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Seit viereinhalb Jahren von Nabburg bis Marokko „auf der Walz“

Region/Koblenz – Elf Zimmerergesellen kehrten zur Stippvisite bei der Verwaltung der Handwerkskammer Koblenz ein – Marius Jäger ist in wenigen Tagen am Ziel und wieder zuhause – Dass Zimmerergesellen „auf der Walz“ im Verwaltungsgebäude der Handwerkskammer (HwK) Koblenz erscheinen und dort ein kleines Wegegeld erhalten, kommt regelmäßig vor und entspricht der Tradition dieses Gewerks wie auch der Brauchtumspflege durch die HwK. Doch gleich elf wandernde Zimmerer aus fünf verschiedenen Bundesländern zu Gast – das ist dann doch schon sehr ungewöhnlich und spricht für die Verbundenheit der „Tippelbrüder“ zu ihrem Handwerk und zu alten Bräuchen. Denn die Walz gibt es bereits seit mehr als 500 Jahren und wird nach wie vor durch junge Handwerker gepflegt.

Zwischen 16 Tagen und stolzen viereinhalb Jahren waren die elf Gesellen auf Wanderschaft bereits unterwegs, von Baustelle zu Baustelle, ohne Telefon und doch bestens vernetzt. „Man spricht viel miteinander“, so die analoge Antwort auf die Frage, wie sich so viele autark reisende Gesellen auf der Walz denn in Wattenscheid gefunden haben. Von dort aus war die Gruppe nämlich nach Koblenz gekommen. Schwierigkeiten, Arbeit, Unterkunft und Verpflegung zu bekommen, gibt es nicht, denn auch die Handwerksbetriebe sind sehr aufgeschlossen. Unterwegs sind sie zu Fuß, per Anhalter oder bei entsprechendem Verständnis auch mal kostenlos mit der Bahn.

Weiter geht es nun in den nächsten Tagen bis nach Nabburg in der Nähe von Nürnberg, wo der 25-jährige Marius Jäger nach viereinhalb Jahren auf der Walz zu seiner Familie zurückkehrt. Quer durch Europa und sogar nach Marokko führte ihn der alte Brauch. Nun wird gefeiert, denn die Familie ist bereits über seine Ankunft informiert und bereitet eine standesgemäße Party vor, zu der natürlich auch die zehn Wandergesellen eingeladen sind, die ihn auf dem letzten Stück seines Weges gern begleitet haben.

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Die „Grünen Damen“ im Mechernicher Kreiskrankenhaus haben Nachwuchssorgen

Mechernich – Es gibt viele gute Seelen im Mechernicher Kreiskrankenhaus. Acht von ihnen sind die „Grünen Damen“. Ehrenamtlich sind sie in ihren markant grünen Kitteln auf den Stationen unterwegs, kümmern sie sich um die Sorgen und Nöte der Patienten, haben immer ein offenes Ohr und helfen, wo sie gebraucht werden – seit fast 38 Jahren. Doch die Situation ist kompliziert geworden. Es fehlt an „Nachwuchs“.

Früher waren es einmal über 30 „Grüne Damen“. Heute sind es deutlich weniger. Dafür gibt es verschiedene Gründe, beispielsweise die Corona-Pandemie, krankheits- oder altersbedingte Ausfälle. Zu Beginn dieses Jahres mussten sie wieder drei Mitglieder aus Altersgründen verabschieden.

Besonders freue es die Damen da, dass man ein neues Gesicht für das Team gewinnen konnte. Dennoch fehle es an weiteren, jüngeren Leuten, die den Patienten ihren Aufenthalt im Kreiskrankenhaus auch in Zukunft leichter machen können. Auch „Grüne Herren“ seien natürlich angesprochen…

Individuelle Unterstützung

Dies ist wohl das größte Thema an diesem Morgen, als sich die Damen im Konferenzraum des Krankenhauses zu ihrer monatlichen Gruppensitzung treffen. Gleichzeitig feiern sie in froher Runde den Frühlingsanfang – mit einem ausgiebigen Frühstück. Das gehört bei ihnen dazu. Egal ob ein gemeinsames Essen zu Weihnachten oder Ausflüge im Sommer. Wie ein Verein unternehmen die Damen auch neben dem Krankenhaus Dinge zusammen, tauschen sich aus oder geben sich gegenseitige Unterstützung.

Ihr eigentlicher „Platz“ ist aber woanders: auf den Stationen des KKH, bei den Menschen. Sie begegnen den Menschen auf Augenhöhe, hören zu, fragen was sie benötigen, gehen für sie einkaufen oder bringen ihnen Bücher. Dabei richten sie sich ganz individuell nach den Patienten, Schwerpunkt ihrer Arbeit sind aber tatsächlich die Gespräche. Pflegetätigkeiten oder ähnliches übernehmen sie nicht.

Jemand, der da ist

Meist sieht der Alltag der Truppe also so unterschiedlich aus wie die Menschen, denen sie helfen. Mal verkürzen sie die Wartezeit der Patienten vor einer OP oder sind einfach für die Menschen da und hören zu. Dies werde oft und gerne genutzt, da die „Grünen Damen“ in den Gesprächssituationen unbefangen sind und der Schweigepflicht unterliegen.

Doch was braucht man eigentlich, um diese wichtige Aufgabe übernehmen zu können? Ganz einfach: „eine bejahende Lebenseinstellung, Einfühlungsvermögen, seelische Stabilität, Toleranz, Teamgeist, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit“. Hinzu kommt die Bereitschaft, einmal wöchentlich für rund zwei bis drei Stunden auf den Stationen unterwegs zu sein.

Dabei ginge es aber nicht darum, möglichst viele schlaue Ratschläge im Gepäck zu haben. Man brauche soziale Leute, die für die Patienten da sind, zuhören und helfen, wo es wichtig ist.

Gegründet 1969

Man muss also mit Menschen umgehen können. Sonstige Vorbereitungen müsse man nicht treffen. Neue Mitglieder arbeiteten die Damen in Ruhe ein, führten Gespräche mit ihnen und unterrichteten über die Theorie ihrer Arbeit und Rolle im Kreiskrankenhaus.

Bereichernd sei die Arbeit dabei nicht nur für die Patienten. Oft gingen die „Grünen Damen“ fröhlich aus solchen Gesprächen raus und fragten sich, wie man sich über andere Dinge so aufregen konnten. Es sei eine tolle Arbeit, die den „Grünen Damen“ Freude mache. Darum seien Einige schon über 36 Jahre dabei!

Überall sind die die guten Seelen im Kreiskrankenhaus Mechernich gerne gesehen – und gebraucht. Gerade darum rühren sie nun ordentlich die Werbetrommel für neue Mitglieder. Wer dabei sein will, kann sich einfach telefonisch beim Kreiskrankenhaus Mechernich unter (0 24 43) 170 melden.

Gegründet wurden die „Grünen Damen“ bereits im Jahre 1969 von der „Evangelischen Krankenhaushilfe“ in den USA. Seit 1986 helfen sie auch im Mechernicher Kreiskrankenhaus ehrenamtlich, wo sie nur können – und sind seitdem aus dem Klinikbetrieb gar nicht mehr wegzudenken.

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83-jähriger Olympiasieger Dieter Othengrafen verewigt sich in Alsdorfer Gästebuch

Alsdorf – Als waschechter Olympiasieger hat Dieter Othengrafen sich im Gästebuch der Stadt Alsdorf verewigt. Zwar ist der 83-jährige beileibe nicht mehr als Athlet unterwegs, doch hat der Taubenzüchter mit einem besonders schönen Exemplar bei der Taubenolympiade in Maastricht abgeräumt.

Von diesem Erlebnis erzählte er beim Besuch im Amtszimmer von Bürgermeister Alfred Sonders. Er hat natürlich schon etliche Pokale im Lauf seiner mittlerweile 72-jährigen Züchterkarriere abgeräumt, doch die Teilnahme an der Olympiade war auch für ihn eine Premiere. „Das ging auch nur, weil sie in Maastricht stattfand, also fast vor der Haustür.“ Dort erklang in der Standardklasse, Einzel- und Mannschaftswertung für ihn und zwei Züchterkollegen die deutsche Nationalhymne. „Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl“, erinnerte sich Othengrafen an diesen Moment.

Viele Glückwünsche habe er seitdem erhalten, und jetzt auch die des Bürgermeisters. Zwar genieße der Taubensport heute leider nicht mehr die gleiche Bedeutung wie noch vor wenigen Jahrzehnten, sagte Sonders, „doch für mich war gleich klar, dass dieser tolle Sieg in unserem Gästebuch festgehalten werden muss!“ (apa)

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Lotto Rheinland-Pfalz übergibt Fördergelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro aus der Lotterie BINGO

Region/Koblenz/Mainz – Die Lotterie BINGO von Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt viele Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Einige Beispiele wurden im Beisein der rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerin Katrin Eder bei Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz vorgestellt. Neben den Gewinnchancen für die Mitspieler dient die Lotterie BINGO auch dazu, Gelder für die Belange des Umweltschutzes und der Entwicklungszusammenarbeit einzuspielen und bereit zu stellen.

Am Montag wurden daher für die Jahre 2018 bis 2023 Fördergelder in Höhe von jeweils 726.901,95 Euro an die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk (ELAN) übergeben und einige Projekte vorgestellt.

„Ich freue mich, dass die Lotterie BINGO wichtige Projekte der Stiftung Natur und Umwelt und auch des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes unterstützt, denn um der globalen Herausforderung im Umwelt- und Klimaschutz zu begegnen, muss jeder und jede von uns regional einen Beitrag leisten“, sagte Umweltministerin Katrin Eder.

„Wie das geht, zeigen die hier vorgestellten Projekte, wie beispielsweise die Bildungsscheune des NABU Rengsdorf, die neben dem Naturschutz auch einen wichtigen Bildungsbeitrag leistet“, so die Ministerin weiter: „Hier wird Umweltwissen an die nächsten Generationen weitergegeben. Oder das Projekt JUNGE RIESEN der Stiftung Natur und Umwelt gemeinsam mit der FAWF, das ausgewählte alte Charakterbäume nachzieht und als junge Bäume wieder auspflanzt, um trotz des Klimawandels stabile Wälder zu erhalten oder neu aufzubauen. Mit solchen Projekten sichern wir langfristig unsere Lebensgrundlage.“

Dem pflichtete auch Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner bei: „Als Unternehmen, das dem Gemeinwohl in allen Facetten verpflichtet ist, möchten wir mit den Mitteln vor allem die kleinen Projekte in den beiden wichtigen Bereichen fördern. Oft sind es die kleinen Dinge, die eine sehr große Wirkung erzielen. Das beweisen wir immer wieder als Partner des Sports, Förderer der Kultur und – wie in diesem Fall – als Unterstützer sozialer Initiativen und von Klimaschutzprojekten.“

An vier Beispielen wurde bei der Veranstaltung verdeutlicht, wie die Gelder der Lotterie BINGO eingesetzt werden.

Solarstrom für die Gesundheitsstation

Der Verein „First Aid Station Tansania“ (FASTA e.V.) wurde im Oktober 2019 gegründet und kümmert sich mit dem einheimischen Projektmanager Boniface Chigwanda um die medizinische Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung im Süden von Tansania. Es wurde eine Erste-Hilfe-Station gebaut, die rund um die Uhr Versorgung anbietet. Der Arzt, die Krankenschwester, die Laborantin und der Wachmann wohnen auf dem Gelände, in dem von FASTA gebauten Wohnhaus.

Seit kurzem gibt es nun auch Elektrizität für die Station: Eine Solaranlage zur stabilen und nachhaltigen Stromversorgung wurde 2023 mit BINGO-Geldern installiert.

Bildungsscheune an der Bonefelder Heide

Heideflächen sind in Rheinland-Pfalz sehr selten. Eine davon ist die Fläche am Beuelsberg in Bonefeld. Seit 2013 sorgt hier eine kleine Herde grauer gehörnter Heidschnucken für die Beweidung und Pflege der Heidefläche. Der Naturschutzbund (NABU) Rengsdorf erhält aus Mitteln von BINGO eine Förderung zum Bau einer Bildungsscheune in diesem Gebiet. Das sehr engagierte NABU-Team betreibt vor Ort eine sehr intensive Naturschutz- und Bildungsarbeit.

Vielfalt bildet Nachhaltigkeit

Casa del Sol e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2011 die Integration und entwicklungspolitische Arbeit von Migrantinnen und Migranten zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele fördert und fordert. Das Projekt „Vielfalt bildet Nachhaltigkeit“ trägt zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung bei. Mit Aktivitäten, Veranstaltungen und Workshops wird das Interesse an Ländern des Globalen Südens geweckt und globale Zusammenhänge und ihr Einfluss auf den einzelnen Menschen aufgezeigt. 2022 wurde das Projekt mit dem Brückenpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

JUNGE RIESEN

Im Projekt JUNGE RIESEN setzt sich die Stiftung Natur und Umwelt zusammen mit der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF Landesforsten) für die Nachzucht dieser alten Bäume, den Alten Riesen ein. Ausgewählte Bäume werden über Samen- und Stecklingsvermehrung nachgezogen und als Junge Riesen ausgepflanzt. Es beginnt mit der Suche nach den alten Charakterbäumen, der Nachzucht bei der FAWF und endet mit der Auspflanzung (zum Beispiel mit einer Schulklasse). Das Projekt läuft bereits seit zehn Jahren mit mehr als 300 beprobten Bäumen und 3.000 nachgezogenen Bäumchen.

Informationen zu BINGO:

Die Lotterie BINGO, die von Lotto Rheinland-Pfalz im Verbund mit einigen Bundesländern im Norden der Republik angeboten wird, hat jeden Sonntag um 17 Uhr auch eine eigene Fernsehsendung im NDR-Fernsehen, in der die Zahlen gezogen und ausgewählte Projekte vorgestellt werden.

Bei BINGO werden aus den Zahlen 1 bis 75 insgesamt 22 Gewinnzahlen gezogen. Um zu gewinnen, müssen 5 Gewinnzahlen eine waagerechte, senkrechte oder diagonale Reihe bilden. Dies gilt für alle drei Gewinnklassen (Einfach- bis Dreifach-BINGO). Je mehr vollständige Reihen gebildet werden können, desto höher ist die erreichte Gewinnklasse. Wird kein Gewinner in Klasse 1 ermittelt, entsteht ein Jackpot. Annahmeschluss für BINGO ist immer samstags um 20 Uhr.

Die Ziehung der Gewinnzahlen wird jeden Sonntag von 17 bis 18 Uhr in der BINGO-Fernsehsendung im NDR Fernsehen übertragen. Die Gewinnzahlen und Quoten gibt es jeden Montag aktuell in den Lotto-Annahmestellen, jeden Dienstag in der Kundenzeitschrift glüXmagazin und natürlich auch im Internet unter www.lotto-rlp.de.

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Vierte Auflage von Sport im Park im Kommerner Mühlenpark

Mechernich – Ein Angebot, das bewegtVierte Auflage von Sport im Park kommt mit Volleyball, Tai Chi Chuan, Zumba und mehr über zehn Wochen lang in den Kommerner Mühlenpark – Dank Hauptsponsor Barmer sowie den Unterstützern e-regio und Mechernich-Stiftung gibt es vielfältige Sportmöglichkeiten auch für Kids.

Zwei Neuerungen gibt es in diesem Jahr: So ist es gelungen, mit dem VfL Kommern erstmals einen städtischen Verein mit ins Boot zu holen, und das Angebot erstreckt sich zum ersten Mal über ganze zehn Wochen. Zwei Gründe mehr also, bei Sport im Park in diesem Jahr aktiv zu werden und von den kostenfreien Angeboten im Mühlenpark zu profitieren.

Mit dem Kooperationspartner Kreissportbund wurde nun schon zum vierten Mal ein tolles Sportprogramm auf die Beine gestellt, das am 29. April startet. Montags geht es los mit CoreFit. „Ein Angebot, bei dem wir auf die Trainer von Sportwelt Schäfer zurückgreifen können“, berichtet Markus Strauch, Geschäftsführer des Kreissportbundes. Beim CoreFit wird insbesondere die Körpermitte trainiert, also vor allem Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur.

Der VfL Kommern rockt dann dienstags und mittwochs die Trainings, die die Woche über immer um 18 Uhr starten. Auf dem neu geschaffenen Beachvolleyball-Feld im Mühlenpark können Volleyballer ihre Techniken verfeinern oder ihr Spiel optimieren – und das alles mit viel Spaß. Dienstags um 16.30 Uhr sollen vor allem Kinder zwischen drei und sechs Jahren vom Bewegungsangebot profitieren, wenn der VfL Kommern FitKids anbietet. „Es gibt viele Familien, die sich das Sportstudio oder andere Angebote eben nicht leisten können. Daher ist es uns als Mechernich-Stiftung so wichtig, hier einen Beitrag zu leisten“, sagt Vorstand Ralf Claßen.

VfL Kommern macht mit

 Hauptsponsor ist derweil die Barmer. Guido Otten freut sich, dass das Angebot wieder zustande kommt. „Wir als Barmer haben es uns seit vielen Jahren zur unverzichtbaren Aufgabe gemacht, die Gesundheit durch präventive Maßnahmen zu fördern, um die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten und zu steigern und ein gesundes Altern zu ermöglichen“, so der Regionalgeschäftsführer, der verkünden konnte, dass die Barmer das Sponsoring derart ausgeweitet hat, dass die Honorare für die Übungsleiter erhöht werden konnten.

Schließlich legen die Organisatoren von „Sport im Park“ großen Wert auf gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer. Die hat auch der VfL Kommern zu bieten, um mittwochs ab 18 Uhr Zumba anbieten zu können. Das gemeinsame Bewegen zu lateinamerikanischen Rhythmen ist das optimale Programm zur Verbesserung der körperlichen und geistigen Fitness.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem VfL Kommern einen städtischen Verein einbinden konnten“, berichten der bei der Stadt für den Sport zuständige Stefan John und Fachbereichsleiterin Kati Jakob. So könne der Verein auch für die eigenen Aktivitäten werben.

Dazu gehört zwar noch keine ostasiatische Sportart, aber vielleicht kommt der ein oder andere ja an den Donnerstagen auf den Geschmack. Denn dann wird mit Tai Chi Chuan ein traditionelles, chinesisches Bewegungssystem angeboten, um mit fast meditativen, fließenden Bewegungen Körper, Geist und Seele mit sich und der Natur in Einklang zu bringen.

FitMix an Freitagen

Wer sich dann zum Ende der Woche etwas mehr Aktion wünscht, wird auch nicht enttäuscht. Denn mit FitMix bietet erneut die Sportwelt Schäfer eine bunte Workout-Mischung an. Dabei wird neben der Kräftigung der Muskulatur des gesamten Körpers das Herz-Kreislauf-System trainiert. Die Stunde wird mit einem wohltuenden und entspannenden Stretching abgerundet.

Für dieses und alle anderen Angebote weist der Kreissportbund daraufhin, dass lediglich eine Fitnessmatte mitgebracht werden muss. Ansonsten steht „Sport im Park“ für offene, unverbindliche und kostenfreie Bewegungsangebote unter freiem Himmel. „Trainiert wird bei jedem Wetter“, versichert Sportbund-Geschäftsführer Markus Strauch: „Außer es gibt eine amtliche Unwetterwarnung.“

Alle Beteiligten hoffen darauf, dass „Sport im Park“ davon verschont bleibt und mit bestem Wetter beschenkt wird. In Mechernich wird das Angebot bis zum 5. Juli laufen. Lediglich an Feiertagen werden Ruhepausen eingelegt. Ansonsten bietet der wunderschöne Mühlenpark beste Rahmenbedingungen, um zehn Wochen lang etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun. Einfach vorbeikommen und mitmachen, lautet die Devise.

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Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Kaufmännischen Direktor

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Zum 1. Mai 2024 übernimmt Thorsten Schütze die Kaufmännische Direktion des Bad Neuenahrer Klinikums. Mit Thorsten Schütze (42) übernimmt ab Anfang Mai ein erfahrener Krankenhausmanager die Leitung des Klinikums – an der Seite des Ärztlichen Direktors Dr. Thomas Lepping, des Pflegedirektors Sven Mühlan und der Krankenhausoberin Maria Heine.

„Es ist ein Stück weit, wieder nach Hause zu kommen“, freut sich Schütze auf seine neue Aufgabe. Denn erste Erfahrungen mit der Marienhaus-Familie sammelte er bereits als Referent der Geschäftsführung im Ökumenischen Verbundkrankenhaus Trier – damals eine Einrichtung der Marienhaus-Gruppe.

Der studierte Betriebswirt bringt ein umfassendes Know-how mit: Nach seinem Abschluss war er in verschiedenen Beratungen im Gesundheitswesen tätig und spezialisierte sich dort auf den Krankenhausbereich. Im März 2015 wurde er Kaufmännischer Direktor der GFO-Kliniken Bonn und wechselte damit endgültig in die operative Verantwortung. Ab Mitte 2020 leitete er als Geschäftsführer das Kreiskrankenhaus Mechernich.

Zu seinem Start in Bad Neuenahr sagt er: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben neben Corona und der Flut in der jüngeren Vergangenheit große Herausforderungen meistern müssen. Dies verdient Anerkennung und großen Respekt.“ Sein Ziel ist es, den versorgungsrelevanten Standort mit vereinten Kräften weiter auszubauen und langfristig zu stabilisieren. Hierfür möchte er sich besonders einsetzen und seine Erfahrungen, Ideen und Konzepte einbringen. Zunächst einmal ist es aber sein Wunsch, mit den vielen Schnittstellen des Klinikums ins Gespräch zu kommen und die Mitarbeitenden kennenzulernen.

„Wir heißen Thorsten Schütze herzlich in der Marienhaus-Familie willkommen“, sagt Heine im Namen des gesamten Direktoriums. Zugleich möchte sich das Team nicht minder herzlich bei Cornelia Bachem bedanken, die die Position der Kaufmännischen Direktion aktuell interimistisch ausfüllt und im Mai – wie geplant – wieder ihre Rolle als Stellvertreterin treten wird.

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Zwei neue Ranger sind im Aachener Wald unterwegs

Aachen – Die beiden Neuen im „Öcher Bösch“ sollen vor allem vermitteln und Dinge erklären – die Menschen mitnehmen. Bisherige Erfahrungen zeigen: Der Kommunikationsbedarf ist hoch, die Regelungen zeitweilen kompliziert. Die Freizeit draußen in der Natur, im Wald zu verbringen, wird nicht erst seit Corona immer beliebter. Joggen, Gassigehen, Mountainbiken, Wandern, Reiten – und dies alles nebeneinander und gleichzeitig im begrenzten Naturraum Wald. Das kann die Natur belasten und Konflikte zwischen den Nutzergruppen hervorrufen. Nun haben die Kooperationspartner Stadt Aachen und Landesbetrieb Wald und Holz NRW zwei Ranger installiert, die im Einsatz für Mensch und Natur eine vermittelnde Rolle einnehmen sollen.

Nicht die Waldpolizei

„Sie sollen nicht die Waldpolizei spielen“, betont Robert Jansen, Leiter des Regionalforstamts Rureifel-Jülicher Börde. Und Heiko Thomas, Umweltdezernent der Stadt Aachen ergänzt: „Die Beiden haben ganz viele Aufgaben. Vor allem Menschen Dinge zu erklären. Wir müssen bestimmte Vorgaben, die wir erlassen und beschließen auch gut vermitteln.“ Die Wenigsten handelten aus böser Absicht. Aber natürlich gilt es ab einem gewissen Punkt auch „Stopp!“ zu sagen, wenn Menschen, die den Wald nutzen, gegen Regeln oder Gesetze verstoßen und komplett uneinsichtig sind. Dafür haben die Ranger dann auch ein Telecashgerät im Rucksack. Bei Wiederholungstätern werde man auch vor Sanktionierung nicht zurückschrecken, betont der zuständige Dezernent.

Schwerpunkt Aachener Stadtwald und Wurmtal

Zu übersehen sind die beiden nicht: Hans-Martin Meier und Joachim Selbach tragen auffällige braune, breitkrempige Hüte bei ihrer Arbeit – wie es sich für echte Ranger gehört. Die beiden sind seit Anfang April im Aachener Stadtwald und im Wurmtal unterwegs oder schauen ab und an auch über die Stadtgrenzen nach Würselen oder Stolberg. Der Forstwirt Selbach und der Landwirtschaftsmeister Meier haben in den letzten Monaten eine Ausbildung zum Ranger durchlaufen: Waldpädagogik, Kartierung, Baumschnitt, Umweltrecht aber auch Konfliktmanagement standen auf dem Stundenplan. Weitere Fortbildungen und Lehrgänge werden folgen. Nun sind die beiden seit nicht ganz zwei Wochen im Aachener Wald anzutreffen. „Wir erkunden das für uns teilweise neue Gebiet erst einmal“, so Selbach, der bereits seit sechs Jahren beim Land NRW beschäftigt ist. „Und wir haben uns schon mal einige Brennpunkte angeschaut, die man uns genannt hat, geschaut, wie schlimm ist es da wirklich“, beschreibt Meier den derzeitigen Arbeitsalltag. Er hat 20 Jahre an der Uni Bonn gearbeitet, bevor es ihn jetzt beruflich in den Wald gezogen hat. Erste Gespräche mit Waldbesucher*innen habe es auch schon gegeben.

Viele unterschiedliche Gesetze und Regeln gelten im Wald

Dr. Gerd Krämer, Leiter des städtischen Gemeindeforstamts, bestätigt den Informationsbedarf: „Es gibt immer ganz viele Fragen, die bei uns auflaufen. Zum Beispiel, warum bestimmte Bäume gefällt werden oder warum Kahlflächen entstanden sind.“ Da kann sein Kollege Andreas Wintraken, im Regionalforstamt für den Forstbetriebsbezirk Aachen zuständig, nur zustimmen: „Man wundert sich, was für ein Gesprächsbedarf da ist. Wir werden ständig angesprochen, wenn wir Draußen unterwegs sind.“ Dieser soll nun zum Teil durch die beiden Ranger gedeckt werden. Es sei zeitweilen aber auch kompliziert: Forstgesetz NRW, Naturschutzgesetz, im Naturschutzgebiet Hunde immer anleinen, im „normalen Wald“ dürfen die auf befestigten Wegen frei laufen. Sogar die Straßenverkehrsordnung, die auf Reitwegen gilt, kommt zeitweilen ins Spiel. „Da verlieren die Waldbesucher*innen schon mal den Überblick“, weiß Krämer. Auch den Mountainbiker*innen aus den Niederlanden und Belgien müsse man häufig erklären, dass in Deutschland das Mountainbiken abseits der befestigten Wege keineswegs erlaubt sei – trotz entsprechender Gerüchte in den beiden Nachbarländern. „Und nein, ein Trampelpfad ist kein befestigter Weg“, so Wintraken schmunzelnd.

Die Blaupause für die Ranger außerhalb von Nationalparks hat eine Kooperation in Bielefeld geliefert. Auch im Rhein-Sieg-Kreis laufe ein ähnliches Projekt, so Regionalforstamtleiter Jansen. Nun also Aachen: „Es ist eine Win-Win-Situation. Ein Drittel der Kosten trägt die Stadt Aachen, zwei Drittel zahlt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Er stellt auch ein Fahrzeug und die Ausrüstung zur Verfügung.“ Das Projekt läuft zunächst befristet auf fünf Jahre.

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Rotes Kreuz bietet 300-stündige Qualifizierungs-Maßnahme in Mechernich

Mechernich/Euskirchen – Kinderaugen zum Strahlen bringen – Rotes Kreuz bietet 300-stündige Qualifizierungsmaßnahme für Kindertagespflegepersonen in Mechernich – Infoabend am 24. April – Nur zehn Prozent Eigenanteil (318 Euro) – Lukrativ, gerade bei Spezialisierung – Selbstständigen Arbeitsalltag weitestgehend frei gestalten.

Der Betreuungsbedarf ist groß. Stellen im Bereich der Kindertagespflege sind noch unbesetzt und viele Eltern – gerade im Schichtdienst – schaffen es nicht, ihre Kinder ausreichend nebenberuflich zu betreuen. Auch Kitaplätze sind rar. Dabei kann eine einzige Kindertagespflegeperson bei ausreichendem Raum bis zu fünf Kinder im Alter von null bis drei Jahren zugleich betreuen – zwei zusammen sogar bis zu neun – und leistet so einen Beitrag, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.

Ein so diverses und kreatives wie lukratives Arbeitsfeld, denn entlohnt wird direkt vom Jugendamt nach Zeit pro Kind plus bezahltem Urlaub. Noch mehr Potenzial steckt darin, sich zu spezialisieren. So zum Beispiel auf Wochenenden oder spezielle Uhrzeiten.

Und das Beste: Um eine Kindertagespflegeperson zu werden, bedarf es keiner Ausbildung über fünf Jahre wie bei Erziehern. Hier genügt eine 300-stündige Qualifizierungsmaßnahme, wie sie die Familienbildung des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen gemäß des „SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetzes“ auch in diesem Jahr wieder im Mechernicher DRK-Zentrum (Bruchgasse 34, 53894 Mechernich) anbietet. Angesprochen sind dabei alle.

„Sich selbst wiederfinden“

„Dieser Beruf wird gebraucht und gesucht. Gute Betreuungsstellen sprechen sich schnell rum“, erklärt Sabine Heines, die die Maßnahme als Dozentin betreut. Hinzu kommt ein familiäres und flexibles Arbeiten, das zu den betreuten Kindern und ihren Familien passen muss – und natürlich zu einem selbst. Heike Iven, Leiterin der DRK-Familienbildung ergänzt: „Du kannst so viel arbeiten, wie du möchtest!“. Schließlich hat man nach der Qualifizierung alles an der Hand, um selbstständige Unternehmerin oder Unternehmer zu werden.

„Die Aufgabe ist eigentlich, Kinder ins lernen zu verwickeln“, so Heines. Man kann den Alltag dabei weitestgehend frei gestalten: beispielsweise mit den Kids rausgehen, Gruppenarbeiten durchführen, essen und spielen. Kurzum: „eine so bunte wie soziale Mischung“ und eine „tolle Möglichkeit, beruflich umzuschulen.“ So könne sich in dieser Arbeit „jeder selbst wiederfinden“ – egal ob in der Arbeit mit Tieren, der Natur, Ernährung, Bewegung oder mehr.

Infoabend am 24. April

Der Auftrag lautet derweil Förderung, Erziehung, Betreuung und Bildung unter einen Hut zu kriegen – nach denselben Richtlinien, die auch in Kitas gelten. Da die Maßnahme Selbstständigkeit ermöglicht, stehen auch Themen wie Steuern, Recht, Verträge oder Versicherungen, die Erstellung eines Business-Plans, Elterngespräche, eine eigene Homepage, Werbung und vieles mehr auf der Agenda.

Aber keine Panik. Heike Iven erklärt: „Wir nehmen die Teilnehmer an die Hand und stellen vorgefertigte Entwürfe zur Verfügung. Natürlich helfen wir auch gerne persönlich weiter. Bei so viel Unterstützung kann schon fast nichts mehr schief gehen!“

Eine offizielle Ausbildung ist die Maßnahme nicht. Tiefergehende Informationen dazu gibt es bei einem kostenlosen Infoabend am Mittwoch, 24. April, von 19 bis 20.30 Uhr im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen (Jülicher Ring 32b, 53879 Euskirchen). Hier stehen die Inhalte, Abläufe, Voraussetzungen und Rahmenbedingung der Qualifizierungsmaßnahme im Fokus. Anmelden kann man sich per Mail unter skluge@drk-eu.de oder telefonisch unter (0 22 51) 79 11 95 06.

Ablauf und Voraussetzungen

Auf ein erstes Jahr Grundkurs folgt dann ein weiteres Jahr Aufbaukurs. Schon nach dem Grundkurs muss man mindestens ein Kind betreuen, um am Aufbaukurs teilnehmen zu können. Dieser ist notwendig, um vollumfänglich arbeiten zu können. Derweil kann man bei seinen Ansprechpartnern Jugendamt und Kinderschutzbund bei Bedarf Fragen stellen, Unsicherheiten besprechen, beraten werden und sich auch untereinander austauschen.

Statt findet die Maßnahme zunächst 14-mal mittwochabends von 18.30 bis 21.30 Uhr und 18-mal samstags von 9 bis 15.45 Uhr. Hinzu kommt ein 80-stündiges Praktikum. 40 Stunden in einer Kita und 40 Stunden bei einer Kindertagespflegeperson sowie 100 Selbstlerneinheiten zuhause, die laut Heike Iven aber „schnell voll“ werden. Der Kurs unter Sabine Heines startet voraussichtlich nach den Sommerferien.

Voraussetzungen sind ein Abschlusszeugnis der Zweige der Sekundarstufe I oder eines staatlich anerkannten Berufsabschlusses in beglaubigter Form und ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, die mindestens der Stufe B2 entsprechen. Außerdem muss ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis aller im Haushalt lebender Personen über 18 Jahre, vorliegen. Wenn man Mieter ist, muss das Vorhaben mit den anderen Mietern und dem Vermieter besprochen werden.

Zehn Prozent Eigenanteil

Das Kreisjugendamt Euskirchen unterstützt die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen, die im Kreis Euskirchen tätig werden, auch finanziell. Zwar ist die Gebühr in Höhe von 3.185 Euro direkt bei Kursbeginn fällig, eine Ratenzahlung ist jedoch möglich und nach Beendigung des Kurses erstattet das Kreisjugendamt die Gebühr bis auf einen Eigenanteil von zehn Prozent. So bleibt ein tatsächlicher Eigenanteil von 318,50 Euro. Hinzu kommen die Gebühren für die Erstellung des Zertifikates durch den „Berufsverband Kindertagespflege“.

Interessierte von außerhalb des Kreises Euskirchen können sich ebenso anmelden. „Die Jugendämter beziehungsweise Fachstellen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde übernehmen gegebenenfalls auch hier einen Teil der Kosten“, so die Familienbildung.

Der vorangegangene Kurs fand im Dezember des vergangenen Jahres seinen Abschluss. Teilnehmer kamen in der Vergangenheit auch schon aus Düren, Weilerswist, Erftstadt, dem Rhein-Sieg-Kreis und darüber hinaus. Mehr Infos zur Qualifizierungsmaßnahme für Kindertagespflegepersonen gibt´s auch im Web unter www.drk-eu.de – Kurse – Bildungsakademie – Kindertagespflege.

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Neues Trauzimmer im ältesten Haus Aachens

Aachen – Standesamtliche Hochzeiten im Zeitungsmuseum – Ab sofort geben sich Brautpaare im Zeitungsmuseum, im ältesten Haus Aachens, das Ja-Wort. Zusammen mit dem Zeitungsmuseum und dem Bistro können künftige Eheleute besondere Extras zusätzlich zur Zeremonie buchen. Die neuen Räume bieten mehr Platz für Gäste. Im Ausstellungsraum des Zeitungsmuseums, in dem zuvor wechselnde Ausstellungen stattfanden, können Paare mit knapp 40 Gästen heiraten.

Zwischen Historie und Wissenschaft

Der barrierefreie Raum wurde auch wegen seiner direkten Nähe zum Marktplatz, dem Rathaus und weiteren historischen Gebäuden ausgewählt. „Der Standort hier verbindet Historie mit Wissenschaft, weil es zwischen RWTH und Innenstadt liegt. Durch das wunderbare Ambiente ist dieser Raum jetzt ein ganz besonderes Trauzimmer, das bestimmt schnell sehr beliebt sein wird“, ist Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen überzeugt. Sie traut das erste Paar in den neuen Räumen, das ebenfalls einen Bezug zur Wissenschaft hat: „Die erste Trauung findet zwischen zwei Forschenden aus der Mathematik statt. Ich freue mich schon sehr auf diesen Termin. Schließlich sind Trauungen die schönste Dienstleistung, die wir als Stadt anbieten können“, ist Keupen begeistert. Das neue Zimmer bietet außerdem mehr Platz für Hochzeitsgesellschaften als das vorherige: Statt 18 Stühlen ist der Trauort nun mit 32 Plätzen ausgestattet. Kläre Grevenstein, Leiterin des Standesamts, ist mit den neuen Räumlichkeiten mehr als zufrieden: „Alle die hier beteiligt waren, haben großartig zusammengearbeitet. Ich finde es sehr schön, dass in diesem neuen Raum der Platz da ist, damit die Paare richtig ins Zimmer schreiten können.“ Zusammen mit dem Zeitungsmuseum und dem dort ansässigen Bistro können künftige Eheleute außerdem besondere Extras zusätzlich zur Zeremonie buchen: Zum Beispiel eine Führung durch das Museum für das Brautpaar und die Gäste oder einen Sektempfang und internationales Catering im Museums-Bistro. Das ist auch möglich um sich die Wartezeit bis zur Zeremonie zu verkürzen. Im Trauzimmer des Standesamtes schließen jährlich im Schnitt um die 500 Paare den Bund fürs Leben. Wegen Sanierungsarbeiten im Gebäude Krämerstraße 2 muss das Trauzimmer jetzt an einem anderen Ort untergebracht werden.

Ein Haus mit belebter Vergangenheit

Mit dem Trauzimmer fügt das Haus an der Pontstraße 13 seiner langen Geschichte von Nutzungen einen weiteren Zweck hinzu. 1495 errichtete der Fabrikant und Händler Heinrich Dollart das historische Gebäude als das „Große Haus von Aachen“ oder auch „Haus Rupenstein“. Damit ist das Haus das älteste erhaltene Haus der Stadt. Die Jahreszahl ist auch noch heute im Museum auf dem sogenannten „Dollartsbogen“ in gotischer Minuskel zu lesen. Seit dem Stadtbrand 1656 gehört das Haus der Stadt Aachen und war zunächst Weinhandel, dann Stadtwaage, Zollstation, Salzfaktorei und Polizeiwache. Bevor 1912 dort ein Kunstmuseum untergebracht wurde, lag auch ein Gefängnis auf dem Grundstück. Nach dem Ersten Weltkrieg beanspruchte die belgische Besatzung das Gebäude für sich. Auch Bürgermeisterwohnung war das Zeitungsmuseum in seiner Vergangenheit: Bürgermeister Wilhelm Farwick bewohnte das obere Geschoss als Dienstwohnung. 1931 bezog das Zeitungsmuseum das Haus mit belebter Vergangenheit. Heinrich Brötz, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Aachen freut sich, dass jetzt auch Hochzeitsgäste das historische Gebäude kennenlernen: „Wir haben in Aachen so viele kulturelle Perlen, die wir öfter zeigen müssen. Viele, die das Haus bisher nicht kannten, werden durch die Trauungen darauf aufmerksam. Wenn wir so nur bei fünf Prozent der Besucher*innen Interesse für unsere Museen wecken können, ist das ein Riesengewinn für uns.“

Termine im neuen Trauzimmer

Trauungen werden künftig dienstags, donnerstags und freitags in der Regel ab 10.10 Uhr abgehalten. Um 12.10 Uhr beginnt die letzte Trauung. Mindestens an jedem zweiten Samstag im Monat finden Trauungen ab 9.30 Uhr in einem halbstündigen Rhythmus statt. Die letzte Trauung wird dann um 12 Uhr angeboten. Ab Juni sind zusätzliche Samstagstermine geplant: 22.Juni, 20.Juli,17.August, 24.August, 21.September, 19.Oktober, 16.November und am 23.November.

Für die Trauung in diesem Raum werden keine zusätzlichen Raumgebühren erhoben. Für den Samstag fallen 66 Euro zusätzlich zu den normalen Anmeldegebühren an, da die Trauung außerhalb der Öffnungszeit stattfindet. Trautermine können beim Standesamt Aachen telefonisch über die 0241 432-3409 bis zu einem Jahr im Voraus unverbindlich reserviert werden.

 

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Fast 1200 Aktive bereits angemeldet – Am 1. Mai startet der 42. Lohners Vulkan Marathon

Mendig/Laacher See – Im Rahmen der organisatorischen Vorbereitungen trafen sich Frank Schäfer und Klaus Jahnz von der LG Laacher See mit Hans-Peter Ammel, Stadtbürgermeister Mendig. Wie in den Jahren zuvor versprach Herr Ammel, dass die Stadt Mendig das erfolgreiche Sportevent unterstütze und betonte: Viele Menschen aus Nah und Fern besuchen die Veranstaltung, da nehmen wir gerne die Gelegenheit wahr, unsere schöne Stadt zu präsentieren. Die notwendigen Änderungen der Verkehrsführung im Stadtbereich ist bereits geklärt“, so Ammel.

Am 1. Mai steht Obermendig ganz im Zeichen des Vulkan Marathons, schon jetzt sind fast 1200 Aktive angemeldet. Bereits um 8:00 Uhr starten die ersten Wettbewerbe. Die Anwohner werden gebeten, die Straßen möglichst freizuhalten. Die Mitarbeiter des Bauhofs veranlassen entsprechende Maßnahmen zur Verkehrsreglung (u.a. Halteverbotsbereiche).

Die Vertreter der LG Laacher See bedanken sich für das angenehme Gespräch und die zugesagte Unterstützung. Gleichzeitig erwähnten sie die großzügige Unterstützung der Sponsoren, insbesondere der Lohners, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich sei. So gibt es z.B. für die Sieger beim Halbmarathon und dem Lauf über 10 km jeder Altersklasse m/w einen Gutschein über wöchentlich 5 Lohners ofenfrische Lieblinge für die Dauer von einem Jahr. Die Zweit- und Drittplatzierten der AK werden mit einem Abo für ein halbes bzw. ein viertel Jahr geehrt.

Alle Starter erhalten einem Gutschein für ein Lohners Brot sowie einen Müsliriegel. Bambini und Kinder (U12 und jünger) dürfen sich zusätzlich über eine Medaille freuen. Das Team der Zeiterfassung bittet um Beachtung der Anmeldephasen:

  1. Online-Anmeldung bis zum 29.04.2024:
    Alle Aktiven erhalten eine Startnummer mit dem Vornamen, sowie ein Gratislos für die Tombola.
  2. Nachmeldung:
    Bis 30 Min. vor Start des jeweiligen Wettbewerbs gegen eine Zusatzgebühr von 5,00 €,
    Kinder- und Jugendwettbewerbe 2,50 €.

Für alle vorangemeldeten Sportler gibt es bei der Tombola tolle Preise zu gewinnen, u. a. Wochenende mit einem PKW vom Autohaus Nett Mayen, Hotelübernachtungsgutscheine (monte mare), Reisegutscheine (Norbert Welter GmbH) uvm. Eine zusätzliche Verlosung gibt es für alle vorangemeldeten Nordic-/Walker.

Anmeldung: www.vulkan-marathon.de oder www.lglaachersee.de.