Machten sich ein Bild vor Ort vom Projekt „NRW kann schwimmen“: (v.l.) Tatjana Jarow, Joana Sam-Cobbah, Holger Jung und Wolfgang Müller. Foto: Stadt Meckenheim
Meckenheim – „Schwimmen können ist überlebenswichtig“, darüber waren sich die Protagonistinnen und Protagonisten im Meckenheimer Hallenfreizeitbad einig. Bürgermeister Holger Jung, Wolfgang Müller, Präsident des Kreissportbundes (KSB) Rhein-Sieg e.V., Joana Sam-Cobbah, Fachkraft Integration durch Sport beim KSB, Tatjana Jarow, Geschäftsstellenleiterin des Meckenheimer Sportvereins (MSV) und Inge Amzehnhoff, Leiterin des Hallenfreizeitbades Meckenheim, machten sich vor Ort einen Eindruck vom Projekt „NRW kann schwimmen“. Insgesamt 96 Kinder können durch das vom Land mit 350 € pro Kurs geförderte Projekt in Meckenheim schwimmen lernen. Das Geld geht an die Vereine, den MSV und den VfG Meckenheim, die die Übungsleitung für die Kurse stellen. Die Stadt Meckenheim stellt das Bad kostenfrei zur Verfügung.
Bereits 2019 startete in Meckenheim der Pilotversuch, der sehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Für die Zukunft, auch darin sind sich alle einig, sollen weitere Kurse in den Oster- bzw. Herbstferien 2022 angeboten werden, denn die Wartelisten in den Sportvereinen sind lang und die Schwimmkompetenz der Kinder hat durch die Corona-Pandemie stark abgenommen. Dies sei eine gesellschaftliche Herausforderung, der sich alle stellen müssen, so die Fachleute. Das Problem dabei sei, dass gerade kleine Kommunen ihre Bäder schließen müssten. Umso dankbarer sind die Eltern in Meckenheim für das Angebot, konnten Tatjana Jarow und Inge Amzehnhoff berichten.
Holger Jung verwies auf den ernsten Hintergrund des Projektes: Auf fehlende Schwimmkenntnisse sei es zurückzuführen, dass die Zahl der tödlichen Badeunfälle hoch sei. Im letzten Jahr seien sind in Deutschland 378 Menschen ertrunken. Jeder Schwimmkurs könne im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend sein. „Mit dem Projekt „NRW kann schwimmen“ erweisen Sie allen Meckenheimer Kindern einen großen Dienst.“, so der Bürgermeister. Sein Dank galt dem KSB für die koordinierende Rolle und den beiden Meckenheimer Sportvereinen, die die Kurse durchführen.
Gute Nachrichten für die Menschen, die in den Sektoren 8d, 10b und 11c leben: Im Laufe der kommenden Woche könnten sie schon wieder mit Erdgas versorgt werden. Die Monteure der enm gehen hier von Haus zu Haus, um die Hausanschlüsse zu entlüften. Foto: evm / Ditscher
Bad Neuenahr – Erdgas in Kürze in weiteren Bereichen von Bad Neuenahr-Ahrweiler verfügbar – Eigentümer müssen sich um Installateure kümmern – Ableser kommen. Weitere Teile von Bad Neuenahr, Ahrweiler und Walporzheim können in Kürze wieder mit Erdgas versorgt werden. Die Monteure der Energienetze Mittelrhein (enm) nehmen am Mittwoch, 27. Oktober, die Sektoren 8d (unter anderem Hauptstraße und Ravensberger Straße) und 11c (unter anderem Wilhelmstraße). wieder in Betrieb. Am Donnerstag, 28. Oktober, folgt dann der Sektor 10b (Teile von Walporzheim) Welche Straßen die jeweiligen Sektoren umfassen, können Anwohner auf der Internetseite des Unternehmens ablesen.
Unter www.enm.de/hochwasser gibt es eine tagesaktuelle und interaktive Karte, in der über die Suchfunktion auch nach einzelnen Adressen gesucht werden kann.
„Bevor hier wieder Erdgas zum Heizen oder für warmes Wasser genutzt werden kann, müssen unsere Mitarbeiter in alle Häuser, um die Hausanschlüsse zu entlüften“, erklärt Pressesprecher Marcelo Peerenboom. „Wir bitten Anwohner, wenn möglich, zu Hause zu sein und den Weg zum Gasanschluss freizuräumen – so geht es für alle schneller.“ Die Experten sind dabei nicht nur in der Woche, sondern auch am Wochenende im Einsatz. So auch am Samstag, 30. Oktober, und auch an dem Feiertag am Montag, 1. November.
Die evm-Gruppe weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Kunden, bei denen der Gaszähler aufgrund des Hochwassers ausgebaut wurde, einen Installateur beauftragen müssen. Dieser setzt dann den Zähler neu und nimmt die Heizungsanlagen wieder in Betrieb.
Ableser kommen
In Kürze können die bisher schon wiederversorgten Sektoren 8 und 11 sowie die Orte Lantershofen, Karweiler, Vettelhofen, Holzweiler, Esch, Gelsdorf und Eckendorf in der Grafschaft wieder auf die reguläre Erdgasversorgung umgestellt werden. Seit etwa zwei Wochen gab es in diesen Bereichen eine Übergangslösung mit Hilfe von zentral eingespeistem Flüssigerdgas, die vom Land organisiert wurde. Damit die genaue Abnahmemenge des Flüssigerdgases pro Haushalt im Nachgang aus dem Jahresverbrauch gegenüber den Erdgaslieferanten herausgerechnet werden kann, müssen nun, zum Ende der Ersatzversorgung, noch einmal alle Zählerstände erfasst werden. Dafür gehen ab Mittwoch, 3. November, Ableser im Auftrag der evm-Gruppe in den betroffenen Bereichen von Haus zu Haus. Die Ableser können sich ausweisen.
Alle Informationen zu Wiederinbetriebnahme finden Betroffene unter www.enm.de/hochwasser.
Die LG’ler vor dem Wettkampf (v. links, Christina Michels, Constanze Pleinen, Frank Monschauer, Erik Blum, Michael Krämer, Roland Wesche, Barbara Monschauer, Herbert Esper, Klaus Jahnz) Foto: LG Laacher See
Föhren/Laacher See – Ausschließlich Top Ten Platzierungen. Der LG Meulenwald Föhren lud zu den diesjährigen Rheinland Meisterschaften im 10km Straßenlauf nach Föhren ein. 257 Starter in einem sehr starken Teilnehmerfeld gingen bei besten Bedingungen an den Start.
Gleich acht Aktive der LG Laacher See folgten dem Ruf und hatten sich für die Meisterschaft dort angemeldet.
Für viele war es nach langer Zeit der Entbehrung der erste Wettkampf dieser Art und alle gingen hoch motiviert an den Start. Beim Zieleinlauf war es dann auch kein Wunder, dass bei optimalen äußeren Bedingungen, auf einer schnellen Streckenführung, mit Unterstützung der Zuschauer, fast alle Beteiligten neue Bestzeiten erzielt haben.
Das galt nicht nur für die Läufer, sondern auch für die Walker! Frank Monschauer erreichte auf der 5km Strecke mit 38:43 ebenso eine hervorragende Zeit! Alle Aktiven der LG Laacher See waren zum Ende der Veranstaltung sehr zufrieden und freuten sich auf weitere anstehende Volksläufe in der Region. Wer mehr zum Thema Laufen oder Walking wissen möchte. Am 07.11.21 hat die LG Laacher See auf dem Bratapfelfest in Mendig einen Stand und freut sich auf ihren Besuch.
Hier die Platzierungen:
Michael Krämer, 39:46 min (neue Bestzeit); 3. Platz AK50, Erik Blum, 41:48 min (neue Bestzeit); 7. Platz AK35, Herbert Esper, 54:25 min; 8. Platz AK65, Christina Michels, 55:47 min; 6. Platz AK 50, Barbara Monschauer, 56:19 min; 2. Platz AK 70, Constanze Pleinen, 9. Platz AK 45
Der neue Bouleplatz in Zettingen lädt zum Spielen und Verweilen ein. Foto: Westenergie
Zettingen – Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiterinitiative „aktiv vor Ort“. Gute Nachrichten für alle Anwohner in Zettingen: Die Bewegungsgruppe aus Zettingen hat auf einer bisher noch nicht genutzten Fläche des Spielplatzes der Ortsgemeinde einen neuen Bouleplatz errichtet. Damit möchte die Bewegungsgruppe Jung und Alt zum gemeinsamen Spiel und Zeitvertreib in der Ortsgemeinde einladen.
In zahlreichen Arbeitsstunden haben sich freiwillige Helferinnen und Helfer engagiert und das neue Spielfeld errichtet. Möglich gemacht hat dies das Energieunternehmen Westenergie mit seiner Aktion „aktiv vor Ort“ und einer Fördersumme in Höhe von 1.500 Euro. Projektpate Rainer Fuhrmann hatte seinen Arbeitgeber Westenergie erfolgreich um die finanzielle Förderung gebeten.
„Der neue Bouleplatz lädt zum Spielen und Verweilen ein. Er ist ein neuer Treffpunkt in Zettingen, direkt auf unserem Spielplatz und somit auch ideal für Familien mit Kindern geeignet“, erklärt Rainer Fuhrmann.
Ortsbürgermeister Johannes Hammes aus Zettingen bedankt sich bei Westenergie und ergänzt: „Ohne die finanzielle Unterstützung von Westenergie und den Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer hätten wir das Projekt in diesem Umfang nicht umsetzen können. Ich freue mich, dass wir dadurch den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft stärken können.“ Alle Arbeiten konnten in Eigenleistung und unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt werden.
Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative von Westenergie, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro für das Projekt. Westenergie unterstützt
so das soziale und ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter.
Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Foto: Land NRW / Ralph Sondermann
Region/Düsseldorf – Mit der neuen „Heimat-Box: Entdecke, was dich umgibt – 100 Möglichkeiten der Spurensuche“ unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen die spielerische Vermittlung von Wissen über die vielfältigen Aspekte der Heimat Nordrhein-Westfalens. Die Heimat-Box richtet sich an Kinder und Jugendliche und alle, die ihre Begeisterung und ihr Wissen über ihre Heimat in Nordrhein-Westfalen weitergeben möchten.
Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen werden ab gestern, 25. Oktober 2021, die Lernhilfe kostenlos per Post erhalten. Darüber hinaus steht die Heimat-Box ab sofort auf der Webseite des Ministeriums zur Bestellung als Printversion sowie zum Download in digitaler Form zur Verfügung, unter: www.mhkbg.nrw
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Eine Box voll mit Heimat Nordrhein-Westfalen: Was genau Heimat ausmacht und wie sie mit jungen Menschen erlebt und gestaltet werden kann, zeigt unsere neue Heimat-Box. Sie liefert einen Blick auf die Besonderheiten im Viertel, das Leben und die Geschichte von Nachbarinnen und Nachbarn. Unsere Heimat bietet eine Fülle von Eindrücken und persönlichen Abenteuern für junge Entdeckerinnen und Entdecker bis Klasse 6. Denn Kinder sind neugierig, wollen wissen und mitmachen. Sie sind die, die unsere Heimat morgen gestalten. Sie von und für ihre Heimat zu begeistern, bedeutet, jeden Tag unser Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Ich wünsche allen Heimat-Aktiven vor Ort viele weitere Ideen und noch mehr junge Mitwirkende.“
Die Heimat-Box soll ehrenamtliche Heimataktive bei ihrer der Vermittlung von Heimat unterstützen. Die Heimat-Box bietet eine Fülle von Anregungen, Spielen und Methoden zu Vermittlung von Heimat für den Unterricht und die Nachwuchsarbeit im Verein. Vieles lässt sich digital umsetzen. Es gibt zudem auch zahlreiche Vorschläge für themenbezogene Treffs, Thementage und größere Projekte. Die Heimat-Box ist didaktisch-methodische Hilfestellung und inhaltliche Fundgrube zugleich: Die Themenkarten bieten fundierte Hintergrundinformationen und konkrete Anleitungen für Aktivitäten mit Kindern ab dem Kindergarten- bis zum Jugendalter. Ergänzt werden diese durch Arbeits- und Methodenblätter.
„Die Heimat-Box ist unsere spezielle Unterstützung für die Nachwuchsarbeit im Verein, in der Schule, in Kindertagestätten und an außerschulischen Lernorten. Auch für die Spurensuche zuhause finden sich zahlreiche Ideen, um ganz privat analog wie digital auf Entdeckungstour zu gehen“, so Ministerin Scharrenbach weiter.
Entwickelt wurde die Heimat-Box im fachlichen Dialog mit Heimataktiven und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Regionen des Landes. Themen und Art der Umsetzung orientieren sich an den Bildungsplänen von Kindertageseinrichtungen sowie den schulischen Lehrplänen.
Zu den vier Schwerpunktthemen der Heimat-Box zählen:
Unsere Heimat – das Zuhause von Menschen, Tieren, Pflanzen: erkunden, wahrnehmen, staunen, erleben, schützen und die jeweils lokal- und regionaltypischen Besonderheiten erfahren.
Unsichtbare Heimat – unsere Werte, Dialekte, Traditionen und Bräuche sowie Eigenarten und Talente.
Heimat im Wandel – Veränderung als Bereicherung annehmen, Umgang mit verschiedenen Heimatorten, Migration als Teil der Heimat verstehen, gemeinsame Vergangenheit und historische Entwicklungen nachvollziehen, Innovationen schätzen und selbst schaffen.
Heimat machen – Kompetenzen für Heimat erwerben, Heimatgestalterinnen und Heimatgestalter kennen – und schätzen lernen, Heimat selbst mitgestalten.
Mayen – Die MY-Gemeinschaft verlost mit RPR 1 unter dem Motto „Herbstklopfen“ 24 Gondelfahrten für Donnerstag, den 28. Oktober auf dem Mayener Riesenrad.
Die Gewinner werden unter dem Motto „Wurst & Wein“ am Veranstaltungstag Snack-Pakete, welche mit leckerem Wein von dem Traditionsgeschäft Schwindenhammer (Inh. Martin Conrad) sowie mit köstlichen Wurstspeisen von Barth Mobil Gastronomie gefüllt sind, erhalten und los geht die hohe Fahrt mit Blick über Mayen.
Seit dem 23. Oktober können Gewinnspielbegeisterte auf www.rpr1.de teilnehmen und mit etwas Glück die 24 Gondelfahrten für bis zu vier Personen gewinnen. Die Teilnahmebedingungen sind auf der Homepage von RPR1 ersichtlich.
Eine Übersicht aller Veranstaltungsangebote im November und Dezember gibt es unter www.gk.de/infos-zum-corona-virus/. Foto: GK-Mittelrhein
Region/Mayen-Koblenz – Die weibliche Brust ist ein zentrales Organ der Weiblichkeit. Ein krankheitsbedingter Verlust bzw. Teilverlust ist daher für betroffene Frauen ein dramatischer Einschnitt. Die moderne Plastische Chirurgie versucht, mit ihren operativen Mitteln die Folgen eines Verlustes der Brust zu mildern und für die betroffenen Frauen wieder ein harmonisches, weibliches Körperbild herzustellen.
Aber: Wird nur die betroffene Seite operiert oder auch die Gegenseite? Zahlt die Krankenkasse und muss ich für den Eingriff im Krankenhaus bleiben? Nur drei von zahlreichen Fragen, die Dr. Nina-Kathrin Kauer, Oberärztin für Plastische, Hand-, Ästhetische und Verbrennungschirurgie im Ev. Stift, im Rahmen eines Online-Vortrags beantwortet. „Was kommt nach der Rekonstruktion? Angleichende Operationen für die Gegenseite“ findet am Mittwoch, 27. Oktober, von 17 bis 18 Uhr, statt.
Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „Koblenz wird pink“. Für eine Teilnahme genügt eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Über alles Weitere wird dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich per E-Mail informiert. Eine Übersicht aller Angebote für Betroffene, Angehörige und Interessierte sowie Informationen zur Abmeldung gibt es unter www.koblenz-wird-pink.de/.
Aachen – Demokratie in Ost-Europa: Ist die Rechtsstaatlichkeit in Gefahr? Die Situation von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in einigen Ländern des östlichen Europas ist in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, vor allem in Ungarn und Polen. Es ist der Versuch von Regierungen, Presse und Justiz unter ihre direkte Kontrolle zu bringen und deren Unabhängigkeit auszuhöhlen. Damit werden die Gewaltenteilung und das Gleichgewicht der Kräfte im Staat bedroht.
Laut EU-Verträgen sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, für die Unabhängigkeit der Justiz und eine freie Presse in ihren Ländern zu sorgen. Auch der Umgang mit Minderheiten und das Vorhandensein einer funktionsfähigen politischen Opposition zeichnen einen Rechtsstaat aus. Da Polen und Ungarn fortwährend gegen die Rechtsstaatlichkeit verstoßen, hält die EU derzeit milliardenschwere Corona-Hilfspakete an die beiden Länder zurück.
Bei „Europa am Dienstag“ wird die Situation von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im östlichen Europa analysiert. Der erfahrene Europa-Korrespondent Detlef Drewes diskutiert mit Gästen unter anderem über die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit und die Konsequenzen. Wird der neu eingeführte EU-Bericht über die Rechtsstaatlichkeit dazu beitragen, dass zukünftig maßgebliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Rechtsstaatlichkeit transparenter gemacht werden? Wie sollen die demokratischen Länder und EU-Institutionen damit umgehen, wenn die Klagen der EU zum Beispiel gegen Polen und Ungarn weiterhin kaum Konsequenzen nach sich ziehen?
Bei der Online-Diskussion können die Gäste ihre Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben und der Moderator Andreas Düspohl wird die Fragen aufgreifen. Los geht es am heutigen Dienstag, 26. Oktober um 19 Uhr. Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung erfolgt auf der Website von „Europa am Dienstag“ unter www.europa-dienstag.de.
Zugleich ist die Veranstaltung Teil der Konferenz zur Zukunft Europas. Die Ergebnisse werden protokolliert und in die entsprechende Plattform eingegeben. Die Gäste können dort nach der Veranstaltung weitere Kommentare und Anregungen eintragen.
Die Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ wird zusammen durchgeführt vom Informationszentrum EUROPE DIRECT, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne und der Bischöflichen Akademie Aachen.
Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Paderborn-West, Claus Meier (links) übergab beim Treffen mit Kaller Flutopfern einen Sendenscheck über 16.000 Euro an Hans-Peter Dederichs, dem Sprecher des Leistungsteams der Kolpingfamilie Kall, bei der Übergabe des Spendenschecks. Foto: Reiner Züll
Kall/Paderborn – Die Kolpingfamilie hatte zu einem Treffen von Flutopfern in den Saal Gier eingeladen. Betroffene schilderten die Ereigniss der schrecklichen Nacht zum 15. Juli – Pfarrer Hellwig hat sein Büro nun in der Sakristei. Sie habe sich bisher nie mit der Arbeit der Kaller Kolpingfamilie beschäftigt, gestand eine Frau, die im Juli ein Opfer der schweren Flutkatastrophe geworden war. „Ich dachte, dass sind ein paar alte Leute, die einmal im Jahr eine Kaffeefahrt machen“, gestand sie am Sonntagmorgen bei einem Treffen von Kaller Flutopfern, zu dem die Kolpingfamilie Kall in den Saal Gier eingeladen hatte.
43 Flutopfer trafen sich auf Einladung der Kaller Kolpingfamilie im Saal Gier, um über ihre Erlebnisse in der Flutnacht und den Tagen danach zu berichten. Foto: Reiner Züll
Grund des Treffens war die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 16.000 Euro durch die Kolpingfamilie Paderborn, die seit Juli viele Kaller Familien unterstützt, die schwer von der Flutgetroffen worden sind. Der Vorsitzende des Paderborner Verein, Claus Meier, berichtete von vielen Aktionen, die in Ostwestfalen direkt nach dem schlimmen Ereignis für die Kaller Flutopfer-Hilfe organisiert worden seien.
Wie Hans-Peter Dederichs, der Sprecher des Leistungsteams der Kaller Kolpingfamilie berichtete, seien schon eine Woche nach der Flut die ersten 1000 Euro von Paderborn nach Kall gebracht worden, nachdem dort bekannt geworden war, dass viele Mitglieder der Kaller Kollegen bei der Flut ihr Haus oder ihre Wohnung verloren hatten. Nur eine Woche später habe er weitere 4000 Euro an Geschädigte verteilen können.
„Alle Aktionen, die wir bei uns veranstaltet haben, waren für die Freunde aus Kall bestimmt“, berichtete Claus Meier. Spendenaufrufe hätten ein großes Echo gefunden, so dass man immer Geld nach Kall habe bringen können. Meier: „Wir mit unseren 94 Mitgliedern haben aber noch nie eine Spendenaktion gestartet und waren total unerfahren“. Man habe auf einer Karte die Flutgebiete ausfindig gemacht und nachgeschaut, wo es in diesen Gebieten eine Kolpingfamilie gibt. Dabei sei man auf Kall gestoßen.
„Es sah in Kall aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte“, berichtete der Paderborner Arne Esch-Hagen, der in Erftstadt arbeitet, und der sich direkt nach dem Hochwasser in Kall ein Bild von den Zerstörungen gemacht und darüber in Paderborn berichtet hatte. Dabei, so berichtete Claus Meier, sei es recht schwierig gewesen, mit den Kallern in Kontakt zu treten, weil dort weder Telefon noch Internet funktioniert hätten. Über Arne Esch-Hagen sei schließlich der Kontakt zu Hans-Peter Dederichs hergestellt worden.
Dederichs berichtete, dass mit den Hilfen aus Ostwestfalen nicht nur Mitglieder der Kolpingfamilie unterstützt würden. Vielen Familien habe es am Nötigsten gefehlt und die Not sei noch immer groß.
Die Betroffenen des Hochwassers waren der Einladung der Kaller Kolpingfamilie jedoch nicht nur wegen der Scheckübergabe in den Saal Gier gefolgt. Die 43 Geschädigten, darunter auch der Kaller Pfarrer Hajo Hellwig, berichteten von den schlimmen Ereignissen der Nacht und den Tagen danach. So auch Pfarrer Hellwig, der sich im Juli ein paar freie Tage gegönnt hatte und bei seiner Rückkehr ein völlig verschlammtes und verwüstetes Pfarrhaus vorfand. Er wohne derzeit bei einem Mitglied des Pfarrgemeinderates, die Sakristei in der Kirche sei jetzt sein Büro. Das werde auch noch längere Zeit so bleiben müssen.
„Bei uns haben Leute geholfen, die habe ich noch im Leben gesehen“, berichtete Fred Müller vom Kaller Kolping-Vorstand, dessen Haus im Vogtpesch ebenfalls verwüstet wurde.
Ihren Dank richtete eine Frau an die Spender aus Paderborn, die sie mit der Spende überrascht hätten, obwohl sich nicht Mitglied der Kaller Kolpingfamilie sei. Unter Tränen schilderte die 68-Jährige, wie sie sich im Haus vor den hereinstürzenden Wassermassen in Sicherheit bringen musste und durch die Flut alles verloren hat. Sie wohne derzeit bei einer Freundin in Oberschömbach in der Gemeinde Hellenthal und hoffe, dass sie bald wieder nach Kall zurückkehren kann, schilderte sie mit tränenerstickter Stimme.
Die große Hilfsbereitschaft wecke Hoffnung, war von vielen Betroffenen zu hören. Und fast alle äußerten ihren größten Wunsch, Weihnachten wieder in der eigenen Wohnung feiern zu können. Ein Flutopfer aus Kall, der in der Nacht „total abgesoffen“ ist und der auch durch die Spenden aus Paderborn unterstützt wird, bedankte sich bei Claus Müller auf ganz besondere Art: „Mit meinem Dank an Sie verbinde ich den Wunsch, dass der FC Paderborn im nächsten Jahr wieder in die erste Bundesliga aufsteigt“.
Die Teilnehmer des Flutopfer-Treffen im Saal Gier waren des Lobes voll über das soziale Engagement der Kolpingfamilien, das Vielen völlig unbekannt war. So auch die Frau, die Kolping bisher mit alten Leuten und Kaffeefahrten verband. Für sie stand nach dem Treffen fest: „Da werde ich Mitglied“.
Für die Impfung ist zwingend ein Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument vorzulegen. Foto: Staatskanzlei RLP / Sämmer
Ulmen – Am Samstag den 30. Oktober 2021 macht der Impfbus in Ulmen Halt. Von 09:00 bis 17:00 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Netto-Parkplatz in Ulmen (Ritter-Heinrich-Straße 1, 56766 Ulmen) gegen COVID-19 impfen lassen. Eine vorherige Anmeldung oder Registrierung ist nicht notwendig. Eine Impfung mit BioNTech ist ab 12 Jahren möglich. Johnson & Johnson darf nur an volljährige Personen verimpft werden.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren können nur geimpft werden, wenn sie in Begleitung eines Sorgeberechtigten erscheinen. Eine schriftliche Einverständniserklärung eines Sorgeberechtigten, ohne dass dieser selbst vor Ort ist, genügt nur bei 16- und 17-Jährigen (siehe Muster).
Für die Impfung ist zwingend ein Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument vorzulegen. Bei Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren genügt auch die Vorlage der Geburtsurkunde, des Schülerausweises, der Gesundheitskarte oder eines vergleichbaren Dokuments.
Sofern die Impfung im Impfausweis dokumentiert werden soll, ist dieser ebenfalls vom Impfling mitzubringen. Die Impfbusse können keine Impfausweise ausgeben. Sofern Sie oder Ihr Kind keinen Impfausweis besitzen, wird die Impfung auf einem Einlegeblatt dokumentiert. Der QR-Code für das digitale Impfzertifikat wird den Impflingen anschließend per Post zugestellt.
Sofern eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech erfolgt, muss eine zweite Impfung im Abstand von drei bis sechs Wochen stattfinden. Bei der Impfung mit Johnson & Johnson ist keine Zweitimpfung nötig.
Für eine notwendige Zweitimpfung bestehen die folgenden Möglichkeiten:
Der Impfbus ist auch im November in Rheinland-Pfalz unterwegs. Die Standorte und Termine finden Sie rechtzeitig unter corona.rlp.de.
Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder einem sonstigen niedergelassenen Arzt auf.
Kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zur Vereinbarung eines Zweittermins bei einem niedergelassenen Arzt.
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