Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: Land NRW / R. Sondermann
Region/Düsseldorf – Pilotprojekt für digitales Schultagebuch startet. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilt mit: Alle schulpflichtigen Kinder beruflich Reisender führten unterwegs bislang ein Schultagebuch, um Schulbesuche, Lernstand und Lernfortschritte zu dokumentieren. Damit lässt sich bei häufigen Wechseln der Unterrichtsorte auf den Wissensstand der Kinder aufbauen. Im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojekts wird in Nordrhein-Westfalen das analoge Schultagebuch seit dem Schuljahr 2021/22 durch ein digitales Schultagebuch („DigLu“= „Digitales Lernen unterwegs“) ersetzt.
Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Wir wollen, dass jedes Kind Zugang zu bester Bildung erhält, auch wenn häufige Schulwechsel erfolgen. Dabei sind die Anforderungen an Kinder, die sich immer wieder auf neue Lernsituationen einstellen müssen, besonders hoch. Deshalb schaffen wir mit diesem Projekt eine länderübergreifende Infrastruktur, um bestmögliche Bildungsverläufe zu ermöglichen. Mit „DigLu“ entsteht ein neuer Weg für eine noch reibungslosere Anknüpfung an Lerninhalte und damit zielgenaueren Unterricht.“
„DigLu“ ist ein onlinebasiertes Lernmanagementsystem mehrerer Bundesländer für Kinder beruflich Reisender, ihre Erziehungsberechtigten, ihre Lehrkräfte der Stamm- und Stützpunktschulen sowie ihre Bereichslehrkräfte. Während der Reise erfolgt der Unterricht in Stützpunktschulen. Jede öffentliche Schule in Nordrhein-Westfalen kann Stützpunkschule von Kindern beruflich Reisender sein.
Die interessierten Schülerinnen und Schüler, die an dem Pilotprojekt teilnehmen, weisen sich bei der Vorstellung an einer neuen Schule mit einer entsprechenden „DigLu Card“ aus. Damit kann die neue Schule online auf alle relevanten Angaben zum reisenden Kind zugreifen, sich einen Überblick über den Lernstand verschaffen und den Unterricht entsprechend ausrichten. Die betreuende Lehrkraft kann dann aktualisierte Einträge im digitalen Schultagebuch vornehmen. Nordrhein-Westfalen erprobt federführend mit sechs weiteren Ländern das onlinebasierte Lernmanagementsystem mit insgesamt rund 250 teilnehmenden Kindern in den nächsten drei Jahren. Der Einstieg weiterer Kinder ist möglich und erwünscht. Sollte das Projekt erfolgreich sein, wird es weiter ausgebaut. Pilotländer sind Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Hessen, Niedersachen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen, finanziert wird das Projekt aus Mitteln des DigitalPakts Schule. 666.000 Euro stehen dafür zur Verfügung.
Alle übrigen Länder werden bis Ende 2022 ebenfalls in das Projekt einsteigen. Von Beginn an wurde das Projekt durch die Schaustellerverbände DSB (Deutscher Schaustellerbund) und BSM (Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute) unterstützt.
Schulministerin Yvonne Gebauer abschließend: „Auf dieses Pilotprojekt freue ich mich besonders, weil es federführend von Nordrhein-Westfalen betreut wird und erneut die Chancen der Digitalisierung in den Mittelpunkt rückt. Wir zeigen, dass die Digitalisierung im Schulbereich sinnvoll umgesetzt und genutzt werden kann.“
Damit sich bei der Anlieferung von Kronkorken keiner verfährt, hat Straßen NRW den Jugendlichen zwei Hinweisschilder gesponsert. Von links: Paul Klein, Hendrik Niebes, Frank Klinkhammer, Luca Vey und Andre Lützenkirchen. Foto: Reiner Züll
Hellenthal-Wolfert – Der Jugendclub „Atlantis“ aus Wolfert sammelt fleißig Kronkorken für die Hilfsgruppe Eifel – In Gemünd einen großzügigen Abnehmer für die Weißblech-Verschlüsse gefunden – Straßenschild weist den Weg. Sie sammeln seit Februar dieses Jahres Kronkorken von Getränkeflaschen, um damit die Arbeit der Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen.
Doch die Corona-Pandemie hat auch den Sammelerfolg des Wolferter Jugendclub „Atlantis“ erheblich ausgebremst. Dennoch haben sich die Jugendlichen um Koordinator Paul Klein nicht entmutigen lassen und auch in den Zeiten geschlossener Kneipen und ausgefallenen Veranstaltungen ein funktionierendes Netz von unterstützenden Kronkorken-Sammlern gebaut.
„Das ist wieder eine wunderbare Aktion von Jugendlichen aus der Eifel“, hatte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel das Engagement des Jugendclubs im Frühjahr gelobt, und alle Mitglieder der Hilfsgruppe aufgerufen, sich an der Kronkorken-Sammlung zu beteiligen. Er sei froh über den schönen Erfolg der Jugend, die großen Respekt verdiene.
Inzwischen hat der Jugendclub in Gemünd auch einen großzügigen Abnehmer für die kleinen, knapp 30 Millimeter großen und gerade mal zwei Gramm schweren Flaschenverschlüssen gefunden. „Der zahlt uns erheblich mehr als den üblichen Preis“, freut sich Paul Klein über die Unterstützung des sozial eingestellten Schrotthändlers.
Schon bald werden die Jugendlichen die erste Fuhre Kronkorken nach Gemünd bringen, denn innerhalb von zehn Monaten hat die Kronkorken-Abteilung des Jugendclubs mit Paul Klein, Hendrik Niebes, Nena Berners, André Lützenkirchen, Luca Vey und Frank Klinkhammer drei schwere Big-Bags mit jeweils rund 500 Kilo Flaschenverschlüssen zusammengetragen und in der Scheune von Kleins Eltern im benachbarten Oberdalmerscheid eingelagert.
Die Gemeinde Hellenthal unterstützt die Aktion der Jugendlichen mit der Bereitstellung von großen Mülltonnen am Sammelort vor dem Eingang zum Jugendtreff hinter dem Wolferter Bürgerhaus. Verfehlen können Kronkorken-Anlieferer den Sammelplatz nicht, denn zwei richtige gelbe Straßenschilder mit dem Hinweis „Kronkorken“ weisen im Ort den Weg. Sie sind von einem großzügigen Schildermacher gesponsert worden.
„Wir bekommen sogar Kronkorken aus Aachen gebracht“, berichtete Paul Klein. Auch viele Gaststätten, Feuerwehren der Gemeinde Hellenthal, der Löschzug Kall, eine Familie aus Münstereifel, Freunde aus Vlatten und viele Leute aus Gemünd zählten zu den Unterstützern der Aktion.
Bei der schlimmen Flut in der Nacht zum 15. Juli seien in einigen Orten viele Kronkorken dem Hochwasser zum Opfer gefallen. Doch statt diesen nachzutrauern habe sich der komplette Jugendclub aufgemacht und in den Flutgebieten zwei Wochen lang kräftig mit angepackt, um den betroffenen Menschen in Hellenthal, Schleiden und Gemünd zu helfen. Die Räume des Jugendclubs seien als Sammel- und Ausgabestelle für Hilfsgüter zur Verfügung gestellt worden, die von Frauen des Dorfes gesammelt und verteilt worden seien.
Nach Corona und der Flut sei es eine Zeitlang still im Jugendclub gewesen. Im September habe die Kronkorken Sammlung dann aber wieder Fahrt aufgenommen. Und auch im Club selbst habe man sich nach monatelanger Feier-Pause auf die erste große Fete zu Halloween gefreut. Bei dieser großen Party habe es natürlich nur Getränke in Flaschen gegeben – der Kronkorken wegen.
Der 1969 gegründete Jugendclub Atlantis mit seinem Vorsitzenden Jannick Müller ist einer der ältesten im Altkreis Schleiden. Ihm gehören derzeit rund 30 Jungen und Mädchen ab 14 Jahren an. Inaktive Mitglieder sind auch ältere Wolferter oder Personen, die nicht mehr im Ort wohnen, sich den Jugendlichen aber noch verbunden fühlen. Der Club veranstaltet Karnevals- und Kirmesfeten, er organisiert aber auch Weihnachtsfeiern und die Pflege des Maibrauches.
Nachdem viele dieser Aktivitäten wegen der monatelangen Corona-Pandemie nicht hätten stattfinden können, sei man froh, jetzt mit der Kronkorken-Sammlung die Hilfsgruppe Eifel unterstützen zu können. Froh ist Chef-Sammler Paul Klein über den Erfolg und den Eifer von Sammlern von Vereinen, die außerhalb des Hellenthaler Gemeindegebietes aktiv seien.
Vereine oder Personen, die die Aktion der Jugendlichen aus Wolfert unterstützen und Kronkorken nach Wolfert bringen wollen, können die Anlieferung mit Paul Klein (0152 / 23 91 67 29) oder unter der E-Mail-Adresse jugendclubwolfert@gmail.com mit dem Sammler-Team abstimmen.
Konnte die meisten Stimmen sammeln: Das Tierheim Ransbach-Baumbach Glückshunde e.V. entscheidet den evm-Energieschub für sich und gewinnt 3.000 Euro. Das Geld soll für einen dringend benötigten Neubau verwendet werden.
Foto: Sascha Ditscher
Region/Mayen-Koblenz – evm-Energieschub: Gewinner stehen fest. Insgesamt 18.000 Euro hat die Energieversorgung Mittelrhein (evm) als Energieschub für die Region ausgelobt. Das Besondere: Nicht das Unternehmen selbst entscheidet, welches Projekt wie viel Geld bekommt, sondern die Allgemeinheit. Rund 80.000 Stimmen wurden für die insgesamt 124 eingereichten Projekte eingereicht.
Der Pfadfinderstamm von Helfenstein aus Koblenz belegt beim evm-Energieschub den zweiten Platz und sichert sich damit 2.500 Euro. Damit will er neues Zeltmaterial anschaffen für seine Gruppenstunden anschaffen. Foto: Sascha Ditscher
Auf der Zielgeraden konnten schlussendlich das Tierheim Ransbach-Baumbach Glückshunde e.V., der Pfadfinderstamm von Helfenstein aus Koblenz und der Jugendförderverein Wolfstein Westerwald/Sieg e.V. aus Norken das Rennen um die meisten Stimmen für sich entscheiden.
Der Jugendförderverein Wolfstein Westerwald/Sieg e.V. aus Norken schafft es auf den dritten Platz beim evm-Energieschub. Mit der damit verbundenen Spende von 2.000 Euro will der Verein wetterfeste Kleidung für seine Mitglieder finanzieren. Foto: Sascha Ditscher
Christian Schröder, Unternehmenssprecher der evm gratuliert den Gewinnern: „Herzlichen Glückwunsch an die Erstplatzierten und Danke an ihr Engagement, am Energieschub teilzunehmen, um somit Dinge in unserer Region bewirken zu können.“ Insgesamt waren 18.000 Euro ausgelobt, davon gehen nun 3.000 Euro an den ersten, 2.500 Euro an den zweiten und 2.000 Euro an den dritten Platz. Das übrige Geld wird gestaffelt bis zu Platz 20 verteilt.
Energieschub für Ausbau des Tierheims, Zelte und wetterfeste Kleidung
Für was genau die Vereine den Energieschub der evm benötigen, hatten sie zuvor in einer Kurzbeschreibung festgelegt. So war von vornherein klar, wohin das Geld fließen wird. Das Tierheim in Ransbach-Baumbach soll bald neu gebaut werden. Die Tiere sollen mehr Auslauf erhalten und eine eigene Quarantänestation für Kleintiere und Hunde soll dafür sorgen, Tierarztkosten zu verringern. Der aktuelle Standort schränkt die Arbeit der freiwilligen Helfer sehr ein. Kleintiere müssen privat aufgenommen werden, da es nicht genügend Platz gibt. Die Vermittlungsarbeit ohne Internetanschluss ist nicht zeitgemäß und Räumlichkeiten für ein Büro und einen Aufenthaltsraum Mangelware. All diese Wünsche würde man sich bei einem Neubau verwirklichen. „Die 3.000 Euro sind ein toller Beitrag für unser neues, modernes Tierheim. Danke an die evm für die Initiative und danke an alle, die für uns abgestimmt haben“, sagt Petra Richter, die erste Vorsitzende von Glückshunde e.V. Worte, denen sich Torben Pötter, Stammesführer des Pfadfinderstammes von Helfenstein nur anschließen kann: „Wir verwenden unsere 2.500 Euro für Zeltmaterial, das wir dringend benötigen, um unsere Gruppenstunden wetterfest zu gestalten und der wachsenden Mitgliederzahl eine Unterkunft bei Zeltlagern und Ausflügen zur Verfügung zu stellen. Auch wir sagen von Herzen Dankeschön für die Unterstützung.“ Über Platz drei freut sich der erst vor Kurzem gegründete Jugendförderverein Wolfstein Westerwald/Sieg e.V. Für die immer kälter werdende Jahreszeit benötigt er dringend wetterfeste Kleidung für Trainingseinheiten und Spiele. Natürlich im einheitlichen Design für die rund 160 aktiven Sportler. „Die 2.000 Euro geben uns den zusätzlichen Energieschub, den wir als noch junger Verein benötigen. Voller Vorfreude und bestens ausgerüstet, können wir demnächst in unsere Spiele starten. Danke an die evm für die Initiative und danke an alle, die für uns abgestimmt haben“, sagt der erste Vorsitzende Torsten Christians.
Teilnahmeprämie für alle
Die Platzierungen vier bis 20 sind mit einem Betrag von 1.500 Euro bis 250 Euro dotiert. Allerdings sei man bei der evm so überrascht von der hohen Teilnehmerzahl und dem großen Engagement der Teilnehmer, dass Christian Schröder noch eine zusätzliche Überraschung zu verkünden hat: „Keiner soll leer ausgehen. Gerade in diesen Zeiten wollen wir dem gesellschaftlichen Engagement ein besonderes Augenmerkt verleihen. Gebeutelt durch die Pandemie, sind es erschwerte Bedingungen für Vereine und Initiativen, die für unser Miteinander so wichtig sind. Daher erhalten alle Weiteren eine Teilnahmeprämie von 50 Euro.“ 125 Vereine, Institutionen und Projekte wurden seit dem 1. September auf der Onlineplattform evm.de/energieschub registriert.
Einen symbolischen Spendenscheck über 6.500 Euro konnten (v.l.) Christoph Kips, Tamara Jungen, Schulleiter Joachim P. Beilharz und Schülersprecherin Ida Görlitz an Bürgermeister Ulf Hürtgen und Barbara Breuer, Geschäftsbereichsleiterin Schulen, Soziales, Sport und Kultur, übergeben. Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen
Zülpich – Für die Opfer der Flutkatastrophe gelaufen. 6.500 Euro der Einnahmen des Sponsorenlaufs gehen an Zülpicher Flutopfer. „Laufen und dabei etwas Gutes tun“ – so lautete Anfang September die Devise, als das Zülpicher Franken-Gymnasium (FraGy) am Wassersportsee und im Seepark einen Sponsorenlauf durchführte, dessen Erlös den Geschädigten der Hochwasserkatastrophe und den Leidtragenden der Corona-Krise zugutekommen soll.
Alle Schülerinnen und Schüler waren an diesem Tag laufend oder unterstützend aktiv. Und am Ende konnten dadurch fast 29.000 Euro an Spenden zusammentragen werden. „Ich bin unheimlich stolz auf die Schüler und die gesamte Schulfamilie. Es ist sehr beeindruckend, was
hier geleistet wurde“, sagte Schulleiter Joachim P. Beilharz, als er nun zusammen mit Schülersprecherin Ida Görlitz sowie Lehrerin Tamara Jungen und Lehrer Christoph Kips vom Organisationsteam einen Teil
des Erlöses in Form eines symbolischen Spendenschecks an Bürgermeister Ulf Hürtgen und Barbara Breuer, Geschäftsbereichsleiterin Schulen, Soziales, Sport und Kultur übergeben konnte.
6.500 Euro gehen demnach an das Spendenkonto „Zülpich hält zusammen“. Mit diesem Konto kann die Stadt Zülpich seit 2009 in Not geratenen Menschen unbürokratisch, schnell und über den gesetzlichen Rahmen hinaus helfen. „Als Zülpicher Schule war es uns wichtig, lokal zu unterstützen. Deshalb haben wir uns entschieden, die größte Teilspende an »Zülpich hält zusammen« zu übergeben“, so Beilharz weiter.
Sehr zur Freude von Bürgermeister Hürtgen und Geschäftsbereichsleiterin Breuer. Diese berichteten, dass mittlerweile fast 500.000 Euro an Spenden für besonders stark vom Hochwasser betroffene Haushalte im Stadtgebiet über „Zülpich hält zusammen“ bereitgestellt werden konnten. Um dabei größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, war zuvor eine Nothilfekommission aus Vertretern von Rat, Verwaltung und Kirche sowie den Ortsvorstehern der vom Hochwasser betroffenen Ortsteile gegründet worden, die über die Verteilung der Spenden entscheidet.
„Vielen Dank für diese tolle Aktion“, sagte Bürgermeister Hürtgen abschließend. „Und bitte geben Sie diesen Dank an die gesamte Schülerschaft und alle Beteiligten weiter.“ Die übrigen Einnahmen des FraGy-Spendenlaufs gingen an die Unwetterhilfe der „Aktion Lichtblicke“, an das Flutopfer-Spendenkonto des Deutschen Roten Kreuzes, an ein SOS-Kinderdorf in Äthiopien sowie an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.
Die Rather Feldmäuse haben nun viel Platz in der mobilen Einheit, die bald durch einen neuen Festbau abgelöst wird. Foto: Kreis Düren
Düren– Eingeweiht, eingesegnet und eingespielt: Die Kita Rather Feldmäuse in Nörvenich-Rath ist erweitert worden. Vier neue Gruppen in Modulbauweise sind hinzugekommen. 44 Jahre waren die Rather Feldmäuse, eine von 30 Kitas in Trägerschaft der Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR des Kreises Düren, eingruppig – jetzt können hier bald 80 Kinder betreut werden. Die Erweiterung wurde jetzt offiziell eröffnet und eingeweiht.
„Hier steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren bei der Begrüßung zur Feierstunde im kleinen (coronakonformen) Rahmen. „Ein großer Dank geht an das gesamte Team, das das Leitbild des Trägers so gut umsetzt.“
Derzeit werden in dem Bewegungskindergarten rund 70 Kinder im Alter von 0 bis sechs Jahren betreut, weitere Kinder werden noch im Laufe des Kita-Jahres aufgenommen. „In Nörvenich bewegt sich viel“, sagt Bürgermeister Dr. Timo Czech bei der Eröffnung. „Die Gemeinde bekommt immer mehr Zuwachs. Daher freue ich mich, dass wir so eine gute Lösung für die Erweiterung gefunden haben.“ In den kommenden zwei Jahren sollen die Kinder auf die andere Seite des Ortes, in einen neuen Festbau an der Hubertusstraße ziehen. Die Einrichtung in Modulbauweise, die mit Hilfe der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen mbH des Kreises (GIS) errichtet werden konnte, wird dann abgelöst. Die Kinder bedankten sich nach der Einsegnung durch Diakon Martin Schlicht (Gemeinschaft der Gemeinden Vettweiß Nörvenich) und Joscha van Riesen (Evangelische Gemeinde zu Düren) noch mit einem selbstgeschriebenen Lied für die Unterstützung aller Beteiligten.
Die Erweiterung zeigt noch einmal deutlich die Familienfreundlichkeit im Kreis Düren, die Landrat Wolfgang Spelthahn besonders am Herzen liegt. So wachsen nicht nur die Kindertagesstätten, die übrigens beitragsfrei sind, sondern der gesamte Kreis Düren will mit der Wachstumsoffensive die Einwohnerzahl in den kommenden Jahren auf 300.000 steigern. Eine sehr gute Versorgung der Kinder ist da ein wichtiger Grundpfeiler. Ebenso wie qualifizierte Mitarbeiter. Die Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR freut sich immer über neue Teammitglieder in ihren Einrichtungen und hat ein großes Stellenangebot. Wer auf der Suche nach einem neuen Job, wird sicherlich unter www.kreis-dueren.de/kreismaeuse fündig.
Staatssekretär David Profit (Mitte) mit Vertretern der Stadt Andernach, der Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm sowie der Kreisverwaltung. Foto: Kreisverwaltung MYK
Region/Mayen-Koblenz – Gewalt in engen sozialen Beziehungen – ein oft immer noch verschwiegenes Thema, das nach wie vor viele Frauen betrifft. Um dem gemeinsam entgegenzutreten und in der Region betroffenen Frauen Perspektiven aufzuzeigen, haben sich die Stadt Andernach sowie die Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm zu einem Runden Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen zusammengeschlossen, der nun das erste Mal tagte.
„Gewalt gegen Frauen ist auch in Familien kein Kavaliersdelikt. Um stärker zu sein als die Gewalt, braucht es eine gute Zusammenarbeit vor Ort. Der neue Runde Tisch ist dafür da und Teil eines Netzwerks regionaler Runder Tische in unserem Land.“, sagte David Profit, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration bei seiner Begrüßung und freute sich, die einzelnen Vertreter kennenzulernen. Neben den Gleichstellungsbeauftragten der kommunalen Verwaltungen besteht die Arbeitsgruppe aus den unterschiedlichsten Mitgliedern: Mit dabei sind die Interventionsstelle Koblenz, der Weisse Ring, die Polizeiinspektion Andernach, das Jugendamt Andernach, der Frauennotruf Koblenz, die Leitung des bald eröffnenden Mayen-Koblenzer Frauenhauses, die Staatsanwaltschaft Koblenz, die Täter-Arbeitseinrichtung der Bewährungshilfe Koblenz und die Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums Koblenz, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des JC Mayen-Koblenz und der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz.
„Eine der Hauptaufgaben des Gremiums wird es sein, das Thema der häuslichen Gewalt gegen Frauen öffentlich bekannter zu machen. Es ist wichtig über Hilfestellungen zu informieren, vor Ort präsent zu sein und Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, zu ermutigen, diese Hilfe auch anzunehmen“, erläuterte Lea Bales, die als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz den Arbeitskreis leitet.
Der regionale Arbeitskreis ist der 23. seiner Art in Rheinland-Pfalz und geht aus dem landesweiten Interventionsprojekt gegen Gewalt hervor. Neben dem neuen regionalen Zusammenschluss gibt es bereits Arbeitskreise für den Raum Mayen und Koblenz. Mittelpunkt des ersten Treffens war das gegenseitige Kennenlernen der einzelnen Akteure und die Planung gemeinsamer Aktivitäten. So ist der regionale Runde Tisch am 20. November bei der Frauenprojektmesse in der Verbandsgemeinde Pellenz mit einem Infostand vertreten. Daneben ging es in der Sitzung um die Errichtung des ersten Frauenhauses in Mayen-Koblenz, dessen offizieller Start Anfang 2022 unmittelbar bevorsteht.
Graciela Bruch (3.v.r.), Vorstand der Globus-Stiftung, übergibt im Beisein des Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies MdL (r.) und Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers (2.v.r.), das Begleitfahrzeug an Roswitha Stockhorst (im Auto), Projektleiterin „Mobiler Beratungsbus Kreis Ahrweiler“. Foto: Bernhard Risse / Kreisverwaltung Ahrweiler
Ahrweiler – Der Mobile Beratungsbus tourt seit Mitte September durch die von der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler betroffenen Ortschaften, um die Menschen vor Ort kostenlos und vertraulich in ihrem veränderten Alltag zu beraten und zu begleiten. Jetzt wird der Bus mit einem zusätzlichen Einsatzfahrzeug ausgestattet, das von der Globus-Stiftung gespendet wird.
Dazu Graciela Bruch, Vorstand der Globus-Stiftung: „Als wir vom Mobilen Beratungsbus-Projekt gehört haben, waren wir von der Idee sofort begeistert. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat viele Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld und Alltag gerissen. Umso wichtiger ist es jetzt, Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren konkrete Hilfen anzubieten. Mit der Fahrzeugspende möchten wir unsere Solidarität mit den Betroffen zum Ausdruck bringen und das Anliegen des Projekts, die Menschen dort aufzusuchen, wo sie sind, konkret unterstützen.“
Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL zeigt sich überwältigt von der enormen Hilfsbereitschaft für den Wiederaufbau des Ahrtals: „Ich danke der Globus-Stiftung für die großzügige Spende. Der Mobile Beratungsbus ist für die Menschen im Ahrtal ein außerordentlich wichtiges Projekt. Mit dem mobilen Einsatzfahrzeug ist es uns dank der Globus-Stiftung möglich, das Angebot noch weiter auszubauen und den Blick nach vorne zu richten.“
Roswitha Stockhorst, Projektleiterin im Mobilen Beratungsbus, zeigt sich begeistert: „Mit dem Einsatzfahrzeug kann ich noch flexibler unterwegs sein und die Menschen vor Ort über das umfassende Angebot im Beratungsbus aufklären. Denn aufgrund seiner Größe kann der Bus nur bestimmte Straßen nutzen und an exponierten Stellen haltmachen, die ihm ausreichend Platz bieten.“ Und Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler, ergänzt: „ Die Spende der Globus-Stiftung ist für uns ein Glücksfall. Das mobile Einsatzfahrzeug ermöglicht uns in diesem so wichtigen Projekt noch mehr Menschen zu erreichen, zu beraten und zu begleiten.“
Die gemeinnützige Globus-Stiftung wurde 2005 gegründet und fördert in Deutschland jährlich zahlreiche Projekte. Im Fokus stehen insbesondere junge Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen in schwierigen Situationen befinden und Unterstützung benötigen. Sie sollen ermutigt werden, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und sich auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Darüber hinaus ist die Stiftung auch im Ausland aktiv, um vor allem in den Bereichen Bildung und Medizin Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder und Jugendliche zu leisten.
Claudia Nowak von der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität ist ebenfalls froh, dass jetzt eine zusätzliche Maßnahme mit dafür sorgt, dass das Miteinander auf Aachens Straßen gefahrloser wird. Foto: Stadt Aachen / Heike Lachmann
Aachen – Städtische Fahrzeuge rollen mit Abbiegeassistenzsystemen durch die Straßen. Derzeit werden 130 Fahrzeuge von Rettungsdienst, Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes und 90 Fahrzeuge des Stadtbetriebs mit der Sensortechnik ausgestattet.
Philipp Allwißner ist Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen. Seine Kollegen und er kümmern sich gemeinsam mit externen Experten um den Einbau in die Fahrzeuge. Foto: Stadt Aachen / Heike Lachmann
Indem sie die eigene Fahrzeugflotte noch sicherer macht, fügt die Stadt damit ihrem „Aktionsplan Verkehrssicherheit“ einen weiteren wichtigen Baustein hinzu. Die Umrüstung läuft aktuell in der Feuerwehrwerkstatt auf der Hüls und soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Der Einbau kostet pro System rund 2600 Euro und wird vom Bund gefördert.
Das massive Rolltor öffnet sich und das nächste große rote Löschzug-Fahrzeug rollt aufs Gelände auf der Hüls. Kurz darauf steht es auf der Hebebühne und die Installation mit der brandneuen Sensortechnik beginnt. Es herrscht in diesen Tagen geschäftiges Treiben in der weiten Kfz-Werkstatthalle der Feuerwehr Aachen. Insgesamt bekommen derzeit 130 Fahrzeuge von Rettungsdienst, Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes und 90 Fahrzeuge des Aachener Stadtbetriebs ein hochmodernes Abbiegeassistenzsystem eingebaut. Alle Großfahrzeuge, die schwerer als fünf Tonnen sind, erhalten das System der Firma MEKRAtronics. Der Einbau der Technik, der am Donnerstag 04. November im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt worden ist, bildet einen weiteren wichtigen Baustein, um die grundsätzliche Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.
Eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmende
Philipp Allwißner ist Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen. Seine Kollegen und er kümmern sich gemeinsam mit externen Experten um den Einbau in die Fahrzeuge. Er sagt: „Wir sind froh, mit den Systemen sowohl für den Verkehrsteilnehmer als auch für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Einsatzfahrzeugen risikobehaftete Situationen deutlich sicherer gemacht zu haben.“
In den vergangenen Jahren kam es auf Aachens Straßen leider immer wieder zu Verkehrsunfällen, bei denen insbesondere Radfahrende schwer oder zum Teil sogar tödlich verletzt wurden. Als Ursache ergaben die Ermittlungen häufig folgendes Bild: Beim Rechtsabbiegevorgang eines (großen) Kraftfahrzeugs kam es zum Zusammenstoß. Die schweren Unfälle lösten eine stadtweite öffentliche Diskussion aus. Die zentrale Frage lautete: Was kann unternommen werden, um solche Unfälle künftig zu vermeiden? Die Stadt hat seitdem zahlreiche Maßnahmen ergriffen, prägnante Gefahrenstellen schnell entschärft, Verkehrsführungen verbessert, Radspuren besonders markiert, die Beschilderung optimiert und vieles weitere unternommen.
Aktionsplan Verkehrssicherheit
Claudia Nowak von der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität ist ebenfalls froh, dass jetzt eine zusätzliche Maßnahme mit dafür sorgt, dass das Miteinander auf Aachens Straßen gefahrloser wird. „Die Assistenzsysteme in städtischen Fahrzeugen sind ein wichtiger Baustein zur Erhöhung sowohl der objektiven, also technisch messbaren, als auch der subjektiven seitens der Fahrzeugführenden empfundenen Verkehrssicherheit. Sie helfen dabei, dass – im Sinne des Aktionsplans Verkehrssicherheit – alle Verkehrsteilnehmenden in Aachen täglich ‚Achtsam unterwegs‘ sind.“ Nowak weist in dem Zusammenhang auf weitere Aktionen der Stadt wie die Überholabstand-Aufkleber hin. 800 städtische Fahrzeuge sind damit im Jahr 2019 beklebt worden, um für das Thema Verkehrssicherheit weiter zu sensibilisieren.
Die ersten knapp 20 Fahrzeuge des Stadtbetriebs rollen mittlerweile mit der radarbasierten Sensortechnik durch Aachen. Die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv, berichtet Enrico Jansen. Der Leiter des Fuhrparkmanagements des Stadtbetriebs sagt: „Unsere großen Abfallsammelfahrzeugen verfügen schon jetzt über diverse Bildschirme, Spiegel und Kontrollinstrumente. Für uns ist es daher sehr wichtig, dass unsere Fahrer nicht zusätzlich ‚belastet‘ werden. Das nun eingebaute System funktioniert wirklich als unterstützendes Assistenzsystem.“ Im Gefahrenfall – wenn also beispielsweise ein Fahrradfahrer im toten Winkel des Müllwagens vorbeirollt – ertönt ein akustisches Signal in der Kabine. „Darauf können unsere Fahrer dann gut und unmittelbar reagieren.“
Markus Dören, Teamleiter Vertrieb der Firma MEKRAtronics, freut sich, dass die Stadt Aachen auf das System seines Unternehmens setzt: „Unser Thema ist Sicherheit. Wir wollen die Sicherheit an Fahrzeugen erhöhen. Wir haben einen Abbiegeassistent auf Radarbasis entwickelt. Der große Vorteil von radarbasierten Systemen ist: sie funktionieren bei jedem Wetter – bei Regen ebenso wie bei Schnee, Nebel oder Dunkelheit.“
Auftrag der Politik
Aus der Politik kam der Antrag, sämtliche Fahrzeuge der Stadtverwaltung Aachen mit einem System nachzurüsten, welches Unfälle nach diesem Muster sicher verhindert. Die Umrüstung läuft nun seit einigen Wochen in der Werkstatt auf der Hüls. Bereits vor dem politischen Antrag beschäftigte sich das Team Technik der Berufsfeuerwehr mit dem Thema. Zwar wurde öffentlich schon seit längerem darüber diskutiert, gleichwohl gab es seitens des Gesetzgebers nur sehr unscharf formulierte Anforderungen an etwaige Systeme. Die Aachener Akteur*innen tauschten sich so über Fachgremien mit anderen Feuerwehren und Fuhrparkbetreibern aus, sammelten Informationen und Best-Practise-Beispiele und bereiteten diese auf. Ein erster technischer „Feldversuch“ wurde 2019 gestartet. Einige Löschfahrzeuge von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr erhielten sogenannten Weitwinkel-Kamerasysteme. Nach einer mehrmonatigen Testphase musste dieses System jedoch als nicht praxistauglich und zielführend bewertet werden. Gleichzeitig hatte der Gesetzgeber zwischenzeitlich eine Nachrüstpflicht für alle Neufahrzeuge ab dem 1. Juli 2022 erlassen, die mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Seitdem sind auch die gesetzlich vorgeschriebenen technischen Parameter bekannt. Kompakt zusammengefasst: eine Sensorik ist erforderlich, ein Kamerabild optional möglich.
Die ersten 80 Fahrzeuge sind ausgerüstet
Eine weitere Testreihe mit zwei Systemen wurde ab Januar 2020 in zwei Fahrschulfahrzeugen der Feuerwehr vorgenommen. Beide Systeme sind vom ADAC als sehr gut bis gut bewertet worden. Beim eigenen Test wurde unter Berücksichtigung der Expertise der Aachener Fahrlehrer vor allem ein vergleichbarer Rahmen (gleiche Fahrzeugtypen) geschaffen, der ergänzt durch hohe Kilometerfahrleistung und unter Aufsicht geschulter Lehrkräfte ein valides Ergebnis in Aussicht stellte. Für das als bestes bewertete System der Firma MEKRAtronics aus dem mittelfränkischen Ergersheim wurde dann in einem gemeinsamen Vergabeverfahren von Feuerwehr und Stadtbetrieb ein Einbaupartner gefunden. Dieser rüstet seit wenigen Tagen in den Werkstätten von Feuerwehr und Stadtbetrieb die Fahrzeuge aus. Bislang sind bereits rund 80 Fahrzeuge der Stadt Aachen ausgerüstet. Der vollständige Einbau wird voraussichtlich zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Kosten für jedes System betragen rund 2600 Euro. Der Bund hat dabei dem Antrag der Stadt Aachen entsprochen und stellt hierfür anteilige Fördermittel zur Verfügung.
Das Weinfest des SV Rinnen erbrachte einen Erlös von 6800 Euro. SV-Vorsitzender Timo Hermanns übergab den Spendenscheck an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel. Von links: Patrick Zimmer, Siegwin Zimmer, Timo Hermanns, Ludwig Werle, Paul Schneider und Jan Baum. Foto: Reiner Züll
Kall-Rinnen – Der SV Rinnen übergab den Spendenscheck an Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel – Vorsitzender Timo Hermanns: „Es hat allen Akteuren Spaß gemacht“ – Wiederholung angekündigt – 240 Euro für FC-Trikot. Mit dem ersten “Weinfest am Kallbachtal“ zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Kaller Hilfsgruppe Eifel hatte der SV Rinnen Mitte Oktober völliges Neuland betreten. Jetzt, gut drei Wochen später, kam SV-Vorsitzender Timo Hermanns zu dem Ergebnis, dass das Fest nicht nur ein organisatorischer, sondern auch ein großer finanzieller Erfolg war. Im Sportheim des agilen Vereins überreichte Timo Hermanns am Dienstag einen Spendenscheck über den stolzen Betrag von 8600 Euro an Paul Schneider von der Hilfsgruppe.
Der SV könne stolz darauf sein, wie er das Fest organisiert und so professionell über die Bühne gebracht habe, lobt Schneider das Engagement der Sportler zur Unterstützung von Familien, die im Juli durch das katastrophale Hochwasser ihr Hab und Gut verloren hätten. Die Not sei bei vielen Familien mit Kindern noch immer groß. Ebenso groß sei der Wunsch vieler Flutopfer, das Weihnachtsfest wieder im eigenen Zuhause feiern zu können. Das motiviere die Hilfsgruppe. Mit knapp 300.000 Euro Sofortzahlungen habe man bisher rund 150 betroffene Familien unterstützen können.
Schneider dankte auch den Mit-Akteuren des Fachhandels WeinBaum aus Kall, der Bäckerei Zimmer aus Sistig und dem Caterer Ludwig Werle aus Sötenich für ihr Engagement. Ebenfalls dem Sänger Uwe Reetz, der am Abend ein tolles Mitsing-Konzert gegeben habe. Sie alle hätten sich in den Dienst der guten Sache gestellt und großen Anteil an dem Erfolg des Festes gehabt. Und auch Siegwin Zimmer, Obermeister der Bäckerinnung Düren-Euskirchen, sprach von einer tollen Veranstaltung mit einem Super-Ergebnis.
Es habe allen großen Spaß gemacht berichteten Caterer Ludwig Werle, Brotsommelier Patrick Zimmer und Wein-Sommelier-Meister Jan Baum, der in Vertretung seines Bruders Marc zur Scheckübergabe erschienen war.
Wie SV-Vorsitzender Timo Hermanns berichtete, habe der Verein große Unterstützung von prominenten Bundesliga-Vereinen bekommen, die Trikots und sonstige Fanartikelel für eine Versteigerung gestiftet hatten. Für ein signiertes Trikot des 1. FC Köln habe ein Fan die Rekordsumme von 240 Euro locker gemacht.
Recht unterhaltsam, so Hermanns, seien die vier Präsentationen zum Thema „Brot & Wein“ gewesen, die Brotsommelier Patrick Zimmer und der Bachelor in Internationaler Weinwirtschaft, Marc Baum, den Besuchern geboten hatten.
„Wir hatten schon länger vorgehabt, mal ein solches Weinfest zu veranstalten“, berichtete Timo Hermanns. Als die Hilfsgruppe jetzt nach dem schlimmen Hochwasser zur Unterstützung der Flutopfer aufgerufen habe, sei man mit Volldampf an die Sache heran gegangen und habe die Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit und mit großem Arbeitsaufwand auf die Beine gestellt.
„Die Mühe hat sich gelohnt“ freute sich Hermanns am Dienstag bei der Scheckübergabe an die Hilfsgruppe. Es werde im nächsten Jahr eine Wiederholung geben, dann allerdings zu einer früheren Jahreszeit, obwohl der Wettergott es bei der jetzigen Premiere Mitte Oktober noch recht gut mit dem SV gemeint habe. ( Reiner Züll )
Der Adventmarkt findet am ersten Adventswochenende statt! Grafik/Foto: Stadt Mayen
Mayen – Jedes Jahr am ersten Adventwochenende öffnet der Mayener Adventmarkt im Burginnenhof und in der Genovevaburg seine Pforten. Im romantischen Ambiente der Burg bieten an fein geschmückten Ständen Handwerker, Künstler und Kaufleute ihre Geschenkartikel, außergewöhnliche Dekorationen sowie weitere weihnachtliche Artikel an. Der Eintritt ist frei.
Lust als Händler oder Aussteller dabei zu sein? Dann können Sie sich kurzfristig für den Burginnenhof oder Innenbereich mit je 3 m Fläche bei der Stadtverwaltung Mayen, Marktmeisterin Yvonne Müller unter Yvonne.Mueller@Mayen.de oder telefonisch unter 02651-88-2111 anmelden.
Eröffnung des Mayener Adventmarktes ist freitags um 16 Uhr.
Zudem verwandelt sich der 34 m hohe Goloturm in eine riesige Adventkerze, die während der ganzen Adventzeit allabendlich die Stadt in ein weihnachtliches Flair taucht. Mit dieser offiziellen „Entzündung“ der größten Adventkerze stimmt Mayen sich auf die Vorweihnachtszeit ein.
Parallel öffnet der Mayener Weihnachtsmarkt in der Innenstadt an diesem Tag seine Pforten. Lassen auch Sie sich verzaubern vom vorweihnachtlichen Ambiente in der Genovevaburg!
Öffnungszeiten Adventmarkt
Freitag, 16 – 20 Uhr
Samstag, und Sonntag, jeweils von 11 – 18 Uhr
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