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Die Abfallberatung im Kreis Euskirchen teilt kostenlose Sammeltaschen für E-Schrott aus

Euskirchen – Ab sofort können die Haushalte des Kreises Euskirchen wieder kostenlose Sammeltaschen für ausgediente Elektrokleingeräte erhalten. Ziel der kreisweiten Aktion ist es die Sammelquote für kleine, nicht mehr reparable Elektrogeräte zu steigern. Die jüngste Restmüllanalyse des Kreises hat ergeben, dass diese allzu oft falsch entsorgt werden und in der Restmülltonne landen. Das muss sich ändern, um wertvolle Rohstoffe wiederzuverwerten und Schadstoffe aus der Umwelt fern zu halten. Sie gehören getrennt entsorgt zum E-Schrott.

Alle Produkte die einen Stecker, eine Batterie oder ein Akku haben, zählen zu den Elektrogeräten. Hierzu gehören Armbanduhren, Mehrfachsteckdosen und Blinkeschuhe ebenso wie Ladekabel und Kopfhörer. Auf den Geräten findet man das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne. Elektroschrott enthält Wertstoffe, wie Gold, Platin, Kupfer und sortenreine Kunststoffe, aber auch giftige Substanzen wie beispielsweise Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen. Die toxischen Materialien in E-Schrott können zahlreiche ernste gesundheitliche Probleme verursachen, wenn diese falsch entsorgt werden.

Die neuen, grünen Taschen dienen zum Sammeln und Transportieren von Elektrokleingeräten, die zu Hause anfallen. Hier ist jede und jeder in der Pflicht die E-Geräte richtig zu entsorgen. Elektrokleingeräte sind an keiner Kante größer als 25 cm. Auf der Tasche sind alle notwendigen Informationen zur fachgerechten Entsorgung aufgedruckt, auch ein Lineal zum Abmessen der Geräte ist abgebildet. Die geleerten Taschen sind wiederverwendbar und sollten zur weiteren Sammlung wieder mit nach Hause genommen werden.

Die Sammeltaschen sind kostenlos erhältlich
– im Kreishaus (an der Information)
– bei der Abfallberatung der Stadt- oder Gemeindeverwaltungen
– im Bürgerbüro der Stadt Euskirchen
– am Abfallwirtschaftszentrum Mechernich
Pro Haushalt wird eine Sammeltasche abgegeben. So lange der Vorrat reicht.

Folgende Abgabestellen für Elektrokleingeräte gibt es im Kreis Euskirchen:

– alle großen Lebensmittelgeschäfte (> 800 m²)
– alle großen Elektrofachmärkte (> 400 m²)
– das Schadstoffmobil (siehe Abfuhrkalender)
– das Abfallwirtschaftszentrum Mechernich

Gut zu wissen: Eine Abgabe an Schrottsammler ist illegal.
Soweit technisch möglich sind die Batterien und Akkus vor Abgabe an den Sammelstellen aus den Geräten zu entfernen und getrennt zu entsorgen.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es bei der Abfallberatung der Kreisverwaltung Euskirchen.

Kontakt: Telefon 02251 – 15 – 530; E-Mail: abfallberatung@kreis-euskirchen.de

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Jubiläum – 40 Jahre Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings

Nürburg – Am 12. Mai 1984 wurde die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings feierlich eröffnet. Vier Jahrzehnte später, feiert sie ihr 40-jähriges Jubiläum. Ursprünglich als Antwort auf die steigenden Sicherheitsanforderungen im Motorsport konzipiert, hat sich die Strecke zu einer vielfältigen Heimat für zahlreiche Motorsport-Events, Festivals und Sportveranstaltungen entwickelt. Die spannende Geschichte ihrer Entstehung, geprägt von legendären Namen, bildet bis heute das Fundament für die vielseitige Eventlocation, die jährlich Hunderttausende aus der ganzen Welt anzieht.

Eine chronologische Zeitreise:

  • Sicherheitsdiskussionen in den 1970ern führen zur Neukonzipierung des Nürburgrings

Die Welt des Motorsports in den 1970ern: Rennwagentechnik wandelte sich, dazu orientierten sich Fahrer und Veranstalter in Richtung kürzerer Rennstrecken, die den aktuellsten Sicherheitsanforderungen genügten – Ansprüche, denen damals die über 22 Kilometer lange Nordschleife nicht mehr gerecht werden konnte. Die steigenden Sicherheitsanforderungen und Organisationskosten führten zu wachsenden Herausforderungen und machten die legendäre Strecke zunehmend unwirtschaftlich für die Rennserien.

Nachdem 1976 auch die prestigeträchtige Formel 1 abgewandert war, kamen viele Fragen rund um die Zukunft des weltbekannten Nürburgrings auf, der seit 1927 die wirtschaftliche Grundlage einer ganzen Region darstellte. Verschiedene Optionen wurden diskutiert – am Ende blieb nur der Neubau einer sogenannten „Arenastrecke“, die Fahrern, Veranstaltern und Zuschauern beste Bedingungen bieten würde.

  • Von der Naturstrecke hin zum vielfältigsten Nürburgring aller Zeiten

In den späten 1970er Jahren machten sich weltweit führende Experten im Rennstreckenbau daran, den Nürburgring neu zu gestalten. Sie entwickelten in kürzester Zeit innovative Entwürfe für eine moderne und sichere Grand-Prix-Rennstrecke, die neben der historischen Nordschleife bestehen sollte. Eine ursprünglich vorgeschlagene, fast sieben Kilometer lange Streckenführung mit zwei Boxengassen wurde aus Kostengründen verworfen.

Die Entscheidungsträger einigten sich schließlich auf einen rund 80 Millionen DM teuren Neubau, der am Standort des bisherigen Start- und Zielbereichs sowie der alten Südschleife realisiert wurde. Der finale Entwurf sah eine 4,542 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke vor, die sowohl alleine als auch in Kombination mit der Nordschleife befahren werden konnte. Zum Erhalt dieser wirtschaftlich und kulturell bedeutsamen Strecke entstanden mehrere Bürgerinitiativen, darunter der Verein „Ja zum Nürburgring“, gegründet von Otto Flimm. Dieser spielte eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Finanzierung für das Bauprojekt.

  • Der erste Spatenstich für 30 Monate Bauzeit

Im November 1981 erfolgte der erste Spatenstich durch Dr. Bernhard Vogel, den damaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, und markierte den Beginn des Baus der neuen Rennstrecke am Nürburgring. Über die nächsten 30 Monate entstand eine moderne Strecke, die von Anfang auch den hohen Anforderungen des Landschafts- und Umweltschutzes gerecht wurde. Südschleife sowie Start- und Zielschleife, seit Beginn Teil des Nürburgrings, fielen zugunsten der neuen Strecke weg.

Trotz der umfangreichen Bauarbeiten blieb der Motorsport in der Eifel lebendig. Um weiterhin Rennen zu gewährleisten, wurde die Nordschleife verkürzt und bekam eine eigene Boxengasse an der Tribüne 13 sowie zusätzliche Räumlichkeiten für die Rennleitung.

  • Feierliche Eröffnung 1984 und Überraschung beim Eröffnungsrennen

Am 12. Mai 1984 wurde die neue Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings offiziell eröffnet. Zu den neu eingeweihten Einrichtungen gehörten auch ein Pressezentrum, ein Motorsportmuseum sowie verbesserte Anlagen für Teams und Veranstalter. Der Höhepunkt der Eröffnungsfeierlichkeiten war ein Rennen mit baugleichen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 Fahrzeugen. Das Fahrerfeld bestand aus ausgewählten, renommierten Motorsportlegenden wie Niki Lauda, James Hunt, Stirling Moss, Phil Hill, Alain Prost oder Jack Brabham.

Das Rennen, das über zwölf Runden ging, endete mit einem überraschenden Sieger: Ayrton Senna, damals noch ein aufstrebender, relativ unbekannter Fahrer, sprang kurzfristig für Emmerson Fittipaldi ein und gewann das Rennen eindrucksvoll. Mit diesem Erfolg schrieb sich Senna als erster Sieger überhaupt in die Annalen des „neuen Nürburgrings“ ein.

  • Neue Möglichkeiten, neue Events, große Siege

Seit der Eröffnung der neuen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings im Jahr 1984 hat sich die Austragung von Motorsport-, Musik- und Sportveranstaltungen in der Eifel etabliert. Die modernisierte Strecke brachte zudem die Formel 1 im Oktober 1984 zurück und diente als Bühne für das Saisonfinale der neu gegründeten Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM).

In den folgenden Jahren erweiterte der Nürburgring sein Veranstaltungsportfolio erheblich. 1985 wurde das mittlerweile legendäre Musikfestival „Rock am Ring“ ins Leben gerufen. Ein Jahr später debütierte der Truck-Grand-Prix, der weitere Besucherströme in die Eifel lockte. Die folgenden vier Jahrzehnte bereicherte der Nürburgring die Event- und Motorsportwelt durch eine Vielzahl von weiteren Veranstaltungen, darunter auch internationale Gastspiele wie die der FIA WEC oder des EDM-Festivals New Horizons.

Ein besonderer Moment in der Geschichte der Strecke war der Sieg von Michael Schumacher beim Formel-1-Rennen 1995, bei dem er als erster Deutscher F1-Fahrer auf dem Nürburgring triumphierte. Schumacher, der fünffache Weltmeister, konnte insgesamt fünf Siege auf dem Nürburgring verbuchen, den er liebevoll „sein Wohnzimmer“ nannte. Die tiefe Verbindung zwischen Schumacher und dem Nürburgring wurde 2007 durch die Benennung eines Streckenabschnitts nach ihm, dem Michael-Schumacher-S, gewürdigt.

  • Der neue Nürburgring im Wandel der Zeit

Seit seiner Neueröffnung hat der Nürburgring kontinuierlich seine Infrastruktur verbessert, um den ständig wachsenden Anforderungen an eine Rennstrecke und Eventlocation gerecht zu werden. In den 1990er Jahren wurde die medizinische Versorgung durch die Einrichtung eines neuen Medical Centers erheblich verbessert und auf ein neues Niveau gehoben.

Im Jahr 2001 erfuhr die Anlage eine bedeutende Modernisierung, als die bestehenden Boxenanlagen und das Rennleitungsgebäude durch einen umfassenden Neubau ersetzt wurden. Diese neuen Einrichtungen erfüllen bis heute die hohen Standards des modernen Motorsports. Ein weiterer bedeutender Fortschritt wurde 2020 mit der Errichtung der neuen Race Control gemacht. Ausgestattet mit einer 30 Quadratmeter großen Videowand, bestehend aus 35 Bildschirmen, sorgt sie für eine optimale Überwachung und Steuerung der Rennen, dient aber auch bei anderen Events als Leitzentrale.

2002 wurde die Strecke um die AMG Arena erweitert, wodurch die Grand-Prix-Strecke einen anspruchsvollen Abschnitt dazugewann und von ursprünglich 4,542 Kilometern auf 5,148 Kilometer verlängert wurde. Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des umfassenden Neubaus im Jahr 2009, der bis heute eine vielseitige Infrastruktur für Publikums- und Firmenveranstaltungen sowie für Tagesbesucher bietet. Dazu gehören die Nürburgring Hotels und Restaurants genauso wie ein Boulevard mit diversen Shops, eine Event-Arena, eine Kartbahn und ein Museum sowie die neue BMW M Power Haupttribüne, direkt an der Start- und Zielgeraden.

  • Der Nürburgring heute: Event-Location für Motorsport und Veranstaltungen aller Art

Auch im Jubiläumsjahr lockt der Nürburgring mit seiner modernen Grand-Prix-Strecke und dank der vielseitigen Infrastruktur wieder hunderttausende Zuschauer zu einer breiten Palette an Veranstaltungen. 2024 begeistern dort Rennserien wie die DTM, die ADAC GT Masters, die GT World Challenge und die IDM, sowie etablierte Events wie der Internationale ADAC Truck-Grand-Prix, die Nürburgring Classic, die Ferrari Racing Days und der BELMOT Oldtimer-Grand-Prix.

Das Highlight des Langstreckenkalenders, die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring, lockt auch dieses Jahr wieder Fans aus aller Welt, die die einzigartige Atmosphäre der Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife erleben möchten. Nur eine Woche nach dem Motorsport-Marathon verwandelt Rock am Ring das Fahrerlager in eine pulsierende Festival-Arena, gefolgt von Rad am Ring, einem herausfordernden Radsportevent, das die Teilnehmer ins Schwitzen bringt. Dreh- und Angelpunkt ist auch dabei die Infrastruktur der Grand-Prix-Strecke.

Die Faszination des Nürburgrings speist sich so auch dieses Jahr aus der Kombination von Tradition und Moderne. Aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife. Letztere hat ihr großes Jubiläum noch vor sich, wenn der Nürburgring in nur drei Jahren 100 Jahre alt wird und sich auch Dank der Grand-Prix-Strecke erfolgreich auf das nächste Jahrhundert vorbereitet.

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LVR-Freilichtmuseum Kommern pflanzt Baum des Jahres 2024 – Die Mehlbeere

Mechernich-Kommern – Auch dieses Jahr, wie in den vergangenen Jahren, pflanzte das LVR-Freilichtmuseum Kommern den aktuellen Baum des Jahres in einer Baumreihe auf dem Parkplatz. „So wird eine schöne Tradition fortgeführt, die den Besuchenden jährlich neue Anblicke auf dem Parkplatz beschert und durch eine Vermittlungstafel auch die zum Teil schwierige Lage in deutschen Wäldern aufgreift und grundlegende Informationen zu den einzelnen Bäumen liefert“, freut sich Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig.

In diesem Jahr wählte die „Stiftung Baum des Jahres“ die Mehlbeere aus, welche am 29. April 2024, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des LVR-Umweltausschusses Rolf Fliß, Mitgliedern des Umweltausschusses und des ökologischen Beirates des Freilichtmuseums Kommern, dem LVR-Dezernenten Detlef Althoff sowie dem Leiter des LVR-Freilichtmuseum Kommern Herr Dr. Vorwig eingepflanzt wurde.

Die Pflanzung des Baums des Jahres hat im LVR insgesamt, aber auch insbesondere im LVR-Freilichtmuseum Kommern bereits Tradition, betont der Vorsitzende des ökologischen Beirates des Freilichtmuseums Kommern Frank Boss. Er freue sich, dass der Baum dieses Jahr gemeinsam mit dem LVR-Umweltausschuss gesetzt werde.

Der Name der Mehlbeere kommt wahrscheinlich von seiner früheren Verwendung als Mehlzugabe in Notzeiten. Auch könnte der mehlige Geschmack der Früchte oder die bemehlt aussehenden jungen Triebe und Blattunterseiten dazu beigetragen haben.

Der Baum des Jahres 2024 wächst sehr langsam als kleiner, oft mehrstämmiger Baum mit einer Höhe von zwölf bis fünfzehn Metern heran. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und kommt in lichten Wäldern sowie offenen Landschaften vor.

Die Mehlbeere ist nicht nur der vierthäufigste Baum bei der Waldverjüngung, sondern auch laut der bundesweiten Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), ein Zukunftsbaum im schwierigen Stadtklima, der aufgrund seines tiefen Wurzelwerkes mit den zunehmenden Trockenperioden gut zurechtkommt, so Rolf Fliß, der Vorsitzende des LVR-Umweltausschusses.

Durch ihre Verwandtschaft mit der Elsbeere oder der Vogelbeere werden ihre Früchte oft Beeren genannt. Botanisch korrekt sind die kleinen Früchte jedoch Äpfel, die für den Vogelschutz im Wald eine herausragende Bedeutung haben. Sie dienen den Vögeln bis in den Winter hinein als Nahrungsquelle.

Zusätzlich wurde in diesem Jahr auch die Informationstafel zum Baum des Jahres 2023 nachträglich gesetzt. Die Mooreiche konnte verständlicherweise, wie der Name sagt, nicht auf dem Parkplatz des LVR-Freilichtmuseums Kommern gepflanzt werden. Die seit 2007 bestehende Reihe der wurde so komplettiert.

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Fußwallfahrt von Hillesheim nach Koblenz startet am 13. Mai

Hillesheim/Koblenz – 180-jährige Tradition ist weiterhin lebendig -„Man muss einfach mal mitgemacht haben“, beschreibt Alfons Schwunn die Faszination der Maria-Hilf-Prozession von Hillesheim nach Koblenz. Der Vorsitzende der organisierenden Bruderschaft Maria-Hilf weiß, wovon er spricht, denn er ist bereits zum 40. Mal mit dabei und reiht sich damit in eine lange Tradition ein: Seit 180 Jahren machen sich Gläubige aus Hillesheim zu Fuß auf nach Koblenz und nehmen ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihren Dank mit auf den gut 90 Kilometer langen Weg.

Not und Armut, aber auch die Unzufriedenheit mit der Politik habe die Menschen 1844 aus der Vulkaneifel zur Wallfahrt angetrieben, die selbst während der Nazi-Zeit fortgeführt wurde und das, obwohl Prozessionen verboten waren. „Unter Lebensgefahr haben die Menschen die Tradition damals verfolgt. Sie sind versetzt gegangen, um nicht aufzufallen und haben sich Geheimzeichen gegeben“, berichtet Schwunn. Doch zurück in die Gegenwart: Die Altersspanne der pilgernden Menschen reiche von Anfang 20 bis 80. Niemand benötige besondere Voraussetzungen, um die etwa 30 Kilometer langen, meist auf asphaltierten Wegen verlaufenden Etappen zu bewältigen. „Bei großen Steigungen hören wir auch auf zu singen und zu beten. Da gehen wir still für uns“, erklärt Schwunn. Zudem gebe es einen Gepäckwagen, der Rucksäcke, Wechselschuhe, Regenjacken und Wasserflaschen transportiert – sowie den ein oder anderen, der sich auf der gut 90 Kilometer langen Gesamtstrecke ein wenig ausruhen möchte. Begleitet wird die Gruppe von einer 30-köpfigen Musikkapelle.

Vor der Corona-Pandemie hätten sich um die 200 Frauen und Männer der Wallfahrt angeschlossen. Jetzt seien es etwa die Hälfte. Doch „wer einmal mitgegangen ist, kommt öfter“, weiß Schwunn. „Die Faszination ist für mich die Kombination aus Menschen, die ihren Glauben leben und zeigen, sowie die Disziplin in der Pilgerschaft. Aber auch die Gastfreundschaft, die uns überall in den Orten begegnet.“ So werden sie kulinarisch zum Teil von örtlichen Vereinen versorgt und übernachten bei Privatpersonen oder in kleinen Gastwirtschaften. „Das ist eine tolle Erfahrung.“

Ablauf der Wallfahrt

Die Fußwallfahrt startet am Montag, 13. Mai um 5.30 Uhr mit einem Reisesegen in Hillesheim. Das Ziel, die St. Konrad-Kirche in Koblenz-Metternich, wird am Mittwoch, 15. Mai erreicht. Dort findet um 11 Uhr eine Pilgermesse statt. Eine Andacht um etwa 17.30 Uhr in Hillesheim bildet den Abschluss.

Der Pilgerweg führt von Hillesheim über Walsdorf, Dreis, Kelberg nach Mayen, Ochtendung und anschließend von Rübenach nach Metternich. Eine Anmeldung zur Fußwallfahrt ist nicht erforderlich, ein Ein- und Ausstieg ist überall möglich. Wer eine Übernachtungsmöglichkeit in Boos und Ochtendung benötigt, kann sich im Vorfeld an Alfons Schwunn wenden. Es gibt auch die Möglichkeit, am Mittwoch, 15. Mai, an der Wallfahrt als Buspilger teilzunehmen.

Nähere Auskünfte gibt es bei Alfons Schwunn, unter Tel.: 02607-973694, E-Mail alfonsschwunn@web.de und auf www.wallfahrt-maria-hilf-hillesheim.de (jf)

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Familien nach 82 Jahren wiedervereint – Kölsch-Rock-Legende Stephan Brings trug Gedicht vor

Mechernich-Hostel – Stolpersteine für Elvira und Gustav Kaufmann in Hostel verlegt – 1942 von den Nazis ermordet – 130 Gäste kamen und gedachten bei bestem Wetter – 25 Nachfahren aus den USA/Großbritannien angereist –  Schülerinnen und Schüler gaben Impulse und mehr – Rund 130 Menschen waren dabei, als kürzlich zwei Stolpersteine für Elvira und Gustav Kaufmann vor ihrem ehemaligen Gutshof in der Hosteler Friedentalstraße enthüllt wurden. 1941 wurden das jüdische Ehepaar nach jahrelanger Diskriminierung deportiert, 1942 schließlich im Konzentrationslager Chelmno ermordet.

Kölsch-Rock-Legende Stephan Brings, der selbst in Hostel wohnt, trug ein selbstgeschriebenes und emotionales Gedicht seines Vaters vor. Dessen Titel lautet: „Gespräch mit David“. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Sie hatten kein Glück. Andere aus ihrer Familie, und der der verwandten Levanos aus Kommern, hingegen schon. Sie konnten nach England und in die USA fliehen. Über 200 Jahre hatten sie zuvor in Kommern gelebt, bevor die Familienmitglieder vor den Nazis in die „große weite Welt“ flohen.

Nun, 82 Jahre später, gab es ein großes „Familientreffen“ der Nachfahren anlässlich der neuen Stolpersteine für Gustav und Elvira Kaufmann. Ganze 25 von ihnen hatten lange Wege in das beschauliche Hostel zurückgelegt – zum Beispiel aus Washington D.C., New Jersey, Boston, Baltimore oder London. Entsprechend gut war die Stimmung bei bestem Wetter – trotz des eigentlich traurigen Anlasses.

„Albtraum, der wahr ist“

„Manche der Familienmitglieder haben sich wirklich noch nie zuvor gesehen!“, freute sich Rainer Schulz von der Arbeitsgruppe „Forschen-Gedenken-Handeln“, die diesen besonderen Tag überhaupt erst möglich gemacht hatte. Gisela und Wolfgang Freier sowie Elke Höver betreiben sie mit ihm.

Über hundert weitere Gäste aus Hostel und dem Umland, Vertreter der Stadtrats-Fraktionen, der Stadt- und Kreisverwaltung sowie aus der Bürgerschaft waren ebenfalls dabei, um an die Ungerechtigkeiten und Gräueltaten der Vergangenheit zu erinnern. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Mechernich trugen sogar freiwillig Texte auf Deutsch und Englisch vor. Sie alle hatten eines gemeinsam: auch in der heutigen Zeit wollte man Flagge bekennen – und mahnen: „Nicht mit uns! Nie wieder ist jetzt!“

So sei das Gedenken auch dem DRK-Ortsverband Mechernich laut dessen Leiter Sascha Suijkerland „ein besonderes Anliegen“. Neben regelmäßigen Putzaktionen der Stolpersteine betreuen sie auch Veranstaltungen wie diese – und brachten die Familienmitglieder der Kaufmanns/Levanos von Kommern per Shuttleservice nach Hostel.

Als Stargast trug neben weiteren Rednern Kölsch-Rock-Legende Stephan Brings, der selbst in Hostel wohnt, ein Gedicht seines Vaters aus den 1980er-Jahren vor: das „Gespräch mit David“. Darin wünscht er sich beispielsweise, dass Kinder jeder Herkunft friedlich miteinander spielen können und keine Angst haben müssen. Doch gleichzeitig warnt er vor den Schrecken des Nationalsozialismus und wiederholt mehrfach die verheißungsvolle Zeile: „seit damals lebt er mit dem Albtraum, der wahr ist und nie vergeht.“ Das Publikum war sichtlich berührt.

Handeln, statt wegsehen

Doch auch die anderen Redner wussten die richtigen Worte zu finden: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erinnerte beispielsweise an die lange Geschichte der Juden in Deutschland und wie sie schon früh diskriminiert wurden. Er betonte, dass früher auch auf den Dörfern viele Menschen weggeschaut oder sogar selbst zu Tätern geworden waren. Dies dürfe nie wieder passieren. Gerade heute sei dies wichtig, da extremistische Weltansichten wieder mehr Zulauf bekämen.

Gisela Freier klärte über die lange Geschichte des Hofes auf, der Eduard Levano bis zu seiner Zerstörung in der Reichpogromnacht 1938 gehörte und von den Kaufmanns bewirtschaftet wurde. Schon ab 1934 hatte man ihnen von allen Seiten „Knüppel vor die Beine“ geworfen, 1935 dann Fensterscheiben zerstört und die Fassade mit folgenden stupfen Parolen aus Ölfarbe beschmiert: „Hier wohnt eine Judensau! Ein Rassenschänder! Heraus aus Hostel! Unser Ziel ist: die Juden an den Nil!“ Dies belegten Gestapo-Akten.

Schließlich dankte Rainer Schulz Familie Kaspari für das Sponsern der Steine, sowie der Mechernicher Stadtverwaltung, Ehrengast Stephan Brings, dem städtischen Bauhof für die Verlegung der Steine und dem DRK für die Betreuung samt Shuttle-Service.

„Klein, aber wichtig“

Doch auch ein Teil der Gäste aus den USA und Großbritannien meldeten sich zu Wort, teils sogar auf Deutsch: Anthony Golding, Chloe Ellam, Helen Stone, Ron Schwarz und Regina Cohen. Sie erzählten Geschichten, die sie von ihren Vorfahren gehört hatten, die flüchten konnten. Von Kommern und Hostel, den „schönen Wäldern“ und dem leckeren Tee im Gutshof.

Ron Schwarz, dessen Großonkel Gustav war, erzählte, wie er bei seinem ersten Besuch in Kommern vor fast 50 Jahren als Amerikaner damals schnell zur „Berühmtheit“ wurde. Seitdem war er mehrere Male zu Besuch. Auch seine Tochter Erica Schwarz war im vergangenen Jahr mit ihrem Mann Chris Bailey in Kommern gewesen, um auf den Spuren ihrer Vorfahren zu wandeln.

Besonders hoben sie aber die wenigen Helfer hervor, die damals Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten geleistet haben: „Hierfür sind wir unendlich dankbar!“ Außerdem erzählten die Gäste was hier wohl noch keiner wusste: dass Kommern „tausenden britischen Schulkindern“ bekannt ist. Dies sei der Initiative „Generation to generation“ zu verdanken, die über den Holocaust aufklärt.

Insgesamt seien sie aber dankbar für die „kleinen aber wichtigen Denkmale“, die Stolpersteine, die an ihre Vorfahren erinnern und sie in Ehren halten. Ein Familienmitglied hielt dann ein Totengebet für die Kaufmanns, ein Grab gibt es nämlich nicht.

„Unbeschreibliches Gefühl“

Für manche der Amerikaner und Briten mit Wurzeln in Kommern und Hostel war er das erste Mal in Deutschland, für andere schon das dritte. Auf sie wirke die Gegend „friedlich und liebevoll“. Schwer vorstellbar, was hier damals geschehen ist. Doch es kann wieder passieren, dass wissen sie. Auch in den USA.

Dennoch: die Stimmung war ausgelassen, auch beim anschließenden Kaffee und Kuchen im Dorfsaal, organisiert vom Ortskartell und Ortsbürgermeister Joachim Wagner. Kurz und knapp: „wundervoll“, wie eine Amerikanerin bemerkte. Hier hingen auch alte Bilder aus, die Hostel vor rund 100 Jahren zeigten – als die Kaufmanns und Levanos noch in Frieden leben konnten.

Nun, fast 80 Jahre nach Ende der NS-Schreckensherrschaft, trafen sie sich wieder hier, wo ihre Wurzeln liegen – und tauschten sich auch mit den zahlreichen Gästen herzlich aus. Ein „unbeschreibliches Gefühl“. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, sie lebten bis heute hier. Wäre da nicht die kleine Sprachbarriere…

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Es geht bergab – Mountainbike-Park in Hürtgenwald neu eröffnet

Düren – Hürtgenwald hat wieder einen Mountainbikepark, der am ersten Maiwochenende feierlich bei bestem Wetter eröffnet wurde. Der „DIMB BikePark Rureifel“ in Raffelsbrand bietet mit fünf Strecken unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades für Hobby-Biker und erfahrene Profis passende Abfahrten. „Heute ist ein besonderer Tag und es ist der Auftakt für eine tolle Entwicklung des Mountainbikeparks, da bin ich mir sicher. Der Sport zelebriert die Natur und Hürtgenwald hat das Potenzial, sich zu einem Mountainbikezentrum zu entwickeln, das zu der Landschaft passt“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Natur müsse hierbei immer im Mittelpunkt stehen, das sei selbstverständlich. Er dankte zudem dem Nordeifel Gravity e.V., dem vorherigen Betreiber. Nun übernimmt die DIMB, die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. Gemeinsam mit dem Kreis Düren, dem Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde und der Gemeinde Hürtgenwald wurde die Neuaufstellung des Parks realisiert.

Zusammen mit Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen, Anette Winkler (Wirtschaftsförderin Kreis Düren), DIMB-Vorstand Roland Albrecht und Arthur Knobloch von der Interessengemeinschaft (IG) Rureifel, die sich um die Instandhaltung kümmert, durchschnitt der Landrat das Band zu den Abfahrten, die von zahlreichen Mountainbikern sofort ausprobiert wurden.

„Wir danken allen Beteiligten für die Unterstützung. Wir haben einiges erreicht in den vergangenen Wochen und freuen uns, den Park heute eröffnen zu können“, sagt DIMB-Vorstand Roland Albrecht. Bisher war die Mountainbike-Strecke nur am Wochenende geöffnet. Neue, feste Wegsperren zu den Wanderwegen wurden installiert, um die Sicherheit aller Menschen vor Ort zu erhöhen. Daher ist auch der Betrieb unter der Woche möglich. „Der Tourismus ist für unsere Gemeinde eine wichtige Säule. Der Mountainbikepark wird unsere Region noch bekannter machen und weitere Chancen bringen, da bin ich mir sicher“, sagt Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen.

Simonsflow, Wernair, Jecker Jupp, Hürtgenhack und K(n)allfahrt – das sind die Namen der umgebauten Abfahrten. Hinter dem Umbau und der Instandhaltung stecken viel Schweiß und Herzblut, vor allem von der IG Rureifel, die den Bikepark vor Ort betreut. „Es liegt nicht nur ein großes Stück Arbeit hinter, sondern auch vor uns. Jede Unterstützung und helfende Hand ist herzlich willkommen. Wir sind auf einem guten Weg, das Trailnetz auszubauen, um legale Wege zu schaffen“, sagt Arthur Knobloch von der IG Rureifel. Wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit ist, betonten alle Verantwortlichen, die nochmals ihren Dank aussprachen. Der DIMB BikePark Rureifel ist täglich bis zum 1. November geöffnet. Die Auffahrt erfolgt über eine Uphill-Strecke. Weitere Infos gibt es auch unter www.dimb.de/dimb-bikepark-rureifel

 

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Die Inda Bots-Robotik AG Aachen reist zum Weltfinale der FIRST LEGO League nach Los Angeles

Aachen – Sie kommen rum in der Welt, die Mitglieder der Robotik AG des städtischen Inda Gymnasiums in Aachen-Kornelimünster: Im vergangenen Jahr sind die Inda Bots bereits beim Weltfinale in Sydney gewesen und auf dem fünften Platz von rund 50 Teams gelandet. In diesem Jahr steht Los Angeles im Tourplan.

Sie haben es sich verdient: In Davos haben Isabel, Philipp, Johannes und Gustav eine super Quali hingelegt. Am Ende der drei Tage in der Schweiz bekamen sie den Champion-Pokal der Gesamtwertung über alle Kategorien hinweg, das sind „Robot-Game“, „Robo-Design“, „Forschungsprojekt“ und „Grundwerte“. Damit sind sie offiziell das beste FIRST LEGO League Team in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz und dürfen nun zum Finale. Als Forschungsprojekt durften sie auf der großen Bühne vor rund 300 Zuschauern eine Augmented Reality-Lösung für Band- und Orchestermusiker-Proben präsentieren. Denn neben der Technikbegeisterung sind alle auch musikalisch aktiv – Saxophon, Schlagzeug, Klarinette und Bühnentechnik.

Jetzt steht das „Western Edge Open“ in Los Angeles als Belohnung an. Zwei Tage nach den mündlichen Abi-Prüfungen – alle vier machen in diesem Jahr ihren Abschluss – soll der Wettbewerb in Kalifornien starten. 90 Teams aus der ganzen Welt reisen an. Die Vorbereitungen für die große Reise und den Wettbewerb laufen neben den Abiturvorbereitungen.

Damit sich Team und Betreuer*innen nicht noch Geldsorgen machen müssen, sucht die Schule noch Sponsoren für die Reise nach L.A.. Wer sich also bei den Sponsoren – unter anderem die drei Großunterstützer aus Aachen, die INFORM AG und die fir Aachen GmbH, oder der Region, die NEUMAN & ESSER Stiftung der Familie Peters – einreihen möchte, kann sich beim Coach des Teams Dr. Andreas Uhe unter uhe@inda-gymasium.de melden und klären, welche Hilfe wie am besten ankommt. Jede Unterstützung ist willkommen.

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Innovative Streetwear-Neugründung im Herzen von Mayen

Mayen – Seit 10 Jahren ist Christian Stein selbständig und hat sich einen Namen in der Streetwear-Szene gemacht. Seine Kreationen, die er mit dem Siebdruckverfahren veredelt, vertreibt er hauptsächlich auf Festivals in der Region. Nun hat Christian Stein durch das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ die Möglichkeit genutzt, seinen Traum eines Ladengeschäfts im Herzen der Mayener Innenstadt zu verwirklichen.

Der gebürtige Düngenheimer ist begeistert von der Möglichkeit, sein Geschäft im malerischen Brückenviertel von Mayen zu eröffnen. „Das Brückenviertel hat eine ganz besondere Atmosphäre, die perfekt zu meiner Streetwear-Marke passt“, erklärt Stein. „Die historischen Gebäude und die lebendige Atmosphäre ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an. Es ist der ideale Ort, um meine Kreationen zu präsentieren.“

Dank der Fördermittel konnte Christian Stein seine Vision verwirklichen und einen Laden im Brückenviertel eröffnen. „Die Unterstützung durch das Förderprogramm war für mich entscheidend“, sagt Stein. „Es hat mir geholfen, die anfänglichen Kosten zu decken und den Start meines Ladens zu erleichtern.“

Neben dem Verkauf seiner Streetwear plant Stein, sich aktiv in die Mayener Einzelhandelsgemeinschaft einzubringen. „Es ist mir wichtig, mich mit den lokalen Händlern zu vernetzen und ein gutes Miteinander zu haben“, betont er. „Die Zusammenarbeit mit anderen Geschäften kann dazu beitragen, die Attraktivität der gesamten Innenstadt zu steigern und das Einkaufserlebnis für Kunden zu verbessern.“

Dagmar Luxem, Bereichsleitung der Wirtschaftsförderung, freut sich über die Neueröffnung von Christian Steins Laden. „Die Ansiedlung von innovativen Unternehmen wie dem von Herrn Stein ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung unserer Innenstadt“, erklärt sie. „Es zeigt, dass das Förderprogramm ‚Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren‘ positive Veränderungen bewirken kann und dazu beiträgt, die Attraktivität und Vielfalt unserer Stadt zu steigern. Wir wünschen Herrn Stein natürlich viel Erfolg hier bei uns in Mayen“

Christian Steins Laden ist ab dem 6. Mai im Brückenviertel von Mayen geöffnet und lädt Einheimische und Besucher gleichermaßen dazu ein, seine Streetwear-Kreationen zu entdecken.

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Neue Elektroladesäule am Berufskolleg für Technik in Düren

Düren – Das Berufskolleg für Technik in Düren freut sich über eine neue Elektroladesäule, die von Landrat Wolfgang Spelthahn, dem Berufskolleg und den Stadtwerken Düren (SWD) offiziell eingeweiht wurde. „Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Berufskolleg setzt auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz und unterstützt die Versorgung an Ladestellen im Stadtgebiet“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

An zwei Ladepunkten mit jeweils 22 Kilowatt Wechselstrom kann hier „getankt“ werden. Während der Kern-Schulzeiten ist die Ladesäule für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reserviert. Ab 12 Uhr kann die Ladesäule an der Nideggener Straße 43 von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Übrigens: Auch Besucherinnen und Besucher der Arena Kreis Düren können an Veranstaltungstagen den Lehrkräfteparkplatz des Berufskollegs nutzen.

„Mit diesen Elektroladesäulen am Arbeitsplatz ergänzen wir das öffentliche Ladesäulennetz. Zwar stagniert derzeit die Anzahl an E-Autos, dennoch sind wir uns sicher, dass sie sich in Zukunft weiter etablieren werden. Dazu bauen wir das Netz aus“, sagt Heinrich Klocke, SWD-Geschäftsführer.

Gemeinsamt mit Kreis Düren und dem Berufskolleg, das in Trägerschaft des Kreises ist, haben die Stadtwerke Düren die neue Ladesäule realisiert. „Dieser Schritt unterstreicht das Engagement des Berufskollegs für Nachhaltigkeit und moderne technische Bildung. Beides ist eng miteinander verbunden. Nur wer verantwortungsvoll mit den neuen Technologien umgeht und Mensch und Umwelt im Blick hat, handelt letztendlich nachhaltig und richtig“, sagt Hagen Hußmann, Leiter des Berufskollegs für Technik.

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Kindertagespflege Mayen-Koblenz nominiert für den Deutschen Kita-Preis 2024

Region/Mayen-Koblenz – Der deutsche Kita-Preis zeichnet jährlich Kitas und Initiativen der frühen Bildung für ihr Engagement und die Entwicklung hoher Qualitätsstandards in der frühkindlichen Bildung aus. Der Preis wird von dem Bundesfamilienministerium und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam verliehen. Das Netzwerk Kindertagespflege Mayen-Koblenz hat sich unter 520 Bewerbern durchgesetzt und gehört zu den 15 Nominierten der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“. Das Netzwerk konnte die Jury nicht nur durch den hohen Qualitätsstandard in der täglichen Arbeit überzeugen, sondern erfüllt auch die Kriterien für ein hohes Engagement in der frühkindlichen Bildung.

Ein Experten-Team bestehend aus Mitarbeitenden der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie weiteren Fachleuten des Instituts für Bildung, Forschung und Entwicklung „Welt:Stadt:Quartier“ hat die Bewerbungen der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ ausgewertet und die Nominierten ausgewählt. Im nächsten Schritt lernt das Experten-Team die Arbeit der Nominierten anhand von Telefoninterviews besser kennen und legt sich auf acht Finalisten fest. Welche Kitas und lokalen Bündnisse das sind, entscheidet sich Ende Juni. Die Auswahl erfolgt anhand der vier Qualitätsdimensionen Kind-Orientierung, Sozialraumorientierung, Partizipation und lernende Organisation. Die große Preisverleihung findet im November in Berlin statt.

Zum Netzwerk Kindertagespflege des Landkreises Mayen-Koblenz gehören die Familienbildungsstätten Mayen und Andernach, das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit der Hochschule Koblenz, die Kindertagespflegepersonen im Kreis MYK sowie die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Darüber hinaus arbeitet das Netzwerk eng mit dem Gesundheitsamt Mayen-Koblenz und der Fachkräfte Allianz für betriebliche Kindertagesbetreuung zusammen.

Weitere Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zur Auswahl der Preisträger finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de. Eine Liste mit allen Nominierten beider Kategorien gibt es unter www.deutscher-kita-preis.de/nominierte-2024. Informationen zur Kindertagespflege Mayen-Koblenz erhalten Interessierte unter https://www.kvmyk.de/themen/kinder-jugend-familie/kindertagespflege/.

Über den Deutschen Kita-Preis

Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Marke ELTERN, der Soziallotterie freiheit+, dem Didacta-Verband, der Thalia Bücher GmbH und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Auszeichnung setzt Impulse für Qualität in der frühkindlichen Bildung und würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas und lokalen Bündnissen zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt.