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Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ des VabW startet am Denkmalplatz

Alsdorf – Eine zweite Chance für alte Möbel: Mit dem Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ hat der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) eine Anlaufstelle am Denkmalplatz 37 geschaffen, die mehrere Ziele verfolgt. Kundinnen und Kunden können hier zunächst einmal gebrauchte Einrichtungsgegenstände erstehen, die günstig angeboten werden.

„Wir wollen beispielsweise für Menschen da sein, die ihre erste Wohnung ausstatten, für Alleinerziehende, für Menschen mit Fluchthintergrund, für nicht-erwerbsfähige Menschen im Leistungsbezug oder in Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie für Menschen, die sonstige Hilfen benötigen“, sagte VabW Geschäftsführer Frank Numan bei der Eröffnung des Sozialkaufhauses. Auch selbst hergestellte oder aufbereitete Produkte werden bei Möbelchancen“ präsentiert, die in den verschiedenen Qualifizierungsprojekten des VabW entstanden sind.

Zugleich können Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Projekten in Verkaufsgesprächen soziale und fachliche Kompetenzen erlernen und durch das Feedback der Kundinnen und Kunden Motivation erlangen. „Hier werden die Beteiligten viele wertvolle Erfahrungen sammeln können“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders als Vorsitzender des VabW. Er sieht das Projekt als gute Ergänzung zu bestehenden Angeboten in Alsdorf – etwa dem „Teil- und Tauschring“ in der Luisenpassage bei ABBBA e.V., dem Deutschen Roten Kleiderladen des DRK oder der Kleiderkammer St. Castor. „Das ist ein weiterer guter Baustein, um die Teilhabe von Menschen zu fördern.“

Zu Beginn soll es im Sozialkaufhaus „Möbelchancen“ zwei Öffnungstage geben: dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Der VabW freut sich über Spender, die Möbel und andere Dinge zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen möchten. Auch Ehrenamtler, die das Projekt unterstützen möchten, sind willkommen. Kontakt ist möglich unter 0151/53869811 sowie per Mail: info@vabw.de. (apa)

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Praktischer Leistungs-Wettbewerb im Friseurhandwerk – Strahlende Siegerinnen präsentieren ihre Arbeiten

Prüm/Region/Kaiserslautern – Beim Leistungswettbewerb der Friseure 2021 auf Landesebene konnten sich Ende September vier junge Friseurinnen behaupten. Der Wettbewerb, der jedes Jahr in einem anderen Kammerbezirk ausgetragen wird, wurde dieses Jahr in der Handwerkskammer Pfalz in Kaiserslautern durchgeführt. Die erste Landessiegerin heißt Darlene Becker und kommt aus Klotten. Sie ist damit auch gleichzeitig die erste Kammersiegerin aus dem Bereich der Handwerkskammer Koblenz. Ihr Ausbildungsbetrieb war Helena Waldorf aus Büchel. Als Zweite Landessiegerin ging die Mainzerin Lisa Nau vom Ausbildungsbetrieb Schönschräg aus Mainz hervor. Lisa Nau ist damit gleichzeitig erste Kammersiegerin für den Bezirk Mainz. Als dritte Landessiegerin wurde Mona Dingels aus Sellerich gekürt. Sie absolvierte ihre Ausbildung beim Salon Schnittpunkt Marina Nesges in Pronsfeld und darf sich Kammersiegerin für den Handwerkskammerbezirk Trier nennen. Für den Kammerbezirk Koblenz belegte in diesem Wettbewerb zudem Natalia Haag aus Büchenbeuren den zweiten Platz. Ihr Ausbildungsbetrieb war Swetlano Sidenko aus Rhaunen.

Landessiegerin Darlene Becker hat sich mit ihrem ersten Platz zur Teilnahme am Bundesentscheid qualifiziert. Der Gewinner des Bundesentscheides qualifiziert sich für die Europameisterschaft der Berufe, den EuroSkills. Dem folgen die WorldSkills, wo die Besten der Besten gegeneinander antreten werden.

„Wie wertvoll solche Wettbewerbsteilnahmen und -siege sind, zeigt sich nicht zuletzt in ihrer Sprungbrett-Funktion. Viele ehemalige Wettbewerbssieger sind heute führende Meinungsbildner der Friseurbranche“, weiß Dirk Kleis, Geschäftsführer vom Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland, der sehr stolz auf die Landessiegerinnen ist. „Wir hatten allen Teilnehmern ein Vorbereitungstraining bei Art Director Julian Wagner in Sinzig ermöglicht. Es ist wichtig, gut vorbereitet in solche Wettbewerbe zu gehen.“ Diese Vorbereitungen unterstützt auch Friseurmeisterin Gabi Berkler als Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses. Sie stand bei einem Infonachmittag allen interessierten Teilnehmern für Fragen rund um den Veranstaltungsablauf oder die Erstellung der geforderten Frisuren zur Verfügung.

Über den Erfolg der Jungfriseurinnen aus dem Einzugsgebiet des Landesverbandes freut sich auch Vorsitzender Landesinnungsmeister Guido Wirtz und gratuliert. „Die Friseurbranche und der Wirtschaftsstandort Deutschland brauchen junge, engagierte Talente.“ Er ermuntert bei der Gelegenheit alle Auszubildenden, die Möglichkeiten der Wettbewerbe von Beginn an zu nutzen – beispielsweise die vom Landesverband Rheinland angebotenen Lehrlingswettbewerbe ab dem ersten Ausbildungsjahr. Aber auch den Betrieben legt er nahe, die Praktika zu optimieren, damit junge Schulabgänger bei der Berufssuche Spaß am Friseurberuf bekommen.

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Volkslauf „Rund um den Laacher See anders als gewohnt

Mendig/Laacher See – Franziska Rennecke und Julien Jeandree gewinnen den PSD Bank Cup. Als Mitte Juli klar war, dass endlich wieder Volksläufe angeboten werden dürfen, hat die LG Laacher See mit der Planung des beliebten Laufs am Laacher See begonnen. Durch die Flutkatastrophe im Ahrtal war als Genehmigungsbehörde die Kreisverwaltung in Ahrweiler betroffen. „Dort gab es wichtigeres zu regeln als unseren Volkslauf. Somit kamen unsere Vorbereitungen erstmal ins Stocken“, erläutert Roland Wesche. „Nach einigem Überlegen schlug LG-Mitglied Frank Schäfer vor, die Örtlichkeiten am Vulkanbad in Mendig zu nutzen“, ergänzt Michael Krämer, der mit Wesche für die Organisation verantwortlich war.

Die Stadt Mendig war sehr kooperativ und somit war der Standort fix. Allerdings wurde der Zeitpunkt um eine Woche verlegt, da das Schwimmbad bis Mitte September noch in Betrieb war. Nachdem einige LG‘ler die Streckenmöglichkeiten testeten, war auch diese Frage geklärt und das Konzept für das Projekt stand. Der Rest war Routine für den Vorstand und die Mitglieder.

Wegen der Pandemie verzichtete der Verein auf Bambini- und Schülerläufe. Der erste Start galt den Westenergie-Jedermannläufern über 5 km. Diesen gewann Phil Lembach (17:48 Min.) von der LG Rhein Wied. Ihm folgten Marcus Schmitt (21:13 Min.) von der LG HSC Gamlen-RSC Untermosel und Martin Stepahn (21:33 Min. MMV Leasing,). Schnellste Frau war Michelle Dohmann-Matthias aus Kaltenengers mit 22:41 Min. Hanna Castelucci aus Andernach wurde mit 24:53 Min. Zweite und ihre Schwester Melanie Dahm (26:43 Min., Mirco‘s Running Team) belegte Platz 3. Mit ihnen waren 51 Läufer bei diesem Wettbewerb unterwegs. 18 Walker/Nordic Walker komplettierten das Feld.

Für 139 Läufer fiel anschießend der Startschuss für den PSD Bank Cup über 10 km. Wie zu erwarten, machte hier der aktuelle 10 km Rheinland-Meister Julien Jeandree von der LG Kreis Ahrweiler das Rennen. Nach nur 34:18 Min. lief er über die Ziellinie. Fast 2 Min. später kam der Zweitplatzierte Stefan Marx (36:06 Min.), gefolgt von Sebastian Ruprecht (36:17 Min.), beide von DJK Triathlon Andernach.

Wie die Mutter, so die Tochter! Bei den Frauen hatte Franziska Rennecke vom Team BeVegt.de mit einer Zeit von 38:45 Min. die Nase vorn. Beim 16. Volkslauf im Jahr 1991 lief ihr Mutter Petra mit 40:02 Min. zum Klassensieg. Franziska nahm der Zweitplatzierten Celine Schneider (42:32 Min., LAZ Puma Rhein-Sieg) fast 4 Minuten ab. Als dritte Frau lief Franziska Schneider (44:53 Min.) vom VfL Waldbreitbach ins Ziel. Beim Walking/Nordic Walking Feld waren 16 Aktiven dabei.

Wie es die Teilnehmer gewohnt sind, gab es bei der LG Laacher See eine tolle Tombola, wo es wertvolle Preise zu gewinnen gab. Der Hauptpreis – eine Woche Winterurlaub in Meransen/Südtirol gewann Margit Höck vom LT SV Westum, die ihr Glück kaum fassen konnte. Zwei glückliche Gewinnerinnen freuten sich über jeweils ein Wochenende mit einem Fahrzeug Citröen oder PEUGEOT des Autohaus Nett KG in Mayen zu gewinnen. Unter anderem gab es einen Übernachtungsgutschein von monte mare, oder Wertgutscheine von Intersport Krumholz zu gewinnen.

Verwöhnt wurden die Gäste wieder mit selbstgemachten Kuchen und leckerer Erbsensuppe von der Fleischerei Adams in Mendig.

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Stadt Meckenheim feiert den Tag der Deutschen Einheit

Meckenheim – Bürgermeister Jung würdigt die Wiedervereinigung. Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit hatte die Stadt Meckenheim zu einer Feierstunde in den Ratssaal eingeladen. Aufgrund der stürmischen Witterung musste die Veranstaltung kurzfristig vom Le-Mée-Platz in das Rathaus verlegt werden. Bürgermeister Holger Jung würdigte die Wiedervereinigung und die Leistung jener Menschen in der DDR, die sich damals für ihre freiheitlichen Rechte eingesetzt hatten, um schließlich die Mauer mit friedlichen Mitteln zum Einsturz zu bringen. Das Saxophon-Trio Padafrage gab den musikalischen Rahmen, während Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Wendelyrik vortrugen. Bei einem Umtrunk nutzten die Bürgerinnen und Bürger sowie die geladenen Gäste die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zuvor hatte Bürgermeister Jung in seiner Ansprache deutlich gemacht, „welche maßgeblichen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten auf die Entwicklung Deutschlands insgesamt, aber auch auf das Verständnis von einem gemeinsamen Europa hatte.“ Die Bundesrepublik sei als Ganzes in den letzten drei Jahrzehnten unbestritten sicherer, offener und vielfältiger geworden. „Und trotz aller Unterschiede sind wir weiter zusammengerückt“, ergänzte er. Die Kernaufgabe besteht für Jung darin, für ein friedliches, tolerantes Miteinander der vielen verschiedenen Menschen hierzulande zu sorgen. Das sei auch ein Vermächtnis der Wiedervereinigung. „Unsere Einheit ist eine Einheit in Freiheit und Vielfalt“, betonte Jung.

Er verbreitete zugleich Zuversicht, die drängenden großen Herausforderungen der Zeit und Zukunft, unter anderem die Corona-Pandemie oder den Klimawandel, gemeinsam zu bewältigen. Demut heiße keinesfalls in Resignation oder gar Mutlosigkeit zu verfallen. „Im Gegenteil! Mut und Engagement benötigen wir jetzt – genauso wie vor 30 Jahren.“

Mit der Nationalhymne und dem Austausch untereinander endete die Feierstunde. „Feiern wir unseren ‚Tag der Deutschen Einheit‘, den wir den Menschen zu verdanken haben, die damals mutig für Recht und Freiheit eingetreten sind und nehmen wir uns diesen Mut zum Vorbild!“, so der Bürgermeister.

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Gesetzliche Krankenkassen: Seit 01. Oktober können erweiterte Pflichtleistungen in Anspruch genommen werden

Region – Mit dem Start in den Oktober dürfen sich alle gesetzlich Versicherten über mehr Leistungen ihrer Krankenkasse freuen. Denn ab dem 1. Oktober bieten alle 102 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erweiterte Leistungen an: Ein erweitertes Neugeborenen-Screening, Tests auf Hepatitis B und C sowie ein neues Versorgungsangebot in der ambulanten Psychotherapie.

Festgelegt hat diese erweiterten Vorsorgeleistungen der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) als Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Die Leistungen gelten ab sofort und können von den Versicherten auf Wunsch ohne eigene Kosten in Anspruch genommen werden. Konkret geht es um:

  1. Erweitertes Neugeborenen-Screening:
    Mit Hilfe des Neugeborenen-Screenings, bei dem einige Tropfen Blut (meist aus der Ferse) untersucht werden, können seltene angeborene Erkrankungen bereits in den ersten Lebenstagen entdeckt werden. Die Früherkennungsuntersuchung umfasst jetzt auch die spinale Muskelatrophie (SMA) und die Sichelzellkrankheit.
  2. Tests auf Hepatitis B und C:
    Alle Versicherten haben ab dem Alter 35 Jahre einen Anspruch auf einen sogenannten „Check-Up“ alle drei Jahre. Dieser beinhaltet jetzt auch den Test auf Hepatitis B und C.
  3. Neues Versorgungsangebot in der ambulanten Psychotherapie:
    Es wird nunmehr auch das Angebot einer gruppenpsychotherapeutischen Grundversorgung von den Krankenkassen bezahlt. Dabei können betroffene Personen erste Erfahrungen eines Gruppenaustauschs sammeln und prüfen, ob eine solche Therapie für sie infrage kommen könnte. Gleichzeitig geht es auch um eine erste Symptomlinderung.

Detaillierte Informationen sind auf der Website des gemeinsamen Bundesausschusses zu finden. Auch informiert jede gesetzliche Krankenkasse auf Wunsch über die neuen Angebote.

Umfangreiche Informationen über freiwillige Mehr- und Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen über den Pflichtumfang hinaus zeigt das Portal https://www.gesetzlichekrankenkassen.de.

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Eva Birkenstock tritt ihren Dienst als Direktorin im Ludwig Forum Aachen an

Aachen – Eva Birkenstock hat am 01.10. 2021 ihr Amt als Direktorin des Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen angetreten. Susanne Schwier, Beigeordnete für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport, begrüßte die neue Direktorin: „Dies ist ein großer Moment.

Eva Birkenstock, Foto: Andreas Herrmann

Ein großes, ein wichtiges, ein wertvolles Haus begrüßt Eva Birkenstock, eine engagierte Kunst- und Kulturkennerin. Als Stammhaus am Wohnsitz von Peter und Irene Ludwig ist das Ludwig Forum Aachen der Nukleus der Ludwig Familie, die 28 Institutionen umfasst.“ Auch dankte Susanne Schwier der Interimsdirektorin Myriam Kroll, die in den letzten zweieinhalb Jahren das Ludwig Forum Aachen souverän und mit viel Engagement geleitet habe.

Eva Birkenstock bedankte sich für die freundliche Begrüßung: „Es ist für mich eine ganz besondere Ehre, heute mein Amt als Direktorin des Ludwig Forum für Internationale Kunst anzutreten. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit der Stadt Aachen, der Ludwig Stiftung, dem hervorragenden Team und dem Freundeskreis des Hauses die Geschicke dieses Stammhauses einer global relevanten Museumsfamilie fortzuschreiben. Die Sammlung von Peter und Irene Ludwig soll dabei den Dreh- und Angelpunkt bilden für ein internationales, Disziplinen übergreifendes Programm sowie schließlich für eine Arbeit, bei der die musealen Handlungsräume, Sichtbarkeitspolitiken sowie Fragen der Partizipation kritisch befragt und gegebenenfalls neu justiert werden.

Seinem offenen Namen entsprechend, soll das Ludwig Forum nicht nur reines Ausstellungshaus sein, sondern auch in Zukunft ein kritisches, vielstimmiges Forum der Verhandlung, des Austauschs und der Teilhabe. Neben Kooperationen in und um Aachen, möchte ich Brücken schlagen in die Euregio, nach Köln und Düsseldorf und nicht zuletzt über die Verbindungen der Ludwig-Häuser in die Welt.“

Eva Birkenstock studierte Kunstgeschichte, Ethnologie und spanische Romanistik in Köln, Berlin und Havanna. 2010 bis 2015 war sie als Kuratorin am Kunsthaus Bregenz für das Programm der KUB Arena, der KUB Bildboards und der KUB Projekte verantwortlich. Im Rahmen eines Kurator*innen-Austausches leitete sie 2014 den Ausstellungsraum des Goethe-Instituts „Ludlow 38“ in New York – und war von 2015 bis 2019 Kuratorin des unabhängigen Performance Projekts der Liste Art Fair Basel. Zuletzt war Eva Birkenstock Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2016 – 9/2021).

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Erster Tierschutzpreis in Nordrhein-Westfalen am heutigen Welt-Tierschutztag verliehen

Region/Düsseldorf – Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Landestierschutzbeauftragte Dr. Gerlinde von Dehn verleihen den ersten Tierschutzpreis Nordrhein-Westfalen. Ministerin Heinen-Esser: Die Arbeit der ausgezeichneten Personen und Vereine stärkt den Tierschutz und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit: Heute, am Welttierschutztag, hat Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser den ersten Tierschutzpreis Nordrhein-Westfalen verliehen. Mit dem Preis wird besonderes Engagement im und für den Tierschutz gewürdigt. Im neuen Dienstgebäude des Umweltministeriums gratulierten die Ministerin sowie die Tierschutzbeauftragte den fünf Siegerinnen und Siegern – verliehen wurden zwei erste Plätze und drei zweite Plätze – für ihren herausragenden Einsatz im Bereich des Tierschutzes und Tierwohles. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

„Tierschutz ist der Landesregierung und mir ganz persönlich ein großes Anliegen und die vielen eingereichten Anträge zeigen, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen im Tierschutz engagieren. Tiere sind unsere Mitgeschöpfe, so müssen wir sie auch behandeln – egal ob zu Hause, in Ställen oder in der Natur“, sagte Ministerin Heinen-Esser. Einen besonderen Dank richtete die Ministerin an die ausgezeichneten Personen und Vereine: „Sie helfen durch ihren unermüdlichen Einsatz täglich bedürftigen Tieren, leisten wertvolle Bildungsarbeit und engagieren sich in sozialen Projekten. Ihre Arbeit stärkt den Tierschutz und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

Dr. Gerlinde von Dehn sagte: „Als Landestierschutzbeauftragte freue ich mich sehr über die vielfältigen Aktivitäten für und im Tierschutz in Nordrhein-Westfalen. Die Entscheidung ist der Jury nicht leichtgefallen und alle, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt werden konnten, möchte ich motivieren, sich auch weiterhin im Tierschutz zu engagieren und gern erneut für den nächsten Tierschutzpreis NRW zu bewerben.“

Folgende Personen und Vereine wurden ausgezeichnet:

Erster Preis (je 7.500 Euro) – Den ersten Preis teilen sich Frau Gudrun Lumpp als Privatperson und die Tierschutzjugend NRW als Verein:

Frau Gudrun Lumpp aus Paderborn gab ihren Beruf als Krankenschwester auf, um sich dem Tierschutz zu widmen. Unter großem persönlichen und finanziellen Einsatz betreibt sie seit über 20 Jahren das private Tierheim „Tierhort Albert Schweitzer“. Der Unterschied und die besondere Herausforderung im Gegensatz zu der Situation anderer Tierheime besteht darin, dass Gudrun Lumpp kaum Einnahmen aus Tiervermittlungen erhält. Sie nimmt vor allem sehr alte und kranke Hunde auf, die nicht mehr vermittelt werden können und welche sie bis zu deren Tod pflegt. Ihr Tierhort ist ein Ort, an dem die Tiere einen ruhigen Lebensabend verbringen können.

Die Tierschutzjugend NRW ist die Jugendorganisation im Landestierschutzverband NRW e.V. Sie unterstützt lokale Kinder- sowie Jugendgruppen der Tierschutzvereine und bietet Fortbildungen und Schulungen für Gruppenleiterinnen sowie -leiter an. Für Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren werden zahlreiche Bildungs- und Ferienangebote zu Tierschutz- und Umweltthemen angeboten: Zum Beispiel die richtige Haltung von Haustieren, die landwirtschaftliche Tierhaltung oder auch vegetarisches Kochen. Seit der Corona-Pandemie vermittelt die Tierschutzjugend jungen Menschen Bildungsangebote auch als Web-Veranstaltungen und bietet ein digitales Zusatzangebot mit Rätseln, Buch-, Film- und Basteltipps.

Zweiter Preis (je 5.000 Euro) – Den zweiten Platz teilen sich das Bildungsprojekt „TiNa macht Schule“ sowie die Vereine SAMT e. V. und der Tierschutzverein Notpfote Animal Rescue e. V.:

„TiNa macht Schule“ (Tier- und Naturschutz) ist ein Projekt des Düsseldorfer Tierschutzvereins. Das Projekt besteht seit 2017 und enthält diverse Bildungsangebote, Unterrichtseinheiten, Exkursionen zum eigenen Tierschutzhof und Arbeitsgemeinschaften mit Offenen Ganztagsschulen. Kinder und Jugendliche lernen so altersgerecht und spielerisch wichtige Kenntnisse über Tiere und Natur, über die Umwelt und die eigenen Möglichkeiten im Alltag mit alldem respektvoll und nachhaltig umzugehen. „TiNa macht Schule“ ist Mitglied im Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung und kooperiert mit verschiedensten Akteuren im Tier- und Umweltschutz.

Der Verein SAMT e. V. (Soziale Arbeit für Mensch und Tier) aus Jülich versorgt Haustiere von Halterinnen und Haltern, die in eine schwierige Situation geraten sind – zum Beispiel durch Krankheit oder Armut. Der Verein ermöglicht Futterausgaben, übernimmt für Bedürftige die Tierarztkosten und leistet Beratungsarbeit sowie Hilfestellungen und Betreuung vor Ort. Auch der „klassische“ Tierschutz wird praktiziert: Verwaiste und ausgesetzte Tiere werden gepflegt und anschließend in ein neues Zuhause vermittelt. Weiterhin leistet SAMT e. V. Aufklärungsarbeit und gibt Informationen über die artgerechte Haltung von Tieren und hilft bei der Suche nach vermissten Tieren über das Vereinsnetzwerk.

Der Tierschutzverein Notpfote Animal Rescue e. V. aus Neuss hat seit 2011 zahlreiche Tierschutz-Projekte ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projektes „Senioren für Senioren“ werden ältere Hunde, die ihr Zuhause verloren haben, an Senioren vermittelt. Neben der Übernahme von Arzt- und Futterkosten erhalten die Senioren Unterstützung bei der Betreuung der Tiere. Ein anderes Projekt „Senioren für den Tierschutz“ ermöglicht und fördert die Reintegration älterer Menschen in die klassischen Tierschutzarbeiten. Auch im Bereich der Tierschutzbildung ist der Verein aktiv. Mit dem „Tierschutzlehrer Projekt“ sollen Kinder und Jugendliche anschaulich und altersgerecht über die Themen Natur und Umweltschutz aufgeklärt werden – auch mit ihren kritischen Aspekten.

Eine Fachjury entschied über die Siegerinnen und Sieger

Über die Preisvergabe entschied eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Mitgliedern des Landestierschutzbeirates Nordrhein-Westfalen, des Referates Tierschutz des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Landestierschutzbeauftragten Dr. Gerlinde von Dehn. Seit dem 1. Dezember 2020 ist Frau Dr. von Dehn im Amt der Landestierschutzbeauftragten. Sie ist eine unabhängige Anlaufstelle für Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern und Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände und -vereine sowie für Organisationen und Einrichtungen.

Die Tierschutzbeauftragte ist zu erreichen unter:

Dr. Gerlinde von Dehn

Emilie-Preyer-Platz 1

40479 Düsseldorf

Telefon: 0211/45 66-580

E-Mail: TierSchB@mulnv.nrw.de

Wenden Sie sich gerne auch an:

Frau Melina Brauers

Telefon: 0211/45 66-323

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40.000 Euro auf Kirmes überreicht

Mechernich-Satzvey/-Katzvey/Fliesteden – Fliesteden feierte drei Tage Kirmes – einer der Höhepunkte war die Übergabe eines Schecks über 40.000 Euro an eine Delegation aus Mechernich.

Die bestand aus dem stellvertretenden Bürgermeister Günter Kornell, Guido Risters sowie die Ortsbürgermeisterin Nathalie Konias und eine Gruppe aus Satzvey mit der Ortsbürgermeisterin Heike Waßenhoven und Frank Chelmowski für den Satzveyer Spendenverein

Nun waren aber nicht die Gäste die Attraktion, sondern das, was der Bürgermeister aus Bergheim in Händen hielt. Volker Mießeler, fühlte sich so betonte er, „emotional betroffen da er selber gebürtiger Eifler“ sei und freute sich daher umso mehr, an diesem Abend einen Scheck überreichen zu können.

Mit Spendenaufrufen, Kuchenverkauf, Benefizkonzert und weiteren Aktionen hatten die Ortsbürgermeisterin Elisabeth Hülsewig (Fliesteden) und ihr Kollege Georg Linzbach (Büsdorf) im Vorfeld ihre Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung gebeten. Am Ende rundeten Glessener Künstler und Engagierte den bis dahin zusammen getragenen Betrag auf eben diese 40000 Euro auf. Die Summe werden nun die vier Ortsbürgermeister – aus Fliesteden, Büsdorf, Satzvey und Katzvey – schnellstmöglich unter den beiden betroffenen Orten aufteilen.

„Große Leistung“

Heike Waßenhoven dankte den Anwesenden und dem Satzveyer Chelmowski für das große Engagement und nickte zustimmend, als ihre Fliestedener Kollegin Hülsewig von der großen Leistung sprach, die die Bergheimer Menschen für die beiden Eifelorte erbracht hatten. Günter Kornell richtete ebenfalls dankende Worte an die Anwesenden und zeigte sich beeindruckt vom Umfang der gesammelten Spende.

Die Ortsbürgermeisterinnen Hülsewig und ihre Kollegin Konias freuen sich bereits die nächste Idee in petto zu haben. Nathalie Konias: „Als Ausdruck einer hoffentlich langen Freundschaft zwischen den Dörfern sollen in allen vier Orten jeweils ein Baum gepflanzt werden.“

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Pferde- und Tiersegnung an der Schwanenkirche zu Roes am gestrigen Sonntag 03.Oktober 2021

Roes/Kaisersesch – Tradition an der Schwanenkirche. In diesem Jahr fanden sich wieder Pferde und Reiter an der Schwanenkirche zu Roes ein. Auch Hunde und sogar ein Kaninchen, mit ihren Herrchen und Frauchen, waren dabei.

Alljährlich am 03. Oktober finden sich Tierfreunde mit ihren Lieblingen am Platz neben der Kirche ein, um Gottes Segen zu erhalten. Weit konnte man die Ankommenden sehen, welche im Herbstwind und sogar mit ein paar Sonnenstrahlen, zur Schwanenkirche kamen.

Dank einer kleinen Gruppe, welche sich jedes Jahr einsetzt, war sogar wieder für das leibliche Wohl gesorgt.

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Rotes Kreuz in Euskirchen versorgt Bedürftige und Flutopfer mit hochwertiger Kleidung

Euskirchen – Qualitätsgarderobe zu Schnäppchenpreisen oder ganz umsonst – Edeltraud Engelen: „Was wir dringend brauchen, sind ehrenamtliche Helfer!“ Die kalten Wintermonate stehen vor der Tür. Nicht für jeden Menschen im Kreis Euskirchen ist es eine Selbstverständlichkeit, sich mit warmer Kleidung eindecken zu können. Besonders nach der Flutkatastrophe sind die finanziellen Möglichkeiten vieler Betroffener stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Begeisterte Kunden wie Elisabeth Schneider (r) schwärmen vom reichhaltigen Angebot des DRK-Kleiderladens. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Man sollte in solchen und ähnlich gelagerten Fällen den Weg zum sozialen Kleiderladen des Roten Kreuzes in Euskirchen nicht scheuen. Er befindet sich in der Münstereifeler Straße 41 und ist montags, dienstags und donnerstags zwischen 9.30 und 14 Uhr geöffnet sowie mittwochs von 9.30 bis 17 Uhr.

Der Laden ist gerade frisch renoviert worden und erstrahlt in neuem Glanz. Das Kleidungsangebot ist gewohnt breitgefächert. Neben Damen- und Herrengarderobe, Mützen und Schuhen gibt es auch reichlich Kinderkleidung. Edeltraud Engelen, die stellvertretende Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes, betont, dass auch Kleinmöbel, Lampen und Spielzeug erhältlich ist.

„Wir sind insgesamt moderner aufgestellt und freuen uns, in Not geratene Menschen unterstützen zu können“, so die engagierte Rotkreuzerin. Mit einer Bescheinigung der Kommunen, die auch für den Versicherungsnachweis nötig ist, stehe das Angebot des Kleiderladens Flutopfern kostenlos zur Verfügung.

Kaufen wie im normalen Geschäft

Doch auch ohne Bescheinigung könne man dort einkaufen, so Edeltraud Engelen: „Jeder ist willkommen, um kostengünstig zu erwerben.“ Ein Angebot, das von vielen Kunden mit Freude angenommen wird. „Es ist wie Einkaufen in einem »normalen« Laden mit tollem Angebot“, schwärmte die Kundin Elisabeth Schneider im Gespräch mit unserem Reporter: „Bei manchen Second-Hand-Geschäften fragt man sich, wer Waren in so einem schlechten Zustand anbietet, aber beim Roten Kreuz ist Qualität Ehrensache.“

Um diesen hohen Standard zu gewährleisten, arbeiten viele helfende Hände im Laden und hinter den Kulissen. „Alle Spenden und Hilfslieferungen werden im Vorfeld begutachtet und sortiert“, so Edeltraud Engelen: „Leider nutzen einige Zeitgenossen die Möglichkeit der Kleiderspende, um ihren Keller zu entrümpeln. Solche Sachen sind ungeeignet und müssen aussortiert werden.“

Gute Sachen hingegen landen an den Kleiderbügeln des sozialen Ladens und erfreuen Bedürftige und Schnäppchenjäger. Was der DRK-Kleiderladen noch dringend braucht, sind weitere ehrenamtliche Helfer, so Edeltraud Engelen. Freundliches Auftreten und ein wenig Zeit seien alles, was die Helferinnen und Helfer mitbringen müssen.

„Wir wollen die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen und brauchen aktuell besonders im Lager Unterstützung“, so die stellvertretende Rotkreuz-Vorsitzende. Interessierte können sich unter (0 22 51) 62 54 85 melden oder zu den Öffnungszeiten des sozialen Kleiderladen selbst in der Münstereifeler Straße 41 vorstellen.