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Neuer Kurzwegweiser „Was tun im Pflegefall“ für pflegende Angehörige ab sofort erhältlich

Region/Mayen-Koblenz – Ein Pflegefall in der Familie tritt oftmals plötzlich ein. Das stellt Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen. Sich frühzeitig und langfristig mit diesem Thema zu beschäftigen ist in jedem Fall eine ratsame Vorgehensweise. Der Landkreis Mayen-Koblenz und die Fachkräfteallianz Mayen-Koblenz stellen daher die aktualisierte Broschüre „Was tun im Pflegefall“ bereit. Sie bietet sowohl einen Überblick über Optionen und mögliche Hilfestellungen im akuten Fall, regt aber auch dazu an, sich ohne dringenden Handlungsbedarf mit den Themen „Pflege“ und „Wohnen im Alter“ zu beschäftigen.

Die Initiative zu einem Kurzwegweiser für pflegende Angehörige kam vor einigen Jahren aus der Fachkräfteallianz. Unternehmen hatten zunehmend im Rahmen ihres familienfreundlichen Engagements und speziell zum Thema Vereinbarkeit Beruf und Familie die pflegenden Angehörigen im Blick. Sie wollten ihren Mitarbeitern eine Kurzinformation zum Thema Pflege zur Verfügung stellen, damit diese schnell und zielgerichtet Hilfe bekommen, wenn ein Bedarfsfall in der Familie eintritt. Bei der nun erfolgten Neuauflage wurden nicht nur Adressen und Telefonnummern aktualisiert, auch weitere Hinweise und Anlaufstellen kamen hinzu. Zudem regt die Neuauflage dazu an, sich bereits in früheren Jahren Fragen zu stellen, die das Alter betreffen.

Den Kurzwegweiser gibt es digital unter www.kvmyk.de/pflegefall, in den Pflegestützpunkten sowie bei der Stabsstelle Pflegestrukturplanung der Kreisverwaltung, E-Mail: markus.eiden@kvmyk.de

 

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Smarte Region Mayen-Koblenz – Clevere Ideen sind gefragt

Region/Mayen-Koblenz – Bürger können sich ab sofort unter www.myk10.de einbringen. Was ist nötig, möglich, wichtig, um Mayen-Koblenz „smart“, das heißt durch eine intelligente Vernetzung von verschiedenen Lebensbereichen und Technologien auf Dauer zukunftsfähig, attraktiv und lebenswert zu machen? Wie können die Menschen im Landkreis besser vernetzt werden? Welche digitalen Möglichkeiten lassen sich nutzen, um analoge Herausforderungen zu lösen und unsere Zukunft intelligent zu gestalten? Diese Fragen können nur von jenen Menschen beantwortet werden, die in Mayen-Koblenz leben, arbeiten – oder sich auf anderer Ebene mit dem Landkreis verbunden fühlen. Deshalb lädt das Projektteam „Smarte Region MYK10“ alle Bürger zu einem Ideenwettbewerb ein.

Der Wettbewerb startete am Freitag, 08. Oktober. Von da an werden einen Monat lang clevere, innovative und nachhaltige Ideen gesucht, die den Alltag im Landkreis Mayen-Koblenz besser machen. Die eingereichte Idee sollte die Menschen im Landkreis in ihrem Alltag unterstützen, etwa in den folgenden Bereichen:

  1. Arbeit und Bildung: Was hilft dabei, besser zu arbeiten oder zu lernen?
  2. Versorgen: Wie können alltägliche Besorgungen besser erledigt werden?
  3. Mobilität: Wie kommt man besser von A nach B?
  4. Freizeit: Wie kann das, was den Mayen-Koblenzern Freude bereitet, intelligenter gestaltet werden?

„Die Einbindung der Menschen vor Ort ist elementarer Bestandteil des MYK10-Projekts. Die Bürger sind Experten für ihr Alltagsleben und können am besten beschreiben, wie dieses auf innovative und smarte Weise konkret verbessert werden kann. Daher möchten wir Sie mit diesem Wettbewerb explizit und herzlich dazu einladen, sich aktiv zu beteiligen und uns Ihre Ideen und Anregungen mitzuteilen“, fasst Sonja Gröntgen, Digitalisierungsbeauftragte des Landkreises, zusammen.

In diesem Ideenwettbewerb werden zunächst drei Ideen prämiert, die dann in Real-Laboren zu konkreten Lösungen weiterentwickelt und noch im Jahr 2022 umgesetzt werden. Aber auch über den Wettbewerb hinaus werden Ideen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft in der Region selbstverständlich immer willkommen geheißen. Alle Vorschläge, die eingereicht werden, landen im Ideenspeicher und werden kontinuierlich von einem Expertenteam auf Aspekte wie zum Beispiel Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit oder Mehrwert für die Region geprüft.

Ideen können über die neue Plattform www.myk10.de bis zum 8. November eingereicht werden.

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„Mechernich als Herz der Nordeifel“

Mechernich – Stadtrat spricht sich mit großer Mehrheit für das Konzept der Innenstadtentwicklung aus – Antrag auf Förderung wurde am 30. September bei der Bezirksregierung eingereicht – „Die Stadtmitte hat eine Chance verdient“ – Die neue Mitte soll attraktiver werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten – Fahrplan bis 2029 für „Schritt-für-Schritt“-Umsetzung der Maßnahmen.

Der Marktplatz soll aus seinem Schattendasein, das er bislang fristet, herausgeholt werden. Erster Beigeordneter Thomas Hambach und Stadtentwickler Christian Habrich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt heißt es abwarten, ob die Förderung für die Innenstadtentwicklung bewilligt wird. Am 30. September ist der Antrag auf Förderung von der Stadt Mechernich bei der Bezirksregierung eingereicht worden.

„Die Stadtmitte hat eine Chance verdient“, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zu den Ratsvertretern, die sich danach mit überwiegender Mehrheit für das erste Rahmenkonzept aussprachen.

Bereits vor über einem Jahr war das Konzept erstmals mit seinem Handlungsfelder, Leitsätzen und Visionen für die Innenstadtentwicklung aufgestellt worden, nachdem Bürger und Gewerbetreibende ihre Wünsche und Ideen hatten mit einbringen können. Eingeflossen war auch die Bestandssituation mit Verkehrsnetz, Parksituation, Grün- und Freiräume. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde das Konzept dann noch weiter verbessert.

Neuer Bereich

Bislang lagen vor allem drei Bereiche im Fokus: Die „Neue Stadtmitte“ mit dem Rathaus, Bleiberg- und Marktplatz, im östlichen Stadtteil das Schulzentrum und im Westen der Bahnhof mitsamt der historischen Arbeitersiedlung. Inzwischen wurde das Konzept um einen nördlichen Teil erweitert und damit auch das Krankenhaus integriert in die Gesamtbetrachtung. „Der Gesundheitsstandort hat schließlich eine große Bedeutung für die Stadt und Region“, konstatierte Dr. Eric Suder vom Fachplanungsbüro „MWM“ aus Aachen.

Er erläuterte in der Ratssitzung nochmal überblicksartig das Gesamtkonzept, vor allem die Ansätze und Ideen, wie sich Mechernich entwickeln sollte. Wert werde vor allem gelegt auf die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Barrierefreiheit, Stärkung des Rad- und Fußverkehrs und nicht zuletzt auch eine Neuordnung der Marktmöglichkeiten. Letztlich soll eine neue kompakte attraktive Stadtmitte gestaltet werden, mit optimierter Erreichbarkeit, mehr Grün, besserer Vernetzung der Bereiche untereinander, in der ebenso ein generationenübergreifendes Kultur-, Gesundheits- und Bildungszentrum im neuen Oktogon eine wichtige Funktion übernimmt.

„Flickenteppich überwinden“

„Mechernich Herz der Nordeifel“ als Zukunftsanspruch, zitierte Bernd Niedermeier, ebenfalls MWM, die Vision. Dafür müsse man auch „den baulichen Flickenteppich überwinden und endlich ein zusammenhängendes Zentrum schaffen“. Eine Schlüsselrolle komme dem Takko-Rewe-Getränke-Gebäude zu, das abgerissen werden soll. „Von dem Impuls erwarten wir uns, dass der auch ausstrahlt und eine langfristige strategisch gesteuerte Stadtentwicklung in dem ganzen Bereich auslöst“, so der MWM-Fachplaner weiter.

Vor allem aber will man weg von der „Hinterhofsituation“. Der Markt soll aus seiner Abgeschiedenheit („als unbelebter, verschatteter Platz“) herausgeholt werden und damit eine großzügige Nord-Süd-Achse öffnen. „Wir bekommen damit vom Gartenplatz bis runter zur Bahnstraße eine neue Platzsituation, die bespielt werden kann. Die für Märkte und Veranstaltungen dienen kann, aber auch im Alltag durch Außengastronomie und entsprechende Nutzungen, Dienstleistungen und Ladenlokale belebt werden kann“, sagte Niedermeier: „Um das zu erreichen, müssen wir uns auch Gedanken machen, wie wir den Verkehr leiten und was das Thema Erreichbarkeit angeht.“ Im Kern der Stadt ist eine Tiefgarage mit aktuell 113 Stellplätzen im Konzept vorgesehen, 28 Parkplätze bleiben auf dem Bleibergplatz.

„Das alles ist natürlich eine Grobkonzeption und muss im Weiteren erst konkreter ausgearbeitet werden. Aber wir wollen heute aufzeigen, was möglich ist und was hier die neue Mitte bieten kann“, so Niedermeier.

Start mit Florianstraße

Läuft alles nach Plan könnte das Konzept Schritt für Schritt bis 2029 umgesetzt werden. Als erstes stünde dann 2022 die Umgestaltung der Florianstraße an, die als Fußgängererschließung für den zentralen Bereich aufgehübscht werden soll.

Die Planer rechnen mit Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro für die Baumaßnahmen in der Mechernicher Innenstadt. Wenn der Antrag bewilligt wird, stellt das Land 60 Prozent zur Verfügung. Abhängig ist man aber natürlich auch von privaten Investoren.

„Wir sollten die Chance nutzen“, sprach sich Dr. Hans-Peter Schick klar dafür aus. Hinter den einzelnen Maßnahmen stecke ein enormes dynamisches Potenzial für eine weiterhin lebendige Stadtmitte.

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Kreisverwaltung Ahrweiler benötigt aufgrund der Flutfolgen personelle Unterstützung

Ahrweiler – Fachpersonal für Wiederaufbau und Bewältigung der Flutfolgen gesucht. Aufgrund der Flutfolgen benötigt die Kreisverwaltung Ahrweiler aktuell, aber vor allem in Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen des Wiederaufbaus in den nächsten Jahren umfangreiche Unterstützung durch Fachpersonal. Über den entsprechenden Personal-Mehrbedarf wurde der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert.

Eine Abfrage innerhalb der einzelnen Abteilungen der Verwaltung hat ergeben, dass zusätzlich 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt werden, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Hierzu zählen unter anderem der Wiederaufbau der sieben Kreisschulen, der Kreisstraßen und die fachliche und koordinierende Begleitung des gesamten Wiederaufbaus der staatlichen und kommunalen Infrastruktur sowie der privaten und gewerblichen Gebäude.

Darüber hinaus ist die Kreisverwaltung unter anderem intensiv in Fragen der Landes- und Bauleitplanung eingebunden und muss zusätzlich erforderliche wasser- und umweltrechtliche Verfahren sowie eine Vielzahl an Baugenehmigungsanträgen betreuen. Eine weitere große Herausforderung stellt zudem die Bewältigung der sozialen Folgen der Flutkatastrophe dar. Diese umfangreichen Aufgaben sind mit dem derzeit vorhandenen Personal nicht zu bewältigen.

In den vergangenen Wochen hat die Verwaltung bereits unterschiedliche Initiativen ergriffen, um die personellen Mehrbedarfe zu decken. Umgehend nach der Flutkatastrophe wurden die umliegenden Kreis- und Stadtverwaltungen im Rahmen der Amtshilfe um personelle Unterstützung gebeten. Dieser Bitte waren die benachbarten Kommunalverwaltungen dankenswerterweise nachgekommen und stellten Personal für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. Außerdem konnte die Betreuung verschiedener Hotlines ausgelagert werden. Dringend benötigte Stellen wurden zudem ausgeschrieben.

Zusätzlich hierzu wurde auch auf Landes- und Bundesebene um personelle Unterstützung gebeten. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation hat bereits angeboten, Beamtinnen und Beamte ab dem 55. Lebensjahr im Rahmen des sogenannten „engagierten Ruhestandes“ zur Verfügung zu stellen. Ihr Einsatz ist in Form eines Bundesfreiwilligendienstes für einen Zeitraum von sechs bis 18 Monaten geplant. Ab wann die Unterstützung von dort erfolgen kann, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar. Des Weiteren teilte Staatssekretärin Nicole Steingaß mit, dass sie ebenfalls ein entsprechendes Amtshilfeersuchen an das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gestellt habe.

Informationen zu Stellenausschreibungen sowie die Möglichkeit, sich zu bewerben, gibt es online unter https://kreis-ahrweiler.de > Menü > „Verwaltung“ „Ausbildung & Beruf“ > „Stellenausschreibung“.

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Gaszähler aus dem Flutgebiet ans Haus der Geschichte übergeben

Bad Neuenahr/Bonn – Objekt steht stellvertretend für die Zerstörung der Infrastruktur im Ahrtal. Der Raum atmet förmlich Geschichte: Im Untergeschoss des Hauses der Geschichte in Bonn befindet sich so etwas wie das Gedächtnis der Republik. In meterlangen, schmucklosen Regalen findet sich alles, was die Nation einmal bewegte: der braune Lederfußball aus dem WM-Endspiel 1966 zwischen Deutschland und England, die beschlagnahmten Nagelbalken, mit denen militante Demonstranten ein Abholzen des Hambacher Forstes zugunsten des Braunkohletagebaus verhindern wollten – und neuerdings auch ein Gaszähler aus dem Flutgebiet im Ahrtal.

Die Flutkatastrophe, die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu massiven Schäden und etlichen Todesfällen geführt hat, ist ein Ereignis historischen Ausmaßes. Kein Wunder, dass sich auch die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland dafür interessiert und bereits damit begonnen hat, geeignete Exponate zu sammeln. Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) hat der Stiftung jetzt ein Objekt übergeben, das sinnbildlich für die Zerstörung der Infrastruktur im Ahrtal steht: Pressesprecher Marcelo Peerenboom überreichte Sammlungsdirektor Dr. Dietmar Preißler einen Gaszähler, der vor wenigen Wochen aus einem überfluteten Gebäude ausgebaut wurde.

Die Hochwasserspuren sind dem Zähler deutlich anzusehen: Der bräunliche Belag, der sich auf dem grauen Gaszähler abgesetzt hat, ist ein Zeichen dafür, dass auch er am 15. Juli unter Wasser stand. „Die Zähler aus den überfluteten Gebäuden mussten wir in den Wochen nach der Hochwasserkatastrophe nach und nach ausbauen“, erläutert Marcelo Peerenboom. Erst nach Wiederinbetriebnahme des jeweiligen Netzanschlusses und einer neuen Heizungsanlage werden neue Zähler eingesetzt. „Auch der Zähler, den wir nun dem Haus der Geschichte überlassen haben, ist zu dem Zeitpunkt stehen geblieben, als das Erdgasnetz durch die zerstörerische Kraft der Flut förmlich zerfetzt wurde“, berichtet der evm-Sprecher. Anhand der Zählernummer lässt sich exakt rekonstruieren, aus welchem Objekt das Gerät ausgebaut wurde. Für Dr. Dietmar Preißler und sein Team sind dies wichtige Daten, die für eine einwandfreie Dokumentation notwendig sind. Sie wissen nun, dass der Zähler einmal in einem Gebäude an der Oberhutstraße im Stadtteil Ahrweiler hing.

Der Sammlungsdirektor der Bundestiftung zeigte sich dankbar, dass ihm die evm den Gaszähler angeboten hat: „Dieses Objekt dokumentiert in aussagekräftiger Weise einen wichtigen Aspekt der Flutkatastrophe“, erklärt Preißler. Ihm ist es ein Anliegen, Gegenstände und Dokumente zu finden, die das Hochwasser von Mitte Juli 2021 dokumentieren. Unter anderem hat bereits ein Weinfass aus dem Ahrtal Eingang in das Museumsdepot gefunden. Die umfangreiche Sammlung des Hauses der Geschichte mit mehr als einer Million Objekte bildet so etwas wie das nationale Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu zählen nun auch Gegenstände wie der Gaszähler, die die Flutkatastrophe illustrieren. Experten der Stiftung werden in den nächsten Tagen das Objekt fachgerecht konservieren, sodass auch die getrocknete Schlammschicht auf dem Zähler dauerhaft erhalten bleibt. Außerdem werden professionelle Fotos erstellt, sodass das Objekt mitsamt allen wichtigen Informationen künftig in der Datenbank der Sammlung jederzeit auffindbar ist.

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Gegen unerwünschten Katzen-Nachwuchs: Kastrations-Aktion im Kreis Düren vom 11. Oktober bis 07. November

Düren – Bereits zum 14. Mal findet im Kreis Düren die Kastrationsaktion für Kater und Katzen vom 11. Oktober bis zum 7. November statt. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Düren e.V. ruft der Kreis Düren private Halter dazu auf, ihre Freigänger unfruchtbar zu machen. Laut Katzenschutzverordnung des Kreises Düren müssen Katzen und Kater, die im Kreisgebiet leben, mit einem Mikrochip gekennzeichnet, registriert und kastriert sein.

„Wir wollen das Katzenelend eindämmen. Dazu muss die unkontrollierte Vermehrung der Tiere verhindert werden. Die Kastrationsaktion leistet hierzu einen wertvollen Beitrag“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Wer sein Tier während der Aktionswoche bei einem der teilnehmenden Tierärzte kastrieren lässt, erhält den bei der OP eingesetzten Mikrotransponder gratis dazu. Er ist zur eindeutigen Kennzeichnung des Tieres erforderlich. Zudem kann das Tier kostenfrei im Haustierregister FINDEFIX registriert werden. Halter mit geringem Einkommen können bei bestimmten Voraussetzungen auch eine finanzielle Unterstützung für die Kastration bekommen.

Auch Jürgen Plinz, Vorsitzender des Tierschutzvereins für den Kreis Düren, appelliert, diese Aktionswoche zu nutzen. Im vereinseigenen Tierheim erlebt er oft das traurige Schicksal unerwünschten Nachwuchses. „Die Tiere werden bei uns abgegeben oder von Tierfreunden oder unseren ehrenamtlichen Einfangteams auf der Straße gefunden, wo sie von ihren Haltern wahrscheinlich ausgesetzt wurden“, sagt er. Katzen die unentdeckt blieben, erwarte auf der Straße ein Leben in Hunger und Krankheit.

Neben dem Kreis Düren und dem Tierschutzverein beteiligen sich Tierschutzorganisationen und zahlreiche Tierärzte an der Kastrationsaktion. Weitere Infos (auch zu den teilnehmenden Tierärzten) gibt es unter www.katzenkastration-dueren.de.

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„Online-Knöllchen“ – Verwarnungen in Aachen direkt online einsehen und bezahlen

Aachen – Ab dem heutigen 11. Oktober können Verwarnungen im ruhenden Verkehr direkt über ein internetfähiges Endgerät eingesehen und gegebenenfalls auch online über ein Payment-Verfahren der Stadt Aachen oder im Rahmen des eigenen Online-Banking bezahlt werden. Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung ergänzt dadurch zusammen mit dem Fachbereich Personal, Organisation, E-Government und Informationstechnologie das Portfolio aller Online-Dienstleistungen und insbesondere der Ordnungswidrigkeitenverfahren der Stadt. Bislang konnte ausschließlich die Anhörung im Verfahren online erledigt werden.

Was ist neu?

Halter*innen von ordnungswidrig abgestellten Fahrzeugen wurden bislang zunächst mittels „gelben Zettel“ auf ihr Fehlverhalten hingewiesen.

Zukünftig wird sich auf den neuen weißen Zetteln ein individueller QR-Code befinden, über den man mittels Endgerät umgehend über Grund und finanzielle Höhe der Verwarnung informiert wird. Dieser QR-Code ist fünf Tage gültig. Nach dieser Zeit läuft die Gültigkeit ab und der Zugriff wird verweigert.

Über den QR-Code landet man auf der Internetseite www.aachen.de/parkverstoss und kann nach Eingabe des KFZ-Kennzeichens die einzelnen Daten einsehen. Diese Internetseite kann auch direkt aufgerufen werden.

Zum Bezahlen stehen verschiedene Bezahldienste zur Verfügung. Für die Halter*innen hat das online Bezahlverfahren den Vorteil, dass sämtliche Schritte in einem Verfahrensablauf erledigt werden können und beispielsweise keine gesonderte Eingabe der IBAN, des Verwendungszweckes oder des Geldbetrages erforderlich ist und die Halter*innen kein gesondertes Schreiben erhalten. Auf Seiten der Stadt wird der Haushalt durch den Wegfall von Papier-, Druck- und Portokosten entlastet und zudem ein Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz geleistet.

Halter*innen, die die Möglichkeit des „Online-Knöllchens“ nicht innerhalb von fünf Tage nutzen, werden auch in Zukunft nach ca. sieben Tagen über das Vergehen und das festgestellte Verwarngeld per Post informiert.

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Schnelles Internet für Niederzissen – Anwohner erhalten Angebot für kostenlosen Hausanschluss

Niederzissen – Westenergie startet Vorvermarktung für Glasfaserausbau ab dem November 2021. Gute Neuigkeiten für Anwohner in Niederzissen: Gemeinsam mit Westenergie Breitband plant die Ortsgemeinde Niederzissen den Ausbau eines Glasfasernetzes für superschnelles Internet.

Hierzu startet Westenergie am 1. November 2021 die Vorvermarktung für den ersten Bauabschnitt in folgenden Straßen: Amselweg, Arweg, Auf Koisdorf, Fasanenweg, Finkenweg, Friedhofstraße, Heubachtal, Kapellenstraße, Hinter den Zäunen, Im Joch, Lerchenweg und Zehnthofstraße. Bei Erreichen einer Vorvermarktungsquote von 40 Prozent wird der Netzbetreiber ein Glasfasernetz in FTTH-Bauweise (FTTH = Fiber to the Home) ausbauen.

„Mit diesem Ausbau sind die Anwohner zukunftssicher aufgestellt, denn die Glasfaserkabel werden direkt bis in die Gebäude verlegt. Jedes Haus im Ausbaubereich erhält seinen eigenen Glasfaseranschluss. Übertragungsraten von 1.000 Megabit stellen dann kein Problem mehr dar, für Gewerbe und Industrie sind spezielle Übertragungsraten im Gigabitbereich möglich“, erläutert Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie.

Vom 1. November bis einschließlich 31. Dezember 2021 wird der Westenergie Vertriebspartner DSL-Eifel, unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln auf die Haushalte zukommen, um mit Ihnen bei Interesse über Ihr persönliches Angebot zu sprechen. Zudem lädt die Ortsgemeinde Niederzissen gemeinsam mit Westenergie alle Anwohner zu einer Informationsveranstaltung am
2. November 2021 um 19.30 Uhr in der Bausenberghalle (Horststraße 3) ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung informiert das Energieunternehmen detailliert zum geplanten Glasfaserausbau.

„Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch die Bürgerinnen und Bürger in Niederzissen die Möglichkeit erhalten, durch einen Glasfaseranschluss direkt bis ins Haus von einer schnellen und stabilen Internetverbindung profitieren zu können. Ich hoffe, dass viele Anwohner das attraktive Angebot eines kostenloses Hausanschlusses im Rahmen der Vorvermarktung nutzen werden“, erklärt Rolf Hans, Ortsbürgermeister von Niederzissen.

Alle Anwohner im Ausbaugebiet von Niederzissen, die einen E.ON-Highspeed Telefonie-/ Internetdienst im Rahmen der Vorvermarktung abschließen, erhalten den Glasfaseranschluss kostenlos. Dieses Angebot wird bis zum 31. Dezember 2021 aufrecht erhalten. Auskünfte über die Angebote erhalten Sie bereits jetzt telefonisch beim Westenergie Vertriebspartner DSL-Eifel unter der Rufnummer 02632-4969205. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.eon-highspeed.com

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Einen Tag auf Lohn verzichtet

Kall/Mechernich – Für die Hochwasser-Hilfe opferte das Personal des Salons Tobehn-Herriger in Mechernich seinen Ruhetag – Jetzt den Erlös von 2300 Euro an Willi Greuel übergeben – Hilfsgruppe hat schon 250.00 Euro an Flutopfer vergeben – SV Rinnen startet am 16. Oktober ein Weinfest für den guten Zweck.

Die große Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung für die Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel ist weiterhin ungebrochen. „Wir konnten Familien mit Kindern, die durch die schlimme Flut in der Nacht zum 15. Juli Hab und Gut verloren haben, bisher mit rund 250.000 Euro Soforthilfe unterstützen“, freut sich Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel über die andauernde Welle der Hilfsbereitschaft und die große Dankbarkeit der Betroffenen.

Die Not sei noch groß und die Familien brauchten auch weiterhin Unterstützung. Deshalb setzt der Hilfsgruppen-Chef auf das weitere Wohlwollen des Finanzamtes, das der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt hat, damit diese  satzungsfremden Ausgaben an die von der Flut betroffenen Familien geleistet werden können. Greuel hofft, den Familien auch nach Ablauf der Frist zum Oktober-Ende weiter helfen zu können.

Um die Hilfe des Kaller Vereins zu unterstützen, lassen sich die Eifeler immer wieder neue Dinge einfallen. So auch Petra Tobehn-Herriger, die Chefin des gleichnamigen Friseursalons in Mechernich.

Sie hatte im August ihrem Team den Vorschlag unterbreitet, an einem eigentlich arbeitsfreien Montag  den Salon zu öffnen und den ganzen Umsatz an die Hilfsgruppe zu spenden. Beim ihrem Personal lief sie offenen Türen ein, und so startete am 30. August der „Haarschneide-Tag“ zugunsten der Hilfsgruppe. Das gesamte Team verzichte nicht nur auf den üblichen Ruhetag, sondern auch auf eine Entlohnung für die Sonderschicht. Und auch alle Trinkgelder gingen in den großen Spendentopf.

Sie sei stolz auf ihr engagiertes Team und dankbar für deren Bereitschaft, zugunsten der Flutopfer auf einen freien verzichtet zu haben, ließ Petra Tobehn  verlauten, als sie jetzt den Erlös des Aktionstages in Höhe von 2300 Euro an Willi Greuel übergab. Dank richtete sie auch an ihre treue Kundschaft, die sich an diesem Tag in den Dienst der guten Sache gestellt und so manchen  zusätzlichen Euro gespendet habe.

Weinfest am Kallbachtal

Am Samstag, 16. Oktober, unterstützt der SV Rinnen die Flutopferhilfe der Hilfsgruppe ab 16 Uhr mit einem Benefiztag. „Weinfest am Kallbachtal“ heißt das Motto der Veranstaltung, zu der sich der Sportplatz am Ortsrand von Rinnen in ein kleines Weindorf verwandelt. „Wir werden im stilvollen Ambiente den Zauber eines zünftigen Weinfestes in die Eifel holen“, verspricht SV-Vorsitzender Timo Hermanns. Der gesamte Erlös des Festes werde zu 100 Prozent für Betroffene der Flutkatstrophe gespendet.

Ob Rotwein, Weißwein oder Rosé – trocken, lieblich oder feinherb – Riesling, Burgunder oder Chardonnay: beim Fest werde für jeden Geschmack der passende Wein angeboten, so dass jeder Gast, vom Neuling bis zum Kenner, auf seine Kosten komme.

Damit die Benefiz-Veranstaltung ein Fest der kulinarischen Sinne wird, wird der SV Rinnen zwei Experten an den Start bringen. Hermanns: „Wir freuen uns, mit Marc Baum und Patrick Zimmer zwei lokale Kenner für Genuss und Geschmack für das „Weinfest am Kallbachtal“ gewonnen zu haben“. Die beiden werden die Besucher auf eine kulinarische Reise mitnehmen.

Marc Baum werde als bekannter lokaler Weinhändler (WeinBaum) und Bachelor in internationaler Weinwirtschaft verschiedene Weine und deren Eigenschaften vorstellen. Bäckermeister Patrick Zimmer aus der gleichnamigen Bäckerei  in Sistig ergänze die Weine mit eigens für das Weinfest gebackenen Broten, die er als Brotsommelier dem Publikum ebenfalls näher bringen werde. Für eine gute Grundlage werde Caterer Ludwig Werle aus dem benachbarten Sötenich mit herzhaften Gerichten zu Wein und Brot sorgen.

Neben den kulinarischen Highlights dürfen sich die Gäste auf eine professionelle Live-Musik-Show freuen. „Der bekannte Musiker und Entertainer Uwe Reetz lädt am frühen Abend zum stimmungsvollen Mitsingkonzert ein“, kündigt Timo Hermanns an.

Den Abschluss des Weinfestes bilde schließlich die Showreihe „The night of the Proms“, wobei sich Stars & Sternchen aus aller Welt die Klinke in die Hand geben. Der SV-Vorsitzende: „Die Gäste dürfen auf diesen abschließenden Höhepunkt mit einheimischen Größen gespannt sein“.

Im Verlauf des Festes werden Fanartikel von Bundesligamannschaften versteigert. Darunter auch zwei originale und von allen Spielern signierten Trikots des 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Auch die Dortmunder Borussia hat dem SV Rinnen ein großes Fan-Paket mit Trikot und Schal zukommen lassen um die Flutopfer zu unterstützen. Bis zum 16. Oktober werden noch weitere Fanpakete von Bundesligisten erwartet. Fußballfans können sich also beim Benefiz-Weinfest auf einiges gefasst machen.

SV-Vorsitzender Hermanns weist darauf hin, dass das „Weinfest am Kallbachtal“ um 16 Uhr seine Tore öffnet und der Zutritt zum Sportplatz  nach der 3-G-Regel nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete  möglich sein wird. (Reiner Züll)

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Führerschein-Stelle im Landkreis Mayen-Koblenz führt Online-Terminvergabe ein

Region/Mayen-Koblenz – Alle Bürger des Landkreises Mayen-Koblenz, die einen Termin bei der Führerscheinstelle der Kreisverwaltung benötigen, können diesen ab sofort online buchen.

„Wir kommen damit den Wünschen vieler Bürger nach, die sich nun flexibel selbst Termine reservieren können“, erklärt Nicole Schmutzler, Leiterin des Referates Straßenverkehr im Kreishaus.

Zur Online-Terminvergabe gelangt man über die Internetseite der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de/termine. Sofern keine Möglichkeit besteht das Online-Angebot zu nutzen, ist die Fahrerlaubnisbehörde für eine Terminvergabe unter der Rufnummer 0261/108-756 erreichbar.