbach aus wieder mit Erdgas zu erreichen. In den Wintermonaten kann es dort zu Engpässen kommen, da nur eine begrenze Menge an Erdgas dort durchgeleitet werden kann. Schnell konnte die enm auch Leitungen in Sinzig und Bad Bodendorf wiederinstandsetzen. Im Remagener Stadtteil Kripp befindet sich die Übernahmestation, an der das Erdgas von der überörtlichen Transportleitung in das Netz der evm-Gruppe eingespeist wird. Insgesamt sind 30 Prozent der Kunden wieder versorgt, und bei 27 Prozent erfolgt dies in Kürze.

Von Kripp über Sinzig und Bad Bodendorf erreicht die Hochdruckleitung dann das Gebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler und folgt im Wesentlichen dem Verlauf der Ahr. „Da auch sämtliche Ahrüberquerungen durch die Flut zerstört wurden, ist der Wiederaufbau der zerstörten Gas-Infrastruktur eine besondere Herausforderung“, erläutert Dr. Andreas Hoffknecht. Um etwa die Orte südlich der Ahr wieder mit Gas versorgen zu können, müssen zunächst Ahrquerungen neu geschaffen werden. Das erfolgt derzeit an zwei Stellen: in Höhe Lohrsdorf und bei Heppingen. Wenn an diesen Stellen wieder unterirdische Leitungen geschaffen wurden und mit dem bestehenden Netz auf der anderen Seite der Ahr verbunden werden konnten, kann die Wiederaufnahme der Gasversorgung in den Bereich südlich der Ahr vorbereitet werden. Hoffknecht: „Wir rechnen damit, dass wir die Haushalte dort im Lauf des Monats Oktober wieder anschließen können. Allerdings erleben wir bei der Beseitigung der Flutschäden jeden Tag neue Überraschungen. Daher bitte ich um Verständnis dafür, dass wir Zeitangaben immer wieder an neue Erkenntnisse anpassen müssen.“

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Wiederaufnahme der Erdgasversorgung in den Stadtgebieten nördlich der Ahr. Die Hochdruckleitung zwischen Heppingen und Walporzheim, wo das Gasnetz endet, ist in einem solch starkem Maß beschädigt, dass das Netz dort nicht mehr nutzbar ist. „Wir haben uns daher dazu entschlossen, eine neue Hochdruckleitung zu bauen“, erklärt der enm-Geschäftsführer. Die Neuverlegung der Gashochdruckleitung ist von Lohrsdorf bis zum Kreisverkehr Ringener Straße erforderlich. Ein Bauabschnitt führt unterhalb der Weinberge entlang der Bundesstraße 266 bis zum Kreisverkehr an der Ringener Straße. „Von dort haben wir die Möglichkeit, die neue Leitung mit dem bestehenden Netz im Stadtkern zu verknüpfen, um dann sukzessive die nächsten Straßenzüge wieder anzuschließen“, führt Dr. Hoffknecht aus. Neben neuen Leitungen müssen aber auch Gasdruckregelanlagen neu errichtet werden. Fünf solcher Anlagen komplett zerstört, neun durch das Hochwasser stark beschädigt. Ohne diese Stationen ist der Betrieb des Gasnetzes in Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht möglich.

Ein weiteres Problem ist der Zustand der einzelnen Netzanschlüsse an den Häusern im Gebiet nördlich der Ahr. „Wir rechnen damit, dass sich in vielen Leitungen noch Wasser oder auch Schmutz befindet. Dann müssten wir diese Leitungen zunächst spülen, reinigen und trocknen, bevor wir wieder Gas auf die Leitungen geben können“, informiert Andreas Hoffknecht. Das ist bei mehreren Tausend Anschlüssen im Flutgebiet eine zeitaufwendige Herausforderung. Um hier schneller vorgehen zu können, kann die evm-Gruppe auf die Unterstützung anderer Energieversorgungunternehmen zurückgreifen, die bereitwillig ihre Hilfe angeboten haben. Unterstützung kommt beispielsweise von den Stadtwerken Neuwied, von der Bad Honnef AG, der ESWE aus Wiesbaden und weiteren Unternehmen.

Insgesamt rechnet die enm damit, dass die Erdgasversorgung im Gebiet zwischen Bad Neuenahr nördlich der Ahr und Walporzheim nicht vor Jahresende wieder aufgenommen werden kann. Daher empfiehlt die evm, sich jetzt zeitnah um eine Übergangsversorgung in Form von Flüssiggas zu kümmern. Hierzu steht Propan Rheingas als Partnerunternehmen der evm zur Verfügung. Dienstags von 9 bis 13 Uhr und freitags von 12 bis 16 Uhr steht ein persönlicher Fachberater im evm-Kundenzentrum an der Ringener Str. 25 in Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung. Eine provisorische Umstellung auf Flüssiggas ist in der Regel ohne großen Aufwand möglich.

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„Noch ein Mord, Mylord“ – Ralf Kramp setzt Lord Merridew-Reihe fort

Hillesheim – Lord Merridew ermittelt wieder! Liebhaber des britischen Humors haben schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Lord Merridew-Reihe gewartet. Ralf Kramp, der Meister des Schwarzen Humors, ist „geistiger Vater“ des versnobten Privatdetektivs Reginald Lord Merridew. Auch im zweiten Band lässt Ralf Kramp seine Hauptfigur nach Sherlock-Holmes-Manier ermitteln und überzeugt mit überraschenden Wendungen und Schluss-Pointen. Kniffelige Kriminalfälle laden zum Miträtseln in britischem Flair ein.

Zum Inhalt

Wo sind die Millionen der britischen Posträuber geblieben? Warum wurde Eleanor Rigby auf dem Zebrastreifen der Abbey Road überfahren? Wer stahl am Weihnachtsabend den Bombay Saphir auf Dorincourt Castle? Diese und viele andere geheimnisvolle Rätsel kann nur einer lösen: Reginald Lord Merridew, der versnobte Privatdetektiv mit dem fatalen Hang zu gutem Essen und rabenschwarzen Witzen. Ein Bauch wie ein Portweinfass, ein Adelsstammbaum wie eine tausendjährige Eiche und ein Gehirn wie ein Hochleistungscomputer – kein Kriminalfall der Nifty Fifties, der Swinging Sixties oder der Super Seventies, den er nicht lösen kann. Gemeinsam mit seinem Freund Nigel Bates reist seine Lordschaft in dessen feuerroten Austin Healey kreuz und quer durch Good Old England und bringt die Verbrecher zur Strecke. Wer wissen will, welcher Mordfall sich bei der Premiere der „Mausefalle“ ereignete, wer Marylin Monroe entführte oder wer Dr. Abraham van Helsing in Wirklichkeit war, der sollte sich unbedingt an die Fersen der beiden heften!

Zum Autor

Ralf Kramp, geboren 1963, lebt als Krimiautor und Veranstalter der Krimi-Erlebniswochenenden BLUTSPUR im Herzen der Eifel. Für sein Debüt „Tief unterm Laub“ erhielt er 1996 den Förderpreis des Eifel-Literaturfestivals. Seither erschienen mehrere Kriminalromane und zahlreiche Kurzgeschichten. In Hillesheim in der Eifel unterhält er zusammen mit seiner Frau Monika das »Kriminalhaus« mit dem »Deutschen Krimi-Archiv« (30.000 Bände), dem »Café Sherlock«, einem Krimi-Antiquariat und der »Buchhandlung Lesezeichen«. www.ralfkramp.de

Terminhinweis „Hillesheimer Krimitage“ am Sonntag, den 19. September 2021, mit Britischem Krimi-Picknick und -Häppchen aus „Noch ein Mord, Mylord“

Beim Krimi-Picknick auf der Hillesheimer Open-Air-Bühne an der Stadtmauer laden Gitta Edelmann und Ralf Kramp zur mörderischen Reise auf die britischen Inseln ein. Begleitet werden sie dabei stilecht von den Dudeldorf Lion Pipes & Drums. Das Café Sherlock bietet zu dieser Veranstaltung klassische britische Picknick-Leckereien wie Scotch Eggs, Pies, Muffins und Sandwiches an.

Ort: Innenbereich der Hillesheimer Stadtmauer, erreichbar über Burgstraße
Uhrzeit: 15:00 Uhr, Zugang ab 14:00 Uhr
Eintrittspreis: 20,00€ (VVK: 17,00€)

Mehr Infos dazu: https://www.krimiland-eifel.de/