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Volkstrauertag in Meckenheim – Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Meckenheim – Bei der offiziellen Gedenkstunde der Stadt Meckenheim zum Volkstrauertag hat Bürgermeister Holger Jung der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. An der Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof Bonner Straße rief er dazu auf, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen.

„Der heutige Tag ist und bleibt ein Tag der Mahnung und ein Aufruf an uns alle, den Frieden auch und gerade in unserem Land nicht als selbstverständlich anzusehen, sondern ihn aktiv und wehrhaft überall im täglichen Leben, sei es im Privaten, im Verein oder im Beruf zu verteidigen“, sagte Jung. „Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht nur diejenige der Politik, und es bleibt unser besonderes Vermächtnis der Geschichte“, so der Bürgermeister. Selbst wenn die Schrecken des Zweiten Weltkrieges mehr als ein Dreivierteljahrhundert zurückliegen, lebe man dennoch in einer Welt, in der sich Menschen feindselig gegenüberstehen, Konflikte zwischen einzelnen Staaten oder Ethnien eskalieren oder blutige Bürgerkriege ausbrechen. Als besondere Art der Kriegsführung nannte er das gewaltsame Vorgehen diktatorischer Regime nach innen gegen die eigenen Bürgerinnen und Bürger. Auch ging Jung näher auf die aktuelle Situation an der Grenze zwischen Belarus und Polen ein und sprach von einem besonders perfiden Beispiel der Verachtung von Menschenrechten.

An der Gedenkstunde beteiligten sich neben dem Chor unter Leitung von Bernhard Blitsch auch Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Realschule mit ihren Texten und René Gentzsch mit einem Trompetensolo. Eine Ehrenformation der Reservistenkameradschaft Meckenheim-Rheinbach-Swisttal bildete den Rahmen der abschließenden Kranzniederlegung an der Kriegsgräberstätte.

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Jubiläumsstele in Mechernich-Weyer errichtet

Mechernich-Weyer – Am Ehrenmal in Weyer am Kirchenweg hat die örtliche Karnevalsgesellschaft mit Unterstützung eines NRW-Heimatschecks eine Jubiläumsstele errichtet. Die von innen beleuchtete Metallsäule aus rostendem Cortenstahl mit einer Abdeckung aus gelasertem Edelstahl wurde bei der Firma Metallbau Müller in Hostel angefertigt.

In einer Art Zeitstrahl sind namentlich alle Bevölkerungsgruppen abgebildet, die Weyer in seiner über 1150-jährigen Geschichte besiedelt haben. Von den Neandertalern über die Kelten, Römer, Lothringer und Wallonen wird ein Bogen bis hin zu den heutigen Eifel-Rheinländern in der zentraleuropäischen Kernprovinz geschlagen.

„Pandemiebedingt konnte kein Fest zur 1150-Jahrfeier stattfinden, dennoch wollten wir in diesem Jahr eine Erinnerung an dieses besondere Jubiläum schaffen“, erklärte Ortsbürgermeister und Karnevalgesellschafts-Vorsitzender Björn Wassong.

Die Ursprungsidee hatte Michael Simons aus Mechernich. „Er wollte für Toleranz, Offenheit und Vielfalt werben. Damit hat Simons den Grundstein für dieses Kunstwerk gelegt“, so Wassong. Außerdem engagierten sich Lothar Kerwien, Dieter Feder und Jürgen Wassong bei der Erstellung des Fundaments, der Beleuchtung und der Aufrichtung der Stele.

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Seelsorge durch Müllsammeln

Kall/Vogelsang – Mitglieder der Nationalpark-Kirche sind seit Wochen unterwegs, um Unrat aus der Natur zu schaffen – Nach Schleiden, Olef und Gemünd  auch Einsatz in Kall – Bürgermeister Esser lobte die Jugendlichen. Sie haben in den letzten Wochen tonnenweise Müll aus der Natur aufgesammelt und damit viele unschönen Spuren des katastrophalen Juli-Hochwassers beseitigt.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser (5.v.r.) bedankte sich bei der fleißigen Müllsammel-Truppe für den Einsatz zwischen der Kläranlage und dem Sportzenztrum. Foto: Reiner Züll

Es sind viele freiwillige Akteure der „Seelsorge im Nationalpark Eifel und Vogelsang“, die mehrere Samstag geopfert haben, um unter der Leitung von Pastoralreferent Georg Toporowsky Flutspuren in der Natur zu beseitigen. Letzten Samstag war die Gruppe in Kall unterwegs, um Wiesen und Ufer zwischen der Kläranlage und dem Sportzentrum zu säubern.

Direkt nach der schlimmen Flut im Juli hatte die Nationalparkseelsorge dazu aufgerufen, die Spendenaktionen des Caritasverbandes für die Region Eifel, der Stadt Schleiden und der Gemeinde Hellenthal zu unterstützen. Jedoch wollten es die Aktivisten um Pastoralreferent Georg Toporowsky nicht allein bei dem Spendenaufruf belassen, sondern vielmehr selbst anpacken. Georg Toporowsky: „Auch für die Natur war die Flut eine Katastrophe: Wasser und Böden wurden mit Heizöl, Benzin und Chemikalien verschmutzt, viele Kläranlagen sind zerstört worden und Müll und Schutt liegen noch immer in immensen Mengen in der Nähe der Bäche“.

Es wurden mehrere Aktionen in mehreren überfluteten Bereichen der Stadt Schleiden, wie etwa in Schleiden am Höddelbusch, in Olef und in Gemünd-Malsbenden durchgeführt. In Kooperation mit den betroffenen Kommunen möchten wir als Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung konkret leisten und in einer offenen Aktion den nach dem Hochwasser in der Natur liegenden Müll, insbesondere die darin enthaltenen Schadstoffe, beseitigen“, so Georg Toporowsky, der auch jetzt die Müll-Sammelaktion in Kall mit Schubkarre und Eimer anführte.

In einem Zufallsgespräch habe ihm eine Bewohnerin aus der schwer betroffenen Auelstraße den Anstoß gegeben, die Sammelaktion auf den Kaller Bereich zwischen Kläranlage und Sportzentrum auszuweiten. Die Gemeinde Kall sagte ihre Unterstützung zu. Der stellvertretende Bauhofleiter Florian Marx organisierte Mittagessen und Getränke sowie eine provisorische Bestuhlung in der ebenfalls von der Flut betroffenen Bürgerhalle, die derzeit eine Baustelle ist. Auch feste Handschuhe und sogar Toilettenpapier hatte Florian Marx organisiert.

Am Samstag rückten die Müllsammler, die aus dem ganzen Bistum Aachen sowie dem Köln-Bonner Raum kamen, am Aktivpark nahe den zerstörten Sportplätzen an der Auelstraße an, wo sie von Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Bauhofleiter André Kaudel begrüßt wurden. Esser war nicht nur voll des Lobes über die Aktion, sondern auch über die Anwesenheit zahlreicher Jugendlicher. „Ihr hättet ja auch heute zuhause an der Play-Station sitzen können“, so der Bürgermeister.

Nachdem die Müllsammler mit Eimern ausgestattet waren strömten die Helfer aus. Auf den Wiesen und am Urftufer war schon viel Flutmüll vom Gras überwachsen. Mit einem kleinen Elektro-Fahrzeug wurde der eingesammelte Müll zu einem Lagerplatz am Sportplatz geschafft, wo er dann später vom Bauhof der Gemeinde abgefahren wurde.

Am Mittag trafen sich die Sammler in der Bürgerhalle, wo der Ortsvorsteher und Vorsitzende des Bürgervereins, Stefan Kupp, mit Vorstandsmitglied Alois Poth sie mit Brötchen, einer deftigen Suppe und Getränken versorgten.

Am Nachmittag wurde die Aktion mit Kaffee und Kuchen beendet. Für Pastoralreferent Georg Toporowsky ist es besonders wichtig, „dass die Sammel-Aktionen nicht nur effektiv sind, sondern auch Spaß machen und zu einem Gefühl der Zufriedenheit führen“.

In den Aktionswochen seien oft „rätselhafte Dinge“ gefunden worden, berichtete Georg Toporowsky. So seien in Kall massenweise Schuhe eingesammelt worden. Die stammen vermutlich aus dem Schuhhaus Esser, aus dem die Flut alles weggeschwemmt hatte.

„Es war wirklich eine tolle Aktion am Samstag, wir haben viel geschafft“, resümierte Georg Toporowsky am Montag. Der Müllberg sei allerdings übers Wochenende kleiner geworden, weil er von Alt-Metall-Suchern heimgesucht worden sei. (Reiner Züll)

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Neue Kreisausbilder für die Feuerwehren im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Mitte November wurden im Rahmen einer Dienstbesprechung der Kreisausbilder in Wittlich Julian Backendorf, Georg Huwer, Christopher Klein, Sven Laudwein, Kai Paulus sowie Jörg Sponholz zu ehrenamtlichen Feuerwehr-Kreisausbildern bestellt.

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jörg Teusch überreichte ihnen im Auftrag von Landrat Gregor Eibes die Bestellungsurkunde und dankte für die Bereitschaft, bei der Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen im Landkreis mitzuwirken.

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Shanty-Chor unterstützt Jugend-Einrichtung in Jülich

Jülich – Ein Shanty-Chor singt bekanntermaßen von hoher See und stürmischen Wellen. Und als das Hochwasser so verheerende Folgen für viele Menschen hatte, war den Mitgliedern des Shanty-Chors Düren Merken 2021 e.V. schnell klar, dass sie einen Beitrag zur Behebung der Schäden leisten wollten. In der Marienkirche in Düren beteiligten sie sich an einen Gottesdienst und im Anschluss gaben sie ein Benefizkonzert in der vollbesetzten Kirche.

So kamen insgesamt 2.000 € zusammen. Das Geld sollte nicht in einem großen Spendentopf verschwinden, sondern gezielt an zwei, vom Hochwasser zerstörte Jugendeinrichtungen gehen, damit der Wiederaufbau besser gelingt. Die eine Hälfte des Geldes geht zu einer Jugendbegegnungsstätte in Gemünd. Der zweite Teil wird für den Jugendtreff in der Alten Schule in Barmen verwendet. Das Hochwasser flutete die Räume und zerstörte Mobiliar, Elektrogeräte sowie Spiel- und Bastelmaterial. Zurzeit werden die Räume instandgesetzt und können hoffentlich bald wieder für die Kinder in Barmen unter der Leitung einer pädagogischen Fachkraft der Mobilen Offenen Jugendarbeit geöffnet werden. Da kommt die Spende des Chors gerade richtig, um neues Spielmaterial zu beschaffen und die Regale zu ersetzen, freut sich Elisabeth Fasel-Rüdebusch vom Amt für Kinder, Jugend, Schule, Sport der Stadt Jülich bei der Scheckübergabe. Die Vertreter des Chors in ihren feschen Uniformen konnten sich vor Ort ein eigenes Bild der beschädigten Räume machen.

Der Shanty-Chor Düren-Merken e.V. ist bereits seit neun Jahren aktiv. Die rund 35 Mitglieder sind Hobbysänger mit einem Durchschnittsalter von 70+, die erst im Alter ihre Liebe zum Gesang, insbesondere zu den Seemannsliedern entdeckt haben. Sie treten üblicherweise bei privaten Feiern, in Seniorenheimen oder öffentlich auf Stadtfesten und bei Kulturveranstaltungen auf und immer stimmen die Zuhörer ganz schnell in die bekannten Melodien mit ein. Inzwischen gibt es auch eine unterhaltsame CD mit 12 Liedern, die im ersten Coronajahr pandemiekonform von den Mitgliedern zuhause aufgenommen und im Tonstudio zusammengemischt wurden. Weitere Informationen können der Homepage www.shantychormerken.de entnommen werden.

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Theater-Festspiele Vulkaneifel – Krimi-Autor Ralf Kramp übernimmt Hauptrolle

Daun – Normalerweise ist er bekannt für Eifel Krimis mit viel Spannung und Witz, ausgezeichnete Karikaturen und für das Kriminalhaus in Hillesheim mit seinem Café Sherlock. Jetzt zeigt Ralf Kramp welche Talente noch in ihm schlummern und übernimmt eine Hauptrolle in DER KLEINE HORRORLADEN. Das Kultmusical spielt vom 01.-04.09.2022 bei den Theaterfestspielen Vulkaneifel.

„Ich habe über 20 Jahre Laientheater gespielt. Das hat unglaublichen Spaß gemacht. Jetzt darf ich mit Profis auf der Bühne stehen, die das gelernt haben. Das flößt mir jetzt schon enormen Respekt ein. „Im weissen Rössl“ hat mich mit seiner Qualität schon immens beeindruckt.“, so Kramp.

Kramp wird den Blumenladenbesitzer Mr. Mushnik verkörpern, dessen Laden wirklich nicht die beste Adresse ist. Es gibt kaum Kunden, sein Angestellter Seymour ist ziemlich tollpatschig und Verkäuferin Audrey kommt dauernd zu spät. Was niemand geahnt hätte, ist, dass eine äußerst ungewöhnliche Pflanze, das Blatt wenden wird.

Im kommenden Frühjahr starten bereits die ersten Proben für das Kultmusical mit den Darstellern aus ganz Deutschland. Kramp sieht der Arbeit mit Respekt aber auch mit viel Vorfreude entgegen:

„Ein Musical kommt ja nun mal nicht ohne Gesangs- und Tanzparts aus. Ich werde also in meiner Rolle als Mr. Mushnik, der Blumenladenbesitzer auch singen. Das mache ich zwar nicht zum ersten Mal auf einer Bühne, aber jetzt muss es wirklich perfekt werden. Das ist schon was anderes, als ein Liedchen in der Badewanne zu trällern.“ So Kramp.

Das Hauptrollen-Trio vervollständigen die Musicalstars Franziska Schuster und Sebastian Krolik, die dem Eifeler Publikum bestens als Rössl Wirtin Josepha Vogelhuber und Kellner Leopold aus dem Weissen Rössl bekannt sind. Auch die charmante Triererin Steffi Irmen konnte wieder für eine Rolle gewonnen werden. Vervollständigen werden das Ensemble Hans-Henning Stober, Justus Schmeck, Frederike Wulff und Silvia Willecke.

Bleibt zum Abschluss noch eine Frage: Warum sollte man den Kleinen Horrorladen nicht verpassen? Ralf Kramp hat darauf eine klare Antwort:

„Das Stück ist knallbunt, es ist schrill. Von den Songs über die Handlung und die Rollen bis hin zum Bühnenbild ist das alles ein großer Spaß! Wer sich mal wieder so richtig unbeschwert unterhalten lassen möchte, ist hier goldrichtig.“

Theaterfestspiele Vulkaneifel

DER KLEINEN HORRORLADEN

01.-04.09.2022

Tickets unter: www.theaterfestspiele.de

Hotline: 0651- 97 90 777
Sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

 

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Statement der Bad Münstereifler Bürgermeisterin Preiser-Marian – UNESCO Welterbe

Bad Münstereifel/Köln/Bonn – Überreichung der Urkunden zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes. Urkundenübergabe und Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“ / LVR übernimmt die Aufgabe des Welterbebeauftragten.

Der Niedergermanische Limes wurde am 27. Juli von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Über die Hälfte der Fundplätze der länderübergreifenden Welterbestätte liegen in Nordrhein-Westfalen. Nun überreichte Dr. Birgitta Ringbeck vom Auswärtigen Amt den zugehörigen 19 Kommunen und den sechs Kreisen sowie dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG) in Bonn offiziell die Urkunden der UNESCO. Anschließend unterzeichneten die Kommunen und Kreise sowie der LVR und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege eine Kooperationsvereinbarung zum zukünftigen Umgang mit dem Welterbe.

Vor 16 Jahren begann der Weg zum Welterbe. Die Überreichung der Urkunden markiert nach der Ernennung nun den Höhepunkt dieses Weges. In einem feierlichen Akt nahmen Ministerin Ina Scharrenbach für das MHKBG und LVR-Direktorin Ulrike Lubek für den LVR die Urkunden im LVR-LandesMuseum in Bonn entgegen.

Ministerin Scharrenbach würdigte den besonderen Moment: „Die Urkunden machen deutlich sichtbar, welchen Schatz unser Bundesland beherbergt und welche Aufgaben nun auf uns warten. Ich freue mich, dass das Land Nordrhein-Westfalen die ersten wichtigen Schritte zur Sichtbarmachung des neuen Welterbes mit einer Anschubförderung von 1,5 Millionen Euro unterstützt. Dem Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland und den kommunalen Limes-Partnern danke ich herzlich für ihr Engagement. Sie machen es möglich, dass das Welterbe Niedergermanischer Limes sehr viel mehr ist, als die Summe seiner Teile.“

Ebenso empfingen die Ober- bzw. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landräte und Landrätinnen der Kommunen und Kreise ihre jeweiligen Urkunden. „UNESCO-Welterbestätten genießen ein hohes Ansehen und stellen eine besondere Wertschätzung des kulturellen Erbes dar. Für unsere 19 Kommunen am Niedergermanischen Limes mit ihren herausragenden Bodendenkmälern ist die Anerkennung als Welterbe eine wichtige Auszeichnung“, betonte Ulrike Lubek zum Auftakt der Veranstaltung. „Wir wollen als kommunale Familie nun gemeinsam daran arbeiten, dass dieses Erbe für die Menschen vor Ort erlebbar wird. So wird zum Beispiel bald das Welterbe auf einem entsprechend markierten Rad- und Wanderweg ‚erfahr-und begehbar‘. An den insgesamt 24 Fundplätzen vermitteln Info-Tafeln Wissenswertes. Und bereits jetzt lädt der LVR-Archäologische Park Xanten in seinen ‚Limes-Pavillon‘ ein: Hier transportieren Lebensbilder und begehbare Karten ganz niederschwellig ein Verständnis vom Niedergermanischen Limes.“

Denn unmittelbar nach der Verleihung folgte der nächste Schritt im Umgang mit dem Welterbe: Der LVR, die Kommunen, Kreise und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, in der sie sich gemeinsam zu Schutz und Pflege der Welterbestätte verpflichten. Diese Vereinbarung bildet die Basis für die zukünftige und nachhaltige Entwicklung des Niedergermanischen Limes in Nordrhein-Westfalen, der mit all seinen vielfältigen Bestandteilen als eine integrale, einheitliche Welterbestätte erkennbar sein und touristisch erschlossen werden soll. Künftig wird der LVR, konkret das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR), die Aufgabe des Welterbebeauftragten übernehmen.

„Wir sind uns des außergewöhnlich universellen Wertes des Niedergermanischen Limes und der Verantwortung dafür bewusst“, hob Milena Karabaic, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege, hervor. „Nicht zuletzt hat gerade unser römisches Erbe dazu beigetragen, dass wir im Rheinland eine urbane, vielfältige und dynamische Kulturlandschaft haben. Der Schutz und die Pflege unseres kulturellen Erbes ist uns allen ein gemeinsames Anliegen.“

Auch Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian war hoch erfreut, dass die Römische Kalkrennerei in Iversheim nun Teil der UNESCO Welterbestätte Niedergermanischer Limes ist: „Dank der hervorragenden Arbeit der Mitarbeitenden der Verwaltung und des Dorfverschönerungsvereins können wir Bad Münstereifeler nun mit Stolz sagen, dass wir offiziell ein Stück kulturelles Erbe beherbergen, welches hoffentlich noch viele Generationen begeistern wird. Die römische Kalkbrennerei ist ein ganz besonderer historischer Schatz, den es sich zu entdecken lohnt.“

In riesigen, gemauerten Öfen brannte die römische Armee in Bad Münstereifel-Iversheim Kalk, der als wesentlicher Bestandteil von Mörtel ein unverzichtbarer Rohstoff beim Bauen mit Stein war. Über einen Zeitraum von mindestens 200 Jahren überwachten hier spezialisierte Soldaten verschiedener Legionen die Produktion von monatlich bis zu 200 t des begehrten Rohstoffs.

Hintergrund

Die länderübergreifende Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“ umfasst entlang des Rheins in den Niederlanden und in Deutschland insgesamt 44 Fundplätze von Katwijk an der Nordsee (Niederlande) bis Remagen in Rheinland-Pfalz, darunter 24 in Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich dabei um Roms früheste lineare Grenze. Deren 450-jährige Geschichte bildet zugleich die gesamte Bandbreite von Militärlagern und zugehörigen Zivilsiedlungen der Römischen Kaiserzeit ab. An vielen Fundplätzen lassen sich heute noch authentische Grundrisse, aber auch Roms innovativer Umgang mit dieser dynamischen Flusslandschaft erfahren. Herausragende organische Erhaltungsbedingungen machen den Niedergermanischen Limes dabei zu einem der bedeutendsten archäologischen Zeugnisse römischer Grenzen.

Bereits 2005 hatte das MHKBG und das LVR-ABR die Initiative zu einem UNESCO-Welterbeantrag ergriffen. Fünf Jahre später wurde dann mit den Kolleginnen und Kollegen in den Niederlanden eine Kooperation bei diesem Antrag vereinbart. Unter Federführung des LVR-ABR gelang mit vom MHKBG geförderter Forschung ein so großer Wissenszuwachs, wie es ihn seit vielen Jahrzehnten an keinem anderen Abschnitt der einstigen Grenze des Römischen Reiches gegeben hat.

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Sterne dürfen gepflückt werden – Wünschebaum auf dem Krewelshof Eifel

Mechernich-Obergartzem – Hinter jedem steht ein ganz besonderer Herzenswunsch, notiert von Kindern, denen es nicht so gut geht – Wünschebaum auf dem Krewelshof Eifel in enger Kooperation mit dem Kinderschutzbund Euskirchen – Päckchen für Weihnachten.

Mit großer Hingabe hängen Johan und Irma die Sterne auf, damit andere Kinder ein Päckchen zu Weihnachten erhalten können. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Irma (5) und Johan (6) sind schwer beschäftigt. Ein riesiger Stapel gelber, roter, grüner, goldener und noch bunterer Sterne liegt vor Ihnen. Auf jedem steht ein besonderer Herzenswunsch, notiert von Kindern, denen es nicht so gut geht. Mit dem Stern ist die Hoffnung verbunden, dass der Wunsch am Weihnachtsabend in Erfüllung geht.

Emsig hängen die beiden deshalb heute 130 Stück in Windeseile auf. Einer neben dem anderen hängt jetzt am Wünschebaum im Krewelshof Eifel bereit. Und es sollen in den kommenden Tagen noch viel mehr werden. Rund 240 werden es erfahrungsgemäß. Ab sofort können die Sterne von den Menschen „gepflückt“ werden.

Auf dem Krewelshof Eifel können Kinderwünsche erfüllt werden. Einfach Sterne – Sara Könen-Krolos vom Kinderschutzbund in Euskirchen hält einen in der Hand – vom Wünschebaum pflücken und ein Kind zu Weihnachten glücklich machen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Die Menschen bleiben gerne stehen, lesen und greifen nach dem, was sie besonders anspricht“, so Danielle Bieger, die mit ihrem Mann Theo Bieger und dem Euskirchener Kinderschutzbund die Aktion auf dem Krewelshof schon vor Jahren ins Leben gerufen hat. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, darf den Stern einfach mitnehmen. „In den Vorjahren waren die Sterne immer ratzfatz weg“, freut sich Theo Bieger.

„Bescheidene Wünsche“

„Was mich immer besonders berührt ist, wie bescheiden die Wünsche sind“, so Sara Könen-Krolos vom Kinderschutzbund. Ein Mädchen wünscht sich zum Beispiel sehnlichst ein kariertes Notizbuch und Stifte. Jemand anderes stattdessen ein Schleich-Tier. „Ich fühle mich gerade um Jahrzehnte zurückversetzt in meine eigene Kindheit“, sagt Schirmherr Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, angesichts des Schleich-Tier-Wunsches.

Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen hilft tatkräftig mit beim Aufhängen der Sterne am Wünschebaum. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Es sei ihm eine Ehre, als Schirmherr eine schützende Hand über die Aktion zu halten und dafür zu werben, die Wünsche der Kinder wahr werden zu lassen. „Manchmal sind es im Leben die vermeintlich kleinen Dinge, die den größten Wert haben“, sagte Udo Becker und unterstützte Irma und Johan beim Sterneaufhängen tatkräftig, gab wie Theo Bieger Halt, während die jungen Helfer auf der Leiter bis zur obersten Stufe kletterten, um auch da noch die schönsten Plätze für die Sterne zu ergattern.

Sorgen, dass eins der Kinder, die von der Flut betroffen sind oder aus Kinder- und Jugendheimen stammen, leer ausgehen könnte, haben die Initiatoren nicht: „Bisher wurden immer alle Wünsche erfüllt“, berichtet Sara Könen-Koloss und Danielle Bieger pflichtet ihr bei: „Die Eifeler haben das Herz auf dem rechten Fleck.“

Bis Sonntag, 12. Dezember können die fertig verpackten Päckchen dann auf dem Krewelshof Eifel abgegeben werden. „Bitte den jeweiligen Stern außen auf das Päckchen kleben“, so Danielle Bieger. Sie und Ihr Mann sorgen gemeinsam mit dem Kinderschutzbund und dem Schirmherr dann dafür, dass die Päckchen pünktlich zum Weihnachtsfest bei den Kindern ankommen – und damit Freude bereiten.

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Das kriminelle Kochbuch – Killer, Schnüffler und Rezepte

Hillesheim – Ein noch nie dagewesenes Nachschlagewerk und Koch-Lesebuch beantwortet endlich kulinarische Fragen rund um Ihren Lieblingskrimi und gibt Einblick in die Speisen-Vorlieben von Ermittlern und Schurken aus Literatur, Film und Fernsehen. Mit liebevoll nachgekochten und mit Requisiten fotografisch inszenierten Rezepten, die auf Zitaten und Textquellen aus den Original-Werken beruhen.

Warum schwört Columbo beim Ermitteln auf sein Chili? Wie zelebriert Miss Marple ihre englische Tea Time?

Was trank Jack the Ripper in seinen Pausen?

Auf diese und viele weitere Fragen, die sich die Krimifans immer wieder stellen, gibt das Kochbuch endlich die erleuchtenden Antworten. Bei der Lektüre werden Sie mit Ihren Lieblingsdetektiven zu Tisch sitzen oder lustvoll den Kochlöffel mit gerissenen Meuchelmördern schwingen. Madame Maigret rührt eine herrlich duftende Suppe in der Kasserolle, bei Hannibal Lecter schmurgelt eine Leber auf dem Gasherd, und im Hause Corleone wartet nach dem Massaker ein köstliches Dessert.

Ob Film, Fernsehen oder Literatur – Mord und Mahlzeiten bilden den blutroten Faden, und am Ende weiß man nicht nur, welchen Whisky Philip Marlowe bevorzugte, sondern auch wo Brunetti speist, wo Wallander Kaffee trinkt und warum Alfred Hitchcock keine Eier mochte. Ein üppiges, reich bebildertes Koch- und Lesevergnügen.

Das mörderisch leckere Standardwerk für eingefleischte Krimifans!

Das kriminelle Kochbuch
Killer, Schnüffler und Rezepte
Kramp – Schneider – Henn
Hardcover, 168 Seiten
ISBN 978-3-95441-545-8
30,00 Euro (D)

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AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ geht an sieben Initiativen in Rheinland-Pfalz

Region/Eisenberg – Ausgezeichnet: Nachbarschaften in Krisenzeiten. Wie NachbarInnen ihr Wohnumfeld für alle gesünder gestalten, zeigen auf eindrucksvolle Weise die Preisträger des diesjährigen AOK-Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften“. Prämiert wurden zehn vorbildliche Initiativen – davon sieben aus Rheinland-Pfalz, drei kommen aus dem Saarland.

Im Mai lobten die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse und Netzwerk Nachbarschaft erstmalig den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ aus. Beworben haben sich 26 qualifizierte Initiativen aus Rheinland-Pfalz sowie 10 weitere im Saarland. Sie präsentierten ihre wegweisenden Ideen und Projekte für ein gesundes Miteinander im Wohnumfeld. „In kritischen Zeiten, geprägt von Pandemie und Flutkatastrophe, zeigt sich mehr denn je, wie viel Gutes aktive Nachbarschaften bewirken können!“, sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft.

Das Spektrum der prämierten Projekte reicht vom Mehrgenerationen-Wohnen über Selbsthilfe-Netzwerke bis hin zu Treffpunkten für generationsübergreifenden Austausch, Sportgruppen und gesundes Essen. „Jedes einzelne Projekt trägt vorbildlich dazu bei, die Gesundheit für alle im Wohnumfeld zu erhalten und zu verbessern,“ sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorsitzendes des Vorstands der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. „Dieses herausragende Engagement wollen wir anerkennen und stärken“. Die prämierten Nachbarschaften erhalten 1.000 Euro Fördergeld.

Den AOK-Förderpreis erhalten:

Projektgruppe des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V., Gemeinde Grafschaft

Freiwillige Digital-BotschafterInnen unterstützen ältere NachbarInnen dabei, sich zu vernetzen und am gemeinschaftlichen Leben teilzuhaben.

Burghof Stauf eG, Eisenberg
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt plant eine Gemeinschaftsküche unter freiem Himmel.

Hallo Nachbarn e.V., Simmern

Eine Stadt in Bewegung: Neben der Alltagshilfe organisieren die Vereinsmitglieder Bewegungstage und Kurse zur Sturzprävention.

ZammeZiehe n.e.V., Edenkoben
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt setzt auf gemeinsame Kochevents und Fitnesstrainings

So gut leben im Alter e.V., Odernheim

Um bis ins hohe Alter gesund und mobil zu bleiben, gestalten SeniorInnen in Odernheim ein aktives Gemeinschaftsleben.

Familienzentrum Bornich, Verbandsgemeinde Loreley

Das Familienzentrum organisiert ein vorbildliches Freizeitprogramm für Jung und Alt.

Nachbarschaftsfreunde Stettiner Ring, Eich
Gemeinsam kochen und fit bleiben – ein starkes Selbsthilfenetzwerk prägt das Quartier.

Sonderpreis: „Nachhaltigkeit“:

Schammatdorf e.V., Trier

NachbarInnen fördern inklusives Miteinander und organisieren vielfältige Kulturevents für ihr Quartier.

Weitere Informationen zum AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ und zur Jury:  https://aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net/rps/home.htmll